Ausgabe 
11.10.1917 Zweites Blatt
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schlummern, erschlossen imb ^caotgie^ogttt Jmfcor und wenn der Sta<rt so e in g e richtet wird, daß das Vvlk sich selb st sein Schicksal formt. Für Klassenunterschiede, für Priv-ile- gren, für eine von unbekannten Mächten gleitete Regierung, für die dAtere AtnwsOchärc eines GeLdabsvluLismus wird in Zukunft kein 'Raum sein. Möge für die Enhper iode des Krieges und für die Zeit der Friedens Verhandlungen wenigstens ein Reflex fallen aus der wunderbaren Zeit z u K r i e g s a n f a n g, in der es keine Parteien gal', im der keine konfessi mälen und keine sozialen Unter­schiede bestanden, in der das deutsche Volk das imposante Bildider vollsten Einiakeit bot. Möge >ioenigstens in der Zeit der Werbung für die Kriegsanleihe aller Unfriede und aller Lader b e g r <t b c i! werden. Viöge jeder sich vor Augen halten die Wick>- tigreit des GrundsatzLs:

Das Vaterland, nicht dieVartei?"

^ Ms dritter Redner des Abends sprach Geheimer Rat Professor Dr. Eck. £>eure kraftvollen Worte erwecken Rhette Begeisterung und giptelten in etrva folgenden Ausführung«!: Der vierte Kriegs- winter ist es, der uns die 7. Kriegsanleihe bringt. Noch nie ,DagLwe,enes leidet unser öcer, leiden unsere tapferen Soldaten, die rn Schwee uiG Eis, in Schlamm 'uitb Schmütz aus harren und durchyalten. De 7. .Kriegsanleihe ist für sic, irnfere Feldgrauen,

stlr ihren Unterhalt, ihre Trnckhrung und Kleidung. Für unser VolMhver brauchen wir das GeLd Es ist ein GeSd für persönliche Zwecke, für die Erhaltung der M änner, die eben z. B. in Flandern alle Schrecken des Krieges nriterleben müssen. Wenn man im vierten Kriegswinter Kriegsanleihe zeichnet, dann geschieht es zur Schaffung des Ueberflusses, ldnt zu verhmjderai, daß unser kostbares Blut in noch stärkeren Stronren wie jetzt fließt.

Bei dem Gedanken an ibc§ Volksheer taucht die Eri nne rung an das auf, ftxrs dieses 5)ocr schon alles geleistet hat. 50 Fahre sind es her, daß >der große Schotte Thomas Carlyle jene gewaltige Anklage gegen sein Vaterland England richtete, die Niedertracht der eng­lischen Politik verwarf und geißelte, und die Zucht des Volksheeres verlangte. Mit Lohn und Spott wird er abgewiefen. Da kommt die Umwälzung, der Krieg, mid zwingt den englischen Staat, die Wege zu gehen, die Carlple vorschrieb.

Aber Volksheer und VoMheer ist zweierlei. Unser Volksheer, das entstand in der Zoll der grüßten Erniedrigung des Deutscl^erv Reiches, und das durchlebt ist von dem Geiste eines Stein und S-chcrrnhorst, ist geschaffen worden, um zu befreien, zu verteidigen, Gift trnd Blüt für das Höchste einzusetzen. Nimmermehr verbau kt es aber seine Entstehung dem Trieb, zu vernichten, zu zerstören oder andeve Völker zu kneck^teu.

Der Deutsche ist es, der die Völker unrnwdell, ohne daß sie es empfinden, eine Revolution ist in den englischen Köpfen vor sich gegangen und das ist ein Sieg des deutschen Gedankens. Wir führen keinen Eroberungskrieg, wir Verteidiger: uns nur. Den letzten Heller nmß der Deutsche für sein Heer hergeben, damit das Bäer- land erhallen bleibe, für sein Volksheeft. das unter den: aosolatea Königtum an den beiden Vorbildern deutscher Kraft, ^er Großen Kurfürsten und Friedrich dein C-rohen sich aufrichtete.

Wilsons Note ist unsinnig und das deutsche Volk lyat recht, sich darüber zu empören. Wie können 150 Millionen Menschen es wagen gegen 976 Millionen ein Komplott zu schmieden? Solchen Widersinn sollte niemand aussprechen.

Republikanisch oder nicht. Alle Fäden vom Mittelalter her knüpfen sich an das WortKaiser^. Solange der alle Fritz noch etwa? für eine deutsche Seele bedeutet, solange ein Kant als Ver­körpere: der deutschen Pflicht in rms lebt, solange wird der Deutsche fest bleiben, und für die Erhaltung ferner Geschichte, und seines Volksheeres mit fernem Kaiser eintreten. Auf den Wrssonschen llw- sinn gibt es nur eine Antwort: Kriegsanleihe zeichrw-

Die Ansführnngen der übrigen Redner iverden in der morgigep Nummer veröffentlicht. -4v. m.-

liefcsehüttert Kat uns die unerwartete schmerzliche Nachricht, daß mein herzens­guter, unvergeßlicher Mann, unser einziger braver Sohn, Bruder, Schwiegersohn und

Selil©sser^ Opeher* und HiStsarbeitei*

für dauernd gesucht. 7583

Marl Mel t 9 Maschinenfabrik.

Schwager

Karl Herget

Postbote in Gießen

Gefreiter in einem Res.-Inf.-Regt, Inhaber des Eisernen II. Kl. und der Hess. Tapferkeitsmedaille

an seiner am 10. August 1917 erlittenen schweren Verwundung im blühenden Alter von 30 Jahren am 19. August 1917 in einem Kriegslazarett fürs Vaterland gestorben ist.

In tiefer Trauer:

Marie Herget geb. Balbo Andreas Herget Familie Ludwig Keller.

Gießen (Lahnstraße 9), Nieder-Ohmen, den 10. Oktober 1917.

liilltuuu MS welche bereits an Maschinen gearbeitet haben, für unsere Geschoßdreherei sofort gesucht.

MaigfeF

Gießen, Margaretenhütte. 75 * 9

in frcft Weiter

gesucht. «F. Etappe!, 7402 Mühlstraste 18.

S85L1

f ocies-Anreige.

Vsrwaudbeu, hksuudeu und. Bekannten hiermit die schmerzliche Nach­richt, dass mein lieber, unvergesslicher Mann, unser guter, treubesorgter Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der

Großh. Bürgermeister

M

Philipp Baiser

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j MöM Zimi n®r\

PeactoB Bramfll Nensn 3 öh« 2S

tBellevueiZtm. m.u.ohneVer- pfleg, f. jede Zeitdauer. Mit­tag- u. Abendctsch. Elektrisch Licht, Bad. Teb 1085. [1687 2schön möblierte,ineinander-

gehendeZimmer m. elektr. L., Wassert, Zentralst, Tel. usm. sos.z. vrm. LZlisrs^sg 791. ""

heute nacht 1 Ohr in der medizinischen Nlinik zu Oiessen plötzlich und ganz unerwartet im 52. Bebensjahr sanft entschlafen ist.

Oie trauernden Hinterbliebenen:

- In deren Namen:

Frau Katharina Baiser nebst Kindern.

Albach, den 10. Oktober 1917. 75 g!

Die Beerdigung findet am Freitag den 12. ds. Mts., nachmittags 3V 2 Uhr, in Albach statt.

Möbl. Wohn- und Schlaf»

-immer, auch einzeln, z. vrm. 06319 Plockstrasie 8II.

Besseres möbl. Zimmer mit 1 oder 2 Beiten zu oerm. 06322 Hilledrnndstr. 14 p.

2 gut möbl. Zimmer m. elektr. Licht u. Schreibtisch zu verm. Kaiser-Allee 10 !.

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Gesiern abend verschied nach kurzer Krank­bett mern guter Mann, unser guter Bruder, Schwager und Onkel

£w 8wj »Sanft«

was wir tief betrübt mitteilen.

Um stille Teilnahme bittet im Namen der Hinterbliebenen: 06368 Katharine RolShauscn.

Gienen sNeuenweg 46), 10. Oktober 1917.

Die Beerdtgiingjnndet Freitag,nachm.2^«Uhr. vom Vortale des Neuen Friedhofes aus statt.

Gewinn-Auszug

dar

10 . Prettssfsch-Süddecrtschef!

(236. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie

L Kl*5«e. 1. Ztehonfpstag. S. Oktober lf!1

Anf Jede Hsnaer Bind xwol gleich holia Ge-

wlnne fofBllea, nad zwar je ©{»er anf die L©*p gleicher .Nrnmmer Ja den beiden AWeilnmfrea I nud II

Innigen Dank für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme in unserem Leide.

Fra» Katharina Mosebach geb. Stiehl Lisabeth Mosebach.

Gießen, 10. Oktober 1917. .....

1'd36o

Gietzener Lesehalle-Berein.

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wodid und Freitags aus. Dagegen werden jedem

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145111 168856 176765 ,176375 185657 137189

192976 199619 200190 206934 206386 211096

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In der »aehmlitftiraTieiKmg wurden Gewinne Qfeea 192 Mark geroden.

2 Gewinne zu 60000 M 34408 2 Gewinne zu 40000 M 225664 2 Gewinne zu 20000 M 123001 2 Gewinne zu 10000 M 36617 4 Gewinne m 6000 >! 29962 117897

10 Gewinne zu 3000 M 7264 19004 46360 111148 137600

12 Gewinne zu 1000 M 27646 76868 108918

139071 180678 186073

24 Gewinne *u 600 M 19637 10964 29294 09114 109950 141710 160930 171729 173035 199140 216726

226291

82 Gewinne zu 400 M 2281 12764 35608 39968 43465 56160 56733 65620 66452 73903 79124 80884 86124 88925 93636 96^92 106091 106170 106281 118774 120750 120765 131290 133767 136692 144038 167940

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