Ausgabe 
29.10.1917 Erstes Blatt
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6fr' ch davon brachten zwei k. u. f. Divisionen allein sechs- Uhnttmjend Gefangene und 200 Geschwätze ein.

Nördlich von Gürz stehen wir am Jsonzo.

In Fajtir Hrb entriß die ungarische siebzehnte Di­vision. die seit mehr als zwei Jahren am unteren Jsonzo siegreich Wacht hält, dem Feind in überraschendem Ansturm seine erste Linie. Es fielen 3500 Italiener in ihre Hand.

Die G samtzahl der Gefangenen hat sich auf 00000. die der erbeuteten Geschütze auf 500 erhöht.

Von feindlichen Flugzeugen sind bisher 26 herab- geschossen worden.

O c stl ich er Kriegsschauplatz und Albanien.

Nichts Neues.

Der Chef des Generalstabes.

Wien. 28. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart:

Italien i scher Kriagsschauplatz.

Gestern ist von unserer I s o n z o f r o n t die letzte Fessel eines seit 2 1 , Jahren ebenso glorreich usie opftrvoll geführ­ten Verteidigungskrieges gefallen.

Sowohl auf der Karsthechfläche wie im Görzer Ab- sclmitt wurde zum Angriff übergegangen.Der Italien r hielt unserem Sturm nirgends Stand. Am Südflügel wurde Mon- falcone durch unsere Vortruppen gewonnen. Oberhalb von Gradisea stürmte in dritter Morgenstunde Major Mocsary an der Spitze des tapferen Räszcger Jägerbataillons Nr. 11 über die brennende Jßonzobrücke auf das rechte Ufer hin­über und entriß dem Feinde den Monte Fortin. Auf dem Kastell von Görz hißten Abteilungen des Karlowacrer Jn- stniterie-Reainvcnts Nr. 96 um 2 Uhr unsere Fahne. In rascher Femdverfotgung wurde westlich der befreiten Stadt der Jsonzo übersetzt und die Höhe Podgora erstiegen.

Die Hochfläche von Bainsizza-.Heiliggejst liegt, den Monte Kuk inbegriffen, hinter unserer Front. Bei Plawa erzwingen sich unsere Truppen in erbitterten Kämpfen den Uebergmrg über den Fluh.

Cividake ist in deutscher Hand. Ungestüm vorwärts­drängend, allen Widerstand des Feindes brechend, gewannen unsere Verbündeten den Eingang in die venetianifche Ebene.

Die geschlagenen Armeen des Herzogs von Aosta und des Generals Capelle haben bisher an Gefangenen 80 0 00 Mann ein gebüßt. Die Zahl der erbeuteten Geschütze wird gering auf 600 geschätzt.

Oestlichcr Kriegsschauplah uud Albanien.

Nichts von Belang.

Der Chef des Gencralstabeö.

. W i en, 28. Okt. (WTB. Nichtcklntl.) Amtlicher Abend- vericht. Der Sieg der Verbündeten über das italienische Heer greift immer tiefer. Die Zahl der Gefangenen Übersteigs 100 000: die Beute der Geschütze wird auf 700 geschützt.

Siege an der Westfront und am Jsonzo.

Berlin, 27. Okt. (WTB.) IN Flandern hat der Helden­mut deirtsck>er Truppen am 26 Oktober der vielfachen Uebcrlegcn- heit emstisckKfranzösischer Massen, die eine S äi l a ch t e n t s che i - du n a Nichten, eine neue außerordentlich schwere, blutige Nieder­lage bereitet und einen großen Sieg errungen.

Nach deii Kämpfen des 22. Oktol>er bereitete dauernd starkes Jener, das sich aus tausend Geschützen wiederlwlt .zu heftigsten Feuerstößen' steigerte, die große SS,lacht vor. In den Morgen­stunden des 26. Oktober setzte unter gewaltigem Munitionseinsatz stärkstes Trommelfeuer, ein, das auch während der Jüfant>ttiekänrpse Unausgesetzt anhielt. Gegen drei 9lbscharrtte unserer Stellungen trat der Gegner zum Angriff an.

.. Westlich des Hon t h o u l st e r Waldes brachen dichte An- griifskolonnen mit starken Reservon vor. Trotz des vernichtenden deutschen dlbwehrfeuers gelang es hier unter schweren Verlusten den Angreifern, im ersten Ansturm das Gehöft B u l t h o e k zu er­reichen. Kurz darauf traf ihn jedoch ein machtvoller Gegenstoß, der ihn unter erneuten sckiweren Verlusten in das Trichterfeld zurückwarf.

Zwischen Bahn Boesinghe Staden und Dahn Ipern Roulers setzte bei' Feind seine - Hauptmassen an.

ersten' Angriffe des Feindes wurden blutig abgennesen und unsere Stellungen behauptet. Um 11 Uhr vormittags erfolgte mit srrzchen Kräften ein zweiter starker Angriff beiderseits P a s s ch e n - daele, der ebenso verlustreich scheiterte. Bald darauf bereitete- gewaltiges Tronrmelfcuer einen dritten Angriff vor, der kurz nach 2 Ulir nachmittags gegen denscll»m Abschnitt vorbrach. Hier setzte der Gegner erneut rücksichtslos dichte Massen ein, die von dem Sperrfeuer unserer Artillerie und R^aschmengcwehee niederkar­tätscht wurden. Gegen 6 Uhr abends wiederholte der Gegner nörd­lich Passchegidaele bic_ nutzlose Mlasserwvfernng seiner Truppen. Erfolgreicher Gegenstoß warf ihn hier bis auf eine geri'Zge Ein­buchtung, die in unseren Linien verblieb, zurück. Bei den erbitter­ten Kämpfen und schon vorher beim Heranführen seiner Reserven hat der Angreifer' ungeheure Verluste aus diesem Abschnitt erkitten.

Weiter südlich rannten mehrere englische Tivisionen gegen unsere Front von Becclaere bis südlich von G h e l u v e l t an. Auch hier brach der erste Ansturm der Gegner vorübler gehend in den Park von Paezethoek und in Gheluvelt ein. Nach kurzer Zeit trieb deutscher Gegenstoß aus Dorf und Park die Gin- gedrungenen wieder hinaus. Am Abend des Tages war die ge­waltige Scllacht zugunsten ber dentsclicn Waffen entschieden. Unter dem Einsruck seiner schweren Niederlage wiederholte der Feind nachts .seine Angyffe nicht. Tie feiudlickien Verluste übertresfen bei der Stärke des Einsatzes bei den vielfach wiederholten Stür­men durch das schlammige Trichterfeld infolge unseres g inliegen­den zusammengefaßten Abwehrfeuers weit die Verluste der letzten srämvfe. 800 Gefangene wurden einbehalten.

Auch aus den nichtangegriffenen' Fronten des Großkampf- feldes lag dei- ganzen Tag über sehr starkes feiudlickieS Feuer. Die weit rückwärts liegenden belgisclien Städte und Ortschaften erhielten vielfach Feuer sckfwever und schtverster Kaliber. Das Er­gebnis des 26. Oktober ist eine verlorene Schlacht der Engländer.

Auf dem zweiten Hauptkriegsschauplatz in Italien habbn die dc'U eg Trupven im Verein mit bcu tapferen österreich-un- gnuir-en Ouniesgeno'fen neuen Ruhm geerntet. Außer der bis- vkriqen. Beute von 60000 Gefangenen und'450 Olesckmtzeu und Kiüegsgerät, das noch in den Gebirgsschluchtenl Uno Tälern steckt, hat der Feind schwere blutige Verluste. As" suchen Tagen l^rt Ca dorn a fast den ganzen Gewinn eines ^'äiachngen Krieges wieder eingebüßt. Seine z»veite Armee ist lst'"üagen.uud noch Ueberwindung vielfach zähen feindlicher Widcr- standes dringen die BeMlndeten unaufhaltsam vorwärts.

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Berlin, 28 Okt. (WTB.) In Italien schreiten die Be bmweten von Erwtg zu Erfolg. In unerhörten Kamps- und Marsi lekstuTigen httben die deuchchen lind österreich-nngarischen Trupp Gebirge überickwitten und die Elxme erreicht Cio nruiw um 27 Oktober abends von deuts's»m Tnlppcn, G ö! tben Abend von ösderreich--ungarischen Truppen erobert l werttgen Tagen v\ die Ge-angensizahl auf mehr als 80000 Mw gestiegen und über 00j Geschütze sind erbeuie Was sonst an Krieg material und Bellte noch in dem zervüsteien («>bh:<i*gdäni>c fhet läßt )it{f irirfit annaherno übersehen Bei dem schnellen siegreich Avrdringeil bkewt 1 ine Zeit zur Zählung und Bergung. In wer T/rgcr: iirt Cadvrua nicht nur den Gewinn eines 2'äjährige : iii'i bui't, in ccm er allein bis zum l Juni dieses Jahr l/<> M.um liegt ließ, und der Italien bis letzt 20 Milliard QckÄm hat, sondern auch werte StücSo des lüttienisthen Gebiet

dem Feind überlassen müssen. Aon diesen einzig dastehenden Erfol­gen werden für immer die Lügen der Gnt«tte über gesunkenen Kickmpswert dock scher und österr-eichisch-ungarischer Truppen ver­stummen müssen. Entsprechend dem guten Fortgang ist die Stim­mung der Truppen vampsesfroh und siageszuversichttich.

IN Flandern wurden an der Küste mehrere feindliche Mvnitiore und Zerstörer iwn unseren leichten Soeslreikkräften und Seesliegern vertrieben. Ans zweien der Zerstörer wurden Treffer be­obachtet. Auf denr Gvoßkaml^feld solgäe nach vormittags einsctzendem! starten: Jener ein feindlicher Angriff westlich des Houiholilster Wäldes. Starker Masseneinsatz liest Franzivsen und Engländer nur einen nubedeutenden Streifen Boden in dem schlammigen Trichter­feld östlch von Merckem gewinnen. Auch dieser Angriff erhöhte wiederum die unnützen Blutopser unserer Niestlicheil Gegner. Das feindliche Feuer blieb auch tagsüber lebhaft und steigerte sich zeit­weise am Nachmittag MM Trommelfeuer. Es dehnte sch in großer Stäicke aich nördlich des OKostkampffeldes besonders beiderseits von Dirmniden aus. 2i)ieverholt wurden rückwärtige belgische Ort­schaften plamnästig l"eschossen.

An der Aisnefront wurden nördlich von Bvaye um 8 IIhr vormittags mehrere säordlwhe vorsdosteude Konipagnien abgeschlagen und beim 'Nachstoß Gefangene eingebracht. Nachmittags und Abends setzten nach starker Artillerie- und Minenvorbereitung tiefgegliederte französische Angriffe ein, die unter blutigen Feind Verlusten scheiter­tet. Zahlreiche Gefangene, 3 Maschinen- und Schnetlladegewehre blieben in unserer Hand.

Triest, 27. Okt. fWTB. Nichtamtl.KDer Begiim des Arttl- leriekampfes war für die zweite Morgenstunde des 24. Oktober festgesetzt. Infolge des dichten Nebels und des immer heftigeren Regens konnte die Arttllerievorbereitting, nicht so wirksam sein, wie es nrspiünglich geplant war. Trotzdem schritt die Infanterie zur anbefvhlenen Morgenstunde mit bewundcrungslvürdiger Kühnheit zum An ' So z. B. würde trotz der groben Schwierigkettent eine grün ee Abteilung durch das Jsonzo-Tal direkt auf Karfreit .und Bett Rebo disponiert, die also von Süden den Km umging, wähvend gleichzeitig beNmhrte österreichiscl>-ungarische Gebirgs- truppen westlich dieses Gebirgsstockes ins Jsonzo-Tal nieder­stiegen. Der ttalienisckie Kriegsbericht sagt, daß unser Angriff den Gegner durchaus nicht unerwartet und unvorbereitet getroffen! habe. Einen Kommentar hierzu liefert die Tatsache, daß die in Karfreit einniarschierenden Truppen einen Divisionär mit einem seiner Brigadiers und allen Regimentskomnmndant^en bäsamnien- sanden und sie zusammen abfilhren konnten. Nachnüttags fuhr der Kaiser zu einigen höl>eren Kommandos, um mit einem möglichst geringen Zeitverlust die letzten Meldungen zu empfangen und die darauf lxrsierten Weisungen zu erteilen. Am gleick-eir Abend noch ivirbe bekannt geantcljt, daß die Front des Italieners zu wanstn beginne, uürd zlvar aus den: Heiligengeist-Platean. Ank 25. Oktober fuhr der Kaiser zu einem höheren Kommando und in den Raum von Tolmein. Die. Fahrt zeigte die Planmäßigkeit und die Genauigkeit der Vorbereitung eines Operationsranmes: Die Täter, die bisher nur geringe Brdeuttmg hatten, wurden große Durchzugsstrasten. Während die Truppen erst seit 24 Stunden im Angriffskampfe standen, etablierten sich hier bereits Feldspitäler, Verpfleglmgsmagazine, ?7ttmitionsdepots und vieles andere. Der VWimsch des Kaisers war, an diesem Tage bis zu den ganz vorne kärnpfenden Truppen vorzudringcn. Die Erfüllung dieses Wunsches blieb dem Kaiser versagt, da die Tritppen und Trains die Straßen forderten. Als das Fortkommen unter diesen Umständen immer schwieriger wurde, gab der Kaiser sofort den operativer: Forderun­gen der Stunde ncvck). An: folgenden Tage, am 26. Oktober, zogen die Italiener schon über das Heiligengeist-Plateau zurück. Unseve Infanterie drängte scharf nach. Kam der Feind in die Enge des Jsonzo-Tales, so feuerten unsere rveittragenden Geschütze in die zusmnmengeballten ^ Massen. BombardierungSgeschtvager jagten heran rmd griffen in den Zbamps ein. Von jähem Schrecken er-« griffen, drängten die' Italiener in den Sattel der zwischen den beiden, einerseits von uns, andererseits von den Italienern gehaltenen Höherl von Fastir Hrb kam. legte sich in die SertLung ein wirklich imposantes Sperrfeuer der bis dahin eigentlich nicht sehr gesprächigen italienischer Arttllerre. Die braven Ungarn durchschritten aber nach 4 Uhr nachmittags diese Hölle von Eisen und Blei. Sie wurden Herren des Fajttr Hrb. Der Kaiser, den. der Ehef des Generalschbs, der Minister, des Aäußeren Gras Czernin und dcw HeeresgruppeirÜoinniaudaut 0K- neraloberst Boerevic umgaben, bei denen sich aich der Prinz Felix von Parmalö chand, wandte die Augen nicht von dem Sck)auplatz des ülwrivältigenden Ringens. Bon stolz ob den Leistungen seiner Wehrmacht und vo-n dankbarer Anerkennung für das Helden tun: seiner treuen Verbündeten, die'zum ersten Male auf diesem Kriegs- sckxruplatz kämpften, erfüllt, wandte sich der Kaiser mtt gehobenem Vertrauen seinen Ausgaben als Leitter dieser nach Anlage und Wirkung großen Sckillacht zu. Es wurde Nacht. Von der Last der Rüstung und dem sckIveren.Marsche ermüdet, hielten die Truppen in einem W>alde. Die Aittom>bilc des Kaisers und des Gefolges strebten eben einem neuen Standorte pn. Ein Infanterist erkannte den Monarchen Fr-Aidig überrascht rief er mir: ,.Ka roly." Ta wurde es im nahen Wälde lebendig. Die Mannschaften, die eben das Essen zilbererteten, und andere, die Zelte aufschlugen, verließen die Arbeit und das Mahl und kälten an die Straße. Jln 9bu st-cmden Hunderte, ja Tausende am Wiegrande nnd an den Hängen. Es ertönten von verschiedenen JNßrmnenten, die die Soldaten hatten, die Klängeder Nativnalhhmne. Die Hornisten schn:etter- ten den Generalmarsch Alkes überstimmte der jauchzende Hochruf der in den Kampfzichen-den Krieger auf den allerhöchsten Führer. In dieser Nacht verwttltc der Kaper in einem kleinen Karstlxihnlws. Cr wußte nicht, daß die Lchter abgeblendet waren, die Lichter der Station wie immer und die seines Wagens, weil er im Wir- lungsberech? des Gegners stand, in einer Station, die der Feind schon so oft bombardiert httte.

Der Sieg über Itakien.

Der Eindruck in Wien.

W ie n , 28. Okt. lWTB. Nickchamtlich.) Die Nachricht von der Wiederbesetzung von Görz tmirde hier in den Nachmittagsstunden bekannt imd verbreitete sich> Wie ein Lauffeuer durch die Stadt. Sie rief in allen SckKcht^: der Bevölkerung Gemtgtunng über den ungcahnlen schnellen Gr'chlg der IfoUzo-Offensive hervor. Die ösfcntlicheu Gebäude legten Fbiggestschmuck an. Zahlreiche Privat­gebäude folgten diesem skMM. Namentlich, die innere .Stadls prankie in den Mittagsstmtden im Festschmuck der verbündeten Farben. In öcm Abendstunden steigerte sich, die Tiefe des Eindnicks durch das Bdkamrtwerden (oer Besetzung von Cividale und Monr- falcone und der- Derfolgung der Italiener über den Jsonzo hinanZ sonne ^ der übergroßen Ziffern an Gefangenen und Kriegsgerät.l Aus der ganzen Monarchie tveffcs: Meldungen von der Freude der Bevölkerung über die glämzenden Erfolge -der Berbündeteu ein. In vielen Städten fanden spontan große Huldig ungen für den Kaiser und die verbündeten Armeen statt.

Italienische Pressestimmen.

i. Köln, 20. Okt. Die Kölnische Bolkszeitung" meldet aus oer Schtoviz: Laut ^Ssoolo" kursieren in Mailand allerlltz bedenklicheMerüchtchuber!die Nieder ge die r ita lienis che ul Heere. Der .Corricre jdella Serra" bGeicbnet dre'vv« der Front einlaufenden jMeldungen als überaus traurig und mahnt zur Ruhe in dieser Wwnlflpn: Stunde. DieId ea Nationale" wntmiaßte, daß die Mttte-linlälchfte in Italien die entgülttge Ent­scheidung herberzuftihren beabsichtigen.

Bern, 28. Okt. lWTB.)Popol-o d'Jtalia" meint, die italienische Front sei die einMe gewesen,' an der nur kl i che Operationen noch möglich waren, .hätten die Alliierten dies ausgenützt, wie General Galllieni'es seiner­zeit beantragt habe, so würde heute an der Stelle Italiens das Herz der Donarunouarchte bedroht sein. Italiens Heer sei zwar stark genug, Widerstand zu leisten, aber die Miier- ten müßten ihn: aufs schneklste Artillerie senden. Me ss agerll/' ist rwch ttnmer hoffnungsvoll. Der Bericht­erstatter von:Se co lv^ au der Front sagt, die Räumung von Bainsizza habe sich in vollwmnlener Ordnung ohne Menrscheme und MctterralverLrst voltzogeau> ImEvr-

riere della Sera" schreibt Martinis d^e Schlacht könne! sich noch zugunsten Italiens rvcnden, K'enn dre Trupp««, ihre bisherige Tüchtigkeit bewiesen ur/d ityve mtyraLi)d#: Widerstandstrasi den militärischen Mitten V ^ltlpr^ttZe. Dw Mailänder Abendblätter führen englische P.rvtzsmmnen an, die voll Vertrauen auf Jtalierrs Wrderftand srnv.

Bern, 26. Okt. (WTB.) Dem ttalierris^enMuttap- wochenblattt' zufolge wurden viele G e ner c> 1 e zur D i s-» Position gestellt, darunter Br u s a t i, der er> te Gvnerob« adjutaut des Königs, der durch Gen.eralnra.jvr Lr.ttacmn er­setzt wurde. ^

Amsterdam, 28. Okt. (WTB.)Nieuws Vc-'n dem Dag" schreibt zu den Borgängan an der Jsonzo f^o nt, die, Kriegs Müdigkeit der Italiener habe sicher zu ihrer dsiederlage beigetragen.

DerNieuwe Rotterdamsche Courantt" schreibt: Die Ereignisse bringen für die Entente Gef ah re n mit sich, denen Rechnung getragen werden muß. .Die Lage om der italienischen Fvvnt ist ziemlich kritisch.

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Die Neubildung des Kabinetts.

Berlin, 29. Okt.Eorriere della Sera" bestätigt, daß der König Orlando den Aui trag zur KabttettSbildung gegeblp: stabe, dock) wolle Orlando vorerst keine neuen Mättner in das. Ministerien nehmen, vielmel/r die Umbildung des Kabrne'tS ans später vertagen. So n n i n v hat eftrgewilligt, z:i bleiben, dagegen will'atznlinister Earoano anSscheiden. Der König )verde soforr.an die.Front zurück- kehren.

Berlin, 29. Okt. Wie derBerl. Lok.-'A.rz." aus Lngan» berichtet, ist der König von Italien gestzwu vormittag vorn Hauptanartter nach Rom znrückgekehrt und hat soiott die Minister und den Präsidentm ldes Senates empfangen. ^.Da der KMumer-- Präsident ,regen leichter Erkältung verhindert war, sich^zmn Köllig, zn begeben, fuhr dieser im Kraftwagen zu ihm. D?e Tagesblübep heben hervor, daß die vorn König durchfahrenen Sttußeri^ sehr be­lebt waren, aber nieunand s-atte für den König ein Zeichen des Beifalls oder des Willkommens. Im Laufe des Tages ^crnbxri za!4i- veiche Besplechungxm Unter den Ministern statt. Allfettis? hält :nml die beschleunigte Lösung der Ministerkrisis für notwendig^

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Die Stimmrlug in Frankreich.

Bern. 28. Okt. (WTB. Nickstamtlü Ueber die Offensiv an der Jsonzo- Front liegen endlich ausführlich Bespre.chnn- aen der Par i se r P re s se vor, die merkwürdig übereiirstimrm.u. Die Blätter erklären, daß die Offensive die Drohung gegen Triest und Laibach aufheben solle, und daß es den Italiener ziveifel:^ gelingen werde, sich nach der ersten Ueberrascknmg schnell wiedett zu stelttn, waS ihnen übrigens ^auch durch das gebirgige Gelände erleichtert ioett,e.

Petit Parisien" schreibt: Die Deutschen konnten dank der Uittätigkeit auf der russischen Front den in der Klemme bespül licken Oesterreichern und Ungarn auf der italienischen Front l-elscIld unter die Arme greifen. Die Mittelmächte wollen nunmehr die Italiener zwingen, alle bisher errungenen Vorteile auf ößer-s reichiscl-en Boden aufzugeben.

Mat i u" schreibt: Jeder Fortschritt gegen Udine ist eine Ge- stchr für die ganze Kampftinie der zweiten und dritten italienischen Armee.

Tem ps" schreibt: Der Angriff nirrrmt eine große Ent- Wicklung. Immerhin braucht man sich über das Ergebnis ber Schlacht noch keine Sorgen zu machen, denn die Bedingungen, unter denen die Italiener kämpfen, sind 'wesentlich gi'tnstig.er als lvährrnü der Trenttiw--Offensive. Um den mederdrückent-en Eindruck der italienischen Niederlage vor dem Publikum zn verscljleiern, ergctst sich die fvanzösische Presse in langen Sieges Kimmentaren über dix Fortfckisritte an der französischen Westfront.

i. Köln, 29. Okt. DerKölnischen Vokksztg." zufolge er­fährt derProgves de Lyon" aus London: Die Vorgänge an der Westfront hätten jeglickies Interesse angesichts der Katastrophen -an der Südfront verloren. England befürckste, Italien toerde binnen kurzem alle die bisher im Kriege ^rrrungenen Erfolge verlieren. DerNovellist e" hält die Lage ftrr gefälMlich weil das ftwchtbare Ereignis eine Panik auslöfen könne.

Brafilien gegen Derrtschland.

Rio de Janeiro, 28. Okt. (Privattel.) Meid. d. Ag. Hav. Karnwer nnd Henrrt rcttifiziierLen uinstimmig das Vor­handensein des Kriegszustandes zwischen Brasilierr irnd Deutschland. Der Präsident der Republik g-ab seine Zustimtnung zu dieser .Kundgebung. Die Torpedoboatszerstvi- rer Piauhy und Matto Große erhielten Befehl, iurch Bahia zu fahren und von den: nn dortigen Hafen liegenden deut­scher: K a uv nen bv o t Be s i tz zu ergreifen. Die Ber> Haftung der Besatzung des Kanonenbootes steht bevor.

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Rücktritt des spanischen Kabinett».

Madrid, 27. Okt. (WTB.) Meldung der Agenec Haoas. Daß Ministerium ist zurückgetreten.

Die Lage in Rußland.

Bern, 28. Okt. (WTB.) DerTemps" beriäM aus Peters­burg: Nach einer wichtigen Konferenz in Pskow, an der Ke­renski, bet Kriegsminister und zahlreich? Hleneräle tmlnabmen, wurde der Verteidigungsplan von Petersburg des Generals Tstlimenissow angenommen. Die Festungen um Peters­burg sollen in den drei 5sauptrühtnugen, aus denen der Feind vorstoßen könnte, nämlich von Reval Hapsal imd Pernau hei: verstärkt werden, ebenso die Mstenverteidigung Finlands.

Der provisorische Rat hat die Veränderunge»t im Oberko:nmando gutgeheißen. Zum Generalissimus der N o r d f r o n t u>urde General W o l o t s ch e n k ernannt, zu dlrnieeführern die Osenmale N o r b e ck , T s ch e r e m i s s o w . V a - lvrew, Koltschawsk, Schislinsky und Promptvw. Die neuen Armoeführer sind alle junge Offtzierc, die sich durä» Energie und Initiative hervorgetan lmben. Die Ernennungen toer- den in militärisckicn .Kreisen allgemein gutgeheißen. Auch der Gcneralguartiermeister des Hauptquartier:', Generalmajor Roma" news kh, mürbe abgesetzt und durch Generalmajor .Diedrich^ ersetzt.

Die Räumung von Kronstadt.

Amsterdam, 26. Okt. <WTB.> Reuter meldet aus Peters- bürg, daß die bürgerliche Beo'ölkerrmg Kronstadt zu räumen beginnt.

Seeflieg.

Ciu Erfolg dcr Marine bei Ostende.

Berlin, 28. Okt. Amtlich. Mrdlich Ostende tt'eu-' zende leichte Streitkräfie des Gegners wurden am 27. Okto­ber nachmittags gleichzeitig von mrjrren Torpedobooten mit Artillerie und einer großen Zahl non Flugzeugen mit Bom- den angegriffen. Obwohl der Feind beschleunigt nach Westen ab marschierte, wurden ihm mehrere Treffer beigebracht. Die eigenen Sti^eitkräftr sind unbeschädigt zurnckgekehrt.

Der Ehef des Admir.alstabs der Marine.

Rene N-Boot-Ersr»lge.

Berlin, 28. Okt. (Amllichj.) der 5 nglis che n Westküste wurden durch unsere ll^Boo^te wiederum s e chs Dampfer versenkt, darunter der de^vassuebe Qiglisch»