Ausgabe 
22.10.1917 Erstes Blatt
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Vr. 2H8 SWeites VM

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. d

Beilagen:Gietzeaer KamlNenblStter" und Xreisblatt für den Ureis Sichen".

Postscheckkonto: Zrankfurj am Main Nr. u&36. Vankverkchr: Sewerbebank Sletze«.

Aus dsr französischen Nammer.

^ 67 . ZahrgMg

eiger

General-Anzeiger für Gbechefferr

Montag, 22. Oktober >9X7

ZwillingSrunddruck und Verlag/ Brühl'schellniversitälZ-Buch-u.Stündr. ckerei.

N. Lange, Gießen.

Lchrlstleitung, ScschaftzfteKe und Druckerei:

Schulstraße?. Geschäftsstellen. Verlag:

Schriftleitung: 112.

Anschrift für Droht iachrlchten:Anze:gerGießen.

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Bern, 20. OB. (W.TB.) Wie Lßouec Blätter nachträglich xrr Ictsren französischer: Kamm ersrtznn g meCbm ftdüe !av«l r^- Fvage an Painlcvv: Ist ^ richtig, daß die Ergeb- nvst der Illtterfuchung iW-er ibje Aprilvsseiffwe zuerst einigen Genc- xaicti rme Wdcurgm und Novelle günstig ivare::, für andere dagegen ungünstig lautetew? Ist es ivahr, daß die Verm:ttvvrtl:chteit beäi Kriogsmuusters, dre nach dem Cugebrris der Illttersnchnng mit in Lckmcht tarn, ans Ersuchen Painlevös abgeändert nnrrde^ Wi' Hoden darüber nicksts graueres erfahren Wimen. Ein solches Vor- geben der Regierung ist unnröglich. Die Sozialifte:: können deshalb nicht für die Regierung fttnratcrt.

Jnr Augenblick der Abstininuuig kwn es zu einem Znnsck-enfall, der sul/erlrch zu der Melhcheit für Painlstvö stark beitrug La broue fragte: Ist es richtig, das; der Vertreter des Kriegs komitees. Vüajvr HeWrvnner, der Solstr deutscher Eltern, ist? Die Frage löste im Saal einen nnALhenren Lärm au3. GS folgten Aus­rufe tmrd Proteste auf allen Seiten. Painlevö, der sich bisher, «lch ÄKiljmtb seiner Rede, sehr gleichgültig verhalten hatte, sprang ouf Mid verlangte das Wort. Mit erhobener Stimme erklärte er- Heilbrunner, der Chef dies Sekretariats des Kriegskomitees, ist der Gohil eines hock-geachteten französischen Elsässers, desserr Bruder- in der Schlecht an der NKrrne gefallen ist. Labmie wollte widerspreel-en, aber Pmnlevo rief in Heller Entrüstmrg: Ich finde keine Worte, am diese unerhörte Verleumdung zu verurteilen, die heimtückisch hier um sich greift und die ich jetzt endlich fassen könnte. Diesmal erwben sich Deputierte van allen BqnAen und klatschten Beifall Dies mar der einzige einmütige Llugenblick der Kammer. Bei der Wstimmnng betrug die Zal-Il der Stimmmrlhrlturrgen 80 bis 85.

Paris, 20. Okt. (WTBd Kammer. Painlcvö begann, indein er erklärte, die Debatte müßte die Ents'cksiüwlNg herbei- Wren, die es der jetzigen Regierimg ermögliche, sich zu ver- gerrnfsern, ob die Kamnrer ihr Vertvauen zur Regierung weiter veibehalte, die ihr Werk in dem Sinne der .Kanimer fortsetzeir footla bin überzeugt, fuhr er fort, daß die Alliierten den Sieg in Hünde^r hakten, wenn sie sich disziplinieren nn:d alle Anstren­gungen rnocknen. Es ist daran zu erinnern, daß vor eineni Monat alle Fragen als 'höchstdringlich ausgetreten sind: unsere Er- ,Ehrung, die Transporte zur Organisation unserer Front, wegen der Ereignisse in Rußland und verschiedener Ansstände in ge­wissen Zweigen der Kriegsindustrie. Alle diese Problenie standen wie eine hungrige Meute der Regierung gegenüber. Aber dank der Einigkeit aller Minister konnte die Regierung den sehr schwieri­gen Umständen die Stirn Mieten. Painlevö wiederholte die Kriegs ziele Frankreichs, die ausschließlich die Wieder­herstellung seines Rechtes seien. Diese Ziele, nnalststingig von dem Ausgang der Schlachten, rvaren dieselben, als sich das besiegte Fmnkrx'ich gegen die Annexion Elsaß-Lvthrnngens aussprach: Die Rückkel/r Elsaß-Lotliringrns znm Vaterland.'. Das ist das Recht. Painlev? sagte weiter: Ich habe es gesagt, lvie auch der Ansgang der Schlachten sei, wir müssen den Krieg bis zu der Rückkehr Elsaß-Lothringens zu Frankreich wei­terführen. Wir können nicht darauf veizichten, solange Frank­reich nicht abdankcn und üt Knecht sckwsi gehen will. Wir müssen dm Krieg sichrer: mit aHat Mitteln und die Hilfsquellen der Ver- Kündeten gemeinsam ausnützen, um ihre Ziele zu erreichen und barnit Elsaß-Lothringen zu Frankreich zurückkehrt. Er spielte dam: auf die Gerüchte an, welche über die geheime Sitzung umlanfcnz und erklärte, daß die Regierung niemals Gelegen-, heit gehabt habe, den Gedanken eines Sonder­friedens zurückzuweisen. Dieser habe sich niemals gezeigt. Der Redner wiederholte sodann den Wortlaut der mimsteriellen Erklärung über die Kriegsdauer.Nicht eine Stunde langer, aber auch nicht eine Stunde zu früh!" Alle lebendigen Kräfte Frankreichs inüssen nutzbar gemacht werben und die ver- Wndeten Nationen müssen ihre Anstrengungen dem anschlicßeir. Unsere Macht ersckieint dam: zermalmend, der Sieg besonders nahe. S&am wir getremtt marschieren, ist das Ziel, das wir verfolgen,, weit entfernt. Das Ziffammenarbeiten unserer englische!: Freunde mit uns ist genau sestgelegt. Wir arbeiten zusammen, setzen:

r ze Macht imseres Flugwesens nird unserer Artillerie und kämpfen Schulter an Schulter, reicht als wären cs zrvei »mündete Armeen, sondern eine einzige. Wem: ich so von England und Frankreich spreche, vergesse ich darum gleichwohl nicht unsere anders! tapferen Verbündetes, tue es aber, rveil die französisch" englische Front eine gemeinsame ist. Jetzt finden weitere Verhandlungen zwecks Ausdehnung der engli­schen Front statt. Am Samstag war ich in London, als Stoche'sekretär v. Kühlmann sagte, daß niemals ein Zoll deutscken Bodens abgetteten wird. Dies war eine Fehdeansagc in der elsaßllothriirgischen Frage. Lloyd George gab zum ersten Male eine förmlich^ Erklärung ab und anttoortete Staatsscsietär v. Kühlmann mit einer andiwer: edelmütigen Fehdcansage, indem er erklärte, England stehe an der Seite Frankreichs. bis Frankreich Elsaß-Lothriirgen desannektiert habe. Am folgenden Tage gäbe:: dre Vereinigten Staaten eine gleiche Erklärung ab. Painleve be­faßte sich sodann mit der inneren Politik und sagte: Es ist unerläß- lch, das; die Gerechtigkeit frei und unbeugsam ihren Laut nimmt. In gerutülichen Angelegenheiten darf man sich nicht erhitzen und AevN>rmisse aufdecken, wenn diese bereits dem Richter vorliegen. Wir sind Ivehrlos gegenüber der Verleunldung, aber verpfiick^wt, mit Hilfe des Geset^s vom 4. Llllgust 1915 diejenigen zu vcr folgen, welche die Negierung Mlgreisen und versuchen, die Moral der Nation zu schwächen.

'Daraus lvuroe der Schluß der Verhandlungen über die allgemeine Politik dirrch Handaufheben beschlossen. Die Kam­mer lehnte die vor: der Negierrrng veeworsene Priorität der ein- lachen Tagesordnung mit 396 gegen 95 Stimmen ab und nahm feuäl Handaufheben eine Vertraue nstagesor d n u n g

M<- te vier <m, dix lautet: Da die Kanrmer der Ansicht ist, daß An ein enges Einvernehmen zwischen der^ Regwrnng und den Verbüuderen ans divlolnatifchem und militärischein Gebiet durch den Sieg einen dauerhaften Frieden verbürgen ,kami und weiter, lat, es ein Verbrechen sein tvürve, die Aufincrksamkeit des Laildes von diesein loichligeil Ziele durch die Ausiuitzimg lwn Skandalen, d>e die republikanisrlZen Einrichttnigei: imb die Einigkeit der Nation arsAwd'U könnten, abzickeiuen. ucdem sie darani rechnet, daß dt' Justiz schnell urü> gänzlich ihr Werk verrichtet, richtet die EMler an die Arnwcn der Republik ihrer ehrfurchtsvollen 'junbcruntj, brückt der Regierung ihr Vertrauen aus und geht TogeSotdmm's über.

Aus Ser rtalieuischen Uammer.

^ Bern, 20. Okt. (WTB. Näckstomtlich.) In der gestrigen ^tzvug der italienischnl Deputierteickaimner tvMwte sich der Haupt- des Tages, der Sozialist Bentini, Siegel: Dissolati, der ^o-nuerstag Grosso Ca7Npa.ila vevdäclitigt hatte, auf die Tnriuer Unruhen hmgearbeitet zu l-abon. Die Angriffe seien so schwer ve- ^u>lgend, daß Bissolati unbedingt Beweise erbringen nrüsse. Der »teoner erklärte: Heute will man den, Klri'eg fvrtsetzen, um eiue reaktionäre Politik zu schass«:.' Die Regierimg will die ^cktwn. Mag sie tu es tun: sie nürd es u:ehr zu bereuen l-abcn, ktf Sozialisten. HinsickMich der von da: Sozialisten angeregte!: ^^mw'ckmng der Frnmrzieriu'g !wi: Zeitungen sagte Bentin:: Es mtecessant, zu nnffcn, um' gewisse Z.-itungen leben können, L ^ine Leser haben und die Mittel niffa durch Verbreitung und «2 Än/>u.^-nivesen aufbringei: kömrei^ Man habe 26 Millionen

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Öto Kricgsprwpag<mdll iit Italien MägeMÜen und man

Z% n > aX)mi ' K ^ n d«.^ldr-gen gesellen L ^ etwa durch ffiiif''S 1 ®'*«'' wm ©mftn gebrachk morbra fei. Anschlienend ^bdncr dir mtfltimgntbe Untcrftii|-jma der Sol- Ct « a ? e: d-m Tage, wo das Volk nicht

% 4 l J v ä - J,trt3wl * t fl c fmiwn wrro, wird es auf die S,raf;e konimrii.

ba-m nicht Mgck'en, datz dies' die Folge des Ja, imdi d-ß J K d-re Lage selbst heraufbeschworen habe, bezichtigen, sie seien an allem chul d. Lann ward B.ssolati wohl verlangen, daß nian auf die El--

Brwlte der in den ScknibengrabeN itampserchen schieße Schließlich ivandte sich der Redner gegen die Regicrmig, die das Vaterland in Gefahr dri.ige. Der Redner Ivnrdc vor, allen Sozialisten beglückwünsiht. Die Mbe niachtc aus die Mrinmer «iten ungeheiireii Emdnick. Prainpolini ries:Meder mit dem Kneg! Es lebe der Friede!: u::d der Sozialismus!

Das Programm der neiren ichGedischen Regierung.

r . df 5 a tin, 19. Okt. (WTB.) Svensk'a Telez-ram- vyran. der Eibesleiftmrg des ntuax Mnisberinms führte Staatsmrinjter Eden über die H u.up tg r u n d s ä tz e d e r neuen R-egierNNig fvlgendes cllrs:

. - Aufgabe wird sein, in Uebereinstimmung mit den

wmderhvlt bekanntgegcbmen Absichten der schwedischen Regierimg ww dem klar ausgedrückten Willen des schwedischen Volkes, eine c ^ T ^rf)tie, nach allen Seiten strei:g unpartei- w we Neutralitätspolitik n:ü> eine damit Mereinstim- mende Handelspolitik ausrecht zn erhalten. Das besondere Zusamn:enwirren der drei skcnchiu>avischeu Reick>e, das während des stwreges zustande kam, iveitnwglichst zu entwickeln, ist unser lebhafter Wunsch. Ten Besttebungei:, die mit immer ivachserwer Starre aus verschiedenen. Seiten hervortretcn, nach diesem Welt- perbeerenden Kriege einn: danevhaften Frieden zu sa>assen, sowie nne internationale Rechtsordmmg, die geeignet sein kann, den Fritwen M sicher:: und eine Minderung der Rüstungslasten zu ermöglichen, schließen wir uns von Herzen an. Offeichar ist es iminöglich, an die Lösung der Frage:: bettefseiid die Beschrän­kung der Verteidigrulgsmiltel unseres Landes, ihrer Aupassuirg m: die Tragkraft des Volkes u:D die Bedürfnisse einer friedlichen Kultur während der Kriegsdaner heranzutreten. Aber wir wollen nicht unterlassen, rrnsere Ueberzeugung anszusprcchen, daß diese Fragen eingehend geprüft werden müssen, wein: einmal der Krieg endet, unter Berücksichtigung der in der Welt herrschenden Ber- hältnisse. Infolge der Haltung der kriegführenden Mächte zu dem neutralen .Handel und Verkehr sind immer größere Schwie­rigkeiten entstanden siir die Sicherung unserer Vvlkscrnäh- rung und die Tätigkeit unserer Industrie. Die Lage ist im gegenwärttgen Momeirt sehr ernst. Sr fordert ni:ab:vcisbär, daß Regierung u:ü> Volk nrit vcrciittcn K räften nach AuÄvegen suchen, durch die der Truck, weim möglich, erleichtert ioird und die Krisenzüt ohne^ großen Schaden durchlebt lverden kann. Zu diesem Zweck inüssen alle Anstrengungen gemacht ivcrden. die eigenen Vor­räte bis zun: äußersten auszuimtzen, die Produktion vor allem der nätigsten Lebkn:sbedürsi:isse 7m fördern und «gi: stürben, die In­teressen der Produzenten und Konsuinerrben abzwoägen und in der größtmöglichen Umfassung den Handelsaustausch mit den fremden Ländern au sie ch rz:i erhalt eu. Tie schwere Zeit, die unser Volk jetzt durchlebt, hob nrit ganz besonderer Stärke die Notwen­digkeit l-er'vor. m versuchen, durch eine klar demokratischci Politik aus den :>er schied euer: Gebieten Gesellschaftslebens sämtliche Volkskräfte in gemeinsamer Arbeit für das Wohl des Larcdes zu sammeln. .''eit eben beendeten Wahlen zur Zweiten Kammer des Reichstages schloß sich die große Mehrheit den For- dernngen nach verschiedenen Verfass:'.ngsreformen an. In erster Reihe der Umgestaltung des Gemeindcwahlrechts mich dem Grund­satz, des gleichen Wahlrechts für alle, die Gcmeindestc-uern bezahlen, der Ettveiterring des politischen Wahlrechts der Frauen und der Revision getvisser Forderungen, die bei den jetzigen Besttmmungen das Wahlrecht beschränken. Wir werden ul:verzügl:ch die Arbeit zur Vorbereitung der Anträge zu den Versassuirgsreforrnen auf­nehmen, damit solche Aittrüge von Cw. Majestät baldmöglichst! dem Reichstag vmgelegt werden können.

verkehr nebst Vordruck zjum Antrag ans Eröffnung eines Postjcheckkont-os verteilen. Men denen, die den: Postscheck­verkehr n.och fernstehen, bietet sich hierdicrch eine beqneme ^bleae:cheit, sich ein Postscheckkonto eröffnen zu taffen.

, Scharfe Ueberwa chung des Verbots der Gajb« hau sw ä sche. Verschiedene B«obachM:ge!: zeigen, daß das Tisch­ruchverbot für die Gasllvirtschaste:: und ähnlichen Betriebe nicht W durchgeführt Wird, wie es die gesetzlichen Bestimmungen vvr- ichreck-e:!. Am 1. Oktober 1917 ist Vas Tischtuchverbot, das am 14. Jul: erlasset: Uwrdeu ist, in Kraft getreten; es ist von diesem Zeitpunkt an in allen Gastwirtschaften mrd ähnliche:: Betricoen, :n denen Speisen und Getcmröe zun: Genuß cm Ort und Stelle vevavr-ncht werden, die Benutzung von Tischtüchern, die aus Web-, Wirt-- oder Strickwaren hergestellt sind, verböte::. Nur Tische, derei: .Holzpl-atten wegen ihrer rohe:: Beschaffenheit von vornherein u.nr zur Verwendung nrit einem UeberMg ans Web-, Wirk-, Strick- wareA oder Filz als Unterlage für das Tischtuch bestimmt waren und auch vor dem 25. August 1917 aus diese::: Ueberzuge mit einen: Tischtuch? dauernd bedeckt gervefen sind, dürfe:: auch ferner dmuit versil?en werden. Ausgabe der zuständige:: Behörden ist es, o:e Emhaitung dieser Bestvnmungen der Reichsbelleidungssl^lle aufs strengste ^ zu Werwachen. Erneut tverde:: die Behörden daraus st-rugeiriesen, daß die:apvheit an Wäschesto-sfen eine

hat in einer Mindestgrößc von 30 >c 40 Zentimeter an einer Stelle zu erfolge::, die allen Gäste:: leicht zugänglich ist.

** H ö ch ftp reis e und B e s ch l a g n a h m e von Leder. Am 20. Oktober '1917 ist eine neue BckcmntmaSmng (Nr. L. 888/7 17. K. R. A.), betreffend .Höchstpreise und Beschlagnahme von Leder an Stelle der bisher in Gellm:g gewesenen Bekannt­machungen Nr. Ch. II. 888/7. 16. K. R. A. vom 5. August 1916 und Nr. 1^. 888/3. 17. K. R. A. vom 1. April 1917 getreten. Die 5)ächstpre:se für Leder sind verändert und teilweise herabge­setzt worden. Außerdcnn sind umfangreiche Bestimmungen über die Bewertung des Leders getroffen worden, durch die nach Äcöglich- keit auf eine Verbesserung der Ware hingewirkt werde:: soll. Wäh- reist) bisher geivisse Lederatlen noch nicht von der Beschlagnahme erfaßt ivaren, ist nunmehr alles Leder in jeder Form «auch Abfälle), soweil sich im Eigentum, Besitz oder lSewahrsam einer Grbevei, Zuricht er ü oder (verbervereiuigung befindet, beschlagnahmt. Die Veräußerung und Ablieferung des beschlagnahmten Leders ist genau geregelt. Tie Bdffrmttmachung enthält eine große Zahl wichtiger Einzelbestimmungen. Ihr Wortlaut ist in der heutigen Nummer unfercy Blattes einzusehen.

_ . ** Kammerdrucksache n. Der Ziveiten Kammer der Stände gingcn folgende Drilcksaick>7n zu: Bericht des Ersten Aus- lckmsses üdw die Regierungswrlage, betr. 1. Die Nachweisungcn über dm Staats-Eiirnahnren und -Ausgaben des Großlierzogtums iw,Re üiungsjahr 1913 nebst den in diesen Nachweisnngen an- geführiul f' t blulagen sonne den von den Großherzvglichen Mi- nisterien und der Oöroßherzogl. Oberrechnuugskammcr gegeben«: Erläuterungen.^2. Die aus der Rechnung des Fonds zur Er­gänzung des Ian.ilieneigentums des Großherz-ogl. Hauses für 1913 gefertigten tiachweisnngen und die hierzu gegebenen Erläute- uungen. 3. Eine Zusammenstellung der in: Jahre 1913 verrechneten Zulagen, die nach dem Gesetze vom 17. Juli 1912 an die Staats­beamten, Volksschullehver i:sw. zu zahlen waren. Bericht des Ersten Llusschusses über die Regierungsvorlage, bett. die Ge­währung von Kriegsteuerimgsbeihilfen an staatlickr? Beamte, Staatsdienstanwärter, Volkss-chnllehrer usw. Bericht des Er­weiterten Ersten Ausschusses über 1. den Lllttrag des Abg. Köhler, betr. Abgabe von Breimholz aus den staatlichen Waldungen an die Kommunalverbände zur Verteilung an die Verbraucher, 2. den dring lickten Antrag des Abg. Eißnert, betr. Aussi:hrverbot für Brennholz.

Ar«s §tcrdt rrnd

Gießen, den 22. Oktober 1917.

** Amtliche P e r sto n a ln cr chri ch. te n. Der Gvoß- herz-og empfing zum Vortrag den Staatsmimster Dr. von Ewald, den Msilister des Innern Dr. v. Honibergk zu Bach, den Generaladjntanten General der Kavallerie v. .Hahn, den Borstaird des Kabinetts, Wirkt. G>eh. Rat Römhell). Der Groß Herzog hat am 15. September d. I. folgenden/ Beamten der Hess ff ch--Pren ßischen Eiserckahngeineinschasi aus Anlaß ihrer am 1. Oktober d. I. erfolgten Versetzung in den Ruhestand die nachben-annten Ansz-eichirurrgen ver­lieben: dem Lokomotivführer Otto Rupp zu Kranichstein imo dem Wagemneffter Johannes Schilling zu Bischofs- Heim das Silbemre Kreuz des Berdierrstord. us Philipps des Großmütigen und dem Wagenmeister ?Nichael Mah.er zu Bischofsheinl, den: Maschrnenaufseher Friedrich Behoben zu Gustavsburg, dem Weichensteller Philipp Schröder zu Bens- l-eim, dem Schaffner Nikolaus Dreißigacker zi: Mannheim und dem Bahwvärter Konrad Groll zu Osthofen das M- gemeine Ehrenzeichen mit der'InschriftFür treue Dienste^'.

** S ch we sternspend e. Zugunsten des weiblichen Pflegepersonals, das in der Kriegskrauteichsloge tätig war und in diesen: Dienste Schaden an seiner Gefteudheit ge- uommer: hat, wird im ganzen Deutsche:: Reiche eine Smmu- lung veranstaltet, die unter dem Schutze Ihrer Majestät der Kaiserin steht. Diese Schwesternspeude hat den Zweck, allen erkrankten und pflege'^edürftigen Schwestern, in erster Linie solckwn, die keinen! MitterhaUs angehören, das für sie sorgt, über die staatliche Fürsorge hinaus durch geiguete Kuren die verlorene Gesundheit uckederzugebcn oder sie im Falle der Unheilbarkeit für ihr ferneres Leb-eir vor Entbeh­rung zu schütze::. In Norddeutschland ist diese Sanrmlung bereits rin Gange und wird durch einen a:st 212. Oktober d. I., dem Geburtstage Ihrer Niasistat der Kaiserin, stattfinden­den Opfertag ihren Mschluß finden. In Hessen uick) den ineisten süddeutscl>en Staaten ist mit Rücksicht auf andere Sammlungen die Dnrchsührung der Schwesternspende, die dem .Hess.' Landes verein vom Roten 5lveuz und dein Mce- Franeiwerein übertragen wurde, bis zun: nächsten Jahre verschoben worden. Es ergeht daher an die Bcvölöerung Hessens die Bitte, Beiträge für die Schwesternspende der für Hessen, in Aussicht g-enonrmenen Samrnluug zukommen zu lassen- Gaben werden schon jetzt von den Geschäftsstellen des Hess. Landes Vereins von: Roten Kreuz und des Meo- Fraueiwerettts und deren Aveigberesiven auf dem Lande jederzeit dankbar entgegengenomnum.

** P 0 sts checkverkeh r. In den wichsten Tcrgen iver- bext die Briefträger ein Merkblatt über den PostsckM-

Entsagt dem Tragen von Eoldschmuck. Gebt ihn für den Lieg unserer Waffen!

Vie ioföaftfaitfftele

m den Räumen der Vezirkrsparkasse Gießen ist morgen vsn 3 bis 5 Uhr geöffnet!

Landkreis Gießen.

Fc. Lich, 22. Okt. Am 27. Oktober sind 70 Jahre verflossen, seit das Evairgelische Retttmgshaus' für Madck)en im nahen Kloster ArnsblUg auf Veranlassung des Lehrers Schäfer in Allenswdt, des späteren bewährten DrrMors der Blsiwencmstalt m Fried­berg, eiugÄveiht urid eröfßwt wn:rde. Das Retttrngshaus ist das äkteslMWerk der Innerem Mssivn in: Gvoßl-erzogttml Hessen War die Anstalt ansängllch für Knabe:: und Mädchar berechnet^ so batte sich diese Verbindung mit dsr Zeit niäst als zuträalich erwiesen Deshalb beschloß der Vorstand der Anstalt auf Anregung ihres Vorsitzende::, des Grate:: Friedrich zu Svlms-Lcrubach im Jahre 1877 d:e Anstalt als einziges evangjolisches Rertungshaus in Hessen imter Leitung Vve: Diakonissen nMznUestalten. 'Seit ihrer Grü^ndUng bis heicke hat die Anstalt soge>:sveich geivirL Bis zum Jahre 1874 tvurden 219 Knabeir: und Mädck-en erzogen von 1877 b:s jetzt etwa 350 Müdck)en. In den Jal-ren 1875 und 1876 st-ar s:c geschlossen. Nach einer Dtatffttk von 1903 könnt«: von 211 Entlassene:: 174 oder fast 3/4 gleich 74 Prozent aller Zöglinge ans gefährdeten zu nützlul-en Mitgliedern von Staat imb Kirck» geüivnnLl: werden.

^ 'Wa. Odenhausen (Rabena!w. 21. Okt. Bon unseren im Felde stehenden inngen Kncgerr: wurden in letzter Zeit emo AnL.rbl mit Wlszeichmmgen bedackst. Musketier Jung erhielt das Eiserne Awerter^Klchse. d:c Sck'ützcn Wißner und Frischholz dre .Hessffcho ^apserkecksmedmlle. Untervfffzier K. Peter mtrt* jfuti: JBcamteuftdlvertrcter criuinnt.

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Kreis AlSfcld.

31 Oft. Die hiesig, Schuld mit 75 atailm. zur ftrtnucn attcBiianleibr 3656 Btt. Da bei der »irrten v00 M.. der funstcn /40 Mk. und der sechster: 2315 Mk gezeichnet

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Ellen!!bei der Rnffe:rvffe::sive mit dem

^r ewige:: Wochen lwttr er die Hessrsche Tapfe:cke:tsmedaille erhalte!:.

Kreis Schotten.

^ Kölzenhain . 21. Okt. Aus imserer lleuien G>eine«de ^ Agende 'IkTfaneri d<n ivfiiot- 1»d für das Baterlaich gestvrbr'N.- Zstarl Berges. Heinrich Ganz. Swtt