gtafcert, Ämris Keil, Äebirer Oetzr, Otto Dk-tz, LmnS Appel, Wellhrkm jDoertiranni. ^lorfüwrrt öiühjrrig Scplaig tnoin fßetctäT;„ri 1 '.a>£>of be>- Twt>et sich fett September 1915 in fvmrröfischer Gcstrrigenschcfft.
u-L Ulrichstein, 21. Ott. VLusketter Otto Keil, der sich rn den Känrpfclli uni Riga dirrch besonderes tapferes Vi"r halten aus- »nchnete, erhielt das Eisern« ätzreu- erster Klaffe. Sein Bruder, LUs-elrn Keil, befindet sich seit Juli 1916 m französischer Ge- «mgen-schast.
Starkcnburg und Rhernhesserr.
I. Tarmstadt, 21. Okt. Von der hiesigen Strafkammer Nmrde der Sckstosier Lorenz Riesel von Offerchach wegeil Bi- Mmie zu 1 Jahr 3 Atonalen Gefängnis verurteilt. Er hatte vor estrigen Jahren Frau und Kinder in Thüringen z-irn'ickgel.asien, fiar nie mehr nm sie gekümmert und im vorigen Jahre eine Witwe in Offenbach geheiratet. Das Gericht billigte ihm mildernde Umstände zu. — Weil er keine Zusatzbrotmarken erhielt, schlug der Schlosser Peter Jos. Klos dein Bürgerineister von .rZ-ürth ins Gesicht und beleidigte ihn gröblich. Er erhielt 4 Monate Gefängnis. Das Urteil wird veröffentlicht.
I. Darmstadt, 21. Okt. Die Zentralkasse der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften zeichnete für sich und die ihr cmgeschlosienen Kassen 25 Millionen Aur 7. Kriegsanleilie, gegenüber 24 Millionen bei der 6. Anleihe.
I. Darmstadt, 21. Okt. Auch hier hat sich unter dem Bvrsitz des Larrdgerichtsrats Pffster-SchweigHusen eine Ortsgruppe der deuttchen Baterlandspartei gegründet, zu der gleich eine gröbere Anzahl Beitritte erfolgten.
ch. B tilgen, 21. Okt. Ter WassersLand des Rheines geht wäder langsam zurück. Ter hiesige Pegel wies heute nur noch 2,73 Meter auf. Die starke Strömung, die der hol-e Wasserstand nrrt sich gebracht hatte, hat dam auch schon nachgelassen. Jnrmvrhin Wasser,Land noch hoch genug, um dem Schiffahrtsverkehr guLe Fahrt zu gestatten, denn der Rheingau hat in seinem Fa! r Maffer/wock, etwa 3,20 Meter Tiefe. Bei dem günstigLn Wasserstand ist die Durck sühnrng des Schiffahrtsverdehrs bis weit den Oberrhein hinaus tvi-eder glatt möglich.
Gan^Algesheim, 22. Okt. Im Bereiche dos hiesigen Bahnhofs lst der Weichensteller Nilvlaus Specht von hier von ctnem der Schnellzüge, die abenpA von Mainz hier durchfahren, gestern aberrd totgefahren )vvrden.
3-ü i n 18. Okt. Auf betit Bahnkörper, unter dem «er Elsenbahndrücke die Meiselrauerstraße durchzieht, wurde dre Lerche emes nmgen Mädchens, das von einem Effenbahnzua ubn-fahren worden war, gefunden. TaS McDckMi ist nach einem zurückgelassenen schreiben freiwillig aus dem Leben gescksteden.
ch. Vom Miktelrhein, 21. Okt. In der letzter! Zeit machte sich rn den Morgen, Lunden sin Gebiete des Mittelr Heins oft starker Nebel gütend. Dieser Nebel war für den Schiffahrts verkehr von gwßenl Einstich, denn er verhinderte die Ausnahme des Be- trlebcs in den Morgenstunden. Meist ko!nnLe erst ab 11 ] / 2 Uhr etwa gefahren werden. Wemr wirklich einmal früher mit der Fahrt be- Ionnen wird, ist an ein TnrckLvmmM, solange der Nebel ans dem Rhein lagert, nicht zu denken.
Kreis Wetzlar.
ra. Niederwetz, 21. Ott. Lehrer Albert, zur Zeit als Leutnant 0 . M. im Fade, wurde cntfmwätg an der hiesigen Schocke anHeftellt. —. Lechver Friedrich Hai« in Oberwetz wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse «msgez^ichnet.
va. K c ö f fe l bach, 21. Ott. Dvei Söhne des Landrvrrts Peter Meffersthmidt wurden mit dom Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Hessen-Nassau.
. .A i e d e n k 0 p f, 21. Ott. Der Kveisausschuß für Sammel- und Lxlfevdienst hat für das Emsanrmcttl und die Weiterbeförderung des 'SanrmrLgMes vier KceissaMmclstollen in den Orten Mendorf b. B., Gladenbachs RoüHeäm und- MedenZopf einge- rrchchet.
Frankfurt a. M., 21. Ott. Die Polizei nahm gestern früh einen Schwindler seltsamer Art fest, der behauptet, das Ge hermnis einer Elektrizität spendenden Masse zu besitzeil, von der ein Stück urrnnterbrochen über eine Woche lang Licht abgeüen kann. Cs handelt sich um den hier ansäffigen Mechaniker Franz Skiba. Dieser hat es verstanden, auch ernsthafte Kreise zu interessieren, die ihm Tausende voll Mark als Vorschuß für die Ausbeutung der „Erfindung" gaben. Von diesen Summen lebte die Familie Skiba herrlich und in Freuden, so daß das Familienoberhaupt nichts weiter zu tun brauchte. Von Sachverständigen ist das Skiba'sck>e Verfahrell jetzt als Schwindel anfgedeckt worden. Es wird der Verdacht cuisgesprock-en, daß Skiba in die Lencht- masse kleine Trockenelemente von mehreren Stunden Brenndauer eingebaut hat. Auf ^ eine nähere Prüfung seiner „Erfindung" ließ sich Skiba nie ein, sondern brach, wenn eine solche ernsthaft verlangt twurde, die Beziehungen sofort ab, nachdem er seine Opfer genügend geschröpft hatte.
= Frankfurt«. M., 21. Ott. Der Oberarzt an der Chirurgischen. Universitätsklinik, Dr. Ernst Wolfs, hat sich nt dey Mledizinisck«n Fakultät als Prioat-Dv^ent für Chirurgie habile Liert. Seine Mnttittsvorlesuna am 29. Oktober bchjandelt die? Chirurgie der Pankroaserttankungen.
— Frankfurt«. M., 22. Okt. Im Laufe dieser Woche vertust die Stadt auf Karten zunt erstenmal Zwiebeln. Auf den Kopf entfallen 850 Gramm, das Pfund kostet 23 Pfennig.
-- Frankfu rt a. M., 22. Okt. Einer hiesigen Bemntenfrau wurde während der Bahnfahrt von Hannover nach Frankfurt eine Handtasche mit 4700 Mark in barem Gelde und Kriegsanleihe-- sä-einen gestohlen. Ter Dieb blieb bisher unerncittelt.
X. Gelnhausen, 21. Okt. Das vorgestern auf d^r Station M verholz vor gekommene Effewbahmm glück, bei dem durch Ueber- fahren eines Prellbocks die Lokomotive imd einige Wagen eines Güterznges dem Bahndamm lstnabstürz-teu, hat nicht nur drei Todesopfer, sondern leider sechs Menscheickeben gefordert. Zug- Uhrer Glaab aus Großauheim, Lokomotivführer Drehl aus Fried- berg, Hessen, sowie Lokomotivheizer Becker aus Fvankntrt a. M.,. ferner die Schaffflerin Wivve Holm wrs WäckZterÄbach befinden sich unter den Toten. Dadurch, daß sich die abstürzenden Wagen über die Lokomotive auftürmten, gerieten sic in Braild.
X. Hanau, 21. Okt. Die Zusammenlegung von Bäckereien ist hier Tatsack>e geworden. 17 Bäckereien werden geschlossen.
2-1 Bäckereien üb'rnehmen die gesamte ftrvtivrforgimg der pmt
runter Bevölkerung. Nur die Bäckereien dürfen Brot verkaufe^ während allen anderen Miederverkäusern der Brotverkauf urttevi sagt wird.
Kassel, 21. Ott. Nach schnwrem Leiden verstarb hier; in seiner Baterfvadt der Erbauer des Smnplontmmels Dr.-Jüg. h. c. et Dr. phck. h. c. Karl Brand au.
Weilbu rg, 22. Ott. Durch einen unzeitig losgegangener^ Sprengschuß in der Eisengrube „Haltung" nmrde der Bergmann! Kunz ans 5)asselbach getötet und sein Arbejtskamerad Zipp aus Odersbach schwer verletzt
Fc. Weil bürg, 21. Ott. Eine stxidtbekanule Persönlicksteil^ Wachtmeister Ohmeis, U im Alter von 71 Jahren gestorben« lleber 31 Jahre versah er den Posten feiiteS Pvlizeisergeantew
P^ovinzial-Ausschutz der Provinz Oberhes?en.
Gießen, den 17. Oktober.
Klage des Orts-Armen-Vereins Koblenz gegen den Orts- Armeu-Verein Gießen wegen Erstattung von Armepflegekoftm für die Ehefrau Josef Müller.
MMer hat infolge BesMftigimg in Gießen in der Zeit vom 5. April 1912 Ins 1. Dezember 1913 daselbst den Untere stützungswvhnsitz erworben. Später wurde er und seine Familie in Koblenz wiederholt vom dortigen Orts-Armen-Verein unterstützt. Der Ehemann nnrßte wegen Geisteskrankheit in eine Anstalt ausgenommen werden, in der er am 1. Dezember 1915 starb. Nach der Aufnahme stellte die Ehefrau Antrag auf fortlaufend« Unterstützimg, die ihr auch von dem Orts-Armen-Verein Koblenz gewährt wurde. Außerdem erhielt .sie als Pflegerin ihres Mannes eine Militärrente von zunächst monatlich 12 Mk., die mit Rückwirkung vom 1. Oktober 1914 im Sommer 1915 auf 87 Mk. erhöht wurde. Ein Versuch des Orts-Armen-Vereins Koblenz um Ueberweisung der Rente an ihn hatte keinen Erfolg. Tie Nachzahlung erfolgte sonach an die Ehefrau als Pflegerin ihres Mannes, ohne Kenntnis der beteiligten Armen verbände. Tie Frau verwandte das Geld zur Deckung von Schulden. Die Armennnterstütznng Nurrde abgesetzt. Inwieweit die bereits zur Auszahlung gelangten Beträge hätten in Mspruch genommen rmd ob dies hätte rechtzeittg erreicht werden können, ist im Verhältnis der Klageparteien nicht näli-er zu prüfen; jedenfalls hätte Kläger nichts erreiM. Er war aber zu einem Regreß von sich mcs rricht verpflichtet.
Der Einwartd des Orts-Armen--Bereins Gießen gegen die Klage, per unterstützende Armvnverband habe Ersatz seiner Aufwendungen aus der Rente erlangen können, konnte deshalb nicht als stichhaltig arrgesehen, und es mußte der Klage stattgegckben
werden.
Berrnischte-.
* Paul Büttners Sonate III für Violine und Klavier (e-moll) wird beim Ersten Modernen Musikfest zu Dresden (24. bis 29. Oktober) durch Professor Gustav 5>avemaun und Hofläpäl- meister Fritz Reiner zur Uraufführung gebracht.
Kai|er= und volkr-ank sür Heer und Flotte!
Weihllachisgaben |9|7
In unversöhnlichem Hatz und Vernichtungswillen stürmen unsere Feinde noch immer wider die lebendige Mauer unserer Front, wo jeder einzelne unserer unvergleichlichen Helden ein Stück der Heimat mit seinem Leibe schützt. Und jetzt, wo wir zu Hause uns bereit machen, wenn es sein muß, auch die Schwierigkeiten eines 4 . Kriegswinters auf uns zu nehmen, wird dies um so leichter in dem Gedanken an die Entbehrungen und Leiden, die unsere Kämpfer draußen täglich neu verstärkt
sÜV UNS ertragen.
AHNSN eine Freude zu machen,
ihnen immer wieder neu zu beweisen, daß das ganze Vaterland hinter ihnen steht, soll deshalb in diesen Wochen, wo mit dem Winter
die rVsihnnchtszeit n-aht
uns allein bewegen und würdig von den Unabänderlichkeiten der eigenen Verhältnisse ablenken!
Darum wissen wir: Wir bitten auch diesmal nicht vergeblich:
Denkt für nufere tapferen ßit eine Weihmchtsfreude!
Kerner darf leer «gehen?
Die Monate Oktober und November sollen Opfermonate sein, wo jeder sein Scherflein gibt zur
weihKüHw^mtze VN
fürunsere Feldgrauen draußenund die DerwundetenindenLazaretten.
Me im vorigen Fahr, hat das Rote Kreuz gemeinsam mit den Militärbehörden die Versorgung übernommen. Tausende von Dankesbriefen haben die Freude der Beschenkten bezeugt. Sie darf, sie soll diesmal nicht fehlen.
Außer einer Straßensammlung am allgemeinen hessischen Opser- tag am 25. November werden Gaben gerne entgegengenommen bei: der Kaffe des Roten Ureuzes in der Alten Rlinit, der Mitteldeutschen Lreditbant, der vant für Handel und Industrie, der Se- zirkspartasse. der Sewerbebant und den Geschäftsstellen des Gießener Anzeigers und der Gberhesfifchen Volkszeitung. 7791.
Der Oberbürgermeister: Keller.
Die Vorsitzende des Alice-Frauen- Der Vorsitzende des Iweigvereins Vereins, Iweigvercin Gießen: Gießen vom Roten Kreuz:
Frau B. Gebhardt. Wiener.
Einladung zur
Mittwoch, am 24. Oktober 1917 abends 8y 2 Uhr im Restaurant „Zum Augustiner" Ludwigsplatz 15.
1. Rechnungsablage.
2. Vorstandswahl.
3. Verschiedenes.
Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. 7795 d Der Vorstand.
Tagesordnung:
Mehrere tüchtige Schloffer, ein tüchtiger Werkzeugdrehcr, einige Arbeiter füc
sofort gesucht. rm
Gäbet & Appel.
Mobiliar-
Versteigerung.
Dienstag den 30. Oktober 1917, vorm. 19 Ubr,
versteigert die Unterzeichnete wegen Aufgabe ihres land- wirtschaftlichen Betriebes in ihrer Hofretle gegen Bar- zahlung:
2 Pferde. 2 Kühe, 1 Stier, 2 Rinder, 3 große und 1 kleinen Wagen, 1 Mähmaschine. 1 Schlitten, 1 Fege- müdle, 1 Pflug und niedrere Bordervfluge, 4 Eggen, 2 Wagentiicher. sämtliches Pferdegeschirr u. dgl. m.
Die Gegen,lande sind hier jederzeil einznsehen. WetterShatn lPost Nieder-Ohmen), 20. Oktober 1917.
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