td. 224 Zweites Blatt
tkrfcheint täglich mit Av-nahme deS SomuagS. jfiSP d
Beilagen: „Gietzener FgmttlenblStter" und „Ureisblatt für den Ureis Gießen".
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tbr. Zahrgcmg
KzeMner As
General-Anzeiger für Oderhesjen
Samstag, 29. September 1917
ZwillingSrundürnck und Bcklaa.
Bruhl'jcheUnwcrsilnl?-Buch-u.St -ndruckerei.
R. Lange, Gießen.
Zchrislleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstiau$7. Geschäf.iritelle»».Verlag. >v»o&!, Schriftleitung: 112.
Anschriftfür TruhtaachncytenrAnzeigert' ieäcu.
Stnvt r,^» Eanv.
Dießen, 29. September 1917. Smnmelt Obstkerne!
** Auszeichnung. Landftnrmmann Jean W Herr, .Prokurist der Firma Siegln. fltosendaum, wurde mil der Hessischen Dapferkeitsnredaille ausgezeichnet.
** Stadt thea ter. In der Eröffnungsvorstellung am näck>- sten Tunsbag (Shakespeares Wuttcrmärä)en) wird das Pilblikum eine Reil)e beliebter und bervährter Kräfte wiederbegrüßen können: wir nennen die Herren Gvll, Falken Stein meyer. Feigel, Lerch urid Fräulein Kall me r. Von neuen Kräften treten bt größeren Aufgaben auf: Wilhelm Stengel, der die letzten Jahre am Lübecker Stadttheater tätig war und unserer Bühne als Charakterdarsteller und erster Spielleiter verpflichtet worden ist; llürl Wenzel vvm .Königsberger Scliauspiel Haus und Willy Bvrchardt von der Rheinisch-Westfälisckien Berbands- Mhne. An Damen werden- sich neu vvrstellcn Annemarie W i s s e r van Berlin als Hermivne, Fiedel Tocrr vom Stuttgarter Hof- tlroaler, Likloria Sandor vom Liegnitzer Stadttheater und Gustcl Bel in g vom Königl. Kurthcater Kissingcn.
** D i e Hessische K u n st a u s st e l l n n g Darmstadt 1. 9 1 7 ist aus mclseitigcn Wunsch bis einschließlich Sonntag den 1.4. Oktober verlängert worden. Um den weitesten Bevölkerengs- Trcifat Gelegenheit zu geben,, sich die Ausstellung nocki einmal an - zuschen. hat sich die Geschäftsleitung entschlossen, vom 1. Oktober ab den Eintrittspreis auf 50 Pf., für Militär vom Feldwebel abwärts auf 25 Pf. herckbUusetzcn. Bei Vereinen usw., die geschlossen in Stärke Don wenigstens 30 Personen erscheinen, werden ebenfalls nur 25 Pf.' für die Person erhoben. Angesichts des großen Erfolges, den die Ausstellung sowohl durch den seitherigen Besuch, wie auch durch die Verkäufe erzielt hat,,dlirf erwartet werden, daß von den jetzt getroffenen Vergünstigungen noch tn großem Umfang Gebrauch gemacht lverdeu wird.
** Rotes Kreuz. Jur Ciuschräukun-g des Licht- und Kohlerwr^rbrauchs rin kommenden Winterhalbjahr hat der Vorsitzende deS Zweig Vereins vom Noten Kreuz und der Sanitäts-Kolomve Gieren eine Neuordnung der öffentlichen Sprechstunden dom 1. Oktober an festgesetzt. Näheres siehe Anzeige in heutiger Nummer unseres Blattes.
** Fällige Spenden aus Stiftungen. Aus der Elisabeth--S chm i dt-Strsturig sind vier Gaben zu je 17 Mk., aus der LorzD-Sche id-Stiftung am 11. Dezember die diesjährigen Zinsen zu vergeben. Siehe die Anzeigen in heutiger Nummer.
** Bereinig te Ha ssia-Militär^Vereine. Zur Feier des 70. Geburtstages des ^seneralfeldmarschalls v. Hindenburg findet Sonntag den 30. September Kirchgang statt. Näheres siehe Anzeige.
** Grundbesitz und Kriegsanleihe. Besitzer städtischer oder ländlicher Grundstücke in Hessen, die gegenwärtig über flüssige Mittel nicht verfügen, aber bei der Kriegsanleihe-Zeichnung nicht Zurückbleiben Mächten, können gegen erststellige Hypo- tt^ck Darlehen bis ziu 20 000 Mk. von derHessisckenLandes- Hypothekenbank erhalten, smvett die Grrmdsttuke hiur«E,mde ^Sicherheit bieten und liack) den Bestimmungen der Bank beleil>ungS- sähia sind. Unter der gleichen Vorarissetzung können auch geeignete erststellige Hypotheken beliehen werde: c. Nähere Auskunft erteilt die Landes-Hypothekenbank. t»
** Im .Hotel Fürftenhof findet Samsitag urcd Sonntag Konzert-statt. Siehe Anzeige.
** Im Gafthos H den bn r g findet am Denstvg, 2. Oktober, anläßlich der 70. (LeburtSbagsfeier Hrndenhurgs ern Streich Konzert statt. Siehe Airzeige.
** Schwarz-Weiß-Theater Seltersweg 81. Von Sckmstag, 29. Sept., bis einschließlich Montag, 1. Okt., gelangt der Film: „Wege, die ins Dunkel füllen" zur Vorführung. Das Lustspiel „Ein delikater Auftrag" und die herrliche Naturaufnahme „WeimgL und seine Erinnerungen" vervollständigen das ansgewählte Programm. Siehe Anzeige.
** Wil dh öchst prei s e, W i l dve r brauch s r eg e l u n g. Durch, Bek<r.intmachu>'g des Gr-oßl>er?w glichen Ministeriums des Innern vonr 20. Juli 1917 sind Bestimmungen'getroffen, welch Wildmengen durch Inhaber im Großherzog ttmi gelegener Jagden oder durch deren Vertreter von jeder größeren Wildstrecke an Kreise oder Städte abzuliesern sind. Dyes-e Anordnrmgen enthalten gegen^ über den vorher in Kraft geivesenen Vestinimungyl mir insoscrnj eine Äenderimg, als bei einem Iägdergebnis vonmn-ehr als 100 Hasen verhältnismäßig inehr Wild abzrckiefern ist.' Als „größere Wildstrecke" gilt eine z» erwartende TageSstrecke von mindestens 60 Hasen. Bei Absckwß cmdcren Wildes ist ein Stück Edelwild gleich 20 Hasen, ein Stück Tamrmld gleich 10 Hasen und ein Stück Rehwild gleich 6 Hasen zu rechnen. Im übrigen bleibt eS bei den Bestimnrungen, wonach das auf kleineren Jagden erlegte Wild von dem Jagdinhaber sowohl selbst behalten als auck) an andere abgc geben werden kann. Tie Breise — 1 Höchstpreise im Sinne des .Höchstpreisgesetzes —, zu denen Wild im Großlwndel, im Kleinhandel,
sonne an empfangsberechtigte Keife oder Städte abgegeben werden kann, sind gegenüber dem Vorjahre nicht geändert, >tber in dm derzeit gültigen Form durch Bekanntmachung vom 22. September nl7u verösseutttchit worden. .Hierbei sei nocl) besonders daraus hingc- wiesen, daß fiir den Verkauf des Wildes durch den Jager selbst oder ferne Vearcftragtcn unnnttelbar an den Verbrauckwr' dieselben! Höchltpreisc gelten wie bei Verkauf an den Großhandel, jedoch nicht wie bei Verkauf an empfangsberechtigte .Kreise oder Städte. Die Preise ini letzteren Falle sind nämlich höher als die Großhandels- preise bemessen, um einen Anrc'iz zu erhöhterem Wildabsclwß und zur Liesernna an die Städte und Meise zu geblw. Auch hin- siichitlich der Wildv er brau i ckzsregel u ng sind Aenderienmm nicht cirv« getreten. Es hat also derjenige, der Rot-, Sck:warz-, Dam oi>g' Neh'wild im eigenen .Haushalt ocnveudet oder au andere abgibj dies binnen Stunden dem .<ßonrmnnal verband, in welchem der Berbranch stnttsindet, schriftlich anzuzeigen. Die Anzeige mich f en Nanren und Wiohlnort des Empfängers, die Art luib das G wicht des Wildbrets /abzüglick)> Decke oder Schivarte ertthciltcn Wer d-ULch Ausübung der Jagd Fleisch zum Verbrauch im eigenen HaushM gewinnt, gilt als Selbstversorger. Der Selbstversorger hat anzugeben, innerhalb welcher Zeit er das Fleisch verwenden will. Füä diese Zeit erhält er für sick> und die von ihm verköstigten Personen nur so viel Fleischkarten, ^als ilyn nach Mzug der Fleisckz-- Vorräte mxf) zustel-en. Der Selbstversorger kann sein Wildbret, sotveit es unter (btr Fl ei schiarte fällt (Rot-, Darw-, Reh und^ Schwarzwilds an Verbrmulzier. nnr gegen Fleischmarken abgeben^ (1 Zehntel-Anteil der Fleischkarte für 50 Gramm,. Der Markcw znwng besteht nichit bei «der Mgabe an Wildhäirdlm. Diese ist vielmelsr nur <rn den.Kommunalverband des Derbranhsortes an- zunnldtni. Selbstverständlich hat dcr Wildhäicdler dem Verbrmlchm cbensalls Fleisch-nmrken abzufordern, ^huf ch Zehntel-Anteil der Fleischkarte eictsallen 50 Gramm Fleisch von Wildbret — gegenüber 25 Gramm Schlachitviel-sleisch> — einerlei, ob es sich lim die Berechmcn.g des Verbrauchs der Selbstversorger ooer anderer Fleischkarlenbcsitzer tändelt. Die Ausführung vvllzielst sich in der Weise, daß, der Selbstversorger oder sein Beauftragter nach Vor- nahuie de> Anmeldiiing bei dem Koinmuna1ver-l>ain.d diejenige'Zahl von Flilsch.m-ar'ken, die dem^ Gewicht des Wildes entspricht - für je 50 Gramm eine Fleisch,marke - an das Lebensmittelamt oder die sonst hierfür bestimnite Stelle abliefert.
Hilf' deinen Söhnen und Brüdern im Felde!
Zeichne KiießSnnleihc!
Landkreis Sieben.
** Langgöns, 29. Sept. Aus dem Felde der i§hre fiel der SairitätSsoldat Karl Wilhelm. — Das Eiserne Kreuz 2. Masse erlstelö der Unterzahlnl.cister Anton Müller I. — Dem Unteroffizier Karl Stoll wurde das Hessische Kriegsehrenzeichcni in Eisen verliehem
Kreis Büdingen.
= Nidda, 28. Sept. Die Stadt vereinnahmte aus ihren Obstanlagen in diesem Jahve für Acg^el 11 813.70 Mk.. für Birnen 743,20 Mk. rmd für Zwetscheri 1302,80 Mk., zusammen die rroch niemals auch nur amcähernd erreichte Summe von 13 859,70 Mk. Aus der städtischen Grummrtverstei«erung löste sie 6345.80 Mk.
0$ Kreis FrieddtiM.
Fe. Bad-Nauheim. 28. Sept. Die Stadt stellt große Mengerl Aepfel, das Pfund zu 15 Pfennig, auf dem Wochernuarkl zum Verkauf.
Hessen-Nassau. ^
= Frankfurt a. M., 28 Sept. Tie Aorlesüngeu des Winter sc mesters beginnen diesmal sckwn in der ersten Oktv-berwoche. Tie Jmuratnkulationsfrrst lärcft mit dem 6. Oktober ab. Spätere Meldungen können nur berücksichtigt werden, wenn die Ver-zögerung vom Jmmatrikulationsansschuß als ausreichend begründet angesehen und die nachträgliche Jmmatrikrilation von dem Königlichen Kommissar genehmigt wird.
HisfdK «rrv Schrrle.
** Annerod, 29. Sept. Am 30. Sept., nachmittags V-j^ Uhr, feiert das Dekanat Giesten^ in unserer schöneu Kirche^stick diesjähriges Fest für Innere Mission. Die Predigt halt Pfarrer Memnrcrtt von Darmstadt.
e. .HMngen, 29. Sept. Die am 26. September nachqnittags in der Kirche ztu Mü'nyeirberg abgehaltene Synode des Dekanats Hungen wurde mit dem acmernsainen Gesang des Lutherliedes sowie Gebet und Anssnach>e Äbcr Lick. 9, 62 von Pfarrer Döring-* Nduschenh-eim eröffnet. Der Vorsitzende. Kirchen rat Dekan Hainer- .Hrmgen begrüß,te darauf die Anwescirdon und ivies tn kurzen Worten aus den Errrst dcr gegeivvärtigen La^e hin. Der Besä^eid des Großherzoglülxn Oberkonsiftoriunrs über die vorjälchge Synode wtrrde verüben. An Stelle des vvrgeschenen Bortrages des leider verliillderben Pfamverwalters BayricheMÄirtzknberg über Philipp
foen Gvoßniütigen rmd die Emfülsturkg der Reformation in Hessen berichtete in belang reickMU kHl^flü-hcrcirgeir Pisa c rer 'l'e. Irl-Södel über Lutlier,^ den fVater des deulsch-evangcli,l^en ^irckrenlie'desl intö des drviischs-cvairgelisck-en Kirclxugesang-eü. Den Re'd.'nst::--ftt-- bericht erstatte Pfarrer König-BellcrÄMii4 lieber die 1' >lig- keiyder Dekaiialsvereiue wurde kurz berichtet. Mit dem letweu Bcrst des Lutherli^des und ruit einieur Gebet schloß di« Synode.
Evüv>?u;cinöj.
Soirnbag, 30. Sept. In der Stadlkirchc. Vorn:. 8: Zugs. Ehristerrl. f. d. Neukonf. a. d. Gdatth.-Gern. Pfr. Mahr: 9<,(>: Psr. Schivabe; 11: Mil.-Gvtlesd. Psr. Schivabc: nachm. 2: üindcwk. s. d. .Narl.-Gcrn. Psr. SckMabe. Mitttvocky 3. Ott., abd>. 8: Kriegs- oetstunde. Pfr. Rtal-r. —■ In der Joh a n n e s k i r che. Vornr. 8: Zugl. Ehristenl. f. d. Neu-konf. a. d. Lnl.-lfstm. Pfr. BechtolG>ei»iec: 9'.-.-: Pfr. Ausfeld: 11: Kindcrk. f. d. Jvh.-Getm. Pfr.v^Ansseld- abds. 7: Bereinig, d. konf. männl. Jügeird d. Job. nn Joh.- Saal. — Die diesjährigen Konfirmanden wcroeu Mittwoch, 10. und Dorrnerstag, I I. Ott. ds. Js.^. vorm. 11—*-l und n.rclwl. ! 0 Ultr,
angemeldet, und zivar die Konfirmmrdcn aus der Mattl? dstrn. tei
Pfr.
Psr. Mahr, Kirchstr. 1, a. d. Marl- u. Milit. Genr.
Schwabe, .Kirchstr. 5, a. d. Luk.-Gern, bei Pfr. Beclcholstteimer Licbigstr. 56, a. d. Johj.-Gem. bei Pfr.'Aus seid, Süd Anlage 6. Jedoch sind die Pfarrer auch bereit, Anrneldurrgxui in der Woche vmn 1.—6. Oktober während der Sprechstunden 9 I l Uhr vorm, cntgegenzunehmen. Die feierl. Eröffn, des Llnrf.-Unterwickxtes, zuj welcher die Eltern u. sonst. Angchöc. d. Kons, herzl. eingel. !:^erdecr, findet Sonntag, 14. Okt. statt, mrd zivar f. d. Durst a. d. Mcctth.- u. Luk.-l^enr. in den Vorin.-(Gottesdiensten, für diesen, a. d. Mark.- (u. Milit.-) U. Jvh.-Genv. in den dlbcnd GotteSdien.stelr (6 Uhl'). Formulare z. Anmeldg. sind b. d. Genr.-Psarrmn, in den Si icdycn, bei den Kirchen!dieumll und bei deir Schuldienern erhältlich.
Ki rchberg. Sonntag, 30. Sept., vorm. 10: 11: Ehristenl f. d. männl. ^Jugeird. — Mainzlar. Sonntag, 30. Sept., nackMIV». Dekan Gußmann. -
katholische Gemeinde.
Samstag, 29.Wept., nachm. 5u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht: Somrtag, 30. Sept., vorm. 6V*: Gel. z. U. Beicht: 7: Hl Messt: 8: Austeil. d. hl. Mmm.; 9: Hochantt mi Pred.: II : Hl. Messe ml Pred.; irachnr. 2: Andacht. Di^.istag u. Freitag, abds. 8: .stchiegs- bittand .} Freitag, 7.: Segensmesse. — Diaspora-Gotte-sdlenft aitt 30. Sept.: Grlttrberg 9>J, Hungeir 9V2, Lich 8.
osraclitische Rcligionsgemeinde. GotteSd. i. d. Simagoge (Süd- Anlage). Montag, 1. u. Dienstag, 2. Okt. L au b hü t t e n s e st. 1. Tag. Borabd.: 6; invrg.: 8.30 Predigt. 2. Tag. Vorabd.: 6.00: morg.: 6.30: abds.: 6.10 u. 6.40. — Israelitische tteligionrgeseH- schaft. Mmrtag, 1. u. 'Dvenstag, 2. Okt. La u b hü t t e n f e % 1. Tag. Borabd.: 5.60; vorm.: 8.00 Predigt: nackm 1.: 4.00. 2. Ina. Vorabd.: 6.50; vorm.: 8.00: nachm. 4.00; Festausgang 6.50. Wochengottesdienft: morg. 6.30, abds. 5.00'.
spielplan der vereinigte» .'iranffurler Sta-M'irel.
Opernhaus.
(Somrtag, 30. Sept., nachm. 2 1 /*: „Die Fstd^rnurus". AodL 6Vi : „Caamm". 1. Oft, <ü)ds. 7: „Das Droiniäderlhaus".
Dienstag, 2., abds. 6V»: 9äctioua.trag d. deutschen Büpcen s. d. 7. Ki^xsaulaihe. Prolog voll Wilh v. Sckiolz, gespco<lien rvir C. Ebert. Hieraus: „Loheivgrin". Mrttwock>, 3., abds. 7: „Der Barbier von Sevilla". Hierauf: „Klein Jdas Blumeir". Donner -- tag, 4., abds. 6V2I „Aida". Freitag, 6., abds. 7: „Das Drei- mäderNiaus". Sanvstag, b.., abds. 7: „Venezia". Hie,gi>f: „Klein Jdas Blunven". Sonntag, 7., nachm. 3V*: „Dec Troubadvup^ Abds. 7: Zum 1. Mal. „De Rose von Stainbul".
tzchauspielhaur.
Sonntag, 30. Sept., vorm. 11: Vortrag von Pros. Dr. ^Oskar Walzel, Dresden.: Vom jüngsten delttsck>en Drania. Hierauf: Rezitation: Walth. Reymcr. Nacchn. 3 l / 2 : „Altz-Frcrnssnrt". Abds. 7'J: „Der Blaufuckis". Montag, 1. Okt., abds. 7 [ />: „Adam, Eva und die Schlange". Denstag, 2., abL»s. 7Vs: Nationaltag der deutschen Milmen f. b. 7. Zbriegsanleihe. Prolog von E. v. Wildenbruch, gespr. von Walth. Neymer. Hiermif: „Könige"! Mittwoch 3., abds. fl 1 /»'! „JMgenie auf Tauris". Donnerstag, 4., abd:(. 7> >: M>d. Dichter- al'end. Zum 1. Mal (Urvusfühnmg). „De Wiederkehr". Hicrmif: um 1. Mal (Uraufstihrg.). „Nareissos und die Amazmtal Zurck >luß^ Zum I.Mal (Uvanssülug.). „Der Sternenkcv'.topl Freitag, 5., abds. IV 2 : „Der ManstichS". SamStaa, 6., abds. 7 1 /»: Mvd Dchterahend. „De Wiederkehr^st Hierans: ..Narcissos die Amazone". Zum Schlich: „Der Sbernenka^tor". Sormtag, 7., ncvckyn. 3Vs: „Wierrerinnen". Mds. 7: „Florion Osccher".
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^ie Uraufsührnng von „Minna von varnhelm".
Zum 150jährigen Gedenktage, 30. September.
Es war am 30. Septernber des Jrrlires 1767 kurz vor 1 / 2 3. Aus der Bühne des „Deutschen Nationaltheatcrs" im Hamburg, wie das von Ackermann unlängst aur Gänsernarkt neu errichtete Theater seit Ostern hieß, gingen zwei Männer im lebhaften Gespräche ttuf und ab; der ältere klein, etwaS schief gewachsen, mit unsckchnem, tllunzcligem Gesicht, ckc Ossiziersunisorrn: Eklwst der große Hamburger Scharsspieler Ekhos als Tellheim: der andere, ein Mamr hoch in deir Dreißigern, im Olcsellschastsmrzuge, mit ausfallend lebhaften, großen blauen Augen, kmg gesvölbder Dtirn, et- tvas stumpfer Nase, ein wenig ausgew-orsenen Lihpen: sein Freund, ein Sache, der yu einem guten Preußen, ja Berliner güvorden lvar, sich an melieren Orten als ZeiüungS- nnd Dhvaterschoeiber umgetan hatte rnrd jetzt bei dem umgen .Hamburger Unternehmen Dramcrttlrg und Kritiker ziugleich war: Lessing. Jl>r Geipräch drehte
sich um die bevorstehende Uraufführung helnUJ endlich dirrftc ÄessrngS neues Lu der preußis dje Resident
von „Miima von Barn- rstspiel anfgefüchtt werden
Hecht lxttte seinen Eucspruch gegen dre Aufführung deS SoldatarstückeS fallen lassen, uiü) seit einer Woche war es sreigcgeben. ,
Bon seinem nnrnt Ärstspiel erwartete der Dickster mei, ;a olles. „Wenn dieses nicht besser als alle meine bisherigen drnrna- tsscheic Stücke wirb, so bin ich fest entschlossen, nrich mit dem Tyea-^ ter nicht mehr abzugeben" — so hatte er an Namler geschneben, als er das Stück enttvarf. Das war in Drcslatt gewesen, wv er als GouvernemenISsekretär des GencvallautnautS TMrlmtzien me glück-- lichsten Tage fernes Lebens genossen l-atte; er hatte das Geld mtt vollen Händen ausgeben können, er hatte unter flotten, lebenslustigen Dffuxcrcn gelebt, abends hatte er im „Goldenen Horn gerecht imd gespielt, er hatte, da ihm die Amtsgcschäfte Zeit genug ließen, die Bibliotlnken dnrchstöbert. Er hatte das ganze Ende des siebenjährigen Krieges Unter Soldaten Kugebivach, und cms vollen Leben in Breslau war ihm der Stoss zu seinem Lustspiele zugeflossen. Damk hatte dcr Entwurf ein paar Jahre hinter wrap ttgercn Dmgen Mrücksttheu iiiMcn; doch als ich in Berlm der Ruf rvach Hkmtbtrrrg erreichte, irahm er esl tajÜK .1 hervor, her Lao-
koon mußte darüber liegen bleiben, rasch arbeitete er es aus, dann aing er (Svene für Szene mit seinem Freunde Ramler durch, zu Ostern 1767 erschien das Stück im Trecke, und jetzt, im Herbste, konnte es endlich aufgesührt locrdnr.
Tie verwöhnten Hamburger waren mit dem Stücke zusneden. Was ihnen da vvrgcspielt wurde, war in seiner Art etwas Neues, aber dennoch einlnn jedem verständlich: es war lebende Gegenwart oder' jüngste Vergangenheit, die sie selbst miterlcÄt und mitemt^ sunden chttcn: solche Spwaten des siegreichen PrreußenkSnigs! kannten sie so gut wie den windveutligen Frmr-oscn; von Oester- reichnn und Sachsen war gar nicht oder mir in zarter Andeutung die Rede, nird sie schätzten es, daß der Dichter mit feinem Takte dc'n grvsien König mir lstnte^der Szene als Wohltäter hatte eta- greisen lassen. Auch die DarjUllung dnrch die bewährten .Künstler war vortrefflich; mir Ekhos mar bei allen sonstigen Vorzügen manchmal doch kein reckster Tellheim. Lessing konnte gleichfalls zufrieden sein — urit dem Beifall wie mtt der Aufnalstne Der Erfolg war groß, größer als bei allen vovangegangenen Aufführung gen, und „Minna von Barnhelm" brachte cs in kurzer Zett allem tn Hamburg aus 11 Vorstellungen und wurde von der „Hamburger Entteprise" auch an anderen Orten gegeben
Allein der Unstern, der über der ganzen .Hamburger Unter- nehmimg waltete, besonders, waS die geschäftliche Seite anging, ließ Lessing des Bühnenerfolges nicht froh werden unb vernichtete schließlich bw Hofsiamaen, die er aus das Stück gesetzt yatta „EM wahres OrigiMal, worin alles deutsch ist, nicht allein die Namen, sondern auchdie Handlung und lschcwaktere. De letzteren haben
Allem, um das Theater Mi fMwi, griff man sckstreßttch z»l dem' Hilfsmittel, daß selbst nach LesftagS ,Muma von .Ba^lm Luftspringer ihre .Wnste zeigten! Der ^rsuck, „ob mcht für das Demttcye Theater sich etwas mehr tun lasse, als unter der Berwal- -rmg cb«S bvmrannten Prinzipals gqcheheu löune", war ent
schieden mißglückt. Rtinna vmi Barn Helm, das beste deutsche Lustspiel, hat die deutschen Mhnen von Hainburg mis nicht im Sturm erobmn können. Erst der Berliner Auffülstnng glückte dieS: am
das
Schlüsse der ersten Vorsirllung, am 21. März. 1768, erlwb sich Publ .niy c
.interemander bcjnbelten die Berliner das Lustspiel. „Lessin^ kann
und zelmmal
ttkum und verlangte, was noch nie geschelien lvar, eiw-
LÜ>erid,
. . gegl
so l-eißt es in eüiem Briefe Rainlers über „Minna von Barnhclm".
sttmmib die Wiederholnng für den näclfften A hintereinander bcjnbelten die Berliner das Lnst sich nicht besckiweren, daß wir nndanlbar gegen seine Muse sind/
„Wir l^aben sie lfier -wanzigmal hintercinandcw gespült: wir haben sie in Kupfer stechen und in die 5öalcnder setzen lassen; wir haben oiese Minna sogar auf die Pimschnäpsc malen lassen! 9ttir hat sie ihm nichts eingebvacht: das ist alles, Worüber er sich beklagen kann."
— Ostasiatische Kunst in Norwegen. Das Knnsk- jrewerbe-Mnseum in Bargen und neuerdings auch das zu Chnstigni, ist in neuerer Zeit pnl verschiedene wertvoll-- Werke ftu- Ehine^ Men Kunst bereichert worden. So ist jetzt in die Sammlungen des Museums in Ehristiania neben einer Mandarinenkettc eine be-- sonders schöne ckstnesffche Vase gelangt, die Uxiln'clieinlich tzrus der zweiten Halste des 18. Jahrbttlderts, der sommamtten Ehien-> Long^Periode, stammt und^ wie aus der reü^m Amvcmdmig von (tzoldglasur M ichlreßen ist, für das kaiserlick^e .Hau > m'stimmt gewesen sein dürste. Spender der Gaben für beide Musem ist der Genaval Rdunthe, ein norwegischer Offner, der als mititäiisch^ «Ratgel-er der chinesi,cl-cn Regier,mg in Peking lebt boxt dep höchstWi Mandarinen rang bekleidet imd dank dem Vertrauen, daS er sich erworben hat, bei den wech>>lnden chinesischlvn Regie'„ngc-p große Beliebtheit genießt, tzstmeral Munthe l-at in Peking und SammluiA von chinesischer Künst und Kimstgc-u»c-rbe zusamm.-n- gebracht, De zairzcit vielleicht die Mlsgezeichnetstr Privatsammlung dieser Art in der ganzen Welt ist und alle Zweim der ' Hm ofifetrnj Kunst umfaßt. Sobald der Krieg beendet ist,gedenkt Oseneral Munthe den Müssen in Eliristiania imd Bergen noch weitere uertvollc; Stücke zu überweisen.


