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5 octtes Blatt
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K«oMLTS Lm Mai» Lr. nm 9csfDerte%r: SWMLÄb«rk Gietzev.
167 . Jahrgang
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General-Anzeiger für Gberheffen
Dienstag, ft. September \%T
Zwillrngsrurrddruck und Verlag: Brühl'fcheUnwersttät§-Buch-i!.Ststndr:.ckerei. Lange, Gießen.
Lchriftleckung, KeschäffrsteLe und Druckerei:
Schrüstraße?. Gefchäflsstelleu. Verlag: e^51, Schristlettrurg: e=*§* 112.
Anschrist für Drahtnachrichten: AnzeigerGießen.
Erläuterungen zur siebenten Uriegsanleihe.
Zuweilen hört man die Befürchtung onssprechen, daß nach Beendigung des Krieges große Beträge Kriegsanleihe zum.' Verkauf gelangen werde«, weil die kamt erwachende Uickernebmungslnst und bröe Wsed-errmssüllung der Warenlager an vielen L teilen die Bereitstellung von Geld erfordern wird. Diese Schlußfolgerung kann Mweffend sein, jedoch dürste das Verkaufsangebot, soweit es im Auscrarmenhange nrit der Bezahlung von Rohstoffen und Waren durch die Kaustrum-nfrl-afr steht, schwerlich so groß werdet:, wie von manchen Seiten angenonrmen wird. Man darf nämlich nicht glauben, daß di« Rohstoff- und Warenllrappheit alsbald nach dem Kriege verschwinden wird, vielmehr ist mit Sicherheit anzunehmen, daß i ix erst nach und nach behoben werden kam:: jedenfalls aber werden weitgehend« Vorkehrungen getroffen werden, um selbst bei einem sehr großen Verkaufsandrang eine angemeisene Verwertungsmöglichkeit der Kriegsanleihen.sicherzustellen und jeder Schwierigkeit ^chon int Entstehen zu begegnen. Diesen Hinweis möchten wir unteren beutigen Erläuterungen vovausschicken, um auch die letzten Zweifel haxßher zu beheben, ob es ratsant ist, sich an der Zeichnung zu beteiligen.
Zn Frickensqeiten betrug die Verzinsung der deutschen Rerchs- 2 nleihen nicht mehr als 4 von: Hmrdert, ja der größte Teil der Reichsschkckd iwährend (der Zeit vor dein Kriege war mit Zl/s-chvozentigen Und 3-prv-zLntigen Zinsfuß ausgestattet. I'etzt bietet das Reich von neuem an Zinsen für die Schuldverschreibungen 5 voM Hundert, oder bei etroem Ausgabekurs vou 98 vom Hundert eine Nettoverzinsung von 5,10 vom Hundert. Die newm Sckmtz- anweisungen tvagen ll/z voM Hundert Zinsen, oder auf Grund des Ausgabekurfes berechnet, annähernd 4,60 vom Hundert, wozu aber, da die Tilgung der Schatzanweffung-en Mit mindestens 110 von: Hundert erfolgen Muß. der große Auslvsungsge.oinn tritt. Es ist also «ne überaus vorteilhafte Kapitalanlage, die dem Publikum «Meder Mit der siebenten Kriegsanleihe geboten «vird.
Die Gruzahllmrgen werden bereits von: 29. September ab verzinst, der erste Pflichtzahkungstermin ist aber erst der 27. Oktober. An diesem! Tage müssen 30 vom Hundert des den: Zeichner zu- geteilMn Betvo^es an Kriegsanleihe bezahlt werden, am 24. November werden wertere 20 von: Hundert und am 9. Januar sowie am! 6. Februar 4*918 jeweilig 25 vom Hundert fällig. Diese Pflicht- zaMnngstermine müssen von den Zeichnern im allgemeinen innegehalten werden, doch brauchen die Zeichner kleiner Dummen erst dann zu zählen, wen:: die Summe der fällig geioordenen Teilbeträge wenigstens 100 Mark ergibt. .Hiernach sind beispielsweise bei einer Zeichnung von 200 Mffrk Kriegsanleihe je 100 Mark aM 24. November und am 6. Februar zu bezahlen. Bei einer Zeich- irung von 100 Mark wird die ganze Zahlung erst an: 6. Februar fällig.
Der ^Zinsenlain der l^-prozentigen Schatzcrnweifungen l^eginnt am 1. Januar 1918, der der 5-prozentigen Schuldverschreibungen am 1. April 1918. Infolgedessen werden die sogenannten Stückzinsen vom EmAaNurrgstage an bis zum: 1. Januar 1918 oder bis Mm 1. April 1918 den Zeichnern vergütet. Wer z. B. 1090 Mark 5-prvAentiger Schuldverschreibungen zur Eintragung in das Reichsschuldbuch mit Sperre bis zum 15. 'Oktober 1918'' zeichnet und die EinzäUung voll am 29. September leistet, hat zu zahlen:
1000 Mark zu 97.80 .. 978,— Mark
abzüglich 5 vom Hundert Zinsen 181 Tage . 25,10 Mark
952,90 Mark
Zeichnungen auf die siebente Kriegsanleihe werden wieder bei allen van früher her bekannten Zeichuungs-- und Vermittlungsstellen angenommen. Auch die Pvstanstalten nehnven wieder Zeichnungen entgegen, indes nur auf die 5-prozentigen Schuldverschreibungen, nicht auch für Scbatzamveisungen. Die Einzahlungen bei den Pvstanstalten muffen spätestens am 27. Oktober voll geleistet sein. Diese Beschränkung ist erforderlich, UM eine Ueberbib.'dung der Pvstanstalten. die störend auf den Verkehr einwirkm müßte, zu verhindern. Aus beit gleiche:: Gründen ist auch, wie früher, das Verfahren der ZinsenvErrechnung bei den Posteinzahlungen vereinfacht. ^
Von den 5-prvHentigen Schuldverschreibungen werden wiedei' Stücke im Nennwert bis zu IM Mark hinunter arrsgegebei«, so daß «hbj wen rietnsten Sparen:. auf deren MitwirkrMg sebr großer Wert gelegt wird, die Beteiligung an der siebercken Kriegsanleihe ermöglicht ist: bei den SchatzanWeisungen lauten die kleinsten Stücke über 1000 Mark. Me weiteren Aufklärungen über die Zeichnung cöuf !die siebente .Kriegsanleihie, die, wenn alle ihre Pflicht tun, wieder ein großer' Erfolg zu werden verspricht, erteilt jede Zeich- nungsstelle und Zeichnun gsvermittluugs stelle.
Rnegshriefe aus dem Osten.
Bon mrsevcm zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter.
(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)
Aus Rigas Kriegsschtcksalen.
Riga, 7. Sept. 1917.
Mit dem Ein ziehen der siegreichen Truppen und des Oberbefehlshabers der Ostfront, des Prinzen Leopold mit seinem Eh-ef. Oberst Hoffmarm, begann die vierte und, wie albe rigensifchen Bürger versichern, die schönste Periode der Stadt Riga während des Weltkrieges. Zunächst nach Kriegsausbruch stockte«: .Handel und Wunde! vollständig. Der Häfen tag still, die Schiffe wurden beschlagnahmt, und die Industrie wagte sich kaum M betätigen. Danu kan: ein langsames Erhole:: des wirtschasilicheu Lebens, bis die gründliche Evakuierung aller Fabriken im Zuli 1915 die dritte :seitspanne, die des vollständigen Stillstandes, brachte. Auch der Handel konnte sich kaum betätigen, da die Eiseltbahnen inehr und mehr versagten, die Materiajlien kitapp ivnrden. "Eu.r der Holzhandel entwickelte sich günstig lveiter. Alle Fir- lnen, die deutsches Kapital in sich arbeiten litten — und bei dem engem Beziehmigen zwischen dein Mutterlaird und Riga waren das irickck ivenige — , bekamen Regierungsinspek- toreu, die von den: Unternehmen bezahlt werden mußten und sich in die Leitung einnrischteu, eine Art Liquidation auf >Umw6ben.
Dre letzte:.: kriegerisck>en Ereignisse konnten so auf das Wirtschaftsleben keine:: größeren Einfluß ausüben, weil nichts da war, das hätte gestört werde:: kmuren. Bon deu. größeren Fabriken, von denen allein fast wrr die Gebäiche geblieben sckrd — alles Inventar hatte nvm: ja in der rück- rücksichtslofelte i: Weise unter Beschädigung der Zwrsche::- wände und Anlage«: fortgeführt —, sind nur ivenige durch 'Sprengungen und Artillerietoirkmig auch in: äußern bei den letzten Käuipfen besct>ädigt «norden. Gesprengt von den Russen wurde die große Zute-Vta >:ufaÄur avi Stckttsee. Hier hatte die russische 12. Armee ihr Häuptdepot an Lebensmittel::, Verbandsstoffen, Kriegsgerät aller Art, es siel fast ganz dei: Flammen zun: Opfer, dün Ende der Alexaudersttaße wurde eine 'Rähltadet- und eine stahlseder- säbrik beschädigt, ebenso die Maschilwüsiobrik von Felser & Eo., dann im Glasfabrrk voir HerLorius und die Sätze
mühlenchon Dombrowstt und Ballod, alles übrige blieb, die ganze Stadt im großen :rnd ganzen, unbeschädigt, sowett es eben nicht schon durch die schlecht geleitete Evatttierung gelitten hatte.
Be: der schlechten Versorgungsmöglichkeit, den: Auswandern der Industrie und der Industriearbeiterschast sank die Einwohnerzahl Mgas während des Krieges auf unter die Hälfte. Die letzte Zahlung vor den: Kriege hatte 480 (MX) Einwohner im eigentlichen Stadtgebiet festgestellt, die Zählung nn vergangenen Mai ergab mit 213 000 Seelen.
Diese Zahlung wurde unternonnnen zum ^Zwecke der Aufftellung der Listen für die neue:: Wahlen zur Stadtduma. Die alte „Stadt-Duma^, die 1913 gewählt war, eine deutsche Mehrheit hatte und bis Mn Jahre 1917 hätte im Mandat bleiben sollen, wurde bei Beginn d>er Revolution auseinandergesprengt. In den: neuen revolutionärer: Wahlkörper gab man den Deutscher: 11 Sitze. Mrn sollten auf Grund des altgenreinen, gleichen, geheimen Wahlrechts Neuwahlen statt- firmen. Sie waren gerade abgeschlossen, als der deutsche Angriff begann. Die verschiedenen Gruppen kämpften sehr erb:ttert um die Stimmen., und das zufällig in Riga anwesende russische Militär durfte bei diesen Wahlen zum rigensischen Magisttat mllwählen, um die deutschen Stimmen zu dämpfen. Trotzdem erzielten die gemeinsam wählenden deutschen Parteien, der „deutsche Wahlv>erband" und die „denrokratische Partei der russischen Bürger deutscher Nationalität', 22 M0 Sttmmen, kamen also an die zweite Stelle nach der „sozialdemokrattschen Partei der letttschen Gebiete", die 59 (XX) Stimmen sammelte. Die übrigen lettischen, jüdischen, russischen und die zusammenwählende litauisch-polnisch-esthnische Grrtppe blieben unter den deutschen Zahlen. Am 3. abends, als diese neue Duma der schon bssetzten Stadt in gänzlicher Verkennung der Tatsachen einen Bürgerineister ivählen wollte, wurde sie von deutschem Militär geschlossen.
Ein Gutes hatte die Revolution den Deutschen m Riga gebracht: es dursten zwar in dern Lande der „Freiheit' keine deutscher: Zeitungen wieder erscheinen, aber wenigstens deutsche Flugblätter. Als der Kommandierende General dies verbot, girtgen Abgeordnete der deutschen demokratischen Partei zu dem Präsidenten des Rigaer Arbeiter- und Sol- datenrates. Idem .Gefreiten Romm, und der 'erklärte: „Drucken Sie nur auf meine Verantwortung!'' Der General wagte nicht mehr zu rvidersprecherr Derselbe Präsident verbot bei einem Prozeß gegen einen Deutschen die Frage, ob der An- gellagte, bei dem man derttsche patriotische Gedichte gefunden hatte, mit Deutschland shr:rpathrsiere. „Das geht uns nichts au, wir verfolgen keine Gedanken und keine Gesinnungen, sondern Taten." Man konnte seit der Revolution^ bei einiger Vorsicht sogar aus der Straße «nieder deutsch sprechen. Freilich die Straßertschilder blieben über- lackiert, die Firmenschilder übermalt. Mar: tat, als ob man nicht wüßte, daß Riga eine deutsche Städt wäre.
Um so tiefer genießen die Bürger vou Riga die Tage der Befreiung. Die alten Herren sagen: „Lieber alles «vagen und ertragen, aber wissen, daß man ein Vaterland hat!" Die Jugend glüht. Ich sprach mit einem Studenten, der im Gefängnis zu Helsingfors bei einem gefangenen deutschen Feldlvebel Exerzieren übte, um keine Zeit zu verlieren, werrn die Gelegenheit «väre, ins deutsche Heer zu tteten. Die bunten ONützeu der deutschen Verbindungen Dorpats und Rigas, die vor: den Russen verboten waren, grüßen wieder auf'den Straße«:. Ich wünsch>te vielen, diese Tage in Mga zu erleben, uin Stolz und Freude am Deutjchtum, die in der Heimat von Parteizan? überschattet lverden, hier neu anfzu- frischen. In dem starken Sttom heißen deutschen Lebens der Fremde. An den Sttaßenecken stehen sie jubelnd vor de«: neuen Anschlägen, die mitteleuropäische Zeit und de:: neuen Stll einführen und lesen sich vor, daß der .Kaiser, „unser Kaiser", IM 000 Mar? für die wohltättgen Anstalten Rigas gestiftet habe. Bor der deutsche«: Zeitungsverkaufsstelle bilden sich längere Reihen, als sich je bei uns vor Butterläden gebildet haben, und die ,,erstandene" deutsche Zettung «va«:dert durch hundert Härtde. Dam: klingt «vohl über die Hauptsttaße die Musik grüßender Menschen. Blut, das ü: die Fremde gegangen ist/spricht zn Blut, das aus der alte«: Heimat kommt, und der Herzschlag Deutschlands schlägt schneller in beiden Söhnen der gleich geliebter: Mutter.
Rolf B r a«: d t, Kriegsberichterstatter.
28 *s§ Stadt rrnd €®nb.
Gießen, 11. September 1917.
** Personalnachrichten der O ber - Postdirek - tion Darmstadt. Verliel-en ivurde das Hamburgische Han- seatenkreuz den: Armee-Postdirektor, Postrat Laeimnlein aus Tarm- stadt, >das Eiserne Kreuz zweiter' Klasse und das Hessische Kriegs- ehrenzeichen dein Hauptmann d. L., Pol'tdirektor Bindewald aus Alzey; das Eiserne Kreuz zweiter Klasse und das Hessische Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande dem Unter- ofstzier d. R.,. Telegvaphenassistent Leonhard Krämer aus Darmstadt: das Eiserne Kreuz zweiter Masse dem' Unterofffzier d. L., Postagent Bender aus Dieters heim (Kreis Bingen): die Hessische Tapserkeilsmcdaille dem Leutnant d. L., Telegraphen sekret är Neumann .aus Darmstadt, dein Leutnant der Reserve, Postassistent Aug. Altvater aus Worms und den: Unteroffizier der Reserve, Postassistent Brauer aus Langen 'Bezirk Darm'stadd: das Hessische Kriegsehrenzeichen dem Feldpostsekretär Angeldern aus Büdingen ,Oberhessen): das Preußische Verdienstkreuz für .Kriegs- lülse dem FeuerwerksleutnaM d. L., Postsekretär Bai:m aus Worms. Befördert wurden zu Offizieren des Beurlaubtenitandes: der Tele graphenaffistent A. Dielst aus Mainz und die Pvftgehilfen Haupt aus Mainz-Kaste! und Völsing aus Darnistadl. Bestanden haben die Postsekretärprüsung: die Postassistenten Georg Fischer in Darmstadt und Gckßner in.Darmstadt Uebungsplatz. Versetzt wurden: der Postsekretär Müller mm Oberstein imch )lLorms imd der Poft- assistent Georg Weber von Markirch. nach Groß-Gerau. ?lnge- nonunen nmrden zu Pvsiagente::: der Sparkassernrwhner Döll in Allendors a. b. Lumda, die Kriegsbesck.ädigten Emig in Roßdorf (Kreis Darmstadt' und Hof mann in Berstadt (Olxwbessen', und der Feldschütz und Landwirt Görtler in Staden Hessen : als Postagentin : die Witn>c Anna Frohnweiter in Marienborn . .Kreis Mainz. Frevvillig ausgeschiieden sind: die Teleqraphengehilffnncn F. Tiehl in Mainz imb Knöß i:t Butzbach, die Postaqentru Cutth in Staden fHess-enj, Otto in Allendors a. d. Lmnda, Weit in Berstadt (OberHessen? wrw die Postagenlln Rerwhiolz irr Roßpvrf (Kreis Darn:stadt'. Gestorben ist: der Postagent Frvhweiler in Marien- borti (.Kreis Mainz)
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^ * Auszeichnungen. Leutnant Hartmut Funk, int
Inf.-Regt. 116, wurde mit dem Ehernen Kreuz mter Klasse ausgezeichnet. — Den: Landwehrmam: Adolf H o i ur a n n , OZalltor- stoaße 13, wurde das Cfferne Kreuz zweiter Klasse verliehen. —» Musketier Fritz Laun spach erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klmse. —-Dem Krankenträger Willy Gerstenberg wurde die He««ffsche Tacherkeitsmedaille «verliehen. Das Eiserne Kreuz zweiter Kla«se.erhielt er schon früher.
** 5)er -Oberhessische Verein t'iir Innere Mis- 0° n halt am 18. September, «:achm. 3V» llhr im Kirchensaal der ^ohanneskirche seine vierte Kriegstagung in denselben bescheidenen Formen wie in den vergangenen Jahren. Der Umstand aber, daß es ihm gelungen ist, für den Hauptvortraq den in Hessen «vohl- bekannten Professor v. von Wurster aus Tübingen zu gewinnen, wird der Versammlung sicher besondere AlMehungskraft verleihen. Auch das Thema, das er behandelt, «xrdient die Aufmerksamkeit «veiter Kreise. Es lautet: „Was muß die Innere Mission nach dem Kriege besser machen als bisher?" Das genaue Programm wird demnächst durch eine besondere Anzeige bäkannb-' gegeben.^Mle evattgelischen Gemeindeglieder sind nnllkommen.
** Schwarz-Weiß-Theater, Selters weg 81. Das neue Programm bringt die neue Wiener Filmoperette „Ae Larrd- streicker' , sowie die Dcvgödie „Der Peitschenhieb^'. M Samstag, 15. September wird zu Gunsten der U-Boot-Spende das vaterländische Schauspiel „Hoch klingt das Lied vom U-Boot-Mann" zur Vorführung gelangen.
** V v r t r ä g e ü b e r S o l d a t e n h e i m e. Am 20 ds. Mts. abends 8 Uhr findet in der neuen Aula der Universität ein Vortrag m:t Lichtbildern über Soldatenheime an der Ost- und Westfront statt, dessen Reinerlös zirr Errichtwrg von Soldaten Heimen im » riedensbereich des XV III. A.-K., aus den großen Trupr>enübungs'- plätzen bei Darmstadt und Bad-.Orb beckragen soll. Wie bekannt, stnd die Lvldaten auf den Truppeuübungspläkzen, iirsbesondere bei LettgenbrUMt^bei .^Bad-Orb, stundentveit entfernt von anderen! menjchlichen Siedelungen, allein aus das Lager angewiesen. Eck: Loldatenheim, wo die Insassen sich erholen luib durch Spiele und Lektüre nach- ansttengenden: Dienst geistig ersiischen kmmen, ist ein dringendes Bedürfnis. In Erkenntnis dieser Sachlage hat schon vor dem Krieg die Mtlitär-Verivaltung die auf Schaffung von Loldatenheimen gerichteten Bestrebmrgen eifrig uMerstützt. 'Der Vottrag wird allen Besuchern.interessante Einblicke in das Leben unserer Feldgrauen unmittelbar hinter der Front gewäbren und :st deshalb eck: reger Besuch sehr erwünscht. Eintrittskarten sind an der-Abendkasse zu habe«:, auch werde«: solche schon vorher durch Berlvundete in den Häusern zum Kauf ungeboten.
. U n e r m i t t e l t e H e e r e s a n g e h ö r i g e, N a ch l a ß - u«: d Fuirdsachen. Die 12. Numnter der Sonderliste „Un-> ermittelte Heeresangehörige, stiachlaß- und Fundsachen" ist am I. Leptember ds. Is. als Beilage zur „Deirtschen Verlustliste" ersch i enen . Vervollstä«rdigt wird die Londerliste durch ein ^camens- verzeuhnts von Gefallenen, deren Angehörige nicht zu ermittÄn «varen, ferner durch Mckteckunge«: ich er unbestellbares Offiziers- ^und Mannschasisgepäck, das beim Milckär-Paket-Amt in Berlin lagert. — Ae Liste ist zwn Preise von 20 Pfennig, einschließlich Porto, :m Emzelverkauf direkt durch die sttorüdeutsche Buchdruckerei Berlrn e®, Wilhelmsttaße 32, zu beziehen.
Landkreis Gießen.
n. Allendors a.d.Lda., ,11. Sept. Den Ehrentod fürs Vaterland ertckt vor einigen Tagen im Mer von 31 Jahre«: der Maurer Friedrich! Reinhardt infolge einer im Oktober vorigen Jahres erhaltene«: schweren Verwundring. Seine letzte Ruhe fanb er hier auf dem heimatlichen Friiedhos. Eine Anordnung des Gießener Ersatzbataillons und .verwundete Kameraden gaben iftm a-ußer zahlreichen Ortseinwohnern das letzte Geleite. — Das Eiserne Kreuz erhielten in oen lltzteu Mochie««: Gefreiter Iöhannes Bonner, Georg Da m n:, Karl Krauß und Emil Pi«:gel. Ludwig S too s wurde zum Eisernen Kreuz nun auck die Hessische Tapscrkeitsntedaille verliehen. — Der 22jährige! Andreas M e r k e l, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeits- medccklle. wurde zum sGc ff ecken befördert.
** Ga r b e n t e i cb, 11. Sept. Feldlvebel Kart W e h r u m von hier wurde zum Offfzier-Stellvertteter befördert.
H. Londorf, 11. Sept. Sonntag den 9. d. Mts. fand hier ein Fest für Innere Missio«: statt, das besonders der Blaukreuz- arbeck gelvidmet «var.
** Nouuenroth, 11. Sept. Ten: Wöhrmann Ferdin-cmd Koch, «vurde das Eiserne .Kreuz 2. Klasse verliehen.
** Queckb orn, 11. Sept. Die Spätkartoffelernte ist in vollern Gyug und bringt außerordentlich reiche Erttäge. Auch die hier berecks abgeschlossene Greummeterntc ist über Erlvatten gut ausgefallen.
** Rödgen , 11. Sept. Dem Musketier Karl Becker, Sobln des Geuteinde-Einrrehmers Wilhelin Becker, «vurde dos Eiserne Kreu^ z«vecker Masse verliehen.
^ K. T r a is-Horloff, 11. Sept. Der Schrllverrvalter Rudlos, Offfzier'saspiranl in Rußland, «vurde am 1. Septeniber zunr Bizefeldtvebel befördert. Gleichzeitig erhielt er die Hessische Tapfer- keitsmedackle. -— Ae hiesigen Schüler lieferten 25 000 Kvhllveiß- linge ab.
tt. Treis a. L., 11. Sept. Unteroffizier Wilh. Becker von hier «rmrde zum Sergeanten, Geff. Phil. Hettcbe zum Ulcker- offfzier befördert. — Sonntag nachn«ittag fand in der dicktbesetzten Kirche die Gedächtnisfeier für die Gefallenen: Geff. Konrad Le mp und Bizefeldlvebel H. Erb statt. Dabei wurde auch der Regiments- u«tb der Aviffonsbcfehl vom 26. August verlesen, in «velchen der hervorragenden Tapferkeit des letzteren in ehrmben Wiorten gedacht wird.
Hessen-Nassau.
«nr. Frankfurt a. M., 11. Sept. Auf dem Lachsenhäuser- Berg erntete ein Gärtner eiiw«: Kürbis mit dem respektablen Gv- nückst von 1 Zerrmer «urd 7 Pffmd.
Vermischtes.
* Brom borg, 10. Sept. «Priv.-Tel. Gestern l>cach««ckttas wurde in: Gerichitsgefäitgnis die (vesal:genenaufseherrn Na st von zwei weiblichen Gefangenen ermordet. Tie Täterinnen sind Zlvei lingebliche Erzieheri««neu Ella Kadvlla aus Königsberg und die w^huungstose Gertrud .Kirchner aus Weimar Beide sind Hochstat'teriimen. Ae beabsichtigte Flucht gelang nicht.
Eingesandt.
(Für For«n und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Das nasse Brot.
Von eckreul Fachauam: wird mrs geschrieben: L>o «ehr «msere Behörden bedacht^ sind-, den Preis von Brot und Mehl mrf eine u«igerechtse«7ckgte Höhe ztu schrauben, so wenig deicken sic daran, der BevÄkev«mg ein einigermaßen genießbares Brot z«: verschaffen^ Das jetzige. Brot ist «mckj 4—5 Tage«« noch der reine Knatsch «:nd bleibt am NÜessekc hängen. Sollte der Bäcker nrit dem alten! Embackgewicht nicht auskvnrmr«:, so soll er einfach 50 bis 60 Gran:««« mehr eckrlegen, !«rm ein gick ausgebackenes Brot z«: liefern. Er braucht keine 20 Pseimig an« 4-Pfüuder zu verdienen. 19 Pfennig ^ sinv bann genug. Die imrgenleide«ü)eu Perfoneuj norden immer zahlreicher, Mrd die können mmtöÄick) alle Weizens brot efien. *


