Wien aflat Gnmb, die Jnttiatir^ brr ftirrle bcntfbtrr jix bcgrüßm,
tw eS ihnen ermöglicht hat, bf? atatioTiale deutsche Politik aufs Mr« tn unzweü>ei>tiqer Weise darzulegen
Ich sage mit Ansicht „nationale Politik"', denn ich hoffe und schov üe, daß ine deutsche A,ntworttrote rhlver Entstehung und ihrem Anhalt Tvwch — soweit dies überhaupt für irgendein politisches gjAoramt gesagt rverderr kann — den Willen der überwiegenden Mehrheit der Deutschen verkörpert. Nicht nur international ist die P-apstnote eftr bedeutsames Dokument, auch für unsere rein dkvtschc Entwicklung bedeutet sie einen Marchtoin. Ast sie doch das er>te Ergebnis eines Zusamnrmwcrkens zwischen allen Faktoren d«r Regierung und den Vertretern des deutschcür Parlaments, das hier Mcm ersten Mal versucht worden ist. In solcher Iutiniität ist das Zusammenarbeiten, lvenn nrern Gedächltnis mich.nicht trügt, selbst in rein parlamentarischen Läiwern niemals versucht worden Kevc^e dieses Zusammenwirken, sein Verlaus und seine Ergebnisse famren einen Staatsmann, foem die deutsche Politik am Herzen §iegt, zuversichtlich und hoffnungsvoll slimmetn. Eure auswärtige Politik,^ die nicht in ihren breiten wesentlichen Grundlagen voll der Zustimmung des Volkes, von der Zustrmmrr.rg seiner gewählten Vertreter getragen ist, und die nicht im Parlament rniterjtüivt lvrrd, blind)' tätiges /Eingreifen im geeigneten Augenblick, durch straatsmäurcksches und weises Gewckhranlassau der Exekutive, kann den schweren Dampf gegen das Ausland nicht durchführen. Im iAjusl-ande wird häufig mit der Legende operiert, es gäbe in Deutschland eine Politik -der Negierung und eine iPolitik de^ Volkes Ties ist heute ganz bestimmt eine Legende, und nichts kann diese Legende gründlicher Kerstören, als wenn auch Sie, meine Herren, sich geschlossen der in unserer Antwort an Seine Heilige keitz» niedergelegten Politik crmtWMfcn. Much die törichten xBv- hauptungon, als bestünden im .Schoße der Negierung selbst weit auseinandergehende Auffassungen, als zeigten sich Divergenzen rrnter den leitonden Männern »selbst oder zwilchen der Neichsleitung und 'den genialen Heerführern, denen wir nächst Gottes Hilfe verbanden, daß Deutschland dastchr, wo cs heute steht, — diese Ausstreuungen sollen der verdienten Lächerlichkeit preisgegeben sein. Alle diese Stellen arbeiten täglich und stündlich in voller Harmonie aufs engste zusammen^ eine Entscheidung wirklich vitaler Fragen, bei denen der Konnex fehlen würde, ist nicht denkbar. Bon dem harmonischen Zusammenwirken, »vieles sich in dem engen Zusammenarbeiten bei dex Antwortnote Wünschen Parlament urrd Regierung ergeben hrt, habe ich die besten für die Zukunft hoffnungsvollsten Einblicke gewonnen. Bei der Vertraulichkeit, die nur aus schwerwiegenden Gründen für die Verhandlungen des Siebener-Aussckiusses festgesetzt haben, kann ich aus Einzelheiten nicht emgehen, halte es aber doch für wertvoll, festzustellen, daß die Grundlagen der deutschen Antwortnote so, wie sie von der Regierung vorgelegt worden sind, den Vertretern aller Parteien annehmbar erschienen, und somit glaube ich mit vollem Reck)t sagen zu können alle Versuche unserer Gegner, in den Grundlagen unserer auswärtigen Politik zwischen die deutsche Regierung und das deutsche Volk einen Keil zu treiben, die Fikltwn, als stehe das deutsche Volk in der auswärtigen Politik nicht geschlossen hinter Kaiser und Kanzler, sind als Fiktion und Erfindung zurückzMveisen. Die deut sck^e Politik schöpft gerade crils dem Bewußtsein ihrer volllbnrmenen Einigkeit mit dem deutscl)en Parlament und dem deutschen, Volk'- die Kraft, mit Ruhe, Würde und Zielbewußtsein die Weg?' zu gehen, die für die Größe und die Entwicklung Deutschlands nötig sind.
Tie Note steht als festgefügter Bau. Stern ist mit Stein so fest verklammert, daß jeder Versuch, einzelnes herauszubrechen und zu LMnentiereu, die- Wirkung nur ^schwächen türmte. Ich will nur kurz darlegen, aus tvelchcm Geifte'dre Note her vor gegangen ist und welches die Bedingungen für ihre Wirkung sind.
Im vierten Jahre dieses geivaltigen Krieges hat Seine Heiligkeit der Papst mit noch größeren! Ernst und noch größerem Nachdruck als vorher unter die Völker Europas das Wort geworfen vom Frieden aus Erden. Europa! — Das Wvrt klingt uns heute wie ein Mär dien aus längst vergangenen Zeiten. Und doch fft es kein Märc' sondern auch heute noch mehr als ein geographischer Begri; . sie Summe eines in Jahrtausenden gewachsenen Zustandes. Tie kleine, an den asiatischen Kontinent angelegte Halbinsel hat bisher die Herrschaft der Welt fest in Händen gehabt. .Macht- und Handelspolitik. Uns allen steht das alte Europa woch klar ümj .Gedächtnis, und ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte, daß für keinen der Shaatzen rn diesem alten Europa der Zmttnrd, tvre er itzt den letzter vierzig Jahren bestanden hat. so Unerträglich war, daß, er aus die Gefahr der Selbstverr-iä^.ing hin hätts 'abgestellt werden müssen. Daß Europa nicht zugrunde gehe, ist vielleicht heute noch. mitten in diesem gewaltig gen Kriege ein gemeinsames Interesse aller Groß Staaten. Der endgültige Zusammenbruch tvird jedem einzelnen Staat, welcher Gruppe er auch gehören möge, schwächer unlj zutunstsärmer hinterlassen, manche ganz zerbrechen und jeder großen nationalen Zukunstshdffnung bar.
Ms die junge Großmacht Deutschland vor bald 50 Jahren in begrüßt worden. Aber diese 50 Jahre haben, so scheint es mir, begrünt wordenn. Asbrr diese 50 -Jthre haben, so sch-int es mir bewiesen zu haben, das; Europa mit dem mäckffigen Deutschland in seiner- Mitte leben tonnte, ja mächtiger und lebensfähiger war als vorher, und ävemr heute unter unseren Feinden noch' viele alauben es lün? die Gtülbbte fick» rückwärts redi/n^-n es Urhr.ti
knüpfe wie nur \t, aber auch bereit, mitzu-arbeiteu zur Verwirklichung des Wortes v»m Frckeven aus Erden.
In der weiteren Erörterung erklärte
Reichskanzler Dr. Michaelis
noch, daß der svrtschr. Redner richtig ausg-efühn habe, die Stellung der Rcichsleitmig za den Krieg-zielen wurde durch die Antwort auf die päMliche Friedensnote klar umschrieben. Da rn dieser Antwort die Fr reden 5 kundyebung ovm 19. Juli au-drückich erwäHnt ist, bedarf es weiterer Klarstellung nicht mehr. Im übrigen erklärte der Mich?kanzler: Die in den letzten Wochen lebhaft erörterte Nachricht, daß die Reichs! eitun g bereits mit dieser oder jener feindlichen Regierung in Verbriidung getreten sei, urrd daß dabei nach einer —
glauben, es ließe die Gf/lhpchte sich rückwärts redigi'eren, es ließet sich neben einem tödlich verßümmftlten Preußen vage bundesstaatliche Gebilde nOber ins Lieben rufen, so sind das Illusionen, die bei historischen Phantasien sch.ver verzeihlich, bei verantwortlichen E»SLaaLsmännern aber verbrecknerisch sicrd.
D-cr Papst verbündet.den Frieden auf Erden. Dock; auch heute noch gilt das Wort: der Friede denen, dir guten Willens sind. Ter tiefste Grundgedanke der deutschen Note war, dem. Heiligen Vater _behilflich zu sein, diejenige Atmosphäre zn schaffen, welche überhaupt für eine fruchtbare Besprechung der zahlreichen, die Völ-. Ter trennenden Streitfragen unbedingt nötig ist. Jeder diplomatisch Erfahrene iveiß, daß bei derartigen Verhandlungen die umgebende Atmosphäre, die Stimmung häufig unendlich viel wichtiger ist, als selbst wert auseinandergehende Forderungen. Wenn man die Stimmung unserer Feinde nach.den öffentlichen Aeußerungen ihrer Presse und ihrer leitenden Männer beurteilen wollte, so könnte man nur zu sehr trüben Ergebnissen kommen. Solange unsere Ge-prer von dem Wahne ausigehen, — die Klügeren unter ihnen )vrssen, daß es Wahn ist —, es könnte ' ein Augenblick konrnren, in dem das deutsdre Volk in Sack und Asche Buße tun, reunrütig an die Brust schlagen, mrter das kaudinische Joch verächtlicher Forderungen Griechen könnte, solange wird dem Schwerte das Wort bleiben müssen. Es mag ja nid)t leicht sein. Len durch die Legenden, die sich um die Anfänge -dieses ü'Mges geuwbeu haben, aufgehetzten Völkern der Entente die 3M)rbcrt ungeschnrinkt zn zeigen. Es ist aber notwendig: denn sonst kann ein neuer Geist nicht entstehen, und die Entstehung dieses neuen Geistes ist die unbedingte Voraussetzrmg für einen glücklichen Abschluß dieses furchtbaren Völkerringens. Das deutsche Volk ist im Innersten fest 'überzeugt, daß es einen gerechten Krieg führt, und aus dieser Ueb-erzeugung l)eraus quillt ihm die Kraft, die ungeheuven Opfer fteudig zu bringen, die täglich) von ihm verlangt werden.
Dre päpstliche Kundgebung hat die Völker Europas noch einmal an den Scheideweg gestalt. Noch einmal vor dem eittscherdungs- schve-ren Winterseldzug ist ihnen die Möglichkeit gegeben, zwar aus tiefen Wunden blutend, aber mit blankenr Schilde den Wiederaufbau Europas zu beginnen. An Deutschland Gegnern ist es nun, zu beu^isen, ob auch sie einen Hauch d^s neuen Geistes verspürt haben.
Die nächsten Wochen» dursten die ^roße Frage enffcherden, ob Freund inrd Feind in Dichtung vor tvalfengervaltrgen löegnern den blutigen Degen senken oder toeitat die eherne Entscheidung der Waisen arrrufen wollen. Ern einiges Deutschland kann nicht geschlagen ^verden. Unsere Einigkeit in den Fragen der großen Politik, wie sie in unserer Antwort mi die Papstnote verkörpert ist, bildet die Boraussetzuirg für unsere gcnrze Einigktüt, und gerade, daß diese Enigkert in unseren Beratungen erzielt iverden konnte aus den; Bwden eines klaren inu> ausr ichtigm Fr iedenspvcgram ms, das gibt ihr doppelt wrrksanre Kraft.
So steht denn das deutsche Volk in dieser entscheidungsvollen!
SästcksalsstuNde stark, aber ftiü, markig, aber gemäßigt, bereit zum
Die Kriegsanleihe ist die Saat- der Frieden die
Crnisl
is der Landmann das ersparieSaatgut zur rechten Zs Li der Ärde anvertraui, so mrchi Du
jetzt
jeden erDarien Groschen
Deinem Vaterlands leihen!
Darum zeichne!
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wie ich höre — zrenrtich lvert verbreiteren Auffassung, die deutsche Rerchslertung von vonchereirl besetzte Gebiete und somit bk wertvollsten Verhandlungsvorteile für kommende Friedenserörteruwgen preis gegeben l)aben sollte, ist unzutreffend. I ch stelle fest: die Reichsleittrng hat für möglich,? FriedensoerlMrd!:>.ug m freie H cr n d. Dies gilt a u ch f ü i Belgien.
0t*wrt£WTrt*r y»n KMjEmann mttwortzete einem Nationalliberalen: Der Artikel in de n „Münch. Neuest. Nachr.'' über'die be l g i s che'Fr a ge ist eine RetmktionS- arbeit, für die die Mich-Leitung eme Berairtwvrtnrrg nicht über- nehnreir kann. Seine Verbreitung durch WTB. ist Kenntnis des Reichskanzlers oder einer anderen leitenden Reichsstelle erft»lgt.
Wg. Nosk e (3o$.' bringt die oft wredcrliolte Aussassung seiner Partei zum Ausdnrck. J mI b e s Ondere betont er, daß die Fr^ge Elsaß-Lothringe«ö im S»ne der F«rtz»runtzen M>»ts und As- quiths für Deutschland ganz indMutudel ist. Er spricht seine Freude darrmer aus, das; die Antwort auf die Papstnotc sich unbedingt auf den Boden der Rcichsbaaserklänrng vonr 19. Juli stellt. Dann verbreitet er sich in auMihrliclien, für vertralürch erklärtere Darlegungen über die helssische F^tM. Den «umisch)unfiO»ersuch Ml- sons in imrere deutsch? Bei HA kniffe weisen wir zurück. Was uns not tut, wissen wir allein, und das werden wir uns selbst erringen. Eine Differenz ztvisch)en dm Regierung und der NeichstLasmehrlMt über die Friedensfrage besteht nicht. Aber d« ReichlHanzjier d«rf es nicht allen recht machen uwllen. Die sHegienmg imrß Farbe bekennen, daß sie die anne^ckoniftrschen Treibereien ablehnt. Mir dürfen nicht auseinandergehen, ehe wir nicht diese Märnng erreicht haben.
Abg. T. Naumann lBp.): Dem Dank an die Truppen schließen wir uns an. Mr hören es gern, daß die imlitärische Lage günstig ist, werm auch die Gegner von sich dasselbe sagen. Auf dem Kämpfgebiet ist eine Art schwebender Gleichgewichrszustand ein getreten. Wenn man vonc Endkamps spricht, so ist das im allgemeinen zutreffend, aber wie bange wird er dauern V" Wie so vieles Neue, so hat uns der ftrieg auch gelehrt, daß er nicht die ultima ratio ist, Streitfragen zur Entscheidung zu bringen. Wie es im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg letzten EndeS notwendig geworden ist, aus einen Nonnal zu stand zurückzugehen, vou dem aus die Tinge neu dmstruiert werden mußten, so nnrd es voraussichtlich auch diesmal sein. Mr tvikrschen nicht ein neue* Friedensangebot, aber unter uns nEen wir die Frage diskutieren, ob der Ktieg die letzte Entscheidmrg bringen wird und bringen kann.> Alle Faktoren der deutschen Politik stcl>en ans dein Boden der Antwort aus die Papstnote, inÄBsoxdere auch dsc Oberste H«resleitung. Die dlnltwort geht über die Srkltrung v»nr 1v. J«li hlmruS mit ihren Darlegungen über LMeüftung und Schie^saeckchte. Die Zu- trmmung zu ihrer Erörtzerung darf man der Lösung dieser ungr- l?euer schwierigen Fragen nicht gleichsepen, allein, b^shr-r gelegentlich als GesrnTnmg der Deutschen her»ortrat, ist jetzt doku- mentariid) festgelegt. Es rvird nur aufgegrifs«'., was seit langem durch das deutsche TkMßnr .reffrn-en ist: es ist ein deutscher We,, den »vir gehen. DeBchrkb be«-»iHen wir die GmMhaung dtese» Pun> t«S in der Antt«e<r«te Mr stad eia »erstanden, daß i»sm
EMzelfta-« mrr mit groster br^mbelt hat. Der
Redner gebt ans einen Teil der (Knzelftagen ein und bestztzächt die Rede von Asauith, die noch NaumannS Auffaffungen Mckiicht auf die Bedürfnisse der Meierten nimmt. M Schluß betont der Redner von neuem die »stcheit der Mkitlfchen ckewalwn binsick«1ich der Arrlwort aus die MMnste.
M>g. Dr. Werner-G retzen (D. F.) sagt, wir dürfen nichL die Friedenshand, die zurückgewiesen tvurde, von neuem ausstrecken. Das deutsche B»lk wolle den Frieden haben, aber nicht den Verzicht- frrtoen. lieber Els-aß-Lokhr'ingen ist eine Diskussion mit dem Auslände unmöglich. Ein Verständigungsfrieden ist nichts als ein Verzicht auf Lohn für die gebradüen Opfer. Die Geschichte zeigt, daß alle Staaten durch Macht gegründet wurden.
Mg. 5) e r o l d (Ztr.): Die Antwort aus die Papst-Note ist eine der bedeutungsvollsten Dokumente des Friedens. Sie zeigt die Einheit der politischen Gewalten untererTrander und mit der Obersten Heeresleitung. Die Zustimmung des Siebener-Aus schnsles als eines Teils der Bolksvertreprag ist gleichfalls bedeutnngse-oll. In Einzelfragen muß die Regierung freie Hand behalten, und wir sind gleichfalls damit einverstanden, daß die Antwortnote fid) des Eingehens aus Eiuzelfragen enthält. Die Bezugnahme auf die Papst-??ote sagt jedem genug. Der Burgfti<Äe auf politischem Geriet hat ja nachgelassen, es wäre besser gewesen, ilpr weiter aufrecht zit erhalten. Um so notwenbiger ist die Einigkeit hinsichtlich der Kriegsziele, damit das Volk weiß, wofür es käinpft. Allgemein, lullte die Anti.wrtnotze als Grundlage genommen werden. Aus maßvolle Friedeftsz-iele könnten sich alle einigen und sollten es tun.
Atzg. Ledebour (U. Soz.): Der Reich^kanAer hat lediglich eine Übersicht der <K'oi^rffMage gegeben, dagegen abgeletznt, xm Jnteresfe der Friedens verkumdlnngen Eftrzellxeilen der Friedenszielb öffentlich kund zu tun. Das ist zu bedauern. Wir würden denr Friestkn \4rmgQ,n nÄ-er kommen, tvenn die Regierung klipv und» klar b*n ste»»tcht auf jode gewaltsame Annexion ausspricht. Die U.ust«stelt veriäMert nur deu Krieg.
Abg. Gvaf Westarp (kons.) schließt sich dem Dank an Armee und FSMer an. Der gute Wille des Papstes sei anzuerkennen, die .n^effocu Vorstk^äge respektieren unsere Lebensnotwendigkeitwi atzrr ni<H ssem»z. (Dem Mtovurs der^ Antwortnote habe er m Wnnchffestmrk-ni imb der Fassung zugestimmt, einen Vorbehalt habe er j^och gervacht shinsi^nl-ich des Passus über dve dbbrüstung, für die eä tv-rder cukii_ Auaßüaab, noch eine .Kontrolle gäbe und bk zum Nm^ieil Deuffchtmäs ausschlagen würde. Auf der Friede ns kvn seren z tsürde diese Frage Deutschland nur belasten. Der Charakter des Enttvmckes wurde durch» die Mftrah-.ue des Satzes Mer die FrftdnrserkiÄmng «vom 1Y. Jüli wesentlich geäuderü, Mir Wrrfeu nicht urit gcbuitbeuex S7dars)chroute in. die Friä^sver- (!**<(iww?en emtreton. DeutfchKrud könne sich nicht auf gewisse Dcrstck'wunkte fcstlegen, wohl könTtte es unrgekehrt seine positiven Fottcrungen kundgeben. Die Schilderung des Kanzlers über die militärisch? Lage würde ftn Auslände starken Eftchruck machen Die Friedens resolut von uird jdie .^lüturortnote seien aber ^keinck ^rimbitrc, auf der sich die Meiumrgsverschvedenheiten über die Fcicdens'zrel-e ^rsanrinensrnden könnten, aber man sollte dre Ber- sckicSenheiten^ sachlicher austragen. Ornigkert bestehe zum .Glück über die Tßltsachie, daß »vir weiterkämpsan müssen.
Abg. Dr.^ S t r e s e m a n n (nl.) ftrhrte aus: Wemr wir uns A-Wen die Einmit^nrrg Mlsvns »veiwarr, so dürfen wir uns
nicht in die Angelegenheiten feindliclZer Länder ein-
mistlUN. Zu tzedaueru ist, dilß Deutschland im Ausland als Hinderxis in dcn^Frageu der Äckstebsgerrchte aus der Haager Korfferen-, «ilr. Lllß: Fragen w'rd-en sid> durd) SchiÄ)sgerlchte nicht regeln l«i?en. Unsere -imstis? militärische Lage müssen nur ausnützen bei den k»m»tcnden Friedens Verhandlungen. Es muß ausgegangen werden vsn der Krie*»Barte, mie sie ist; das sähen and) die Feinde rin, die wirtsckElidren Kampfsmitteln greifen müßten. Bei den B?tch»Mungen muß die Regierung freie Hand behalten, sie bar* nicht gebunden werden. Unsere weltpolitische Situation in ihrer Gesamtheit ist günstig. Aber wir dürfen nidst den Anschein erwecken, als ob wir uns innerlich t^rfteischten.
Nach der Mittagspause hieu zunächst der zur Minderheit der sszrckLemokvati-chen Fraktion gchörige Abg. Hoch eine Rede, die für vertraulirb erklärt wurde. Es kann daraus jedoch mit- geteilt werden, daß der Redner dem Reichskanzler vorwarf, er wolle den Reichstag mit den alten Mitteln und Methoden hin halten. Bei der günstigen militärischen Lage sollen wir den tveiteren Verlauf ruhig abrvarten, sage der Reichskanzler. Demgegenüber verweist der Redner aus die sniheven Biahnungen seiner Partei. Durch Krieg kann nmn wcktpvlittsche Fragen nicht lojew man inuß sich ans den Reckpblwden stellen. Das aber trn der Reichsk«rzler nicht, er hofft immer noch aus die Entschndamg durch die Macht. Der Hinweis aus die Friedenskurrdgedung vom 19. Juli -in der Antwortnote stärkt die Friedensbewegamg in de» seurd- ttck-en Ländern. nZenrn and» die feindliche Presse den klaren Sinn der ReickzStagseri'lärung zu verdunkeln fudjt. Mit den Regeln der Tiplomarü kommen wir nicht aus dem Kriege heraus. Der neue Geist tzvrn mrr aus den Völkern herauskomnren.
Abg. Dr. Dehda lVvle) tritt für das tvlnische Volk ein und dankt in dessen Ninr-en dem Papst für seine Note. Die Grundsätze des Rechts und den neuen Geist wird der Friede hoffentlich diesem Volte bringen.
Abg. Ledebour Nl. Svz.) In Rußland gibt es eine Regierung, mit der man sehr wohl Friedensverhandlnngen führen rann. D«ß Regiermrgpn lveckKeln, kommt auch sonst vor. Mit einem zarisden Rusgand war kein Darrerfriode zu schließen, wohl aber mit einem demokrattscheu, mrd hierzu ist Rußland auf dein besten Wege.
Abg. Erzberger (Ztr.): Tie .Haltung der Regierung ist jetzt voMonrnren klar. Es ist Unrecht, wieder einen Zweifel hineür- z ul ragen. Diese Marheit in den Grundsätzen und in dein Ziel ist ein nattorMer und internationaler Gewinn. Einer werteren öfserttlicheic Erklärung bedarf es nicht, sie wäre schädlich, sei es auch, daß es sich um positive Kriegsziel so rderungeu lZandÄte. Tw ÄMworttrote enthält alles: wer sie uid>t versteht, denr fehlt das A B E der Politck. Auch die heutige Erklärung des Reichskanzlers ist völlig 7iar \mb in allen Teilen einwandfrei. 9duln aber ist auch Einigfeit des deutsd-en Volkes möglich. Wir sind bereit, sie zu schaffen. Die Erklärung vonr 19. Juki bildet eine breitze Grundlage für die Bereinigung. Tie Gegner dieser Erklärung tragen eine schwere Verantwortung, wenn sie ihre Agitation fortsetzen. Nach dieserM«stellim.g stellen wir uns gern hinter die Regierung und überlassen ihr die Führung in den Einzelheiten.
Damit s dstießt die Bespredjung der Auswärtigen Politik und insbesondere der Papstrwte.
Abg. Prinz ^u Schoenaich-Carolath (ntl.) berichtet über Petitionen, die zum großen Teile durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt werden.
5)ierauf werden die Fragen der Gefangenenbehandln n g vertraulid) besprod-en.
Die Aussprache »vendet sich der Frage des Verhältnisses z^u den neutralen Ländern, wie Argcittimen, Holland. ^m>eiz usw. zu. Die Ausführungen des Staatssekretärs über Argentinien sind vertraulich. Ueber das Verhältnis M Spanien führt Staatssekr-etär von Kühlmann ans, daß es gut sei. Spanien leidet b^trädstlich unter den Folgen des Krieaes. Wir können nicht alle Wünsche erfüllen, wenn wir den U-Boot-Drieg nicht abschwächen wollen, dod) kommen wir nach Möglichkeit entgegen. Tie Bemühungen und Ovfer Hollands für unsere Verwundeten und die Aufnahme zahlreicher deutscher Kinder ftrKien die wärmste Anerkennung, desaleid-en verdienen die Bemü- hu»ffu um den Gef«rgenenaustausch den wärmsten Tank. Der gute Mlle, hinsichtlich wirtsd>aftlrd)er Verträge zum Einverständnis zu kommen, läßt das Beste erhoffen. Es ist auch zu erwarten, das; die innerpolitrschen Verschrebrmgen in Schweden seine neutrale Haltung nicht beeinflussen werden.
dlb-g. Laube (Bpö, der vor einher Zeit in Sckiweden war, meint, ern »neues Ministerium in Sdtzveden werde ebenso ftiedlie- bend sein wie das jetzige. Tie weiteren Ausführungen des Redners sind vertraulich.
Abg. Lift (ntl.): Wir im LluSschuß haben nur den schärfsten Tadel ftir den gewesenen Vertreter Deutschlands in Argentinien Nicht nur deutsches Ansehen, sondern auch deutsd)es 5kapit«l und »msere Handelsbeve^rngen stehen ans dem Spiel.
Abg. Ledevour (So-.) tadelt sdmrs die Ausdrücke des Grafen Luxburg, der kemen Platz im diplomattschen Dienst mehr sindcm könne.
Unterstaatssekretär von dem Busche teilt mit, daß die Kohlenar^ffutzr nach Holland ins Stocken geriet, weil die Verband lungen r«ch nicht af^schlossen warm. Es ist aber zu hofsm, daß die roksfuyr blckd wieder in Gsng kommt.


