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28.9.1917 Erstes Blatt
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ArMuvct die m der Roche Der Erividevmrgen auf Fragen nri* DT*|< flocrcben toerben tömcte, würde gog-enwärtig' eme sauze Spulte öou fwrnmen PlatlHät/u austviegeu.

Asquith faßte dann die

. . . Beding u ng-en des Friedens,

bal-e. Mummen, das; (Ernlartb nicht die Ver- A&jtWankä aber die dauernde (irrtie /rifjuna des deutschen 'öollcö boabsi g: t iac, dal: aber die grausame n.tb brutal« 'Ärt, une ^ 0,0,1 ^eicti u^aud geführt wurdc, allcrbbv& die Achtung

-Welt vor dem deutschen Ehiräkter tief boeiuslußt habe nnd c-as noch louae tun Witzen. Es sei im (Troffen und ganzen richtig, die Lk^iecmrg habe, die es verdiene. Wie die Geschichte zcrge und wcke das Beispiel Rußlands beweise, sei die Beseilignng «ner schlechten Regierung ein ldstspieligcs und lang­wieriges Geschäft.

^ .Der p rc.u ß i s che M i l i 1 a r is m u s, das mar der Gegen­wand unseres,Kanlpfes und ist es noch. Mer für die deutsche DEM o trat re haben wir keinen anderen Wunsch vis daß. sre diesen bösen Geistbanne. Das Ziel unseres Friedens ist nickt die Wieder her) tellung des Status qua noch des f ^y trntgfi Gleichgewichts der M,ächte, soud?rn die Ersetznngi

dem für

Stwats^chrbde zu fpteäjcn, über den Rmtbstaal, der seit Iahrchun^ werten j<sen kleiner 'Blmct tm seiner Grenz« unerbittlich verschlugt ^ ^^rnds Ueiitzni«^« inn«Hrib und außeryalb Europas,

nber^lÄdraltar, das «rgenttich zu SpLnren gehören soll, Malta, das ^ ^vtaü^n, Chpern, das zu GrieckMiland geboren soll. Er spricht nicht itber Frankreich, das in Nizza, Srvvyeu und Mrsika italio-- msche Gebiete beherrscht. Die von Asouith ausgestellten idealen Grundsätze gelten doch nicht nur für die Mittelmächte.

beider durch ein internationales System, m dre. srvMn Und kleinen Staaten eni Platz.ist! und unter dem beide gleichmaiug ihrer Sicherheit und unabhängigen Entwicklung sicher Irnd, als lelbswerstäudlich setze ich- die Räumung der be-> besetzten Gebiete Frankreichs und Rußlands durch ^n Feind voraus. Ich habe bereits ans ,Elsaß-Lot bringen nutz 'Lclgien hmgc'.meseu, aber wohin mau sich, wendet. in Mittel- und .-Osteuropa sieht man .Gckbietsabgrenzungan, die ihreni Ur­sprung nach durchaus künstlich lvaren und die Minsch-e und Interes- seir der direkt betroffenen Bevölkerung verletzten und Herde der Unrulien wid Kriegsgefahr waren und bleiben werden? solange PL deisshen, ,o die gerecb,ten und längst fälligen Ansprüche Italiens und Rumäniens, ferner das l-eloenlaste Ser bien, das nicht nur in sein altes Heim wieder crngesetzt iver' ^, » dein Rcnnn gegeben werden muh. den es für die Aus- v^hming seines alben nationalen Lebens bemspruchen darf. Da Pt: Polen, für idas wir alle die edelmütigen Worte Wilsons unterschreiben. ^Rich-t ziu 'vergessen sind.die Fälle Griecheir- und Südslaven.. Tie vollständige imd womöglich dcuuernde Begleichung dieser gefährlichen Rechnung muh >.i.Ut- frnden.

Das Ziel darf nicht länger dasjenige sein, von dem aus dem Wiener Kongreg später die l-eilige Allianz aus ging. Der leitende tvrundiatz ilt, daß nach Rai'sevenrandtch-a t' und ge schick l lickier lieber- li-eserung vor' allen Diiegen nach deii Narllichen Wünschen und Be- IlrebungtM der Bewohivr verfahreil werden muß. Auf Feine andere Eer>e ilt-der verderbliche Anreiz für die ehrgeizigen Zwecke und .vtack-cn schalten und der gesetzmäßigste Beweggrund völtchclier Un- zu frieden beit aus dem Wege zu räuineu.

Ich konnne nun zu den

Richt l i n i en f ü r e i n en dan e r n d e n Frieden.

Em Friede, der .das Wieder aus leben des verschleierten Kriegs- zusbandes möglich macht, lohnt sich nicht. Wir müssen ein für alle­mal den Irrtum mrs un.i-eren Grundsätzen verbannen, daß man, livkirn mail den Frieden lvünscht, sich auf den Krieg vorb-ereitcii niluytt. Tre Nach, velt mag das goldene Zeitalter erleben, aber ich furchte, da s./vir, selbst die jüngsten unter uns, von dieser Erschei mmg der Glückselig reit nur noch aus der Ferne mtb in unserer Ein blldung mim Blick erhaschen .verden. Ich behaupt.-, daß mir nicht fimr den Krieg für den Frieden führen, sondern auch den .Krieg gegen den Krieg als solchen. Zmn ersten Mal in der Weltgeschichte rönnen wir vielleicht das Ideal zur Berivirl'lichuug brrirgar, das, seit unsere Bc-ttern jenseits des Atlantischen Ozeans uns dir Hände gereicht l-aben, nicht tneihr eine europäische, sondern eine wclt- unrfaifende Politik darstellt, die Bereinigung der Völker in rcnr 11 ^ t Grundlage die Gerechtig keit und dessen.

Eckstein die Freiheit ist. Die Beschränkuirg von Rüstirngen, die AmmlMe des Schiedsgerichtsweseus als natürlick>e Lösung inter- natt onaler Str eitig-ketton. die Veriveisnnq von Airgriffs kriegen und Knegen ans Ehrgeiz in die 9Mfa von Torheiten, die sich überlebt haben, lveroen Pteilensterne.ans diesem Wege sein. Man nnrd zu Anfang vielleicht auch für lange Zeit noch nicht in der Lage sein, mp eineu nnlitänschen oder w-irtschaftlichen Zwang gegen die Un redlichen und Widerspenstigen zu verzichten. Mer wir dürfen l-ofsen, .dcch das batsachlick-e Gesetz 'mit seinen Zwangsmitteln pach und nach an den Hfnlergrund geschoben wird und die souveräne Macht als im gesunden Verstand ba: Menschheit ruhend anerkannt.ivird. . Diese .Veranderlinem !verden nicht in einiein Tage elittreten. aber mit ihn cm wird eine tiefgehende Berschiebung iücht nur in beit äußeren ^-zietmugen der Staate:i, son.dcrn au.ch in ihrein iuneren Ausbau

Lloyd George in Frankreich,

London, 26. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bw reaus. Lloyd George, der am Montag nacht in Begleitung des Generalstabssclieis Willioin Robertson nach Frankreich gereist *5 C 'x%!*¥" am DienstOit mit Painlevs «ine Besprechung und oefucyde spater Haig im britischen Hauptguartier. Heute nacht lehrte Lloyd George nach London zurück.

T " r iviww.il iiu u, l Ml UIIU ICH i'Uljü'U

funb ut dein Wesen und Wirken der Gesellsä-aststtäger kominen aus denen sie fich zusalmmensetzen. Man kann unmöglich glauben, daß die,e allgemeine Umwälzung keine Spuren auf industriellem und wlrtick-a.tlichem Gebiet hinterlassen sollte. Denn worin un'ter- schewet fich dieser Krieg, sotoeit wir und unsere Alliierten in Be­tracht kommen, voll den meisten .Kriegen der Weltgeschichte? Es ist kem dynasttscher und auch kein kapitalistischer Krieg gewesen Es nwr ein Krieg, dem die freien Völker der Welt ihre Unterstützung igeliehen haben, für den sie ihr eigenes und ihrer Kinder Leben gaben. Wenn der Sturm vorbei und der Himmel wieder klar ist werden wir 'dann die Dinge nicht in einem neuen ivahreren Licht'- sehen müssen? Inzwischen müssen wir nnier Pulver trocken halten. L ü l 1 ' 27. Sept. (WTB. Nichäam tl.l Reuter' ver­

breitet folgenden Nachtrag zur Rede Asauiths: Bis die letzte Entscheidun g, fällt, imd meines Erachtens kann diese Ent- scheidnng nicht lange a n fge s cbo be n n werden, müssen !vir nilser Pulver trocken halten. Gott sei Dank ist nirgends ein An- zeirl'-n für dlw Nachlaifen des Wollens oder der Hilfsmittel zu erkennen Un,crc tapfere Armee unter ihreni unbezivingbaren Führer treibt eine neue Osfenfive in Flandem mit kühner Ge­nauigkeit lilühendtm Mute und tödlicher Wirkung vorwärts Untere Seeleute, die die Meere behaupten, unsere Mimitioils- arbeiter, unsere Führer in Industtie nnd Finanz, sowie die Tau- fenoe inid Millionen Männor nnd Frauen jeder Lebensstellung die m mannigfachster Weise zur Erhaltung nnd Ausrüstung der n^tio- 7ial<m Kr arte beitvagen, find zugleich, lebende Zeugen'für die Be- pciflenmgskraft der großen Sache und Erbauer des Siegesteinp-ls Unsere Verbündeten in Fvankoeich und Italien, stark und treu bis <^nxerben srische Lorbeeren aus den ewig deutwürdigen Sch'-achtseldern vor Verdun und am Isonzo. Rußland iveift trotz innerer Scl änerigkeiten das beleidigende ^Angebot eines Sonder­friedens mu Verachtung zurück. Amerika mit seinen unbegrenzten Relervrn an tiwralisckfer imd materieller Kraft nirs't das inücb/ige Sck>a»rt p-r nerrcn Welt in die Wagscl-°1e. In dem Belvußt- fem daß alles m tnesen drei Jahren geopferte Gut und Blut für kerne se^ostifcl»e imd weltliche Sache hinge geben ivurde und daß rn einem Sieg der Verbündeten allein die Hoffnimg auf einen donerl-asten und ttuckfltbaren Frie<>en für die Welt liech fvollen wir mit ruhigem Vertrmlen und unbeschränkter Hingabe dis an das Ende auslfalten.

Holländische Pressestimmen.

Amsterdam, 27. Sept. (WTB. Nichdmntlich.)Nieuws dan dem Tag" sagt über die Rede Wquiths, ihre Bedeutung fer ic!-r germg emzufck-atzen, da ste keme iveuen Gesichtsf^nnkle bringe Ohne Zwegel werde auch die Antwort Englands mi den Papst in diesekn Cöeiste ausgestellt werden, jund das versprecl>e nicht viel Gutes

Nieuwe Courant" ist Über die Rede ebenfalls enttäuscht' .Der von Mginth gefchrldertt Fri^d«- würde nur nach eineni Siegc der Entente porgeschrieben iverden können und ivürde kein Ber- stcmdiguirgsfriede zwischen sveien Bölkeni sein. Bon ASquith sei es Mibülig, wenn er der deutschen Rogienurg zum Bvnvurs mache daN ,re mir solck-e sck)iedsgari.chtllche Borschläge unterstützen wolle' tue mtt den Lebensintevessien des deutschen Volkes und Reiches zu vereiingen wären. Ja ren bisher von England ncirf>toffe.icn Schieds­gerichts vertragen fet Mindestens eine derartige Klausel ausgenom- ünm ivordtii. selbst ivenn man Asgniths Rede als Wahlrede des zu ki mm gen Negienmigsmainnes miffafst, .der der Partei, die für Fortsetui »g des l-kriogos ist, Zugeständnisse mach.', sei sie nickst er- vnitlgend

A l gern een Handelsblad" benierkt: Asguith vernned es, ilber das politische nnd ethnographisch sonderbare rusfische

Die amerikanische Hilsc und die französische Kammer.

Bern 27. Sept. (WTB. Nichtanttlich.) Lyoner Blätter mel den raus Paris: Bei der gestrigen BeWreckaing der vorläuiigcn Haushaltszwölstel rief Brizon eine allgemeine Unrul-e durch ferne Frage l-ervor, obdie amerikanischen Eisen bah ner nach Frankreich kämen, damit die franzö.si scheu Eisenbahn er für den Frontdien st frei ivür- d en. s>rake und Moutct Dauerten die Form der Auslassiingen Bnzons, erklärten jedoch, die Frage sei so ivichtig, daß die Regie­rung anchzortcn müsse. Falls die Regierung nicht antrvorte, werde Moiltet sie interpellieren. Moutct erklärte sodann, mau glmibe. die <vozialiit«n seien bezüglich der Zusammenarbeit der Alliiertnr mit der Regierung nicht einig. Er machte aber darauf aufmerksam, oll.v Gorüchte umgingen, wonach die Hilfe der Vereinigten Staaten in Wirkt! lckcit sich imr in neue Menschenomcr umsetzen werde, die inan von Frankreich verlangen werde. Andere Gerüchte besagten, daf; es den sranzösisck^en Generalen zuwider sei, ausländif'ckfe Trup- pen zu b-.pehligen. Er müsse dcslialb fragen, ob es richtig sei, daß amerikanlsckü Techniker für die Eisenbahnen nach Frankreich kom- men,^ wodurch eine gewisse Anzahl sranzösischckc Eisenbahner für oen rN'ontdienst frei ivürden. Die Sozialisten könnten ein derartiges Vorgehen in.icht znlassen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten Ela veil lc erwiderte, inan müsse die Beantwortung der Fragen Moutets dem Nliniftcrprüsidenten oder dem Minister des Aeußern überlassen. Der Abgeortmetc C o n st a n t verlangte, daß die Ge- hennaustzaben des Ministeriums des Aeußern von den Staats- mmistern, dem K'ri?gÄdmitee soivic denk Minisberpräsidenten gut- gel-eiuen iuerdcn müßten. Der Antrag wurde angenommen. Bor der Abstimmung über das gesamte Gesetz erklärten die Ki ent Haler Abgeordneten, daß sie die Annahme ablchnt-en. Brizon ries: Nieder mit dem Krieg!"Es lebe der Frieden!" Deschanel anttvortcte: Jawohl, ivenn cs ein Friede Frank­reichs ist. - Ter Seirat, bei dem auch die Mstimmung in der Kammer über die vorläufigen .Haushaltszwölstel eingebracht wurde, beschloß, den Antrag am Siimstag zu erörtern.

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Englands Verletzung der dänischen Neutralität.

London, 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- sche Bureau erklärt, um Mißverständnissen vorzubengen, daß Gr-oßbritannien in einer Note an die dänische Regic- rnng zwar die SchadloShaltnng für den durch sehlgeg'an- gene Schüsse der brilischeit Flotte am 1. September an der Ktiste von Jütland angerichteten Schaden anbiete, aber nicht beabsichtige, irgendeine Vergütung für die Zerstörung deutscher Schisse zu zahlen, f«lls bewiesen werden sollte, daß sie innerhalb der dänischen Gewässer erfolgt sei.

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Die Wahlen irr Schweden.

Stock ho lrn, 27. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Das Endergebnis der Nenloahlen zur Zweiten Kam­mer ist mrmnehr bekannt. Es wurden gewählt: 70 Konser­vative, 62 Liberale, 98 Spzialdemokraten und Links- ozialisten. Im gaiHen verloren die Kvtyervativen 16 Sitze, fnährend die Liberalen 5 unib die SoAiackoemokratzen 11 ge­wannen

Die Zustande in Rntzlsnb.

Kopenhagen, 27. Sept. (WTB.) Einer Petersburger Dralstmeldung zufolge ersuckste der Kultusminister Kartakhoiv die vorläufige Regierung uni seinen Mschied mit der Begründung, suß der Einfluß der Sozialisten in der Mgiernng übermächtig sei, o uaß jebe AhöglichLeit für die Bildung eines Kvalitious-. Ministeriums ausgeschlossen sei. Der Entschluß Kartakl-oivs foll in Regierungslreil'en einen tiefen Eindruck gmncrcht haben.

In Moskau wurde ein allrussischer Genvsseuschaftskongreß eröw^et. Es '/vurde ein Beschlußanttag angenommen, der die Not- U^endigkeit der Büdung eines Koa l i tionsm i ni st er inm s betont.

Petersburg, 27. Sept. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphien-Agentnr. Der H au ptau s schicß des Ar beiter - « nd Sol datenratcs hat mit 119 gegen 101 Stim­men einen Beschluß cmigenlnnmen, der bei der Neubildung des Ka­binetts dcy Grundsatz des Zusmmnenwirkens der Parteien, ausge- nomnien der Kadetten, zuläßt.

Die Kabinettskrifis.

P e te r s b u rg, 26. Sept'. (WTB.) Gegenüber den unzu- neffenden Zeckungsnachrichten vom R Eck tritt des Mini sters des Auswärtigen ersätrt die Petersburger Tele grapben-Agentur von zust^dvAer Stelle: Terestschenkv teilte rrmli der Rückkehr >berenskis aus dein .Hicruptauartier diesem nrit >crß er die Arbettsbeidingingen ?-er Regierung nicht als normal mi- ?ve, er. halte es aver angesülsts der gegenwärtigen internationales Lage für uirnwglich, seinen vor der Ernennung eines Nach­

folgers zu verlassen. Dereftsck?7nko fügte hinzu, er könne übrrl^upt mcht rni Kvbi,<-tt bl erben, wenn nicht eine freie, feste nationale Macht geschaffen würde.

Die Flucht ans Petersburg:

St ockhvlm , .27. Sept. (WTB. Nichtamtl.) Laut Rußkoic Wolia" haben im ganzzm 119 866 Personen 'Petersburg w der Wvchc vom 14. zum 20. September auf der Moskauer Bahn verlassen.

Mißstimmung gegen England nnd Frankreich.

^ «£ OX J '- 21 (D'TB. Nichtamtlich.»Hnvnd

Stadsbladet" briugt m Auszug einen ansrewrdentlickil schar­fen Artikel der Gorkischen Zeitung Nowaia Sb's mr" g egen d ie Alliierten. Der erste Absatz'des langen Artikels lautet ime folgte: Nock., me lag bk Humbugpolitü fcc5 alliierten ^mperralisten gegenüber Rusijlaud so offen 'zutage um. s>aiw clnen so zymsch n ?.slörnck 'wie in der allerletzten' ff ei t Benehmen der lei lenden englisch-französischen Presse wälwcnd der Koriiisoivtage hatte selkckt eineni lwsstinngslos verlorenen Idealisten die Augen ö fff een >müssjen. Mit einer Ausdauer, wüchse einer vesferen Sache würdig geivesen iväre, rajfeTt sic von einer Alli- ierten-Tcmokratie" (vom Typ Plüchlauan.-Mulcns-Larlotti)"uiüi wn ^ gemeinsamen Front". Ini Mvskm>er Kmnitee für den Sckmß ^.Ru^nds Mnde initgeteilt. daß sich unter Kornilvivs gegen Petrograd Mhenlder Abteilung englifchc PaWerautoMobile mit engliicher Be,atznng ^befanden. Am 22. September waren! bereits vier Taac vetfl.o^m, seit dieses inigch.'uerliche Faktum heratSkam; aber vmiicnraij 3>enuetifct hat man ffntmer noch, nichts! Schott. Die diorthelifst-Presse nannte Kcrenski einen Regierungs- chef m enwm fvemchsich gesamten Lande. Schwätzer wie di« Times", ,,Victoive" ^md, ander: einflußreickir' Blätter l)aben ihr Brauern nbn bc& Schiertern des Koruilvlvschcn Umttrnchmm« ansgesprockMi ipw.

Seekrieg.

Neue N-Boot-Erfolge.

Berlin, 27. Sept. (MB. Amtlich) Im Aermal. k a n a l und in der Nordsee wurden durch unsere U-Bovte wiederum vier Dampfer, zwei Segler, ein Fischerfahrzeug oerseirkt, darunter drei englische Dampfer, von denen zwei aus Geleitzug herausgeschossen wurden, ferner der eng­lische SeglerHizemow" (2283 Tomien) und das Fischer- fahrzeugFamilys Braide". Der andere versenkte Segler, eine große Bark von 2000 Tonnen, hatte Stückgut für Le Havre geladen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine. Tie Zlriegsschiffsverltlftc unserer Feinde in den ersten drei Llriegsjahren.

§B 0 l.and: Ge samt Verluste ruud 661300 Donnen. Linienschpfe: 13 mit zusammen 215 20s) Tonnen:

Parzcrkrcuzer: 17 mit zusammen 253 600 Tonnen; l'iesci'utztc Kreuzer und il-Boot-^lbwehrkrcuzer mit zusammen rund 10 7 800 Tonnen;

Kanoneirboote (größere): 6 mit zusammen rund 3400 Tonnen; ^olveoviahrzeus'?: 74 mit zusamnnm rund 60000 Tonnen; tl-Bootc: 29 mu zusammen rund 21300 Tonnen, außerdem meh» rere kleine Kanonenboote und 33 Hilfskreuzer.

F.raurrelch: Gesamtverluste rd. 101000 Tonnen. Antillen)nitfre: 4 mit zusammen 54 400 Tonnen;

Panzeik.cuzer: 3 mit zusammen 25 100 Tonnen; lt-Tool Abwehrkreuzer: 1 mit 1800 Tonnen;

Kanoneichdote: 2 mit 1300 Tonnen;

^orvcdo.ahrzeuge; 25 mit zusammen 12000 Tonnen'

Iboocte: 12 mit zusaminen 6400 Tonnen. Außerdem 12 Hilfs­kreuzer.

A'u.ß k a n d: G c s a m t v e r l u st c rund 71810 Tonnen. Linienschiffe: 2 mit zusammen 35 300 Tonnen;

Panzerkreuzer: 1 mit 8000 Tonnen;

Geschützte Kreuzer; 1 mit 3180 Tonnen;

Kanonenboote; 4 mit 4380 Tonnen;

Torpedolahrzeuae: 13 mit zusammen 9700 Tonnen;

Unter,eebootc: 6 mit zusammen rund 3000 Tonnen; Streumincnschifse: 2 mit zusammen 8250 Tonnen.-

Italien: Gesamtvcrlnste 76450 Tonnen. Stmcniajiifc: 3 mit zusammen 49 300 Tonnen;

Panzerkreuzer: 2 mit zusammen 17 750 Tonnen: i 7 ^?^ 0 sahrzeuge: 11 mit zusammen rund 5900 Tonneii;

U-Boote: 9 mir zusammen rund 3500 Tonnen;

Außerdem 3 Hilfskreuzer.

Japan: Gesamtvcrlnste 23825 Tonnen. Panzcrtreuzev: 1 von 14 000 Tonnen;

Gcsä-ützte Kreuzer; 2 nnt zusammen 8600 Tonnen; ,,o^h^osabr-.nge: 3 nrit zusammeii rund 1100 Toirrien;

U-Boote: ! mit 125 Tonnen.

.^Vereinigte Staaten von Amerika.

Der geschützte KieuzerOlympia", 6000 Tonnen, Unterseeboot A 7" rund 125 Tonnen.

Portugal:

1 Flußkanonenboot und 1 Minensahrzeun.

1 Rumänien;^

1 Kanonenboot und 1 Torpedoboot.

Aus dem hauptausjchntz des Reichstags.

Berlin, 27. <^ept. Der Hauptausschuß des Reichstages ttat VE wieder zusmnWen Der Reichskanzler wohnte der Sitzung Beratung des vom Plenum überwiesenen! Nachtwgsetats. Berichterstatter ist der Abg. Liszt (natl.) Abq ^E..dosadvwsky (Dtsch. Fr.) führte ans, daß kein Staats- lerretar des ^vitnem trotz des Umfangs seines Amtes jemals von sich Äj^?ne Teilung des Amtes beantragt habe. Das sei nicht aus Machtgelusten ge)ckieh-en. Der Redner macht Vorschläge, die von der beabsichtigten Lojung abweichen, in der Weise, das; das Bun­desamt für das Hennatwesen dem Reichsjustizaint zugeteüt werden tonne, und daß man ohne eine neue Zentralbehörde auskonnnen könnte, wc^ auch im Interesse der Sparsamkeit läge. Das Präsi- di-mu des Eisenbahnamtes könnte zu einem Reichsarbeitsamt um- ^ldet werden, dem ein großer Teil der E^eschäfte des Reickis-, amts des vMnern zu iibertragen wäre. Durch Abkürzuna der Etats- debatte und Beichränkung in den kleinen Ausragen könnte auch 7^* bic Regierung entlasten. Unter diesen Bedingungen

hatte der Staatssekretär des Innern die allgenieine Stellvertretung ^.Reichskanzlers beibelialten können. Die Vizekanzlerfrage sei staatsrechtlich voll ungeheurer Bedeutung. Die Minister ohne Porteseuille seien eme Einrichtung parlanientarisch regierter Staa­ten und paßten nicht ohne weiteres ff'tt uns. .

An; dem Verfassungsausschutz des Reichstags.

Berlin, 27. Sept/MTB.) Der »erfaffung«- aue)cl)itf 3 d'es Reichstags nahm heute mit 15 gegen 12 Snmrneu den Antrag der Nationalliberalen, Fortschritt­ler und Sozialdemokraten an auf S tre i ch u n g des Schluß- satzes in Artikel 9 der Reichsversassung, wonach niemand zugleich Mitglied des Bundesrats und des Reichstags sein n ? ur m , 1 ^utrag stimmten geschlossen die Antrag- Itcller, tue Pvlen und ein Zentrumsabgcordneter. Dcr Ab­stimmung enthielt sich ein Zentruinsabgeordneler. Darauf vertagte sich der Verfassungsausschuß bis zun, 3. Oktober mt der Tagesordnung: Mitwirkung des Reichstags beim Frredensschluß.

Ministerialdirektor Dr. Lewald erklärte, der B u n d c s- r a t habe zu dcr Frage der Beseitigung des Artikels 9 Satz 2 der R -B. noch nicht Stellung genommen. Er empfehle neben der von dem Bertreter der fortschrittlichen Volkspartei angeführten Literatur auch die kürzlich erschienene Schrift des Professors Dr Kaufmann in Berlin:Bismarcks Erbe m t Reichsversassung" zu berücksickstigen, die den Ar- llkel9 Satz 2 ,ür eine der wichtigsten Bestimmungen unseres Grundgesetzes erkläre. Auch er glaube, daß dir Streichunq der Bestmkmung eine wichtige Veräicherung der Verfassung chrcm Bestehm darstelle. Falle diese Schranke, so könne die EnNvickclung dahin chhren, daß der BundeSrat künftig nur rwch eine Pro^ektwn des Reistages sei. älmlich ivie der Vanshaltsausichutz den kleinen Reichstag darstelle Trete dies em dann sei die Bestimmung der Verfassung, daß die Rcichs- gesetzgcbnng durch den Bundesrat und den Reichstag aus- gerrbtwerde, bedentiimgslos. nnd das Reich werde allein durch eme Kammer, den Reichstag, gelenkt. Der Bnndesratsbevoll- '''°ch/wte stimme nach den Instruktionen seiner Regierung. Artllel 29 dcr Brrfassung schreibe aber für die Mitglieder des Reichstages ausdruckluk, vor. daß sic an Aufträge und In- struftionen nicht gebunden seien. Es müsse fraglich erschei- neu, ob alle dtc, die jetzt für eine Acndcrung seien, sich auch wüiißht^i^'vgkstaltung bewußt seien und sie herbeizusühren

Aus dem Reiche.

MmdesratSbeschlüsse.

. 27. Sept. (WTB.) In der heutigen Bun­

de s r at s srtz u n g gelangten zur Annahme der Entwurf emer Verordnung über die Vornahnw einer Schweine- zwischenzählnng am 15.Oktober 1917, der Entwurf erner Verordnung über die den Unternehmern lanb- T r r r :t ^ £ 1 betriebe für die Ernährtt-ng der Selbstversorger und für die Saat zu belassenden