Ausgabe 
28.9.1917 Erstes Blatt
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Früchte, der Entwurf einer Vekanntrnachuna tetv 3nTTfrw, «t für Leim, der Entwurf einer Bekanittmachungbetr^ nahmen von Bestimmungen des HausarbeitsaeseKes vom *> Dez.-n.ber 1911 der Entwurf einer Verordnung b^?r. das Inkrafttreten der 88 3 und 4 des»Hausarbeitgesedes vom 20 . Dezember 1911 und der Entwurf einer Verordnung zur Adiinderung der Verordnung über Weintrester und Trauben ferne vom 30. August 1916. ^

Die prcuhische WrchlrechtSvvrlage.

Berlin, 27. Sept. (Privnttel.)Germania" rneldet. daß d«e prmißrsche Wahlrechtsvorlage tm Staatsministe r-ium noch beraten Iverde. Ihre Einbringung sei vvr Endr- Oktober oder gar -Anfang Roveinber n icht zu erivorden.

A»,r Stndtnd Land.

Eietzen, 26 . September 1917 .

Habt Acht!

Wenn tmserc Feind« immer noch jede FriedenSerSrteruna Von ßch wers-en und sich den Anschem geben, als cttuartrten sie iradx einen günstigen Kriegsausgaiig, so almibt bei ilmcu doch fei) verständiger Mensch mehr <m einen wirklichen Erfolg der Waffen Ms sie allein aufrecht erhält, ist die Hoffnung ans unseren inneren Zusammenbruch. Die Hunger- und Rohstoff-Blockche hat versagt, jetzt soll das Volk gegen Kaiser und Regierung ansgewiegelt werden Eine l^imliche Offensive hinter unserer Front ist im Gange Fort ,nährend ttrucknen Flugblätter ans, oft pur kleine imschrrnbarc Zettel, deren Herkunft nicht festMtstetteu ist, die aber schon durcl die Aufmaxlnmg verraten, daß sie aus dem Ausland stammen. El sind mehr Agenten und Hetzer am Werk, wie je zuvor. Wenn auch nicht ernstlich zu befürchten ist, das; der gesunde Sinn unseres Volke und vvr allem unserer Arbeiter in dem festen Wällen, zur siegen und mit allen Kräften durclnul-alteu, wankend fvivd, so heißt es doch, die Augen offen halten. Betrachtet jeden. der nun der Zwecklosigkeit weiteten Kämpfens spricht, mit dem arösjten Mischrauen. Rament lich auf die Ausländer, die sich auf den Arbeitsstellen an emb herandrängen und euch mißmutig machen, wollen, l>abet Acht. Beolxrchtet scharf und tragt nach Möglichkeit zur Unschädlüli, n!<>furg dieses Feind^^ bei.

Auch die Arbeitgeber und Werkmeister sollten genau priifen, ehe Unbekannte oder Ausländer eingestellt werben. Scharfe und dauerttdc persönliche Kontrolle in Fabriken und aus Arbeits statten ist vomröten, wenn dieser hrimtiickischstc aller An;chiffe ab^ Ogeschla.Ten werden soll. Diese letzte Hoffnarug unseres Feindes mul w «lschänden gemacht werben. Ist mich hier jeder wachsam an Posten, .wie die an der Front, tut jeder seine Pflicht un bnrrr und treu, damr ist der Sieg, der volle unbestrittene Sieg, unser!

Lebensmittel.

** Z u cker-Bevbr a u chs re g elu n g. Um eine bessere Verteilung des Zuckers an die Einwohner d<- Stadt Gießen durchführen zu können, wird das Bestell Verfahren and) für die Ausgabe des Zuckers eingasührt lieber die näheren Bestimmungen gibt die Verüsfontlichnn. im Anzeigenteil der heutigerr Rümmer Ausschluß.

** Nährmittel-V er brauchsreg e lung. Zu Durchführung eines einheitlichen Bestellversahrens sind fit bic Ausgabe der Nährmittel eine Anzahl Berordnungcü erlassen worden, die im Anzeigenteil der heutigen Rumnie. einzusehen sind.

** Die Anmeldung von Petroleum für ge schästliche Zwecke, larrdwrrttsck)aftliche Betriebe und Heim­arbeiter erfolgt in der im Anzeigenteil dieser Nummer bekwmtgegeberlen Weise.

*

** Aus zeichnung. Der Kriegs freit oiMge Unter offizier Hermann Sie der t erhielt das Eiserne Kren. 2. Masse. Die Hessische Tapferkeitsmednille ist bereits ii seinent Besitz.

** Ueberfahren. Gestern abend wurde eine Mere. vvr ÄÄ ? ^ Licker Straß« von eurem ^7 Elektrischen Straßandahir icherfaliren. Der Tod trat aus oer Stelle ein.

** Die Auszahlung der Familie,liknter-

t utzung e n cm bte Angehörigen der zum Heeresdienst Ein- e ufenen für 1. bis 15. Oktober 1917 bzw. für September ciatt. Siehe Anzeigenteil.

Stadt t hea I cr. ES fest daraus hinaetoirscii, das« für "«h Mte Plätze sowohl in, Dicirstag- wie tm di°^Mo?onnrmmt vorhanden smd Bis mvraen. Samstaq. lieaen rf? n .*« ffiinsttdjraxwff ,m der Musikalienhandlung von ^Zlier. Aeuemveg, ans; von, Sonntag ab an welchem ine Ausgabe der Abonnements beginnt werden tNianmewungen auf Abonnement au der Theaterkasse entaeaen wmommcn. - Die Eröffnungsvorstellung a.n 2 3! brimstals rn Tr ^^ 7 ^?bonnementsvorstellrmg SlMkespcar-esW inte r ..s? Ä ' Mrt diesem Werk ist vor ^l>n Fahren die erste Spiel Stadttheater emgeleitet warben. Da die dies- n ./En ^E'wwswrsl. lluiisi gerade ans HindeMrrgs 70. Ge- ^ ^stallet sie sich in gewissem Sinne zur doppelten Herr Oberbürgermeister Keller wird in einer

Hmdenbur^ bekannter Gebnrtstagsbttte zu 'entsprechen.

.Meldepflicht für gewerblichen Kohlenver- brauch , m Rio-vemb er. Wie im Juli und September, fordert u weiifboiiohlentoinmißar duvck! Bekamitmachung im Reichs'-- anz-eiger" vom 25. September 1917 die Ausfüllung vvn Melde- larben auch, ur der Zeit vom 1. bis 5. Oilober von allen gewerb^ irchen Verbrauchern mit einem. M^iatswerbrauch vv-n mehr -als' z-ih>n Donnen (200 Zrliitnern). Wier die Meldekarten nicht rechte zeitig abttefert, l-at keine AjuSiNit ans Bstli.eferung mit Kohle w'.chrenb des M>wats November, weil die .Karten als Grundlage für '7, Kolstenvertleilu'ng dien«: webdm. Der ,Meldepflicht nnlerliegeuj vre la'nldwirtsck.astlichen Mbcrnbetriebe, das lwistt solche Be- cuebe, die nicht lGegenstaivd eines selbstständigen getverblichenj tlnttruehmens' sürd, jvndern in wirtschaftlicher Abhängigkeit von nnm. laMvirtsch^ftlichen Betrieb 'von dessen Inhaber geführt werden . Ferner sind tnicht meldMichtig die gewerblichen tn-ctoe, die dem täglick.sm Unterhalt der Bevölkemmg dienen z- B to* Bäckereien, F-lrischereien. .Gasthöfe. Auch der Heizbedarf von Behörden, Schinl-en, .Bade-- und Kranckenanstalben, TlwatcrN uhjv sonstigen Anstalten äloüicher Natur ist nicht meldepflichttg. Fnr dce kommende Erhebung sind neu« Meldekarten mit rotem Ans- brnck und -der AufschriftOttobermeldnng" zu versenden. Sie sind zum Preise von 15 Pfennig in Heften und 3 Pfennig die Einzel- larte erb.iltlrch bei der OrtsLohlen- oder ^kriegswirttchastsslelle. Zerm Fehlen einer solchen bei der Kriegsamtsstelle. Die Bestmu- mnngen über die Mnssüllnng und Bebcmdlrmg der Meldekarten sind un wesentlichen die gleichen wie bei der vorigen Meldung. Reu sind Uli,ge Vorschriften, die die süddeutschen und sächsischen Berbrmrclxn mme alle diejenigen Verbraucher und Lie eoanten betreisen, die 'öhmische Kohle unmittelbar ans dem Ans lande bezi.-he». Diese Borschristen sind ans,dein Umschlag der Meldekarten glnchchlls an- '/»geben. ,Lieferer, die die KoUlen »»mittelbar von der Grube be-

Reichs-

omnussar in Berlin erhältlich sind. Die Sevtember-Meldekartcn 'ind im allgemeinen vollzählig und ahne große Verzögenrng.eiiw relausen. ^Rur durch verstaudnisvolle Zusammenarbeit aller Be­teiligten können allmählich die Gnindlagen geschaffen werden, welche 'ür eilte gerechte tlnd gleichmäßige Verteilung der Brennstoffe un- 'rläßlich sind.

** Au s dem Militärw'ochenblatt. Frhr. v. Eelking, Oberst, im Frieden beim Stabe des Iälf.^Regts. Nr. 117. in Benehmiglmg seines dkbschäedsgefuches mit der gesetztickMi Pelision ind der Erlaubnis zum Tragen dcw llnisorm des genaimten Reg-ts. nr Disp. gestellt. Befördert: Bel^r. Lt. d. Ref d. Jwf.-Rc'gts. Rr. 110 (I. .Frankfurt a. M.), Mim Oblt. mit Patent vom 15. Juli lB17.

** DäS Kreisbkati R< 166 enttiäkt BervrvMt'NgaL

über Preise für künstlickne Düngemittel ußv., Ausfuhr vo-n Pferden.

Kreis Lautertzach.

rr. Schlitz, 28. Sept. Gras Wilhelm von Schlitz genmnvtl von Görtz l?at dem aus Ersparnissen dc-s hiesigen Verein "lazarettö^ entstmidenenHilfsfonds für »wtleidende Krieger und deren 'All- gel?örigen im Amtsgerichtsbezirk Schlitz", der sich bereits aus über 20 000 Alk. beläuft, anläßlich,des bevorstehendeir 70. Mwurkstages von Hindcmblirgs 1000 Mk. überw-iesen. Znwi Frauzosen, die aus dem G-efaugeneulager in Niederzwehren bei Kassel elttwichen waren, trmrden beim nahen Hutzdorf voll ^Arbeitern lvieder dingfest, gemaclst und der hiesigen Gmidarmerie zugesülirt.

Kreis Friedbcrg.

,= Vilbel, 28. Sept. Das Hessisch)« Kriegszeichen in Eisen mhiclt der bereits mit dem Eisernem Kcmltz z-lveiter .Masse und der Hessischlm Ta Pfeiler tsw edail l-e ausgezeichmetr Untevossizier Karl Jvst vvn hier.

Starkellburg und Rhciilhessen.

HL. Darmstadt, 28. Sept. Hunderttausend Mark durch Velckäufe .erzielt hatte in diesen Tagen die Hessische Kicnst-'ÄuS- slellung Darmsladl 1917, ein Erfolg, dcm man geradezu al- einen Reliord bezeichnen kann angesichts der Ergebnisse'gleiZher %ctg ansl!altungeii früherer Jahre. Der Erfolg des UnteiTnehmens iu liach zwei Seiten ersrcnlich. Er sichert den durch die Not des Krteges vielfach in Bedrängnis geratenen hessischen Känstlern eiil-en ansehn­lichen, Ertrag ihres Schaffens.und erfüllt damit in vollem Maße den beabsichtigten sozialen Ziveck. Er legt aber an seinem bescheidimen Teil auch ein beredtes Zeugnis ab für das statl'e Kulturbedürsnis unseres Volkes, für die Tatsacl-«, daß wir lvirllich ein .Üdilttir- volk sind. Und schließlich spricht der finanzielle Erfolg auch für die tünstlerisclie Qualität der 'Ausstellung.

AkL'chlrehe Nacl-ikiehten.

ösraclitischc Neligionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge -Süd- Atllage). Samstag. 29. Sept. Vorabend: (>; morn : 8.30: abdS.: 6.20 u. 6.55. - Israelitische Rcligionsyesellschaft. Sabvatfeier am 29. Sept. Freitag abend 5.40; Samstag vorm. 8.00; nachm. 4.00, Sabbatmlsgang 6.55.

WitterunstSberichl.

(O c ff c n 11 i d) e c Wetterdienst.)

Ziemlich heiter, trocken,, nacksts etwas kälter.

Letzte N^ctzrrcdten.

Die belgische Frage.

^ Berlin, 28. Sept. DerBerliner LNälattzeiger" schreibt: Nach Pariser Presseäußerungen zu urteilen, muß in Paris, eine amtliche oder halbamtliche Verösfentlichnnr» erfolgt sein, wonach die deutsche Regierung den Papst über die Bedingungen, unter denen sie bereit wäre, di? Wieoer­herstellung Belgiens zuzugestehen, verständigt habe. Auscheß nend wird behauptet, daß eine ergänzende Note a i«&> Berlin n a ch Rom a b g e g a n g e n sei. In Meldungen, die aus der französischen Hauptstadt nach Basek'gelangt sind, ist von einer Verbalnote die Rede. Demgegeuüber wird uns an hiesiger maßgebender Stelle versichert, daß k e i n e zweite Note über Belgien an den Papst abgegaugcn ist. Man weiß einstweilen nicht, auf welckstr Grundlage die ge meldeten Pressestimulen beruhen. Auch in Hollaud ist, wie tms aus Haag berichtet wird, der Wortlaut dieser angeb lichen ergänzenden deutschen Note über Belgien bis zur Stmtde rwch nicht bekannt. In dieser Beziehung bleibt also wettere Aufklärung abzuwarteu.

® Haag, 28. Sept. Auch die e n g l i sch e P r e s s e be hauptet ,daß ttoch eine deutsche Verbalnote an den Papst bc steht. DieMvrning Post" spricht von deutschen Vorschlä gen zur Regelung Belgiens und von der Bereitwitligkeit Deutschlands, an Belgien Entschädigung zu zahlen.

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