Kein «efecht, sondern, Vev-rüder«ng.
Amsterdam, 14 . Sept. (VDS. Nichtamtlich.) „Allgemeen Haudelststah" meldet «es Petersburg vom 13. Sept.: Alexejew nn lowrt lwcft ferner Ernennung Kornilora aufgefordert, sich zu ergcorn Noch den Blattern ist der Kommandant der Kavallerie ^vrniMws. General Krymow, zur vorläufigen Regierung über- gegang«r. Die Bl ate sagen, boft zraischei' den Trupsien KorniLotvS uuo denen der rvrKrufigxn Regrirmrg kein Gefecht statt- gefunden bat, lrmdern daß sie sich im ttlegenteil verbrnder-- dm. — In Petersburg wurde eine aus 50 000 gut bewafsireteii bestehende Miliz ausgestellt, die dem Sovjet unter >^bt- Der Minister für LeL-etrsmtHttpe n'oxgimg hat die ersten Vor rate per Verteilung unter die BetEnmng gegen mäßige Preise er-, halten. i
^ Stvckhvlnr, 14. Sept. Die Meldrmg der Prtersb. ttcleg-radl-erragentur über Kewaiskis Da.Fesbefeh'l, worin Kor nUocys Pittsch als „gänzlich mißglückt" bezeichnet mrd weiter erklärt wird, daß die Verbrecher vor revolutionäre Gerichts gestellt werden, steht in strskteen Gegensatz zu indirekt zu gegangenen Mitteilungen. Es Mit aus, daß Kvrnilows vorrückende Truppen, die aus 13 Jnfanterierezi meutern, 4 Kosakenregimentern und 5 Batterien, darunter zwei schwere Haubitzen-Batterien bestanden haben, nach Ke- rensns Tagesorder f/ oiywt Blutvergießen" unterdrückt wor den sein sollen. Am ausfallendsten ist Mrenskis Schweigen über bie Borgänge in Moskau, ivo r«ssisä)en Meldungen zufolge 72 frühere DumamiLglieder mit Rvd- zranko an der Spitze bereits eine neue provisorische Regierung gebildet haben sollen.
Ermordung von Offizieren.
. . K o p e n h a g e n, 14. Sept. (WTB.) Aus Wiborg wird oerrchtet. Daß dort der Chef des in Finnland liegenden vierzigsten Armeekorps, General Oranowski, sowie der Festungskommandant General Stelemor mit fünf an- dereu ^heren Offizieren verhaftet wurde. Oratlowski Hatte sich am Tage zuvor geweigert, den Befehl Kerenskis auszufuhren und gegen Kornilow zu marschieren. Als sieben Oytzrere nach der Hauptwache geführt wurden, um vom Ar- berter- und Soldatenrat verhört zu werden, wurden sic von ^ner Gruppe Soldaten in die Mitte genommen, nach der Aa- Brücke geschleppt und ins Wasser geworfen, worauf .r e Soldaten sie beschossen. Alle sieben Offiziere wurden ge- wlet^Am Abend mußte noch ein anderer höherer Offizier, f eines Ulanenregiments, ihr Schicksal teilen. Zum Nachfolger Oranowskis wurde Hauptmann Jehsarww ernannt.
vie gestohlene» Leleoramm«.
Berlin. 14. Lept. (WTB.) Die „Wi*. Mlg. Ztg." schreibt: ^ .rc a u« der amertkanischen RsMe^rmg aufgefmtgeiren verössent- Itch^enDcpeschen des Gtchen LleB»rg nierden seirckllcherse^s auch werterhm nach Kräften M Hexereien gegen Deutschland Und Schwede n den u tz t. Alle BeEpmeeit können jedock) nichts an Der ^ttattack« ändern, daß dir Entente üemertei Recht hat, ent-' rarer zu sein. Das den Znlxüt der Tepefch n betrifft, so gibt er
ledlglrch per s önli che An sichteirund Vor schlägt des
T llbUtl , die tveder durch IinstruLionen der deut-
lchen Jtc&eunxQ mngenec[t nmrbai, noch zustiurmende Wcksimgen an vMMiMrwitrn tznr Folge gehabt haben, noch vrttfich auf die Ent- s ckMP moe« der Stesfenatg von EinGrß gewesen sind. Die lieber- S555> m Xcfegjnumnr vollzog sich unter arffer Wahrung der 'chwckns chrn N erttvcrlrtät Der deutsche GsßEe hatte das ^Üecht, die gcr oLn D iLUM SchtoodcnS in denvseiben Umßrng in Anbruch zu netzv>M, N»ed«Ä auch seivenS der Beveinigttm Staaten geschehen vökLoe«chtÄ«drig.e Mschnüxmrg DeultscUarck^ . von dem u verseers chen Rmhrichtewaenst vmcht die Br Nutzung fölche neutralen ^crtmttkm&rücfr: schkechttzin m einer SeLstverständttchkeit und kemrze ühnei das in dieser Hirnficht von neutraler SÄe gewährte GntgogeuLlluütam rächt als einen Skchdsbruch, sondern im Gegenteil ^ wrvektes FesthaLben an den völÄTrrechtlichen verbrieslrn VfciBmrjfäai. Daß die s chwedische Regierung von denr I n- der Depeschen keinerlei Kenntnis hatte, oerstebt Nch von selbst und ist auch tarn der Entente bisher nicht bestrütef^ pwckden.. Wo bleibr nun aä$o der Grund zu der allgemeinen Ent- rufiAng? E könnte sich doch hockLtens gegen die Person des deut-- sckpm Gesandten richden. Ist aber gerade die Entente bereck).tigt, sich w "ntctiw’t m zeigen ? Wer, wie England, Persönlichkeitei! von der des «aus der Casenrent-Tragödie bekän-nten Herrn Findlay Iito Mrn heutigen Tage stur würdig txadytet, die .Fnteresßm chres Baterbrndes rm MEntbe zu v-erttrten, der täte walnlich besser, uch nicht über fremde Wovtsünden zu entrüsten. Und wer Taten )ove üen „Baralong^-Falt und „King Steffen" aus dem (Genüssen lu*, oer solDe die Methoden Jwc deittMrn Seekviegsührwrg ersiens überhaupt Tritt grotz^c ücrirMMKm, kritssieren und sie ziveitens nach ver wrrMch ge,'Men P^rri^ mät oder nach Ratschlägen beur- teüm, die incht -den gerngKen Gd»kch «rf sie gewonnen baden Uweve U-Boot>Km7tt^<mdcr,rieii suchen Iristtirktumen, die in der ?lch- tung vor den Gesetzen bre Me,rschNchkeit bis an die äußerste Grenze ‘rr 'militärisch Zulässigen gehen, .und sie hrndeln auch nach diesen Weisungen, wie das eine UebeMlle vmr Beispielen dartnn kann. Das so«te augefichts der nmaOrm Entenebensowenig ver- <Tenctt ‘i iw jfcert 1 me Äkrs-rii>e d«ß es Engbrnd und niemicmd sonst
iixpc, der den afc eine vsn DrntsMbmb nrsvrünglich
nicht gewolktr hevaufbeschworen mrd seine tat
iräsiige DurchführmTg erz'NTurvgen hat.
Berlin, 14. Sept. (WLO.) Der Stvatssekretär des Auswärtigen Amts hat lieute die argentinische Gescrn.dtsck>aft, auf tete- graphischem Woge dem Gv«h« o. Luxvurg nach Buenos Aires dte Weisung zu MemMek», 7»sch Berlin *xcx m ün d- lichen Berichtersto-^ieng! Wer den dtnch die Veröffentlichung seiner TekeorMtme verursachen Zwischenfall m konrnren. Die argentitnsche Nessierlmg wurde dabei gebeten, freies Geleit für den Gesintdten zu erivirken.
London, 14. Sew -'Privattelegramm.' ,,Daily Cbronicl^ ^ rihrt aus Atenos Airesi Lurvnrg erhielt eine Frist von 2i ritimben, um das Land zu verlassen. Er geht nach Chile.
Der Pübet in BuerrsS Aires.
Paris, 14. Sept. iPriv.Del.) Havas mekbet aus Buenos Atres: Infolge der Veröffentlichung der amtlichen Bestätigung der Depeschen des Grusen Liuxvurg nimmt die Gärung lyiL Die FenettoMt und ze^Kreiche Pol-ei Mannschaften beschützt eit die deutschen GeMide uph die deutsche Das Kon-
sulat>der dfutsch»e KuS mch mchrereLäden wu rden gepläntzerL 'Mr Wünbe des deutscheu Klubs wurden in Bvand geft«kt. Dir Mss^meuge gsiff die Geßchästsräume der Zeitung „Union" mr. In Versammlungen verlangten die Sprcckur den Bruck) mit DeuH'Mand Der MnMeroat besckstloß, die Ent- rnüffung der AngelegetMit in Stockholm, Berlin und Washington abzumarben, ehe er ettdMltig Stelln.ng dazu nimmt. Bei den Künd- getwngen rMrden die SesMtsrä.rme der „Gazetta de Espona", drei Gafthsse, mehrere derMsche Buchhanblungen und Bvauereien cm gesteckt.
Bom italienischen Kabinett.
Bern, 14. Sept. (WTB.) Laut ,,Corriere della Sera" teilte fc; dem gestrigen tÜrtnifterrat bet Mtntfter des Innern Orlando mit, daß Corredini, der Kabinettsches des ^Mnisteriums des Imt«n, und Ligliani, der Generaldirektor der italienischen Batizei, ihr RnMrff«gesu.ch eingereicht haben. Ersterer infolge der Aussprache in dem vovigen Muisbwralr. Bei Schluß der Sitzung betonte B o s e [ [ i Me Nottoendigkcit, im Minister rat wie im Lande die Einigkeit zu erhalten. Da^ Blatt glaubt, daß durch
RLcktrlttssefuche die drohende Attnisterkrise oerhütet ttwr- den itz.
Das angedliche Friedensangebot Englands.
., ^ . Gkpt. (WTB.) In mehreren reichsdeut-
schen Blättern sind in dien letzten Tagen Meldungen von ernem angeblichen Frredensangebot Eng- \n n » n J ® eutschland anfgetancht. Die „Münchener Renest. Nachr." haben die Gerüchte dahin richtiggesdellt, . v etn solches englisck>es Angebot nicht in Berlin, wohl aber m Wren erfolgt sei. Wie die Blätter von maßgebender Seite erfahren, entsprechen die Meldungen dnrclstwea nicht den Tatsachen tmb müssen als jeder Begründung entbehrend bezeichnet werden.
Frauen-Versammlung in England.
Bern 14. Sept. MDB. Mchtarntlich.) Die von dern J n t e r-
nationalen Frauen-Friedensverband zum 8. Sep- tembar nach Man che st er eirrberuftne Maffenversammlung wurde ^ gleich bei Beginn verboten. Einer Zuschrift an den
„t/can a-este r Guardian" zufolge lautete die der Versammlung vor- zchchlaaende Entschließung: „Tie Versammlung ermahnt das Volk mefes Landes sonne die Demokratie aller Nationen, von ihren Regierungen die Eiickeitung sofortiger Verhandlungen für den Frie- den auf der ruffisck)cn Grundlage- „Kleine Annexionen, keine End- schadrgungen" zu^ verlangen." Aeh-nliche Frauenversammlungett haben kürrlrch in Leeds, Avrk, Birmingham, Glasgow und in anderen Städten chrttgechnden. Bei einer Versammlung in Bradford am 9 . September kam es zu Schlägereien. Tie Hanpt- sprecherm. Frau Snvwden, wurde, als sie empfahl, Teuffchland die versöhnende Hand darzalreichen, allgemein verhöhnt. — Eine von anderer ^>eite am 9. September in Bürdet Road. London veranstaltete Friedensversanrmlung wurde durch entlasjene Soldaten gewaltsam gestört.
* * *
Allgemeiner AuSftand i» Portngak.
r «"!. I 4 • ©Ci*. cWTB ) NichMmtl. Dem
Handelsbtad' zufolge erfälirt die „Daily Mail" aus Madrid, daß tn Portugal ein a l l ge m e i n er Au s sta nd begoniren hat.
alle Betriebe, auch Bankett und Bauernwirtschaften, unr- wßt Es erscheinen kerne Zeitungen. Der Belagerungszustand wurde verhängt.
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Die Stimmung
Budapest, 13. Seat. (WTB
rn Urrgartt.
In der heutigen Sitzimg des
Magnaten Hauses Machte der Erzbischof V a r a d y unter anderem gewijse Presse äutzerungen über D e u t s ch Land zur Sprach-, mißbilligte die'se ent)chicoen und erklärte: „Das Band, das u.ns mit Unseren deutschen Bundesgemysen verknüpft, ist kein schablonen- tzaftes. Dieses Band wurde durch das Knnernsam in Strömen vcr- gos',ene Blut und gemeinsam ertragerre Leiden besiegelt: indem wir derc Verdiensten unserer deutschn Bnndesgenossen die gebnhreirda Ehre geben, ehren w-ir uns selbst." Varadt) frchr fort: „Ich sehe mich zu dieser Aeußerung veranlaßt, um den iüngst getancir ?leus;e- rungen der Zeitungen, die Deutschland l«tresfen und dort Miß- verstänwüne liervorgerufcn haben, emtgtzgenAntreten." Er ivürde es ür ar»ge)ergt halten, daß solche Erscheürungen sich nicht lorederholen. Der Znitürimurig sei er genüß, daß die Regierung alles aus bieten werde, um' zu vermeiden, daß ein Schatterr auf gute Bundesgenossen geworfen wrrd. Der Redner schloß: „An unserer B'meivmlligleit. Frieden zu schließen, ist kein ZnTeifel Es ist aber zu fürchten, daß eine übermäßige Beton,mg unserer F r i e d e n s s e h n s u ch t beim Fecnde em Mißverüchdnis erregt Der Frieden wird nicht dadurch herbeigeführt, daß imr lmablsssig den Frredensrvunsch äußern, sondern dadurch, daß nnr unsere Herz«n tritt Krafi: und Ausdauer wappnen, drmckt sie den bisherigen Heldenmüt Ms ans Ende bewähren."
Die Antwort Deutschlands und Oesterreich - Ungarns auf die Papstnote.
Berlin, 14. Sept. Die Antwort Deutschlands und Oesterreich-llngarns aufdieNotedesPapstes soll dem Bertreter des Heiligen Stuhles am Sonnabend übergeben werden. Die Arrtwort, die jede der beiden Regierungen für sich verfaU hat, begrüßt ben Vorschlag des Papstes zustimmend und befaßt sich int b e i p f l i ch t e n d e n Sinne eingehend mit den allgemeinen Ansichten den Papstes zur Herbeiführung und Sicherung eines dauerhaften Friedens, geht aber auf eine nähere Erörterung der Friedensbedingurtgen in i t Rücksicht auf b i c Haltung des Bierverbandes und Amerikas n i ch t e i n.
Leekrkg.
Rene U-Boot-Erfolge.
Berlin, 14. Sept (WDB Amtlich.) Fm Sperrgebiet um England wurden wiederum eine größere Anzahl Handelsschiffe und einige Nschersichrzenge mit insgesamt 2 2 000 Vr ut tor eg ist er tonnen durch die Tätigkeit unserer ll-Boote vernichtet, darmrber dvr belgische bewaffnete Dampfer „Elisabclswille" (7017 Tonnen) mit Oel in FSffern v>om Kongo nach Fatmiouth, ein fvanMischer Segler mit Kohlen nach Nantes, ein Dampfer mit Erdnüssen von D akan wach Dü Erchen, ein unbekirnn ter beladener, in Sicherung fahrender Dampfer; ferner der belgische Fischkutter „Jeamet", die englischen Fischkutter „Unity" und Rosary". Dvn einem der U-Boote wurde am 15. September rm Nachtangriff in der Nähe der englischen Ostküste ein Kriegsfahrzeug vom Aussehert des Dbrp-edoka7tone-trb.ootes Haleyaitt" torpediert. Die Detonation des Torpedos wurde eiwvandfrei boobachtet. Ein uirderes U-Boot erzielte am 9. September im Aermelkanal einen Dorpedotresser aus einen kleinen Kreuzer der „Arabist-Klasse. Durch eine unmittelbar auf den Treffer folgende Munitionsexplosion wurde das Achterschiff des Kreuzers dicht hinter dem Großmast völlstärrdig abgerissen. Sinken der beiden Schiffe konnte von den betreffenden U-Booten nicht Mw dachtet werden.
Der Chef des ?ldmiralstabes der Marine. Die Wirkung des U-Boot-Krieges iu Englaud.
Berlin, 14. Sept. (WTB. MchtouEich.) Die Bedeutung des deutschen U-Boot-Krieges zeigt sich am deutlichsten tu der immer 'teigenden Hungersnot, die fick) in allen ans Engiland kommenden Briefen spiegefi. — Aus Hamilton wird am 6. Mai ßßrrietbßt, daß die Leute hall» verhungern und in den öffewtkichen Parks um Essen betteln. —> Aus Stockport wird am 13. Mai geschrieben: Die Beschasseirlmt des Brätes ist schrecklich. Man drängt uns ldauevnd, weniger zu essen. Dies Drängen ist überflüssig, berat es lMackst kein Vergnügen, das Zeug zu essen, das hart wie ein Back - 'tnn ist. — > Aus London wird atu 6. Juni geschrieben: Du kannst Dir nicht vorstellen, loas eirte Mülp wir haben, Lebensnckttel zu bekommen. GS ist unmöglicher denn je, Zmker zitt bekommen. Du toüvdest London mit den geschlossenen Läden nicht imebererferuten. Unsere Bäckerei ist jede Woche Mwittag rrnd Donnerstag geschlossetr iaw rmser Nestauvcmt schließt jdbm Mittwoch den ganzen Tag. Äd) au der Front scheint es rricht viel besser zu sein. — Em Brief vom 11. Juli erzählt: Fast an iehern Tag der Woche desertieren Leute. Einer, der Mt derr^elben Zuge lvre ich fuhr, ist schon entsprtmgen; und ich kann ihn nicht tadekr, denn wir be
kommen Nicht gerade viel Müsch, usä> hot g my o t Lohn - mmm0 iÄtt sich etwas zu kaufen, womit man sich am Lebt» a&BL . Be rn, 14. Sept. (WTB. Nichtanttlich) Aus tum einem »v- t eper U -Boote erbeuteten Papieve» eines englischen Schiffes geEE lZervor, daß in England auch großer Mangel an Steaer» leuten für die Handersschiffe herrscht. Auf dam Dampfer mußte ein Mann von 73 Jichra: als zweiter Qteatmam angemustert werden.
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Berlin 14. Sept. (WTB.) In der Zeit vom 1. Januar bis 31. August 1917 wurden im Mittelmeer mit den von unseren U-Booten vernichteten, bewaffneten Dampfern insgesamt nicht weniger als 226 Geschütze Der- senkt. Nicht eingerechnet sind in diese Zahl die Geschütze, dre sich auf versenkten Kriegsschiffen befanden, sowie solche an Bord von bewaffneten Schiffen, die durch Auslaufen auf Minen untergegangen sind. Unter den Geschützen befanden sich drei zu 12 Zentimeter, je eins zu 11,8 Zentim., 10,5 0 Zentim., 5,7 Zentim., 5 Zentim., zwei zu 10,2 Zenttm., 5 zu 10 Zentim., 42 zu 7,6 Zentim., 169 unbekannten Kalibers.
A«§ dem Relchk.
nächste Neichstagssitzung.
Berlin, 14. Sept. (WTB.) Die nächste Sitzung des Reichstages ist auf den 3b. September nachmrttags 3 Uhr angesetzt. Auf der Tagesordnung stehen zunächst nur RechnmrgSsackien, doch ist dem Präsü>euLen Vorbehalten, weitere Gegenstände auf die Tagesordnung zu setzen.
Aus Hessen.
0.2. Sitzung des Erweiterten Ersten Ans- fchusses der Zweiten Kammer. Am Dienstag, dem 18. d. Mts., und den folgettden Tag findet eine Sitzung des Erweiterten Ersten Ausschusses lKriegsauSschuffcs-» der Zweiten Kammer mit sol- geuder Tagesordnung statt: &) Dringlicher Antrag Urstcrdt. Obst- verwrgung: b) Dringlicher Attrag Henrich, Obst Versorgung:
e) Anfrage Adelung, Obstaufkaus der StL>te, a) Antrag Köhler, Abgabe von Brennholz: b) Dringlicher ^lntrag Eißnert, Ausfuhrverbot. a) Eiliger Antrag 1?ldelung, Kohlen verso rg ung; b) Antrag von Brentano, Kohlenknappheit. Eiliger Antrag Adelung, Gasverbranch: sehr eilender Antrag von Brentano. Brauer uwL. Gen. Entziehung von Zucker und Besttasirngen: Antrag Köhler. Berertstellung rvu Holz pp.: dringliche Ansiagc Breidenbach, KartoNeltzöchstpreis: eilige Anfrage Körell-Jng., Dreschen der Ernte, a) Eilige Anfrage von Brentmu) und Dr. Schmitt, Höchft- preis ftir Heu: b) Antrag Korell-Ing., Höchstpreis für Heu. Antrag Korell-^ng., Eie ratz liefermtg für 1918: Antrag Korell-Ing., Nahrungsmtttelverteilung: Anfrage Korell-Ing., Bolksschultmter- richt, Ainra^e Korell-Ing., Flurschaden in Ätainz: eiliger Alv- ttag Korell-Ing., Rückgabe der Butterrnaschinen: Anttag Koretl- I"g., Mainzer Uuiversitätsfonds: dringlicher Antrag Grünetvvld. Zuwntmenlegung der Oelmühlen betr.: dringlicher Antrag Wiegand. Mahnverfahren: Ansiage Dr. Osann, Besteuerung der Teuerungszulagen der Reichsbeamten betr.: Vorstellung des Deut-- idyen Vereins für Ton-, Zenrntl- und Kalkindusttie in Berlin, Stillegung der Ziegcleibetricbe betr.
3(tt9 Stadt unfe Land.
©icben, 16. September 1917.
Leberr-mittelm«rte«.
Für die Zeit vo>n 17 . bis 23. September 1917 haben nach- stehende LeoenSmittelmarken Gültigkeit:
Brotmarken der 38. Woche, gültig vom 17. 9. - 88. 9. 1917
Buttermarken , 38 . „ _ 17. 9. - 23. 9 . „
Eierrnarken Nr. 17
Fleischmarken . 38 . „ , , 17. 9. - 83. 9. ^
Wurstmarken, der 83 und 39. Woche, gültig vom 17. bi« 88. Septetnber 1917
Seffenmarken für den Monat Sevtenrber
Ein tt,»tausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein
Ersatz gervährt.
Rcnanmetdnngett und Anmeldung von Rengeboreueu haben nunmehr unter Vortage der nötige« Ausweise auf dem Lebeuümiitelamt zu erfolgen.
UmIige innerhalb der Stadt und M gzüge von Gieße« si»d in den zuständigen Bezirken anznmelven.
Geschäftsstuuden des Stadt. Ledensmittetamtc» von 9-12 Nhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
Markenausgabe kur Urlauber:
Sonntags von 10—12 Uhr vormittags.
** Ermittlung der Herbstkartoffelernte. Im Anschluß an die Bekmtntmackncng des Großh. Kreisamts vom 10. d. M. (Kreisblatt Nr. 158) ist eine neue Verordnung, die Ermittlung der HerbstÄrrtoffelernte betreffend, erschienen und rm' heutigen Anzeigenteil einzuseheir.
** Höchstpreise für Gemüse. Auf die Veröffenttichung der Höchstpreise für Gemüse im Anzeigenteil der heutigen Nummer wff:d hingewiesen.
** Auszeickm ung. Dem' Schützen Karl Nde wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen.
** Silberne Hochzeit feiern heule die Eheleute Heinr. Elges und Fnm, Besitzer des Gasthofes „Hindeitburg", Selter^ weg, in Verbindung mit dem 25jäl)rigen Geschäftejubiläum.
**Oefsentliche Einladung. Am 2. Oktober d. I. feiert Genevalfeldmarschall von Hirideribiurg seüren 70. Geburtstag, der durch eine würdige Feier begangen werden soll. Näheres siehe Anzeige.
** Das Ende her Sommerzeit. Gemäß Berordriung des Bundesrats tritt am 17. September 3 Uhr vormittags anstelle der Sommerzeit wieder die mitteleuropäische Zeit in Kraft. Um 3 Uhr tVrmittags wird die Ulxr auf.2 Uhr ztumckgestellt. Zur lleberleitung aus der iSommerzeit in trie mittel-enropLLche Zeit treten am 16. innd 17. September Ai.'ridenmgen in den Abslchrr^ und Aukunftszekt»! einiger Züge ein, mdfcte aus den in teil Bahnhöfen angeschlagenen Veröffentlichungen ersichtlich sind. Für iGießen kommt besonders der PlersonmrMg Pz 771 in B^trcE, der nachts 11.25 ch F-ixmkfurt a. M. abfährt, in Gichen 147 eintrifft, nach der neuen Zeit 2.56 lpÄterfährt und in Marburg 2.36 anlangt. — Ferner wird auf die Umstellung der Uhren hingen fmefen. Bei allen IHjren ckhire Schkagwerk können, ebenso rate bei den Dascheriuüren, die Oeiger ohne Gefahr rückraärtS getzrelri werden. Bei iHren gnit Schlagwerk P. ü\*£ jeiwch rn der Regel nickü ml>cki-ck: nur einige besondere Arten idie sogenannten Rechen- sckilagtr-erke sind derart gebaut, daß man die Zeiger ohne Do- schädignng des Merkes rückraärtSstellen kmrn. Deshalb bringt man Uchen mit Schlagraerk am besten daduTh auf die Mnterzeit, daß man sic eirce Sttrnde lang still steh« Mt. Wer keine z-«eite Uhr zum Bergler rbgur ,Hand !Hat, der steM am einfachsten seine Uhr ran Äs Stracken vor. (Dabei ist, um das Schlagwerk ttidft int Unordnung zu bringen, Au beackMn, daß man die Uhr bei jeder halben nnd krallen Stunde «erst aussctzlagen läßt, ehe man die Zerger ineiter dreht, Mven mit Kol^mderwerken, Signal- Zeltstempel-l«rren und dergl«ck)en MrzusteNen, bleibt meist die emsige Mögkchkeü, sie mildestens eine Stunde lang still st^hm zu lassen intd ,damr erforderlichensaNs durch Borrüchnt der Zeig« ans die riMige Zeit z«u stellen.
. . ** Wirtschaftliche Vereinigung Kriegsveschä- ^8 t er wie v, e n3. Am vergangenen Samstag fand eine außen- ordentltche Generalversamnilrmg statt. Für ein inzwischen wieder emgcz-ogenes Vorstandsmitglied mürbe zunächst eine Neuwahl vor- genommen. Ta der Verein bereits Wer lmndert Mtglteder zahlt. sZh man srch genötigt, ein anhere« Beremslokal. das mehr Raum metot, zu suchen, und zwar einigte man sich nach längeren Erört»


