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1.9.1917 Erstes Blatt
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Nr. 205

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Erster Blatt

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\bl. Jahrgang

Samstag. \. September;9iZ

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'vfätbd td«Ö<ö, außer Sonntags. Beilagen:

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3»Mngrn»«tddruck u. Verlag: Srühi'sche U«io.-8uch- «. Steindruckerri N. Lange. Schriftleitung. Sefchästrstelle n. Druckerei: Schulstr

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Wilsons Note an den Papst

wschemückbNS.

Äfflt tm Anftrug triefet Ski#: i# erfreuliche Kunde durci' die dcuts# Presse ging, in England Mien ernrae angesehene, bisher nrit Äsqnith eng verschworene liberale Politiker sichbekehrt" und von dein Ziel der Unterwerfnng .Deutschlands sich abgewundt, so. sollten wir dieses Wetter- reichen rricht zn hock^ ernschÄtzen. Wir wissen nämlich nicht, ob di« .Herren 'Alfred Spender und <$. H. Wells dabei auf das ovohende HinvgergesPenst blicken, wie wir es wt'mschen möch^ Leu, oder ob sie in der päpstlichen Anregung etwa eine neue Möglichkeit erkennen, den deutschen Michel mit der alten Methode des Propheten Wilson emzufarrgeu. Wilson hat, weil die Deutschen nicht schnell genug ans seine Bölker- frvederRsdemotratie eingrngen, zornig zum Gewaltmittel des Krieges gegriffen, um uns nrürbe W machen. Wenn aber nun die ainerrkaurschen Drohungen ebensowenig praktisch «wirkt heiben wie die neuen Offensiven ans allen Kriegs- 'pHnpÜihM warum sollte man da, so kannten die ;rfp7~h*rr" benfen, nicht die a l ten Versuche noch einnial anfmchmrn? Der Papst hat in seircer Note den Ideen von der Abrüstung und dem Weltschiedsgericht den ersten Platz ehtgcrchrmt und durchblicten lassen, llnge Diplomaten wüßten aus der Abrüstung auch etwas herausznschlagen, nxrs Entschädigungen glerckLonrme. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, daß auch Llloftd George dieser Gedanke ein- leuchtet, !und er wigd ihn aufs Tapett bringen, sobald er über­zeugt ist, daß es mit KeulenschlLgen und der groben Ein- schüchtQnrngsraktic nicht mehr lange weitergehen kann. Dann wird vielleicht auch die konservativeMorning Post' um- schwerckn und nicht mehr ausZerschmetterung' ' starren, ji mdbeext mit der UeLerlrstuugStakÄ liebäugeln. Wir können rrrtt dieser Entwicklung übrigens zufrieden sein, beim es wird damit erwiesen, daß England sich die großen, uns an- Mdüch so gefährlichen Backenzähne ausgebissen hat.

Dis Zeit mall an ihrem grandiosen Gemälde weiter und wird «S dem Auftreten des Papstes vielleicht d och nicht den Mittelssunkl machen. Der Friedensvorschlag harrt seiner Beantwortrargen, aber zugleich harren, noch ebenso wich- ikpj und dringliche Pwbleme ihrer Lösung. Rußland Ä, st, har seine Regierung ang^Dndigt^ den Brief des Papstes überhaupt nicht beMrtworten, da in der romrschen Änräguug jede Erwähnung Rußlands überhaupt fehle. LerenÄi hat ernstere Sorgen. Er kann solche Geduldsproben, rnternationallr hlungnahnre kaum noch mitnvachen. So verfolgeir wir denn in Rußland Geschehnisse, die den Ab­sichten des Papstes vorauswirken werden. Die Moskauer Konferenz, die am Sonntag begonnen hat, sollte, so er­klärt« Kerenski in seiner Echöffnungsr^e, der ganzen Well zeigen, wo Rußlands Hoffmcngen Und morgen liegen. Es ist twmerckenswert, daß ans dieser Konferenz mit den Sorgen and Gefaben, denen das Niefenveich entge-gengeht, gar kein Versteck gespielt wurde, während alle VÄt ratlos darüber sein wird, wo denn nun für Keren ski oder irgendeinen ruderen Regierenden Hoffnungen Herkommen sollen. Ganz besonders interessant und bezeichne: cd für diese Lage lvar vre d^s Generalissimus Korniloff. Er stellte das Ziel der WiederaufrichtMvg des Heeres auf und gab doch' im selben Adern zug dem bellermuendsten Pessimismus das Wort. Er malte der Bersainmtnng die grauenhafte Zerrüttung des ruffrschen Heeres aus. Dennoch will er mit eiserner Energie das Unmögliche möglich machen, will die Befehls gewalt der Offiziere und Unteroffiziere wiederhergestellt wissen und mit den verderblichen Machenschaften der Arbeiter- nnd Soldatenräte, mit ben Einmischungen der , Regimen tsauS- schüsse" in die Pläne der Kriegführung aufränmen.

Inwiefern geht Korniloff in seinen 2lbsichten mll Ke- rewsdl zusammen? Er will, wie dieser, eine starke Regie- rurpgsautorltüt und daneben ein Heer, das die Staatsgewalt stützt. Der russische Vtinisterprcksident scheint über die näch ­sten Gefahren nicht hrnausgreifen zu können und auch nicht zu wollen. Er will die von oben icnd von unten drohend^ tÄegenrevolution bannen. Die Freiheit seines Wollens und Handelns ist mit vielerlei Fesseln belastet. England diktiert chm seine Gesetze. Das für Kevenski Nächstliegende wäre die schleunige Anbahnung des Friedens mit den Mittelmächten. Aber er konnte seine Grundsätze nicht verwirklichen, er steckt zu fest im englischen Netz. In diesen Tagen ist verkündet rvorbei!, die provisorische Petersburger Regierung habe die Verpflichtmm des Londoner Vertrages, leinen Sonderfrie­den abzuschüeßen, auch aus sich feierlich übernonrmen. Wieso Keveirski Sondcrßrüedensvorschlage der Mittelmächte abgelehnt hat, was an seiner Erklärung, auch ein anderer Bundesgenosse habe in der letzten Zeit Deutschland einen solchen Korb gegeben, wahres ist, das ist dunkel geblieben. Der russische Minister machte nur Andeutungen, und die Nordd. Allgem. Ztg.", die daraus antwortete, sprach von Fälschungen und Entstellungen, erging sich aber gleichfalls »richt in Einzelheiten.

Der Moskauer Kongreß soll mix einen klärenden, be­ratenden Charakter haben. Er nürd Feststellungen treffen, aber keine Entscheidungen fällen. Vielleicht hat Kerenski die Mesenzahl der Delegierten so zusammengesteltt, daß die Stimme der Konferenz ihm eine Stütze sein kann. Möglich auch, daß er sich verrechnet hat oder daß die ganze Ver anstaltung nichts weiter darfdellen wird als einen Appell an Englands Erbarmen. Schon jetzt ist ja bekannt, daß die für diesen Monat geplante Einberufung der Konstituierenden Verscmrmlung in den nächsten Wochen, nnd vielleicht in Monaten, unmöglich ist, !veil die Wahlmänner noch nicht au.fgesteltt worden sinv und sich nicht absehen läßt, wann die weitschiä)ltigen Vorbereitungen getroffen sein können.

In der deutschen Politik haben ein paar Bemerkun­gen des Reichskanzlers Aufmerksamkeit erregt. Er hat dem Siebener-?lusschuß, oder, wie er jetzt heißen soll, demAus­schuß beim Reichskcrnzler", dargelegt, tvie er sich diese neue Einrichtung denke, die versaffungsrechtlich nichts Bindendes liedeute. Tue Parteivertretc'r sollen in diesem Ausschuß nicht mit gebimdener Marschroute erscheinen, sie sollen zwar selbstverständlich im Sinne der Politik ihrer Partei tätig sein, aber nur die Gesamtheit des Ausschusses soll das 'Recht haben, über Besprechungen 'und etwaige Ergebnisse selb­ständig öfsenllich zu berichten. Der Reichskanzler stellte fest, daß die Fraktionen mit dieser Auffassung einverstanden seien. Zugleich hat Dr. Michaelis den klugbedachten Schritt getan, demselben dlusschuß auch sieben Mitglieder des Bun­desrates b-eizugesellen, womit demselbeir Ziele gedieill wird, in den wichtigsten Lebensfragen des Reiches volkstiimliche Politik auf breiter Grundlage zu machen. Die Mischung aber, in der Rot und Schwarz vorgehexrscht hätten, wird in dem Vierzehner-Rate doch etwas genießbarer. Der Reichs­kanzler schernt wirkM- entschloffen zu sein, die Führung nicht einfach! der Mehrheit des Reichstags zu überlassen. Darüber gerät dasBerliner Tageblatt", das denLeichf- nam des neuen Llusschusses" am liebsten gleich! einschiarren möchte, in heftige Aufregung, allein es sind^ nicht die schlechtesten Kräfte in den liberalen Parteien, die vor dem Kurse der Mehrheit des Reichstags immer offener und lauter warnten. DieKöln. Ztg/' erklärt z. B., sie erhalte jetzt fast täglich Zuschriften, die die Politik der Erzberger und Scheidemann, den Reichskanzler zu ihrem Geschäfts­führer zu erniedrigen, das Vertrauen zu ihm im Volke zu untergraben, noch bevor er recht gezeigt hat, was er will, scharf verurteilterr und Krrückwioscn.

bei Podlesee, Madoni. Brjwf und auf den seit sieben Tagen im Mltelpunkt des JsonMNiTkAns stehenden Monte San Gabriele. Mit außerordentlicher Zähigkeit ließ der Feind Angriff ans Angriff folgen. Wieder war cs der Tapferkeit und AuÄlauer von Trnpprnverbänden aus allen Teilen Oesterreichs und Ungarns zu danken, daß in hin- und her­wogender Schlacht sämtliche Stellungen siegreich behauptet wurden. In stundenlang währenden Nahkämpfen fanden Manneszucht. Gefechtsmoral und auf gründlicher Ausbil­dung fußende >mmpftüchtigkeit wieder einen untrüglichen Wertmesser. Dol! frisch fortlebenden Angriffsgeistes holten abends bei Britof, als der Italiener von seinen Anstürmen etwas abließ. Misere Abteilungen 3 italienische Offiziere, 119 Mann und 2 Maschinengewehre aus den feindlichen Gräbm. So war auch der 14.Schlachttag fiir unsere Trup­pen ein Tag des Erfolges.

In Kärnten keine besoirderen Ereignisft. Au der Süd­tiroler Grenze, nordwestlich Bezzecca, entrissen wir devi Feinde einen StützMnkt. Was von deii Italienern nicht um- kam, wurde gefangen abgeführt.

Der Chef des Generalstabes.

<WTB.) Großes Hauptquartier, 31. August. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Krouyrin; Rupprecht.

In Flandern steigccre sich die Kampftütigkeit der Artillerien an der .Küste und Mischen Yser und Lys erst gegen Abend, dkachts kanr es mehrfach zu Zusammenstößen rm Vorfeld unserrr eine Anzahl Engländer

unrrde gefangen.

Im Artois entivickelten sich nördlich von Lens örtliche Känt.pfe, die bis zur Dunkelheit andaucrten.

Südwestlich von Le Catelet entrissen Jägerkompag­nien den Engländern einen Teil ihres neulichen Gewinnes. Zahlreiche Gefangene sind eingebracht worden.

St. Quentin lag wieder unter französischem Feuer.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

In der östlichen.Hälfte des Chemin dcs Dümes-Rückens war die Feuertütigkeit lebhaft.

Vor Verdun ging das Zerstörungsfeuer auf beiden Maasufern abends wieder in starkes Artilleriefener über, ohne daß es bisher zu neuen Angriffen kam.

O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

HeeresgruppePrinzLeopoldvonBayern.

Nordwestlich von Dünaburg stießen russische Strcif- abtcilmrgen unter Feuerschutz bei Jlluxt vor. Unsere Graben- besatzmig schlug den Feind zurück. Ebeuso vergeblich blieben russische Nnternehmungen am Naroczsee.

Bei Skalan setzten einige unserer Kompagnien über den Zbrucz. brachen in die russischen Linien, ein und kehrten nach Zerstörung der GrMenanlagen mit Gefangenen nnd Beute über den Fluß zurück.

Zwischen Dnjestr und Donau ist die Lage unverändert.

Mazedonische Front.

Bei großer Hitze hielt dre gesteigerte Gefechtstätigkeit an. An der Docropolje wurden serbische Abteilungen, südwestlich des Doirml-Sees englische Bataillone unter schweren Ver­lusten abgewiesen.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Berlin

unverändert.

Der Abendbericht.

3t. Aug., abends. (WTB.

Amtlich.) Lage

Der vfterreechisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 31. Ang. (WTB. Nichtamtlich) Amtlich wird verlautbart:

O c st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Bei Skala in Ostgalizien stießen unsere Sturmtrupps mit Erfolg in die feindlichen Gräben vor.

I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz.

Triest wurde gestern mittag zimr vielten Niale von feindlichen Fliegern angegriffen, ohne daß nennenswerter Schaben entstanden wäre.

Auf der K a r st ho ch f l ach t war es verhältnismäßig ruhig. Jur Raume von Görz zwang den Italienern der opferreiche Niederbruch ihrer letzten Angriffe eine Kampf pause auf. die von uns dazu benutzt wurde, einige noch ver­bliebene Feindnester auszirheben. Elwnso kam es nördlich von Kal, nachdem am Morgen noch einige EinzelsGße des Fein­des gescheitert waren, tagsüber zu keiner größeren Kampf- Handlung. Nm so ungestümer warfen sich die italienischen Divisionen neuerlich auf die Mischen den eben genannten Abschnitten sich ansdehaende Front, auf unsere Stellungen

Wilsons Note an den Papst.

DieKöln. Ztg." bringt ÄegrLyhisch ans Amsterdam im Wortlaut die Antwort Wilsons auf die päpstliche Friedensnote. Danach lautet sie:

Seiner Heiligkeit Bendikt XV.

Nach Kenntnisnahme Ihrer Mitdeilmig an die ftiegführendev Völker am 1. August beauftoaat mich der Präsident der Vereinig­ten Staaten, ihnen aus diesem Anlaß folgende Antnvrt zu senden:

Wer nicht mit Blindheit geschlagen und wessen Gefühl nicht durch diesen schrecklichen Krieg abgeftuinM ist, muß durch die rührenden Worte Ihrer päpstlichen Heiligkeit betroffen sein,^ die Erhabenheit imd Kvaft der menschenfremrdlichen und edlen Gefühle empfindend, die in derselben Anregung zum Msdruck kommen. Jedermann muß feurig wünschen, daß loir tatsächlich den Weg zum Frieden einschlagen, den Sie uns mit so großer Ueberz-eugung zeigen.

Es wäre jedoch verkehrt, diesen Weg ein-uschilaaen, warn er nicht Au denr Ziele führen sollte, das Sie uns anweisen. Die Ant­wort inuß sich aus eine scharfe Beurteilung von Tatsachen gründen und nichts anderes. Es ist nicht nur ein Waffenstillstcmd, der erstrebt wird, sondern ein beständiger und dauerhafter Friede. Schrecknisse wie diejenigen, die loir jetzt erleben, dürfen nicht wiederkehren, und es gilt, genau und kühl zu überlegen, wie wir uns dessen vergewissern können.

Eis. Heiligkeit schlägt mm hauptsächlich eine Rückkehr zum Status qno ante bellum vor, eine allgemeine Vergebung, eins Abrüstung und ein Völkerleben, das ans der Anerkennung des Grundsatzes der schiedsrichterlick)en Entscheidimg beruht. Sie schla­gen vor, daß dabei die Freiheit des Meeres gewahrt bleibe^ und kraß über die Gebietsfvrderungen Frankreichs und Italiens, sowie über die mißliche Balkanfrage und die Hefftellung Polens mrd über Verhandlungen entschieden wird, die sich so versöhnlich wie möglich gestalten, int Hinblick auf das Zustandekommen des neuen Friedens, wobei auf die Bestrebungen der dabei in politischer Hin­sicht und durch Stammverwandtschaft beteiligten Völker Rücksicht zu nehmen wäre.

Es ist klar, daß kein einziger Teil dieses Programms mit»Er­folg aus geführt werden kann, wenn die Herstellung eines status quo ante dafür nicht eine feste und befriedigende Grmidlage abgibt. Ter Zweck dieses Krieges ist, die freien Völker der Welt von der Bedrängnis und der Gewalt % u erlösen, die gegenwärtig imter dem Vorhandensein einer uin fangrci chen militärischen Gemeinschaft, untW der Herrschaft einer nicht verantwortlichen Rea­gier ung bestehen, die, nachdem sie ini geheimen einen An­schlag e r s o n n e n hatte, um die Welt ihrer RLacht zu unter­werfen, zu der Ausführung dieses Anschlags überging, ohne Achtting vor den heiligsten Vertragspslicksten und den von jeher feststehend geregelten imd liochgeheiligteu Grundsätzen der inter­nationalen Beziehungen: die den Zeitpunkt für den Krieg selbst bestimmte, ihre Schlüge wild nnd plötzlich austeilte und sich duröi keine Sckwankc von (besetz oder Mitleid abhalten ließ, einen ganzen Kontinent mit Blut tränkte nicht nur dem von Krjegern, sondern auch von harmlosen Frauen und Kindern und hilflosen Armen, und die jetzt enttäuscht, aber nicht geschlagen als Feind von vier Fünfteln der Menschheit dasteht.

Diese Macht ist nicht das deutsche Volk, sie ist dic rücksichtslose Beherrscherin dieses Volkes. Es ist. nicht mpere Sache, wie dieses große Volk unter diese Herrsckia^. geriet oder sich ihr init vorübergeherrdem Gefallen unterwarf und sich ihren Zielen dienstbar mackste. Allein an uns ist es, dafür zu sorgen, daß das Geschick der übrigen Welt nicht lÄrger «m der Ausübung dieser Macht abhängig bleibt.

Eine solche Macht auf friedlichem Fuße zu be­handeln entsprechend den Vorschlägen (Äv. Heiligkeit, wiirde soweit wir zu sehen vermögen, die Herstellung ihrer Kraft un d ein e Erneuernng ihres Verhaltens zur Folge hsa ben und erfordern, daß eine dauernde Vülkervereinigung gegeir dao deutsche Volk als das Löerkzeug jener Macht gebildet winde. Es würde datziu führen, daß das neugeborene Rußland wieder den Ränken, den inmmigfachen listigen Einmischimgen und der unver ineidlichen Gegcnrevolulioir prersgegeben würde, die durch all die bösartigen Einflüsse lietrieben würde, gn die die deutsche Regie­rung die Welt gewöhnt hat.

Läßt sich ein Friede begründen aus der Herstellung ihrer Rtacbt und aus cnn Ehrenwort hin, das sie in einem Vertrag zur Verstau - digung und Ausdehnung erteilen unrrde'? Die verantwortliäunr Staatsmämier müssen jetzt überall einsohen, lvenn ^ ihnen nicht schon voriger klar war, daß kein Friede m i t S i ch c r h c i v aus politischen und volkswirtschaftlichen Grund lagen errichtet werden kann, die ergeben, daß gewisse Völ ­ker b e v o r zu g t u n d a n d e r e g e l ä h m t o d c r g e s ch w ä ch r

werden und daß in strafender Weise vorgegangen oder Vergeltung und vorsätzliches llnrecht gei'lbt wird.

Das a m e r i k a n \ \ ch e V v l k hat durch die Haudlungen der deutschen Reichsregierung ein u n e r t r ä g l i che s Unrecht er-