llr. M Swetter Blatt
Erscheint täglicks mit 31uSnol)me des Sonntags.
\bl. Jahrgang
Beilagen: „Giehener Samilienblätter" und „Kreisblatt für den Kreis Gießen".
Postscheckkonto: Frankfurt am Main llr. N68-. vankoerkebr: Gewerbebank Giehcn.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhesfen
Keitag. Z. August ,9,Z
ZwlllingSrundoruck und Verlag: Brühl'jcheUnrversitäts-Buch-n.Ständruckerci.
R. Lange, Gießen.
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Schriftlenung: 112.
Anschrift für Trahtnachrlchlen:AnzeigerGie»ell.
Aus Stadt und Land.
Dießen, 3. Auguil 1917. l' $ c . Per so na Ina ch r i cfet e n.' Ueberttagen 5? ^ : >suh der e>d};utamtsasprrantni Therese Becker ans wnicnfecm eine Leiterin stelle an der Volksschule zu Klein-Krotzen- Attenbach. - Cvit äen Ru bestand oersetzt wurde am t 4. wSt '-'C'bcei an der Volksschule m Salz im' Kreise Lauter- 0, ‘ ö,if ,£ ^ u Nachsuchen mit Wirkmra. vom 1. Vlwm >.1917 öh. — Gr.lediat ifc ibic Stelle des Reoisfeus- k.a i rolleur s fei dem Hanptste'veraint Gießen und Bezirkskassiers der BtzElafse Mainz-Kastel.
un ^ualnachrich t e n der König!. Eisenbah n-
Mrerlronl Frankfurt a.Ml. Im Namen der Großh. Hess. Regierung rn der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast im ^con>t 1917 erfolgte (Ernennungen und Beförderungen: zum 1 • -M.. Bahnmeister Kern in Haiger, zum Eisenbfe Assistent. Kom Eis-Ass. Wagenbach in Frankfurt a. M.-Rö- velhemr, zum Lokomotivheizer: Hilfshei^er Engel in Friedberg, znm Stattonsfchaffner: Schaffner Hinkel in Frankfurt a. M ^ Der Gebührensatz der La nd e s ob st st e lle. Der Zwe^verern Gießen vom Noten Kreuz schreibt uns: .m letzter Zeit ist in der Oeffentlichkeit wiederbolt aus-, gespvochen morden, daß die Landesobststelle von der auf redesPftlud verkauften Obstes erhobenen Gebühr von 10 Pf. W Pf. an das Rote Kreuz abliefere. Das Rote Kreuz iit sieht sich deshalb zu der Feststellung genötigt, daß eine solche Vererirbarung weder Mischen ihm noch zwischen dem Larwesverern vom Roten .Kreuz in Darmstadt uird der Landes-obststelle getroffen worden ist. Eine derartige Etn- vrctftung rst nicht einmal in Erwägung gezo«gett, mrd es wird deshalb hrerniil mit aller Entschiedenheit dieser Meinung entgegengetreten, die schon viel berechtigte .Kritik gefunden hat und sofort bei ihrem Auftreten in der Presse, sowohl berm Roten .Kreuz hier, als auch bei der Zentrale in kDmrmstadt großes Befremden erregte. Eine solche Auf- sassuny ist um so bedauerlicher, als sie in besonderer Werse geeignet i st, dem Roten Kreuz Sympathien zu entfremden, und jeder, der zu ihrer Richtigstellung beiträgt, wrrd darum die allgemein anerkcrmtte segensreiche Arbeit des Roten Kreuzes unterstützen, dessen Tätigkeit ja leider von Anfang an rnrmer lvieder unter falsch wiederaeaebenen Mitteilungen r zu leiden hatte.
^*2. ®\ x Befördernngsschein. Die Landesobst- stelle für das Großherzogtrmr .Hessen teilt mit: -Hessische GelostVerbraucher, die Obst unmittelbar vorn Erzeug erbezrehen wollen, haben sich unter Vorlage der rebensnrrttelrarte oder einer Bescheinigung der Büraer- mersterer ihres Wohnortes über die Anzahl dex versorgungs-
Eres Haushaltes an den für den Versandort zuständigen Kommissiorrär der Landesobststelle zu wenden. Dieser ist angewiesen, unter Eintrag der zur Beförderung an den Selbftverbraucher fteizüqebenden Menge (höchstens 2o Pfund auf die Persou) deu Beförde- rungsschern auszusteNen. Für den Beförderungsschein wird ecne ^'bbuhr von 30 Pfennigen erhoben. Im Jnter- Eerraschen Erledrgnng der Gesuche empfiehlt es sich, diesen Betrag in Bmefmarken dem Antrag auf Ausstelluna eines Beförderungsscherrves beizulegen. Bis auf weiteres kann auch Spa tob st nicht in größerer als der angeführten auf Besor de rungsscheine hin bezogen werden. Eine ^Höhung dieser Menge ist beabsichtigt. Es steht indessen noch nicht fest, ob sie-durchführbar sein lvird.
.c) kommenden Sonntag, nach mittaas
^ ^ Turnhalle am Oswaldsgarten eine Bezirks- bortprn^stun Vesta tt. Geturnt wird der Ilebungsstoff für das dies- 1-cchrrge Gauwetturnen.
che Lazarettzeitung Nr. 49 enthält folgende Beitrage: Heimat o Heimat von Rich Kräh Schnee-
lichter von Fritz Haberl, Wichtige Versicherungsfragen, Der er taubtc Kriegsbeschädigte, Gesellige Forderung int Lazarett, Bücher- w)au, Lazarütberatung, Vom deutschen Geist, Scherz und Rätsel. ~£-Zl c % encr Beilage bringt: Der Sensenklopfer von Fr. Einer, Grundfragen zum Frieden. Ein neues Hindenburgbuch von Hermamt Haupt, Stelleu für .Kriegsbeschädigte und Verivuu- detenunterrickt.
, ** Vertilgt die Eier des Kohlweißlings. Nochfest ev Bett, an dte Vertilgung der Eier des Kohlweißlings zu gehen, wenn aber hiermit noch gewartet wird, alsdann ist die ja in liefe Gemnseerilte in Frage gestellt, denn die Gemüsepflanzen sind derart voll von Erern des Kohlweißlings, daß, wenn diese nicht vernichtet werden, auf einen Ertrag an Weißkohl, Wirsing usw. nicht zu rech - nen ist. Wir weisen daher nochmals darauf hin, daß die Vertilgung der Erernester vermittelst emes kleinen Hölzchens leicht geschehen wnm. Wir nröchteii auch nochmals die Schulfugend ausfordern, dem Kohlweißling selbst, den Mm sogar in den S'traßeii der Stadt zu Dutzenden fmgen kann, zu Leibe zu gehen.
Nach Solde drängt-am Solde hängt doch alles auch in diesem Kriege!
Die Goldankausstelle
in den Räumen der BeZirkssxarkasse Gießen ist morgen von (0 bis \ 2 % Uhr geöffnet!
Landkreis Gießen.
* Gründer g, 3. Aug. Das althistorische, unter Denkmalschutz stehende Anwesen deS Herrn H. Weber II., am Marktplatz, wurde von Herrn Christian Büchner aus Frankfurt-Oberrod samt den dazugehörigen 62 ?)dorgen (Mtft und sämtlichem toten unb lebenden Inventar käuflich erworben. Die Hebern ahme ist bereits am 1. August d. Fs. erfolgt. Tie VerkaufsuMerhmdlungeit wurden durch die Jmmobilienfirma Carl Wagner, Frankfurt geleitet.
U. H euchel heim, 2. August. Jü der letzten Iuliwoefe wurde die wlf unserem neuen Rathaus rm Jabre 1894 angebrachte Glocke abgenonimen, um ihrer neuen Bestimmung entgeoen- geführt zu iv'evdeu. Zu linserer Freude hören wir aber, daß die Äirchengloäen vorläufig der Gemenidc erhalten bleiben sollen Vermögen wir zwar bei der kleinsten der drei Glocken, weil im* schriflos, nickst auf ihr Mter zp schließen, so verraten ms doch du- beiden anderen unr so deutlicher, daß sie laut Jwschrist im Jahre 1452 bzw. 1454 gegossen lvnrden. Als Inschrift trägt die größte Glocke die Worte: Sancttls Martnms fefe ich, alle böse Wetter vertreibe ich, Meister Delemann Hachenburg goß mich, 1452- an der mittleren Glocke lesen wir: Zur Elire des heiligen Herrir läute ich, 1454. Daß Heucklelheim bei Einführung der Reformatton im Jahre 1530 schon seine Kirche besaß, bezeugt uns mit Gewißheit Der m der Kirche alifbewahrtc und imter Mtcrtumsschutz stehende Hochaltar.
i crY^-?^ a i n M ar ' 2. Avg. FlMker Ludwig Schlapp, seit 1. ucai.ds^ ^zs. tm' Felde, erhiell das Eiserne Kreüz md wurde vor einigen Wochen znm Gefreiten befördert.
Kreis Lauterbach.
cm „ ** uellers h a u f e n, 2. Aug. Unteroffizier Reinhard Ncullcr von feer erhielt wegen Tapferkeit vor dem Feinde das Vchsffche Kriegsehrenzeichen in Eisen, und bereits früher das Efferne Kreuz und die Hessische Dapferkeitsmedaille.
Kreis Schotten.
c,n Den .Heldentod fürs Vaterland starb
JJcuMemx Hermänn Strauß, beteiligt an den schweren Kämpfen M'u^er Peter Lamm gilt als vermißt. — Schon fett Pfingsten hat Laubach als Erholungsaufenthalt für Sommergäste eiE guten Zuspruch zu verzeichnen. Gaftbänscr tuie Prrvatwohnungen stnd beständig besetzt. Im (dasthaus „Zum Solm- fei- Hof find 30 SchuMuder aus Gießen unter ?lufsicht ihres
Aunft «no rvlssenschatt.
Ibsen und seine Modelle.
rt- ^orwegische Ibsenforscher John Paulseu macht in „Tidens
anzrehende Mitteilungen über das Verhälttns 'Ibsens zu fernen Vwdellen, Die Frage, inwieweit der DickUer das Recht hat, übende Gestalten zu Modellen seiner Dichtung zu benutzen, hat ^dsen Ze-rt seines Lebens lehr beschäftigt, besonders seitdem er in dem Rechtsanwalt L>tensgaatt> im „Bund der Jugend" sein be- SS?? Mörnsou-Porträt entworfen hatte. Björnsou hat ihm Es sehr ubelgenommeu, doch hat er dazu um so weniger Recht, als et selbst spafer, besonders in „Absalons Haar" und in „Paul und Thora Parsberg", sehr bekannte Persönlichkeiten des I^vegisck^i Lebens als Modelle bemitzt hat. Derselbe norwegische Pottttker Richter, der Björnsou als ^Aodcll für Paul Lange gedient hat, ist übrigens pon Ibsen auch Ur manche Züge seines >Llmtsg<mrd bermtzt worden, dem außer Björnson imd Richtst auch noch der Minister Sverdrup Züge geliehen hat. Eines seiner -Hauptmodelle war für Ibsen — er selbst. Dieser große „Selbst- a 3J?r* n J r ?°t. Seelenleben unaufhörlich beobachtet.
„Brand bin ich selbst in meinen besten ?lugenblicken," so hat er ^nnmal bekamit, uiid auch in den Gestalten des Per Gyut, des -Kcnsets Juttaii und später des Hjalmar Ekdal in der „Wildente" finden ,i-ch zahlreiche Züge aus Ifeens eigener Persönlichkeit Hat er mfer jemals versucht, in seiner Dichtung ein Vvllbildnis 9ebensta, afe>r bezeichnenderweise nur von der SchEMeite seiner Persönlichkeit. Sie hat er in der Gestalt des Illrich Brendel in „Rosmersholni", diesem Manne der verlorenen Ideale,, unbarmferzig geschildert. W.as seine Fraiienmodelle fe-
öe^amtt, daß ihn zjur Hilde iin „Baumeister ^olmest jaK ttefenswittdige Sommerfreundschaft angeregt bat, die ihn 1889 m Lossensaß beglückte. Die „liebe Prinzessin", die ihm damals die ^age verschönte, ist in diese Tichtergestolt über- gegangen. Eine Frau, die Ibsen vielfach als Modell benutzt hat, war Eannlla Collett, die von Geburt der Familie des berühmten uvMlegffchen Dichters W-ergelaird angehörte, selbst eine Dichterin und erne originelle Persönlichkeit war. Frwi Collett selber hat stets der Ueberzengung gelebt, daß Ibsens schönsten und großartigsten Frauengestalten, wie z. B. seine Hjördis imd Ellida, nach ihrem Borbilde geformt worden seien Eines 'Abends be- glettete JVs«r in München Frau Collett nach Hause. Unterwegs' machte ,w plötzlich unter einer Gaslaterne Halt, sab dem Dichter voll rns Gesicht und fragte: „Sagen Sie mir mm die Wahrheit i»nt ich cpoanfelb ober bin icki es nicht?" Sie glmrbte also auch m der klassischen Frauengestvlt der „Konrödie' der Liebe" sich wiWererkennen zu dürfen. War dies nur Einbildung? Keineswegs Sie hat wirklich Ibsen mehrfach als Modell gedient, mrd als sie ifeu einmal schrieb, daß sie in der Meerfrau Ellida ihre eigenen Züge wiedererkarnit habe., da antwortete Ibsen ihr es sei lange her, daß sie in feine Dichtung hftremzuspielen begonnen habe, immerhin durfte ^nau Collett ihren Ernftuß auf Ibsens Frauen-
Lehrers zu dreiwöcheiitttchem Aufenthalt eingettoffen. — Die Schu. tzhütte auf dem Ramsberg, die vor 25 Jahren durch den hiesigen Zweigoerein des Vogelsberger Höhenklubs errichtet lvuvde, mußte wegen Baufälligkeit abgebrocki-eu werden.
p. Aus d e m o b e r e n B og e l s b e r g , 1. Aug. Endlich ist nach iwochenlanger ttopischer Hitze wieder einmal Regen eingettoffen. Schon war wieder eine allgemeine Dürre eingettcten, und dhr Aussicht bei,manchem Vieh besitze'- ans die Erhaltung seines Viehbestandes geschwunden, da die Aussichten aus die nötige Herbst- Weide bedeullick wurden und aus eine nur ungleich geringere Grummeternte kaum zu rechnen ist. Nun gingen vorgestern nachmittag und gestern abend starke Gewitterregen über unsere Gegend nieder und die ganze Natur hat sich neu belebt. Es ist wieder Hoffnung vorh-andern daß sich Dickwurz und K'rautpslanzen besser entwickeln und die Kartoffeln mehr ausirachsen werden. Es war wahrlich _bfe höchste Zeit. Für die Himbeercrnte, welche schon naheM 14 Ttrge lang im Gange ist und noch einige Zeit lang anhalten dürste, bietet der Obenvald ein wahrer Segen für die mittlere und geringe Bevölterung, wurde doch an mauckwn Tagen von einer einzigen Person 12—16 Pfund gesammelt und pro Pftrnd zu 50 Pfennig an die hierzu ernannten Händler abgegeben. Manche Familien haben schon einen Verdienst von 50—60 Mk. gehabt, außerdem haben sie iw et; ihren cige'.ten Bedarf gedeckt.
Kreis Friedverg.
’= Friedberg, 2. Aug. In allen Orten des Kreises Friedberg prangen fett heute an den Rathäusern, aus den Bahnhöfen Mrfb sonstigen verkehrsreichen Plätzen rote weithm leuchtende Plakate mit einer eindringlichen Waririmg des Kreisamts vor dem u n z u l ä ) s i g e n H a^ni st e r n. Tie wachsende Zahl der Dieb- stähle in Gärten imd Feldern hat das Kreisami zu den schärfsten Maßregeln Veranlassung gegeben. Jeder Bahnhof ist verschärft überwacht. Alle Zusammenrottungen uird Verabredungen zirr gemeinsamen Uebertrctung der Ausfuhrverbote werden nach den Besttmmungrn des Belagernngszustandgefetzes geahndet. Vor de« Besuch des Kreises Friedberg zum Aufkauf oder zur unentgelb ttchen^ Beschaffung von Lebensmitteln wird eindringlich gewarnt. Wer sich unbefugt in den Landgemeinden oder deu Feldgemarkun- gcu authält. wird ohne weiteres angehalten und gegebenenfalls zur Anzeige gebracht. Die Ottsbehörden sind aus die peinlichst genaue Befolgung alter dieser Bestimmungen vom Kreisamt verpflichtet worden.
Hessen-Nassau.
ra. F r a n k e n b a ch, 2. Aug. Bürgermeister Schneider, welcher auf eine 20jährige erfolgreiche Tätigkeit in hiesiger Gemeinde z-urückblickt, hat mit Rücksicht aui sein hohes Atter sein Amt niedergelegt. In welch ehrendein Ansehen unser belvährtes Oberhaupt stehtgeht daraus hervor, daß die Gemeindeverttetung! am L ienstagheften Sohn Ioh. Schneider einfttminig als Nachfolger gewählt hat. Schul Haus und Gemeindet örsterwohrttiiig wurden mirer unserem Bürgermeister ^erbaut, dazu ist in jüngster Zeit die Zns<rmmenlegung der Feldmark beschlossen worden. Der jimge Bürgermeffter wurde kürzlich eingezogeu.
st Marburg, 2. Aug. Die Polizeioerwalttrng veröffentlicht keute eure namentliche Liste von 19 Personen, die in letzter Zeit wegeii Entwendung von Feld- und G a r t e n f r ü ch t e ti rechtskräftig besttaft wurdm. — Der Verkehr der elektrischen Straßenbahn l-at sich gegen das Vorjahr merklich gehoben. £fe CL-Jtert vier Väonate des am 1. Apttl begomrenen Geschäftsjahres erbrachten nämlich eine Einnahme von 53 597.90 Mk., währmd Ui I der gleichen Zeit dss Vorjahres nur 34 189.29 Mk. vereinnahmt tourden. Das ist eine Mehreinnahme von 19 408,61 Mk. — Gestern nachmittag reisten oon den zuerst im feesigen Kaeise untergebrachten Frankftrtter F e r i e n k i n d e r u ettoa 60 nach Hause. Ihre Pfleqe- eltern begleitefen sie meist bis zur Bahn, und der berzlicke Abschied zeugte davonwie nch die Großstadtkistder in die ländttcheii Verhältnisse gewöhnt und eingelebt hatten.
Mvchliche Nachrrchten.
Israelitische Religiousgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge lSüh- Anfege). Samstag, 4. Aiig. Vorabd.: 8.30: inorg.: 8.30: abds - 0-25 11 . laoa — israelitische Religionsyesellschast. Sabbatfeier.
dlwb Freitag, abds.: 8.00: Samstag, vorm.: 8.30: nachm - 5.00; Sabbalausg. 10.00. Wockiengottesd.: nwrg. 7 00 abds 9 00
~ l haben. Die Gestalt der Hjördis in der „Nordi-
scfen ^peefahrr dürfte ihre Züge von Susanne Thorefen erhalten haben, mit der der Dichter damals verlobt war, mid auch zur Sfernfeld m der „Wmöfee der Liebe" hat wohl dieselbe Frau Modell gestanden; doch hat nach Paulsens lleberzeugung auch Camilla Collett einige Züge zu dieser Gestalt hergegeben. IN der Ellida der „gran vom Meere^' wird wiederum Camilla Collett und daneben ^bfeus Schwiegermutter Magdäleue Thoreseii wieder- zuerkenneii lern. Magdalene Thoresen war eine Dänin, Tochtep eims feeemouiis und am Meere ausgewachsen; später kam sie als Lehrerin nach 9Lorwegen, wo sie die dritte Gattin des Pastors Ellidas Liebe zur See, ihr eloiqes Baden, ihre Sehn,ucht nach dem offenen Meere, ihre Stellung als SttefmEer- all das durfte durch Magdalene Dhoresens.Lebensigang angeregt fern, wahrend fee feineren geistigen Eigenttimlrckckeüeu Züge der Gesta lt, chre träumende Unruhe, ihre krankhaften Phantasien, ihre Hmnergung zu fenn Fremden", dämonische Züge sind, deren Vorfeld man wieder in Camilla Collett zu suchen fefert wird.
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— Ans der Suche nach dem leichtesten Clement ^uem halben Jäfefemdett stufen fee Chemiker und Phhstler nach eurem unentfeckten Element, von dem sicher fest- stchr, daß es leichter- fern muß als der Wasserstoff, das leichteste Element, das inan kemtt. Bei der vollftändigeu Verfinsterung der Somce rm Jahre 1869 beobachteten Yvung und Harkneß dfe Corona der Sonne durch das Spektroskop und eittderkten dafei eine bette Ornie rm Grün, die einem nur in der Sonnenatmosphäre vor- feratmenöni Gase, dem CowniUm, Mgesckriefen wurde Es lvurde Äsbald vermutet, daß das Eoronium, wegen seines Vorkom-mens **£. bAweil Suchten der Sonnenattnosphäre. leichter sein muffe alsWasserstoff: als das Hel rum auf der Erde vorgefunden und höchst walnlchelnttch gewordeir war, daß dieser Stoff in der "ust bewegen rn so gerrngen Mengen oorkomntt, weil er m den höheren ^stEten der Erdatmosphäre und von da in den Weltenranm ent- ü^ickt, mau den (Schluß, ber Eoronium müsse dies in noch höherem Grade der Fall sein. Dennoch, haben, wie Karl Kuhn m eurem sesfelndeu Auffafe der „Naturwissenschaftlichen Wochen- ausfAhtt, ernrge Forscher möglicherweise Eoronium in Händen gehabt. H. E. Wjatson untersuchte im Jahre 1908 73 000 ^ter Luft rmt den empfindlichsten Spektroskopen, ohne Eoronium warfen M körnrem Dag^err haben 10 Jahre früher drei ttalrenffche Forsck?er, Naftrn. Arderftni und Saloawri, in Gasen aus dem Veiuv rnehrfachj eine grüne Lüne inr Spekttum aufgefuw.
E der CoroniumKnie sehr .nahe liegt. Iurnrerfen fft es zweifelhaft, daß rn den oulkanischlchr Gasen lvirklich Eoronium vorhanden war, und fee gleichen Bedenken hatten die Gelehrten als Levern und Dewar 1900 bei Luftmr.tersuchungen in dem Reste' der durch! flussr-gerr Wasserstoff nicht mehr öerferffeet, iaerben konirte' neben mden unbekannten Linfen eine, schwache Linie im Grün bemerkten, fee ebenfalls dckm Eoronium angehören konnte. Dev
benchmte rirsftfche Chemiker Meirdelejess, der eine Reihe porfeB ^oeHcumter Elemente mtt Erfolg genau oorhergesagt hatte, be - schafttgte srcki 1903 auch mit dem Eoronium und kam zu der Vermutung, daß es ein sehr leichtes Edelgas, etwa mit dem Ajtom!- Znmchtc 0,4 ,eur müsse. Da die leichten Gase Wasserstoff im?» HÄrum an der Erdoberfläche nur in sehr geringen, in der »öhe der A.tmosphare ledoch in größeren Mengen austreten, lag die Vor Mutung nahe, Eoronium könne sich einige hundert .Kilometer hock rn der Luft smfen. FrMlich, nrft RegisttrerdallouS kann man aus Mfen Hohen kerne Luftftroben erlangen, denn deren Bereich geht zurzeit nur bis in eine Höhe von 35 Kilometern. Die Natur selbst aber gibt durchl fee großarttgen Versuche, als fee der Physiker
52!% 'löffchlllß über die Natur der Gase 'in 1M-E Ktlouiettr Hohe Sckion rm Jahre 1869 war fee Haupt- rntensrtat des Nordlichtes als durch eine grüne Lime im Spettrum hervorgeruieu erkannt, und im Jahre 1913 hat Vegard fe-« Mgehörrge Wellenlänge gemessen. Alfred WegMrer hat es dürfe ^uiammeustellung der verschiedenartigsten physikalischen Erscheinungen rn den höchsten Aittnosphärmsferchteir, wie Dämme' ima -
Ctn ^ 1 Ändert bis s'lnfhundert Kllvmetern Höbe ./^mplbhare aus ernem Olase besteht, das leichter ist als Wasserstoff Dre grüne Nordlichtlinie ist noch in Höhen sichtbar wo kerne W.rsserstofslrnrerr mehr oorhandeir sind Da- Gas auf das dre grüne Nordlickttlinie des Spekttnms zurückzustibren .
Geocoromum, Zablenmüng ist Hobor,-h-m,i • SgJ* tt J lem oomwneoromum immli.f nicht sehr ,rut »a dn- 5570 ^ ¥ 03 ' die des ©wor'onhim^ bei
ilSt. Wegener glaubt aber deimo». dir beiden Swife seien nicht vericb,eben und ertlurl die verschiedenen Welle,rlniien dien,,. datz ernem Malle das Leuchten durch bebe Temnerntu, -I, i - ander-m durch elektrische Erregung I,ere°r"er,^!s vnb- '" f Welknl-mgrnverlchtebung von 269 Einheiten ist jedock non, vlmsi Wtlchm St«ü>r»m»e aiis gimzMn-ahrscheinlich. Die grüne chord» cktlrme liegt nun den Ärnren des Argans n»rd des Kruvron-' nahe, allein diese berden Edttgan- sind •„ 'ck-,r-er als baf’2fe i n fei, npfen Höfe der Atmosphäre auftreren lönnren ^?Cfe'ai lloronrum, das leichteste Element, fft und l-leibt da -r n7m - . - . -2 rA wo^ 1 * kennt mau einen ! mtf
ficb 'ttomgewrckt des Gases vrellercktt ermitteln \ afe hn- n, »
C m °i Stl;« Dir «bi.f ä ’M:
r 1 ^ nnen im fefellrnm nicht matl>emLtisck>e Linien s?in ‘.wir fenfern eure gewisse Breite haben müssen; nft fen npft id i- 'ü Meßwerkzer.gen lmn sich diese Brette mesfen. mrd rfeV vs!>- tt dÄ^Gaies^^ fe'tetzmaßrgen Verhältnis zu dem Awmg
if* Ue fervorrutt. Das nickt irdische mnüvm i™ & S22L r l 2? lrr b - ie, s m untersucht worden. Die Anwendung licblle-- iä ttpck2^^ ^2 lfekttoikopkfe.e Untersuchung de--- ck'orfe sErke nur^ ^M'fe^^tltch erschwert, datz vir Licht-


