Girr neues Kampfmittel -er Engländer.
Rotterdam, 16. Aug. (L.--A.) Nach einer Reuter- tneldung schleuderten die Engländer, die gestern zwischen Lens uni) Loos vordrangen, Blechdosen mit O e l in die Mitte der deutschen Linie, wodurch starke Rauche entwicklung entstand.
Amerikanische Truppen.
London, 16. Aug. tWTB.! Meldung des Reuterschen .Dnrecrns. Am e r ik a n i f che Truppen marschierten heute !durrlr dre Straßen Londons und wurden von einer großen IMenschenmenge stürmisch begrüßt.
Washington , 10. Aug. (WTB.) Meldnug des Reuter- schen Bureaus. W i l s o n hat über 2 0 0 neueGefteral- rnajore und Brigadegenerale zur Führung einer neuen nationalen Armee ernannt.
Ter türkische Bericht.
Kon st autinopc l , 16. Aug (WTB. Aintlicher Heeresbericht. An der kl e i n a s ia tische n Küste Versenkte eines unserer Wachtboote unter Fül>ruug des Oberleutnants Hesselberger ein. englisches Boot und machte drei Gefangene. Tie rege Tätigkeit dieses mit großer Bravour gerührten Bootes verdient volle "Anerkennung.
An der Sinai front gingen hundert Engländer, die aus eine unserer Patrouillen fließen, nach, einem Kampf zurück und 4nurdeir bis- an das feindlich' Trahthindernis verfolgt. Unsere Patrouille erbeutete einiges Kriegsmaterial und zerstörte feindliche Hindern isanla gen. Feindliche Kavallerie, die zur Aufklärung gegeH der Bahn Teil—SckLria—Brr es Saba Vorgang, zog sich nach einigen Schissen unserer Artillerie zurück.
DerWottlaut der Friedensnote des Papstes.
Bafel. 16. Aug. Die Fri-edensnote des Papstes hat nach einer aurrlichen?Nirtccknng der ÄgenzLr Schani folge. b:u Wortlaut:
An die L l>erlrimprer der kriegführenden Staaten!
Seit Beginn unseres Pontifikates, inmitten der Schrecken des fürchterlichen Krieges, der über Europa hereingebrochen ist, haben wir uns drei Tinge vor allem vorgLnourmen: eine vollkommene Unparteilichkeit gegen alle KtiegM'.renten zu beobachten, tvie es sich für denjenigen geziemt, der der gemeinsame Vater aller ist, wird der alle seine .Kinder mit der gleichen Zärtlichrchit liebt: iMs uaruuterbrocben zu beurüheu, allen möglichst Gutes zu tun und dies ohne Unterschied der Person, der Nationalität oder der Religion, wie Ines uns nicht nur das Gesetz der Nächstenliebe, sondern Luch, dte Friedens-Mission twrschreiben, die uns von Christus annertrauk wurde; schließlich, nrie ebenfalls durch unsere Friedensmissicrn verlangt roird, nichts, was in unserer Macht steht, zu unterlassen, was dazu beitragen könnte, das Ende dieses Unglücks zu beschLennigen, indem wir die Völker und ihre Führer zu gemäßigteren Entschlüssen bringen, damit sie in dir erhabena- Besprechung eines ^gerechten und danerdasteu Friedens" eintrelrn.
Wer immer unser Werk der drei verflosseneu schinerzvollen Iicckwe beodackJet hat, tonnte leicht erkennen., daß wir immer nn- Vaxar Entschluß, eine absolute Unparteilichkeit zu besagen und wohltätig zu sein, treu geblieben sind. Auch haben wir die kriegführenden Völker Und Regierungen fortwährend ge- mahnt, toieder Brüder zu werden, obwohl nicht alles veröffentlicht wurde, was wir für dieses edle Ziel getan haben. Gegen Ende des ersten Kriegsja irres sandten wir an die kämpfenden Nationen die lebbafresten Ernrahnungen, und antzerdein triefen mir auf den Weg Irin, den sie befolgen sollten, um' M einem dauerhaftem und für alle etwenvollen Frieden zu schangen. Unglücklicherweise »vurde der Appell überhört.und der .Krieg wurde mit allen seinen Schrecken während noch zweier weiterer Jahre hartnäckig fortgesetzt. Er wurde immer grausamer und dehnte sich «ui der Erde, dem Meere und Ins in die Lüfte aus . und mau sah, wie sichder Schrecken und der Tod tritt Städte o fette Verteidigung, aus ruhige Dörfer und ihre unschuldigen Einwohner nredersenkden. Niemand kann sich auch gegenwärtig eine Vorstellung davon machen, wie sich noch, die Leiden aller vermehren und vergrößern werden, wen'n zu diesenr TriennimN noch weitere Monate, ja, was schlimmer ist, Jahre hinzulamnren würden. Soll die zivilisierte Welt nichts mehr als ein-Totenfeld bilden? Geht dgs so blühende und' so ruhmreiche Europa, wie gepackt von einer allgemeinen Verrücktheit, dem Abgrunde entgegen? Will e: Hand an sich legen, Um durch Selbstmord zu enden? Wir, die >ttr teinerlei polirischer Richtung «utgehören und auf keinerlei Anregrmwcn oder Interessen des einen oder anderen der beiden Kriegführenden hören, wir, die wir einzig vom (Gefühl unserer LU?cn Ausgabe als gemeinsamer Vater aller Gläubigen, von den Bitten unserer Kinder .die um unser Eingreifen und ms unser frieden,listendes Wort aus dem Wege der Menschlichkeit und der Vernunft bitten, bewogen wurden, wir erlassen in einer so beäug- Mgenden und so drohenden Situation von neuem etncn Ruf nach ?rrtefeen und erneuern den dringenden Appell an alle diejenrgen, m Iberen Hände die Geschicke der Nationen gelegt sind.
Um uns jedoch nicht mehr in den allgemeinen Ausdrücken zu halten, wie ste uns in der Vergangenheit ratsam erschienen^
,vollen wrr zu konkreten nnd pra ktiscben Vorschl ä g en greifen und die Regierungen der kriegführenden Völker einladend Ilch über folgende Punkte zu einigen, welche die (Grundlagen für einen gereckten und dauerhaften Frieden zu fien scheinen, und 7hnen die Sorge überlassen, sic genauer zu fassen und zu vervoll- starr engen.
Der grundlegende Punkt soll in erster Linie der sein, daß me materielle Gewalt der Waffen durch die moraliick)e Kraft des' Rechr^ ersetzt ivird, damrt aus ihr eine gerechte Verstäubtgung aller aber di cUleichzeitige und gegenseitige "Abrüstung gemäß den autMstrllenden Regeln und Garantien vor sich geln, und zwar rn den notwendigen und genügendm Grenzen, damit die öisent- Acke Ordnung in sedem Staate aufrecht erhalten bleibt. Hierauf soll an Stelle der Armeen crrce schiedsgerichtliche Einrichtung mit ernenr hohen frieden stiftenden Amte treten, nach deren Normest und zu fjfrcnöeit Sonktionett gemeinsam gegen denjenigen Staat vorgegangett werden soll, der sich weigern würde, die interirativ- Mrle,r Fragen dem Schiedsgericht zu unterbreiten, oder dessen Beschlüße anzunehmen. Wenn einmal die Oberherrschaft des Rechts so hergestellt sein rvird, soll man jedes Hindernis aus dem! Wege der Barstärtdigung der Völker we grau men, indem man noch durc> ebcn'alls festzusetzende Regeln di chocchre Freiheit und die yyr v 'tecu der Meere sichert, was einerseits zahlreich' Ursachen des Korrstikts aus dem W^gl cacktmen und andererseits viele neue Quellen des Gedeihens und des Fortschritts öffnen würde.
Was dir wieder gtckzunulchenden Schäden und die KciegsEvsten WrLetriüt, ,'ehen wir keinen anderen Weg. die Frage zu lösen, als daß wir als allgemeines Prinzip den vollständigen und gegen-' seitigen Verzicht aufstellen, der übrigens durch die ungeheuren Wohltaten, die aus seiner Abrüstung hervorgehen würden, gerechtfertigt wäre, umsomehr, als man che Fortsetzung einer solchen Schlächterei aus Wirtschaftlüchkn Gründen nicht' mehr Erstehen würde. Wenn aber diesem Prinzip in einigen Fällen besondere Gründe entgegenftehen, soll man sie gleichmäßig und gerecht abwägen.
Diese friedlichen Abmachungen mit den daraus sich ergebenden riesigen Vorteilen sind jedoch nur dnrch che Zurückgabe deck gegenseitig in diesem 2lugenolicke besetzten Gebiete möglich. Infolgedessen müßte von Seiten Deutschlands Belgien vollständig geräumt ,verden und seine politische, militärische und nnrtschait- liche Unabichngigkeit gegenüber jeder in Betracht kommenden Macht geftchert Norden; ebenso nrüßte das ftanzösische Gebiet geräumt werden. Auf Seiten der anderen .Kriegführenden müßte eine ähnliche ttürferftattimg der deutschen Klolonren simftinden. Was die territorialen Fragen anbe- trriift, wie z. B. drejenigen, die zwisck>en Italien und Oester- reich, oder Deutschland und Frankreich in der Schwebe sind Sann man der HoMrung Raum geben, daß in Anbetracht der ungeheuren Vorteile eines dauerhaften Friedens mit Abrüstung dw kriegführenden Parteien sie utft versöhnlichen Absichten lösest und gleichzeitig m möglichst gerechtem Maße den Aspirationen der Bokker.Rechnung tragen werden. Bei dieser Gelegenheit soll man die besonderen Interessen mit dem Allgcnteinwohl der großen
menschlichen Gesellschaft in Einklang bringen. Der nämliche Geist der Billigkeit lund der (^erechftgkeck soll bei der Prüfung der anderen politischen und territorialen Fragen maßgebend sein, besonders nas Armenien, die Balkanstaaten und die Gebiete anbetrifft, die zum ehemaligen Königreiche Polen gehört haben, dessen edle geschichtlick>e Tradition und dessen besonders in diesem Krieg rm.standekke Leiden in ganz besonderer Weise die gerechtfertigtsten Sympathien der Nationen auf sich vereinigen sollten.
Das sind die wichtigsten Grundlagen, auf denen, nrie wir glauben, die zukünftige ^Reorganisation der Völker aufqerichret werden soll: sie sind imstande, die Rückkehr ähnlicher Konflikte im möglich zu machen und die für die Zukunft und das materielle, Wohlergehen aller kriegführenden Staaten so wichtige L ö s u n g d e r wirtschaftlichen Fragen vorzubereiten. Indein wir Euch, die Ihr zu dieser tragischen Stunde die Geschicke der krieg - inhvenden Nativneir lenkt, diese Borsckckäge uifterbreiten, ipeben wir >uns der schönen HosHrung hin. zu rrlebeir, daß Ihr sie annehmen werdet, und daß aus diese Weise der schrecklich: Kampf ein Ende fnifret, deb mehr und mehr als unnötiges Blutvergießen erscheint. Tie ganze. Welt erkennt air, daß ach beiden Seiten die Ehre der Waffen unbefleckt ist. Hört also mit unser Flehen' R'ehmt die väterlich Einladting, die wir Euch im Namen des göttlich::, Erlösers, des Friedens fürsten, zusendcu, an! Denkt an Eure sein schwere Beraullvortung vor Gott und vor den Menschen! Bon Euren Entschlüssen hängen die Ruhe und die Freude unzähliger Familien, das Leben Tausender junger Menschen, oder mit einem Wort das Glück der'Völker ab, denen Ihr Eurer unbedcngten Ausgabe ^entsprechend, die Wohltaten des Friedens zu verschaffen habt.
Tier Herr möge Eure Elftfchbüsse seinem allerheftigsten Willen gemäß beeiuslufsm. Lasse es der Himmel zu, daß Ihr. indem Ihr Euch ben Beifall Eurer Zeitgenossen verdient. Euch auch bei den künfügen Generationen den schönen Namen von Friedensstiftern/ sichert ! Wir sind sin Gebete und in der Buße mit den Seelen aller Gläubiiwn veixnnt, die nach dem Frieden ftehen, imd wir erbickrsn für Euch gütllichen Rat und Erleuckftnng.
Im Vatikan, 1. >Au.gnst 1917.
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Die Haltung der srattzöft-chen Presse.
Paris, 16. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Havas-Mel- dung. Die meisten Blätter sparen ihr U rt.e i l über die Papftnote bis zur Veröffentlichung des Textes auf, erklären aber, sie würden die Note init aller Ehrerbietung, die sie verdiene, aufnehmen und prüfen. Die Entente habe sich f ü r ? h r Ha n d eln eine Linie gezogen, von der sie ohne "Nachteil für sich und ohne Schaden für die Zukunft der Welt nicht abweichen könne.
Nmerikarrische Pressestimmcu.
Amsterdam, 15. Aug. ^WTB. Das Reuteriche Bureau verbrecket a m e r i ka n i s che P r e s s e st i nt tn c it zu der Friedens', ianregung des "Papstes. Danach erklärt der „N e w> y o r k H e r a l b", die vom Papste vorgeschlagene Wiederherstellung der besetzten Gebiete reiche nicht aus. Das Blatt fordert wllen Schadenersatz, sow-ce die Bestrafung der für den Krieg verantwortlichen Einzelpersonen und Gemerirschaften, ausdrücklich einen Schadenersatz durch Teisick.lanQ und Bürgschaften dafür, daß es sein Verbrechen nicht wiederholen könne. Wenn der fürchterliche Mehltau des Preußentums für immer zerstört sein iverde, so könnge das deutsche Volk best Frieden haben, eher nicht! Kein Friedensvorschlag, der nicht die uebergabe Deutschlands auf Gnade und Ungnade enthalte, sei der Envägung wert.
INe wy o r k Wort d" beschimpft den deutschen Elwrakftr.
Zte ..Newport Times" findet in ben Erschlagen des Papstes keine Friedensbedingungen, die von der Entente als be- w^ck«rs wichtig und unerläßlich hsirgesrelll rvürden, will aber die Vorschläge als annechnbar für die Mittelmächte erkennen, abgesehen von der BelMndluwg der elsässijfchen, Trientiner. Triester inw polnischen Frage auf der Friedenskonferenz.
Die provisorische Regierung Rußlands über die Stockholmer Frage.
Petersburg, 15. Aug. -WTB.^ Meldung der Petersberger ^elegraphen-Agentur. Zu den in auswertigen Zeitungen erfchie- neneu Nachrickften über die Haltung der einstweiligen Regierung zur Stockholmer Besprechung nrirb von zuitaichiger Seite ungeetilt: Die einstweilige Regierung ist der "Anschauung, daß die Lösung der Frage von Krieg imd Frieden ansschließlick iin iBerein mit den alliierten Regierungen, die von den-alliierten Demokratierr nntwsllrtzt werden, zukvmmt Die sozialistische Zusammenkunft in Stockholm, das brachte die russische Regierung wiederholt zum Ausdruck, stellt eine Bespreck'ung begrenzter politischer Parteien dar und kann sonnt in keiner Weise beanspruchen. Entscheidungen zu tressen, die irgend ,oelck>e verpflichtende .Bedeutung für die Regierung hätten. Die Regierung war stets weit davon entfernt, den rnssischen wziolisten die Pässe für Stockholm zu verweignm, da sie es für mitzllck hielt, die Fragen über Krieg und Friede,t den Beratungen der internationalen Sozialisten zu imterbreiten. Sie spracht auch durchs die Person des Minrsterpräsideuter, und .KrisgÄninisders den alliierten Regierungen gegenüber aus, daß, sie es als ertvünscht betrachtet dchl s^ialsitsicken Organisationen nicht irgend welche Hinder- nifle für die Beteiligung an der Besprechung in den Weg zu legm. Obwohl die eiustweilige Mgiericng die Tragweite der sozia- lsilftchen Besprechung von dem Gesichtspunkte der Aufhellung von Grundfragen, die der Krieg geschafft hat, keincslvegs leugnet,' kann sie dock den von der Zusainmenkirnft getroffene!c Entscheidungen niemals einen Eharakter zuerkennen, der einzig und ausschließlich der Entscheidung der alliierten Regierungen zukommen kann.
Belagerungszustand in Griechenland?
Athen, 16. Aug. (Havas.) BLuizelos ersuchte die Kammer um die Ermächtigung, den BclggerungszAstand über ganz Griechenland zu verhängen.
Aus Spanien.
Madrid, 16. Aug. (WTB.) Meldung der Agenee Havas. In Barcelona schaffest die Aufstäudische n au;? einem Hause und töteten den Jägerhauptmftnn Irrste Fernandez. Die Artillerie l>eschaß das Haus. Drei Soldaten wurden verwundet. In Sabadell lvurdeu ztoei Gendarmen getötet und drei verletzt. Die Angreifer erlitteu zahlreiche Verluste. Es wurden Varstärkungen abgesandt. Der Ministerpräsident erklärte gestern, daß der allgemeine Aus- stand!g es ch e i t e r t ist. Es gelang ben Aufständischen uich-t. irgendeinen öffentlichen Betrieb stille zu legen. Die Polizei beschlagnalMte gestern Schriftstücke, die Aufschluß über die ganze Bewegung geben.
Paris, 16. Aug. (WTB.) Meldung der Agence Hava-^ „Petit Parrsien" meldet: Die Lage in Katalonien ist ernst. .Der Aus stand hat sich ans die ganze Gegend aus- georeitet. "Neunzehntel der Bevölkerung haben die Arbeit eingestellt. Es kam zu sehr heftigen Zwischenfällen iu Mataro Sabadell rmdTarasa, In Äftmrien ist die Sage sehr gespannt Dte meisten Zeitungen sind verboten. Das Vorgehen der Behörden ist äußerst streng. >Die Gendarmerie und Polizeibeamten ,nachen bei dem geringsten ?Narmruf von den Waffen Gebrauch.
Der Austausch von Zivilinternierteu.
Berlin, 16. Au^. (WDB.) Die in der Oeffentlichkeit verbreiteten Gerüchte über einen allgemenren Austausch von Zivi (internierten zwischen Deutschla n d und F r a n k r er ch srnd leider verfrüht. Allerdings wurde der Vorschlag der deutsche^ Regierung, bei der erweiterten nierung von gesundheitlich geschädigten Gefangenen in der Schweiz auch die Zivilinternierten zu beriicksichsigeit, ist vor
kurzem von Frankreich angenommen worden, was einer größeren Anzahl von Zivallnvernierten die Befreiung aus der Gefangenschaft bringen wird. Weitere Verhandlungen' über deir Austausch von Zivilinternierten von and Lzu Land sind imt Gärige. Sollte ein Ergebnis erreicht werden, so erfolgt ".'Nitteilung darüber Zürich die Presse.
Seekrieg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 1ä. Aitg. (WTB. Amtlich.) Neue U - B o o t s-> Erfolge im Sperrgebiet uni England: 26 000 B r u t tt> t e g i ft e x t o n ir e n. Unter den versen kten. Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer „"Ntork- stonck' (3007 T.) mit Kohlen nach Gibrallar sowie ein englischer Hilfskreuzer vom Anssehmt der „Afric" (12000 T.) mit mindestens 18 Geschützen bewaffnet.
Der Ehes des Adrniralstades der Marine.
Berlin, 16. Aug. (Amtlich.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden in der B i s c a p a und im Sperrgebiet um England herum 25 000 B r.--R.-T. vernichtet. Unter den vernichteten Schifseti befand sich der englische bewaffnete, mit 9000 Tonnen Weizen beladene Danrpser Port Artis, der in zweistündigem Artille r i e g e f e ch t niedergekämpft wurde, ferner ein bewaffneter Tankdainpser, der mit einem anderen Dampfer zu- samnren aus einem Geleitszug herausgeschossen wurde, sowie ein bewaffneter, unbekannter, in einem andern Geleitszug fahrender Dampfer, anscheinend mit Petroleum beladen. Eiu Dampfer hatte Kohlen geladen.
Der Chef des Adnriralstabes der Marine.
Eiu U-Bootsangrrss an der Küste von Tripolis.
Berlin, 16. Aug. ^(Amtlich.) Eines unserer im Mttel- meer operierenden Untersee-Boote hat am 30. Juli militärische Anlagen von Homa (Tripolis) mit beobachteter guter Wirkung unter Feuer genommen. Das lebhafte Abwehrfeuer mehrerer feindlicher Küstenbatterien blieb erfolglos.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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Berlin, 16. Aug. (Privattel.) Die bereits gemeldete Versenkung des englischen Kreuzers „A r i a d n e" von der Diadem-Klasse erfolgte am 26. Juli. Der Kommarwant des deutschen Tauchbootes ist Kapitänleutnaut Srein- br iilk, der kürzlich wegen seiner bedeutenden Erfolge im Tauchbootkrieg rnit dem Orden Pour le mente ausgezeichnet wurde. Er versenkte vor kurzem sein hundertstes feindliches Fahrzeug.
London, 15. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterfchen Bureaus. Die Admiralität teilt mit: Iu der letztst Woche »vurden 14 Schiffe über uu b 2 unter 1600 Tonnen versenkt. 13 Schiffe wurden erfolglos angegriffen. 3 Fischdampfer wrrrderl versenkt.
Aus Hessen.
Düs Backen von Kuchen und Dorten.
Apgeordnel-er D<cmm stellte am 11. Au peil 1017 folgenden An^ trag: Die Kammer tvolle beschließen, iric siKvßberzoglrchc Regierung zu ersuchen, bei der zuständigen Stelle dahin wirten zu wollen- daß das B a ck e n v o n Kuchen und Torten gänzlich ve r - boten wird.
Tie iGroß'herzogliche Regierung erklärte hierzu in der 38. Sitzilng des Erweiterten Ersten Ausschusses am 1. Mai u. a. folgendes :
Ta auch wir den StandpuitkL verttaten, daß namentlich mit Rücksicht aus die allgemeine Snmmung der Bevölkerung ein Verbot des Backens von .Kirchen und Torten herbeigesührt werden sollte, haben wir rms versckftedeutlich an das Kriegsernähruugsmut ge- ivandt mit dem Anträge, ein derartiges Verbot für das ganze Reichsgebiet zu erlassen Wir gingen .hierbei von der "Arrffaffarng aus, daß es gerade bei der geographischen Lage von Hessen unerwünscht wäre, wenn etwa sii Hessen die Bereitung von Kuchen und Torten verboten würde, ioährend cki den benachbartell nichthessischen Bezirken ein solches Verbot nicht erlassen.ist. Auf unsere in Berlin gegebenen Anregungen ivurde!uns mitgeteilt, daß. eine reichsgesetz- liche Regelung der Frage nicht beabsichtigt sei. Zur Herstellung von Kuchen macht eit iverder die Reickwgetrei de stelle noch die Reichszuckerltelle besondere Zuw'-errdungen, es hairdelte sich dabei vielmehr lediglich uw herausgewirtschaftete Ersparnisse in Kommunallierbän- deii oder Privathaushalllingeu, so daß ein allgemttnes Interesse ait einem Verbot nicht bestehe. Es arfckMne auch als Härte, wolle lknan einent Privathaushatt verbieten, von dem Mehl, das man fick vorher abgespatt hat, einen ^buchen zu backeu. Es wurde des- lalb zunächst beit Entschließungen der ton mim öftrer bim be und Lan- deszentralbetörden überlassen, da, wo sich das Bedürfnis hierfür herausgestellt habe, Kuchenbackverbote zu erlassen.
Nunmehr ist inzwischen eine erneute icknordnung des Präsidenten des KriegsernährungSamtes vom 14. "April ergangen, die den gleichen Standpunkt vettritt.
Trotzdem^ wird vom Kriegsernährnngsanft nicht verkannt, daß in werteren Kreisen der Bevölkerung dte Auffassung verbreitet ist, die gewerbliche Bereitung von Kuchen, stehe mit der sonst behörd^ licherseits dringend empivhlenen Sparsamkeit in der Verwertung von Brotgetreide im Widcrmspruch und erltoiche Mengen Brot- net reibe gingen durch Verwendung zu Kuchen der menschlichen Er- üäi rung eurch Brot verloren. Aus diesen Grüirden stellte dac Kriegsernäferungsamt anheim, da, wo das weitere' Feilbieten von Kucpen uift dergl. eineu ungünstigen Einfluß auf die zur Zeit mqm der Herabsetzung der Brotrationen ohnehin gedrückte Stimmung ausuben sollte, zeiftoeckig ein Kuchmbackverbot für einzelne Kommunalverbände öder auch für das ganze Staatsgebiet zu er-
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tat anrer, SU verhlirtan, sich durch Nucken des erheblich teu< Kuchens aus dem zur Bereitung von Brot überwieienen Mehl ri ho'!«- Mehrverdient, ä u verschLtsen, ist gebeten worden. Anordn ta- der tiommniiawerbätide oder für das ganze Staatsgebiet b. möglich,t I)crbetLusnhren, nach denen das Bjacken und Ferlbt, von Knchm n.'d Brot m einem und demselben Betrieb Verb!
auch für Hessen entsvroche,, nterden rie Bereitung von buchen nnd Sorten allgemein .ülv ( I» Ronditoreieit zu uittersagen. tnürbe dazu, sühren .daß die sä l,ck>eu .Eoiidlwrbetriebc nicht mehr lebensfähig mären und schlie mußten. Äetade ,,, diesen Tag.m wrack eine Mvrdirmig Heimchen >wnd,toreigewerbeS bei der s^giernng vor. die dring bat. nicht durch em auch M das .Nondrtvrri^ gelindes Berbot die Nnrtschältliche Existenz des a<tam & Konditoreigewerbes in Frage zn stellen. Es wurde bei diesen Z Handlungen auch« darauf lftngeiniesen, daß. di evon den Konimiu verbanden den Kmckftoreien zurzeit zur Verftigung gestellten M nrengen so gering lereni, daß; sie für die allgemeine "Brotversorg überhaupt nicht ms Genncht sielen.
Berntuitg in denr Ausschüsse wuröe ! Sieben: „Tre Kammer wolle beschliü uderzogttck^ Regierung zlL ersuchen, bei der zuständi ivolleir, daß das getverbliche Backen Kuchen und Torten, soweit nickt ?lbgabe aller Backwaren auf B


