** , 8. Der MkMtter. der. wie 6tmt3
WitgeteUt. am ‘-xrm^ttig drei entfloheite uuftisch« Kriegsgefangen« liest-genonunen hat. liertzt Heinrich M-eker, nicht Becker.
LJ Lun g-Göns, 7. Arng. Dem Oberstabsarzt Dr. M oitit, Lohn des wtftaxcbemQt Lehrers Mcyrn baljuer, wnche das Eiserne tbceui, erster Klasse verLelien. Die Hessische TapserkeiLSmeo aille und das Eiserne Kreuz zweite Klasse erhielt er bereits früher. — kDent Gardisten Karl Herbei wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. .Herbei ist der Sohn des Lagerarbeiters Frrebr. Wvll Herbei.
ltz Leihgestern, 8. Aug. Der Wehrmann Karl Schnei-
^ [»«1 einem ÄrÄlerie--Negt. im Mesten. wurde zum Gr fr eiten nt und ihm ine Tapserveirsmedaiile verliehen. — Der Lehrer Jstuug erhielt das KriegS-Ehren-eichnl.
Kreis Schotten.
B. Herchentzain, 7. Aug. Hier hat der neulich gemeldete A^ovchdurchfiaK zwei inerttve Opfer unter den Kindern gefordert. Dte vörigerl VorfühtsWaftvegellr find getroffen, um einer weiteren Ber- hhLeppun« der furchtbarear ErkocuiLrirg vorz'irbeirgen.
Kreis Friedberg.
--- Friedberg. 7.'-Aug. In der Nacht zum Sonntag wurden die Kartoffeläcker des Weichenstellers Braun und des Bor- Arbeiters Billasch von Kar to ffel räubern schoer hcim- Ügesncht. Es aekrng der Polizei, die Tater auf dem Bahnhof fest h!»m«hm-en ' " '' ** ~ JC "" oa "~“ i " * Ui ~~
Diebe sin!
Griesheim a. M., Gortenstraße 26. dre 23iährrge Jol^anna^Flet- scher, (^jaiesheinl. Bahnstrache 13. und die 20jähnge Lwphie Hammer, Griesheini a. M. Gattenstvaße 26. Das Diebsquartett ddar eigens mit dem Nachtzuge noch hier gefahren, um Kartoffeln! Ku stehlen. Der angerrchlete Schaden ist sehr erheblich, da die Diebe auf einer Fläche von 60 bis 70 Quadratmetern sämllicl-e Büsche mrsgerisstv hoben. . ^
Kd. Bad-Nauheim. 8.ßbrg. Morgen abend findet un Konzerthaus ein Richard-Wagner-Abend der Kirrkapelle butter Leitung von Hofrat Professor Hans Windersteiir statt. W tonlinlarc zur AuMbrung: die Vorspiele zu „Die Feen", „Flre- gender Holländer'". „Meistersinger von Nürnberg", mtd zu dem Bülwenweihsestspiel „Parsifal". Ferner befinden sich im Programm das „Waldwebeu" ans Siegfried. „Wotans Abichied und Feuerzaüber" aus Walküre und der „Eharjveitagszaul'er" aus lParsifal. ^ „
- Vilbel, 7. Aug. Unter eigener Lebmsgefaln' rettete der 12 jährige Schicker Döricht einen vierjährigen Knaben ans der Mdda vom sicheren Tode.
Starkenburg und Rhnnhefsen.
= Diob«rg . 7. Mgurst. Im nahen Eppertshausen stöberte itbi dort arbeitender krvegsgejangener Franzose zwei Russen, die! von ihrer ArbeitsAllle entflohen waren, aus. na hur sre fest und ^rte seine ehemaligen „Mliierten" stol^ der Bürgermeisterei zu.
Kreis Wetzlar.
= Krofdorf, 7.Arm. Der 14jährige August Stork geriet in das Rädenvcr? einer Maschine und lmrrde getötet.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. M.. 7.IAng. Wegen des Mangels Ml lGasmessern steht die Einführung eirres Gasein heitspreisesj von cmw 15^/2 Pfg. für das Kubikmeter in Aussicht
= Frankfurt a. M.. 7. Aug. Die langwierigen Berlxvrd- klunanr zwischen den zusbändigeil Amtsstellen Hessens und des Re- Mruirgsbezirks Wiesbaden über erne ansreichende G« müseVersorgung der nnssautschen Städte aus Hessen haben rn den letzten Tagen zu einer erneuten Besprechung geführt. In dieser Konfe- «nz wurde vvrlÄckig beschlossen, das; Hessen die Perpflichtung über- mrmmt. die Märkte des Regierungsbezirks Wiesbaden in einem, sest- HeLogten Umfange mrt Gemüse zu versorgen, wogegen die nassaui- scheu von Entserrdung von dlufkäusenl nad) Hessen 'übstand nehmen. Ueber die Menge dos zu liefernden Gemüses stellt Hessen bestimmte Erschlage in D-sstcht. Sollte,! die Berpandlungen aber scheitern, so ist mit BestimnrttEN zu erwarten, das; der hessische Beri'anbschein verschwindet und die Freizügigkeit <md) im Berkeln zwischen Hessen rrrch dem Bezirk Wiesbaden Platz greifen wird.
X Gelnhausen, 7. August. An der Bertmrklichung des aroM-n Projekts, bei der Jvrtführirng der Mjarnkmmlisatwn von Offenbach nari> AschpienLrrvg die Maiirwasserkrärte durch Errichtimg von Wasserkraftwerken mr den 3 Stcükstnfim nutzber zu machen zuud eine elektrische Ueberlandze'ttrale vom Main bis zur Weier (Edertalsperre) zu errichten, wird auch während der .Kriegszeit ge- arbeitet Dem ZÄerStage des Kreises GÄnhansen lag in seiner 'letzten Sitzung der mit dem preußischen Staate abztuschlitzend« Wertrag über die Entnahme von Elektrizität aus den Wasserkur st- werken dos Mains vor. Dem Abschlüsse des Vertrages Erde zugesftmmt. Beteiligt an dem in Aussicht genommenen Ber;or- Auuasqebiete sind die Städte -und Kreise ^Hanau, Gelnhausen. Schlüüsteru, Fulda und Hünfeld. Herangezogeck sollen ruxl) loerden
z>ur aushilfsweisen Benutzung Kraftwerke des Weser quellgebretes. so der Edertalsperre, infolgedessen <£uiz grotzzügig angelegte elektrische Ueüerlandzentr-ale ml Entstehen begriffen ist.
ra. Vo,;der Dill.7. Aug. In einer allen Renteivechnung von 1444. die im Wiesbadoner Staatsarchiv rulst. finden sich interessante Belege über eine hochentamckelle Fabrikatton von Hinter- ladegeschützen int Industriegebiet des DiMales und Siegerlandes. Danach stellle .Herborn solche Geschütze ans Schnlledeeisen nn ungefähren Rohgewicht von 550 Pfund her. während man im nahen Siegerland die Stücke im' selben Gewicht aus Eisen gotz. Da der Gutz von Gesehützen aus Eisen bis 1444 bislang einwandfrei nicht nachgewiesen ist. so gQvinnt die durch besagte Rechuung urkundlich belegte Hersbellmig gutzeiseruer Geschütze im Dilltal und Wetter aufwärts wesentliäien Wert, umsomehr, als auch genaue Nach weste über Löhne, verbrauchtes Material, Formgerätschafteii usw. geiuhrt weeden. Hcrboru lieferte in dem genannten Jahre 26 Kanonen an die Dyiiasten vwi Schleiden, erwähnt wird weiter die Entsendung eines Herboruer GefchühfchnriedeS ebendahin, der die Anfertigung der Geschützrohre aus Eifeler Eisen Mi Ort und Stellie in die HMio nehnieli sollte. Erst der 30 jährige .Krieg machte dieser interessanten Industrie int alten Nassauer Eisengebtvt ein Ende..
vermischte».
Landsberg a. d. W., 8. Aug. (B. T.) Die hiesig- Strafkammer verurteilte einen Bäckergesellen, der in Arns- Walde einem Psetdehändler 150000 Mark gesiohlen hatte, zu 10 Jahren Zucksthaus.
Witlerungüvericht.
(Oeffentlicher Wetterdienst.)
Vorwiegend trüb. Zeitweise leichte Niederschläge. KchLQ
* Eine neu« Bergbahn in der Schweiz. In der SckriwleiK Wurde in der lltzürear Woche eine neue, soll lMigckn geplame Bergbahn dem Betrieb übergeben. Es ist di^Schölleneu- L-ahu. die Gös-äMi-cn ^md Andernratt durch die Schlucht der allen Touristen tel’criurten Tenfi-lsbrücke verbindet. Berests sert L-ertigstielluug der Mahnen von Furka und Oberalp war dnse neue Linie geplant, di« die genamrtwn Linien Irenzt mw mit dem Gotthard verbindet. Die Ausführung soll, nach dein Journal des DdbatS. haupstächlich dadurch verzögert n«rben 'ein datz nran darin eilte neuer lickte, unliebsame „Mvdernisierunq" der chatur erblicken nullte. Jedenfalls lvird aber di« Bal)n den.Wrnterspvrt- lern in der Schweiz gute Dienste leisten können.
* Haferreis, ein neues Nahrungsmittel. Die Oesterreichische Kriegsgetreidevestkchrsanshalt wird binnen turznn wirrer dem Rainen „HaferveiS" ein neues Kriegsnahrungsmtttcl in den Hmidel bringen, das mll dem ReiS eine g-wisse r.ehulm.iiett hat und dabei von den Mängeln frei ist, die den bislang aus Hafer hergestellten Nahrungsmitteln Mlhasteu. Hafer wird trotz seines hohen Nährwertes und leiner leichten Berdanlichkeit bei uns in viel gerftigeiem Maße zur menschttck-en ErnälwiMg herangezogrn als beispielslvei.se in Ltcrndinavwn, England und den Be rem. Staaten. Während des Krieges hat die Verwendung von Hafermehl, gequetschtem Hafer und Hafergrütze zugenommen, iedoch nurchen sich die Hülsen meistens recht unampmchtn bemerlbar. HaserrerS besteht nim iveber aus gemahlenen noch> aus zerquetschten Körnern, sondern das Korn wird ganz gelasserr und ähnlicl?. ime Reis behandelt, wie der ..Pvometheus" mlltellt. Zunächu ivird der Hafer g«tvocknet und geschult, dmm werden di-e Wrner geschlissen wodurch die unter der Hülse sitzende feine Haut entfernt wurd. und schllestlrch durch Poliereil von den archafpmdeu seinen Mehlstüubäsen besrert. Dre Wfülle des Schäl-, Schleift und Poliervorganges werden als Viehfutter verwertet.
Die Schreckensherrschaft der französischen P io ft. Unter den imanchörlickien Klagen über den sranzösrschLN P^stbetrieb erregte jüngst die folgende, von L'Oeuvre mttgeteilr« Befibiworde großes Aussehen: „JÄ gehe aus dre ffZost legevrd- nuugsi.iemätz alle möglichen Perfonallmsiveste vor mrd gebe endlich ein T^egramm mst. Das Telegramm wird auä) übermittelt, doch imrb 'dabei der Text durch Weglassung eines und Verstümmelung eines anderen Wortes volKommen unverständlich, also wertlos geniacht. Ter Empfänger sendet mir das Telegramm zurück, ich gehe wieder' zur Post und fordere den Beamten auf, es mit dem ihin seinerzeit übergebenen Originaltext zu vergleichen. Ter Beautte sucht das Mamiskript hervor, und nran freut sich bereits darüber, daß er tatsäcklrch den Fehler der 'Lost fesstÄllt. ^ sagt der Beamte plötzlich: „Es mach: 50 Centimes!" „Jawohl." erwiderte ich, 50 Centimes, die ich zu bekommen habe!" ..KeineÄvegs. ^rese 50 Centime müssen Sie nachzahlen." rmd lächelnd zeigt mir der Bemnke eine Stelle in den Posworschristen. wo es hertzt: „Für die nachttägliche Vvrzwpmg eines Delegranrmttttes smd 50 Centimes zin enttickten." An einer anderen Ltelle der Polt- vegeln lese ick^ Hann: „Für falsch übermittelte Telegramme kann die 'Vost nickll veranttvortlich genvackst werden." W«rn die französisch« 'Von sich irrt, nruß also der Bürger Strafe zahlen. . .
Letzte 2Tadbricf?teit*
Ein amerikanisches Zeugnis für Deutschlands ünbefies-
darkeit.
Berlin, 8. Aug. Nach einem vom 26. v. M. datierten Telearanrin arrs Wafhingtt>it an die „Morning hot. der firachrichtendienst der „Associated eine für Amemka
sensatimrelle Meldung arrs der BundeShairptstadt 6^.o^cht- welche unter der anrerikanischen Bevölkerung grwtze Erregung hervorgerufen hat. Sie besagt, daß ore des amerikanischen Expeditionskorps in Frankreich feyr pessimistisch über die nrilttärische Lage an den Krieqv- niinister berickchet haben. Die amerrkarnftche Regierung und die Militärbehörden hätten daraus die UeberMiguarg gewonnen, daß es unmöglich sei, den Krieg vor ISIV ya vc* erchen, vielleicht auch danii nicht ennnal. Der mitttarrsme Zusanrmenbruch Rußlands fei vollständig, die deutsche front uneinnehmbar. Deutschland könne, nacktem ^Kußtarid ein für allemal ausgeschreden sei, Truppen iwn DN fort* nehmen und seine Linien int Westen noch mehr stärken, uno dre Alliierten rieben sich in Frontalkämpfen auf, dre doch vergeblich sein müßten.
Der neue Gouverneur von Petersburg.
Bern 7. Aug. „Mattn" meldet aus PettrÄiurg, Generü Aasylkowskl), der Gvurvrrrein des NttlllcllLq.sttiktts ^Petersmrrg. habe Presse verttetern erklärt, er beabstchtlge, täc Regvrung >mt aller Macht zu unterstützen und energi,ch gegen RevoluttvUV- versuch von rechts oder links zu kärnpfen. ^ein e er ste Tat wer e sein, alle in Petersburg befindlichen Truppen sofort an die Front zu schicken, da sie in Petersburg durchcms unnvttg seren.
Die Freiheit der Ukraine.
B e r l in . 8. Aug. Nach Ruskoje Slowo hat der ukrainische Kriegsminisler befohlen, allen ukrainrschert gruppen zu erklären, daß der deutsch-österretchstche Vormarsch die Freiheit der Ukraine und die Revolution mit Vernichtung bedrohe, und sie aufzurufen, an der russischest Front für ote Freiheit der Ukraine zu kämpfen. — Dieses plumpe Manöver wird bei den ukrainischen Soldaten kaum Erfolg haben. Die ukrainischen Soldaten werden sich selbst sagen können, daß die Zentralmächte keine Veranlassung haben, dre Freiheit der Ukraine zu bedrohen.
England und die Stockholmer Konferenz.
Berlin, 8. Aug. Wenn sich auch bei einem grvßen Teil der englsichM Ärbetterschast eine heftige^ Opfi^itton gegen die Stockholmer Konferenz geltend macht, so ward doch nach verschiedenen Blättern mehrfach angen'omiE, daß hex dem bevorstehendest Kongresse der englischen Arbeiterpartei die große Mehrheit für Stockholm stimmen werde.
Der „Vorwärts" bespricht das Wachsen der Friedensbewegung unter den eiiglischen Arbeitern und meint, diejenigen Unterhausnntglieder seien schlecht beraten gewesen, die der Ansickft der souderbaren Brüder Hugo Hao.se und sttorthclisie folgten und die Friedensresolutton des Rerchs- tags mit einer üblichen Geste abtaten. Auch die iGernnanra schreibt: Trotz aller Warnungen vor den deutschen ^ntr^ gen läßt sich der Friedensgedanke weder in Esigland, noch in Frankreich melxr zurückhalten. Wenn die Regierungen to: Bewegung nicht Rechnung ttageu wollten, dann würden dre beiden Länder Rußlands Beispiel nachahmen Unter diesen Umstäliden inöchte man natürlich lieber die Revolution in Deutschland ausbrechen sehen und prophezeie sie bei reder Gelegenheit, weil man gern glaube, was man wünsche.
Kriegslieferant Amerika.
Haag, 8. Aug. (B. T.) Wie Reuter aus Washmgwn meldet, habe der Krieg sindustrierat beschlossen, daß die Alliierten dieselben Vergünstigungen wie Amerika selbst betm Ankauf von Kriegsmaterialien erhalten sollten.
Hollands Brotration.
H a a g , 8. Aug. (B. T.) Het Volk meldet, daß die Brotration in Holland demnächst erheblich verkleinert werden werde.
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