Ausgabe 
2.8.1917 Erstes Blatt
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in* irteWcBc^c werrvvl^ ,,(Jktntifitrat' / so tfl&tnte

hutri.? iwe (YrnfcfoniefWutiici dieses (Goldes nbce recht erheblickM Summe dem Golldb-estand der Neichzlxmk zugefichrt werden. Mso fort mit den Ohrringen Wgmrsten des Deutschen Vaterlandes!

*

Lebensmittel.

** Die Ausgabe der B r o 1 -, B U t t c r -- und fleisch- harten erfolgt diesmal Freitag und Samstag, den 3. und 4. d. Mts., und zwar für die Bezugsberechticften mit dem Zu­namen A -K Freitag imb von LZ Samstag.

** Stadt. Obstv erkauf. Morgen Freitag gelangt wieder Obst durch die Stadt in den Marktlauben zum Verlauf.

** Amtliche Pe r s o nal u a ch r i ch t e n. Ter Großher- -zog hat am 29. Juli l. Js. dem Pfarrassrstcnten Wilhelm Koch zu Neustadt i. O. die evangelische Pfarrstelle zu Leeheim über­tragen. Ter Großherzog hat am 14. Jtrli d. Js. den Ober- bahnassistenten in der Hessisch-Preußische:: Giseubahngemeinsä>aft Robert Molros zu Oppenl-eim auf sein Nachsuchen vom 1. 9lug. d. Js. an in den Ruhestand versetzt, und dem Bahnwärter in der Prrußisch-Hessischeu Giseitbachrgemeiuschaft Johannes Becker zu Grob-Umstadt aus Anlas; seiner am 1. August d. Js. erfolgten Versetzung in beit Ruhestand das Mlgemeine Ehrenzeichen mit' der InschriftFür treue Dienste" verliehen.

** Auszeichnung. Kanonier SeligMann ans Gießen bei!einer Munitionskolmrne, erhielt die Hessische Ärpserkeitsntedaille.

** Ihre Silberne Hochzeit feiern Dienstag, den 7. Ajug. Wagenaufseher Balfer Wagner und Frau Marie qeb.

,Hartmann.

** 25jähriges Jnbiläu m. Die Weibzeugbeschlieberin «und Haushälterin Fräulein Lina Den har dt war am 1. August di.Js. 25 Jahre mit grober Pflichttreue und Gewissenhaft:gleit in der Universitals-Frauenklinik tätig. Glückwünsche und ÄnerkeN- ntung wurden ihr von dem Direktor, den Beamten nttd dem Personal der Anstalt in vollem Mas; zuteil.

** Zur sta atlichen Lein:vvvs o r gung . Weil vier Fünftel der Rohstoffe' des Leimes (Leim, Leder, Knochen) W Grsatzsrrtter verarbeitet iverder: müssen und ausländische Rohstoffe nur in sehr geringen Merrgen ein ge führt lvcrden, Mrnen in den deutschen Leimfabriken zurzeit nur etlva bis 8 Prv'zent der Friedensmenge yergestellt werden. Die Hierdurch wackffeirde Leimnot bedingt die staatliche Regelung der lLemtv^cwillmy. Die leimverbra'uchenden Gewerbe Wer­der: zu diesem Zweck in 4 Gruppe:: geteilt: 1. die Gruppe des- denM>en Holzgewerbes (Schreiner, Glaser, ^Drechsler, Hvlzbildhailer, Bürsten-, Pinsel- und Kinder- snagenfabrikanten), 2. die Gruppe des deutschen Wagen- Bau- und Stellm-achergewerbes, 3. die Gruppe des deutsche:: Malergewerbes (Maler, Tüncher, An­streicher, Stukkateure, Tapezierer) und 4. die Gruppe des deutschen Bnchdindergewerbes (ckuch Druckereien, in- Kojweit sie Buchbrrrderarbeite:: anfertigen). Jede Grippe bildet eine Bezugs verein i gnr:g, die die Verteilung '.des Leimes ans der: einzelnen Betrieb vornimmt. L e i nt erhält nur der jenige Gewerbetreibende, der einer gewerblichen Organisation crngehHrt. Die Oraanisati'on für den Kreis Gießen findet am strä ch st e n S o n n t a g im Gewerbehaus statt (s. Anzeige). iDort wird gleichzeitig die Bedarfsme::ge für die Monate Aull, August ruw September festgestellt. Es ist nötig, daß alle Ge:r erbetreibenden, die Leim verbrauchen, sich meldet: -und, insoweit sie noch keiner gewerblichen Organisation an- ,gehören, den: zustmchigen Geroerbeverein beitrete::.

** G o s k o k s wird vom 6. August 1917 ab rrur gegen Kohlew­irrte mW nur nachmittags von 1 bis 4 Uhr abgegeben und zwar j«den,Montag.' an Hccushaltungen des 1. und 2. Brotmarkerckezirks; Dienstag: an Haushaltungen des 3. und 4. Brotmarkenbezirks; Mrttwei an Haushaltungen des 5. und 6. Erotmackerrbezirks; Donnerstag: an Hmrslialvmgen des 7. mW 8. Brotmarkenbezirks; Freitag: au Haushaltungen des 9. Mw 10. Brotmarkenbezirks: Samstag: an .Haushaltungen des 11. mW 12. Brotmarke:wezirks. Die abzugebende Kvksmenge richtet sich nach dem zur Verfügung stehenden Vorrat mW beträgt bis' aus weiteres 1 Zentner für zwe: Wochen. Tie Brotansweiskarten sind Voranzeigen. Siehe Bekannt- nmchung.

** Die Abgabe von Kohlen oder andcrenBrenn- und Heiz st offen darf Vom 6. August 1917 ab- nur noch gegen Kohle:wezugsscheine oder Kohlenkarten erfolgen. Siehe Bekannt­machung.

** S teno g r aphie. Bei der am 8. Juli in Gießen :nit dein Bezirlswettschreiben verbundenen Praktikerpruftrug (240 Sil­ben in der Minute) konnte Herrn Fritz Dörr ans Heuchelheim die Befähigung als praktischer Sttniograph u:w bei der (tzesthäfts^ Iftenographeitprühmg (150 Silben in der Minute) Fväulnn Lilly Herrm-nn-Gießen (Ges.-, Herrn -Adolf Störiko-ivreßen (Gym.s) Mw Herrn Wilh. Ringshausen^Friedberg die Befähigung als Ge­schäfts-Stenographen anerkannt werden. Beiden Prüftnrgeu lag ein Zehil-Diiunteu-Diktat Mgrunde.

** lieber freiwillige Ablieferung von Einrich- tUMsgegenstcnwen aus Kupfer mw Kupferlegierungen befindet sich eure Bekarrntmachnng in unserem heutigen Blatte, auf die wir besonders Hinweisen. '

** Nach der Bekanntmachung, betr. die Außer- 'kurs setzun g der Zweimarkstücke vom 42. Juli 1917 sind die Zweimarfftücke einzuziehen. Sie gelter: vom 1. Januar 1918 ab Dicht mehr als gesetzlul>es ZcchLungsnnttel. Bon diesem Zeitpunkt ab ist außer den mit der Einlösung beauftragten Kasse::' niemand verpflichte:, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. Bis zum 1. Juli 1918 werden jedoch Znreimiarkstücke bei den Reichs- und Landeskasseu zu ihrem gesetzlichen Werts sowohl in Zahlung genommen als auch gege:: Reichsbanknoten, Reichs kaffenscheine oder Darlehnskassen­scheine utnigetauscht. Die Verpflichtung zur Annahme :md zrrm Um­

tausch (6 28) fdwet mrf dmWÄer^e ww anders M durch dar f

wähnlichen UmLauf im Gewichte verringerte sowie auf versiklschte Münzstücke keine Arrweiwimg. Auf die in Form von Denkmünze:: geprägte:: Zweimarkstücke stnden die Vorschriften dieser Verordnung keine Anwendung.

** Das Kreisblatt N r. 131 eitthÄt Bekanntmachungen über: Ernährung der Selbstversorger. Preise für Fleisch und Fleischwaren ausländischer Herkunft. Aus- und Durchfuhrverbot für Waren. Verbot des Nm:chcns und Feueranmachens. 5kohler^ ersparnis. Versorgung mit Frühkartoffeln. Bauschätzer für den 6., 7. und 8. Bezirk. Zuckervcrbrauchsregelung. Bekämpfung des Schleichhandels. Kohlensteucrgesetz. Holzabstchr. Feldbereinigungj Lang-Göns.

Landkreis Gießen.

-g- Großen-Linde n, 2. Aug. Der hiesige Durnver- e i n blickt auf 25 Jahre seines Bestehe:is zirrück. In seiner General- versammlimg wurden daher zu Ehrenmitgliedern ernannt die Grün- drmgsmitglieder Kvnsumlagerhalter Johs. Stermmgel, Maler Ge­org Kltngekhüser, (^-astwirt Philipp Schaum IV., Bergmann Ludtvig Lang und Wilhelm Kleßjer I. Da der bisherige Leiter Johs. Stein- uagcl nach 20jähriger erfolgreicher Tätigkeit zurücktrat, wurde er z-um Ehrenvorsitzenden errrannt, uiw Hauptlehrer Bach zum ersten Sprecher gewählt. Ktieasinvalwe Karl Faber III. wurde zum Rech­ner, Maurern leister Wilh. Weif; II. zum Gegenschreiber :md Eisen­bahner I. Janz zun: Vorstandsmitglied erirannt.

tt. Treis a.L., 31. Juli. Unsere beiden vm: dex Militär- bchSrd-e cmgeforderten G locken, die große 13 Zentner jckzwere und die kleine 27<> Zentner schwere, wurden, nachdem sie am Sonntag abend ihrer: Mfchiw geläutet hatten, gestern abgenommen und heute zur SümnrelsteLe nach Großen-Buseck gebracht. Die große war 1874, die kleine £884 von Georg Otto in Gießen umgegossen worden, nachdem die ersteve durch Blitzschlag, die letztere beim Läuten gesprungen war. Die kleine kragt außer dem Namen des! Glockengießers noch die Inschrift:Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden." Die mittlere Glocke, die wir behalten haben, ist die sog. ?lppel. Sie ist sehr alt und soll der Sage nach von einem Wildschwein zu Oberseilbach, einem zum hiesigen Kirchspiel gehörige::, im 12. oder 13. Jahrhundert ausgegangenem Orte, aus der Erde gewühlt imb daraufhin hierher gebracht worden sein. Sie ttug in alten Schriftz-sicheir die Jüschrift: Veni cum pace o rep gloriae, .zu deutsch:Komm mit Frieden, o König der Ehren", aber keine Jahreszahl. Auf beiden Seiten zeigt sie ein Ktuzesft. Sie wird wohl aus dem 14. Jahrhundert stainmen. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reservist Heinrich Michel von hier, zurzeit in einem Infanterieregiment, der schon in 1914 schver verwundet! durch einen Lmrgenschuß worden war.

Kreis Büdingen.

A- Ecka rts b or n, 31. Juli. Das Eiserne Kreuz erhielten der Gefreite S ch ü de l und Pionier T r a u r i g.

H eeg h e i m , 31. Jüli. Die hiesige Post- und Telegraphen- hilfsstelle wurde ausgehoben.

# V o n Hausen, 31. Juli. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der slanonier Wilhelm Heß.

Kreis Alsfeld.

:w- Ob er-Ohmen, I.Aug. Hier wurde in der Nacht bei zwei Einwohnern eingebrochcn und die Speisekammern um Speck und Würste erleichtert. Mittels einer -Leiter bestiegen die Diebe das Haus. Die Fensterscheibe der Vorratskammer war mit einem Glaserdemaut, wie ein die Schreiner besitzen, durchschnitten. Ein Bettgedeck und einige Gläser Gelee hieß der Einbrecher gleich­falls mitgehen. Der Einbruch hier hat viele Aehnlichkeit mit den: zu Ruppertenrod ausgeführten.

up. Ober- Ohmen, 31/Juli. Unser prächtiges, aus vier Glocken bestehendes Geläute hat drei Glocke:: abgegeben, die große, über 21 Ztr. wiegende Glocke nebst den zwei kleinsten. Diese große Glocke war anstelle ihrer Vorgängerin, die zersprungen- gegossen worden in der Glockengießerei Ullrich zu Apolda. Unsere zweite Glocke ist erhalten geblieben, weil sie einen historischen Wert hat: sie wurde 1501 gegossen. Von dem Geläute zu sttupperten- rod, 'das aus drei Glocken besteht, wurden die erste und zweite abgeliefert. Dieses Geläute rvurde gleichfalls vor 25 Jahren aus derselben Werkstätte wie die große Glocke zu Ober-Ohmen geliefert.

Kreis Lauterbach.

rr. Schlitz, 1. Aug. Bei einem schweren Gewitter, das sich in vergangener Nacht ztvisch-en 10 :md Hs 11 Uhr über imserev Gegend entlud, schlug der Blitz im nahen Dorfe Pfordt im Fulda- grnnd in das Gehöft des Gastwirts Schäfer ein. Im' Nu stand der große Wirtshaussaal und die mit eingefahrenenl Korn und Heu gefüllte Scheune in bellen Flammen. _ Bald griff der Brand auch aus das Wohnhaus des Schäfer und die angrcnzenderi Wirtschafts­gebäude des Landwirts Müller über, die ebenfalls den: Feuer zum Opfer fiele::. Mit Müh' und Not konnte durch das Eingreifen der Fenertvelnen von Schlitz, Hutzdorf, Frar:-9toMbach, Uellershausen, Hart>ers'l?auslei: das Möllmsche Wohnhaus gerettet werden. Alles Vieh konnte in Sicherheit gebracht werden; doch ist sonst der Schaden recht bedeutend.

Kreis Friedberg.

Q Bad-Nauheim, 2. Aug. Seit Kriegsausbruch ist die Zahl dqr Mitglieder rmserer Stadtverordnetenver-' s a m m l u n g durch Todesfälle, Einberufungen uird sonstige:: Grün­den von 18 auf 9 gesunken, und trotzdem hält es schwer, die Ver­sammlung beschlußfähig Mfammenzickringen. So mußte die für Dienstag nachmittag angesetzte Verfammlung wegen ungenügender Besetzung ausfallen und es nulßte gestern früh eine zweite Sitzung mit gleicher Tagesordnung angesetzt werden, in der folgende Be­schlüsse gefaßt wurden: Ta auch unsere Umgebung sehr unter Feld- diebstühlen Kn leiden l)at, soll eine Verordnung erlassen tverden, nach lvelcher der Aufenthalt und die Beschäftigung in Gärten und Fel­dern, die nicht direkt mit bewohnten Grundstücken Msammcn- hängen^ ft: der Zeft von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens ver­boten srnd. Der Zuschuß ftft die hier zi: errichte:rde Säuglings-

SevatmrgAstelle rvatf ixm fi)0 auf M M. MLch echöht. Dke

am östlichen Teil der Beneckestraße gelegene Straße erhält den

Namen Steinfurther Weg.

-- Butzbach, 1. Aug. Für hilfsbedürftige KriVgersanMe:: der Stadt spendete Jngrenie::r Müller-Leonhard: und Frau 1000 Mk. Schon fäiher hatte das Ehepaar für den gleichen Zweck 5000 Mk. zur Verfügrmg gestellt.

NrvchL unv Schule.

4- Eisenach, 1. Aug. Nachdem tvegen der ericheu Zeftver- hättnisse und tvegen der nnüberivindlicki-en Schwierigkeiten in Be­zug auf den Verkehr, die Ernährung und die volle Jnanspruchuahn:e der öffentlichen Räumd der Stadt zu militärischen Zwecke:: die eigentliche Resormattoussubelfeier in Wittivckierg hat abgesagt bzw. verschoben werden Müssen, ist es dankbar zu begrtißen, daß ein großer kirchlicher Verband die allgemeine evangelische luthe­rische jKionferenz in den Tagen vonr 6.9. August ihre 15. Konferenz an anderer geweihter Lutherstättc, nämlich in Eise­nach, abhält. Die Tagung wird aM Montag, den 6. Aug., eröffnet.

vermischter.

Müssenmord einer Geistesgestörten.

* Günzenhausen (Bayern), 1. Aug. (Priv.-Tel.) Die 47 Jahre alte Frau des inr Felde stehende^ SchulMachermeisters Fried­rich Dann e r, die seit längerer Zeit Spuren von Geistesgestörtheit zeigte, hat in der Rächt ihren 78 Jahre alten Schwiegervater, den sechzehnjährigen Sohn und Realschüler .Hans, de:: sünszehnsährigen Sohn und Schuhunacherlelirling Fritz und ihrr vierzehnjährige Toch­ter Frieda erschossen. Ein Versuch, sich selbst durch Revolverschüs:> zu töten, mißlang. .Außerdem steckte sie ihr aHus iu Prcmd. Das Feuer wurde dürft: die Feuerwech gelöscht. Die Fron hat man nach der Kreisirrenanstalt in Ausbach gebracht.

Der Zentner Kernobst 6 Mark.

W ü r z b u r g, 1. Aug. Menu die Stadtverivaltmrg schon während der Kirschmernte das Pfund Kirsche:: für 20 Pfennig cm die .Bevölkerung abgeben konnte, so wird ihre weise LebensmitttSversor- gimgspolitik noch Mehr den Neid anderer Städte erregen, wenn man erfährt, daß an die Einwohner vorerst 300 Zentner Aepfel und 100 Zentner Birnen der Zentner 6 Mafft abgegeben Ivette rr. Weitere Obstmengen sollen später aus dem Rentanttsbezirk an die Stadt abgeführt werden. Mso gutes Obst kostet in Würz bürg 6 Mk., was kostet wurmstichiges Fallobst in Hessen?

Witterungsbericht.

(Oeffcntlicher WetterdienfU

Bedeckt, Regensalle, kühl.

Letzte Nachrichten«

Englische Fliegerangriffe.

London, 31. Juli. (MDB. Nichtamtlich.) Die Admi­ralität teilt mit: Englische Marineflieger warfen Samstag nacht mehrere Tonnen Bomben auf Brügge, Thouront, Middelkerke und Ghistelles. Gute Ergebnisse, zahlreiche Ex­plosionen. Die Flugzeuge sind zurückgekehrt.

Notiz: Von zuständiger Stelle erfahren wir, daß bei diesem ^Angriff kein militärischer und nur unbedeutender sonstiger Schaden angerichtet worden ist.

Englifch-ameriklmischk Pressehetze.

Berlin, 1. Aug. lWTB. Nichtamtl.'> Reuter hat kürzlich die Nachricht verbrei:et, daß das Departement für öffentlich- Gesundheitspflege in Washington vor dem Gebrauch von eng­lischen: Heftpflaster gewarnt habe, unter Hinweis aus die Gerüchte, daß deutsche Agenten ein mit Typhus- und Starrkrampfbazillen infiziertes Heftpflaster im ganzen Laude vertteiben. Auch bat, der Juftizminister initgeteilt, daß bei der Untersuchung durch Sachkundige Starrkrampfbazillen bei Heftpflaster gesunden wor­den seien, das. wie man annimmt, von Anhängern Deutschlands verkauft worden sei. Dieses neue Erzeugnis der englisch-amerika­nischen Pressehetze reiht sich würdig den früheren Verleumdungen ähnlicher Art, wie dem Märchen über die vergifteten Flieger­bonbons, über die Impfung von Kriegsgefangene:: mft Typhus- !und Tuberkelbazillen u. a. an und kann nur als ein neues Hetz­mittel gemeinster Art bezeichnet werden. Daß gerade die Presst der Vereinigten Staaten in letzter Zeit beso7Ü>ers häuffg Verleum­dungen der erwähMen Art gebracht hat, das zeigt nur, zu welchen Mitteln die Regierung greffen muß, um die .Kriegsbegeisterung bei dem Volke zu schüren.

Fragen an den holländischen Marinemirnster.

Amsterdam, 1. Aug. (WTD. Nichitamtlich.) Die Nie- derländ. Telegraphe::-Agentur meldet aus dem Haag, daß von einen: Mitgliede der Zweite:: Kammer folgende Fragen an den Marine:ninister gerichtet wurden: War es den Ma- rineliehörden bekannt, daß in der Nacht vom 15. auf 16. Juli ein Geleitzug deutscher Schiffe einer: holländischen Hafen verlassen und nach Norden fahren würde? Wurden Maß­regeln getroffen, um diese Schiffe vor eventuellen An­griffen in unseren Hohertsgewafsern zu schützen? Falls reine Maßregeln getroffen wurden, war das aus den Mangel an Material zurrickzuführeu? Hat der Mimster, wenn sich das so verhält, die Absicht, in Bälde mehr Hilfssahrzeuge einzustellen, damit unsere Wste genüge-nd bewacht werden kan::? Waren bei dem Angriff des englffchen 11-Bootes aus zlw-eitSchiffe an: 27. Juli an der Wüste von Texel Patrouillen­fahrzeuge auf See oder mußte man m:ch in diesem Falle, als eine Verletzung der Neutralität drohte, erst auf die An­kunft vom Torpedobooten aus dem Hasen von Nieuwediep warten?

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Heyligenstädt & Co Werkzeug- Maschinenfabrik und Eisengießerei, Aktiengesellschaft in Gießen eingetragen: Der § 11 des Gesellschafts- Vertrages ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 28. Juni 1917 geändert worden.

Gießen, den 30. Juli 1917.

Großherzogliches Amts gericht. _ 5740B

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