Flugzeug Mül Absturz ins M«r Die herbränlenden englischen Wachschiffe wurden durch unser Feuer verirren. Am 23. Juli qing eine englische Abteilung, die aus drei Bataillonen, zwei Batterien und ernern Kanal lerreregimcnt bestand, 'b& Abu Galian vor irnd kehrte nachmittags in ihre Ausgangsstellung Dell Fari zurück.
An der Gaza-Front mäßiges Artilleriefeuer, auf unserem rechten Flügel war es etwas lebhafter.
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Die Ernennung des neuen Reichskanzlers und die Türken.
E Kon st an tinopel, 25. Juli. (WTB.) Die Blätter ver- oftmlli chen ettr Telegramm, in dem der Kaiser Wilhelm dem Sultan die Annahme der Demission Bethmann Holllvegs und die Ernennung Dr. Michaelis' zum Reichskanzler mitteilt. >3* dem Telegramm heißt es, die Persönlichkeit Michaelis' biete hinreichende Gewähr, daß die unter seiner Leitung bisher zwischen cien beiden Regierimgen bestehenden aufrichtigen Beziehungen wei- terhin im selben Geiste vollkommenen Einvernehmens und der Bundestreuc gegenseitig weiterbestehen werden. Der Kaiser bittet den Sultan, dem neuen Kanzler dasselbe Wohlwollen und Verträumt wie dessen Vorgänger gewähren »u wollen.
-8er ©ulten erwiderte mit einer Depesche, in der er dem Kaiser für die Mitteilung dankte und sagt: „Das Vertrauen und )re Wertschätzung, die Eure Majestät Michaelis gegenüber bekundet, indem Eure Majestät ihn als Nachfolger eines so bewährten und treuen Staatsmaimes wie Bethmami Vollweg berufen har, bieten größte Gewähr für die Weiterentwicklung und Festigung der Bande der herzlichsten Freundschaft und der aufrichtigen Bünd- irisse, die zwischen unseren Reichen bestehen. Ich bitte Eure Maje- lEt, überzeugt zu fern, daß Michaelis das gai^e Vertrauten und die Wertschätzung genießen wird, die seinem Vorgänger von meiner sette zuteil geworden ist, und daß er auf die aufriästige Mitarbeit meiner Regierung wird reclpven können.
Die Zunahme der englischen Rriegsausgaben.
. ^ o nd o n, 24. (WTB. Nichtamll.) Meldung des Reuter-
schen Bureaus: Sonar Law brachte eine Kreditvorlage über 7)50 Mill. Pfund Sterling ein, wobei er sagte: Es handelt sich icm einen Kredit, der uni 150 Millionen höher ist, als irgend einer der früheren. Die durchschnittlich tägliche Ausgabe aus dem letzten Kredit hat den Voranschlag um eine Million Pfund täglich überttoffen. Der Voranschlag war 5 400011 Pfund täglich, wogegen sich die tägliche Ausgabe an 112 Tagen des Fiskaljahres aur 6 700095 Pfund stellte. Von dem Mehr an Ausgaben ent- ^ a 5 e, L 000 Pfund auf Heer, Flotte und Munition, 56 900
au* Borichüsfe an bic müextm und die Dominions, 307 OM
auf verschiedenes. Bonar Law erklärte, er sei einigermaßen» e'Ntläuscht, daß 1 ro tz d er H il f e A m c r i k a s di e V o r- s chüss e an bi e All i ierten zu genommen hätten. Matt habe s«h ledoch immer auf den Standpunkt gestellt, daß die Alliierten rat Ganzes bildeten. Die Bürde, die England aus sich genommen habe, sei groß, aber es könnte sie als einen Beweis für dre eigene Selbstlosigkeit betrachten. Gr sei überzeugt, daß Präsident Wilson und seine große Nation diese Frage mit Hochherzigkeit behandeln würde oder besser gesagt, mit Verständnis da-t sur, daß die Sache der Alliierten eine gemeinsame sei, und daß
man sich darauf verlassen könne, von den Vereinigten Staaten!
die Mittel zum Ankauf von Vorräten aller Art für die Alliierten m erhalten. Die gesamten Vorschüsse an die Alliierten und die Lwnrmions betrugen 1025 Millionen, an die Dominions allein nur 146 Million«!. Die Zunahme der Ausgabe für das Heer, mt Bonar Law fort, ist daraus zurückzu führen, daß wir größere .Zahlungen au Indien für Dienste leisteten, die mit dem Kriege zufammenhäugen Das soll heißen, daß wir ein stärkeres Trupven-i autgvM von Jndren erhielten, als wir bei der Auffstellimg der Voranschläge erwarteten. Auch für Flugzeuge haben die Ausgabett ^genommen. Ebenso hat der Umstand, daß imfere Verluste an der Front geringer als in den letzten Jahren waren, die Ausgaben stir das Heer erhöht. Die tägliche Nettozmrahme an Kriegskosten war, abgesehen von den Anleihen cm die Alliierten und den Ausgaben^ du wtt m der Folge zurückerstatteten, 300 000 Pfund. Es ist oWenbar, daß der Voranschlag erheblich überschritten werden mußte, in der Hauptsache wegen der Alliierten. Die Gesamtsumme der Kriegskredite bettägt 5 200 092 Millionen Pfunnd. Kein Land, auch wenn es die größten Hilfsquellen der Well besitzt, kann mit größerem Recht sagen, was ich bei einer früheren Gelegenheit sagte, daß nicht Mangel an Geld uns hindern wttd, den Krieg zu gewinnen woraus wir alle hincttbeiten.
? enn .a. Hat, vom Schatzkanzler genauuteu Zahlen enthielten den mcht sehr großen Bettag, der an Zinsen für dft öffentliche schuld ausgegeben wurde. Man nrüsse vor dem Schluß v&r äsenden Fiskaljahres mtt einer täglicher! Gesamtausgabe von acht Mlllionen rechnen. Die tägliche Einnahme betrage etwa zwei Millionen; es müßten also sechs Millionen durch Anleihe aufgebracht werden. Das bedeute eine weitere Einkomutensteuer von! drer SWing vier Pence auf das Pfund. Wenn man dies auf die bestehende Einkommensteuer schlage, werde die Leistung des briti scheu Steuerzahlers aus das ungeheure Verhältnis von acht Shilling auf das Pfund gebracht. >
London, 25. Juli. (WAV.) Unterhaus. Der Kriegs-, kredrt ist bewilligt worden.
Ein FriederrSvorschlag im englischen Unterhause.
London. 25. Juli. (WjTBs Meldung des Reuterscheu Bu roaus. Das Unterhaus wird am Donnerstag über einen, ZUsatzantrag zum Anleihegesetz verhandeln, der von den Friedensfreunden Ra msay Macdvu-atd und Tr e o o e - l y n eingebracht raorben ist. Dieser erllärt: „Die jüngste Frizens- entschließung des deutschen Reichstags bringt Grundsätze zmn Ausdruck, für die unser Land einttttt", rtnd verlarrgt von der Regierung, daß sie gemeinsam mit den Alliierten ihre Friedensbedingungen von neuem seststellt. Wetter heißt es in dem Zuscrtz- axrnttag, die Alliierten sollten den russischen Vorschlag annehmen, daß an den bevorstehenden Beratungen auch die Vertreter der Völker und nicht nur die Staatsmänner der Regierungen tetlnehmerr sollen.
Uneinigkeit der Ententetruppen an der mazedonischen Front
Berlin, 24. Juli. _ (WTB. Nichtamtlich.) Ein italienischer Gefangener erklärt, daß sein Dioisttxnskoniinandeur den folgenden uvagesbesÄst erlassen habe: „Meine Soldaten der 35. Division! werden nicht eher Vorgehen, bis die Franzosen bis 15 Kilometer hinter die feindlichen Linien vor gedrungen sind. Wir sind lediglich hier, um die Stellung zu halten. Vermeidet aber Streitigkeiten! mtt den Franzosen. Ich selbst werde Eure Interessen vertreten."
Ettl weiterer italienischer Gefangener sagt aus: Die Brigade ^vre kam anr 12. Juni Mr Sttafe in die vordere Stellung, wegen Re o osten und Sttettigkeiten intt den Franzosen in der Ruhestellung bei Brod, wobei es auch Tote und Verwundete gab.
Die englischen Angaben über die Flugzeugverluste sind
gefälscht!
< ^ o r li n , 24. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Einen unwiderlegbaren Beweis für die Verschleierung der englischen amtlichen Angaben über die Flugzeugverluste bietet die englische Verlustliste, die für den Monat Mai 157 Offiziere und Mannschaften des englischen Fliegerkorps als vermißt, 122 als tot meldet, während die Zahl der als verloren gemeldeten englischerr Flugzeuge von den Engländern im Mai mtt nur 86 angegeben wurde. Diese 86 Flugzeuge waren mtt ihrer Besatzung von 137 Offizieren und Mannschaften nicht zurückgekehrt und wären als verloren und vermißt gemeldet. Die Zahl der 122 Getöteten letzt sich unzweifelhaft aus den Besatzungen der hinter den englischen Linien abgeschossenen englischen Flugzeuge zusammen, denn es ist doch nicht anzunehmen, daß hinter den englischen Linien 122 Flieger getötet werden, ohne daß die Flugzeuge dabei Schaden erlitten. Bei der Zugrundelegung dieses Verhältnisses zwischen Besatzungen und Flugzeugen wie bei den Vermißten entsprechen diese 122 Tote etwa 80 Flugzeugen, die die Engländer in ihrem Bericht unterschlagen haben. Diese Zahl stimmt fast ganz mtt der von den deutschen Fliegern als hinter der englischen Front abgeschossen gemeldeten Flugzeugen, überein, die 75 betrug. Die Engländer haben im Mai also nicht 86 Flugzeuge, sondern mindestens 161 verloren. Aehnlich wie die Engländer die Zahl ihrer verlorenen Flugzeuge möglichst niedrig angeben, erhöben sie die Zahl der angeblich ab geschossenen deutschen Flugzeuge nach Möglichkeit, indem sie jedes niedergehende oder den Kampf abbrechende deutsche Flugzeug als abgeschossen buchen.
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Die Kriegsziele und das englische Unterhaus.
a 26.lJKlli. (WTB.) Reutermpldmrg. Unterhaus
Robert Ce eil antwortete aus die Kritik Tillon« über die BcMrnpollttk der Regierung und die Operationen bei Saloniki E«Ä wies die Vorwürfe Dllllms über die Moral der Truppen zurück. Er nahm Anstoß au der Auffassung Dillons, daß die Rvgie- rWrg-wr^ Begriffe 1 -ei, Serbien im Stiche zu lassen. Das sei absolut unrichtig. Die Regierung beabsichtige durchaus mcht, von ihrer Verpflichtung zurückAutteten. Serbien müsse vollständige Wiederherstellung und Entschädigung erhallen. Ceett erklärte: Ich bin mit der Aeußerung rares Abgeordneten einverstanden, daß Oesterreich nicht der Hauptfeiud sei. Der Hauptfeind mhtne Deutschland sein. Was Ut allgemeinen Fnedens- grundsätzc betteffe, so M'rsse der erste Grundsatz sein, treu zu den Verbündeten yx JrifiteL lieber Elsaß-Lothringen hab^ ,rvantterch ferne Wüwche Mtszusprechen, und England habe es zu iWberstützen. Derselbe Grundsatz gcktt für die übrigen Verbündeten besonders für Serbmi. England halte sich unbediirgt für verpftich- t-et, es ^ederttrzustellen und schadlos zu hatten Was die süd- ilawrsche Bew^^ng betreffe, so sei es gefährlich, weitcrzu- geyra, ach dre Regierung m ihrer Antwortnote an Wilson es tat Dre Regierung erklärte darin, daß sie wünsche, unter: den unterdrückten Natimialttäten auch die serbische zu befreien, aber sie gehe nicht wetter tmd verpflichte sich nicht ans eine bestimmte Fvrrn' der
-vC.
Der ztvAe Ausgleich, für den England Krieg führe, sei ein dauerhafter Ausgleich Uüd .ein befriedigender Friede, der nicht auf EAerung und Herrschaft, sondern aui dem Grimdsatz der Selbst- sta^lgkett der Völker beruhe und der den neuen Zustand gegen kunfllge Aenderung sichere. Ms d r i t t e s g r o ß e s K r i e g s'z i e l lei oft che Beseiti gnng des deutschen M i litarismstts ^zeichnet worden. Sie bilde tatsächlich einen Teil des zweiten «orunchatzes. Er wünsche die Vernichtung des deutschen Militarismus, wert er eine große (Gefahr für den künftigen eltropäischen Frtt- den bedeute. Die Rede des deittschen Reichskanzlers Dr. Michae- lrs enthalle zwe^i charakteristische Füge. Erstens iwrlange er einen nrr Deuttchland siegreichen Frieden, ztveitens lehne er jede demokratisch- Aendernng der deutschen Verfassung ab. Das seien Cba- rakterzüge von schlimmster Vorbedeutung. Lloyd George sagte mtt ern«m demottattscheu Deutschland würde es leichter sein Frieden zu schließen. Er sei derselben Mrättmg, denn wenn Deutschland eine Demokratie gewesen wäre, so würde dieser Krieg nicht statt- geftrnden laben. Wenn in Deutschland wirllich eine dem'o kr a- tische Regierung ranchttt würde, so wäre damit eine starke Bürgschnt gegeben, daß die deutsche Politik eine endgültige Wendung genommen bätte, und daß die Gefahren, deren man sich in stukuntt von Dmttschlmck zu versehen hätte, entsprechend verminderst 'Mlrden.
Die Pariser Konferenz.
Paris, 24. Juli. (WDB.) Ribost hatte nachmittags eine lange Unterredung nrtt Sonnino, Lloyd George und B a l- f o u r. Albert Thomas und P a i n l c v 6 nahmen an dieser Un- terredmrg teil, nach der sich Mbot zum Präsidenten der Republik P o i n c a r 6 begab.
Paris, 24. Juli. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Ri bot empnng den italienischen Minister des Aeußeren Son- Ms Vertreter Frantteichs nehmen Mi der .Konferenz tett: Rchot, Painlevö, Äaatzie, Bourgeois, Thomas, Jvnnart, Jules Cam- bon, General Fvch und de Marguertte.
Tie Kammer nahm einmüttg mit 479 Sttmmen das vom Senat schon angenommene Gesetz Mer die Mündel der Nation Mi, durch das Kriegswatsen und die Kürder der Kriegs verletz
daß die Schiffe rn einer Entfernung von zwei Merlen von
der Küste versenkt worden seien.
Lu§ dem Reiche.
Die .Kaiseistn in Münster i. W.
Münster i. W., 25. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Ihr« Majestät die Kaiserin ist heute hier eingerro-ffen. Säe begab sich, herzlich begrüßt von der Bevölkeriing, durch di^ rcichbeflaMte Stadt in Begleitung der Prinzessin AugUft Wilhelm rn das Gcrrnisvnlazarett und in das Clemens- Hospitals wo sie sämtliche dort urttergebrachten Verwund deten besuchte. Für morgen ist eine Besichtigung der Lc^a- rette stn evangelischen Kvcrnkenhcnise, des !&ereinslazaretts Dom Roten .Kreuz in der Loge und der llebernachtungsstelle fttr durchfahrende Verwundete und der Säugliugsheime in Aussicht genommen.
Der NcichsanStzhutz der Zentrumspartei über die Kriegsziele.
Fra n kfur t a. M., 25. Julü Der Re ich suus schuß der Z e n t: r u m s p a r t e i tagte cun Montag und Dienstag -Nachstehende Entschließung wurde mit überwiegender Mehrheit angenommen: „Der Reichsausschuß der Zentrums^ Partei, zu dessen Sitzungen in Frankfurt a. M. am 23. unÄ 24. ^nli auch sämtliche Mitglieder der Zentrumsfrattüott des Reichstages, sowie die Ätttglieber des Vorstandes des Augustinusvereins eingeladen wären, hat in zweitägiger Beratung die politischen Ereignisse der letzten Zeit eingehend oejprochen. Er nahm eine ausführliche Darlegung der BeS weg gründe für die Stellungnahrne der Reichstag sfrEro^ eittg e g e n. D er^ Reichsausschuß der Zentrums Partei bekenni ttch zu einenr friedender Verständigung unddes A u s g l e i ch s , d er Deut sch l an ds p vl i t i s ch e Siche- rung und wirtschaftliche Weiterentwicklung gewährleistet Er fordert die Zerrtrumsangehörigen mtfj tm festen Vertrauen auf erneu ehrenvollen Frieden gleich unserm heldenhaften .Heer und unserer herrlichen Flotte sejt und unerschütterlich standzuhalten bis zur glücklichen ^'eendigung des Krieges. Eine neue Zeit ist angebrochen. An! ilnser Vaterland werden große neue Aufgabert herantretere) Wrr werden rtnseve ganze Kraft für ihre glückliche Losung
ten unter die moralische und materielle Vormundschaft des Staates gestellt werden
Bern, 25. Juli. (WTB.) Nach dem „Progrös de Lyon nehmen Admiral Jellicoc und General Robertson sotvie italienffck-ersetts Cadorna rtnd Thaou de Revel au der Pariser Konferenz tett, auf der hauptsächlich die riffsische Milttär- frage besprochen werden soll.
Die Revolution in Rußland.
Nene Minister in Rußland.
P e t e r s b u r g, 2.5 Juli. (WTB. Nichtamtlich.) düng der Petersburger Telegraphenagentur. Effensow ist zum Justizmmister und zum Mitglied der vorläufigen Regierung, und Darischnikow zum Minister der öffentlichen Unterstützung ernannt worden. Beide sind Pro- gressisten und Mitglieder der Duma.
Rennenkampf. ^
Berlin, 25. Juli .Nach einer Stockholmer Meldung der Post ist die Anklageschrift gegen den in der Peter-Paulsfestung sitzenden früheren russischen Generalissimus General Rennenkampf um einen neuen Posten bereichert worden. Ihm wird jetzt auch „versuchter und vollendeter Ranb an Privateigentunr in Ostpreußen während der Okkupation dieser Länderstriche durch das russische siegreiche Heer" zur Last gelegt
5 ee?rkrg.
Neue N-Boot-Erfolge.
Berlin, 25. Jult (AmstlichZ Im Atlantischen Ozean und der Nordsee wurden durch unsere Unterseeboote wiederurn sechs Dampfer und vier Segler versenkt, facrimter ein großer bewaffneter Dampfer, wahrscheinlich nrtt Getreideladung. Drei Dampfer wurden aus Geleitzügen herausgefckwsseu. Die Ladungen der übrigen LSchiffe bestanden, sowett sie festgestellt werden konnten, aus Kohle, LstBensnrttteln, Stückguit, Pferden, Holz Mid! ,Salz.
Seit Beginn des uneingeschränkten U- Boot-Krieges sind bereits über fünf Millionen Br u t t o r e g i st e r t o n n en des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes versenkt worden. Der Chef des Adiniralstabes der Marine.
Berlin, 25. Juli. (Amtlich.) Am 23. Juli früh hat eines unserer Flugzeuge rn den Hoofden den holländischen Dampfer „Gelderland" (1877 BRD.) augehalten und mit Unterstützung von Torpedobooten nach Zeebrüaae eingebracht.
Amsterdam, 26. Jult Der hoNändffche Dampfer Vrede" wurde v e r se n k t.
Amsterdam, 24. Juli. (WTB.) Das holländische Motorschiff „Nereus" ist torpediert worden. Der Dmuider Dampstrawler „D a l f i j n" wird vermißt.
Amsterdam, 24. Juli. (WTB.) Einem hiesigen tBlatte wird aus Willemsoord vom 23.Juli gemeldet es verlaute, daß in der Nähe von Texel, wahrscheinlich, außerhalb des niederländischen Hoheitsgebietes, zwei deutsche Schiffe versenkt worden seien. Zwei andere seien aufgebracht worden. Der Lotse des deutschen Dampfers „Norderney" erklärte, wie aus Nieuwedicy gemeldet wird
einsetzeu. Leitend werden dabei für uns sein die alten Grund)ätze der Zentrumspartei, die sich gerade in diesem Kriege, >vo so vieles stürzt, so glänzend bewährt haben) jctemal* war eine kraftvolle Geltendmachung der (^enttüms- grundsätze notwendiger als heute. Dieses hohe Ziel kanu nrtt erreicht werden, wenn die Zeutrumsangehörigen in Stadl und ^and einig und geschlossen, wie bisher, zusammenstehen.
Die freien Gewerkschaften über den Verstandignngsftiedrn.
Berlin, 25. Juli. Die in Berlin tagende K o> n f e r e n z ~. cr Xorft&nbe der freien Gewerkschaften ^ e x/iv 1 anb§ hat nach dem „Vorwärts" gestern folgende Entschließung angenommen:
^Die^ Eewertschaften Deutschlands begrüßen es mtt großer Fceude, daß der Reichstag durch seinen Beschluß vom! 19. Juli sich un Namen des deutschen Volkes für einen Ve r- stand ig ungs frieden erklärt hat. In der Gesamtheit der Arbeiterbewegung, deren Interessen die Gewerkschaften vertreten, findet der Wille zur schnellen Beendigung des Krieges durch Verständigung der Völker nicht 'nur ein- wiittge Zustimmung, die Arbeiter Deutschlands sind auck, berett und entschlossen, mehr noch als schon seither ihre Kräfte für dre baldige Erreichung ihrer Ziele einzu setzen.
Aur Hessen.
Zitt Obftverforgung des Landes
hat Abg. Henrich folgenden Antrag eingebracht:
Ich beantrage, die Großih. Rcgievnng zu ersucki^n: 1. füft
Obsmerpngung Mwvdnuna dahin zu ttefseu, daß die größraen! Bed-arssgememden des Landes, vorab die Städte von bat Landesobstitette bevollmächtigt werden, in besttmmten Kreisen beS ttuen zupehenden Bedarf an Obst dttekt anzukaufen 2. ber betti zuMichgen Rechsstellen dahin zu wirken, daß eine etwa inj ^luspcht gravmmene Beschlagnahme von Obst nur insowert unb m dem Umfange erfolgt, als sie durch den Bedarf der zu beließe rüden Reichs stellen als notwendig nachgewiesen ist.
Erhöhung der Teuerungszulagen fiir Staatsbeamte.
Abg. Dr. Osann stellte in der Zweiten Kam-, m e r folgenden Antrag:
Die Kämmer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen) angesichts der andauernden und steigenden Teuerung der Lebens-j Mittel, überhaupt der ganzen Lebensführung, eine 'Erhöhung der zu gebilligter! Teuerungszulagen an die staatlichen Beamten und Bediensteten, Pensionäre, Witwen und Waiser mtt. eine Ausdehnung auf diejenigen Kreise der Beamtenschaft« welchen seither die Teuerungszulage noch nicht zugekommen ist, erw treten zu lassen.
Aus
Im
Stadt und £an&.
Gießen, 26. Juli
Mehr Gold .'
öffentlichen^ Interesse ist es unbedingt erforderlich,
1917 .
_ t _ ( ^ i Ir ,n. boft
die von der Reichs bank ausgegebene« Banknoten möchichft' stark imt Gold gedeckt find, d. %, daß die Reichsbank als Unterlagt für ihren ^dotenumlauf einen möglichst großen Goldbestand in ihren Kassen berett hält. Je stärker diese Deckung, desto stärker! der Kredit der Reichsbanknote im Jnlande wie im Auslands Während des ersten Vierteljahres 1917 hat die Golddeckung durch-,^ schnittlich 31,5 v. H. des Notenumlaufs bettagen. Da aber der Notenumlauf unausgesetzt anschwillt, ist eine Verschlechterung des ^eckangsverhältmsses unausbleiblich, wenn es nicht gelingt, den Goldbestand der Reichsbank entsprechend zu erhöhen. Tran es würde dann der Bezug notwendiger Lebensmittel und Rohstoffe alldem neuttalen Auslande erschwert und verteuert, da die Einfuhr sofern nicht Guthaben im dllislande zur Verftdgung stehen, in Goll^ bezahlt werden muß, wett das Ausland Gold verlangt.
J iu * diesem Grunde ist es Selbsterhaltungspflicht des deutscheu Volkes, alles Gold an die Reichsbank nbzuliefern. Das ist noch lang» nicht in dcm erforderlichen Mage igeschehen. Hunderte von Mrlliomr gemünztes Gold sind sogar noch im Lande vorhanden. Nach einei Schätzung von Zuständiger Sette werden mindestens 300 bis 40b Millionen Goldmünzen von hartnäckigen Goldverbergem zurück gehalten, die hoffen, damit Geschäfte machen zn können.
Als der Bttmzenzufluß nachließ, wurden Goldsachen angekauft. Aucb deren Zuflntz ist recht bescheiden, wenn man bedenkt, das fbet Femgoldwcrt der in Deutschland vorhandenra Goldsachen aus. riind 1 Milliarde Mark geschätzt wird. Die Erkenntnis, daß da^ Vaterland in der Stunde der schwersten Not nicht nur die Kraft des einzelnen im Milttärdienst und in der Kriegsarbeit. nicht nur sein Geld bei den Kriegsanleihen, sondern mich sein Gold für die siegreiche Beendigung des Krieges brmicht, ist noch nickt Gemeingut des deutschen Volkes geworden. Und gerade die begüterten Kreüe der Bevölkerung stehen der Goldankaiffsbewegung vielfach noch verständnislos gegenüber. Firr sie gilt in erster Lim< das Wort unserer Vorfahren aus den Bofrrrungskriegen: „Gold gab ich für Eisen!" Wie die deutschen Bunde stursten, voran der Kaiser und die Kaiserin, sowie der Kronprinz und die Kronprinzessin, Prinz Mid Prinzessin Heinrich von Preußen und eine Reihe anderer Nirstlichketten durch die Hingabe gi'ößerer Mengen von Goldwchen oder Juwelen zur Mehrung lmserer Wirtschaft lichen Kraft beigettagen haben, so darf sich auch der cinzell«


