Ttitft darmrf berußen, daß n ans Pietät alte Faiuilienerbstücke nicht bttßt&en Vnne. Jede Unze C^oTb ist für das Vaterland von Wert lind wer ererbten Gvldschmucl dem Vater,ande grbl entweiht nicht, sondern cflrt das Andenken!
der Toten!
^kmqegemlber vielfach die Frage cmsgeworfcn wordeii,, ob nich ts verattiger Scknunrk der Reichsbank leihweise überlassen n«nDen vann. Das ist nnmögilicki. beim erstens verlangt das Bank gkfetz, daß dre Unterlage für die nmlaufenden Banknoten in Olold l l! owrm von Baren oder Münzen besteht; zweitens kann der 'ltelchsvanr ein (voloschatz, über den sie nicht' lederzeit frei und endgültig verfügen darf, der ihr vielmehr nur hergcliehcu ist und imever adgefordert werden kann, nichts nützen. Ein solcher Gold-» Ichatz wäre ein Scheinbesitz, der die anSgegelxmen Noten nur zum in Wahrheit decken würde: imd drittens sind Railnilichkeiten für eine sachgemäße Aiffbc' Währung der Owlbsacheu mcht vorhanden imd nicht zu beschaffen.
Mit den Goldschmucksachen sind bei den Goldaukausüftellen 'Ugleich auch lÄelsteine mit abgeliefert worden L-j rat sich gezeigt. ^ORifiir wertvolle Steine im neutralen Auslande rin guter Absatz
Uuden ist Es ist daher nottvendig, daß zur Schaffung eine' C-mthabenS im Anslande auch Edelsteine in stärkerem Maßslabe aij bisher bei deu Goldanllmifsstellen abgeliefert werden, die auf Vilichnlling- des Einlieferers im Anslande verkauft werdcm Der — augenblicklich sehr hohe — Verkaufspreis wird dein Einliefere'r N lbstverständlich ausgezahlt.
Nur wenn, das ganze deutsche Volk die Bedeutung des Goldes uir die finanzielle Rüstung des Reiches erkennt rmd im alten 'Niste Ler Aiffvpsevuug und Hingabe auch Zierat und Schmuck dein o-aterlande weiht, werden wir die harte Zeit bis zum siegreichen " neden ohne schwere Gefährdung unserer Zukunft Überstehen !annen.
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Seben-mittel.
KÄrtoffelnnsg ube. Wie irns frrnn Städtischen Lebensmtttelamte mitgeteilt wird, ist jedenfalls im Laufe des amStags das Eintreffen v-onZ — 4 Waggons Frühttrrtoffeln ’ u erwarten, die sofort zur Ausgabe florrmren sollen. Mit niuex vvgelinäßtgen Berjorgung mit Fitihkartofseln kann m>rt Mm wag ab' geveckMtt toetben.
** Käse-Bert eilung In den nächsteir Danen gelangt in den KleinhanLelsgeschäften der Stadt OViefym ans brn NeNlqsabschrrrtt Nr. 17 der Lebensmittelkarte Holender Käse zur Ausgabe. Die Bezugsabschnitte sind in der Zeit vom 28. Juli bis 3. August in den Meinhande'ls!-' gestdasben adKUgebeu. Der Nerkmrfspreis nnd die ans den Atffchnrtt entfallende Menge werden noch näher bekannt, gegeben.
m
** Atzutliche PersvnaHuachrichtem Der Groß- herz og hatomi 21. Iicki H. Itz. dem Pfarrer Karl K n ab zu Wa ll- -.arf die evangelische PfarrsttMe zu GustavSbnirg übertragen. — Dr ltzrotz Herzog l»uit «asm 21. Ittlsr den .Üteisgvometer des .Kreis' ^nns-sü mgsamte s Schcüben L,vd,vig Jochim auf sein Nachsuchen untcr Anerkenmmg seiner lanmührigen IreugeleistetLN Dienste und irnter Berleilyung des Eharakters als „Rechuungsrat" mit Wirkung umn! 1. September 1917 an in den ^ttthestaNd verseht. In den Kitlrfhcatb verseht wurde der LAachn Wärter in der Hessisch-Preußischen "eulmbngemeinsckmft Johannes Becker z-uMroßsUmstadt vom l. ^.^uqust 1917 an.
Zum Direktor der höheren Mädchenschule ^u rpe (gestern in der uichtöfsentlicheu Sitzung der Stadtverm dneten-> » nmumlurrg Pros. Roller aus Tarmstadt gewälstt. Pros. Rein- iwn» Ztrrrker, der ebenfalls ttvrgescblagen tvar, blieb in der Min- 'schert.
** Aus dem Stadttheater-Bureau. Es sei insdrücklich darauf hingewiesen, daß die Vorstellung von .Im werßen RSß'l" für die kriegsbsschüdigte Arbeiter- chaft am kommenden Sonntag nachmittag um 2'Vr Uhr be- >? nnt. Karten zu dieser Vorstellung sind an der Theaterkasse nicht erhältlich. Die Aufführung des „Dreimäderl- Hauses" am Sonntag abend beginnt um 7'/- Uhr. Nach om Erfolg der Erstaufführung gibt sich lebhaftes Interesse u/r diese Wiederholung des reizenden Singspieles kund.
, La ndesuniversität. Im Wintersemester
'.»,7/18 ,verdorr folgende VoAestnrgen für Hür<r aller Fakultäi-u schatten: Recht sprobleme der Neuzeit, Dr. Mittermaier; Eppe -rmentekb' Psychologie und Psychopathologie, Kurs über freiwillige ' -.-ankenpsloge und üriegs-Sanitätswesen, Dr. Som.mer; B-ekümp- nmg der (heschlechtskvanklierten, Dr. Iesiorrek; Tie Hebung unserer '■ <' Irnrngsmi it-clerzeu gnng in und nact) dein Krieg, Dr. >l'1el»rger; ^ Weltansäwmucg unsrer großen Dichter, Dr. Strecker; Asbreck-t troer uno MaUüc,'- <^>rüncwald. Dr. ^liauch; Le th^ntre rvmantiime u Ivcmoe l Vorlesung in französischer Sprache,, Lic. Klnth: Tlwmas 'l'Mwes Life and Workes 'Vorlesung in englischer Sprache, Dr. Iremrd; Sprachlickie Ergän-Kurigskursc lLa- lünisch und Griecknsch), Dr. Iritzsche; I. D. Vachs 7otÜtcmperierte^ Klavier (mit Beispielen am Manier), 'h bungen in Vemvntarkheorie, .HarTnonielelfre und Kontrapunkt,
< mn.tn«lmr. — Wogen der zu erwartenden Kohlenknapplieit ist oaä Winterseimvster aus die Zeit vom 1. Oktober 1917 bis 2. Iebruar ,916 verlegt worden. Die Vorlesungen beg-inneu olm! 1. Oktober. Die Tevnckne für die Anrneldnsig zur ImTnatrikiilation und deu Unrltansch der Ausweis karten kvrrden eictsorechend geändert. Au- n»esenheit in Gießcm vor dam 1. Oktober ist um dieser Anmeldungen 'Villen nicht erforderlich.
** Bü che ra blies er nng an die Universitäts- bi bli!vthek. Alle vor dem 9. Inli entliehenen Micher sind »pütestens am 10. Ananst zKriükzuliefern. Vom 18. Anglist ns 29. September ist w Bibliothek von 9—1 Uhr geöffnet, nachmitta gs gef ch toss en.
** Verbot der gewerbsmäßigen Herstellung nmt O bst wein. Der außerordentlich große Bedarf an Irisch- »bst srkvie an Marmeladen macht es erforderlich, alle hierfür ver- mendbaven Mi'nc^n m, Obst uneingeschränkt diesen Zwecken ftuXU rühven imd insbesondere che bei weitwn weniger dringliche Obstwein- bereitlcng timlichst^einzuschränken. Dem gemäß tvar es erforderlich, «-ine entsprechende Bekanutntachuna zu erlassen. Ansnalmnn können nur für die Herstellung von Heidelveern-ein sowie in gewissen Iälten ü, die Hersteilimq von Apfsttvein zugelassen werden, »vorüber die ^'ständigen Landes , Provinzial- und Bezirksstelten für iöeiniise und Obst zu entscheiden liaben.
** freihändiger Aufkauf von Gerste alter Ernte durch die Reichsgetrerdestell e. Die ReichA- getreidestelle, an die di - ^sttvirtschaflNNg der Gerste neirer Ernte über- gegangen ist, ist durch eine Berordnimg des Herrn Präsidenten des ricgsernährungscrmts nunmehr auch für den weiteren ir ei händigen ^inkins der (Gerste alter Ernte als zuständige Stelle bestiinmt wor- >.'n, ian den Aufkauf, der neben dem bereits eingetretenen Aufkauf ni-uer Ernte emhergeht, zu vereinfach-n. 'Der Preis, zu dem^ die alt< l'-ferste freihändig erworben wird, ist, wie bei der nen^n leerste, '(<) Mark für me Donne. Abgesehen vom freihän'chgen Aufkauf, -ibt die Reichsgerstengeseltschoft zum (Ätverb zuständig. Ihr ob- Ü 'gt »che bisher die Abwicklung der Iälle des Verfalls von. unbefirgt er,Ebener oder verarbeiteter barste und von Malz, che Ablieserrmg tu Anspruch genomrnener Gerste sowie aller Iälle, in denen bereits Verhcndlimgeu oder Verfahren anhängig sind.
** 7)er ^,De:u tsche Au ssch us.sürKleinkinderfür- s o r g e" erösmet vom l bis l l. Oktober ü>. IS. zu Iranksurt a. M.
» ineu zweiten Lehrgang, bei dem die „sozial'hpgienische und sozial- pädagogische Fürsorge für Kleinkinder" durch Vorträge und Be- sprechcmgen behandelt werderr soll. Es ist auch die Besichtiytun^ Einschlägiger Anstalten in Aussicht getrommen. Ferner befindek 'ich m .Zeit des Lehrgangs in Frankfurt a. M. che Wanderausstellung „Das >AeinkrnchZ Anskmift erteilt tne Geschäftsstelle deS 'lncsktnsscs, Frankfurt a. M., .Ketten Hof weg 26 , an die oiid' che Anmeldungen bis zum 31. August zu richten sind.
** L o h n a u s b e s s e r u n g der E is e n b a h n - B e t r i e b s - und Oberbauarbeitcr. Die der „Deutschen Staatshartd-
wer^ und ArbeNer-Gcmetnschast". Sitz Berlin, an^vderteü drei Eisendahnerverbände: „Verband Deutscher Eisenbahn-Oberbau- lRölten- > Arbeiter" Vorsitzender Lärz. „Bund der weiter dcv Eisentba b n -B etriebs" und Wageiiwerfnieistereien". Vors. '-Niendorf „Mmd Deutscher Eisenbahn^Haiidwerker", Vors Werner, hatten! den Minister der öffentlichen Arlwileu ersucht, ihre Vorjich'nchm zu empfangen, nm die Wünsche der von ihnen vertretenen Mitglieder» vortrggen zu dürfen. Diesem Ersuchen l»at der Niinister entfprocheii >uiid die drei Vertreter am 18. Juli Persönlich in längerer Audienz! empiangeu. Die von den Vorsitzenden der beiden genannten» Arbeiterverbände vorgebrachleu Wünsche gingen vor alten Diugeu dalnn. den nach der Lohnstaffel l! gelöhnten Bechenstet<-n. die bereits am l . Februar d. Is. gewährte l^höchmg des (Snindlohnes eriveitern zu wollen, nachdem bereits die Löhne der Handwerker' erneut erhöht tvordeu feien. Der Minister freute sich, beläunt^beir *•' können, daß ans Grund inzwischen abgeschlossener Erhebungen) den vorgetragenen Wünscheii eittsprocheu werden soll. Danach soll nt it der Wirkung vom l.Iuli d I-s. ab eine Lolinerhöhuug, sämtlicher, nach der Lohnstaffel 0 gelöhnten Bediimsteten, somit vor allen Dingen der Betriebs - und Bahnnnterhaltungsarbeiter- ungesähr in deinselben Verhältnis wie bei den Handwerkern, also! >0 voni Hundert, eintreten. Diese Mitteilungen imirden von deir Berbaudsvertrelern in dankbarer Freude eutgegengenouiiuen und gleichzeitig znni AnSdruck giwracht, daß die drei Berbärlde nach wie vor in treuer Pflichterfüllung .zur Virivaltung steheii imd au ihrem Teile dazu l>eitrageii werden, durchznhalten, bis ein ehrerr- voller I-riede erzielt ist.
** Das K reis l» l att Nr. 126 eulbält Bekanntinachungen über Versorgung mit Lebensmitteln. Haiidel mit Tabaklnairn, Förderung der Ziegenzucht und eine Berichtigung.
Kreis Alsfeld.
up. Ruppertenrod, 26. Juli. Die SchaHer unserer faton SchitMassen fingcm bis jetzt 48 851 Sti'tck Kohlweißlinge/ davon die 1..Klaffe 28 004, die 2. Masse 15 347. Diese Zahl zmgt klar den riesigen Fleiß der Schüler in der Vernichtu.ug der Kohl- »veißliiige, sie zeigt aber auch, in welciyr Ueb-rzahl der Kohl weiß lmg au stritt imd welchen Schaden er augerickstet hätte uxrm nicht feilte BertilgNNg angebal/nt »vorden wäre. Der LKrnvchttiugskriegi wird fortgesetzt, loeil immer noch keine Ausrottung dos Schädlings zu! bcnierl'eu ist.
Np. A ltß de in Bogelsberg, 26. Iultt. Ein solcher Segen au H iwt b e c r en wie in diesem Sommer gibt es doih seltc-n. Nicht wer Töpfe und Müige, nein, aan^e Erimr voll dieser köstlichen Waldfnuck.it trägt mau nach Haufe, aiju Himbeergelee und- fast fehlt es im! dri büu Kriegsjalfve nickst. Noch ist die Himbeerernte nicht beendigt, unb lmlcm sielst schon die ersten Töpfe reifer Brombeeren, i'brck» ldiese Feld- imd Watdbsere virspricht reichen Ertrag. Gesund' Irütlich ü'ber'trifft die BronÄveere die Hinilivere. Das l-eimatliche Sbei.no lfft, die Vogelkirsche, ist so tvefftich geraten, daß man aus ihr Mrschenlatwerge kockst.
^ up. Von der OHw . 26.Juli. Die. Meffchims; ist eigentlich kem BauUt unserer (Gegend nach der gewöhnlichen Meinung. Wer aber den. jetzigen reichen Behang der Nif bäume, betrachtet, bekonmit eine andere Ansfassung. Eine derartige 'Nußernte gehört aber mich 'st den Ausnaivuen.. An manchen 'Nnschäumen hängen die voll ent wickelten, grünen sttüsse in gmrzen Trauben. Die Welsckstmß ergibt ein wertvolles Speiseöl.
Kreis Lüttterbnch.
sb. Wallenrod, 26. Juli. Unsere .Hansstglocke, gegosseU 1862 von Friedrich Otto u. Sohn in Gießen, mit einem Gewicht von 550 .Mg., muß bis zum 26. d. Mb- ans gebaut und abaeliesert werden. Dü beiden antx-ren Glc>cken, die Männerglocke, gegossen 1788 voll .stUtschhach in Philippstal, und die Schulglocke, ebeusallS von Kutsckchach 1758 gegossen, bleiben zunächst von der Ablieferung verschont Vor der Ausbaunug durch hiesige Handwerker, wird eine dtbschiedsseier in der Kirche veranstaltet, bei der die Glocke zum letzten Male ertönen soll. - Auch in dem b nnchb'arten Reuters muß die größere der beiden in den 70er Jahren gegossenen. Glocken abgeliesert werden. Ebenfalls siird die Prospekt pfeifen ans Zinn an. unserer neuen Orgel, die zum Glück sttinim sind, enteignet imd werden Anfang August zur Ablieferung kommen.
Kreis Friedfterg.
bn. Ba d-'N a n hei m , 26 Juli. Tie Glocken auf dem Tnrni-' der^hiesigen katholischen St. Boirifatiuskirche, die seit mehr als einem Jahrzehnt den Parochianern freudige und traurige Er ngnisse mit ihreni eherneu Vtund verkündeten, »vurden am Diens tag von ihren Stühlen gehoben. Die größte der drei (-stocken wiegt 10H) Wo, die mittlere 719'/. Wo und die kleine 516'/.. Kilo. Jur Guß geschah am -28. April 1905 durch die Ostockengießerei Andreis Hamer in Frankenthal. Die Weihe der (Klocken fand statt nin .Hiuimelfahrtstagc ll. Juni) des Jahres 1905; ssterbei hielt die Je st predigt Pfarrer Tlwler von Ober-Mörlen, »vährend Dekan Dr. Wald »ion Ockstadt die Weihe vollzog. Dir große Glocke ivnrde der .ststultcr Oststtes, die mittlere dem heiligen Bonisatius, die kleine dem heiligen AntoniuS getoeiht. Die Glocken »vurden zum ersten Male geläutet am 5. Juni 1905 (Fest be* heiligen Bd- nifatius).
Fc. Obcrmöclcn, 25. IulDBeiin Schmieren eines Treib- rienlenS verunglückte der Müller Karl Neuß dahier in seiner Mühle tüvlich. Er wurde vom Mühlrad erfaßt und so heftig zwischen Wand und Rad gepreßt, daß er an deu erlittenen Verletzungen nach kurzer Zeit verstarb. Der VcninglÜckte hat an derselben Stelle und ans dieselbe Art den Tod gefunden wie vor 80 Jahren sein Vater. Starkenbirrg und Rheinhessen.
ch. Bingen, 25. I »ck i. Ein sckstvever S ch i f f sü n f a l l, der die Sperrung des Bingerlockstahrluassers nach- sick, zog, evcignete sich gestern abend znstschen 9 und 10 Uhr im Biüger Lost!. Als eiir Sckstcvpzug, der aits einenr Tlwß'eui<Schrauben-Sststiellbanipser, zioei WinsckerinanmSchraubendampsern und zwei Au'hängschifseu stand, bergwärts durch daS Binger &*!> fuhr, versagten die Boote ipid brachten den Scksteppziug nickst mckhr weiter. Dcrch Hilsts signale herbei gerufen, fuhr der gerade leer talwärts sich in Fährt, befindende Sch^aübenschleppdampser „ThyssenNr. 14", der aus i>n- Binger Reede über stäacht bleiben sollte, zu Hilfe. Ms dieier ansing aitzuzicklZen, riß das Sock eme\> Fendcklkahnes und die Anhangsstüff-- kamen ins Treiben. Der letzte Kühn ttieb durch das Binger Loch bis Aßmanns lmusen, während der Fendel tatst, durch den stttrck d.-w Lande zutrieb und mit dein Rudergang nach Büvgen zu liegen kam. Einer der Schrciubendaiupser iuhr dem nach Wmamrshausen zu trei^ bcnden Kahne durch das neue Fahrwasser nach. Der im Binger Lock^ »nit einem Leck liegt-nde Fendelkahn hat als Ladung stphlen m,d Zucker imd das Leck in dem ^staume, in deni sich der Zucker befindet. Dieser Teil d>-r Ladung ist also als verloren zu bettachten. Die Sck'ileppzüge müssen, bis es gelingt, das FahTtvaffer wei m dringen, das neu»- Fahrwasser Ixmutzen
Fc.^M ain z, 25. Juli. Im hiesigen (Mterbahnhofe geriet ein junger Rangierer beim Ankoppeln eines 'Güter»vagm-'- mit dem Kopf zwischen die Puffer. Er war sofort tat.
Fc. Gräfen hau se n, 25. Juli. Ein vollständig ausge- tragcnes Kalb mit zwei Köpfen winde hier geboren. Es lebte kurze Zeit.
<Fc. Ans R h e i n h e s s e n , 24 Juli. Bon allen Seiten kom men die Meldungen, daß für den ..jentner Trmiben 150 und» 160 Mk. bereits jetzt schon ab Stock geboten wurden Tie Anskäufetz ind in voller Tätigkeit, die Weinlx'rgsbesitzer zum Abschluß zu bewegen. Da man nun mff das Stück, kws sind 12lX1 Liter Wein, etwa 30 Zentner Trauben rechnen kann, so würden die 1200 Liter bereits im Herbst sich auf rund 4500 Mk. stellen, also aus einen. Preis, der für Most im Herbst noch nie e^eicht »vorden wäre Daß unter diesen Umständen nicht mehr daran zu denken ist, den Weiu im Schoppen zu trinken, liegt auf der Hand, imd »oeim »non noch berücksichtig!, daß der Wein mif seinem Laus vom WeinbergsbesitzeÄ über den (^roß- und Kleinhandel imd durch die .Hand der Vermittler keine Verbilligung erfährt. Man wird also doch wohl zu einer Regelung dieser Angelegenheit kommen müssen, sonst mer- ixm die Verbrauchs weine in einer Weise verteuert, die dem "Mittelstand den Weingenuß ganz imd gar unmöglich macht .
Kreis Wetzlar.
ra. Atzbach, 26 Juli. Leutnant und Ordonnanz'Offiziey Friedrich Müller, Rrtter d^s Eisernen Kreuzes 1. und 2. Kl, jtarb am 1. Iuti den Ehr^ntod fürs Vaterland
ra. AlbShausen, 26. Juli. Urrserer srüherer Lehrer a. D.
HeBrnch Psaff ist muh langem Leü«r im Alter vmi 71 ^bilwir rm nahen Stocklzansen. gestorben.
ra. A u s d e m Kr e i s c W e tz l a r , 26. Juli. Um nxsttt Vvlk - schichten »nil den Pilzen näher bakanu! zu maclnm, finden in diesen Tage» unter der ,Führung des öemmflrolier6‘l»mv Dr. VOn l-äuser Pilzqoandernnge» in allen Teilen des .Meises Wetzlar stall.
HefseN'Nassau.
** Frank su r t a. M., 25. Inli. De .Krcmincckpolizei be schlagnalvn'te aits den, (Mlerbalsttlwse zalilreich,' Fässer m i t Fett in»! AKrte von 20 000 25 000 Mark, die au» anschei lWTtb nicht eiu!i»audsrei>em Wege nach hier geschasst uxrben sollten^ ul. L i m b « r o , 21. 'Mi. Der Nassau is che P s a r^ r c r 1 verein hickll heute uachmrttag rm Gpangcli.stltru Geni^ndehauS seine diesjährige H-ci'i,ptlxrsanrmtstOig ab. Den Inw eslgrichl »r-, stattete Dekan Dr. Deißimairn,<Hrbach. W'ie seinen ^öorleu zu entnehmen »mir, hal auch im BerichtSjalst- ,>'r Marr<r-stau.d seiiis in der Kriegszeil doppelt ustckstngeu Ahsgabeii uetreulicki er füllt., Professor Häußer-Herboni ,proste über dü- Frage „Was l>at Luthiar . uns Pfarrern zu sagen'?" und Pfarrer Dr. Schl-vsser Wiesbadiws lst'elt einen außerordentlich interessanten Bvrtrag iibei „100 Jahrs Union in Nassau." Wei den Ergünzimgstvolsten zmu Vorstand »vurden die -Herren Dr. Deißma.uu, Enke, v Oven und Weber j »viedergewähll. Der deu'l's'she Pfarrertag, der im September enM 'loeder in Eisenach oder Mitteirberg statt findet, »vird durch big .Herren Dr. 'Leißmaim-Culliach, Weber-Eändlruge-n und Micher^ ^ Runkel beschickt werden.
ll Nt'arburg, 25.Juli. Min» Baden in de,- Lahn lnkrank der 49 Ialsire alte Lokomvtivsührer a. D. Schcrnmburg. Um den» Obstnruckier zu begegn.eu, wurde in der Stadt verordn eten vers ainlni - luwr angeregt, das Bieten ff'tr Dritte bei den öff>enttick>en Bersteigo rungen zu untersagen.
(Txridtltladl.
[1 Marburg. 25. Juli. Die Ferienkcrmmer des Ijfirfiocrat LaudgericlW beschäftigte sich 'heute imiit einer Anklage gegen den Bürgermeister der Stadt Wette»- und dessen Ebstrau »uegen »oivor- schristsümäßigen ButlerliezugS. Sie liatten, well in der Uutterver- teilirng-sstelle nicksts zu haben war, die ihnen zu.stckheude Butter von il/ver fri, beten B Utters rau bezogen, dieser der VerttiliMgssttlle rwv- spezeigt und wieder mitgenommen Die Angeklagten erzielten, wie liei der Vorinstanz, istn freispre.cl»e.udes Urteil Ein leisenbalm- br-dienstetcr lxrtte sich ivegeir eine-> Unglücks sattes, t>ei dem ei» »UngeS M ädckKU tödliche Verletzungen erlitt, >i>nen ltahAässrgdnI zü nerant- lvorlen. Das Urteil ltiüiete ans drei Wiochieir Gefänign.is Das Un^ glück hatte si>h in Fvankeuberg ereignet. Feruei wrrrd,' d>->- jl'mgst wegen verschiedener Eiubriiche steckbrieflich verfolgte imd dann m G i e ßc n sestgeiumiMene Iak>b P fi u g st aus*' Cappel zu 2 Iahveu Gefänglni S veru rbei lt.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikck übcrnim»nt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantmortuna.) -4
Die FelÄditMWe.
nehmen auch hier in (Kießeu überhand. In deu Bohireu mWc« seit Anfang des Krieges einderuseneu Landstürmers wurde gründ." lich aufgeräumt. Es trifft gelvöl/ulich die Aernrsteu der ^lrrnen^ Die bestohlene Familie liest bereits einen SolM im Feld«', wälstenb der tzweiie seit 1'/.. Jahren draußen ist. In der Gegend Bergwerk, Scktöne Aussicht sieht man überhaup' keinen Feldschüten. Miä wäre es mit „Ehrenseldschützeu". In Frankfurt a. M. hat matt 200 Herren verpflichtet' Schassst mjau auck» de» Ielodiebstahl nicht gairz auS der Welt, so wird es »oohl ein bißckien lnhfer.
Wittcrungsbericht.
(v c f f c n t l i ch e r Wetterdienst.)
Fortdauer der bestehenben Witterung.
Letzte Hrtdcid^cw.
r sBeaeaniliig der beiden Kaiser.
Wien, 25. Juli. (WTG. MclMmtlich.) Der Kaiser!> weilt egestern in Fortsetznng seiner Frontreise im ^reiche ^ der dentscki'en Südarmee Als der Monarch davon «nfichr, ; dos; knapp nach seiner Rückreise der deutsche Kaiser an der ostgalizischen Front eintreffmi werde, ließ ü'aiser Karl, dev! dringender Staatsgeschäste halber dir Rückreise nach Wien nicht mehr anfschieben lmnite, den Zug in Podgor^e halten, um seinem Fveitn.de und Bundesgenossen auf österreichischein Boden die Hand drücken zn kömren. Auch Kaiser Wilhelm unterbrach in Podgor.ze, das er wenige Mnnten später passieren sollte, für kurze Zeit die Falirt Die beiden .Herr-I scher begrüßten sich in ungemein herzlicher Weise und' pflegten einen etwa eine Viertelstu.nde währenden angereg-' ten Gedankenaustausch. Der Kttiser begrüßte während seines 1 Aufenthaltes auch deu ersten Oberhoffneister Prinzen Hvhen- loh'' lind den t^-enlnaludi Ulan teil MeRmmrschall PrinKvtt Lobtowitz, Kaiser Karl das dein Hoßzuge entstioffene Gefolge des deutschen ai.Ksers. Nach inniger Verabschiedung sichte Kaiser Wilhelm die Fahrt an die Front fort, üaiser üarv die Heiinreise. Der Minister des Aenßern Gras Enamin NTurde von Seiner Majestät üemlftragt, den deutschen Kaisev /gnf seiner Fahrt .zsil begleiten/
Aus Rnstlünd.
Stockholm, 26. Inli. Ms Kronstadt sind Nachrichten in Stockholni eingetrvffen, denen zufolge die provisorische Regienmg die revalntionare Festung von der tetegrnphi^ schon und teleplwnlscheu ^Kwbrndnng mit Petersburg ab" geschnitten habe.
Stockholm, 26. Juli. (WTP. Nichtamtlich.) ,,Af' tmibladet" erfährt über .Haparanda, daß in Moslan seil Sonnabend 6000 Metallarbeiter streiken. Nach den letzten Nachrichten breitet sich die Ansstandsbeivegung ipttner niehr ans. In Petersburger Regierungskreisen befürchtet man, daß sie auch auf andere Industriezweige üt^'rgreifen könnte. Die Regierung soll der Bewe«,ung vottknnnneu machtlos gegenüberstehen.
Die Lebens mittelnot im Gonvernentent )stjaesan ist außerodentlich groß. Die Regierung hat Maßnahmen «tt* griffen, um 100 Wagenladungen Roggenmehl dorthin zu senden.
„StocklwlinS Tidninqen" zufolge wagen die leitenden Kreise in Petersburg nicht, den Landtag in Finlltand auf- zulösen, um il)re Lage iticht noch mehr- zu erschiveren
Zürich, 26. Juli. (L. A.) Schweizer Blätter melden, daß die Nachrichten am» ckttrßlmid aus die Börse starte» Eindruck machen. Sonst verhalte man sich dort noch zrirückhal tender.
Perrin^urung über deutsche und englische (Gefangene.
Berlin, 26. Juli. Die Norddeutsche Allgemein,^ Zei ^ Ztung schreibt: Boi» deulsckü'N iirrb englischen Regierung. Vertretern ist kürzlich im Hami in gemeinsamen Beratungen >er Entwurf einer Vereinbarung ztvischen der deiitschei, und der grvßbritannischeu Regierung über Kriegs und Zivil gefangene aufgestelli »iiordci». TK'r Entwurf lwt nuninehr d,e Zuftitmnung der beiderseitigen Regier,Ingen geftliiocm Wei tere Fragen, deren alsbaldige Lösung bei den Verhandlungen im .Hvag nicht möglich erschien, sirid für eine spätere E, ledignng zurückgestellt wordc'n
Einen besonderen Anteil an dem Z,ustandekommen der Vereinbarung hat die niedc-rländischc stdegierung Auch hg, ie in bereitwilliger Beeise ihr Land für die Unttrbringuva ieutsckier und englischer Kriegs und Zivilgefangene' „■ Verfügung gestellt. Für diese Betätigung echtem l
liebe gebührt ihr der wärmste Dank.


