Ausgabe 
23.7.1917 Erstes Blatt
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Der Durchbruch durch die russische Zront.

^ MTB.) 3JI Ostgalizien blieb. MN de^ Ang r i r r bet bcutfdjcn mib üjterreichisch-unaa rischen oit gfluft. Die Esche Front ist au feinet 58reUe ^ o ' e sz r g Ki l vme ter n durchstoßen und somit ist den ~~F!* r " . *** .!Mrttelnsuchte abermals ein Fromburchbnich ge- in einem 11 nt fange, wie er den Franzosen

ftVftrJ'Jm nb SI n tr °wL bcr ungeheuerlichsten w V n Menschen und Material bi S he r n o ch n i cht gelungen ist. lindere Truppen drängten am 20. Juli mit r e,t Wl r a -' rmgebrochenem Angriffsgeiste die Russen oor Ncy I-er wrd fügten ihnen, wie an den Vortagen, in Nackfliuttänwfen uiw Emzelge fechten schwere Verluste zu. ?luch unsere Flie- &JL r IY Wtvabet (jTijfcn erfolgreich ent, wdchn sie dichte russi­sche Kolonnen der Ehanfsee bei Trrnovol mit Bomben brnvar- & 1 und, tief herabgehend, mit Maschinengewehren beschossen. Tie "Len Anzahl erhöhte sich auf 5000. Unter dem mamderfwpltchen Angriff der deutscl>en und österreichiscl^ungari- ichen Tttrppcn und dem Drucke der Vorwärtsbewegung von Norden russischen Höhenstellungen östlich von Koni- uch^mrd östlich Bysz ki zusammen.

Kirchliche Patrouillen südlich der Bisttitz nmrden vertrieben. u .r? 1 Mazcdo n ischen Front rvurden durch Sturm- nach Artillerievorbereitung im Cernabogen aus feindlichen

Graben Gefangene und sonstige Beute eingebracht. In der Gegend ^bropvlse war das Attilwrieftuer lebhafter. Eine starte Va- trotrM>c östlich des Dmran-Sees wurde verjagt, io 1 in Ftandeni in der Nacht vom

1 meT ^ f r nn -2 errotgreiche Patrouillengeseu-te ^n steigerte sich das seind!ici>e Feuer abermals zu schwerem Zerstör, rngsftner. namentlich an der Stufte

. wit nördlick) Boesinghe bis gegen Hollebtte. hielt

on wrd wurde aucl) ösUrch der Lhs lebhafter unsere Flieger im Verlaufe zahlreicher Lust- *®2T meiere wErcke Flugzeuge ab. Am Mcorgen des 21. Juli imnche nördirch Marneton eine starke feindliche Patrouille, die in unsere Stellung am gedrungen lvar, wieder hinauSgeworfen

Im Artois rrmrdcu wiederholt Ansammümgeu der feind- i225/^1 Uni $<nne£ Beriiichtungsseuer genommen. Um ^ östlich Vermelles an, wurde jedoch

^kauivf iiutb in sofortigenr Gegenstoß zu- ^ 0W> -? n 2 ö Ö. 0011 Gerangenen blieb in unserer.Hand. Unsere Artillerie schob euren feindlichen Fesselballon südwestlich

Souchez ab

Oh rl'' 3fr OflflaIt*i*rt trieben unsere

2 b : ® u / x geschlagenen Russen wie an den Vortagen W scharfer Verfolgung vor sich her. Wo der GegnerWider- ^ zu leistmi verffucht^ «ulcke er in entschlossenen und kühnen 12 -toßLn geworfen und ihm abermals schwere Verluste beigebracht.

^^berichterstntter bestätigen, daß ähnlich wie bei dem russißHen^RüchKilg uu Jahre 1015 in Galizien und Polen die von Ke- renSki befehligten Truppen durck besondere SBraitbfoirtman- dvs wb Brmrdgrmratert alle Städte und.Ortschaften in Brand <JSt' r ]l b C>ai überlassen Missen. Acennende Ort-

beMchiien den Weg der ,rächenden geschlacrenen Russen, fntheren Icuckzilgen sind die Landstraßen mid Wege mit MTvegsgerat, fottgewmffeueu Msrüstim.gsstürben, steckengebliebenen' Wagen und umgestürzdm Lllttonwblleii übersät. In den Mvrgen- begann der fftUffe unter dem von Norden! i^ndttt Flanftudruck auch ferne starken Höhenstelkungen sudotürch von Brzezauy zu räumen. GefangenenzalL nnd Beute iuachsen van Stmtde zu Stunde. ' ^

t r^ T üroßc Sieg, den die verbündeten Waffen int Osten daß dre str^cgtsche Initiative trotz vorüberge- ^^.^^sckser Desensive vollkommen auf Seiten der Mittelmächte m Gr bezeugt ine imgebrochene Angriffs- und Stoßkraft unserer Tropen, die m altem ungestüinen Borwärtsdring-en jeden Wider- Iband des ^Lindes brachen, ivso er versucht murde. m Lachen Krcwo und Simvrgon verbluiteteu die russischen Regvnmter bn ihren ergebnislosen Anstürmen in unserem FeLr In den Karpathen war das Feuer am 21. Juli im Lu- dowa-Gü,^t -eiiwesse lebhafter. Am Smotbvec brachten Misere M- trmrrlleii Gefangene «nn. Mvch in der Geg«L nürdlich CiMmuite Starcr auf. Anschließend hieran vorstoßende feindliche Pakonillen^fnurden^zurückgewiesen, während imsere eigenen Stoß- truppe. m diesem Abschnitt eine grvßeie Anzahl von 'Gefangenen^ emovachteu.

^ äu ien zeittveise lebhafte Artillerietätigkett in eini­

gen Wschnrttni. Umer Ferner auf den Balmhof Twucru verursaclfte Brande und Explosionen.

tr J5 l ^^ 0 ^ ^ mt ^tli das Feuer mit loech-

seliger Starke m Flandern hauvtsächssch auf unseren Stellungen 5 er . ,.^enb von Dlxmüiden, Steenstraeie, Ypeim und Hotlebeke ,Tas für uns gilnsttg verlaufene Patronrllengefeckft in der Nacht vom 20. zum 21 Irür brachte uns eine Anzalfl Gefangene .ein. Mit dein gnmenden Tage des 21_ Juli gingen nach Artillerie- v^b^ertung starke englische Patrouillen mit Flanimemvenem öst- ^lich Boeimgl« gegen unsere Gräben vor. Sie fluteten unter emp- 'fmdlichen Verlusten m unserem Sperrfeuer zurück . der übrigeii Westfront an verschiedeum Abschnitten leb- »Xifte Arttlle-netütigkeit und zeitweise heftige Feueniberfalle Uns .belegten BatterieftMmqen, Lager, Ortschaften und Bahn Hofe gegenüber der Front erfolgreich Mit zahlreichen Bomben.

«Ll 1 Ün (^TB.) Aüs dem Kriegslwesseguartier wird

gemeldet: i?x von den Verbündeten beim Durchbruch am 19 Juli iSi-^wird erfolgreich weiter ausgemutzt. Unter dem nie ^erlahmenden Druck der mit beispiellofeni Schvimg vorgehenden An- . grrffstrnppeil weicht .der Russe ständig zurück. %n einzelnen Stellen versuchte er durch Nachhntkämpse imfemt Vormarsch ins Stocken zu bringen. Die ZM der in den 5)änden der Swger bleibenden Gefangenen erhöht ftch ständig, je weiter wir Vordringen. Unser Vormarsch >oird durch schönes, nicht zu heißes Wetter begünstigt, das die Straßen staubfrei macht und den Trup­pen em flottes Marschtempo «N'möglicht. ^kräftigen Anteil Nehmen die Flieger am Äainpf und an der Verfolgung. Sie überfliegen m ganz geringer Höhe die ruffischm LlbtEmgen und mchten durch ihr Maschiuengen-ehiseuer umuenttich unter dem Train b^euteiche Verwirrung am Ein Flugzguggeschwader bewarf die Nnlitarischen Anlagen von T.aruop»l mit gutem Erfolg Nicht oft Murg kann l«tont werden, daß sich die Kriegführung des von den Weskmacktten imd Ameribi gepreßten revolutionären Rußlands in iftr-r Riicksichtslosigkeit und in ihrem blinden Vandalismus durch nichts von der zaristischen irnterschcidet. Wie bei dem großen russi­schen Rückzug inu Ialhre 1915 in Galicien und Poleu, so steckn

hmite die von Kerenski inspirierten russischen Truppen Asse die Städte uiid ^rtsciMten in Brand, die sie dein Sieger überlassen 'S sondere Brandkvmmandos und Brandgranaten oerun, ischen Artillerie besorgen dieses traurige Geschäft. Ein bren- Ott nndi dem anderen bezeichnet den Weg der weichenden russischen ftrmeen. Die verbündeten Truppen haben gestern abend ^>ez ierna gestürmt, das an der Tarnopoler Straße, 15 Kilo­meter uioostlich von Zboroio liegt. Bei Wowicsy, wo die Rnsscn ubcrau^^brtterten Widerstand leilteten, ist es kroatischen und baye- rpchen Bataillonen gelungen, nach einem Ringen von beispiel- Ästigkeit eine weitere Höhenjtellung im Sturm zu nehmen.

Von dem übrigen Tell der Front ist eine AnzalL gelungener ^Ltoßtruppenunternehmiuigen zu melden. So drang südöstlich von Iavileuow eine Sturmiabteilling des k. und k. Infanterieregiments

/-uFt. ® IIC - ^ssüsoien Stellungen ein, sprengte dott Unterstände und Grabeneinrichtungen und kehtte nach i'lbweisung eines russi- '-T^rss. Gegenangriffs in ihre Ausgangsstellung zurück, wobei zwei ^ Mzrere, zwei Fähnriche und 74 Russen als Gefmrgene eingebracht wurden.

Der Kaiser im Osten.

Berlin, 21. Juli. (WDB. Nichtamtlich.) Der Kaiser ist heirde abemd nach dem O sten abFereist.

Auszeichnungen HindeuburgS und Ludendorffs durch den Sultan.

^Ötxlin,23. Juli. Der Sultan vrrlieh dem General- ftldmarschall v. Hindenüurg den Jftichar-Orden mtt Brillaiiten und Schw-ertem und dem General der Infanterie Ludendorff den Osmanieorden 1. Klasse mit Stern in ^mllanten und mit Schwertern. Die beiden Auszeichnnnaen habeir insofern ganz besondere Bedeutung, als sie in dieser Fonn mit Schwertern zum ersten Male verliehen sind.

Ein neuer Oberbefehlshaber der russischen Südwestsront.

. Vetersburg. 20. Juli. (WDB.) Meldung der Peters­burger Tclegraphenagentur. General Ko rnilow, der frühere Mllitargvuveriiur von Petersburg, wurde an Stelle des Generals Guzow zum Oberbefehlshaber der Südwestfront er­nannt.

^nxyriJn ^ ^ ^EPPeNnangrissien ^worden? Sie sind

^Jetzt sind die Unterseeboote an der Reihe. Sie sind und^ Deuttchbmd, würdig Tie Unterseeboote sollet £l r < ,^»?ngen, und wenn wir dem dmtsckonj

J 1 : . g»ano. n fcnr at, w wllen wir infoi ae der Uiuerieevootsaw»

3 ? sehoftt. daß der April ein uni

brmgen würde. Auf den 9lprü vnn.n sie zuriük-

den Monat dev Lorbeerkränze der ter.m Flagge bn'frn^fnh dickem lmd dre Daye langer gcworde-.. imd Iviolao- SflÄ ^cfvmmgfeitcn auf der See gc.vaUig gröMr gleich wir nuf>t ohne Besorgnis iVu Sommer-

,^>ee gc.ealltg großer 1 -Evesorgnis den Sommer-

ItfriT »enntiiivrtcii sick: N; H.iferc Dcrillii-

"1* ^ be3 .Mt totta ims Ixxbtn,

.VrTlrir Vergleich zu den drei erneu Wochm des April,

daß wir nicht die »67»ft feA-tiK*. mtw-:- _ xi _

£(oijö Georges Antwort an Michaelis

Haag, 22. Juli. Auf der Feier des belgisck)en Unabhängig- intstages HE Llottd Ge orge, wie Reuter meldet, eine wich­tige Rede über die Süriegslage als Antwott auf die Rede des deu t s a)e n Reichskan zlcr s.

In den letzten Jahrhundetten, so führte Lloyd George aus, war 'S el g i en der KriegsschEplatz der Hälfte der großen europäischen Schlachten. Belgien ist die Pforte zlvischen den Zentralmächten und dem Westen. Der moderne Staatsmann hatte deshalb den Plan, sozusagen Belgien draußen zu lassen und auf diese Weise die Frei- hett Europas zu bessern, indcni es eineni aggressiven Frankreichs unmöglich gemacht wird, Deutschland zu vernichten und anderev- erts ein aggressives Deutschland nicht in die Lage versetzt wird, Frankreich zu vernichten. Der Neuttalitätsrettrag Belgiens bildete a,Je ^ öffentlichen Rechtes Europas. Belgien war die Stutze der europäischen Freiheit. Es lvar ihm eine der schwersten und gefährlichsten Verpflichtungen auserlegt worden, und treu hat das belgische Volk sich gegenüber Europa verhaltelt. Die Antwott Belgiens auf das deutsche Ultimatum ist ein historisches Dokument. Belgim tat nicht allein seine Pflicht gegenüber Europa, es haw- delte auch un Vertrauen aus Europa. Die deutschen Vorschläge au Belgien tvaren die Vorschläge eines Mörders, der sagt: Oeffne mir dein ^ot, damit ich den friedlichen Nachbar überfallen kann. Die ganze Wüt der, Piraten, die unbewaffnete Kauffahrteischiffe und Reff enden-Schisfe in den Griind bohrt und Frauen und Kinder er­trinken läßt, ist während dreier Jahre über Belgien ergangen. Drei Jahre des Todeskampfes sind nicht lang im Leben einer Nation und die Befreiung Belgiens komint sicher, aber wenn sie kommt, muß sie vollständig sein. Frankreich, England, Europa und die ganze zivilisiette W!elt sind es Belgien schuldig.

- 7 L ^?öen die Junker den früheren Reichskanzler mit seinem

Fetzen Papier in den Papierkorb geworfen, wo sie mm nebeneftv- art£)er liegen. (Großes Gelächter.) Und ihr werdet reicht lange zu harten haben, bis das Junkertum iftlen folgen wird. Welche DosnUilug auf Frieden liegt nun in der Rede des neuen ReickManzlers? Ich meine, nnv ein ehrenvoller Frieden ist mög-- lrcbDte Rede ivar geschickt und sie geht mit allen Winden. Sie enthalt Telle, die für die gemacht sind, die eruschaft nach Frieden verlan^n, und derer sind viele. Und sie hat Teile, die die Mlitä- ttsche Kaste befriedigen werden, Deile, in denen gestwochen wirb von Garantien an deii Greiczen Deutschlands. Es war die Rede eines Mann^, der die mllitä.risck)e Lage in Augenschein nimmt. Mögen unsere Bundesgenossen, Rußland, England, Frankreich und Italien daran denken. Es ist eine Rede, die besser wird, wenn die mllitarische Lage ftc verbessern kann, loenn die Deutschen im Westen einen Si.eg erzielen mrd im Osten die russischen Heere vernichten, wenn ihre Freunde, dre Türken, die Engländer aus Mesopotamien ver-^ lagen und die Unterseeboote mehr Schiffe in den Grund bohren konnten. Wir glauben, daß die Bedeutung di eser Rede nach allen Seiten und eine stärkere Sättigung der Mrlttärautokvatie wie jemals zuvor. (Beifall.) Wenn jedoch die Deutschen im Westen zürückgeworseu iverden und im Osten geschlagen werden, wenn ihre türkischen Freirnde in Bagdad teiuen Erfolg haben und die Uuterseebooterfolge ein Fiasko ItNd, dann ist die Lage ausgezeichnet. Wir müssen alles tun. um duffe Rede zu einer guten Rede zu machen. (Beifall mid Gelächter) kann vottreUich sein, wir wvttcn also dem Reichskanzler h5lfeu. Wir wollen dem neuen Reichskanzler unsereit Beistand und unsere Hilft erteilen, damit die Rede ein wirklicher Erfolg wird ^m Augenblick aber bedeutet sie, daß die Militärpartei einen lvirk- lichen^Ecfolg errungen hat.

Ich will in anderer Form die Erklärungen! wiederholen, die ich bereits abgegeben habe. In welcher Weise die Regierung in Deutsch­land regieren wird, ist gänzlich AngÄegenhät der Deutschen, doch oce rfvage, welcher Regierung wir vertraueü können. um Frieden mit ihr zn schließen, das ist unsere An­gelegenheit. Die- Demokratie hat ihre Fttedensgarantien nicht UNO werm mian diese, in Deutschland nicht erzielen kann, müssen wir dafür sargen, daß andere Garantie".! kam:neu. Die Rede des Reichskanzlers beweist nach Niemer Meiuumg, daß diejenigen.

die auswärtigen Augelegeiiheiteu Deutschlands verwalten, sich letzt zugunsten Deutschlands erklätt haben. In dieser Rede liegt keine Hs st nun g für B.ffgieu eingeschlossen. Belgien wird selbst, nicht genannt. Im Gegentell, die Rede hat den Charakter einer Be drohung für Belgien. Es wird gesagt, daß Dentschlan

fest beuv?, JE alles Unser sÄifs.Zbau ,«rr in den -li, die.^ beuiMihi-i.nider Aeise zurückgeJnn^i.

EenÄk^.vollen Nm -edoch inermal jo viel Zdn^c <llo rm vergangenen Jahr-. .Lauter Beifall' än -«ttschrn Reickisrafter .mlntmitn,

T,SL a ; ' r Brh--V"mgrn furnier

tK ; il>n<!!nl d-cs« Zahre» .«rden aSÄthw'df *H taffen als während der

qmten \ah£ n ^ rA' lilC - ! ' ' <uacr Beifall Und im jvs. mehr ^ xm stich zum vorige.! Jahr sechünvl

c^baut werden. Beifall.) Dir sind ein träges Voss unst^Jnduft^. die. Deutschen unseren Verstand,

Dch ? unsere Ent .chio i enh?i t unter schätz : l>a ben.

Tie Vermmderimg der Verluste mid die Zunahme des Scbi' S- baues werden ?ich das Glechgewicht halten. Aber oie Deutschen uns aushnugeru. Sie haben das gesagt. (Gelach^w' Sie f r yuugernbe Bevölkerung hiermit etwas auf- Sf'Ltn L , ' ]afl . en ' Mrr bnrueu kurzem nichts mehr ,urro daß es Mis dami «cht schlecht gehen wird. Es tur wich sehr leid, dem widersprechen zu müssen. Ade'-

A sagen. Ein Mmiu wie der erste Minister

rst dchu verpflichtet. Statt zn verhungern, ist dank der- An- strengungen unscves Lebensmittel- und Scküssohnsk iittvl'ei^- wahrend der beiden letzten .Monate unser Lebensmittel,

Bellar 1 ? - 917 ' 18 berlffts sichergestellt. «Grojftr

rät [t ^ bn verständiger sparsamkeü, denn ich meine

^ Publiluvi mm seine Rationen verdoppeln darf.

ftme Grenzen sichern müsse, daß es Rietz imd Straßbnrg halten müsse und dan es die Kontrolle über Lüttich Ixtben müsse, um Ant­werpen beaufsichtigen zu können. Das ist nicht angenehm Das ist

ten .daß Belgien als freies und unabhängiges Volk wiederhergestellt werde. (Lauter Beifall) Bel­gien darf kein Protektorat sein. Wir dürfen kein Belgien haben, das durch, das deutsche Schwert zerstückelt wird. (Beifall) Seine Scheide muß belgisch sein mid seine Seele muß belgisch sein (Lauter Beifall.)

Ich habe die Rede des Reichskanzlers zrvei- und dreirnal gelesen, wie es mein« Pflicht war, mn darin irgend ellvas zu finden.

- . ~ ^ ~ *~**v t v- 1 WV »IHklU./WIIU U.W UUIUU. l l II <=

lrreden für Europa gefunden. Der Reiä^kanzler versucht sein, Bolr stärken miÄ m ernuitigen, indem er es mit neuen Illusionen nähtt. Teallfchland uff>d erfahren, daß es init seinen neuen Erwar- ttmgen gebt wie mit seinen früheren Illusionen, die Stück für Stuck zerflattert sind. Der Wunsch, den Folgen der'Blocka-^ durch dre Eröfftrung eines Weges nach Bagdad zu eittgehen, um aus diese .Weise die Hilssguttlen der Welt für Deutschland z,u öffnen, ton eine

SÄi C f lD 5 ,m BerluNe größer werden. To» sind Uirklrch beunruhigende Tatsachen, von denen wir doch sprechen ?"U'en (Großes Geläch.ter.) Wir l)aben Misere EiVfuh^ >^^--^llwne.i vermindert, inn Sch-iffe frei zu machen. Un- ^ " ein< L Entbehnmgen auferlegt, die zu AÄZE-m l mb , E bent, was das deutsche Voss seit zwei Jahren ^ lmva ^ baN das britische Volk wmigcr S'» qt vt Opfer zu brmgen für seme Lreihut? liftifallff lind ^^'^mfrpserilngSsinn haben wir m Reserve für den Fall, daß du Ernt^ von 1B18 mißglückt. (Gelächte.. Sie brauchen nicht den Kampf ausgaben wird, bevor die Freihit der Welt tmederhergestellt sein wird. (Beifall.)

, ^ ^ Michaelis, Amerika hat keine Schiffe und 3nti ^inejm es emmal icrn Heer hat, ttnrb es keine (^miskhaften } u tomäiwrtirren. Wenn er baß fte wegen Amerikas nicht allzu besorgt. &! /Echten, dmur fennt er Amerika nicht, ebenso wenig wic- die D>euttchien England kannten, und die Deutschen begehen bezüglich bs^en Fehler den sie bezüglich EngL ^ sagten, das; wir nicht kämpfen wollten,

^ wollten, so könnten wir es nicht, denn wir

Uen kein Heer und konnten auch keines mrf die Beine stellen. Fss dachten sich deshalb keine Sorge über England iuaä)en zn sollen, ^ch glaube, fte werden mm einschen, daß sie mffidestens

SHÜf Rechnung gemadft haben, und bezüglich

Amenkas befinden sie ftch auf demselben Wege. Wenn Groß- britamiiev m Krregs'zetten ein Millionenheer ins Feld stellte und eine Reserve zusammenbrachte und ausrüstete und zu gleicher Zeit N-otte .dar Wttt unterhielt und im dritten' Kwegsjahr iuoch JnilTOnen Donnen Lchiffsranm zu bauen imstande ist, dann wird Amerika mtt ferner zweimal größeren Bevölkerung ,md lernen unerschöpflichen natürlichen Hllfsaulllen doch wohl kmuu gesty agen werde r, nrnU es ferne Kräfte entwickeln kamt. Ein Mann der wie ^ftchaeffs spricht. Temü Amerika nicht, sonst nmroe er emen cmdecen -von anschlagen. (Beifall.) Schon in Friedens- ?etttti ist e§ schiver zu Prophezeien, viel gefäbrlicher aber noch Ich prophezeie, daß es nickt lmrge dauern ^?i.^chaelrs wttd> ecue andere Meimmg haben und eine andere Rede hatten. Auf diese Rede rvatten wir. und damit diese. Rede kommt, kämpfen wir. Das Resnltat des Krieges wird mit fedem Tage klarer. Belgien war von diesem Resuttat ftistinkt- matzlg vom ersten Tage cm überzeugt.

.. Em gwßr-s da-tsches M<rtt sggir tnr firrjon, daß dir T«ut- scheu fftt tue Unabhängigkeit und Fvecheit ihfts Vaterlandes kämpfen. Dies ist niemals llv-ahr gttvesen. Und heuste

weniger wie >mafs. Fe 'kreier unv unabhängiger Deittsch- land, tst, desto lieber ist es 'uns. Der Feind der Frei-

heit und Unaohäugicrcft^ Deutsche-.ds ist die ugeue ^Regie­rung TeUffckflaiids, u^-t die verbrrudeten MackUe. Wir geveu emem ft-eieu Deutschland den Vorzug. Mit einem fteren Deutsch­land konnten wir Frieden schließen, doch mit einem Deutschland, das von der Autokratie belsettscht wird, können^ wir unter keinem Bedmgnngen z-n einem Frieden kommen. (Beifall.) Ms die Auto­kraten eine korrupte Autokratie im Osten bekämpften, hatten sict enren wertvollen Vorwand für Aufrufe an das Volk in diesem

^nnc ^ neuesten Geschehnissen in Rußland ist dies nicht

mehr der Fall. Rußland ist nicht rrur eine große Demokratie ge­worden. die mcht mehr um Gebietsel-weitettmgen kämpft, es hat auch erklärt, bereit zu sein, seine Unabhängigkeit dem Volke zst schemen. das einstmals unter russischer Fahne lebte. Seitdem ist der letzte deutsche Vorwand, daß Deutschland für die Freihett imd Unabhängigkeit känrpfe, gänzlich verschwunden, wenn er überhaupt femals bestanden hat. Jetzt ist es ein Schwanken zweier durchaus verschiedener Gruppen geworden. Die eine ist die Gruvve demokro- Mcher. freier Männer. Die andere Gruppe wird regiett von einer ..'l-ilitärautokratic, die von Deutschland. Oestnreich und der Türkei mw dem König von Bulgarien gebildet wird. Was ist der Fall? Eine Veränderung hat stattgefflndeu. Eine Veränderung, die von größerer Bedeutring ist als der Ersatz Belhmcnm Hollwegs'durch Mrckwelis, tiämlich die Berändenmg. die vor einer Stunde mitge­teilt wurde, daß der junge russische Staatsmann, dep gros;c Führer der russischen Revolution, der Mann, durch dessen Jlppirarion dre, Militärmacht Rußlands wiedergcboren wurde, die Itügel der Regierung über die russische Demokratie in die Hand genommen hat. (Beifall.) In den kommenden großen Kämpfen an der Ost- und Westfront muß jeder deutscku Soldat das Bewußtsein m iich haben, daß, wenn er fällt, er stir die^Mililärantokratic fällt, während er gegen den Berlwnd fteier Völker kämpft. Andererseits weitz feder belgische, französische, englisll>e, russische Soldat, daß er ein Leben für die Freiheit uud Unabhängigkeit seines Vaterlandes wagt. Jeder briti^chu, jeder cOnerikanische und Portugiesische Soldat weiß, daß er mit anderen ftrr das Recht und die Gerechtigkeit der Welt kämpft. Und diese stets stärker werdende Ueberzeugung ist es mehr als die Sicherheit, daß wir unerschöpfliche Hilfsquellen be- 'itzeu, um uns den Mut zu geben, den Kämpf bis zum Ende fott- zusetzen im vollerr Beüoußtsein, daß Unsere Aufgabe in der Zukunft die ist, die Menschheit zu vetteidigen.

Wertere englische Antworten aus die Aanzlerrede.

London, 21. Juli. (WTBMeldung des Reuterschen Bu­reaus. In einer Rede in Belfast sagte Sire Edward Earson das neue Mitglied des KriegsLabinetts: Ich habe gerade die R e d e