Ausgabe 
13.7.1917 Erstes Blatt
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«nt. tfan r iöbdTen Schaden LNMNchten. Wertere Avsrbcnabwüne ans Sfioefcfcnx und ötrkfvr-ebrnf Flugplätze blieben «üitüristh er-- tzüglos. dagegen wurden mrchrfack) (ffuwvhner verletzt, darunter vier belgische .Kinder getötet, drei Frauen und drei Kinder vor- wundst Ost-Dünkirchen wurde von unseren Fkiegern mit Bomben belegt. Drei feindliche Fesselbilllorts sotvie drei feind­liche Flieger wurden vvn unseren Fliegern abgeschossen Ein feind luter Fesselballon wnrde durch Schrapnell seuer zürn Nieder- geL-eu ireziounM-n.

An der Ostfront lastete sich der Rüste zwischen Xnjcltcr und Karapthen lmtgsam gegen unsere planmäßig nen bezogenen ungen vor. Am 11. Juli erfolgten gegen .ftwnd ftrtblid>e Teil- angrtffe bet Grabow ta und bei Bab in-P rzewo zi e c . Dke in tmserem Feuer erstickt lvurdan. In der Gegettd von B r z e - Aa n y, beiderseits Hodow und östlick, Luck, zeitweise bcftige^Fetlcr- .steigerinig. Gegen 10 U'br «rtotte griff der Russe am ^tomedttue. nach nuchrcren starken Feuerivellen in etwa 1 Kilometer Brette an. Der Eingriff brach nt unserem Feuer imter scktweren russilchen Verlusten zulvmmen. . .

An der rumänischen Front war die feindliche ^trttlierw besonders in der Gegend von Braila-Laftmul unruhig. Fenrdltä^ Schanzarbeiten nordöstlich der Rimmo-Münduug wurden durch Unser Feuer gestört. _

Born 1. bis 10. Juli wurden in dem Wschurtt Brzezany - Zbovo 1900 Gesattgene, darunter 22 Offiziere,^ eingebracht. Die relattv geringe Gefangenen zahl ist ein Maßsbab für die ungeheuren blutigen Verluste der Russen, die. nnhemveise liiitgemälst, nur in seltenen Fällen unsere Grübelt erreichen konnten. Manch^ >^oni - pag niev sind laut Meldungen von der Front im Feuer ans oO bis *50 Mann GaefchtS stärke zusam nt en geschmolzen. Besonders schwer wvrert die Verluste bor 3. Trausanrnr-Division. In zahl- reichen Divis tonen der russischen Arnrec lvütet der Skorbut. Bor oem Einsetzen war den Truppen ixnsprochen fvorden, bah sie in eine ruhige Stellung kämen und nicht arpsreifen müßten.

Der deutsche Erfolg an der flandrischen Küste.

Haag, 13. Juli .(B. T.) Die englischen Blät­ter beschäftigen sich mit dem jüngsten deutschen Erfolge in der flämischen Ecke. Der Erfolg sei für die Engländer sehr innangenehm, inan müsse sich aber damit trösten, das; es der größte militärische Erfolg Deutschlands in diesem Jahre sei, der strategisch noch nicht einmal etwas zu bedeuten habe.

Die Beschießung von St. Quentin.

Berlin, 12. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) In den letzten 14 Dagen sind ans St.-Quentin etwa 2 80 0 Schuß ge- s«allen. Die Kathedrale erhielt 60 Treffer und wird

mehr und mehr eine Ruine.

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Russischer Bericht.

Vom 11. Juli.

Westfront: IN der Richtung auf Dolin setzten unsere Truppen die Berfolgtmg des durch die Arme des Generals Ko-nilvw auf der Front FeznpolStanislauBog-orvdschany vollständig ge­schlagenen Feindes nach Nordwesten fort. Gegen Mittag nahmen unsere tapferen Truppen unter dem Befehl des Generals Tscchre- nrrssow die Stadt Haltcz ein und warfen ihre Vorhut aus das linke Dnfestrufer. Bei Eintritt der Dämm-eruug erreichten unsere Truppen das Lomnica-Tvl aus der Front LomnicaMündung Dobrowattn und warfen nach kurzem Kamps ihre Bortruppen aus das linke Flußufer, wobei sie die Dörfer Bludniky mtb Bobine be­setzten. Die Abteilungeit, die die Front BvgorvdfcluinyZolotonia angrMen, brachen den feirrdttchen Wjider stand und erreichten die »Linie 'LnssetschLießourkaKoSmato t. Im Verlauf dieses Kampf­tages ntachten mir mehr als 2000 Gefangene und erbeuteten etwa 30 Geschütze. Im ganzen machten wir an den drei Kampftagen 8., 9. und 10. Jull in der Mchtmrg auf Dolin mehr als 130 Offiziere imd 10000 Mann zu Gefangenen, erbeuteten ungefähr 80 Ge­schütze. darunter 2 schnvre, außerdem eine große Zahl Graben- fampsmittel und Maschinengewehre, ebenso eine beträchtliche Menge Kriegsgerät und SchießbcLorf. Auf dem übrigen Fronttetl lebhafter Artilleriekamps rn der Richtung auf Zloezpw und bei Brzezany.

Rumänische und Kaukasusfront: Die Lage ist un­verändert »

An der Ostsee machten am 9. Ju6 Geschwader feindlicher Wafferslngzeuge drei Streifen gegen Arenbnrg und gegen Cevcl, wol>ei sie etwa 30 Bomben auf Reeden, Batterien und andere An­lagen ablvarsen. Alle Würfe forderten Menschenopfer und ver­ursachten Schaden. Ein^feindlicber Lenkbällon überffog in dem äu- ßerstcn Südwesten die Schären von Oeland.

Wien, 12. Juli. lWTB. Richta nttlicli ' Ans dem Küiegs- prcsseauartier wird am 12. Juli abends gemeldet: Unmittelbar- südlich des Dnjestr sandelt örtlich« Kämpfe statt. Die Lage ist unverändert.

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Der türkische Bericht.

K o n sta n ti n o vel. 11. Juli. (WTB.) Generalstabsbericht. Alt der K a u k a s u s f r o n t Patrouillen- und Artillerietätigkcit wie gewöhnlich, lieber den am 9. Juli gemeldeten erneuten Erfolg unserer braven Flieger an der Sinaifront sind folgende Einzelheiten $u berichten: Von uns waren zwei Beobachtungsflugzeuge und ein Kampfflugzeug ausgcstiegen. die von drei citglischen Kampfflugzett­gen angegriffen lmtrden. Ein seitchliches Flugzeug wurde sofort ab- geschosscn. Der Führer ist tot. Das feindliche Flugzeug siel voll ständig zertrümmert hinter unsere Linien. Die beiden.mtdcreu Flug­zeuge versuchten zu entfliehen und ivprden von unserem Kampf- ftugzeng eingeholt, das einen englischen Zweisitzer znm Niedergehen hinter unseren Linien zwang. Der Führer ist gefangen genommen. Do8 Flugzeug ist voraussichtlich verwendungssähig. Sieger in den beiden Luftkäinpscn lvar wieder der schon mehrfach genannte Ober­leutnant Felmi. Das dritte englische Flugzeug entkam. Am 8. Juli unternahm eine aus neun Bataillonen, 18 Eskadronen und zwei Batterien bestehende engltsche Abteilung einen ErkundUngsvor- marsch von Tel cl Fevi aus in östlicher Richtttna. Die 2lb-teiliing lehrte um. naä?dem ihre starke Vorhut bei Kofel Basal durch unser Artillerieseuer empfindlich' Verluste erlitten hatte. Am 7. Juli abends warfen feindliche Flieger Bomben ans das in Falowa au? ltzallipoli gelegene Krankenhaus, obwohl dieses als Krankenhaus deutlich erkennbar war. Bon den Kranken wurden zlvei getötet mtb sechs verwundet.

Ein englischer Fliegerangriff ans die deutsch-türkische

Flotte.

L o ltbon, 12 Juli. ('Tteuter.) Die Admiralität teilt mit: Der Vizeadmiral des östlichen Mittelmeeres meldet: M n - rineflugzeuge griffen Morrtaa nacht die vor Kvnstan- tinopel liegende deutsch-türkische Flotte mit Erfolg an. Als sie dieGäben", die vmt Kriegsschiffen mngeben war. ausfindig gemacht hatten, griffen sie sie aus einer .Höhe von 800 Fuß ati. Sie erzielten direkte Treffer auf der Gäben" und anderen Schiffen in der Nähe. An Bord er­eigneten fick schtoere Explosionen. Es brachen tnehrere Bvände aus. Die Flieger griffen auch das Kriegsministe-- riunk an mtd trafen es. Der Feind schien völlig überrascht zu sein, denn die Mwehrbatterien e^ffneten erst das Jener, nachdem die Bomben abgeworfen purreit. Die Flieger sind wolk^beha^k^ z-urückgekehrt.

Hierzu erstchren wir an ztfftätrdiger Stelle, daß sowohl dieGöbeit^ als auch das .Kriegsministerium gänzlich u n

.'-.eschädiigt geblieben sind.

Aerards Rücktritt-

B asel, 13. Juli. lB. T.) Wie derMatin" aus New 7)ork meldet, habe der frühere amerikauische Botschafter in Berlin. G e r a r d , seinen Rücktritt aus dem diplomatisckwn Dienste emgerercht. Er werde sich ins Privatleben zurück­flehen.

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Die Franzosen und Elsaß-Soth ringen.

PariU, 12. Juli. (WTB.) Meldung des Reuterschem Bureaus. In emer Rede über Elsaß-Lothringen im SenaLs-crusschnß für auswärtige Angelegenheiten erklärte R i b-o t:Wir haben ein unverjährbares Recht auf Elsaß- Lothringen und können eine Volksabstimmung n i ch t zu lass cit."

Ein außerordentlicher Minifterrat in Frankreich.

Basel, 13. Juli. (W. T.) Wie derProgres de Lyon" aus P a r i s meldet, messe mau in dortigen gutunterrichtctcil Kreisen dent gestern abgehaltelien außerordentlichen M ini ster r a t höchste Bedeutung bei. Wie verlautet, be­schäftigte sich der Minifterrat mit der durch die Krise in Deutschland hervorgerufetten Lage sowie mit der Antwort der deutschen sozialistischen Minderheit auf den Stockholmer Fragebogen.

Die wirtschaftliche Lage in Rußland.

Petersburg 11. Juli. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphen-Agentur: Der Arbeitsminister S k o b e t c w richtete an die Arbeiter einen Aufruf ,in dent er aus die kritische Lage der russischen Industrie, die die alte Regierung verschuldet hat. hmweist. Er lertiärt, die vorläuffge Regierung tue alles, um das wirtschaftliche Leben des Laudes wieder zu beleben und die nationale Verarmung z-u beschwören, die unvermeidlich sei, wenn der gegenwärtige Zustand andauere. Der Minister tadelt vor allem die llnversohnlrchkeit der Arbeiter in ihren Stt:eitigkeiten Mt den Ingenieuren. Direktoren und sogar mit den Arbeitgebern, die daher die Fabriien und die Werkstätten lx-rlassen haben, so daß sie ohne technische Leitung, ohne Verwaltung und sogar ohne finanzielle Beibilie seien. Die ferneren Interessent der Revolution erfordern cs, erklärt Skobelelv, daß jeder Arbeiter und llntern-cchmer an seinem Platz bleibe, daß ieder seine patriotische Pflicht tue mtd den peinlichen Prvzeß der Wiederbelebung der Industrie erleichtert. Die Regierung ihrerseits tut ihr Möglichstes, ttm die Entwicklung dieses Prozesses zu mildern, indem sie ttuffangreiche Sozial- resormen für die Arbeiter vorbereite.

Finnland.

Petersburg, 11. Juli. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphe'nagentnr. Die Abordnung des Arbeiter­und Soldatenrats mrt Tscheidse an der Spitze, die sich nach einer gecheiinen Beratung mit der vorläufigen Regie­rung nach .Helsingfors begeben'hat, ioill an Ort nrid Stelle die Lage studieren und die Fragen aufklären, die sich auf die wechfelseitigeu Beziehungen zwischen Rußland und Fimrland beziehen.

Petersburg, 11. Juli. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegrapheuageutur. Das Personal der E i s e ll b a h - nen Finnlands, dein seine Forderung um Erhöhung seines Gehaltes um 30 Profit tücht bewilligt worden war, t>at ani Nachmittag ans der Strecke PetersburgWiborg die Ar­beitseinstellung erklärt. Man h-offt jedoch den Atlsstand bald beizulegcm.

Helsingfors, 12. Jjuli. (MTB. Nichtamtlich.) Ateldnng der Petersbiu.rger Delegrapheri Agentur. Gestern abend wurde aus der Bahtt PetersburgKuovala in Finnland der Zugverkehr wieder ausgenommen.

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Die Konferenz in Stockholrn.

Kopenhagen, 12. Juli. lWTB.) Der dänische Absteorditetc für die Stockholmer Sozialisten ko nserettz, Redakteur Borgcherg, telegraphierte seincnt Blatte aus Stockholm, daß zwischen bfii russischen Abordnung und bem skaitdiilaoffchr-hollältdti eben Komrtee eine Einigung erzielf wordett ist. Dac russisch^ Arbeiter- tmfcj Soldateitrat beruft ehic in terna tionale sozi al istis chio F rieben skonfo r e ttz nack; Stockholnt zum August 1917. deren TagesordnrunI sein wird: Der Weltkrieg und die Mittel zu seiner schnellen Beendigung. Ein Ausruf zu der Konferntz wird heute an die sozialrstü'cheu Parteient aller Länder in deutscher, rnffischer, französischer und englischer Sprache versandt. Die russischen Abge­ordneten reisen rarn nach Lmrdon Paris und Rom, um die Sozialistrnparteien der Entente persmtlich zur Friedenskonferenz cinzuladen.

-lus dem ungarischen Abgeordnetenhause.

Budapest, 12. Jkrli. (WTB0 In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses beantwortete Ministerpräsident 0>ras Esterhazp die vor einigen Tagen in der Angetegeittieit der auswärtigen Politik und des Verhältnisses zu Oesterreich mr ihn gerichtete Interpellation des Barons N<adarassl)-Beck, indem er aussührte: Wir halten imverändert fest an dem so glänzend bewährten Bündnis der Monarchie mit Deutsch­land. 'Mlgetneiner Beifall. An unsere ehrliche, loyale mtd feste Bünditistvene vermag selbst der gerirrgste Argwohn des Zweifels nicht heranzureickwit. Die Regierung teilt in dieser Beziehung völlig beit Standpunkt der vorigen Regiermtg. Deshalb ist der unge­stört e F vrtbcst n.itd lrnserer B ündn is pol it i k zu be­tonen. (Lebhafter-. Beifall.) Wir süliren diesen .Krieg als Ver tei- dignitgslrieg. Unser Friedenszlel ist nicht Eroberung. (Leb­hafter Beiiall aus allen Seiten des .Hauses.) Wir lassen unsere Feinde nicht im Zweifel darüber, im Gegenttnl, luiv legten vor der ganzen Welt ein klares Zntgnis fftr unsere FriedeitSberettschast ab. Unsere Feinde wissen dies sehr wohl- Sie wissen, daß diese Bereit­schaft besteht und ohne mala iides nicht in Zlveisel gezogeit werden kann. Beifall links und rechts.) Wir machten unser Friedensange­bot in vollem Einvernebmen mit unseren Bundesgenossen und be tonten, daß es sich um einen für sämtlickie kriegführenden Parteien annehmbaren ehrlichen Frieden handeln lverdr. Wir legten da- durcki ein klares Zeugnis für die Friedensbereiftck)aft unserer gan­zen Mächtegruppe ab. (Unfall. 'Nicht an uns, sondern an unfern Feinden liegt es. daß der Friede zustande kommt. «Lebhafter Bet­sall.) Ans unseren Feindtm lastet die Berantzvortung für die Fort- sttzung des Krieges. (Allgemeiner lebl^after Heisall.! Ick: habe es für notwendig gehalten, dies mit besonderem Flachdruck /zu be­tonen und ich wünsck^e zu betorven, daß, wenn irgendein^ Aeuße- rung, die seitens einzel-ner die lp:genw'ärtige Regierung untere stützender Abgeorditeba getan wird, mit dent sot^bett bezeichneteu Starchpunkte nicht übcreinstiimnvn sollte, dies' vollkonnnen aus eigene Verantwortung des Betreffenden geschieht. (Mlgemeiner Beifall.)

Der Ministerpräsident betonte sodann wegen des Verhält- n i s ses z u Oe Ü er r ei ch , er halte die Entmischung fti die in- tteren Angelegenheiten Oesterreichs für schädlich und verweise dar­aus, daß er bereits mehrmals sagte, er stehe ans dem Boden diw Dualistischeit Gleichberechtigung. Lebhafter Beifall.) Er habe die Ueberzengnng gewonnen, daß auch der österreichische Ministerpräsi­dent nnerschütterlich ans diesem Standpmttt stehe. (Allgemeiner lebhafter Beifall.'

Die Antwort wurde einstiinntig zur Kenntnts genommen Baron Julius Ma da ras sy-Be ck legte Verwahrung ein, daß seiner j ängsten Interpellation eine krie,gs letze rische Absicht unter schoben werde. Heute gebe es keine Kriegs Politik, sondern nur eine Friede ns polittk. er sei vberzengt, haß Ivirte mit ihm jeder Ungar den Frieden anstrebe. Um aber dieses Ziel zu erreichen, müsse man dariir einig sein, daß der Friede nur eilt die Unverrückbarkeit der nngarisck-eti Grenz pfähle und die staatliche Unabhängigkeit sichern - der ehelicher Frieden sein könne. Gras Micliacl Karolyi ver- ,i abrle fiel' gegen die Ausführungen des Vorredners, daß er mil seiner Friedensbestrebung die Interessen der Entente nnterstt'itzen wolle. Die Ereignisse der letzten Tage hätten ihn vollkommen ge- rechfferttgt: denn int Mittelpunkt der deutschen Krise stehe die Friedenssrage. Auch ^dort wünsche jedermann den Friedeit, doch tttniige es nickst, den FriiHen herbaiznsehnen, man müsse auch Han- d<Kn. (Beifall links, stiu.se rechts: Sagen Sie das Lloyd George'» Gras E zern in beschränke sich auch nicht aus bloße Worte, er sei mit Taten beroücfjetrelcn, indem er den Vorschlag machte: Wir sind bereit, einen ^ebeit oi>ue Ann-exivwen eftrzugLhQt. ^ Beifall.) Tt eFriedeirssrago sei eine internationale Frage. Ihre Borbcdin^ gung sei die Demokratisierung jedes Lm^des.

tzeektteg.

Reue N-Boot-Erfolge.

Berlin, 12. Juli. (Amtlich.) Reue U-Boot5-Ers<st'>ge in der B i s c a t) a imb bem englis che n Kanal: 24 000 BMT. Unter den versenkten Schirfert besmtden sich der be- lvafsirete englische DampferEddah" (2397 Tonnen), nrit Stüekgrtt vori Kartada nach Cherbourg, bewaffneter frrur- Mrscher DampferBöarn" (1273 Donneir) mit Stückgut von Dakar nach Fe camp, die ffanzSsischeat Segler Lllexandre" mit Hotz von Texas noch Feccwtp,La Tour d'Argorck' mit Frschladung nach la Rochcllcs, porttrgiesischer DainpserEabo Veerdetz" (2220 Tonnen) mit Lebensrnitteln für die französische Milrtärverwalkuug in Bord-eatlx. Ae Ladungen der übrigen Schiffe bestrauden, svlveit sie fest- gestellt lverden konnten, aus Kohlen, Erz nnd Erdnüssen.

Der Chef des dldmiralsbabes der Marine.

Kopenhagen, 12. Juli.Berl. Tid." meldet aus L>tockl)olm: Aus N o t b f di m c b e n wird berichtet, daß irr den dortigen Gewässern deutsche U-Boote töttg sind. ^ Gerüchttveise wird gemeldet, es seiet! utehrere Dampfer aufgebracht worden, darunter der sckiwedische Dampfer Norrland". Der Svea-DampfcrKarl v. Litnts" sei von einent dcutscheu U-Boot angehalteu.worden, habe aber die Erlaubnis zur Weiterreise erhalteu.

Amsterdam, 12. Juli. (WTB. ^chtamtlich.) Der Pmuideuer DainpftrawlerMert Corneills" wird vermißt.

Aur dem Reiche.

Der Reichstagsausschutz für die Beratung des Gesetzes über Fürsorge für Kriegsgefangene

hat das Gesetz im wesentlichen unverändert angenom­men. Er hat lediglich eine präzisere Fassung gewählt, um zu verhinderrr, daß den Personen, die Ansprüche erheben, die Beweislast dafür zugeschoben wird, daß es sich um eine Dienstbeschädigung handelt. Eine größere Reihe von An­trägen, die sich auf den unter das Gesetz fallenden Personen- kreis, aus die Einführung eines Rechtsweges, sowie auf die Zeit und den Umfang der Fürsorge bezogen, wurden ab­gelehnt. Angeuomnlen dagegen wurde eine Entschließung, nach der die Borschriften des Gesetzes auch aus solche Zivil­personen ausgedehnt werden sollen, die bei Ausbruch des Krieges im feindlichen Ausland festgehalten worden sind. Eine weitergehende Entschließung, das Gesetz auf Arbeiter auszudehnen, die als Angehörige feindlicher Staaten nach dem 1. August 1914 in Deutschland festgehalten worden sind, wurde mit Stiminengleickiheit abgelehnt.

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Berlin, 12. Juli. (WTB.) Der B it n d e s r a t verab­schiedete die Verordnung über wiederkehrerrde öffentliche Lasten au Grundstücken, die den Steuerbehörden ermöglicht, von einer Zwangsvollstreckung ohne Besorgnis von Rang-> Verlusten abznsehen. Den nachstehenden Hypothekenalanbi- gern wird dabei die Wahrung ihrer Rechte offengehalten.

Ans St<rdt und Cand.

© i,ben. 13. Juli 1»17

Zur Obftversorgung in Gießen.

ist uns gestern wiederum ein Etngesandt zugegmrgen, in dem eine Gießener .Hausfrau die Ansicht oertrttt, das Obst werde spstematisch von unserer Stadt ferngehalten, mtd zivar durch die Tätigkeft der Obstverwerttmgsstelle Ludoigsttaße 34. Wie ans dem Eingesandt hervorgeht, scheint über oie Aufgabe dieser ObstverwerttrngSstelle trotz mannigfacher Bekanntmackiungen Unklarheft' zu herrschen. Der Obstvenoerlungsstelle rmtersteht die Regelung des gewerbs-. mäßigen Aufkaufs von Obst und die Abgabe an Selbstverbraucher. Die Regelimg ist verschieden für den gctverbSmästigen dlnfkarrf von Obst mtd die ^Abgabe an Selbstverbraucher. Der geiverbsmäßige ^ Aufkauf ist im Gebiete des Großherzogtums der LandesobsfftelL: Vorbehalten. Sie übt ihr Au flau sprecht aus durch die Komntisstv- uäre und Stufläufer, die Ausweiskarteu der Laudesobststelle er­halten. Der Slufkaus von Obst durch andere Händler, sowie die 'Abgabe an solche ist verboten und strafbar. Die Landesobststelle ver­mittelt das zu erfassende Obst nur au Stadtverwaltnngen, Kon- sninentenvereinigmtgen, Konservensabriftni, Lazarcte, KriegSküchen und Fabrikspeiseanstalten aus Gruud besonderer Bedingungen. Die Kleinhändler mtd Ladengeschäfte in den Städten erhallen Obst zum Wiederverkauf durch diejenigen Stadtverwaltungen, ivo daS Obst ab­gesetzt wird. Innerhalb der gleichen Gemeinde ist der unnrittelbare Verkehr zwischen Obsterzeuger und Selbst Verbraucher incht be­schränkt. Es sollen aber vom Erzeieger bei Steinobst jewefts nicht me ln als 25 Kilo Bruttogewicht, bei Beerenobst incht mehr als 10 Kilo Brutto airf einmal abgegeben werden.

Will ein Verbraucher ans einer anderen (.Ketnctnde Obst be­ziehen, so muß er sich von dem für den VersMtdort zuständigisn Kommissionär oder dessen Beauftragtest einen Beförderirngsschein verschafsett. Auch hier gelten als .Höchstnwngeit 25 bzw. 10 Kilo- nrxmtm Bruttogewicht für den einzelnen Bezug. Die Befördkrmrgs-> scheine müssen vom Selbstverbraucher stets unntittelbar an den Er­zeuger eingeschickt loerden. Eine Weitergabe an andere Personen^ insbesondere <m Händler, ist verboten und strafbar.

Obsterzeuger, die ihr eigenes Obst aus den städttsck-cn Wochen- märkten absetzen, also die sonst dem Groß- und Kleinhändler ob­liegende Tätigkeit selbst übernehnton, dürfen den Verbraucherpreis, nur beveckineu,Avenn sie ihr Obst pfundweise Höchsttnenge 5 Pfd.) direkt an die Verbraucher abgebeu. Arrßerdent haben diese für jede Len düng einen besonderen Befö rdernngsschein (von roter Farbe), bei der Obst verwertungsstelle, L udwigstraße 30, zu lösen, wofür eine Gebühr van 10 Pf. ans jedes Pfund der Smdung zu ent­richten ist. Ae Belieferung von Kleinhändlenr (Hökern.» auf den Wockenmarkten durch die Erzeuger ist verboten. Ae Abgabe der Gebühr von 10 Pf. hat deit Zweck, die Spannung zwischen Er­zeugerhöchstpreis und Verbranrl>erhöchs1preis auszngletck>en mtd den Fckleickbandel zu verhindern. -Von der Mgabe selbst werden nur mit 2' Pf. die Vmualttmgskosten der Obstverwertnngsstelle nt Gießen solche der Landesobststelle gedeckt. Ter Rest fließt dem Roten Kreuz zu.

Bevor die Erzeuger sich allgenrein an die Bestimmungen der Landesobststelle halten, wird eine gttchsse Umorivnmtg nicht zu ver­tu ei deit sein. Mit der Dirrchffihrnng der Bestftnnrmtyen hofft aber die Landesobststelle eine geregelte Belleferimg der Stadt öftesten zu erreichen.

Lebensmittel.

** N ä h r m i t t e l - Be r t e i l u n g. Für dem Aüvnat Juli komimlen folgende Nährmittel ziir Ausepabe: NährtinttÄkarte. A gelbe Kartest auf Abschnitt 1: Suppensabrikate: NähtmftteMrrtt ft irote Karte), aus Abschnitt 9: Grieß, ans Abschnitt 10: .Haser- slocken, ans Abschnitt 11 : Graupen, aus Abschnitt 12: lSagv: Nach' lnittelkarte C , Mente Kartest aus Abschnitt 13: Teigtvarem. auf Abschnitt 14: Graupeu, aus Abschnitt 15: .Haferslockwi, aus Ab- iäniftt 16: Suppenfabrikate. War!die auf ihn entfallenden Waren

die abzugebeitch' Ntenge lvird später bekauut gegebett zu be­ziehen wünscht, I*rt. imter Borllrge der Näbrmfttelkärle bei eiitaro Kl-einhändler der Stadt Gießen bi6 zum 19. Juli eine Bestellung <uftzugel>en. Näherer siehe 'Bekanntmachung.

** Die Hessische L a n b c o « & c m ii i c |t (t e ut AlLatirz teilt mit: Ae Aus stetul irg der Schlußjcheme für Gemüse und Obst erfolgt immer noch twtftf m dem durch d« Reicbsvewrdmms vom