Nr. 162
ft Siebener Lnzei-er
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Noch keine Entscheidung in der Nanzlerkrifiz.
(WTB.) Großes Hauptquartier. 12 Juli (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pprecht . , Der Angriff der Marine-Infanterie am lO.Juli stellte einen schonen, großen Erfolg dar. Der 'Feind hat Gegenarrgriffe nicht zu führen vermocht ' . Die Kampftätigkeil der Artillerie war gestern inFla n- d ern , vor allem südöstlich von Mern. an der Artois-Front, bei Lens rmd Bnllerourt gestei-gert.
Mehrere Erkundrmgs-Unternehmungen wurden von nns erfolgreich durchgcfüyrt.
Bei Monchv stürmten Stoßtrupps eines hanseatischen Regiments unter wirkungsvoller Mithilfe von Flammenwerfern eine Reihe englischer Gräben, aus denen eine größere 2lnzahl von Gefangenen zurückgebrachr wurde.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
In der W eftchampagn c gnd auf dem linken Maas- »<er entwickelten sich im Laufe des Tages heftige Feucr- känrpfe.
Einige Aufklürungsgefechte endeten günstig Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Nichts Wesentliches.
O e st l j ch e rKriegsschauplatz.
H e e r e s g r u p p e P r i n z L e o p o l d v ö n B a y c r n.
Wieder war bei Riga. Smorgon und Baranowitfcksi die Feuertätigkeit lebhaft. Auch bei Luck und auf denc ost- galizischcn Kanrpffeld schwoll sie zeitweilig zu erheblicher Stärke an. An der Schtschara wurden russische Jagdtrupps, am Stochod. südöstlich von Kowel, feindliche Angriffe zurückgewiesen.
Zwischen D n jestr und Karpathen fühlten die Russen mit gemischten Abteilungen gegen die Lumnica-Stel- lung vor. Bei Kaluar erreichten Vortruppen das Westufer des Flusses.
Mazedonische Front.
Nichts Neues.
Der Erste Generalauartjermeifter
^ Ludendorff.
*
Der Abendbericht.
Berlin. 12. Juli. (WTB. Amtlich.) Im Westen lebhafte Feuertätigkeir in der Champagne.
Im Osten örtliche Kämpfe dicht südlich des Dnjestr.
wes
} Die überstürzten Vorgänge tm .Hauptausschuf; Reichstags haben im Anslande das deutsche Ansehen bereits , beträ chtlich geschädigt. Man braucht nur die englischen und rrarrzösischen Pressestimmen zu hören, nrn sich klar darüber zu werden, nützlich lvirkt weder die Crzbergersche Ziel- ta-ktik noch die stürmisch? Eile der Demokratisierung. Wer mit diesen Tendenzen und Streitigkeiten, die das Ausland stutzig und sieggierig machen, das vertrauensvolle Anshalten des deutschen Volkes vergiftet hat oder zu. vergiften sucht - dem: gelingen wird cs nicht der hat sich am Volke auf das >schwerste versündigt. „Daiily Telegraph" spricht von einer .„dramatislhcn Erschütterung des ö'sse nt tuchen Vertrauens in Deutschland aus die militärische Lage". Die französische Presse beschwichtigt im allgemeinen, sichtbar tm Ein svernehmen mit den oberster: Amtsstellen, die Bevölkerung innd erklärt ihr, eine Revolution sei einstweilen in ^Deutschland noch nicht zu erwarten. Bezeichnend ist die 1 Aeußernng des „Figaro": „Ein jedes Nachgeber:, ein jedes Zugeständnis und jeder Ausgleichsversuch würde das unmittelbare Ergebnis haben, die in Deutschland jetzt beginnende Verwirrung aufznhnlten, deren Ent- miÄung für die Entente den Sieg bedeute."
Ist das deutlich genug? Die Erzbergersche Formel scheirrt ja irizwischen jede Aussicht ans Annahme verloren zu haben, da im ,^entrnrn ein Umschwung sich geltend macht. Die Nationatliberalen haben sich dagegen erklärt. So schreibt die parteiamtliche „Nationallib. Korresp."
„Urn unsere Grenzen, um unsere wirtschaftliche Eirtwicklung zu sichern, steckt die nationalliberale Partei das Kriegsziel weiter als zu einer bloßen Wiederherstellung des früheren Zustandes. Nur ein Friede auf solcher Grundlage könnte zudem dem Stand unserer glänzenden miluariick^n Erfolge und der Höhe unserer Opfer entsprechen. Die von Herrir Erzberger r erg.schlage ne Frie- denssorme! umfaßt eine ganz mldere Grundlage. Gerade wer einen möglichst raschen Frieden will — unb tver wollte rhn nicht? — auch nack' den bisterigen Erfahrungen einer Frredensaktion des Reichstages ztveifelnd gegettübersteten. Ob es zu einer solchett Aktion kommen wird, ist rvach dem gegenwärtigen Stand bn politischen Krisis uocl^ nicht sicher. Jedenfalls tat aber die nat. l ib. Reichstagsfrattion in voller Uebereinstimmvng mit der Partei es äbgetehnt, sich der .üriegsziclerklänrng anzuschließen, die Herr Erzberger entworfen hat."
Es muß wieder Ruhe rmd Besvmtenheit eintreten. Kann es denn draußen einen guten Eindruck machen, wenn mir jetzt im Eiltempo altes tim, tvas inis Herr Wilson empfohlen hat, wenn auch aus anderen Gründen? Wollen toir angesichts der zweifellz-aften Erfahrungen, die das parlamentarische Regierrmgssystem in den feindlickzen Län- dern währeitd der Kriegs zeit oft gemacht hat, nicht einmal uns milstg gedulden, ob auf dem alten, bewährten Wege nicht ein Wechsel der bisherigen Methoden vollzogen werden kann, die sich als verkehrt herausgestellt haben? Ist dazu das parlamentarische System erforderlich- in das wir Deutsche uns doch erst eüczuarbeiten hätten, wobei es ohne Zahlung von Lehrgeld natürlich nicht abgeht? Wir haben »wahrlich Kriegsansgaben genug, uni darauf bedacht zu sein, solches Lehrgeld uns zu ersparen. Auch das Organ der bayerischen Regierung, die „Bayerische Staats- zeitung", vertritt mit Entschiedenheit den Standpunkt, daß das parlamentarische Regime uns nicht beglücken könne. Das
Blatt erklärt, das Bestreben der Volksvertretung, sich ein kräftiges Mitwirken bei der Gestaltung der inneren und äußeren Politik des Deutschen Reiches zu sichern, sei an sich berechtigt, allein jeder vorurteilslose Kenner der Geschichte unseres Verfassungslebens und unserer Parteiverhältnisse werde zngeben müssen, daß eine Uebertragung des parla- mentarhchen Systems auf Deutschland eine Unmöglichkeit ist. Das Blatt erinnert an die bekannte Erklärung, die Fürst ^'smarck am 5. April 1884 im Plenum des Bundesrats zu der Frage der Einrichtung verantwortlicher Reichsmini- fterien^ abgab und worin er aussührte:
. Einrichtung veranttvortlicher Ministerien im Deutschen Reiaie ist nicht anders nwglich, als ans Kosten- der Summe von vertragsmäßigen Rechten, welche die verbündeten Regierungen ge- ^E^iickig im Bundesrare üben. Die toesentlichsten Regiemurgs- rechte der Bimdesstaaten würden von dem Rcichsministeriuin absor^ bcert tverden, dessen Tätigkeit durch die ?tzrt der ihnc anfcrlegteü b erantw orlli chke i t bem m aßgebend eit Einfluß der jedesmaligen Majorität des Reichstages.unterliegen müßte. Selbst tverni es gelänge, feste Maioritäten ans den im hentigen Reichstag vorl/andenen Parteien zu bildcm, würde die königliche Regierung doch die Herstellung eines Variantenürriichen Regimentes für die sichere Einleitung zum Verfall und z-nr Wiedermtstösung des Deutschen Reiches halteir."
In der Tat, dieser Worte Bismarcks sollten lvir uns letzt alle erinnern! Wir ivolleii eine volkstümliche Regierung, emen Kanzler, der im Kriege, wie wir früher schon einmal sagten, dem Volke in gewisser Weise auch ein Herold sciit kann. Die Parlamentsköck-e sollen lvohl in die Küche gelassen ltwrden, sie dürfen die Speisen versuchen intb beurteilen, aber sie sollen rms den Brei nicht verderben.
Bedauerlicherweise können die kritischen Anseinaridersetzungen in der inneren Krisis noch nicht von heute auf morgen beendet tverden. Neuen ^„Stofst' bietet der „Bahr. Kurier", der einen Brief Harriacks erwähnt, deit dieser am :;0. Juni an seine sttichbe, Frau Dr. Zeller, gerichtet habe und m dem eine Unterhaltung mit dein Reichskanzler iviedei-gegeben tvrrd, die, ivenn sie sich so abgespielt habeit sollte, das größte Aufsehen machen inüßte. Danach soll nämlich schon zur Zeit der Unterredung der Kanzler von den sich überstürzenden Ereignissen gewußt und sie selbst vorbereitet haben. ??ach der Mitteilung Har uacks erzählte ihm Herr v. MüimMtn .Hollwrg bereits da- mals, er stünd^ den Leuten wie Scheideiuann, David, Heine mn nächsten, könne sich aber von dem Einfluß der Konservativen rvoch nicht ganz fm machen. Es gelte jetzt, die sogen, nationalen Kreise zu zersplittern, um freie Hand zum Handeln zu bekommen. Tie größte Gefahr, sagte Herr v. Beth- mann Hollweg, seien die Leute, welche immer noch an einen deutschen Sieg glauben. Es könne im besten Falle nur eine Remispartie geben.
Die Dinge, fügt der „Bayrische Kurier" hinzu, seien zu wichtig, als daß sie verschioiegen werden könnten. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" erhielten auf Erkundigung die Bestätigung, daß dieser Brief wirklich eri- Aert. Wir können es trotzdem nicht glauben. Wollen und können nicht annehmen, daß Herr v. Belhmann Hollweg, dessen Persönlichkeit wir alle vollste Achtung sotten, solche Sätze gesprochen haben sollte. Wir nehmen an, daß eine Richtigstellung erfolgen wird.
Der österreickiisch-ungarische Tagesbericht.
Wien , 12. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautlmrl:
O e st l i ch e r K r i; g s s ch a u p l a tz.
In Rumänien und in den Karpathen nichts von Belang.
Südlich des Dnjestr gelangten die Russen bis an unsere Lomniea-Stettun-g. Bei Kalusz kam cs auf dem Westnfcr des Flusses zu Kämpfen. Am Stochod, nördlich der Bahn Roduo—Kowel, wurde ein russischer Vorstoß abgeschlagen.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Als Entgelt siir die Hrimfuchüng Jdrias durch italienische Flieger bewarf gestern ein österreichisch ungarisches Flug- zeuggeschwader den Bahnhof und die ausgedehnten Baracken lagcr bei Cividale nrit Erfolg.
Auf dem Kleinen Col Bricou drarzgen gestern früh unsere Sturmilbteilullgen in die feindliche Stellung ein. machten die Besatzung nieder, sprengten große Mengen italienischer Munition tmd kehrten mit Gefangenen zurück.
. S ü d ö ft l i ch c r Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Ct-ef des Eft'nkralftabes.
Im Reichstag
wären teufe, so schreibt uns unser Berliner Mitarbeiter vom 12. Juli, obwohl keine Plenarsitzung stattfürdet. doch viele ?Lb- geordncNe amresend. um sicb über die politischen Vorgänge auf dem iaaifetibeit zu halten. Zahlreich.' Gruppen sah man in den Wandelgängen in eisriacnt Gespräch. Das Schicksal der preußischen W a b l r e ch t s fr a g e bildete neten ter Reichs kau zÜrkrisiS natürlich den Mittelpunkt aller Besprrchicngen. In sortschittltckwn Kreisen glwcbt inan, daß, meint die Regierung diesmal fester austritt als bei der letzten Wahlrechts Vorlage, eine Alehrlieit für da^ gleiche Wahlrecht int ?lbgeordnetenhause zu erreichten sein Ivird. Man rechnet mit der einmütigen Zustimmjung des Zentrmns, dtrs ja nach seil rer ganzen Vergangen l?eit für das) gleich Walstreckit enr- treten muß, und nur auf die Absplitterung einer Gruppe des rechten Flügels bei deir Nationalliberalen.
Ueber die Stellung des Kanzlers hörte man, daß sie vorläufig gesich>ert sei. Vielfach; wurde aber der Meiirung Ausruck gegebenr. daß sich Herr von Bettzniann Hollweg doch auf die Dauer itftW werde halten können. National liberale Abgeordnete betrachen die Veröffentlichungeir in der Z.'utrumspresse als einen Beweis dafür, daß das Zentrum die nationalliberaleit AnschamitlMN über den jetzt gen Reichskanzler im (tonbe -vesentlich unterstütze.
?äach) IO Uhr tvurdc im Reichtag bekannt, daß Ge Führer
der großen Parteien des Reichstags heute früh vo« Kronprinzen in seinem Palais Unter den Linden empfange n worden seien. Mit Interesse wurde vernommen, daß auch die Sozialdeitwkrateit durch den 2lbg. Dr. David dabei vertreten gewesen sind. Väan hörte, daß der Kronprinz die Abgeordneten zu sich gebeten hatte, lern sich bei ihnen über ihre Auffassung der politischen Lage und der Volks stimtnung zu unterrichten.
Der iuterfraktionelle Ausschuß hat gestern getagt und mitb heute nachmittag 3 Uhr seine Beratungen fortsetzen. Soweit die Friedenskundgebung in Betracht kommt, ist man wohl einig, dagegen gehen die Erörterungen über die parlamentarische Regieruirg 'noch weiter und werden stwhl auch sobald nicht zu Ertde kommett, da die teer obwaltenden Schwierigkeiten nicht so kurzerhand gelöst werden können.
Der Beschluß der nati-onalliberalen Reichs tags fraktron. von Fraktions wegen der vom interfraktionellen Ausschuß ausgearbeiteten Friedensentschließung nicht beizutreten, 'hat zur Folge gehabt, daß die nationallibevalc Fraktion an den interfraktionellen Besprechungen nicht mehr teilninrint, so daß der interfraktionelle Ausschuß nur mis Vertretern des Zentrums, der Fortschrittler imd der Sozialdemokraten besteht.
Eine Erkrankung Spahns.
Berlin, 12. Juli. (WTB.) In der heutigen FracktümZ- sitzung des Zentrums, die um 11 Uhr vormittags stattscmd, erkrankte plötzlich Präsident Dr. Spahn, nachdem er eine bängere Mode gehalten^ hatte. Me FruWomssitzung tmtrbe darauf aufgehoben. Präsident Dr. Spahn verblieb zunächst irn Fraktion szimmer. )pvei Llerzte, die Abgg. Dr. Ger lach und Schatz, bemühten sich um dem Kranken, der zunächst das Bewußtsein verloren hat.
Berlin, 12. Juli. iWTB. Nichtamtlich) Die „Germania" meldet eine erfreuliche Besserung in dem Befinden Dr. Spahns. Die Aerzte stellten fest, daß es sich nur um einen -rT-chwächeanfall handelt. Tr. Spahin tvnrde mit einem ?luto m seine Wohnung gefahren und verabmiedete sch mit eitrigen Scherzworten von den ihn begleitenden Parteifreundeat. Er hofft, in eitrigen Tagen wieder im Reichstag erscheinen zu könnett.
Itr Vertretung des erkrankten Vorsitzetrden hat Her stellvertretende Vorsitzende des H a n p t a u s s ch u s s r s des Reichstages. Abg. "Zst. Südeknnr (Sctz.), die nächste Sirtzmrg ans Freitag vormittag IO llhr eitrberuf«.
Eine Schwenkung des Zentrums.
Berlin, 13. Juli. Oärch dem „Berliner Tageoilatt^' ist die Schwenkung, die sich an Ze n 1 r u m vorzubereiten scheine, utcht zuletzt darauf zurückzufuhven, daß die meisten bayerischen AL- geordneten in Berlin eingetroffen fntö und sehr scharf gegen diS Politik utck) Person Erzibergevs Stellung genotnmen haben. Herr van Earlker soll neuerdings Ate Vermittlerrolle zwischen Nattoaal- liberalen und Zentrum spielen.
Wie verschiedene Blätter wissen wollen, habe der Krortprinz, b.ü seiner Besprechuttg mit den Parteiführenr betont, er wolle aujl Wunsch seines Vaters sich selbst eine Meinung über Herrn von Beth- manns Politik bilden.
Der „Vorwärts" meint gegenüber einer ettoaigcnr Kanzler- kandidatur des Fürsten B ü l ow: Ter Mann, der das Wort sprach: „Die auswärtige Politik Deutschlands wird nicht an der Hasenheide gemack'p" ist schwerlich »reeignet, in seiner Auslandsvolitik der Demokratie die^vvn der Zeit gebotenen Ztrgeständnisse zu machen.
Die „D. Tagesztg.", die sich gegen eilte Parlametttarisie- rimg des Reiches wendet, sagt u. a.: Jedeitfalls steten nicht nur di elaiserlick'en Rechte, s-oudent zugleich die Rechte der deutschem Bilndesstaatetk in der jetzigen Krise attf dem Spiel, und wir möchten dessen, daß die Bundesregierungen, Die die große Gefahr jetzt er- lottnt zu haben scheinen, unverzüglich hatcheln, um den Grünte cl arakter des Deutschetl Reiches gegen die Machtgelüste pattamew torischer Eondolliere zu schützeit.
Die „B e r l. M v r g e n pv st" sckiaeibt: Wir würden ihn lBethntattu' mit Bedairein fallen selben, aber sein Sästcksal wiegt nickit ein Quentchen von dem. was das Schicksal unserer Nation wiegt, und tvenit es sein muß, so werden toir unter anderer Z ührmtg deit Zielen zustrebeu, die es um tmsereS Vaterlandes und Volkes willen zu erreichen gilt. »
Nach der „Voss. Ztg." verlautet in parlamentarischen Kreisen, daß die Regierung dert Reichstag ant Samstag nach der Betvilligung der^ Kriegskredite bis zum Oktober vertagen tvill. Jttzwischen beabsichtige Herr von Bethtnann Hvllweg, die so- gcnannte Parlamentarisiewmg durchzuführen, d .h .emzelne 9lb- geotbnete in di: Regierung zu berufen. Wie das Blatt meirll.> ivüroen die Fvattionien. diese Adaßnahtne nicht als Parlamentari- sierung anerketrtten und sich volle Freiheit des 5xrndelnd Vorbehalten. Es sei höchst fraglich, ob trnter solchen Umständen Herr von Bethmann Hollweg einen Parlamentarier als Minister .w- winnen könne.
Nativnnlliberaler Protest gegen die Erzberger-Schcide- manu'sche Friedensfvrmel.
Der Vorsitzende der natioualliberalen Landes-Partei im Großherzogtum Hessen, Mg. Dr. Osann, hat an die national! iberale Neichstagspartei ein dringendes Telegramm folgenden Inhaltes gerichtet:
Ersnckte dringend die Friedens formal Erzberger-Scheid^ mamt rrtchedittgt abzuletmen rmd unerschütterlich an den Beschlüssen der natirmattibevalen Partei f c st zuhal t e n.
Die Uämpfe in west und Gst.
Berlin. 12. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Die Beute a dein erfolgreichen Vorstoß der deutschen Marin e-Jt fa nterie am 10. Juli zwischm Küste mrd der F-ront Meuvv: Lombartzvde kmmte nock> nicht völlig sestgestellt tverden seiitdlicheu Stelluttgett durch unsere Artilleriewirkuüg roftfomnmt verschüttet sind. Bis heute wurden gewehve, 13 Minemtterfer und eine Revvllxrkanone eingebrac Die eroberte Stellung tvurde von deat Engländern ant Vormitt dos 11. nrit starkem Feuer belegt.
An der übrigett Westfrtntt t^rschiedentlich tefti.tes üauer u
da
.. zum D 36 Maschine
zahlreiche Patrvmtten- mrd Vvrpvsteugeseckäe. Der genreldete stoß eines 1iattseatiscki«m Regiiüents bei Aümckm tvurde um 6 U morgens Mtsgeführt und teackste ein sernd lutes Grabenstück v 400 Metern Breite und 300 Metern Tiefe in unsere Hand.
Die beuticteii Batteriett beschossen die Bahnhöfe N o eit x I e Mittes und Bapan tu e . wo lebtester Verkehr beobach tvurde, mit erkennbarer Wirkung. Verschiedene Eisenbal.uzii:e ,„a ten sich eilig davon. Jit der Nacht zum 12. Juli grisüm ^ . ,,, l i che Fl i e ger zwischcm 1 imd 3 Uhr Ostente- und Zecü*ritxt


