Ausgabe 
11.7.1917 Erstes Blatt
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jBfcönieti Berichte verbreiteten, itadj denen England bei Der revolutionären Agitation seine Hand int Spiele hätte. Waltour bestätigte die Nachricht und sagte, die deutsche Propaganda verbreite iir Rußland die Meldung, daß Eng- geheimen die Reaktion unterstütze, und in Spanien, oatz l^igland eine Revolution anstrebe. Tatsächlich sei die .polttir der englischen Regierung, anderen Ländern die Be­handlung ihrer inneren Angelegenheiten selbst zu überlassen.

.Tatsächlich" läßt die englische Regierung überall, wo 5 -}, 7^0 tfjv nicht zu Willen ist, Unruhen schüren.Tatsäch- ncy iteclt ne überall ihre Finger in die inneren Angelegen- hetten anderer Völker. ,,Tatsächlich" hat sie erst jüngst in ^rtechenland den Umsturz der Regierung und die Vertrei- Dung des Königs herbeigesührt. Hat die englische Negierung ihre eigenen Zwecke erreicht, dann überläßt sietatsächlich" die von ihr vergewaltigten Völker ihren inneren Schwierig­keiten.

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Die Ukraine

2SHcn lO.^VuIi. (WTB.) DcniNeuen Wiener Tagbilatt" zu­llte erhielt der ALgevrdnete Mkolai Ritter von Wassilko übler Stock- ^ ukrainiscl>eii so-ialrevolutioitären Rate eine Depesche, r ukrainisck-e Zentral rat in Kiew proklamierte die

^5/ ^ st ^0 e ukrainische Republik rmd kotrstituierte sich m^unxumtck>: Negierung. Vorläufig wurde je ein ukrainischer ^betchsverwcier für Krieg, Marine. Justiz. Finanzen und auswärtige iANge te^en herleu ernmrut. In einer Proklamation an die Bevölke- ruiig wird mitgetei.lt, daß die Steuern vott mm an nur für die neue nTravnsche Regierung einMnehmen sind.

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Die Regelung deramerikanischen Ausfuhr.

Washington, 10. Juli. (MTB.) Meldung des Reuterschen ^oeMid: Es ist an geordnet worden, die Regierung s ko n^ tr^olle ,tpei- die a m c r ika n i sche Ausfuhr anr 15. Juli in zu Hetzen, zusamnten mit der abends ausgegebenen ^lrlangt, daß die Verschiffung der wich- Stände. l>esonderer Bewilligung bedürfen soll.

Mklarnng, die die Proklamation begleitet, sagt der Politik der Regierung zunächst die amerikani--

BeDürftiNse ru Betracht ziehen muß, dann soweit als möglich dre Bedicrnnsie brr Alliierten tutb schließlich die Versorgung der Mitralen lowert he ,ich durchfülwen läßt. Es wird klar'gemacht, daß alle Anstrengungen gemacht toerden sollen, zu verhindern, daß Waren zu den Zentmlmächlen gelangen.

... Die unter Aufsicht gestellten Waren sind Kohle, 'Koks, Brcnn- v!e, Petvoleuin Oiaiolnt. einschließlich der für Bunter verwendeten ton ^echamgsmEn Korn, Mehl, Futter, Fleisch. Fett sowie Roh- M' Sbablbarrvn. Platten. Bauteile,, für Schiffe. Alteisen, Mt- Düugeinittel, Waffen, Munition und Sprenge swfs^Der Emschbis; d<-r Mhrung.smittcl lätzl dic Nrklärunk, wahr- iwetnlrch erichcrnen. daß die Regierimg vrüft, ob es ratsam ist s^_E,tmrdiMs Ausftilwverlwt für zwei Monate aus jede Der' üMschng ton ylaln'mkgsmitreln zu legen, um den Umfang Amc- nkas an VorrMm lest zu stellen und den Alliierten und Neutralen ^teio gentvett zu geben, ein voll ständiges Programm ihres Bedarfes torzulegen Die Erklärung des Präsidenten fährt nach der Zitic- rmrg ^ Gesetzes fort, das die Regienmg ermächtigt, nach der vorgemrmtten Liste der unter ?ülfsicht gestellten Waren vorzu- die Vcsttmmuugen vom 15. Juli ab für jedes Land der -a>elt irnd die von chm abhängigen Teile Gültigkeit haben sollen, bw dann cmzeln von Abessinien

Aus Stabt tutbanb.

Gießen. 11. Juli 1917.

Familienunterstützung.

Um mSglichst volle Einheitlichkeit in der Durchführung des

)ramtltetmnterstützungs-Gesetzes zu gewährleisten, hal der Reichs­kanzler (Reichsamt des Innern) erneut in entern ott die Brmdes- regtennigeu gericlsteten Rundschreiben zu verschiedenen Fragen auf dem Gebiete der Familieminterstützung ausführlich Stellung genommen. Für die breitere Oeffentlichkeit sind insbesondere die folgenden Feststellungen des Reichskanzlers von Interesse:

Bet zeitweiliger Beurlaubung bis zu einem JJC o n a t sind die Familielmmterstüdungen allgemein weiter- ¥***'**& der Urlaub einen Monat, so ist die Be- durfttgkeitsfrage zu prüfen, die zu verneinen ist, ivenn der Beur­laubte geeignete Bcsckmstignng zu übernehmeii ablehnt. Bei Beur- laubungen bis zur Entlassung ist die Weiterzahlung regel­mäßig vom Vvrltegen der Bedürftigkeit abhängig zu machen. Die Valbnwnatsvate, die trach der Entlassung als außerordentliche Unterstützung gezahlt wird, und die Drei Monatsrate, die nach § 9 w?r Verordnung vom 21. Januar 1916 bei .Verwundung und Kchttchnt lieben die Militärversorgungsgebührnisse tritt, sind unab­hängig von der Bedürftigkeit tveiterzuZahben. Das gleiche gitt für die Werterza^hlung der Familiennnterstützungen ml die Hinter- bltebetien auf die Dauer von drei lllronoten. Für die ü b e r d i e s e Z e i t h i n a u s gezahlten Familiemrnterstützungen kömren nur d i e ./tentenabzüge in Anspruch genommen werden, die den Berechtigten

'txam cmjriit «n «^bis Bene7u°^LMt

Seefrfeg.

Neue U-Boot-Erfolge.

Angriffe auf russische Stützpunkte

Berlin, 10 . Juli. (Arntlich.) 1 . Neue U-Blwtserfv^e auf dem nördlichen Kriegsschauplätze: 24500 MT. Utrter den versenkten Schiffen befandeit sich die engli­schen DampferElele" (6557 Tanneit) mit Dtunition mrd Weizen von Boston nach Liverpool,English Monarch" (4745 Donnen > fmit 3000 Tonnen Kohle von Gllasgow trach Livorno.

2 Fliegerangriffe auf russische Stütz­punkte in der östlichen Ostsee. In den letzten Tagen sind von unseren Flugzeugsteschfv-adern an der nordkurländischen Küste die Batterieti, Kasernen itnd Hafenmtlägen bei Zerel und Arensburg auf der Insel Oesel erfolgreich und tviederholt nnt Bombett belegt worden, wobei Treffer und langattdauernde Brände beobachtet wurden. Trotz heftiger'' Beschießung dtrrch femdliche Batterien sind mrsere Flugzeuge von allen llntertrehmmrgen urwersehrt zurückgekehrt.

Der Chef des Adnriralstabes der Marine *

Rotterdam, 10. Juli. MTB.) Nach demMaas Erwerben folgende Schiffe vermißt:Princeß". am 22 Marz von Lull nach Guersney abgereist,Walter Ulrich", am 22. März von Falmouth nach Caen abgereist, der amerikanische SchonerGvpsum Enrpreß" am 17. Mai von der Mannschaft auf dem Meere verlassen.Mabrouka" am 20 . Mai bei Talvusa gcstrorchel,Stralheim" am 1. Juli gesunken, die Bemannung in Lerwick gelandet. Folgende schiffe ,nch gesunken:Lord Roberts" 14166 Br.-R.-T.), -South Wales" (3668 Br.-R.-T.),Cestrian" 18912 Br.- I'T.). ,,Ruverra<' (4232 Br.-R.-T.).Rirdoswald" (4013 "T°"« bong" (2184 Br.-R.-T.),Asalia" (2348 Br.-R.-T.).Orleans" (2863 Br.-R.-T.),Craonne" (4264 Br.-R.-T.),Diasse",Lizzi Ellen" (114 Br.-R.-T.) und Gauntlet" (58 Br.-R.-T.).

Ymui de u, 10. Juli. (WDB. Mchtmutlich.) Meldung bn niederländisch«,! Telegraphen-Agentur. Die h olländi- FrscherfahrzeugcHandel",Vißcherij" mid ynet Poem'wtn 7 deivvon entern detttscl-eu U-Boot vc rsen kt.

m% dem Reiche.

Zur Wiederherstelrung der drutschrn Handelsflotte.

Berlin, 10. Juli. (WTB.) Dem Reichstag ist ein Gesetzentwurf zngeganaen, der den Reichskanzler er mächtigt, zur Wiederl-ersbellnng der de n tsche n ^an- dels flotte den Etgenttimemt deutscher Kausfahrteischifse auf Antrag Beihilfen zu gewähren für die Ersatzbeschaf- futtg von Sckstsfen und Inventar, wenn das Schiff nach dem .01 Juli 1914 durch Maßnahmen feindlicher Regierungen oder durch kriegerische Ereignisse verloren gegangen ist oder erheblich beschädigt wurde. Ferner )vird der Reichskanzler erinüchtigt, Bethilsen zu gewähren zur Deckltng der Auswett düngen für die Instandhaltung deö Schisses, für die Hafen- aelder sowie für Heuer und Uitterhalt der Schiffsbesatzung, die dadurch nottveiwig geLvorden sind, daß das Schiff wäh reud des Krieges in dem deutschen Schutzgebieten oder äußer- deutschen Ländern rsestgehalten. oder an per. Fortsetzung /feiner Retse gehindert worden ist. Die Verctußertmg eittes Schiffes, zu dessen Beschaffung eine Beihilfe aus dem ersterwähnten Grunde gewährt !vordeu ist, darf an eineu Ausländer vor Miaus von 10 Jahren nach der Jnfahrtsetzung nur mit Ge. nehnngung des ReichsLrnzlers erfolgen.

^ u r d t c Z e t t zustehen, für die sie bereits Familienunterstützmtg gezahlt erhalten haben. Dagegeti dürfen l a u sende Renten n a ch -oEtt ß'lr die gezahlten Familienunterstützungen nicht einbehalten werden.

Die obenerwähnten Halbnwnatsraten sind bei jeder Ent- a ' oH. 11 0 öu zählen,^ bei wiederholter Entlassuitg also mehrfach.

Für Lte Untersttttzmig nachgeborener Kinder, dic an einem anderen Aufenthaltsort zur Welt ge- l o m me u s t n d . hat der Lieferungsverband cinzntreten, der zur Unterstützung der übrigen Famtlienmitglieder des Heeres- psltchttgcn verpflichtet ist.

x ^ , äv de m To d e des H cerespflichtigen kann roch Antrag ans Gewährung der Familienunter-, tzn n g färbte Zeit gestellt i verden. toährend der nach den Vor- christen des Gesetzes daS Recht aus die Untersttitzung fottdauert. ^ sie herbe ihilfe n können bei der Feststellung der

V-Mrrsttgkett btlligettveise nicht gattz außer acht gelassen werden, Grnnoiätzltch soll aber die Gewährung der Mindestsätze nicht mit Nuckttast auf vorhandene Arbeitgeberbeihilsen abgelehtlt werden.

^ Für Ko ste n der Fürsorgeerziehung haben die Vieserungsverbände in Zusammesthattg mit der Famitienuntcr- Mltzung unht anszukommen, da diese Kosten aus öffentlichen Mitteln besttatten werden imd nicht als Aimenunterstützung an- zu sehen smd.

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** A mt 1 i ch c P e r so nalnachri chte n. In folge des Ab­bruchs der dtploniatischen Beziehungen Deutschlands zu Griechen­land, haben beneu nuhlkonsularische Vertreter im Reich keine Be­rechtigung mehr, amtliche Befugnisse auszuüben. Der Grvß - ^ r ö p, g Hht ani 4. Juli den ordentl. Professor an der Techni- chen 'VorÄclm e M Tarmsttrdt Dr. Finger stlr die Zeit vom 1. September 1917 bis 31. August 1918 zum Rektor dieser Hoch­schule ernamN.

** Anszcichnun g. Dem Schützen Hermann L a n g s - Dort vott hier tourde für tapferes Verhalten vor dem Feiirde das Eilerne toj 2. Klasse verliehen. Langsdorf befindet sich bei einem /Regiment utid tvurde vor kurzem mit der Hessischen Dapterkertsmcdaille ausgezeichnet. Bureativorsteher Gefr. E. Eid- mann aus Gießen, bei einer JnsantertoMunitions-Kvldtme, wurde das Eiserne Kretiz verliehen.

Dörrgc m ü se-Verte ilung. Von Dienstag, beit ä b. Mts ab gelangt in den Kleitihandelsgeschäfteti das auf den Bezugsabschnttt 'Nr. 13 der Lebensmittcllarte bestellte Dörrgemüse zur dlnsgabc. Das Pfund kostet 1,60 Mk., auf jedeti Bczugsabschnitt entfällt ein halbes Pfund.

**Ansd-emStadttheaterbureau. Die morgige Auf­führung desD r c i ntä der lha u s es" ivird auch in dekorativer Hrnslcht Hübsches büeten. Namentlich der erste Akt, der den Hof von Schuberts Wohnhaus in Wien darstellt. Und von Herrn Deko­rationsmaler Earl Löffler herrührt, dürfte ein wirksames Bühnenbild bieten. Erwähnt sei auch, daß die vorkommcnden Tänze von unserer bewährten Balletmeisterin Frau Lina Oldini eiw- studiert tvorden sind. \

** Be r sichert euere Krieger bei der Hessischen Zbriogs- versick'erung, einer von den KrMlfenkassMverbändeti imter dem Vor­sitz des Direktors Z>es Gvoßh. Ober ver sicberungsamts für den Krieg gegründeten Söerbeldsse auf Gegenseitigkeit, einem ohne jede Erwerbsabsicht lediglich el^renatnüich betriebenen, ministeriell ernp-^ fohlenen WohltätigkeitsuntetTtvehmen. Gerne wird jeder auf den eiligezahlten Betrag verzinsten, wenn der Versicherte aus dem Kriege zurückkehrt! Verstirbt er dagegen den Heldentod, so kami aus dem Sterbegeld manche dLvt gäindert oder das Geld für die Ausbildung der Kinder verwendet iverden. Jeder An teil schein, tostet 10 Mk.; Anträge nimmt die Hauptgeschäftsstelle im Gwßh. Ober Vers ichecungsam t Tarmstodt, Neckarstraße 1 (Fernruf Nummer 2141) entgegen. Auch die Großh. Bürgermeistereien, Krankenkassen und deren örtlich? Melde- und Zahlstellen vennitteln wohl gerne die Versickerungsculträge an uns, denen wir, Nne mich den Gesuch- stellern selbst, das erforderliche Antragsformular aus Wunsch kosten­frei zusenden. Um die raschere Auszahltmg der Sterbegelder nach FriedenSschluß zu ennpglchen, ersuchen wir die Gemeinden, Arbeit­geber, die ihre einbearfenen Gemeindoangehörigen und Arbeiter, und diejenigen Personen, die ihre Angehörigen versichett hatten, uns jetzt schon die Anteilscheine mit den standesamtlichen Slerbenrkünden zu übersenden. Dabei ist die Angabe des Regiments erwünscht, welchem der Verstorbene zuletzt angehört hat. Emp­fangsbescheinigung über diese Mliesernng geht den Einsendern sofort zu.

** Kriegs abga bebet rüge. Zu den in Kreisen de, Steuerpflichtigen vielfach herrschenden Unkenntnis über die Ver­zinsung der Kriegsabga bebe träge ivrrd ints von berufener Seite Mitgeteilt, daß vom I.Jluli 1917 afr alle bis dahin noch nicht ge­zahlten Kriegsabgabebeträge also auch die erst bis zuM 1. Noventibcr 1917 und bis zum 1. März 1918 zu entrichtenden! beiden letzten Drittel urit 5 vom Hundert jährlich bis znm Tage der Zahlung -einschließlich zu verzinsen und fcet der Zah­lung mit zu antticksteti sind. Bei Einzahlung der Steuerbeträgg inittelst Zahlkarte auf das Postscheckkonto der lnstreffenden Bezirks­kasse sind außer der Ein-zahlungsgebühr, die für Beträge bis zu 25 Mark-5 Pfettnig, für Beträge über 25 Mark-10 Pfemtigj beträgt, die Zinsen, die für die Zeit vvm 1. Juli 1917 bis 2 Tagg über den Einzahlungslag hinaus (Tag der Gutschrift) zu beruhtietr ftnb, mit einzuzahLen. A,uf den für Mitteilungen bestimmten Ab­schnitt der Zahlkarte ist die Nummer des Sollbuchs, die aus dem Kriegssteuerbescheidc zu ersehnt ist, attzugebett.

** Ausweise für Frauen auf Reisen. Mein reifende Frauen kontmen !vährend der Etsenbahnfahrt häufig dadurch, in Ungelegenlieitett, daß sie 'keinen genügenden. Ausweis über ihre Person mit sich- fühvett. Tie Reifettden tverden jetzt durch den militärischen UebenvackMugsdienst stveitger klontvollierl und zwar ans triftigen Gründen gerade auchj die Frauen. Es ist deslialb allen reisenden Fwuett, auch wenn sie in Begleitung männlicher M- höriger siitd, dringettd zu empsehleit, nur mit einem ausreichenden Auslveis die Fahrt mttt?eben. Das Beste ist der nnt Motographie versehene polizeiliche Ausweis, den das züstättdige Polizeibureau kostenlos ausstellt. Man fordere diesen Ausweis aber nicßit erst in letzter Stunde, sondern geraume Zeit vor der Reise!

** Die gemeinnützige Rechtsberatungsstelle des Evang Kitschen >Ar beiter Vereins irurde tnt 1. Halb­jahr 1917 von 114 Personen (52 männliche. 62 weibliche) in 131 Fällen in Aitspruch geitonrmen. Don den Ratsuchenden ivaren 95 Personen ans Gießen, 19 aus dett Ortett Holzlieim. Leihgestern, Pohlgöns, Nieder-Bessittgen, Säiadettbach, Watzenborn-Steinberg, Butzbach, Allertdorf a. Loa., Heuchelheim, Groß-Eichen, Oueckboru, Langsdorf. Climbach, Hörnsheim, Hock>ell»eim, WmgSb«g. Dent

Berufe nach verteilen sich die Natsuämrden wie folgt: Arvetter bZ* D*chEerker 24, kleine und mittlere Beamte 28, Sonstige Personen ä. Bon den Ratsüchenden tvaren 60 Angehörige von Kriegsreil- neymcrn, 54 andere Personen. Bon den erteilten Auskünften be- ' ^lrüeittrversicherung 43 (5lrankenversichcrung 4, Unfall- ^llZcherung 14^ Invaliden- mrd Hinterbliebeneitverstäterung 25), aniretteiltenVersul-erung 4, Krtegsversorgung, Angehörigen-Unter- Mitzmtg^und sonstige militärische Attgelegenheiten 43, Bürgerliches Reaü, ^ärasrecht usw. 16, Steuerfragen 14, Verschiedenes 11. Lußer der Erteilung von Rat und Auskunft war in dem abge-> Halbjahr die Anfertigung von 113 Schriftstücken nok* wendig die durch die Beratungsstelle gegen Ersatz der baren Ans- lagett (für Unbemittelte kostenlos) ausgefertigt wurdet:. Winter er­folgte rn ArbeiterversicheruitgSattgelegenheiten unentgeltliä>e Ver­tretung vor dem Oberiwrsicherungsatnt sotvie Vermittlung kosten^ tteter Vertretung vor dem ReichsversicherungLamt Berlin. Bev vieler Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß di? Beratungsstelle, m Fragen der Arbeiterversick-erung, Kriegsversorgung, Angehüri- ö ?? 1 ^Untarfhi^irrtg, KriegSmochenhilse, Hilfsdtenstpflicht usw. an: alte Minderbemittelten sowie an die Angehörigen von Kriegstrill- «cymern rn den Diensta g und Fr eita g von ?V 2 bis 8V-Uhr (Schlitten berg er Weg 16 III) stattfindenden Sprechstundeti intent« 9l U l ^-? at und Auskunft erteilt.

^^.tpreise für Tee-Ersatz (deutscher Tee). Tie Richäpreise für Tee-Ersatz (deutscher Tset hsind teilweise insofern^ nnßvcrswnden worden, als angenommen ist, daß sich, die Richtsätze: ton lLO 160 Mk. für 100 Kilogramm für die getrockneten gereinigten Blatter aus bereits geschnittene Ware bezöge, s < r Hull^Di?s? Preise, die im übrigen höher mtge-i

letzt Und, als sie von sachverständigen vorgeichlagetr wurden, be-- ztehen tzich nur auf un geschnittene Ware. Soweit wegen Ver-> Wendung desvnders teurer Kräuter oder toeyen Verbesserung des L.ees durä'> besondere Maßnahmen erhöhte Unkosten cittstehen, ist es im übrigen «Lache der örtlichen, Bezirk- und Landes- pretspriinmgsitellen, die für den Herst?llu.ngSort zuständig sino, angein es lene Zuschläge auch über- die Höchstbeträge der Richt- satze mnails zu bewilligen. JcchensallS muß bei dem Mangel an Kaffse-Eriatzgetränken.Wert auf Sammlung von Ersatz-Deeblättern und -krarttern gelegt werden.

** ch st P r eise s u r S p i n n p a P i e r und Papier- ^arne. Am 10 Juli ist eine Bekanntttmchmtg (NrZV. 111.700/5 17. K.R.A.), betreffend Höck'sttwcise für Spinnpapier aller Art sowie P-optergarne und -ln'ndfäden erschienen, durch die die bisher für di" ^zeichneten Gegenstände in Kraft gewesenen Bestimmungen der Bekaniitmachung Nr. W. III. 4700/12. 16. K.R.A. abgeündert wer­den. Die tieue Höchstprcisbcfntrttlmadiung enthält wesentliche Aende- rungcn^ gegenüber der bisher in Geltung gewesenen, die sich nicht nur auf die Höhe der Preise beziehen. Jnsbesmidere sind dic Höchst­preise ab gesttt st. je nachdenl die Veräußerung durch den Hersteller oder durch einen Händler erfolgt. Die Bekannttnachamg enthält außer zwei Preistafeln eine gatize Reihe von Einzelbestimmun- gen. Ihr Wortlaut ist im Kreisblatt einzusehen.

Landkreis Gießen.

, ^u. A ll endo r f a. d. Lda., 9. Juli. Feldunterarzt eand. !Uw. :Etml Abu in, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde zum tteldhüssarzt befördert tmd erhielt das Sanitäts'kreuz. Gefreiter .iiarl Reinhardt, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wurde zmn Unteroffizier befördert. Die Hessische TapferVeitsMedaille er­hielten Landsturm mann Wilhelm Wallenfels und Gefreiter Heinrich, D a m m.

.. r ®^%}^ 11 i>cti, 10. Jüli Dem Kanonter August Größer, ^>obn des Bahnbedietisteten Philipp Größer hier, wurde m den letzten Kämpfen im Westen das Eiserne Kreuz 2. Kl. ver­liehen.

10. Juli Pvsls-äkrMr Rau und Fvau ieierten heute tt-renZilbernen Hochzeitstag.

** Lollar, 10. Juli. Fveiw. Unteroffizier Karl T a u b e r t hat wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Kl. erhalten.

Ni ü n st e r, 10. Juli. Ter Armierungssoldat Heinrich Ächmans erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaüle.

^Rvdheim b. Hungen, 9. Juli. Dem Wehrmrann Heinrich Kltppert von hier, welcher seit Kriegsboginn im Felde steht und auf allen Kriegsschauplätzett mitgefochten Ijat, wurde das Ei l erne .Kreuz 1. Klasse verliel-en, dic Hessische TapferkettS-, Medaille ümd das Eiserne Kreuz 2. Klasse hat er sck'iou vor längerer Zeit erhalten. Klippert ist/der erste in uttserer Gemeinde, ivelcher mit diesent hohen Ehrenzeichen ausgezeichnet wurde, auf das auch unsere ganze Gemeinde stolz ist.

** Saasen, 11. Juli. Feldwebel Lehrer Heinrich Krämer <«tnelt das Eiierne Kreuz 2. Kl.

- Steinbach, lO.Juli. Schütze Theodor Müller, bei einer Maichmengewshr-Kompagine im Westen, erhielt am 4. Juli wegen tapfereti Verhaltens vor dem Feinde die Hessische Tapfer- keitsmedoille.

Kreis Büdingen.

4t Büdingen, 10. Juli. Fürs Vaterland starb bei einem Sturmangriff der Grenadier Heinrich Merkelbach, Sohn des hiesigen BahrchofsVorstehers G. Merkelbach. Das Eiserne Krem, erhielt der Gefveite Georg R n h l.

sc. Büdingen, 10. Juli. In den Ortschaften des diesseitigen. Kreises wird .Klage gefüllt, daß die Metzger dem Fleisch eine zu große Knochtenbeilage anfügen. Der Dtetzgerverband für den Kreis Büdingen wvrst tmnmeln daraufhin, daß die Kttochenbeilage zum Rind- mid Schweinefleisch bis höchstens Vs und bei .Kalbfleisch bis höchstens Vt des Gewichts betrag«:! darf, toidrigenfalls Bestra­fung wegen Ueberschreitung der Höchstpreise eintritt.

-- Büdingen, 10. JNli. Nach Mitteilung des Kreisamtes werdet^ schon jetzt diura> Städter itn ^Kreise Bübingen heimlich Kartoffeln cmSgegraben und fortgeschafft. Jur Steuerung dteseS Unfugs läßt bas Kreisamt jetzt sämtliche Bahnhöfe bei ?lbgang jeden Ztztges durch Polizeibeamte und Gendarmen besetzen, die jeden! slteisenden, der Kartoffeln bei sich fährt, zur Anzeige zu bringet! und die Ware W beschlagnahmen haben. Wenn die Leute nicht den Nachtveis erbringen können, daß sie die Kartoffeln von Landwirten ordnungsgemäß, erworben haben, ist Attyeige wegen Felbdieb- stalstes, der mit Gefängnis bestraft wird, z>n erstatten. Ob der Reisende den Zug versäumt, soll kein Hindernis für die strengste Durchführung der Prüfung bilden. Gleichwertig werden die Land­wirte vor ällzUgroßer Bereitwilligkeit gegenüber den Hamsterern gewarnt. Dem Kommutcalverband ^ Offenbach sind Tausende von Zentnern Kartoffeln auf diese W'eiie Verloven gegangen, die jetzt ehlen

M Echzell, 10. Juli. Das Eiserne Zßrenz, lvreits früher die Hessische Tapferkettsmedaille, erhielt der Pioilier Wilh. Magel, Pionier-Kvmp. 306.

# O b e r - W idd e r s h c i m, 10. Jiuli. Das Eiserne Kreuz erhielt der Atusketier Otto Sch mölke.

4t Rodenbach, 10. Juli. Das Eiserne Kreuz, bereits früher die Hessische TapserkeitsNtedaille, erhielt der Unteroffizier Heinrich Will.

4t Unter-Schm i tt cn , 10. Juli. Das Kriegsehrenzeichoni erhielt der Militär-lkwankenwärter Üldolf Schneider.

Kreis Alsfeld.

** Bleidenrod. 11. Juli. Bäckermeister Mbrecht Buch von Bleidenot erhielt in den fcfyuteren Kämpfen an der AiÄre das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Kreis Schotten.

^Schotte n, 10. Juli. Dem Stadtrar 5ßonr. S ch l ö r b VIII. wurde während der Beurlaubung des Großh. Beigeordneten Zinser die Fuhrtmg der Bürgermeistereigeschäftc überttagen.

Kreis Friedverg.

Butzbach, 11. Juli. In der gestrigen Gemcinderats» itznng wurde der Entwurf giner Verordtmng über die Regelung der Kohlen für die Stadt beratett und vorbehälllich der lreisaml- licken Gettehmigung genehmigt. Um die hiesigett Bewohner mit genügend Brennmaterial zu versorgett, wurde eine frühzeitige Hol; fäll ung beschlossen. Tiefes Holz soll nur cm die hiesigen Be­wohner verkauft iverdett. Ta Klagett über starken Feldfrevel ge, führt wurden, wurde beschlossen, einige Hilfsichützen anzunehnrew,