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äorföauer der Kamfe; frifis.
<WTD.) Nrvhes Sauvtquartirr. 10. Juli. (Amtltch.)
We-ftlichrr Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.
^ S? Flandern erreichte öer Artilleriekampf an der Küste, un AoschE von Ypern und im W y t s ch a e t e -Bo- gerl «größere Stärke als in den Vortagen. Sin Vorstoß eng- llscher Infanterie südwestlich von Holletzeke. wurde zurückgewiesen. Auch nordöstlich von Messines, bei Lens und Fresnoy, sowie nordwMich von St. Quentin spielten sich Er- kundimgsgefechte ad..
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz
Längs des Chemin des DLmes nahm abends das Heuer an Heftigkeit zu. Nachts wurden Teilangriffe der Franzosen südlich von Courieson und südöstlich von Cerny abgeschlagen.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Keine besonderen Ereignisse. /
Oestli che r Kriegsschauplatz.
Front des G euer als eldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Bei Riga, Dünaburg und Smorgon hat die Gefech stätigkeit sich gesteigert.
Bei der
Heeresgruppe des Generalobersten von Boh m-Ermo li.
blieben die Russen zwischen Strypa und dem Dniestr ziemsich untätig. Unternehmen unserer Sturnttruppen brachten an mehreren Stellen Gewinne an Gefangenen und Beirte. Nach Mschtuh der Kämpfe, die sich gestern nordwestlich von Stanislan entwickelten, wurden unsere Trrrppen hinter den Unterlauf des Lukowioa-Baches zurückgenommen.
Im Bereich der anderen Armeen keine gröberen Kampf- harwLrmgen.
Mazedonische Front.
Die Lage ist unverändert.
*
Im Juni war das Ergebnis der Kämpfe gegen die feindlichen Luftstreitkräfte gut. Unsere Gegner haben 220 Flugzeuge und 30 Fesselballone durch Einwirk ungunsererWaffenverloren. Von den Flugabwehr-Kanonen wurden 60 feindliche Flieger abgeschossen. Der Rest wurde in Luftkämpfen zum Absturz gebracht.
Unser Verlust beträgt 58 Flugzeuge und drei Fesselballone.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.
ausgesprochen werben ftinnten. Es war ausdrücklich von der Formel des „Verzicht friedens" die Rede. Darf der Reichstag ohne eingehende Kenntnis der Sachlage vor das Ausland -mit Bekundungen hintreten, die sich nicht mehr völlig decken mit der alten, von Freunden und Gegnern des jetzigen Kanzlers oft ausgesprochenen Zuversicht? Darf das Ausland von uns denken, wir seien ängstlicher geworden, unsere Friedenssehnsucht sei schwächlich gewachsen? Haben nicht sogar die parlamentarisch regierten Länder in solchen Fällen, wo die Regierung nicht mehr volles Vertrauen besaß, sich darauf beschränkt, Kritik zu üben, die Verantwortung für den neu einzuschlagenden Weg aber dem Mann oder den Männern zu überlassen, die mit der Führung der Geschäfte beauftragt wurden?
Vielleicht, das ist noch die Hoffnung, wird die Entscheidung zunächst von der Krone getroffen, die ja aus den Ereignissen auch die Konsequenzen zu ziehen hat. Der Reichstag hat vorläufig genug getan und er könnte sich darauf beschränken, einfach zu erklären, daß das deutsche Volk den ihm anfgezwungenen Verteidigungskrieg mit voller Kraft zu Ende zu führen gedenkt. Eine solche Formel könnte ich Ls schaden. Was aber darüber ist, das ist vom tlebel. Die vor dem Auslande, das, wie aus England gemeldet wird, schon heimlich zu triunchhieven beginnt, aufgerissenen Fenster müssen baldigst wieder geschlossen werden. Mögen die laut geäußerten Wünsche des bisher zu sehr aus dem Verborgenen regierten deutschen Volkes in wesentlichen Punkten berücksichtigt werden! Daß Parlament und Volk von den leitenden Stellen etwas offener ins Vertrauen gezogen werde, war stets unser Wunsch. Aber dann wollen wir endlich wieder einen Marsch hören und den sicheren Taktstock sehen! Es ist bezeichnend, daß sowohl der Berliner „Lok.-Anz." wie die „Germania", das führende Organ des Zentrums, festftellen, die Stellung des Reichskanzlers habe in den letzten Stunden keine Festigung erfahren. Auch die „Voss. Ztg." meint, es erscheine ziemlich sicher, daß die Lösung durch den Rücktritt des Herrn v. Bethmann-Holl- weg erfolgen werde. Das rheinische Zentrumsblatt, die ,,Köln. Volksztg.", erklärt scharf und deutlich:
Die Unentschlossenheit des leitenden Staatsmannes hat im Innern jene Stimmung gezeitigt, die in den letzten Tagen im Reichstag zur Explosion kam. Unter ihrem Druck mußten die Forderungen heute gewährt werden, die eine starke geschickte Hand rechtzeitig in besonderem Ausmaße und freiwillig hätte gewähren können. Der Krone wäre damit besser gedient worden. Sv ist, darüber kann sich rrremand täuschen, viel monarchisches Kapital verwirtschaftet wurden. Das Mort „FiaskoPolitik' ist mehr als einmal in den letzten Tagen auf die jetzige Regierung angewandt worden. Die Firma ist kompromittiert.
lDer interfraktionelle Ausschuß des Reichs- tags hat heute nachmittag seine Beratungen über den Wortlaut der gemeinsamieir Entschließung, die dem Reichstag in der Friedensfrage vorgelcgt ivcrden soll, abgeschlossen. Aäcf Würrich der natioualliberalen Mitglieder des Ausschusses wurde, der natio- nalliberaleu Reichstagsftaktiou noch einmal Gelegenheit gegeben, sich über diese Entschließung zu entscheiden. Diese Entscheidung wird noch im Laufe des Dienstags erfror tet Dann wird das weitere Vorgehen im Plenum festgestellt werden.
Es bleibt nach wie vor unwahrscheinlich, daß die morgige (Mittwoch-) S i tz u u g d e s Reichstags statt finden wird. Sollt* sie stattfinden, so werden keinesfalls die Kredit vor tage und der Aus- fchußbericht Wer innere mrd äußere Politik, sondern voraussichtlick der. Gesetzentwurf über den Wiederaufbau der deutschen Handels- schisfabrt zur Verhandlung kommen.
Die von einem Teile der Presse veröstentli chte Nachricht, der fortschrittliche Abgeordnete v. Payer sei heute vom Kaiser empfangen worden, ist unrichtig.
Berlin, 10. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichskanzler empfing im Lause des Nachmittags verschiedene Par- führ er.
Berlin. 10. Juli. (WTB. Nickstamtlich.) Die Pressenach- richten über die Vorschläge, die der Minister des Innern Seiner Mas. dem Kaiser gemacht l>aben soll, sind, wie wir fest- zusttllen ermächtigt sind, unzutreffend und aus der Luft gegriffen.
Kaiser und Kanzler.
Berlin, 10.Juli. (WTB.) Seine Majestät der Kaiser empfing heute vormittag den Reichskan z l e r zu einem Mehrstündigen Vortrag.
Berlin, 10. Juli. (WTB.) Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Dem Vorgehen des „Berl. Lok.-Anz." entsprechend, verbreiten heute auch die „Berl. Neuest. Nachr." die Angabe, der Reichskanzler habe gestern im HanptausschUß sein Verbleiben im Amt aus vaterländischen Interessen für notwendig erklärt. Wir stellen fest, daß diese Angabe eine reine Erfindung ist.
Berlin. 11. Juli. Nach dem „L. A." geben die irr parlamentarischen Kreisen umlaufenden und in den gestrigen Abendblättern enthaltenen Nachrichten kein wahrheitsgetreues Bild von der wirklichen Sachlage, aber sie verstärken den Eindruck, daß die Stellung des Reichskanzlers innerhalb der letzten Stunden keine Festigung erfahren hat.
Der bayrische Gesandte beim Kaiser.
München, 10.Iüli. (WTB.) Die Korrespondenz.Hossmann nreldet: Es bestätigt sich, daß der bayerische Gesandte in Berlin, Graf L e r chen feckd, am letzten Sonntag vom Kcriser empfangen und hierbei die gesamte politische und militärische Lage eingehend erörtert worden ist.
Erzberger.
Wien, 10. Juli (WTB. Nichtamtlich.) Die von der „Bosfi- schen Zeitung" am 8. Juli gebrachte telegraphische Meldung ans Wien, wonach der Abgeordnete Erzberger vor einigen Tagen in Wien geweilt hätte und von Kaiser Karl in Audienz empfangen worden sei, ist fre i erfrrnden. Hiermit entfallen auch alle cm dich Nachricht geknüpften Kommentare und Kombin at i one n.
Der NbendberichL.
Berlin. 10. Juli, aLeitds. (WTB. Amtlich.) Im Westen und Osten keine besonderen Ereignisse.
Wir tooHen, wenn mrch die Sdunde ernst und trüb ist. nicht verbargen. In den Ländern unserer Feinde haben sich ebenso heftige AuseinnndersetzlnnFen vollzogen, wie sie Uns jetzt der Reichstag bereitet. Und wenn der Kanzler gehen sollte — mir brauchen dann vor dem Auslande nicht den Blick nieder^Nschlagen. Die Kabinette und Oberbefehle in Frankreich sind mehrfach znsammenaebrochen und neu auf- gebaut worden, Asguith ging und Lloyd George wollte und will retten, was zu retten ist — von Rußland aber dürfen wir schweigen, denn dort ist die Krisis allmählich Kur Auflösung geworden. Wir beklagen aber trotzdem die Geschehnisse und Sorgen dieser Junitage. Mußte das so sein? Hat irgendein Kriegsereignis Anlaß zur Beunruhigung gegeben, haben sich die Zweifel, ob wir wirtschaftlich durchhalten könnten, nicht sogar vernrindert, auch angesichts der Tatsache, daß der Fri^ede noch nicht ganz nahe vor der Tür zu stehen scheint? Und wer weiß denn etwas Bestimmtes über die Nähe oder Ferne, in der uns der Friede winkt? Nein, die Krisis ist nicht entstanden aus bangen Zweifeln an jden Enderfolgen^ unserer Wehrkraft, sondern! infolge man- gÄnder einheitlicher Führung des Volkes, infolge von Unbe- stmrmtyeiten in der Leitung unserer Regierung, die es Meifelbos nicht verstanden hat, den Volksströmungen und Parteien die Stimmung des erwartungsvoklen LaUschens vrw dem Auslaiä>e Und der einzig auf unsereni Wege weiterführenden genreinfamen, zuversichtlichen und ungehemmten Arbeit berMbrirrgen. Jetzt blasen alle Jnstrumerrte durcheinander, da der Dirigent den Daktstock aus der Hand ge
geben hat.
Daran liegt es. Jetzt sftrnt der Reichstag auf Formeln, in denen der Volkswille zum Ausdruck gebracht werden soll. Wir fürchten, darin liegt das erlösende Beginnen nicht. Es ist bisher immer viel von notwendigem Vertrauen zur Regierung und obersten ^Leitung unserer politischen Geschäfte gesprochen worden. Ja, das war auch richtig. Ein solches Vertrauen ist notwendig, aber wenn es nicht mehr vorhanden sein kann, wenn der Geist des ganzen Volkes bänglich UmschaZi hält nach dem richtigen Wege, dann darf doch eigentlich nicht plötzlich, durch Mehrheitsbeschluß, „sest- aesteLltt' lverden, was „richtig" und notwendig ist. Denn daM. gehört die eingehende Kenntnis aller Umstände und mÄsprechenden Faktoren. Die Parteien haben u n te r sich Beratungen abgehalten; aber genügen die knappen Dar- steLungen, dre sie von den militärischen und politischen Amts stellen erhalten hab en mögeri, um Echtlinien festzustellen, s e l b stä n d ig vorzugehen? Wer trägt die Verantwortung dafiir? Man sage nicht, es handle sich bei der zu vereinbar enden „Frichensformel" nur um Mgemeücheiteu, die. usbedLnklich
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 10. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wir- vrrlautburt:
Oeftlicher Kriegsschauplatz.
Bei der Heeresfwnt des Generaloberst Erzherzog Josef regere Erkundungs- und ArtillerieLütigkeit.
Bei Stanislan entbrannten gestern früh erneut heiße Kämpfe. Die verbündeten Truppen schlugen mehrere Angriffe ab. wurden jedoch abends vor dem zunehmenden Druck der feindlichen Massen hinter den unteren Luko- vica-Bach zurückgeftihrt. Der Gegner drängte die Nacht über nicht nach.
Nahe des Dnjestr verhielten sich die Russen ziemlich ruhig. Unsere Sturmtrupps arbeiteten mit Erfolg. Zwischen der galizischen Grenze und der Ostsee lebte vielfach das Ge- schützftuer auf.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Chef des Generalstabes.
Aus dem Hauptausschuß des Reichstags.
Berlin, 10. Juli. Der Hauptnüsschüßdes Reichs- t a ges tr«t heute unter dem Vorsitz des Abgeordneten Spahn (Ztt.) und in Anwesenheit des Reichskanzlers pünktlich um 9 Uhr früh zusammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung stellte der soziat- demokratische Mgrordnete Ebert au den Re i chska n,;ler die Fra $e , ob er in der Lage sei, dem Ausschuß M i 11 e 1 1 n n q e if, über die Ergebnisse des gestrigen Kronrats zu machen. Der Reichskanzler lehnte eine solche Mille i l n n g a b mit dem Beinerken, daß sich der Ausschuß noch kurze Zeit gedulden müsse. Abgeordneter Ebert beantragte hierauf die Vertagung der Ausschuß-Sitzung, bis die Lage geklärt sei, da es unter diesen Umstanden keinjen Zweck hübe, die gestrigen Verhandlungen fortzusetzen. Diesem Anträge schloß sich der Ausschuß ohne Ausfpraä>e an. In großer Erregung verließen die Mitglieder den Saal. Obgleich es als ausgeschlossen gilt, daß heute noch eine Sitzung des .Hauptausschusses einberufen wird, blieben die Mitglieder des Ausschusses im Reichstagsgebäude ver- samnrett und überall! in den Wandelgängen sieht man lebhaft dis- kutierende Gruppen von Wgeordneteir zusammenstehen.
Auch der Verfassungsausschuß des Reichstages hat sich vertagt. Der Vorsitzende Scheide mann eröffnete die Sitzung mit der Bemerkung, daß angesichts der rmgekkärten politischen Lage eine Vertagung der Verhandlungen ziveckmäßig erscheine. Ein Mitglied der Fraktion der Unabhängigen Sozialdemokraten widersprach der Vertagung, sie wurde aber gegen die Stimmen der drei Unabhängigen Sozialdeluvkraten beschlossen Und der Vorsitzende wurde ermächtigt, die nächste Sitzung semersefts anzuberaumen.
Führende 5kveise der nationallibera!ten Fraktion! des Reichstages legen Wert auf die Feststellung, daß die in einigen Berliner Blättern verbreitete Mitteilung, die nationalliberale Fraktion hätte einen Beschluß gegen den Reichskanzler üLiaÄtz unrichtig ist,
England und die Krists in Deutschland.
Amsterdam, 10. Juli. (WTB. Nichtamtlich/ „Algergeen Handelsblad" meldet aus London, daß alle englischen Blätter mit großer Auftüerksamkeit die polittscke Krise in Deutschland verfolgen. Selbst die Erregung über den Luftangriff werde dadurch in den Hintergnmd gedrängt.
Eine Entgeltungsmaßregel gegen Fr-antreich.
Be r lin , 10. Juli. (WTB. Anitlich.) Der in Frankr-eich kriegs- gefangene stellvertretende Gouverneur Do g o s, M a j o r v o n Döring, der bis zu seiner Gefangennahme die LandeSverteidi- guugstruppe von Togo führte, wird von der ftanzösischen Regierung seit kurzer Zeit ohne jede Berechtigung nicht mehr als Kriegsgefangener anerkannt. Er wurde aus dem Offiziersgefangeuen^ lager nach dem Zivil ge fang enenlager St. Pierre verbracht, wo er in völlig unwürdiger Weise untergebracht rmd helmndelc wird. Bon der deutschen Regierung würde seine sofortige Ri'icksühuung in eilt Offrz-iersgefangenenlager gefordert und dabei mftgeteilt, daß, wenii die Forderung nicht bis zu einem bestimmten Tage erfüllt rväre, drei kriegsgefangene französische Stabsoffiziere in Deutschland ebenfalls in ein Zivil gefangenenlager verbracht und dort genau ebenso wie Major von Döring behandelt würden. Da der gestellte Termin ohne Antwort der ftanzöfischen Reche- ruug verstricken ist, ist die angedrohte Gegenmaßregel in Kraft getreten. Sie wird erst aufgehoben, wenn llRchor von Döring in ein. Oftftiersgefangenlager zurückgekehrt ist.
Lloyd George über die deutschen Luftangriffe.
.London, 9. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Anttliche Meldung. Während der heuttgen geheimen Sitzung des Unterhauses erklärte Lloyd George: Es ist unmöglich, sich vollständig vor Luftangriffen zu sichern. So überfliegen an der Front unsere Flugzeuge täglich die deutschen Lmien in einer Gegend, Ivo die deutschen Luftstreitkräfte und Fliegerabwehrmittel aufs dichttste zusammengezogen sind, und werfen Bomben auf Stationen und Hauptguartiere hinter ihnen. 9llkes, ums wir tmi können, ist, die Deutschen ihre Versuche so teuer zu stehen kommen zu lassen, daß sie nichit lohnen, roähvend die erste Erwägung der Regierung sein muß, darauf zu sehen, daß die Armee in Frankreich genügend mit Flugzeugen ausgerüstet ist
Natter da in, 10. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Wie ,Nieuwe Rotterdamsckie Courant" aus London nreldet, nnrrde die Mssvrirckv iM U nterhaüs über die englische Luftver tei dicy»irg> von den Blättern kühl ausgenommen. Der ParlameMftkvr^spvndem der ,Daily Mail" schreibt, man habe von ihr den Erdrück lx-- kommen, daß der Grund, ivarum die Flugzeuge zur Berteidstmng Englands nicht rechtzeitig aufgestiegen seien, tiefes Geheimnis sei. JU Wirklichkeit aber wien die Flugzeuge nur desh»K» mcht ausgesttegen, iverl sie nicht jederzeit bereft seien. U-UmSigtzn ge^ ubter Flngzmrwührerpmd Luftkämpfer feien vorhanden ;md wenn sie laus das erste Signal bereit getvesen wären, wäre in dänr Augenblick, als ch^Angveifcr Lorrdon erreichten, das ZahlttwerhW- iris zwisolpen brftischen lund deutschen Flugzeugen wie drei oder Mer zu eurs geioesen.
England und die revoLntionäre Agitation m Span < ?.
Berlin, 9. Juli. WTB. Nichtamtlich.) Im eng. Uschen llnterhause fragte ein Abgeordneter, ob der Rt>
mmwa bekannt kt, daß d^ntjchL M'zeaUtt v$


