Ausgabe 
26.6.1917 Zweites Blatt
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Vereins Vvn 1660 auf 1800 M? hrnousgesetzt. lieber I u gc rt b kerflergen wird der FraEurter Borfitzende, Prof Gg. Bender, Devrcht erstatten.

KreiS Friedvers.

e. Beienheim. 24. Juni. Arm Brzefeldwebel beförder wLrrde der Lehrer Wilhelm tauft.

e. Dvrheim, 24. Juni. Lehrer Karl Ott wurde zum Bizc^ ftldwebel befördert und erlitt das Eiserne .Kreuz 2. Klasse.

e. Ga m ha ch , 25. Juni. In Familien unserer Gemeinde fiitb im ganzen G 5 Stadtkinder für die Sommermonate znm Land anfentl-alt untergebracht; davon sind 56 aus dem westfälischen I» du strie gebiet.

Starkenburg und Rheirchesjen.

ch. Aus Rheinhessen, In Rheinhessen nmrden im Lau'' dieses Frühjahres 28 Weinverstei gerungen abgelialten. Davon san den 13 in Mainz, 8 in Bingen, 5 in Nierstein imb ie eine in Nackenil-eim und Bodenheim statt. Zum Aus gebot und Zuschlag g langten in diesen Versteigerungen 844' .- Stuck Wcißwcm. i 1 Fuder Weihwein, 59 Stück Rotwein und 63160 Flaschen lKrldst wurden dir 90' 2 Stück 1916er Weißwein 3460 bis IG 060 M l. 52020 Mk durchschnittlich 3634 dis 13180 Mk., 60".4 St.i- 1914er 3330 bis 9020 Ml., 4 Fuder be^gfcuheu 2670 bis 2600 Mk., durchschnittlich das Stück 3659 bis 6100 Mk.. 11 1 2 Stück 1013er 3350 bis 6000 Mk., das Stück 1913er 6420 Mk., 16 Stück 1911er 3600 bis 40 960 Mk., 10 Fuder desgl. 2690 bis 2750 Mk., dos Stuck 1916er Nativem 4700 bis 6960, 1915er 5520 bis 10 120 Ml , 1914er 5820 bis 7000 Mk , 1911er 6040 bis 9120, die Flasch Wein verschd. Jahrg 2,70 bis 11,90 Mk. Die höchsten Preise für das Stück 1915er Weißwein betrugen 20 020, 20 020, 20 060, 20140, 20 340, 20 400, 20420, 20 460. 23800, 24 140,

26000, 26 000, 26 400, 26 480. 32 620. 32060, 32 080, 32900, 33 880, 34 720, 32 840, 35 960, 36 040, 36 480, 40 080, 41720 41720, 52 020 Mk., für 1911er 24 060, 26 400, 40 960 Ml., 1915er Rotwein 10 000, 10120 Mk. Der gesamte Erlös stellte sich aus 5963 010 Ml. Im zivciten Halbjahre 1916 erreichte der Umsatz in 23 Versteigerungen 6019s Stück und z4var 2 1 /? Stück 1910er zu 31405880 W., 684 Stück 1915er zu 170028 680 Mark, 29 Stück 1914er zu 16203520 Mk.. 4049 Stück 1913er zu 1660-5000 M., 18 Stuck 1912er züi 1700-4460 Mk., 21 1 U Stück 1911er zu 8806520 M. Der gesamte Erlös war 2 805 770 M. In den üeiben .valbjahven wurden in 51 Wein Versteigerungen für 1705 Stück, 14 Fuder und 63160 Flachten Wern 8 768 780 Mk. erlöst.

Hessen-Nassau.

ta. Biedenko vf, 23.Juni. Von dem von dem ^öniglich Preußischen Latldeszuckeramt für die häusliche Obstverwertung zur Verst'igung gestellten Zucker entfallen ans beit Kreis Biedenkopf 432 Doppelzentner, so daß einschließlich des seit Mpnat Januar ds. Js ersparten Zuckers (50 Giamnt für den Kopf und Monatt auf deu Kopf der Bevölkerung ausgegeben tverde.i können. Aus- geschlossen von dem Bezüge bleiben diejenigen. Viehbesitzer und (Ge­flügelhalter, die iftm Butter- und Eierablieferungspflicht nicht oder nur ganz ungenügend nachkom.itl.en. ,

Fe. Cronberg, 22. Juni. Die Bezirksstelle für Obst- und Gemüse des Regt-ernngsbezirks Wiesbaden lwtt dem Antrag der Erd­beer züchte r für Enonberg und Umgmend stattgegeben und den Er­zeugerpreis für Erdbeeren ans der Stufe von 60 Pfg. für die erste Wahl und 30 Pfg. für die zweite Wahl belassen. Ferner hat der Komnwnasverband für den Obertaunuskreis die llach, dem Gesetz mlasschen Zuschläge für den Groß,- und Kleinhandel bewilligt. Für den Großhandel betragen diese 20 Prozent des Erzeugersochst- vEos. Jarndrhalb des Obcrtaunuskreises stellt sich der Grost- handÄhöchstvreuS auf 72 Pfg. erste Wahl bzw. 36 Pfg. für zweite Wahl. 'Der Kteftchandelschöchstpreis betragt demnach 97 Pfg. für die erste Wahl bzw. 47 Pfg. für die zweite Wahl. Diese Hochswreise sind streng einzubÄtcn: ihre lleberschreittmg zieht rücksichtslv-ie Be­strafung nach sich. Spesengelder oder Geichente sind ebenfalls un- DÄassig. Den säumwgen Eievattiefierern wurde bei der (&w Machznckeeverteibung, im Einverständnis mil dem Landratsamt, der fgttufer vvrenthabten.

= Fran ksurt a. M., 22. Jwn Die Frankfurter Obst- stelle ist mit zahlreichen Hänidleru >und (kenternden des Spessart in Berbindiung setveten, Mi sich ßnc bärtig« Heidelbeer-, ernit« für die hefige BevAferung *u svchM.

= Frankfurt a. M . 24. Jmri. Nach schwerem Leiden ver­starb hier im Alter von 49 Jahren der bekannte KunstmalerPaul Klinisch, ein Bruder des Bildhauers Fritz und bes M«ers .Karl .Klinisch. Der Verstorbene erhielt seine Ausbildung m KarlS- viifje uutev «Schtirth und Baisch und in München bei Rene Rei- .'icke. Seit 1900 arbeitete er in seiner Barerstadt Frankfurt.

- Frankfurt a. M.. 24 Juni. Zur restlosen Er­fassung aller Küchenabfälle imb Speftereste für tue W i fütternng, soweit sie nicht ber menschlichen Nahrung menen, ordnet der Magistrat in einer Bekamittnachniig die Llbgabe aller Abfälle an. Der .Hausbesitzer ist verpflichtet, an einer brtttmmten Stelle geeignete Gesäße, die von der Stadls ge liefert iuerden, auf- m stellen, aus benen die Abfälle von der Stadt wöchentlich drer- mal abgeholt werden. Die Abfälle werben den 1 tabtischen -^chwerne- mastaustaltcn zuaesührt.

= Frankfurt a. M., 24. Juni. Die Frotitfurter Lamm- lnng für die ll-Boot-Svende ergab lden Betrag vow 335 000 Mark. , ^ ^

= Kassel, 25. Juni. Auf der Bahnfahrt nach Marburg lebnte sich du SckMer zmn Fenster lnnaus und unrerhielt nch mit Kameraden aus dem Nebcnableil. Im gleichen Augenblick fuhr eilt Güterzug mit .Holz vorbei. Ein etwas hervoNteheiides Stück Rundholz traf dabei den Schüler an den Koch und tötete ihn aus der Stelle.

- K ön i g stein, 25. Juni. Ter Gaotzl,erzog voti Baden rtrftt in diesen Tagen zutn Besuch gern er Gemahlin aus dein hiesigen Schloß ein. Bei Vieser Gelegenheit werden auch, wie wir erfahren, die letzten Formalitäten zur Ueberweisung der Ruine K ö h i g ft t i n an die Stadt erledigt.

t&te&etter Strafkammer.

.Gießen, 22. Juni 1917.

Der bereits 4 mal wegen Diebstahls vorbestrafte Schneider- geselle Johannes Fl. von Klein-Gerau hatte sich heute wiederum wegen Diebstahls zu verantworten. In der Zeit vom 10. bis 12 'April l. Js. lstelt (ich der Angeklagte bei dem Handelsmann) Heinrich B. in Hanau auf, der ihn im L-andkrankenhaus kennen geleriit und aus Mitleid über feine schwere Bertvundung dem Au ge Nagten find im Felde beide Unterschenkel abgeichossem worden bei sich atifgenommen nnd mit Sck>neiberarbciten beschäftigt hatte. Zir'r.l Dank dafür eNttvendete er dem B. in dessen Ab4vesenhert mts einem an der Wand hängenden Rock dtten Geldbetrag von .>0 Mk., sowie eine goldene 11 pr und einen Ring im Okfamtincrte oonl 126 Mk. Der Angeklagte entfernte sich damit und taurhte am 18 April in Gießen auf, wo er einem £aubfturncm'ami im hie­sigen Baimhof, als dieser sich auf kurze Zeit aus dem Wartesaal entftrntc. ein Paket, das, wie er gesehen harte. \ ä Laib Brot und 1 . Pfund Butter enthielt, entwendete und damit verschwand. Den Jnl)alt des Pakets will er alsbald verzehrt haben. Am folgenden' Tage entnahm der Angekl.rgte in der hiesigeii WirtschaftZür Stadt Berlin", wo er übernachtet hatte, in einem unbeobachteten Augenblick ans der offenen Ladeukasse den Betrag von 22 Mk. und entfernte sich eiligst: bet seiner alsbaldigen Festnahme wurde itm das Geld wieder alrgenoarmen. Ferner hat er seiner in Mainz lebenden .Mutter eine alte .Handnähmaschine, eine selberne Uhr,

3 steter Stoff, eine Zinkbabetvanne und einen Zentner Kohlen entwender. Das Gericht verurteilte den geständigen Angeklagten, indem es ihn' mildernde Umstände znbllligte, zu 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis, weiche Sttafe er alsbald anerkannte.

Xer erst kürzlich von der hiesigen Stvaftammer wegen Be­trugs ui 4 Monaten Gefängnis verurteilten Bernl>ard B. Wittve voti Rastatt wird zur Last gelegt, am 7. September 1916 eurer Pensionen,!-aber in P, in Bad-Ranheim, zu der sie sich als Köchin vermietet latte ihren 'Dienst ttat sie aber nicht an 3 bis

4 Deckchen im Werte von 30 Mk. entwenvet zu haben. 9btf Grmid der Betreisaufnalmre konnte die Angeklagte, obwohl Berdachts- mvmente gegon sie bestanden, des ihr zur Last gelegten Diebstahls nicht ick^rführt werden und tvurde deshalb freigesprochen.

Drei 14- bzw. 15iÄtrige Bürschck:nn von Gießen sind ange­klagt. a.m 4. April d. Js. in ein 'in de .Hosvaite des Landwirts P ' hier sftckfenbes Gebandw in den: erste lagerte, durch die Fensterluken erngesfteg^ r. ..1 sein nno etuxi 10 Pfund Gettte gestoblen zu l-abeii. Ferner hobeti zwei der Angeklagten mit der gestoht^m.en Gerste die Hühner des p. Pr. an sich gelockt, so daß cs

einem der Bürschchen möglich war, ein Htchn zu gveifm, an W|. u nehmen und unter seinem Cape zu verbergen. Sir aitt eziuxs t ick alsbald mit dem Huhn, wurden aber »n dem EtaenWNer, der den Vorgang beobachtet hatte, verfolgt und erngehott; das LMvn trabm er ihnen wieder ab. Die Au geklagten, die grttwwig fmb, «- ^hielten Gesängnisstrasen von 2 Wochen und 3 Klagen, bzw. 1 <Loche und 1 Tag bzw. 2 Wochen. . , r . ^

Der vielfach vorbesttafte, mit Ehrverlust belegte mw unter Polizeiaufsicht stedenbe 2lrbciter Karl H. von Wreseck ist an- geklagt, zu (Miedet in der Nacht vom 3. zum 4. ßJlarf m * au* einem Gebäude mittels E i n b ruchs eine Vose, 2Mk. bares Geld, eine Flasche SckMaps, 50 Zigarren, lo Handkaw uns zivet Kuchen, sowie sechs Hühner und einen Hahn dem GaM^rt R. entwendet zu haben. Der Angeklagte stellte bisher d« Be­gehung des Diebstahls in Abrede, und cs waren bt^qtabla pmgm geladen. In der heutigen Verhandlung gab er den Hühnerdirt>im.yl zu, ivährend er die Entwendiing der jibrigen Zachen entichteden bestritt, aber auch bezüglich dieses Diebstahls mürbe er mircb _bic feil bclafteu beit Zeugen au sfaoeu für überfuhrt erachtet. Der An­geklagte war am 21. Januar d. Js. nach VerbÜWing einer ftmf- lährigen Zuchtliaussttaw ans der Zellenstrasanttalt Butzvach ent-' lassen worden. WÄtrend seiner Strafzeit war m längere ZeU auf Anßenarbeit bei denl Dreschmaschinenbesitzer B. m Grrevel beschäftigt worden. Bei Vornahme von Drescltarbeiten war er auch bei Gastwirt R. tätig gewesen und l>atte so EinblÄk ur die Lage und Einrichtung von dessen Hoiraite gewitcnen rönnen. Der Angeklagte bat um mildernde Umstände, das §>erichl r^rsa^e chrn aber solche nnd verurteilte il-n zu einer Zucht haus st ras 3 Jahren, auch wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrech te an s ine Dauer von 5 Jahren aberkamrtt' Der Angeklagte erkannte die Strafe alsbald an.

vevmischies.

* Amerikanische Kriegsorden. Da allgemein die Ansicht verbreitet ist, daß es in den Bereinigten Staaten überhaupt keinerlei Auszeichmmgen gäbe, hält der ,,Ganloi^ es für ange-» bracht, diese Frage richtigMstellen.Es gibt," so schreibt das Blatt,in deu Vereinigten Staaten wie bei tms eine Militäraus- zeichwung für besondere Taten im Landheer und in der Marine. Allerdings wird diese Llnszeichinnug verhalttlismästig ,'elten ver­liehen. Die ^buszeichwung für das Landheer besteht aus einem fürtfjaefigen Stern, der mit Lorbeer umwunden imb mit dem amerikanischen Adler gekrönt ist. Die Wiszeichtning^ bte Ma­rine I>at den gleichen .Stern, nur besmdet sich an stelle des Adlers ein ^Anftr. Das zu den Anszeichnnngen gehörende Band ist mit fernen besät." __

WScheM. «ehe,licht derTodessSllr l -.Stadt Gietznr.

23. Woche. Bsm 3. Juni bis 9. Juni 1917. Einwohnerzahl: angenotnmen zu 33100 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitszisser: 26,70 */.

Rach Abzug von 13 Ortsfremden: 6,29'/^.

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tml. LebenS- wachjene * a ^ r

1

3(2) 1 ( 1 ) 1 ( 1 ) KD 1

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vom 2. bis 15. Jahr 1

2 ( 1 )

MD

1 ( 1 )

ES starben an

Masern

Diphtherie Typhus

nnder. WundinlektionSkrh.

Tuberkulose and. Organe Lungenentzündung Krankh. d. Kreislaufsorgane anderen Krankheiten der Verdauungsorgane Krebs

Verunglückung __ _ _

Summa: 17(13) 10(8) 2(2) 5(3)

«nm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Perösjenllichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen.

Medi-tnolrat Dr. E. Walger> Gvosth. Kveisarzt.