Ausgabe 
22.6.1917 Zweites Blatt
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amettw Blatt

Erscher»! tigltdf mit Ausnahme des TsnntagS.

9eU<t § etr.«ietzeaer Kannttenblatter" und «reirdlstt für den Ureis Gietzen".

postschEosto: Krmttfvtt am Main Nr. Hbtzb. Vankvertehr: SeDerbebank Stehen.

lbr. Jahrgang

General-Anzeiger für Gberhchen

Zrettag, 22. zum w

ZwillmgSrmlddnrck und Verlag: Brühl'scheUnwersuäts-Bnch-ii.St'indruckerel.

R. Lang e, Gießen.

Schriftleitung. Geschäftsstelle und Druckerei: ^

Schulstraße?. Geschäft gelle u. Verlag: L-gKöl, Schriftleitung: 112.

Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGies;en.

VötterrechtZverbrechen.

Von Wirkt. Geh. Regierungsrat Professor Dr. Laband Mmr spricht von völkerrechtlichen Verhältnisse mw i tue«* itrre Sümtoflten im Pnvatrccht. Staatsrecht imd «ffcS hctben: gibt es aber auch em völkerrechtlich^ 2

Verbrechen? SHten wird qOTeigt'fcmXeif kae ton twmfewm ju «rannen; denn jedes Verbrechen setzt die B? drohung mit einer Strafe voraus. mtEßimt rriimm«Li SlL:,: T?' Bestvafung eirres souveränen Staates durch einen ist aber durch die Rechtsstellung Staat

ausgeschlossen. Mein man trifft hier auf einen X

srÄsaariiEw® «s Ä«amiSS® 3 r ? |»Ä?5ÄfetJt5S

^>uhne finden. Man kann auch nickt iede

Ünb Gebräuche^t^- ^n Aichtspunkt d^

ÄST «-nentlich nicht IN, Krieqe Im Krie^ steht die Machtstellung, fa ost die Existenz des Staates m S

^n die Niederzwchgun^ feg Gegners um ^ log. Recht des Krieges seht d?e ° SS^u^&rSr A?^?v^us. das Reckst des-Friedens will alle

^ »ozimgen, und daher sind beide ÄfÄf f 1 lbrem. Grunde öerifoei, und tm Äil w *- u1q,U9 ' welche im Frieden grobe

^Ikerrechts fem würden. Es kommt vielmehr ^ Untaten, eines Staates gegen andere Staa-

Ö S* S 1 auf die Nichtswürdigttit der Tat mch

^darrn HM^ende Gesinnung cur. In dieser .Hinsicht sind Geschichte Er Völker einzelne Vorgänge zu verzeich nQtw^che trvau als Bölkerrechtsverbrecheu ansehen mich- rnr

den ^geschichtlichen Umstand«! ab politische Handlungsweise einen verbrecherischen Cha^ %£%&*'E emz-eknen Falle nicht formell fest- -ackteuen, er berulst allein in dem Empfinden der zivilisierten uickdemUEl der Weltgesck^'te als dem Weltgericht. Es * a Wn von ungewöhnlicher ot? 11 und von hinterlistiger verräterischer

^ Flunder vornehme oder tapfere Inder, welche EnÄu, lich. Nicht zugänglich erwiesen, vor eine geladene Ä^JUid Ni dre Lrst bliesen; wenn sie wehrlose Bölker- u^Kttten^eln bezchosfen; wenn Lord .Kitchener zahllose 'V^^uen und Kinder m .Konzentrationslager zusammentrieb SzJZL^ , 5[S?®5 ^ lMisterben ließ, so sind dies VEmrgen von solcher Brutalität und sittlicher Verkommenheit ü^manrn ihnen emen verbrecherischen Hang und eine ver- v«cherpche Gkfinmmg wie die eines gemeinen' Raubmörders er- Au d refen mcA bloß einfach völkerrechtswidrigen, t T* ce ^ cr if^ Maßnahmen kann auch der ganze von 2#®®!*? Aushungerungskrieg gezählt iverhen.

Ä ?2L ^uts^u Streitkräfte, sondern das ganze ^AeVott ^ Hun^rtvde weiden und vernichten soll, und AWaNsyttsch fitt die Englauder ist das Gezeter über di-e ent- wachen« Gegenmaßregel, den U-Bovt-Krieg. Die Engländer tra gen Cent '-senken, eure fiktive Blockade über die Nordsee zu ver- hansen> |eßx[t die neutralen, an Deutschland grenzenden Staa- «n.w » Not rat» Mangel zu bedrohen und ihren ganzen Waren- ttn ^ r rolle zu nehmen; die Beschränkung ihrer eigenen Emsuhr und Wiessuhr aber durch deutsche Seestreitkräfte ersck-eint ihnen als eme unerhörte Verletzung des Völkerrechts. Denn unter dem letzteren verstehen d« Engländer. daß England den anderen Maaten gegenüber alles mackien kann, was ihm beliebt; die an­deren Sdaaten dagegen nur, was England ihnen erlaubt

Zu den schweren, verbrecherischen Verletzungen des Völker- rafrtg gehören ferner dre grausamen Mißhandlungen. Blendungen, Verstümmelungen und Ernrordungeii von deutschen verwundeten §rrregern in Frankreich. In ihnen spricht sich die ohnmächtige Wut MD der Sadrsmns der Franzosen aus. Diese granenhafien Bruta­litäten srw) ifiir jo vevabscheuirngswürdiger. als sie völlig zweck- los srnd und lediglich dem wütenden National haß und der mora­lischen Verkommenheit der FranWsen frönen. Aüch die Verwew- dung von farbigen Wilden, und Lxllbwilden zum Kampfe, ge­wöhnlich unter Vorjpiegelungeri von phantaAschen Unwahrheiten, durch welche sie zur Wut gegen die weißen Gegner gereizt werden, kann Unter dre völkerrechtlichen Roheitsverbrechen gezählt werden.

Die andere und schlimnreie Art von völkerrechtlichen Misse­taten ist die der verräterischen. Darin sind die Engländer infolge ihrer Treulosigkeit und Verlogenbeit Meister. Den eigenen Ver­bündeten, den Zaren von Rußland, haben sie durch erAuste Hoch­verräter vom Thron gestoßen und ihn und seine Familie in das Gefängnis gesetzt; die Herrscher mrd Regierungen neutraler Staa­ten haben sie bedrängt und bedroht, ohne Rücksichit auf die her­gebrachten und allgemein anerkannten Rechte der Neutralen. Das Schicksal des Königs von Grieck-enland, welcher die Unverschämt­heiten der Engländer urrd Franzosen willig duldete, trotzdem aber von ihnen vom Thron gestoßen wurde, ist zugleich! ein Schand- fleck in der Geschichte der Engländer und Franzosen. Während

dre Engländer. Franzos«: und Russen, seitdem sie den Kriea h*m

Laub" Werfällen boben^Vc^L?^^ .vmi Straßenräubern Deutsch- ststbalten daü ^gestellt haben und noch jetzt

der ^ Krieg zur Aufrechter yaktun g der Freiheit

üben und im ^^nteresse der Gerechtigkeit führen,

au>i und ^aatat eine imerträgliche Tyrannei

FrE^t^^E^^?^.^ung derselben. Dm Gipfel der aestellt^^^n^^^d^^-^" Regierungen der Entente auf- Keck.uncien^^^' ^ dieieingeic Staaten, welche sie durch Be- risch^Aoiw^n^^ Versprechimgen und hochverräte-

aetrüb^^ . S**? -^9^ Deutschland Uiid Oesterreich

vmlasün Ne bepech und von der Entente hilffiZ

beraestellt Verbündeten nicht nur wieder-

(PttSbrnh Jihre Verlujte entfchädiat iverden sollen. Da KriW' L? M^d die Balkanitaaten zu dem heim-

SlÄ 1 ^ Mittelmächte angefhftrt und ihnen die SZrffiZa Mpanllert Wen, so wären diese Staaten

aber Schadloshclltung zu gewähren;

iSii* bte MNtelmachte, auf welche Belgien, Italien, wst§i!RumMnen usw. wie eine Rieute wütender worden frnd. Der eigentliche Träger des ^ ied £ r ^ tft Englaiid. welchem von den die Wna^-bregr^Mig dildendengeschwätzigen und in der Ver-

Advokaten sekundiert wird.

Strafe für das auf Lüge. Verrat und Roheit pnpaüat wrrd auch nicht ansbleiben. Fir Rußland ist ^ er Großfürst Nikolaus hat die Aus- ficht auf den Thron, dej,,en Besitz er erstrebte, verwirkt. Frankreich LI cc o^.'^nem Verbündeten beherrscht. Cavais und

dre flandrische .Küste :,t von England besetzt und wird englischer fJS" Ton SEaß Niemals wieder an Frankreich freiwillig heraus- gegeben 'werden: Handel und Industrie sind aus unabsehbare Zeiten tonkurrenzimfab/lg gemacht; schlimm«: Folgen einer so v«:- beschrankt«: Politik, wie sie Herr Pvincare mit feinen jchwatzhasten Genossen führt, beaurnen bereits über Frankreich yereinzuovecyen, und es gehört die gmize Eitelkeit unb Üeber- französischen Volkes dazu, um sich von den hohlen pyrajen von dem bevorstehend«! Siege und der an Deutschland N uehmeüden Rache betören und hinhalt«r zu lassen. Es ist das Schicksal Frankr«chs, sich für England zu oerblut«: und sich unter die englische Gewalthernchast zu stürzen. Das gleiche gilt von dem verräterisch«:. Vertragsbrüchigen Italien. England selbst lvird von 1«n«n herrischen Aiistret«:..bittere Früchte einsammeln; denn ie werter England s«nen Hochmut treibt, desto enger werden die anderen Volker sich zusammenscharen. um gegen die englische Dyranner endlich gemeinsam Widerstand zu leistem

res crudarlerird gut sei. Epidemien sind, aba- sehen von bet ersten Zert, in der die Truppen in verseuchtes Gebiet ein- rmrrschieren ,mißten, so gut wie nicht vorgelommen. Die ansteckenden .Krankheitei: haben dank den hygienischen Röaß- nahmen immer inehr abgenvmmeil. Das Ergebnis der Be­handlung der erkrankte:: und verwmrdeteil Soldaten ist sehr günstig. Von 100 Mann des Feldheeres, die draußen oder in der Heimat ärztlich behaiidelt sind, sino 91,3 wieder dienst­fähig geworden, davon 70 für die Front, nur 6,4 mußten als drenstunbranchbar entlassen werden. Von dieser: Mit­teilungen nahm der Ausschuß mit großer Befriedigung Kenntnis. Um 6 Uhr wurde die Sitzung ans Mittwoch, den 20. ^unr 1917, vormittags 11 Uhr, vertagt. Am 21. Juni wrrd dre Konimrssion eine Besichtigung der von der Heeres­verwaltung m Altona eingerichteten Ersalzmaqazine und Kon­servenfabriken vorirehmen.

Line eiserne Zeit bedarf keines Goldschmuckes!

Vie @ 0 !ta:

in öen Konnten der BezittssparraM Gießen ist morgen von fv bis \2% Uhr geöffnet!

Der Ausschuh

Zur Prüfung der Verträge über Kriegslieserungen

ttat am Dienstag vormittag 11 Uhr'unter dem Vorsitz des Mrnrsteria ldrrektors im Reichsamt des Innern Dr. L-ewald rm Reistage zu einer Sitzung zusammen. Ein Vertreter des Rerchsamts des Jnnerrc machte zunächst Mitteilung von mehreren an den Ausschuß gerichteten Eingaben und dem Ergebnis der über ihre:: Inhalt angestellten Ermitte­lungen. Sodann wurden durch Vertreter des Kriegsministe- rrmns verschiedene von Mitgliedern der Kommission qe- tellte Anfragen beantwortet, die sich besonders ans das Gebret der Waffen- und Mnnitionsbeschaffnng und des Lustsahrwesens bezogen. Hierbei kamen auch die er­heblichen Gewinne großer fast ansschlieUich mit Heereslieferungen beschäftigter Gesellschaften zur Erörte- ^rng, wie sre sich aus ihren Iahresabschlliffen ergeben. Ernp Nochmalige Nachprüfung der ben Gesellschaften ^^H^veslrefernngen gezahlten Preise lourde drim ? befürwortet. Hieran arrschließend machten Vertreter de» Krregsmrnisterimns Ausführungen über dieGrund- atze für die Beschaffung von Verpflegnngsmitteln für Mami und Pferd". An diese knüpfte sich eine längere Be- prechung, bei der die meisten der dem Ausschuß, angehöri- lenvJcitgiiepex t«s Reichstages zu Worte kamen. ^Mit Rück- rcht darauf, daß sich das von der Heeresverwaltung im Errege rn weitgehendem Maße dnrchgeführte Ausschlachten von Vieh im eigenen Betriebe sehr bewährt hat, wurde von verschiedenen Mitgliedern der Ansicht Ausdruck gegeben, daß es sich im Interesse der guten Verpflegung der Tru> oen und aus siskalischen Gründen enipfehlen möchte, das Verfahren für große Standorte auch int Frieden be^nbe- stalten. Die Art und Güte der Verpflegung der Mannschaften und dre hierüber bestehende Kontrolle gaben ferner m längerer Aussprache Anlaß. Sodann folgte ein Vortrag über die Beschaffuiig der Mittel aus dem Gebiete des SanrtätsWesens, Mi dessen Schluß der Vertreter des Ministeriums mitteilte, daß der Gesundheitszustand des ^e-

Atts Sicrdt und Land.

Dießen. 22. Juni 1217.

s- rw e ^\ e * 11 ^ e stenr r 1917. Seit acht Tagen konmreÄ dre Gemerndetteuerzettel für 1917 zur Ausgabe. Die Zahlwrq des L 5 Mär falll^n etftm Zieles soll bis zum 10. Juli erfolgen, Dmrrt d«: Andrang an den letzten Lagen nickst allzu stark wird, es sich daher auch empfehlen, schon jetzt in den Vormittags- stuiMn zwilchen 3 imd 12 Uhr die Steuer zu beKahlen. Füv rasche Äbferttgung ist gesorgt. Wer nicht an die Kaffe kommen null ^uier auch auf das Rerchsbank- oder Postl'checkkonw §7 S^alse rrberwnfw. Wer em Bankkonto hat, kann seme!

dre Bank abgeben, die dmrn die Zahlung durch Gutschrift an die Stadtkasse erledigt.

Landkreis Gießen.

h Dbr Unteroffizier Ludwig Wetter-

I^^sfreiwiNiger. erlnett die Hessische Tap^itÄnedaille, bereits fiurher Eisernes Kreuz.

Kreis Büdingen.

^ 21. Shmi. T«s ©ferne Krem rrititft

der Gefrerte Naumann.

^ u .Salzhausen, 21. Juni. Fürs Baterkaü» strich derUnteroffizr«; öudwrg Uhl, der seit Beginn des Krieges un­unterbrochen rm Felde stand. ^

Hessen-Nassau.

r X Vom hiesig«! Arbeitgeberverband der

GdelmLtallrndristrre ist der Arbeiterschaft eine wertere Tene^ rungszulage von 10 Prozent bsvilligt worden.

MechLiche Nachrichten.

Religronsgemeinde. Gottes i. d. Synagoge (SiW. SEstag, 23. Jurn. Vorabend; 8.30; morgens' 8 30- 05 u- X P. Israelitische Religio-ugesellfchastl w3. Juni. Freftag abend: 8.30; Samstag öcmnittaa* 8.30; nachmittag; 5 00; Sabbatausgang10.40; LÄxb^Eesd r morgens 6.30, abends 8.00 J

veemi schien

1 .Stert. (28K». NichMmllüh) Hespe nacA

wurde -h^r em hefttger Erdstoß verspürt. Im Wn? daran entstand «n gewaltiger Sturm, der die Ern- w>hner aus dem Schlafe weckte. Mn Bvdensee war, wie aus berichtet wird, der Stoß in der Richttma Westnach Ost so Kark, daß die Gegenstände in den Zsinm^ ms Want«: gerieten. In Al«n, Heidenhetm, Ellwangen und UlM w::rde em dreifacher Stoß wabrgenommen.

. Kvn jt an z, 21. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Ueber das Erd­beben m Konstanz wrrd weiter gemeldet; Das Beben dauerte - Vii bl l V eT t Sekunden und war von einem starken unter- i^isch«i RÄlen begleitet. Es bewegte sich m der- Richtung Südost- slöordtoest Die Hausbewohner, durch starke wellenförmige Bs wbgüng erschreckt, «lwn auf die Straße. Gm Unfall ist nicht im Rmret g«rotbm n ® SSebot war «Eich milder als te «* io. iicovember 1911.

Kunst und Wissenschaft.

l Erdbeben untier Kon trolle. Die Erde muß es flch gefallen lassen, in ihrem Tun und Treiben genau beobachtet zu werdm. Ueberall wach«: wiffenschafllich geschulte Augen. Jedes Zittern der Erde, das uns als Erdbeben entgegentritt, wird genau verzeichnet. Darüber gibt ein Bericht der Zerttralstation für Erd- bebienforschung in Straßburg i. E. an den Reichstag beachtenswerte Aufschlüsse. Ans Spitzbergen war z. B. längere Zeit im Anschluß an die aerologische Station der Zeppelingesellschaft eine seismische Sta­tion in Betrieb. Ebenso konnte auf dem Pic von 'T«ieriffa eine Station errichtet werden, sowie auf der Karvlinenirffel Rota. Me gnsgie-eichnet die Erdbebenkontrolle arbeitet, ersieht man aus de^ Tatsache, daß über das große mitteleuropäische Beben vom 16. No­vember 1911 rricht weniger als 5999 europäische Orte Mitteilungen einßrndten. Dasselbe Bären wurde an 68 seimischen Stationen von den Instrumenten ausgezeichnet. Sorgsam wurde auch die mikro- seismische Bodenruhe studiert. Größere Versuche wurden zur Er­mittelung der Elastizität von Gesteinen unter besonderen physika­lischen Verhältnissen gemacht. Biele Gutachten für den Bau von Fernsprecksteitunsten und bei der Arllage industrieller Werke in Län­dern mit Erdbeberrgefahr wurden erstattet. Die Technik zieht dau- ernd großy Vorteile von der Seismometrie. So wurde ein Schienen- stoßnwsser hergestellt, durch den man die Größe des Scknenenstoße vom^sahomden Zuge ans messen kann. Werter wird das Schleudern der Erjenvahnroagen auf diese Weise gemeffen. Auch die bei der Anlage von Fabriken zu beachteirde Bodenerschütterung durch Eisen- bahnzüge rann genau festgestellt werden, wie übei'haupt jede Boden- erschulterung. So wurden z. B. für die umfangreichen Hebung- arberten emes kranken Pfeilers im Straßburger Münster K'ontroll- awarate gebaut, dre dre Bewegungen des Pfeilers fortlaufend in tzirver Vergrößernng aufzeichn«:. Im ganz«: sind bisher 6898 Erdbeben wahrgenommen und beobachtet werden.

des Verlages Hoffma NN L Campe.

Hkh auch nur ein wenig

^cht den alten Hamburger Verlag von Hoff- prann L Campe, den Verleger- Hernes, die Zuflucht so vieler junger

Drch^r und Schriftsteller, denen der Bundestag seligen Angedew.

kens in: übrigen DeutsMand das Leben sauer machte? Heine hat ja durch ftijne Schilderungen diesem zeitweise sehr bedeutend wirk- ,amen^Verlage ein dauerndes literarisches (Gedächtnis gesichert Aber ihre Schicksale haben nicht nur die Büchleiir, sondern auch die Ver­lage Schon jeit einem halben Jahrhundert wandern die alten Verlagsbestande von Hoffmann L Campe hin und her, manche Seltenheit ist aus ihren Restauslagen in die Hände der Altlmch- handler und Sammler übergegangen, und jetzt verkauft der gegen- ^ige Besitzer und Inhaber der alten Firma, Herr Mc^r 'Lande rn Berttn-Schöneberg, die Reste von Hoffmann & Campe ganz aus. Da liegen nun, wie wir einer Schilderung der bei E. A Seemann in Leipzig erscheinendenZeitschrift für Bücherfteunde" entnehmen, in den Geschäftsräumen in bit das Stampfen Nivdertier Druckmaschinen hineindringt, in hohen Stapeln v«-staubt, doch unberührt in ihrer Frische, viele jener Schriften und Schriftchen, die, als sie neu waren, in den deutschen Bundesstaat«: verboten, mit Scheintiteln unter der Hand verkauft wurden; allerlei Bücher, deren Verfasser viergessen? und verschollen find, wenn sie iftcht später zu literarhistorischem! Ruhme kamen. Es ist ein melancholisches Vergnügen, in diesen alten Beständen herumzusuchen und dabei den einen oder den anderen Druck aufzustöbern, den man sett langer Zeit aus dem Bücher­markt versch-ounden wähnte. Neben Ballen mit der nicht mehr verführerischen AuffchriftRanpach" versteckt sich F. Bembtzrgs Merberuf für Hebbel und in ihrer Nachbarschaft steh«: die Flug­schriften, die die pr«ißrsche, österreichische, russische Auslandspolitik der vierziger und fünfziger Jahre erörterten und die jetzt mit einem Male beinahe wieder Gegemvartswert haben. Aus diesen Beständen ist HebbelsMutter> Kind" in dem alten KalikoÄoldschnitt- bandewie neu" erst vor einigen Wocheü in die Bücherabieilung des Wertheimsch-en Warenhauses zu Berlin gelangt, um in den Tageszeitungen als günstiger Gelegenheüskaus angevriesen zu wer­den.Heblbel als Wertheimware" auch nicht übel.

Ein Goethe-Usnikum. Im neuesten Hefte der von E. A. Seemann in Leipzig verlegtenZeitschrift für Bächerfteunde" lvird über ein unbekanntes Goethe-Unikum Mitteilung gemo.cht. ,Es ist !dies ein Exemplar- der bekannten Göschenschen Drsgabe von

^^s.Schäften vom Jahre 1782, und zwar vom ersten Bande, defjen Titelblatt den DrucksehkierErstter (also mit einem dowv^

Exemplar befindet sich im Besitze von ^fopold Hrrfchberg rn ^rlrn, der die Aernrutung aussprvcsir daß, ^s verhaft gedruckte, Tüelblatt später beseittgt lvordenärL dZ / u t er ?? :rc Jl.. ,cl ' w«rn in allen bekarmtcn Exemplare^ drefer Ausgabe die Dttelbignette weit nratter irnd flacher au^ als sie auf dem DiteMatte diej'es Unrkums^fick^? Proftffor Georg Wrckolvski, der Herausgeber der Zettschrisi tedoch wahrscheinlich, daß der Grwid dieftnEff^iLngl der- Der Verleger Göschen konnte nämlich von bem g hner Kupferstecher Merl wohl die Zeichnung zur AusgiL erlange, mit 'Jtr&eitcn lißerRäuft ÄS h" ^^/Et erst spater liefern. Um sich nun für alle Jäll^ ^en ließ Göschen die M«lsck>e Zeichnung lvahrscheinlickte^^n fungen Leipziger Mnsller Friedrich Grögott: stec^Ä^

Mehrzahl der Göscheiffchen Ausgabe der Scdnis^ii

ss. r,är Kffisvs-? 2

»jf *" £ -ur fiÄra

Pascal zur Unterstützung^seines Vaters^der^daunll^

Rr>u«r war, eine Rechenmasckstne^konsttn^e^Äck :n

vier dexarttge Exemplare. Das interessant^^ Mbt es

aufbewahrte Niodell, das DaSuck selbst ^ Bordeaux

Dckel des Apparates befindlich ei,w WidLLÄ L ^ ^ünzler hon Frankreich. Der Küsten in 36^« ^(nrin:, 13 Zenttnmeter breit und 8 r." Jkntimetn; lang

fn^ die /Walzen und Trieb:^ke,^ vechmmgsaften ausführvu Der Meclxrnismn^tt? 1**7 .G'unk^ Prinzipien aus, die auch hewe noch ! . ^ nuh

Rechenmaschinen m Anwendung kvmm^ ^ m ^rstcksiu.