Nr. ;3(r . Swelter Vlatt
H6Z. Jahrgang
Erscheint täglich mit Autznahme des Sonntags.
Beilagen: „Sietzeuer K«mi!ltndlSt1er" und „ttreisblatt für den Kreis Kletzen".
Vostschecttonto: $rantfurt am Main Nr. N686. Vankverkehr: Gewerbedanl Sletzen.
General-Anzeiger
für Sberheffen
MMwoch. <3. Juni (0(7
ZwilltiigSrundonnk uno 'Meilai . Brühl'fch«UnivertUäw-Buch-u.St lioculke, ,.
N. Lange, Äschen.
rchrljtleitung. Geschäjttfielle und vruckerel:
kchulstraße?, GrlchäflssteUe «.Verlag:
Schriftlettungr 118,
Anschrift fnr DrahtnachrichtenteAnzeioerE,legen.
Eine Ansprache des Kaisers.
Berlitt, 10. Juni. Bei feinem letzten Besuch cm der Westfront sah Se. Maj. der Kaiser die unter dem Befehl sdek> Prinzen Eitel Friedrich von Preußen stehende 1. Garde Division und gleichzeitig die unter dein Befehl des Generals v. Scheüch stehende 33. Infanterie-Division, die beide gleich hervorvagendchr Anteil an den schweren Mmpfen \xn der Ais ne hatten. Der Kaiser richtete an die-Truppen nachstehende Ansprache:
DeS Feindes Absicht war, in diesem Frühjahr nach lcarger Vorbereitung unter Mnfwond und Einsatz alter denkbaren mo j bemtii technischen Hilfsmitteln des Krieges so,me großer überlegener Vü'ilsrlgntmassen die deictsche Atmur zln durchbrechen und die Entscheidung herbeiznführen. Seine Hosfirnngen sind geschwnn- dm trnb gescheitert an der Tapferkeit imb cifenicu Kraft der ihm <-ntyeg«lslel)^lden dentschicn ^.vdcmer. gebaut auS Bausteinen alter veukschu Stlinfnte, ein Batrtst-ein, der mir nahe am Herzen liegt. SRein Gardekorps hat auch ter biefm Kämpfen sich mttt Ruhm bedeckt und in einen Erlvartungen entsprochen. Das Korps Ivat auf beiden Kriegsscl-anplätzen im Osten ümd Westen stets da gestanden, tvo öS am l-eißesben znateig. Es kann mit Stolz- die Orte nennen, wo es dem Feinde slaivdgelialten hat und ihm imheilbare Wunden geschlagen l>ct. Daher bin ich herbeigeeilt, uni. dies-emi Korps meine volle AnerkcnclQmg und meinen kais-erliclien Dank ausz nsprechen urid gleicl/zeilig damit den Dank des gesäurten Vaterlandes. Was das deutsche Volk und Heer in diesem Frühjahr vollbracht haben, konnte nur mit Hilfe des Herrn, der Heerschrett vollbracht werden. Ich wißt, daß hinter Euch -das ganze Volk sich voll betoußt ist der Wichtigkeit des Augenblicks. Der Feind sucht die Entscheidmrg: .Ich bat seine Hofsmrngerr zmüchte gemacht. Es ist fast ein Jal)r ttrr, daß ich der Earklarncourt Mm letzten Male mleine Garde gesehen habe. Ich bin freudig bnoogt. Errck) hier nach heißen Kampftagen in ,ingebrochener Kraft uird voller Frische wiederz nsehen. ctzauz vesonidern Grnß errtbiode ich den Bataillonen meiner alten Brümde. Es ist kaum eine Woche her. daß sich der Jahrestag des Eperzievens der Miserbrigade gejächt Hai. Ich danke der Brigade für die Gesinnung, die sie im Gedenken an diesen Tag mir in ihrem Telegramm entgegengebrach hat. Viele Jahre lang haben wir mrf den Uebnngtzplätzen Ztreuzberg und Döberitz gearbeitet, um uns kriegsmäßig ausKubildeir. Wir wareii im Friedeii bestrebt, auch ans die Ka mpfesanffassung rrnd Taktik !des Feindes cln- ^ugehen. Der Brigade ist es vergönnt gewesen, ihre Ausbildung rn schweren, siegreichen Känrps-eu mrszturützen und Neues zuzu- lernen. Nun. ist es gelungen, die Früchte der laugen Arbeit zu ernten. Wir können alle mit gutem Gewissen sagen, wir haben das Möglichste getan, um uns kriegsmäßig auszubtlden. Die Arbeit ist nicht umsonst gezvesen.
Ä dre hier verchmmetten Truppen der tapferen 33. In- ivisivv haben in den vergangenen schveren Tagen zu meiner vollen Zufriedenheit gesvchben. Ich spreche ihnen meine ivllste und wärmste Anerkenmmg aus. Ich hoffe, so wie der Herr der Heerscharen stets mit unS gewesen ist, ec mul- ferner uns bei- stehen wird bis zum Ende. Wir wollen unorschüttert fest halten, an dem einen Gedanteu, von dem ivir alle durchdrungen sind: den ädrtegstolrllen des Gegners M l/rechen! Wo Ihr muh ein» gesetzt iverdet, werdet Ihr nicht naichasftn, sondern Euch weiter so schlagen, so tute bei Aperu, Tarnvw (iJotftoc und Kvasnostlaw, an der Somme und WSne und in der Champagne. Das walte Gott!
%vba$ Eitel Friedrich von Preußen erwiderte daruuf:
Eurer M^j-estAk honte btz f« Namen der Bataillone mrd Fvr* matianSN der 1. ltzarde-Dichsivn und der 33. Infanterie-Division für die überaus gnÄngen Worte, die Eure Majestät mi die Truppen gerichtet haben. Seitdem wir an jenem nebligen Morgen in Caulainoourt por E. M. standen, sind schwere Ätemate des Kampfes verflossen, von denen die Namen Maurevas, Clcry, Pe-> vonne-Maismrette, Ailles-Hurtebise für die Divisionen eine beredte Sprache sprochn, ebenso wie PwÄres für die 33. Infan- terte-TiVision. Manche Lücke ist in imsern Reihen entstanden, mancher brave Kamerad hat mit seineni .Herzblut das irisch ^rüblingsgrün des Chemin^es-Tames vot gefärbü. Wie einst die Grenadiere unserer Borfahren, die Grenadiere des großen Königs, haben die tapferen Offiziere, Unteroffiziere imd Mannschaften in blutigem Nahkampf dem Feinde die Brust gezeigt und durch ihre moralisch Ueberlegenheit und körperlich .Kraft den Ansturm starker Massen gebrochen. Junges Blut aus der Heimat ^st in unsre Reihen geflossen, herbeigeeilt voll Vaterlandsliebe und Liebe zu ihrem König. Tie Jungen wollen es dsu Alten gleichtun. So werden die Bataillone und .Kompagnien stets dieselben bleiben, rvmn auch der Storni schrftsbestand sich ^
Kunfl uns wkfsenfchatt.
— Justus von Liebi g» u n d die En gländ er. Da die EicglLnder als erste deir HandclskriLg proklamiert haben und selbst bn- rein wissenschaftlichen Beziehungen zwischen den Gelehrten Englands und Deutschlands lösen, zu müssen glaubteii, und da mau in Englarck unter allen deutschen Wissenschaften die Ehemie am meisten bißt und fürchtet, erscheint es lehrreich, dem Verhältnis Justus von Ltebigs zu den Engländern eine kurze Betrackstung zu widmen. LiMg war bekanntlich mehrere Dtale in England, und er blieb, wte Professor Dr. H. Großmann in der Chemiker-Zeitung ausflchrt, bis -u seinem Lebensende in wissenschaftlichem, imd privatem Verkehr mit bat Briten, die ihm zum Teil außerordentliche Verehrung entgegeubvachten. Man kamt sogar behaupten, daß er von England die Anvegung zu einem aufsehenerregenden Werk „Die Et-emie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie" erhalten, denn bei der Sitzung der englischen Naturforscl>er Liverpool wutde er im Jahre 1837 anfgefordert, „einen Bericht libcr den Zustand unserer Kenntnisse in der organischen Chemie zu erstatten". Liebig zeichnete sich in seiner Beurteilung der Engländer durch peiu^ lrchste Objektivität aus, wobei zu bemerkeir ist, daß damals daö Verhältnis zwischen der englischen urrd der deutscheir Bevölkerung ein äußerst günstiges war. Trotzdem hat es Liebig in England auch nicht an (Gegnern gefehlt, die besonders seine Theorie der Mineral- stosfbildung anzukämpsen snctstert. Stets aber wußte er als (be lehrter über seine Widersacher zu siegen, und heute erscheint es fast wie ein Rcürchen, daß int Jahre 1853 für die englische Liebig- Ehrung im ü>andumdvel>en 20 000 Mark zuru K'anf eines Ehren- gefckieukes gesammelt wurden. Besonders interessant ist Liebigs &trihmq gegenüber dem „Zustmrd der sskatnrwffsenschast in England". Seine Ansichten l)ierüber sind züm Teil auch tjleute noch für die diesbezüglichen Verhältnisse in England charakteristisch. Ein Engländer selbst erklärte Ltebig gegenüber, daß die Wissenscl-ost in England zum großen Teile DÜettantismns sei.'/„Die Arbeiten nTrserer echten Forscher halben eigentlich nur in Deutschland ihre Heimat, aber wals sonst in Europa geschieht, ist für uns meist viel weiter entlegen, als werm es in China geschähe." Liebig ging nicht so weit, doch tadelte ec^ daß in England jeoermann ganz gleichmütig «cngestehe, daß dre Chemie ihm Mlig freind sei. „In dem englischen Geist," schrieb er, „ist der Begriff eures „Chymist" kaum trennba-- von dem eines struppcglm Burschen mit schmutzigen Händen nud Schürze, der nach Kretzsalbe, Lebertran und Wurmsamen riecht." Schließlich seien noch eimge Worte genannt, mit derren Liebig sich gegen die Ausräubung der verschiedenen Länder durch Errglimd zum
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dauerud erneuert. Mir Goeicadiece. Füsiliere, KVnwniere, Pioniere der 1. Garde-Insanterie-Tivision und Uwe Zkmiuradau vom sonnigen Rhein und die tapseric Westfalen leisten tton neuem ""srer uubedingten Anhäuglichikeit au die Allerhöchste Person uusers Kriegsherrn: wt» immer uns der Befehl ^emer Mawstät chinstelleu wird, wevdsn wir anvlxirreu bis zum letzten Mann, bis unsre Waffen beit Steg Und Frieden erkämpft habe», lote ihn das Vaterlmld verlangt, bis loir stolz erhobennc Hauptes und mit blankem Ehreuscknld in die Heimat -zuriltk- kehren und an die Gräber unsrer Mäter imd Großväter treten u-ud melden können: Wir liabar das Viterland geschützt und ihm den Platz an der Sänne erlialten, der ihm gebührt! - Laßt uns einstimm-en in den Rirf, mit dem jeder Tausche begeiji'ert in deii Kümpf zielst: Sc. dNajestat, unser allergnädigster Kaiser Und Krtegslstwr, Hurra!
* Englands Antwort an Nuhlnnd.
Haag, 12. Ziwli. R'enter Uiicstdet aus Londons Die A n t wo rt der englischen Regierung ans die russische Rote bezüglich der Kriegs ziele ber iWiterlen lautet:
Mn 3. Mai erhielt die englische RegiernUg durch Bermittluilg des russischen ^teschäftstvcßters eine Note dar ritssischeir Regierung, in der eme Darleguitg ihrer Kriegszislia enthalten war. In dem! Aufruf an das russische Volk, der beigegelbeit ivar. heißt es: Das freie Nnßlmrd hat niclst die Llbsicht, über andere Völker zu herrschen oder ihnai etwas von ihrem nationalen ^lstsÜtz zu rauben obei- fremdes GrundgAnet zu besinn. Dtejeit Einpftndungen stimmt die, britische Regierung von Herzen zu. Ste beabsichtigt nicht, einen Eroberungskrieg tzu führen ttziH fte setzt diesen Krieg nrclst mit derarligent Zielen vor klingen fort. Ihr einziges Ziel, das seit De,, tun de^ Krieges vorhairden war, >var es, die Czistertz deS Landes zu ver- tcidigim und die Achtung vor internationalen Berlrägeit zu eivi zwingen. Diesen r Kriegs ziel wurde die Befrirnng solcher Völker hinzugefügt, die von fremden Tyrannen unterdrückt werden. Die britische sttegierung freut sich deshalb von Herzeir, daß das freie Rußland seine Absicht an kündigt, die Befreiung Polens durchs zuführeu Und nicht allein des Polens, das von der allen, rnssischini Autokratie regiert wurde, sondern auch jenes Polen, dessen Gebiet i m> d en t f chen K a iserrei ch gelegen ist. Zn! diesen l lnter- nehmnngen, welche die britische Demvl'catie ebenso gut wie die rnsjische zu vollbringen sucht, müssen wir eine Lösung finden, die das Glück timd die Zufriedenheit der Völker sichert und j^bru Anlaß für zuki'mslige te'riege wegfalten läßt. Die britische Rls- gieNmg vereinigt sich von H>erznm mit ihrem russischen Bundes!- genossen, der die Prinzipien annim'mt und gntheißt, die Präsident Wilson in seiner historischeir Rede vor dem! amerikanischen Presse- kongreß aUsermmdergesetzt hat. Das sind die Ziele, für die die britischen Völker lchnchsen. Das die Prinzipien, lvvdncckf die .Kriegspolitik geführt wird. Die britische sttegieriing glaubt, daß die Grundlmien der Abkommen, die von Zeit zu Zeit mit ihren' Bitndeögenofsen geschlossen svorden sind, mit dieser Politik über- einstimmen. Scirn es jedoch die russische sttessiornng verlangt, so ist die englische Regierung drrrchaus bereit. Mit chcen Verbündeten diese AbkomNteu zu prüfen und, wenn nötig, zu ändern, ü-tez. am 2. Juni.
55 . Genoffenschaststag.
Darmftadt, den 12 . Iktni 1917 .
Der Verband brr heffischon kmtNvMtschaftlickMi! GaVsstnschaften
trat gestern mittag ftN ZkUisersaal zu Darmstadt zu seinem 53. Genosseirschaftstag ziusammar. Die Versammlung >var ans allen Teilen des Lcardes gut besucht, als ^te'giernitgsvertreter svar Mini- sterialrat Dr. Wagner, als Vertreter der Landwirtscha ftskamm er Oekonomierat Dr. Leithiger Arge,um. Der Verbmü)spräsident, (M). Oevononiierat Walther, Lemrfel'o, hieß znnäckK alle Ajtte svefenden tvillkmirmen irnd bc-dcruerte, daß sich die ans d,m vorigen Verbandsbag aUAges'pwckMue Hoffnusng, das näck/ste M'al im. Frieden lagen zu kömv-lt, icicht erfüllt habe, -ldrseoe tapfeomt SölMe und Brüder wollen nstr wis^imir Vorbikd nehmen und auch in bet Hei - Mat unsere volle Pflülst arnd Mstijldigikeit tun (lebh. Beifall). Auch den Greisen, sowie beu Frauen und M!ädck)eil. welche jetzt die fdtfocren Arbeiten in der Landwrrtsck>aft verrichten und damit ein stilles Heldnrtum erfüllen, gebül-re \KiijMfer Dank, sie such zumeist <mch fleißige Spareintegerämreit. Weiter führte der Ütedner aus, das 0>enossensck»aftSwesen habe sich m der Kriegszett glänzend! bewährt: es habe nicht mrr die wirtschaftlick>e Lage der RättgliM'r gefördert, sondern ,atch emeir riefgegliederlen, soliden Unterbaut für die DurchfülTrnUg einer ganzeit Reihe von .Kriegsmaßnahmen gebildet. Die Zukunft werde die Gerrvssenscl-aften vor große, iteue.
Zwecke der Knoche nein sul-r für die Düngung wandte: „G»os;bütan- nien raubt allen Ländern die Bedingungat ihrer Fruclstbarkett, es l>at die Schlachtfelder von Leipzig, Waterloo und der .tttiin bereits nach Knochen umgewülstt und die in den Kntakombl'n Siziliacs äuge- lKusten (öebeine vieler Gnterattoncn verbraucht und zerstört jährlich noch die Wiederkehr einer künstigen Generatioit von 3>/- Mil- lioneit Meuscl>en. Einem Vamptir gleich hängt es an dem Nacken Europas, man kann sagen, der Wielt, und saugt ihr das Herzblut aus, olm« zwingenden Grund und achte danerudeit Nutzeit für sickr Es ist mrmöglich, sich zu denken, daß solch ein sündl-asler Eiitgrisf in die güttlicch Welt ohne Strafe bleche, und die Zeit wird für England viclleicht noch früher wie für andere Länder konrmen, wo es init all seinen Neichtümern an (tzold, au. Wen imd Steinkohle nicht den tausendsten Teil voit den Lebeusbedimmngan ivird zurückkaufen können, die es seit Ial/rhuitderterl so frevelhaft vc^rgendet hat." Die von Liehig hier ikionic und geschichtlich längst beglan-' bigte Ausvanbimg der Schlachtengräber zier industrieileit Vermutung der Knock>en bildet ein b'achtens>vertes Ost gen stück zu der heule gerade in England aufgestellten verleumderischst Bel-auptung über deutsche ,>tadavervmwertimg^nstelten". Dabei ist don Wortelt Lte bigs um so ernstl-aftere Bedeutung zuz-nntassen, als er, wie gesagt, gelegeutlick)! auch nicht mit einer Anerkemmng der lÄrgtänder zu- rückhielt.
* Das ele k tri sich e Auge Der Mensch kann sehen: das heißt, die Lichteindrücke, die ins Auge getangen, »vepden auf dem Wiege Ücher den Sehnerven dem l^hänt gemeloet und dort als hell oder dunkel, rot oder blau oder tote sonst nebeutel. Es gibt neuen dcngs auch Maschinen, die sel>eit körnieu. Freilich die Leisvtng des inenlch!lick>en Auges erreicchm sie nicht im entfertrtesteit, allein „elek- trisckte Augen", tvie man solche Maschimit zu nettnen l-at, nehmen ebenfalls Unterschiede der Belenckstungsstärke in der Helligkeit brr Farbe voir Körpern wahr, setzen die Wiachnrhimargen rrt elekkrische Stromsckrwankungen um unb können auf diese Weise ettie RLaschine befähigen, ähnlich wie das Auge zu unb?rfck>eidei, Seherrde Äta- sckstneit mit clertvisck>en Augen sind detr merrschlichm Oßffichts- empfindungen genau angepaßt, wie Dr. Chr. Ries fMüncheu) in einem fesselndeit Anssatze des „Prometheus" iBerlag vmt Otto Spanier in Leipzig) schildert: das L«tz»m ist durch ben etektrifch u Strom ersetzt, das ttzehirit wird durch Meßwerkzeitge vertreten, an Stelle der Sehnerven arbetten el<cktrisck>e Stromlettitngen, und die Gesichtscmpsindung oder dert-it Kundgabe fntdet ihren Ausdruck in irgendeiner ArbeitÄcästung der Mafchiue. Bei den Versuchen der Ekfinder, elektrische Augen zu bauen, fttld b-ÄM-r vier verschifdene Lösungswege beschritten worden, von omen zwei jn recht küauch
Anfgabnt stellett, unsere vornehmste Aufgabe aber müsse sein, alles dazu beizlttcageu, datz die dem deulsclmt Volke gesckilagenett m lvit>i ceu Wuitdicm. möglichst rasch wieder geheilt toerdeu uuo uttse, 'ulk tvie^ der aus seine volle Leistungssähligkeit gebracht lvird llebli Beifalls
Namc-ns der Großh. Regierung sprach w/iiiisterialvcit Dc W u u- utx deit besfischen Geiiofsettschasteu ffi. ihre hervorragenden Lei- stimgeu lvahreud des Krreges volle Anerkennung und Da ick au
Alsdamt erstattete Direiklvr Berg den Bericlä i§r das verflossene Jahr. Die anßerordeutllchen Anfvrderuitgeu, die an die Oteiwssenscliasten gestellt lvnrdeti, erforderten teils einen weiteren Ausbau, teils eine Umstellung der bisherigen b im iclßiingen, loovei. all.' beteiligten Kreise eine rasckie Anpassntigsßchigkeil tu tulefeiu Zn den tvichtiasten Ausgaben dieser Krlegslvirtsclmft zähle dke schafsung der nötigen Geldmittel sstr die Knegsanleihen, die 'Ze-- lehrnug über die Goldsamnilnugen und deren Zusühning au die Reiclisbauk, die Ausdehnung des bargeldlosen UeberweisungStzer-- kehrs, mrd die Uebernälm>e vmt Arbeiten lmisichtlich der Versorgung mit den nötigstett Lebensmitteln, Brotgetreide, Fleisch. UUrtosfeln. Wtilcii und Butter für die Zivilbevölkerung, tvie für den Heeresbedarf und die Versorgung des Landes mit Düstger, 'Futteiuiilielgi und Saatgut. Der Verbäird teßlte beim JähreSschluß ttitti 000 Ute-- uossienscknastetl. darnttler 051 Evar- und Darlehiisk.isen. 158 'tlr- zugS- unb Absatzgeiiosse nscl>a> le n, je 27 Molkerei und ' l fiiiftet> genvsseirschaftetl n. a. m Neu hi uzugetreten sind 15 ltzetio>seich>tas- l>eu. Die beiden Z-eitlralgeschäftsatistattetl, die Z eu l r a l ka s se und die Z c n t ra l g e Wo s s e n s ch a s > , haben im Iähre l 916 eine Verdoppelung ihrer Ums ä tz « gegen > 9'! 5 erfahren Die Geldflüssigfe i t atis dem Lande Iw't sicl) weiter hin eiheUchn und findet ihreit Ausdruck ßm Antvachfeu der Gläubigergullmben, int Sinken der SchuldverpftichUingeu. und in der Zeichnung auf die Kriegs-atileihen. Von deit Geiwsseiischasleu sind biictl) die Zent tallasse bis jetzt rund 7 <! Mli ll i o n e u K r i e g s a n l e i l> e 1 » ausgleb rächt toorden. Die Reserven der Zenlcnlkasse betragen 126 000 Mk„ die Ges chästsguthlMm der Utenossensckmsteu -171000 Mark. Es tväre im Interesse eines intensiven GeloausgleiM ee- WÜnscht, cxiß soivohl die noch abseits stehenden obf hejsidb n L'redit- getwssettscl"aflen, tvie auch die größeren Bezugs- und Msgtzgenossen.- schlaften, Molkereien nsw. der Zenlrälkasse bei trätest. Di>' ) ätteckeik der Zentralgeitvssenschaft erstreckte sich ausschließlich uns die Durch- sülming vv» KriegSinaß nahmen. Zn den bishe,^ unifaugreifst Arbeiten der Fritter Verteilung. Getieidebewirtsckxlslung und Düirgem Versorgung nstv. ist neu hinzngelommen der Austutis und "lbsatz der gesamten Obsternte, Durchführung von Mastveisrägen, Hei>- rmid Stro^-anskaus litte , und der Merl der iintge,etzlen Warnt betrug 1916 22 700000 Ml. gegen 10 Milt. nt. im Jahre 1915. Die Reserven beziffern sich aus 200 000 Mk , der stüsugetoiim für 1916 auf rund 140000 Mk Durch den ll'rieg tvurdeti am emvsiud- lichsten die landwirtschastlicl>ei, Bezum^ und Msgtzgcsiosseiischusteit betroffen und auch die Molkereigenossenschaften Ixi 1 1n e schweres Jahr yu verzeichnen. Dagegen war die Lage der Wiietergeuossen- scha sten recht günstig, infolge der gut.sr Min Verkäufe, die si,' in die Lage brachte, teiltueise recht bedeutende Abschreibuuq>s, und >»ehr oder minder große Rückstellmigeri zu machen. Die tvichligste Tätig- feit in her sehr txnunchrteu Arbeit des Verbandes wm die Durch-- sührung der gesetzlichen BerwalUing^ievision: sie wniAie bei 600 c^enossetiscliaßtim dtirchgesülirt, bcä 296 eine vosteuwl i Revisiim. Die Iahresrechnung des Vmbaitdes ist günstig. 'Der st,',''u,,et'ünn beträgt 1917 1017 M„ die Reserve 59 566 Mk Ander ''utyMariK über den Otesckiäftsbericht beteiligten sich Direktor Becker- stadl. Lehrer Ofen lo ch- Finlhen und DirMor Mah r r Die Versa mm luug .erteilte einstimmig dern ^terl>aut>speäs>dcnrten imd dem g-esknästssühreulden Dirccktor Eittlasttiwt Zu ^Mitgliedern dei: Nr»-- bandsaussclmsseS wurden die aii-Söfcheidenden Herren liustimmig wieder gewählt.
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Aus it«6 Certt-.
G ießen, ld. Juni 1B17.
Schickt keine Leben-mittel in- ftdb!
Nur noch wenige Wochctt,trennen uns von einer aussichtsrriäM Ernte-, die die Ernährung unseres Heisces und Volke für (uv ufldtflv Wirtsck-astsjahr menschlicher Voraussicht nach 'besser sickwrstelten wird als bei unseren Feindcm. Alle Atrzetelym l>nrcilO ifjert im - bmchans zu dieser jrol-en Hoffttumt. Fn deit i,äcl>sh-n Wiochbn (Ckc gilt es besonders lxuis-znl-alten, um >mt den Rosten der ^wc ritte aus dcw vorjährigen Ernte auch sickier au-szulfalten. Dßesc RoNnendigkeit ztoingt zu der dringenden Mahnung, keinerlei Lebens- und Gennsßmittel an die Front und in die E t a ppen g ebjie t e zu senden. Unser Heer !jl atesreicktentt versorgt, tocAirend itt der .Heimat trotz aller Bemühnttg !m um gleichmäßige und g ereckrte Verteilung zeitweise hier und oa vv-über-^ gc-hend fühlbarer Mangel an Nalirungsntitteln ansttill. Dre Sorge
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baten Ergcbniften geführt haben, Ost erörtert ist dü- ckenguella als elektrische Auge: ihre, bedient sich beispielsweise Rietz bei seiner Lesemaschme für Blinde, die zugleich als Beispiel der Aw" ntzuug selumder B/aschiueti genattitt sein möge. Meniger b»''kaimt sind die Owszlcklett als dcftiijrtr Äugen Ihre Wirkung beruhi dura«!, daß ein tnöglichst blauker älörver, der negativ elcktristh geladen kst, bü Bestvahlung mit ultraviolettem Lichte seine negative Ladung v,,^ liert, währc'tkd seine positive elektrische Ladung tiicht bertrislnßt wird, Diese Ersckteiiiuitg nennen die Physiker lichlelekttische .b 'ti'cuuug oder, nach ihrem Entdecker, Hattto«ck>Sessekt Die lichtelettrtscl, !n- streuting vollzieht sich in der ©Mfie, daß unter dem ‘iirtffuffe ber. ultravioletten Strahlmtg ans dem belichteten Körper ktc-inste negative Elektri'zttätsleilck-etl. Elektronen. l>eraiisgefchlendi''t „iv, an bte Umgebung abgegeben werden. Die Wirkung ist von der Nul», und der Oberfläckjenlx-sd>afTeitiyH t der bestrahlten Fläche in hohem Rdaße ckbhänUig mrd zeigt sich besonders dentlick» in vcnMmitem Gas Recht Mlt geltet gen solck»e Versuch' mit den Amalgamen des Vinte um . des Natriums imd des Nubidteims. Wei (tuer lpaszeffe an - sttetAdimn^ amatgam besindet sich in einer mit w-rdümitem Helitimga ge-- sülltl-n Glaskugel ein Spiegel aus Rnbidiuntamalgam. > er mi t einen. Knopfe vc-rbunden ist: diese siub utit dmn iu'g<tliveii ! ol Hurt rtef- tvischn Leitung verbunden, toährend ein Platindraht in dc-r O^las- kugel mit dem positiven Pol verbunden ist. Im St«smkreise liegt ein empfindliches (palvauometer. Solange die Zelle im Diiukein ltegt/ geht kc'iu Strom durch den Stromkrns, stmdet nmn ali r ultraviolette Strahlen durch eine Linse auf die Rubidinmschcht, so zeigt das Otasvanomeler einen dauernden, lichtelektrischen r «rum an, dessen Siärke im Verhältnis zu dm te-lichteten Ote-rsMl»e und der Lichtstärke ist. Mit der Spatinnng wächst auch der li«ichkeM«tch Strmn, aber mir biÄ zu einer ftcittissen Höchstgrenze Die AuMl- düng des lickstelektrisck>en Stromes geht tei diesem Falle aus tzi.- Meise vor sich, daß unter dem Eteisluss« de, ultravioletten Stzmhluna Elektronen, also itegative ElektrizidiMräger. von de, l„ srch^te->< stioibidininschcht ans den Platindralst übergelten und bntmid) < 1 j*«* elektrisch- 'Bewegung im Stromknise Hervorrufen Das ' Vmr Qnecksilbi-i'läinpe ist toegen des Reichtums an ultramotetteai ''Ercü,- tent bc-sonders geeigrutt. Die t^atzzelle al- es,-ktrrscch< An ge lptt vor dtt Selertzelle manch Biorzüm': Die Lichvttirknng st. hl fm Mer- hälttrisse wir Li ch stärke, die Mrknng tritt mit cmn 'Anipvtt.o de, Lichskrahten in voller ltzröh»- ans. Aeibl >»t aleichinHUg<, B«ftrab lnng unverändert und verjckiniindet d-i V'rdmckVtmg »eslKo'c ^,, Wirkung ist aber nur gering, so daß ein sehr seines <Hult*umiitci , nötig ist, öufvcrbeiu ist bte Zelle iudu sehr hattbo-. uni, arbeitet sie nur mft ultraviolettem Lichte. Bon diesen letztgenannl ,


