bcm vuifbau lebcnbüjei- Genre mdeai schloß Pfarrer D. Waitz- SLarmstaLt die von Gasten und Vertretern aus allen Teilen des K«mdes gut belichte Tagung.
Die Zrübkahr^Abgeordnete n ver sam m lang des Hessischen Ha nptvereins des Evangelischen Bundes tagte am JJamUig, dem 7. Mal. in Frankfurt a. M. Sie war ans allen Sailen des Lande« sehr gut beschickt: nahezu 100 Abgeordnete verdaten 50 Zrveigvercine. Der Vorsitzende, Pfarrer v. W ai tz. erstattete den Jalwesbericht, aus dem zu entnehmen ist. daß sich
Vereins leben bei den untürl i ck>en Schwankungen gedeihlicl) Schalten Kal. Das gleick>e Ergebnis zeigte mich die Rechnungs- «ablage des Bundes und des Hilfsausschisses. Einen sehr lehr- «lchen Ortung hielt Pro», v. Dr. D ie K l ° Faiedberg über: „Die Deformation und die Gegenreformation in den Gebieten des jetzigen Gvo ^Herzogtums Hessen". Die Ansprach' des geschaftsführenden VorfitzendtM des Evangelischen Bundes, Direktors O. Everring-Berlin. behandelte die Frage: „Welche Forderungen stellt dir augenblicklich Lage an die Arbeit des Evangelischen Bundes?" Air die Rede schloß sch eine Aussorache. an der sich die Hcrreni Oberkonsistorialprasidcnt D. Nebel Exz., Pfarrer D. Waitz, Pfarrer D. Fuchs, Geh. Kirchen rat Dr. Krüger, Direktor D. (Sterling beteiligten. Die Tagung schloß mit der einstimmig angenommenen Kundgebung gegen die Aushebung des Jesuitengesetzes.
Der Landesverband evangelisch-kirchlicher Frauenvereine hielt seine gutbesuchte 10. Hauptversammlung gestern in Frankfurt a. M. ab. An Stelle der durch .Krankheit verhinderten Vorsitzenden, Frau Pfarrer Sttack- Brrkmau, leitete Professor Weimar-Darmstadt die Verhandlungen, denen auch Herr Geh. Oberstmsislvrialrat Dr. Bern deck beiSvohnte. Er wies darauf hin, toie der Verband aus kleinen An- fängxit sch in den zchn Jachen zu einer Gemeinschaft von 15 000 Mitgliedern in 81 Vereinen entwickelt habe. In dem von Frau Wen zel-Darmsdadt erstatteten Jachesbercht wnrde mitgeteilt, daß ini letzten Jahr folgende Vereine dem Verband beigetreten, stnd: Groß-Umstadt, Hvlzheim, Langgöns, Treis a. d. Lda., Dau- vrmg-en, MrinKlar, Lollar. Heubach. Rvdljeim v. d. H., Langsdorf, Reiskirchn, Geilshausen, Oderchrusen. Lumda, Wörrstadt, Fried- iberg. Eberstadt bei Lch, Lutliergemeinde Worms (Frauenhilfe tmd Nähverein). Das Amt der Rechnerin ist von der Fürstin Elisa- bÄh Lll ErbachSclwnbera auf Frau Fabrikant Hannes- Darmsdadt ubergegvngen, die Schriftleitung des Vereinsblatts von Frau Pfarrer Strack-Birkenan auf Pfarrer Wagner-Stockstadt. Bei den toeitoen geschäftlichen Beichrndlungen wurden die aussck>eiden- den Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Neugewählt tmirben E)e- l)eimer Kirchenrvt D. Schlaf ser - Frankfurt, Dekan Gu ß- rn a n n - Kirchüerg und Pfarrer Wagner- Stockstadt. — Hierauf uiachte Staatsrat Dr. Kratz- Darmstadt wichtige Mitteilungen jüber die Arbeit des „Landesausschusses für Frauenarbeit im Krieg" (Schutzherrüi die Großherzvgin), und Amtmann Bechtel-Darmstadt über die Tätigkeit der „Kreis pflege rinnen" in der Tuberkulosen-, Alkohol-, GeschlecchskvanLen- und Wohnungsberatung. — Hauptgegenstand bet Tagesordnung war die Beratung über die „Weibliche Dienstpflicht"'. Hierfür lag ein kurzes, aber 'inhaltreiches Referat von Pfarrer Strack im Bereinsblatt vor. Kltn Anschluß daran hielt Pfarrer Llrudurairn-Gettenau einen Vor toag, der eine lebhafte Aussprache auslöste. — Die Versammlung wagte sich auf die Forderung einer obligatorischen Äus- inlduug jedes deutscheil Mädchens für Hausfrauen- imd Mutter- bcrnf nach der Schulentlassung, einer Ausbildung, deren Ziel uud Erfolg durch eine Prüfung und ein Zeugnis sestzustellen ist. Auf der nächsteu Versammlung soll die Behandlung dieser wichtigen Frage ckortgesetzt werden.
Jeder Gramm stärkt die wirtschaftliche Kraft der
Reicher.
Die Goldarikausstelle
Ih dev Räumen der Bezittrsparkasse Stehen ist morgen von 2 bis 4 Uhr geöffnet.
Au» Stadt und Land.
Dießen. 14. Mai 1917.
Zahlungen an Postkasten mit Scheck und Platzanweisnng.
Zur Förderung des bargeldlosen Zahlimgsverkehrs werden voll den Kassen der Reichs-PostverwalLung außer Reichsbanffchecken und Postschecken auch Privats checke und P l a tzau we i s u n g e n in Orten, wo dl« als Bezogene b^eichnere Bank usw. ihre Geschäftsstelle hat, in Zahlung genommen, tvenn die bezogene Bank ufw. ein Reichsbank-Mrokonto oder Postscheckkonto hat.
. Die Annahme von Privatbcmkscüecken und Platzanweisungen kalur auch zugelassen werden, lvenn die Geschäftsstelle der bezogenem Bank nsw. oder die Reichsbankanstalt nicht ain Orte der Postkafie, an die gezahlt wird, sondern an einem anderen, i u der Nähe gelegenen Orte sich befindet. Schecke und Platzanweisungen lverden allgemein auch dann in Zahlung genommen, wenn ihr Betrag nur einen Tech der Zahlung ausmacht und der Rest bar gezahlt wird.
Rcüchsbockk-, Post- und Prkvatbankschcke sowie Platzanweii fangen können u. a. vettvandt werdest: Bei Einzahlung von
Postanweisungen und ZallMrrten. beim Einkäufe von Wertzeichen im Betvage von mindestens 20 Mk., bei Entrichtung von Fernsprech- jgMchreu. Zeitungsgeld, gastum beten Postbeträgen, Telegramm- gebühren, Lchließfachebühren usw. Die mit Scheck eingelieferten Postvrmeistrngen und Zählkarten werden von den Postanstalten abgesandt, sobald die Reichsbank oder das Postschecks nrt den Betrag der PosAcrsfe gutgeschweben Hai. Es ist -dafür ßwrgl, daß diese GutsckMifl möglichst rasch erfolg.nl kann. Eine vorzeitige Absendang der Postanweisungen lind ZahlAarben — vor der Gutschrift —tritt jedoch ein, wenn die Teilnehmer an dein Verfahren für die von ihnen ausgehenden Posdrüiveisungen und Zählkarten beinl Postamt bis zur .Höhe der Einzahlungen Sicherheit geleistet haben. Die von öffentlichen Behörden, Kaffen und dllrstaüen sowie von Svarckassell der .Kreise, Stadt- und Landgemeinden anfgelleferten, mit Schecken beglichenen Postanweisungen und Zählkarten tverden ohne Sicherheitsleistung vor der Gutschrift der Schecke abgesandt, wemr sich die Behörde usw. mit der Postanstalt über das ein für allemal zu bevbachbende Emliefeamgsverftrhreii verständigt Hit.
*
** Am tliche Personalnachrichten. Der Großhec^og hat dem Rechner des Evangelischen Rettungshauses in Hühnlein, Mrnisterialbuchholter i. R. Reckmungsrat Georg Neuß in Darm- stadt, zuM 1. Mai 1917 dar Ritterkreuz erster Klaffe des Ordens , <?Arm von Brabant" verliel^en.
** Auszeichnung. Bankbeamter Emil Becker von hier erhielt für wiederholte Tapferkeit in den Sommekämpsm das Eiserne.Kreuz II. Klasse.
** Beförderung Zum Leutnant d. L. I wurde der Vizefeldweb-el Otto Roth, Sohn des BerlaHsbuchhändlers Otto Roth, i. fta. Emil Roth in Gießen, mit Patent vom 30. April beförverl.
** Di<rs Fest ihrer Silbernen Hochzeit begehen morge.l Dienstag, den 15. ds. Mts. die Eheleute Georg Müller hier, Stein straffe 38.
** Aus Oberhessen, 13. Mai. Vom Lande wird uns geschrieben, daß jetzt ebenso unzeitgemLß wie fehlerhaft an den Obst- däum<m gepfropft wird. Auch an der nötigen Beaufsichtigung durch erfahrene Personen fehle es. weil Feldschützen nicht immer vorhanden. Bei dem großen Wert, den das Obst gerade in der Kriegs- -e,k ftrr die Ern^rung des Vvlkes bat, ist jetzt unsachgemäße Be>- bavdlmrg der £bfä*hnne oder BeschödrgnnL durch unüvauffichtigte Kinder im größtem NachbeL
Kreis Büdingen.
4tDüdels beim, 13. Mai. Der M'istenzarzt D. R. Dr. Wilhelm Die hi, Sohn des hiesigen Lehrers Otto Dvehl, wurde zum Oberarzt befördert.
# Himbach, 13. Mai. Fürs Vaterland starb der Musketier
Siegfried Fuld. *
# Nieder-Mvckstadt, 13. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielten die Gefreiten Karl Harth und Reinh. Bauer im Land sturn^Jnf.-Bat. „FrÄdbevg".
^ Kreis Alsfeld.
orr , 13. Ndri. Zum Gefreilsn und Offiziers-
Aiprranten befördert wurde der hiesige Lehrer Hermann Roth.
Kreis Schotten.
ru ^Ä cn r5> ^' 13. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der
Grenadier Wilhelm Vierhellerin einem Gavde-Gren.-Regt.
< Wstnge rs hau sen , 13. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Mus Letter Karl Schmidt.
ß Aus dem Ober Wald. 12. Mai. Langsam zieht nun auch der Oberwald sein sommerliches Festgawand an. ^wei, drei das ganze ausgedehnte Waldgebiet steht in vollein glatter,chmuck. Wem lacht da ivickst in frohem V)dut das Herz beim Anblut' dreier schönen Früylingspracht, zumal bei dem langen und Winter die Natur fast zu erstarren schini. Unzweifelhaft tu Me der L-tÄxter, der Vormals schon unr diese Zeit unser Gebirge durchwandert hat, man auf einmal rvieder mit unwiderstehlick>er .df^Km Schauspiel der Natur sich hiugezvgeu, wenn mast die Zett zu eisern Ivärc urrd jedermann an semen heimischen .Aus der G.'de schießen alle Kräuter auf. c -a '' Cil V^ n W schön grün gekleidet, und iveicn der Himnrel ,o weiter ims L»onnenscki>ein und Regen gibt, steht verheißungsvoll em segeirsreichcs Jahr uns nah.
Kreis Friedderg.
: ^ P o h l - Göns, 12. Mai. Nach gestern hier von dem Regl- ment emgetrosfener Nachricht ist der Unteroffizier Hugo Simon, ^Mhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeits- medaule, m den Kämpfen im Westen gefallen. Er war der Sohn und die einzige Stütze der Witwe Abraham Simon hier. -- Unter Leitung ihres Lehrers, Herrn Müller, bepflanzen zurzeit die Schüler der omren Klasse alles brachliegende Land der Gemarkung mit Kartonelu, während die Schüler der unteren Klasse unter Lehrer 2renzel fleißig Kväuter u. dgl. sammeln. Dieses Beispiel sei zur Nachahmung empfohlen
Hessen-Nnssnu.
— ty r a n f f n rt a. M., 12. Dtai. Durch ein gewaltiges Großseuer wurden heute vormittag die umfangreichen Holz- bcr volzhandlung von Peter Arnheiter zerstört. Auch die Vol^tatten, das -Sägewerk und die Geschäftsgebäude wurden durch dle Flammen vcrmckstet. Die Feuerwehr konnte sich lediglich auf r^ "c*l v• ^ • r ^lrsrenzendeu 51ohlenlager melirerer Kohlen- gejchaste, die bereis von den Flamnren ergriffen waren, beschränken. -Lei Schaden ist sehr erheblich.
r-, “ nkfurta. M. 13. Mai. Infolge der Kohlenkuapphcit ftnd von mute ab nur noch die Hauptverkehrsstraßen der Stadt oe leuchtet aber auch nur in mäßigem Umfange. In allen uvrigen Straßen bleiben die Laternen die ganze Nacht über ge- koscht Die Bevoll.ruug ^ wird ausgefordert, bei Benutzung der Straften und Wege diesen Verdunllungsmaßncchmen Rechnung zu tragen und die nötige Vorsicht zu be-obachten. tu pochheim a. M.. 13. Mai. In der katholischen Kirche fand dw,er Tage che Vermählung der diesjährigen Hochheimer Rosenbraut. Eva WeUbächer, statt. — Der Braut, me eme unbescholtene Jungfrau sein und die mit einer lveißcn Rose geschmückt vor den Altar tteten muß, fällt aus einer 1816 von dem Kurmamzischen Hofkriegsrat Edel gemachte Stiftung cme namhaste Beihilfe zur Aussteuer zu. Die Auswahl der Ros'en- bcTen Trauung gewöhnlich am 10. Dttri stattsindet, liegen y.™ Vsarrer und deni Bt'irgcnmeister ob. Können diese Männer r • ^^^^ttvühlende Brecut — es können stiftungsgemäß auch zwei fcm — etwa nicht eirägen, so haben sie alsdann einen Obmann zu erttesen, der zu. entscheiden hat. Sollte sich gegen alle Erwartung^ m einem Jahre Hin goei^netes l'Nädchen findem, versstgbareii Zinsen zum Kapital geschLogen. Der Kvprtalstock betragt gxgennxftttss über 15000 Mk.
ul. Limburg, 12. Mai. Eine bodenlose Roheit wurde in der letzttn Mckste im nahen Lmdenholzhausan begangen. Dort brachen Diebe m einen Schweinestall ein, führten ein hochträckttiges Mutterschwein svrt und schlack)teten cs aus fteiem Feld. Am anderen Mvrgen sanb man die blutigen lieberveste, sowie die jungen Tierck>en auf dem Felde zerstreut. — Ferner wlurdc demselbeir Landwirt zu alercner Zeit ein Sack Kartoffeln gestohlen. Don den Tätern fehlt bis letzt jebe Spur. — In der Bttickenvorstadt sckstackstetc ein Schweinebesitzer heimlich zwei Ferkel. Die Polizei bekam aber Wind von der Sach? und beschlagnahmte kurzerhand das ganze Fleisch.
W uun nicht Nur das Nachsehen, sondern wird auch noch bestraft iwtben.
DerHaalshaltsplan der Residenz- i ,W^baden für das Reckmungsjahr 1917/18, der soeben MlfgesbE, zeigt rm großen und ganzen dasstlbe- Bild wie im rvorlahre. Tre Gesamteinnahmen und Ausgaben der ordentlichen Verwaltung bettagen 26 256 229 Mk. das sind 4 734 288 Mk. mein als im Rechnungsjahr 1916. In der außerordentlichen Ver- wakttrng gleichen sich die Ettrmrhrneu und Ausgaben mit 3 497 030 a ^meindceiirkonllnensteuer sind wie im Vorjahre
4 100000 Mk. vorgesehen. Da aber dieses Mal 150 Prozent der Staatseinkonimensteuer erhoben werden gmm 145 Prozent irrt Voriahre, so ist auf einen Rückgang der Steuerzahler an za hl zu schließen. Tde Schlachthofverwaltting bedarf bei 142 809 Mk Ein- Uhhlnen emf Zuschusses vcm 228 670 Mk., um die Ausgaben von ^ ^ttaffenbal-nen bedürfen noch eines ^>inchu,see. von 21 200 Mk., obgleich die Dotzheimrr Linie eine Ettumhmc von 220 000 Mk. gegerrül^r- 136 400 Mk. Ausgaben feÄÄÄ' e V lc Einnahme von 109 000 Mk. gecremte AI b80 Mk. Ausgckbe erbrmgrn Die Kurr^erwaltung bringt 870 291 wttrrk und erfordert emen Zuschuß von 475 009 Marck Die Bäder- veuvalttmg erfordert bei *74 700 m. Emnahnren einen Ge- 162 630 m. Die ArbeitÄo^fürforge kostet die
--- 14 ■ Der Haushaltsplan der Stadt
für 1917 snht in Einnahmen und Ausgaben 20 008 352 Mk vor ■te Einkommensteuerzuschlag soll von 145 auf 150 Prozent er-
Wmf eine-3 Z-ochu.sse-Z vcm 475 000 ^cT und die Bäderverwaltung eines solchen von 162 630 V.'caxf] dvc 5nnnkenhausverwaltuug beansprucht 260 086 Mk die Arm«iverw«lrung 616 138 Mk., bk ©trafeeirtwfnt 21000 'Mk, ^ l L,®i i1 i Der E? I £ 1 ? 3 ' 2 214 231 Mk. U-bevschüssc bringen vornns- irchtkch t«s ElekrrnltätAvcns 619 142 Mk., das Gaswerk 525 716 Mark und das Wafferwerk 95 371 Mk.
. ,J C - Wiesbaden 13. 9Nai. Ein gewaltiges Großfeuer stgtt am Samstag am Westbahnhof zwei Lagerschuppen, m denen MM Holz Koh en und Briketts nntergebrächt ivaren, in Asche. Bon dam MM tonnte ein Teil gerettet werden. Es sollen aber 600 Zentner verbrannt fein. Zwei Schullnaben hatten den Brand vermacht, indem sie an dem Zaun des Bahnhofsterrams ein Feuerchen an gezündet hatten, das den Holzzaun ergriff und dann auf die Lagerschuppen übersprang.
1 * ffc m CI i ..Negierungsbezirk Wiesbaden
■t * l * , .! c Pveispruftngskommisswn für den diesseitigen Bezirk hat bis aus weiteres folgende Erzeuger-Liochstpreise festgesetzt: Für Spargel 1. 'Sorte 70 Pfg., 2. Sorte 35 Pfg - Rhabarber: bis zum 20. Mai 15 Pfg., später 10 Pfg.- Frilb^ sprnat: 18 Pfg. Alles pro Pfund.
Spielplan des Grohh. UurhaustheaterL Sad^rauheim.
Dtontag, 14. Mai: Gastspiel von Mitgliedern des Schauspielhauses Frankfurt a. M. Neuheit. ..Adam, Eva und die Schlange". Mittwoch, 16. Mai: „Heimat". Freitag, 18. Mai: „Der Raub der Sabinettnuen". Sonntags 20. Mai: ,>Der BMiothekar". MonLag, 21. Mai: „Der Herr Senator".
vermischteV.
. * Ter zensierte Napoleon. Das Pariser L'Oeuvre' brmgt am Kopf jeder Nummer einen kurzen settgcdruckttn Satz, der ein besonders alluelles Ereignis herausgreift und meist einen Angriss auf die Regierung ini allgemeinen, mehr noch aber die <>ensuc im besonderen darstellt. Diese auf die Gegenwart passenden.
stammen mefft von einer großen Persönlichkeit der fran-f zosischlen Geschichte und sind mit dem Rainen des historischen Verfassers unterzeichnet. Eine der jüngsten Nummern des Blattes bot nun ein erstaunliches Bild. Tie betteffen.de Kopsstelle war diesmal ein mächtiger weißer Fleck mit dem Vermerk: „Von der Zensur gestrichen." Darunter aber sland als Verfassername: Napolwn. Wie man sieht, Vemit die Sttenge der.ftanzöfischerr Zensur m.^ch- gerade wirklich keine Grenzen mehr, denn selbst der pessilnistischs!« Betrachter der Zensurmaßnahmen hätte wohl kaum erwartet, tx'ß auch Napoleon ihnen zum Opfer fallen könnte, m o N ixe im U - B oo 1 -Klei d. In einem großen
Pariser Bouftvardgesckjäft wird neuerdings ein „U-Boot-Kleid" angepriesen, das seine Trägerin unbedingt vor dein Ertrinken vetvalwen soll. Um die vorzüglichen Eigenschaften dieser neuesten Modeschöpfung auch wirklich vor Augen zu führen, wurde in dem Lchansensrer ent Wasserbehälter aus Glas nnte.rgebracht, in welchem eine Nfte im U-Boot-Meid von morgens bis abends zur p-reude 'inner schaulustigen dNenge ebenso verzweifelte wie vergebliche Anstrengungen macht, sich zu ertränken. „Ist," jo fragt "fr 3 ® U-Bvot-Kleld wirklich so wunderbar, oder verdankt dre Nixe ihr Glück nur dem Umstand, daß sich in dem Behälter nicht genügend Wasser befindet?"
lvöchenü. UederKcht btrMc$mt L tz. Stadt Gießen.
16. Woche. Vom 15. bis 21. 2lvril 1917. Einmohnerzabl: angenommen zu 35100 (inkl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitszisier: 29,65 Nach Abzug von 8 Ortsfremden: 17,30'/,,.
ES starben an
Zus.
Er
wachsene
Kinder
tm l LebenS- vom 2 bi» jahr 15. flabr
LllterSschwäche
Dipbtberie
1 0)
MO
—
—
2(2)
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Tuberkulose der Lungen-
2(1)
2(1)
Tuberkulose anderer Organe 1
—
1
Luugcueutzüudung
3(1)
2
—
1 (i)
straukl). d. Lreislaufsorgane Anderen Kranlbeiten der
2(1)
2(1)
—
Verdaunugt-organe
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—
—
strankhclten der Harnorgane
2(1)
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—
—
Krebs
4(1)
4(1)
—
—
Verunglückung
1
—
1
Summa: 19(6) M~(5> 1(1) 4(2)
Anm.i Die in Klammern gesetzten Ziffer^ aeben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenden Krantheir auf von auswärts nach Gießen gebrachte 51ranke kommen.
Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundßefr'samis Gießen.
Medizinalrat Dr. E. Walger. >v>voßb. Kreisarzt.
£per&
Gießen, 14^ Mai. Am Samstag saut» Mif dem Sportplatz Mi der Hardt ein Wettspiel zwischen der vereimgten Fußballmannschaft der meftgen drei hoheven Schulen und der Mannschaft des Gießen er Pädagogiirms statt. Obwohl das Pädagogiuni einige sehr gute Leute aufzuweisen hatte, konnte es hoch dem schönen Zusammenspiel des feindlichen Sturrnes nicht standlxrllen und seine vereurzelten Vorstöße scheiterten an der guten Verteidigung der vereinigten Mannschaft. So konnte v ' -
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Bekanntmachung.
Betr/: Ti-e Ans-ttillrng des aus HMchchloMaV« CtnseffmmE«
Specks.
Uaber die Austeilung des aus Hausschiachtunsm ernge- sainmelten Specks hat Großh. Ministerium des Innern ßalgenL'cs bestimmt:
1. Tie den Schwerst- und RüstUngsarbeitern hi den Betrieben ^kommenden Flerschzulagen von 100 bezw. 50« Gramm iröck^entlich werden für die Fvlge aais dem aus Haus- s-ck'.tmihttlngen eingesammelten Speck gewährt, und zwar unter Er- höhung dieser Zulage um je 50 Gramm, so daß jeder Schwerste arbei ter wöchentl. 150 Gram und jeder Rüstungs- arbeitcr wöchentlich 100 Gramm geräucherten Speck erhält.
2. F-ür die Verteilung ist d« an der Landesflaffchstelle in dem jeweiligen BerteilungspLän für die unter 1 genannten Fleffch- zulagen vorgesehene Arbeiterzahl mas^ebend.
3. Die Verteilung hat, soweit nicht für- einzelne ArbecterLaisen anders bestimmt wird, in den Betrieben zu erft>lgcn, uud Mar nitter ZuYvehung des betteffenden Arbeitevarisichusses »der vo» Vertretern dieses Ausschusses.
4. Die Einkau fsgesellschaft für das Großh. Hessen hat dve für jeden Komnumalverbaild nottv-endige Speckmenge entweder aus dem noch ini Besitz dieses Kommunalverbands beftndllchen Speck zu überweisen oder deren Zusendung aus einem anderen Konrnrnnal-- verband oder ans chvom Lager zu veoanlaffen.. Dir Zusendung kann, soweit ttmlich, direkt an die <mrpsan^beovchtti«ten Betriebe erfolgen, die für die richtige Verteilung noch Ziffer 3 verankworEch sind. In den Betriebm darf Speck nur an als Schwerst- und Rüslungsarbviter anerkannte Personen absegedan werden.
5. Ist Hessen stvhnende SckSverst- und I^^mgsarbefter, die in hessiifchen Betrieben arbeiten, haben, sofern sie ans chrer £*£&* schlockLung die verlangte Specrnvmge abgÄiefert haben, Anspruch auf die gleiche Menge Speck wie Nüb!tft<bswlerso^^ Mbeft». die aus irgend welchem Grrmd keiiien Speck aus ihrer .Hansschlachiung abgeliesert haben, sind bei der ^ oickvecteilung auszufchlieffen-
Tensensgen in Hessen wohnenden, aber in nicht hessischen Betrieben arbeitenden Schwer- und RLstungsarbeiter, die. aus Ojcet Hrussck.lachttrng^Speck abgeliesert haben., sollen auf Eintrag wöchient- lnh 50 Gramm Speck überTviiesen werden. Die Belieferung kann Von Zeit zu Zeit auf mehrere Wochen hin erfolgen.
6. Die Austeillmg des Specks nmli gegenwärtigenr Ausschreiben hat in der mit dem 13. lf. Mts. beginnenden Woche zram erstenmal zu erfolgen.
An den Oberbürgmneister zu Gießen und die (^»robh.
Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Vorstehende BeÄrnntmackrnng ist, soweit nötig, ortsüblich bekannt zu geben und zur Kenntnis der betreffenden Betriebsleiter zu bringen.
G i e ße n, den 9. Mai 1917.
Großherzoglicbes Kreisamt Gießen.
Dr. Usi' nger.
öetr.: Beurlaubung von Landwirten zur Heuernte.
An den ObcrbürgeruleisLer zu Gietzen und die 6Zrohh.
Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Für Anttäge zu Beurl-mlibungen von Landwirten zur Heuernte ist das bisher verivend»-te Formillar A, B und C auf Anordnung des stellv. Generalkommandos 18. A.-K. entsprechend geändert ^worden. Im übrigen verbleibt es bei dem seitherigen Verfahren.
Es wird Ihnen empfohlen, sich zu dem fraglichen Zweck des neuen Formulars zu bedienen.
Wegen der Beurlaubungen und Zurückstellungen für die Einbringung der Getreideernte usw. wird in Kürze besondere Verfügung ergehen.
Gwßherzoqliches KreiKamt Gießen.
Z. V.: Lemm.erde.


