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23.5.1917 Erstes Blatt
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Qt ci cnc rt griff des altbewährten Ezeriwwitzer Infanterie-Re w.> > -11. ba«5 sich mit unwto erste hlick-er Wucht gegen den an Zahl

iwera'geilen- (Gegner warf, triebt ihn wieder zurück. Am Monte L«nto brach der italienische Ansturm bereits in unserem Vernich

ist,. sollen andere Mittel angeweiwet werden, um die Vertretung ge­wisser Gruppen zu sichern. Lloyd George gab in Erwägung, den Vorsitzenden durch die Krone ernennen zu lassen. W!enn ein Ver- gbeich über den Charakter und die Gleichberechtigung der irischen

*°n! B-rf-ssung ertzielt ist. wird die Regierung alle Iwwendigen Schritte

^eunt^n Iwnzo,chlackchages ein Versagen aller italienischer An- tun, um ihm Gesetzeskraft zu ' ^

Mengungen. Die stimmt nng unserer Truppen ist voll Konvents müssen geheim sein bester Zuversicht unb unerschütterlicher Entschlossenheit. Seit neun kurzem erfolgen Tagen stehen sie tu einem Kümpfe, wie er selbst an der heißumstrit-

tun, um ihm^Gesetzeskraft zu verleihen. Die Verhandlungen des

Die Einladungen würden binnen.

ci/ mnn r \ ..- -n-.rw- | . Rcdmond erinnerte daran, daß drei auseinanderfolgende Re-

,£. ä & ? t K »ni> otrjwci cltcr nicht ausgesochten! grmingen vrrrmal vergebens den Versuch machten, einen Ausgleich alle »haKK uttb Entehrungen, btt eine solche herbeizuführen. Der neue Vorschlag eröfsne ganz neue Gesichts- Rmensästacltt den -oldateii au,erlegt, hebt sie das stolze Bewirt- Punkte. Irland werde jetzt selbst aufgefordert, die Versassung für o'ci»!) 0 fo lifelegeit zu zeigen. tigerte Land zu entwerfen. Redmond sprach die Ueberzeugung

?! r A! r c' ,, ri . c 5C ^ en , 6/btckMls ihr Bestes, aus, daß alle Griippen gerne an dem Konvent teilnehmen würden,

um d .'Uiamctte m chrer Ausgabe ,u unterstützen. Auch sre smd D«ser müsie alle Bnidpen umsassin. die GlassckmstSrrite, die Han. den Nru.z .,1 .ranen dev Gegners überlegen So ist die Italienische delskammern. die Kirclmr. die Schulen, die irischen Peers lind die .trtilterre nickst imitandc. eine rlner nnchttgsten Aufgaben zu er- verschiedenen politischen Parieren Rvdmond crlliinc sich bereit. WUen: chrer eigenen Jnf-rntcrie vor dem vernichtenden Feuer der einer beschränkten Vertretung der nationalistischen Partei, einen -ngiiwischen Arttl'erii- niireick>kni>eil schlitzi zu gewähren Das geht reichlichen Bertretting der Ulstervartei und einer schwachen Vev- n>on aus derTatfache hervor, daß die meisten ikaircn, scheu Angriffe tnetung der Sinn-Feiner zuzustimmen Er sei eil

v <vv -y,.. ~ _ | ----j u»«*' uvs<i. |wi. einverstanden, daß

r "stierer Battcnen zipammen- der Vorsitzende durch die Kirone ernannt würde. Lonsdale

Vergebens^bemuhen sich die italienischen Flieger, die mit (Ulsterpartei) sagte, der ganze Vorschlag werde dem Volke in Ulster anEnnenswerter ^ckmeidigkcit manovencren, an un,ere Ajrtille- mit der Ermahnung vorgelegt, ihn genau zu prüfen, obwohl er Bestellungen heranzukommen und sw mit Bombenwürfen zu zer- nickst volles Vertrauen habe, daß der Konvent das beabsichtigte Ziel stören. Lne gelangen mir vereinzelt über die Sperrzone hinaus, verwirkliche. Er und seine Landsleute würden die Verantwortung Treiemgerl ihrer dlpparate, dnwn das gelingt, fallen unseren Flie- nicht übernehmen, diesen Bestrebungen gegeirüber die Tür ins Schloß

gern zum Opfer, während diese selbst bis tief hinter die feindlichen Linien Vordringen und liier ihre Bombenwürfe ebenso geschickt an- tzuffrcngen, wie sie ihr Maschinengewehrfeiler wirkungsvoll abzu- geben wissen. In den gestrigen Luftkämpfen blieben sie nicht weniger als fünfmal Sieger.

zu werfen. William O'Brien erklärte sich mit dem Vorschlag ein­verstanden, machte aber die Regierung aufmerksam, daß bei den Er­nennungen oder den Wählen zum Konvent große Schwierigkeiten zu überwinden sein würden.

Streitigkeiten im englischen Ernährungsamt.

Kopenhagen, 22. Mai. (Meldung der B. Z. am Mittag. Privattel.) Ans London wird berichtet: Der Unter staatsjekretür Bathurst, der eigentliche Leiter des Bolksernährungsamtes, veickfte wegen grundsätz licher Meinungsverschiedenheiten mit Lord De> vonport, dem Minister für die Nahrun«smittelt'on trolle, erneut seinen Ab s chie d ein. Er erklärte, die von Devonport befolgte Politik sei nicht goeigiret, die Ernährung des Volkes befriedigend zu regeln.

* * *

Eine Erweiterung des Kabinetts Wilson.

A m st er da in , 22. Mai. (WTB0 Rach einem hiesigen Blatt meldet dieTimes" aus Rckw Porr: Wie verlautet, wird das K a b i n e t t W i l s o n s demn ächst um dreineue Mitglieder vermehrt werden und zwar nur je einen Sekretär firr die Lebens- mit.cIl'antroUe, das Muniticvis- u ird das Transporllvesen. Tie neuen Äaniter wurden dadurch :wtn>endig, daß der Senat die Befugnisse des nationalen Verteidigungsrates auf rein beratende Funktionen, beschränkt hat, so daß der Kriegs sei cctär zugleich die neue Armee Und die Verstellung der Ndunition zu organisieren hat.

Vre Aevolutron in Rußland.

Ein Llongrcs; der Arbeiter- und Soldatenräte.

Petersburg, 22. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen - Agentur. Der geschcifts- führende Ausschuß, des Arbeiter- und Soldaten rotes beschloß, einen allgemeinen Kongreß von Vertretern aller Arbeiter und Soldaten rate Rußlands, sowie der verschiedenen 'Soldaten Vereinigungen aui den 14. Juni einzuberusen. Auf der Tagesord­nung sollen die Fragen des Krieges, der Landesverteidigung, die 90 NN»: m ö c «- - i Friedens- lmd Landarbeiterfraae, der Einberuftmg der verfasfungs-

^ gebenden Versammlung, der Politik und des Finanzwesens Ruß-

nebentagigen icmds, der Lebensmittelversorgung und der Gestaltung des Lebens ckpveren Zufanteriekampsen ist nun am Rordterl der J,onzo- im ftmre steben front Ru he eingetreten. Rur östlich von Gorz uMernahmen die ^ '

Italie-rer.einer Vorstoß, der aber leicht abgewiesen tvurde. Hin­gegen holten unsere Sturmpatrouillen bei Grazigna einen Offizier ' lmt» 36 Mairn aus den italienischen Gräben. Es war vorauszuselwn, daß eine solche Pause in deil Angnfsen des Fmitdes eintreten würde

Die Kämpfe um den Kuk

^6 Hm. WTB. V032

0 12 3 '!

ien

Rücktritt Tiszas?

Wien. 23. Mai. Graf Tisza hat demissioniert.

. . . ... Als Nachfolger wird der frühere Ackerbauminister Serenyr ge-

g e h e u r e n Bierl u ste der Italiener bei ihren nutz- nannt, der vor kurzem aus der Tisza-Partei> ausgeschieden ist.

iofen Anstürmen macksten es notwerrdig, die teils zusammengeschosse- nen, teils in Unordnung geratenen Verbände aufzufüllen und neu zu ordnen Auch schchnt es, daß die italienische Artillerie der Er- holung bedari In den vordersten Linien der Italiener zeigt sich rege Anbeitstatigkeit, die durch unser Artilleriefeuer wirksmn ge- itört wird. Allein auf der Karstliochfläche macht sich die italienische '-lrtillmne mehr bemerkbar, wo sie die unsrige zu bekämpfen sucht. r*n: G^schützkampf nahm in den Nachmittagsstunden an Heftigkeit ru und hielt auch während der Nacht an.

Der bulgarische Bericht.

Sofia, 21. Mai. (WTB.) Generalstabsbericht vom 21. Mai

Mazedonische Front: An der Tschervena Dtena

nistend des ganzen Tages heftiges Artilleri-eseuer. Mit Einbruch ixr Nacht versuchten z/wei feindliche Infanterie-Abteilungen vor- mrücken, wurden aber durch Feuer vertrieben. Nördlich und ösüich von Brtolia .spärliches Artilleriefeuer. Im Cernabvgen heftiges KrtrNerceumer. Oesckich der Cerna und in der Moglenagegend zeit-

Wien 22. Mai. Die Montagsaudienz des Grafen Tisza beim Kaiser hat nach übereinstimmenden Meldungen die Entschei­dung in der seit Wochen schwebenden Krise gebracht. Man nimmt an, daß in kürzester Zeit Graf Tisza durch den Grafen Johann Zichy ersetzt werden wird. Tiszas Widersbarch gegen gewisse'Einzel heilen der Lösung der polnischen Frage, wie sie Wien und Berlin verlangt haben, weiter sein starres Festhalten an gewissen Punkten in der Frage der wirtschaftlichen Annäherung an Deutschland und nicht zuletzt seine llmrachgiebigkeit in der Frage der Lebenslnittell- lieferungen nach Oesterreick) und Deutschland haben seine Stel­lung stark erschüttert. Die Frage der ungarischen Wahlreform gab den Ausschlag. DaS jetzt ein getretene Ereignis, das für die un­garische Politik sehr bedeutend ist, kommt nicht überraschend. Kaiser Karl und das österreichische Parlament

Wien, 21. Mai. (WTB.) Der Kaiser hat 60neuc H e r r e n h^a u s m i t g l i e d e r ernannt und zwar fünf erb­liche und 55 lebenslängliche. Unter den erblichen befindet sich

Botschafter '» Petersburg Franz Prinz zu Liech-

r wurde durch Feuer zersprengt. Auf beiden .Seiten des Warvar Ilebenslänglichen befinden sich Feldmar- sck^-«cheS Artilleriefeuer. An der untoveri Struma ziemlich lebhafte W*! Freiherr Konrad von Hotzendorff, der frühere .'irllllerietaligkeit. An der ganzen Fnont rege Dftigkeit ün der Kriegsminister Generaloberst Freiherr von K r o b a t i n , der Lnst. ^ frühere Generaladjutant des Kaisers Franz Josef General-

Frvnt des Aegäischen Meeres: Bon 5 bis 9 Uhr oberst Freiherr v. Belfras; weiter der Generaloberst, Leib- J-? südliche .Kriegsschiffe Kavallai, während gardekommandcmt v. D a n k l, Generaloberst v. P f l a n z e r- gleich-eititz 12 feindliche Flügge Bomben aus die Stadt warfen. Baltin, General v. Böhm-Ermolli, der frühere Bot

Mehrere Häuser winden zerstört, militärischer Schaden nicht an- gerichtet Unterleirtnout Esckiwege schoß ein feindliches Flug--

zerig crv.

Rumänische Front: ^Oestlich von Tulcsa Feuerwechsel zwischen Posten. An der ganzen Front Tätigkeit in der Luft.

Die Kämpfe im Hedschas.

Konstantinopel, 22. Mai. lWTB. Amtlicher Heeres- berichlt vom 21. Mai. K a n t a f u 0 f r 0 n r: Auf dem linken ,NUgel das üblick-e wirDunMlose Artilleriefeuer. Bei der gestern gemeldtten feindlichen Beschießung Mer sinas ist außer der

^ I» L°n RothWiL der ^r-us«b«r der ^en Freien

schafter in Washington Dumba, der frühere Botschafter in London, Graf Pouilly-Dietrichstein, die früheren Minister Fort, Gessmann, Hachenburrger und Duleha, der Gouverneur der Bodenkredit-Änstalt Ritter von Leth, der Referent des Reichsgerichts Patai, der Präsident der Üandesverwaltungs- kommission in Böhmen, Graf Schönborn, die früheren Statthalter Kielmannsegg (Niederösterreich), Diller (Gali­zien) und Nardelli (Dalmatien), der Bürgermeister von Wien Weißkirchner, der Generaldirektor der Skodawerke Freiherr v. Skoda, der Chef des Bankhauses Rothschild Louis

gesinnungslose, für Gold käufliche Verräter, haben ben Eng ländern erlaubt, den bisl-er von keines Fremden Fuß be- trehmen hnllgen Boden des Hedschas zu betreten. Alle Angriffe d^er Rebellen auf die H e d scha s - B a hn tvürden jedesmal mrt gwpen Verlusten für die Aufrührer abgeschlagen.

Die irische Zrage im englischen Unterhaus.

L 0 n d 0 n , 21. Mai. (WTB.) Reutermeldung. Im Unter- ha un- sagte Lloyd George über die irische Frage: Alle mchgluckren Versuche, die irische Frage zu lösen, haben gemeinsam, or englischen Regierung ausgingen. Das Kabinett be- , ch!,s; deshalb, che Iren selbst aufzufordern, Vorschläge zu märten. Bisher ging alle Initiative von England aus und alle > von Irland. Wenn die Iren sich selbst dem Problem gcgen- nversetz«, dann werden sie die Hindernisse und Sckiwierigkeiten er­kennen. Die Regieruna schlägt vor, daß sich Irlaiw bemühen soll, !nn>- N.chernnaSwrm selbst zu ftnden. Der Versuch glückte in Ca- nar-", cnXbanm und Australier. Man kann annehmen, daß es auch r.: -e.^no möglich stin wird. Lloyd (öeorge schlägt vor, deshalb c!**-fr> namens der Krone einen irischenKonvent zusammen- zub-rmen, der der englischen Regierung und dem Parlament eure ©erratuma für che Regierung Irlands innerhalb des Reiches vor- schlau:- 'oll In den Konvent müssen alle irischen Stände und v 'OTüt ch- Sinn-Ferner eingcick-lojsen und vertreten sein. uec Hotro nt muß tatsäckLich das gesamte Leben und alle Strömun- am Irlmrds widerspügeln. MSglichft alle Vertreter sollen durch Wqpc.tMi nt, die ixt vertreten, gewählt werden. Wo das unmöglich

Presse" Benedikt, mehrere Bischöfe, Hochschulprofessoren Großgrundbesitzer und Großindustrielle.

Wien, 22. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Blätter erfahren, wird der Ministerpräsident Clam-Martinie sich heute und morgen mit den Parteiführern besprechen. Die Besprechungen gelten den letzten Vorbereitungen zur Tagung des Reichstags.

Die Blätter würdigen die Audienz der Parteiführer des Abgeordnetenhauses beim Kaiser in Laxenburg sowie die Berufung der neuen Mitglieder ins Herrenhaus als wich-- tige politische Ereignisse, welche bedeutungsvolle Fortschrrtte auf dem Wege zur Wiederherstellung des parlamentarischen Lebens in Oesterreich darstellten. Der Empfang der Parla­mentarier kennzeichne in sinnfälliger Weise die Bedeutung des Wiederzusam^ncntrittes des Reichsrates und werde über­all einen stacken Eindruck machen.

Neue U-VooLSerfotge.

Berlin, 22. Mai. (WM. Amtlich!.) Neue U-Boots- erfolge im Atlantischen Ozean: 18000 Bruttoregistertonnen. Unter den Ladungen der versenkten Fahrzeuge befanden sich

10000 Donnen Eisen nach Italien und Getreide nach Frank­reich. Der Cbef dos Admivcrlstabes' der Marine.

B e r l 1 n , 23. Mai. (Ämtl.) 1 Unsere U-Boote im Mittel, meer haben von neuem eine größere Anzahl von Dampfern und Legbern mit einem GesamtvnrnenM?halt von 53000 Bruttoregister» tonnen versenkt.

Hierunter befanden ftch>: der englische Trrlppentranspvrt^

bampser Transsyloania (14 315 Tonnen), der sich im Zerstörer» geleit befand, ein unbekam!ter vollbaladener cnglisch-er 8000-Tonnen-" Dampfer auf dem Wege nach Italien, ein unbekannter englischer Dampfer von etwa 5500 Tonnen mit demselben Ziel, ferner die italienischen bewaffneten Dampfer Alexandria (8000 Tonnen) mit 11000 Tonnen Weizen für Italien, urid Ferrara (3172 Tonnen), wahrscheinlich mit Munition, sowie der englische beivaffnete Dampfer Karonga (4665' Tonnen), auf der Fahrt vvn Neapel! noch Port Said.

2. Neue U-Bov-tserfolge im AtlantischenOzean und in der N 0 r d s e e: vier Dampfer und fünf Segler mit 17 200 Brutto-' registertonnen.

lauter den versenkten Schiffen befanden sich u. a.: der eng^ Kl che DampferÄdaney" (2644 To.), mit LebenÄmitteln nach ^ugmnd, mn englischer Segler mit Holz nach England, zwei rulftsche. Segler mit Kohlen von England und Salpeter nach Frainrerch und «ein unbekannter englischer Dampfer, die aus einem Gelertszug herausgestlivsseu wurden.

Der Chef des Admiralsbabes der Marine.

Drei schwedische Dampfer torpediert.

Stockholm, 22. Mai. (Privattel.)Berlingsk^ Di- m T tt: ^ därchjt auf den Montag brachten! deutsche ^ Kriegsschiffe mindestens drei schwedische Dampfer auf, die aus 5er Reise von Schweden uactz Runmo, namentlich mit Erutemasch irren, sich des andern Wahrscheinlich wurden noch zwei weitere schwedische Darnp^ fer -crrcfgebrachl und südwärts geführt. Der schwedische Damp­ferNatala Strvem", der gestern in Goetedorg angekommerr war, war gleichzeitig mit dem torpedierten DampferWester­land" von England abgegangen. 2(ls dieWesterland" tor­pediert wurde, waren beide Dampfer von vier englischen: worpedojägeru begleitet. Der Dampfer sank im Laufe we­niger Minuten.

Stockholm, 22. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die drei von England nach Schweden abgefahrenen Dampfer Westerland",Viken" undAspen." sind torpediert worden. Von der Besatzung derWesterland" kamen zwei Marm, von der Besatzung derViken" acht Mann umsi Leben. Der DanrpferAspen" wurde später in beschädigtem Zustande in den Hafen von Kirkwall geschleppt. Dieser Vor­fall verursachte in der Presse und bei der Bevölkerung eine überaus heftige Erregung.

Von zuständiger Stelle erfährt WTB. dazu folgendes: Mrt einem lebhaften Bedauern ist hier die Nachricht von dem Untergang der drei schwedischen Schiffe aufgeno-mmen worden, die den Versuch machten, das Sperrgebiet zu durch­kreuzen. Auf die Gefahr, in die sich die .Kapitäne nmimten Schiffe begeben, wenn sie ohne die ausdrückliche Zusicherung frecer Fahrt den Weg durch das Sperrgebiet wagen, ist von amtlicher deutscher Seite immer wieder hingewiesen worden. Deshalb ist den Neutralen in weitgehendstem. Entgegenkonc- men verschiedentlich, so zirletzt am 1. Mai, eine sichere Ge­legenheit zur ungefährdeten Rückfahrt ans den englischen Häfen durch das ,Sperrgebiet nach ihren Heimathäfen gegenen worden. Alle holländischen, spariischen und dänischen Schiffe, die «an diesem Tage ausliesen, sind ohne Unfall in die Heimat zurückgekehrt. Wenn die schwedischen Schiffe nicht die ihnen wiederholt gebotenen Gelegenheiten benutzen konnten, w liegt der Grund hierfür nicht auf deuffcher. sondern aus- ichlietzlick) auf englischer Seite, denn England rvar es, das den schwedischen Schiffen die Ausfahrt am 1. Mai ver­weigerte. Aus marinetechnischen Gründen kann Schiffen, die mit den verabredeten, den U-Booten bekannt gegebenen Zei­chen versehen sind, sichere Fahrt nur innerhalb der verein­barten Fristen gewährt werden. Das Mißgeschick der mit uns befreundeten Nation ist um, so mehr zu beklagen, als bereits auf schwedischen Wunsch Verhandlungen schwebten, den schwedischen Schiffen einen neuen Termin zur ungefähr­deten Fahrt nach der Heimat zu sichern, so daß der Unfall mit Sicherheit vermieden worden wäre, wenn die schwedi­schen Sckiiffe mit der Abfahrt so lange gewartet hätten, bis ihnen ein neuer Termin für eine sichere Fahrt bekannt ge­geben war.

Der deutsche Gesandte in Stockholm hat dem schwedischen Minister des Aeußern seinpersönlichesBe- dauern wegen des bei dem Untergang der schwedischen Schiffe erfolgten Verlustes schwedischer Seeleute aus­gesprochen.

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Berlin, 22. Mai. (WTB.) Anläßlich des Verlustes der drei schwedischen Dampfer innerhalb des Sperrgebietes, worüber die schwedische Presse «sich dieser Tage so sehr auf­regte, erscheint es angezeigt, nochmals auf die Angelegenheit des hollärrdischen DarnpfersSwinta" zuruckzukommen, worüber die deuffche Presse unter dem 19. Mai bereits be­richtet hat. Djeser letztere Daurpfer, der auf der Reife von Baltimore nach Rotterdam sich bekanntlich außerhalb des Sperrgebietes hielt und bereits dicht vor dem Heimatshafen angelangt war, wurde, um dies kurz zu toiederholen, von einem englischen Kreuzer aufgebracht, durch ein PrisenLommando in der Richtung nach England geführt und so gewaltsam gezwungen, in das Sperrgebiet zu fahren, Sobald mau den Zweck erreicht hatte, lvurde der Dampfer von dem englischen Kreuzer entlassen und ihm bedeutet, er könne nunmehr die Reise nach Rotterdam forffetzen. Es war dem Kommandanten des englischen Kreuzers gar nicht darum zu tun, das Schiff, das übrigens keinerlei Bannware führte, als Prise nach England auszubringen, sondern er verfolgte nur den Zweck, den Dampfer ein Opfer des Sperrgebiet werden und neue Schwierigkeiten zwischen Holland und Deutschland entstehen zu lassen. Wahrend also die deutsche Seelriegführung sich streng an die von der deutschen Regie­rung bekanntgegebenen Normen hält und ebenso streng unterscheidet zwischen Kriegführung innerhalb und außer­halb des Sperrgebiets, sehen wir auf englischer Seite wiederum jene bekannten Auswüchse der größten Rücksichts­losigkeit und Brutalität gegenüber der neutralen Schiffahrt.

Aus dem Reiche.

Ermittlungsverfahren wegen Landesverrats.

Berlin, 22. fttöai. Im Anschluß an die Mitteilung, daß dem sozialistische^ Mindeöheitsabgeordneten Adolf Hosfmann der Paß zur Sozialisten ko nfercnz in Stockholm infolge eines gegen ilm schtvebenden Strafverfahrens wegen Landesverrats verweigert wurden ist, erfährt dieVvssische Zeitung", daß auch noch gegen andere Abgeordnete der sozialistische Ar bei ge me in scha ft das gleiche Verfahren sck^vebt, und zwar gegen die Abgeordnete«! Büchner, D i t t m a n n, Paul H 0 f f in cm n. L edel) ' 11 c und V 0 gtherr. Es handelt sich dab.ll v.r au io an ein ErmittlangS- verfahren, das der Oderreichsawvalt auf Gcum. einer Anzeige über ihr Auftreten in deir AusstaudsverjamnUANgen der Bertuur Rüstungsarveiter eingeleitet hat.