Ausgabe 
22.5.1917 Erstes Blatt
Seite
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In fremder Erde ruhet nun mein Glück.

Mein herzensguter Gatte kehret nimmermehr zurück.

Ein hartes Los hat uns getroffen,

So schwer es zu ertragen kaum,

All unser Glück, all unser Hoffen,

Es schwand dahin als wie ein Traum,

Dein treues Herz hört auf zu schlagen,

Du kehrest nimmermehr zurück.

Hörst nicht mehr deiner Lieben Klagen,

Siehst deiner Lieben Tränen nicht.

Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach den Lieben Dein.

Doch viel zu früh verließest du die Deinen,

Die in der fernen Heimat bitter um dich weinen.

Sollst nie von uns vergessen sein.

Jung und einfach war sein Leben,

Treu und fleißig seine Hand.

Und so wollt er weiterstreben,

Muß nun ruhn in Feindesland.

Drum ruhe sanft, du gutes Herz.

Du hast den Frieden, wir den Schmerz.

Ganz plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurig© Mitteilung, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Gatte, der treu- besorgte Vater seiner Kinder, Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate

Wehrmann Wilhelm Müller SIL

Inhaber der Messischen Tapferkeitsmedallle

im Alter von 37 Jahren und einen Tag am 16. April durch einen Kopfschuß den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist.

In tiefer Trauer:

Frau Kiise Müller geb. Theiß nebst Ihren 5 Kindern

Anna Katli. Müller, Mutter

Karl jHüEIer und Familie

Jobs. 3*155?Ser sind Familie

Peter Loche! und Familie

K.iri Korjrad Hörner und Familie

nebst allen Verwandten.

FfiiiS£S , fc-2ik

dem 26. Mai 1917

sind unsere Kassen und Bureaus

geschlossen

Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen Gewerbebank zu Gießen, E. G. m. b. H.

' Baruch Strauß Nacht.

Giessen, den 22. Mai 1917.

40S5D

Weitershain, Allertshausen, den 21. Mai 1917.

404SD

So plötzlich kam die Trauer­kunde,

Gebrochen sei dein junges Herz.

O Gott, wie schwer war diese Stunde,

Wie unaussprechlich unser Schmerz.

Wie hast du wohl in letzter Stunde

Gesehnt dich nach der Eltern Haus,

Nun ruhe sanft,

du Lieber, Guter.

0 brav er Lohn, geliebter Bruder,

Sollst nie von uns vergessen sein.

Ruhe sanft, du gutes Herz, Du hast den Frieden,

Wir den Schmerz.

Ihre zu Pfingsten stattfindende Ver­lobung beehren sich im voraus anzu­zeigen

Frieda Geisel Karl Steitz

Gießen 69

Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser guter, unvergeßlicher Bruder, Schwager, Enkel, Onkel, Pate und Neffe

Grenadier Karl Schäfer

4. Garde-Regiment zu Fuß, 8. Kompagnie

am 5. Mai bei der Abwehr eines feindlichen Angriffs im blühenden Alter von21 Jahren den Heldentod gestorben ist.

In tiefem Schmerz:

Fr« ts Margarete Schäfer Wwe.

02 fixieret eilv. Ladwlg: Sch&fer z. Zt im Felde Margarete Schäfer Karoline Schüler

Wilhelm Schürdt z. Zt. im Lazarett and Familie Karl Keller z- Zt. im Felde and Familie nebst allen Angehörigen.

Hausen, den 19. Mai 1917.

Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. 03133

Li eher Str. 03162

Ludwigstr. 64

z. Zt. Schießplatz Wahn.

| bereinigtet Kamnchen-Zuchi- und Pflege-Verein.

Mitglieder, welche Klee- und Grasstücke wollen, mögen sich sofort beim Vorsitzenden Hans Horst, Seltersweg, melden. Schlug der Liste NNttwoch. 3988

Für die rielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Einscheiden unseres lieben Entschlafenen, allen denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen, Schwester Elisabeth für die liebevolle Pflege, dem Kirchenvorstand für die Kranz­spende und besonders Herrn Dekan Gussmann 'für die trostreichen "Worte am Grabe sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.

Familie Heinrich Hecker 3V. Familie Ludwig Becker.

Mainzlar und Dortmund, den 21. Mai 1917. 4042

Die glückliche Geburt eines kräftigen

JUNGEN

zeigen hocherfreut an

Lehramtsassessor Dr. F. Becker und Frau Julie geb. Kreh.

Butzbach, 20. Mai 1917. 4035

Statt Karten.

Allen Glückwunschspendem

herzlichen Dank. Familien Limberger-Bierau.

Lollar, Lahn.

Pfingsten.

An den beiden Psingftfeiertagen sowie am Tage vor- und nachher werden zur Benutzung von Schnell- (D) Zügen Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs nur für solche Reisen ausgegeben, bei denen die im Schnellzug zurückzulegende Strecke 60 Klm. übersteigt.

Auch die Ausgabe von Fahrkarten für Eil- und Vertonen» zage kann nur in beschänktem Umfange erfolgen. Der Fahr­kartenverkauf für die einzelnen Eil- und Personenzuge wird eingestellt, sobald nach der Zahl der verabfolgten Fahrkarten eine Ueberlastung der Züge oder eine Ge- Mbrdung der pünktlichen Zugabfertigung zu befürchten ist. Der Reisende muff daher mit Zurückbleiben beim Reise- antrttt oder unterwegs rechnen.

Das Vaterland verlangt, daff nicht unbedingt not­wendige Reisen unterbleiben.

Frankfurt (Main), den 20. Mai 1917.

4044;

Königliche Eisenbahndirektion.

4046a

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Krankheit und bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen

Mhmiiii Fm; 0. ClsMlh

besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Barth, für die Bemühungen der Krankenschwestern und überaus groffen Kranz­spenden sagen allen herzlichen Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Adam Franz, Schreinermstr. u. Binder.

Groffen-Buseck, 20. Mai 1017.

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