Eine Zusammenkunft der Generäle.
dQfei, 18. Mai. Havas meldet aus Paris: Die Gene- «le Älexejew, Drag omirow, Gur ko und Brussi- w trafen in Petersburg zu einer Besprecharng der ^ 03 * ein. feie gaben Ausschluß über die Lage der Armee Uiw erklärten, die Bildung eines Koalitionsministc- rlums sei unerläßlich. Dieses werbe durch eine energische ATtton zur Wiederherstellung der Disziplin und des Kampf Serltes der Armee beitragen. Sie erklärten weiter, die Ernennung Kerenski js zum Kriogsminister werbe van der Armee sehr günstig ausgenommen werden und große Begeisterung Hervarrusen, iveil Kerenskij sich unter' den Sol- einer graßen Beliebtheit erfreue. Die Frage des Atucktvrrts der Generäle Brusfilow und Gurko wurde durch dre Zurückziehurrg der Demission erledigt.
Ter Baucrnkougreß.
Petersburg, 1?. Mai. lWTB.) Meldung der Peters- vnrger L eieyraphenagentur. Im Volkslxruse in Petersburg fand die Eröffnungssitzung des Kongresses der Bauernabgeordneten ganz Rußlands statt. Es nahmen 2000 Personen reu, darunter -> 0 ! ^lbgeorüuete. Maslow besprach in seiner Er-
lung der amtliäEir anrmLmijchen Ernkanfsstellen machen, um zu dem gleichen Preise wie die Vereinigten Staaten beziehen zu können.
omunioöietc dre Angaben des Kongresses: 1. dü Festftrttuuq der Memuug der Bauernttafte, 2. die Siotwendigkeit für alle, nicht nur d« errungenen :)techte, sondern auch die zu erfüllender! Pflichten im Auge tzn behalten, 3 die Wahrung der Interessen der Bauernklassc, Wahrung aller Interessen eines freien' Landes und seiner ruhmrertbeu Zukunft. Breschkovska, dem der Ehrenvorsitz cmgettagen^ wurde, hob in seiner Rede die Notwendigkeit des jS£j W u ■an der Front hervor, das allein den Frieden nützer bringen könne. Ter französische Munitionsmimster ^yomas, der eoeufalls cm der Sifcung teilnahm, begrüßte den rwngrek; namens der französischen Bauern. Ter LandwirtschastS- in«uster ^'v s ch > u g a rew brachte die Hoffnung zum Ausbruch, Daß »olf, das leme feöhue zur Verteidigung des Battrtandes rMfenoe. werde dein Lande Brot und d.ltunition nicht oorenthalten, ^ unmöglich ist, Krieg zu führen und Frieden zu
Berliner Preffestimmeu über die Ereignisse in Petersburg.
Notiz davon, daß Herve schreibt. tmij uToiü tabc Lehen müssen, Iwrit er von den Sozialisten s^^chdigr wurde, iwn der englisch-amerikanischen Finanz erkauft
, r ^russische Ministerium bedeutet, wie der „L.-A."
- faPoMt, emeii Liegdcr im Arbeiter - und Soldatenrat vertretenen Gvchpen. ^Tie ^ Ausnahme des deutsch-feindlicher! und nationa- Iimmien feozialnten Ptechanow habe augenscheinlich den Zweck ,,-eM Eigengewicht gegen die ausgesprochenen Friede-,isneinungen der föabeazn fozmmttscheu Mürister zu schaffen.
^^Im "Be-l Tgbl." heißt es: Sehr klug ist es, daß Tscheidse SÄ* 7*w Regierung emtvat, ländern das Präsidium deS ) Whf?V^ n n .^E^llmrates beibehält, um hier seinen ganzen :EVtchmß zur Nntentntzrmg des neuen Kabinetts geltend zu machen .. ..Germania" sagt: Borläufig l>ewegt sich die Umwälzung m Rußland ,roar immer werter nach links. Es entspricht der bis?
2 * fr Evolution, daß eine gan^' Anzahl von «! butwetzer womnllrg oder gezwungen abcaithr. Die ^ l , l!UC )*** * 441 fe tunte f<Lum noch die allernörigüen Führer ,Zfte situttute wird von du-,«r neuen Ereignissen in Rußland sehr [matiQ erbaut tetn.
Das Kricgskabinett de» britische« Reiches.
Lloyd George gab im IS? * e r ^ ? U i? fl ? rklarung ab, in der er u. a. ausführte: .Ich wurpct^ das paus nnr einem Ereignis bekannt zu machen, das \e£?Jr?t C £ l m der euglischm Verfassung bileen.
^^ert tnc.z hn Tagen h-übetr die Staatsmänner ter ü b e r s c e i s che n ^ 1 9 ^ Indiens an dc:i Sitzungen des K a b i ->
5 if k legsratc s des Reiches teilgerwmmen. Sie
«Cflierung »Ht .Verfügung stehenden Informationen & ' f den Mitgliedern der englischen Regierung voll-
NWdlg glerchgestcllt. Die «mgehendcn Erörterungen aller Lebens- ^ mglrsck^n ReickisPolitik führten zu einer wichtigen L n « l rr UI r L -' ^ uns befähigen wird, den Krieg mit gc- 9^ Vt Sir- ru führen, die von größtem
rv -ft 'O^rt der FrredensvcuHandlungen sein werden. Ter wische Eerst und die neuen Gesi.chtspunkte, die die Kollegen der JlegimnTg von der Ucbersee in die schwebenden Fragen gebracht ^effiCTimg.cuie außerordentlich wertvolle Hilfe. Mit Zuversicht kann die Regierung seststellen, daß der Versuch ein oollkommener Erfolg war Das Kriegskabinett ist einig in der Au- ’ sprachen fahrlich oder öfter, falls die dringende
^Rotwendlgkeit hierfür vorliegt, stattsinden sollen. Das Kriegs- jravinetl des RKiches wird aus dein englischen Premier- innnmer, eenicmgen nuner Kollegen, die mit den allgemeinen Reichs- t^ieqenhetten. befaßt sind, sowie aus den Premierministern dev
-auS den 'tretevi
Bestimmung der englischen ' Berfa's'snn'g^'n^-
n <! ,! U ' C r x e ^ >d^^lt.) Das Wesentliche der neuen Einrich- tung b-.^.-yr dann daß die verantwortlichen Häupter der Regie- 2%?J; *>2 mit »n Rchrun« btt 'Loi.tik des
!o2:lir b t U, i mumct .. m rcgclmäyiae» Zwischenraumcn ,u-
wmmenkommen. die n H « »n Jr r t i n o 5R 1 i *■ 4 t _.. m
Seekrieg.
Neuerdings 40 500 Tonnen versenkt.
Berlin, .18. Mai. (WTB. Arntlicch) Neue U-Bvot- Ersvlge im Atluntischen Oze-an, im englischen Kanal und in der Nordsee:
Elf Dampfer, drei Segler und elf Fischerfahrzeuge mit 25 500 Bruttoregistertonnen.
Unter- den versenkten Schiffen befanden sich u. a. folgende: Der englische bewaffnete Dampfer „Nentinoockß 3535 Tonnen, mit 5656 Tonnen Getreide von Rosamo nach Gibraltar unterwegs, der englische Dampfer „Victoria", 1620 Donnen, tief beladen, „Polynrtna", 2426 Tonnen, und die englischen Fischerfahrzeuge „Edith Cawell", „Argo" mrd „Dil- stoir ^ Castle"; der französische Segler „President", der russische Segler „Alidccksi ferner ein großer bewaffneter englischer Frachtdampfer. Die übrigen versenkteit Schiffe silhrten u. a. folgende Ladungen: Ein Dampfer Erz nach England, ein Dampfer Kohlen, ein Segler Stückgut rrach England.
Ter Chef des Admiratstabs der Marine Berlin, 19. Mai. (Amtlich.) Neue U-Boots- erfolge im Atlantischen Ozean: 8 Dampfer mit 21 00 0 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich u. a. der portugiesische Dampfer „Banreiro", früher deutscher Dampfer „Lübeck" (1733 Tormen) mit Wern und Kakao nach Rouen.
Von den übrigen versenkten Schiffen hatten geladen: drei Dampfer 9000 Tonnen Kohle für die englische Marine nach Gibraltar, zwei Tanrvfer 8100 Tonnen Erz für England, ein Dampfer 1!)00 Tonnen Roheisen nach England und ein Dampfer 7800 Tonnen Weizen von Amerika nach Frank- teiä). Der Chef dos Admiratstabes der Marine.
U-Bootangriff aus Sc.rrborough.
Berlin,^ 18. Mai. (WTB. Amtlich.) Am 29. April abends beschoß eines unserer U-Boote die befestigte eng- lilche Küsten>tadt S c a r b o r o u g h mit Granaten. Mehrere Treffer wuroen einwandfrei beobachtet.
Tcr Au griff aus Dover.
^ R o tt e r ba m, 18. Mai. lWTB.) Nach zuverlässigen Nachrichten aus England wurden durch den letzten An- 6l nst f f a u s D o v e r schwere Beschädigungen an den verschiedenen Docks verursacht. Wo für die Flotte Lebensmittel ausgetpeichert waren, wurde der größ.c Schaden beim Löschen des Brandes verursacht. Die meisten Geschosse fielen zwilchen Kearnsep imb Dover nnd vernichteten emen Flug- zeug;chuppen mit drei Flugzeugen. Zwei Torpedo- boote wurden zum Sinken gebracht. Eins der Boote hielt sich lange genug über Wasser, um die Besatzung m Sicherheit zu bringen. Trotzdem sind die Verluste beträchtlich, auch auf anderen Schiffen, die an dem Gefecht beteiligt waren. Man spricht von 150 bis 200 Toten nnd
nerstag morgen durch ein deutsches Unterseeboot rn den Grund gebohrt worden.
Arr§ bm Reiche.
Die mecklenburgische Verfassung.
- e - r ^. n ' dloi. (WTB.) Das GroßherzogLühe staatsmrnlsterrum veröffentlicht einen Erlaß des Groß- r r ifß|/ in dem es u. a. l-eißt, daß die Aenderung der Verhaltnrsse die Frage nahelege, ob nicht der ZeitpurE gekommen ,er die Verfassungsverhandlungen U J Lun eh men. Im Einvernehmen mit brni Groß Herzog von Mecklenburg-Strelitz halw es der Gwß- yerzog von Schwerin deshalb für erlvünscht, daß beide Regrerungen mit angesehenen Persönlichkeiten der verschiedenen Lebensstellungen, mit derr Ständemitgliedern und mit den Angehörigen and-erer Kreise baldtunlichst zu einer Besprechung über die Grundlagen der neuen Berfassunasvor- läge zusammentreken. Er erteile daher dem Staatsministe-
Auftrag, mit der Strelitzer Regiernng sich wegen Einleitung der Verhandlungen in Verbindung zu setzen.
« < - '^^libsetzung der Haferrationrn.
Berlin, 18 .Mai. (WTB. Mchtnmtl^Lv Das Kriegs- eriiahrnngsamt gibt bekannt: Bomdi. Juni ab tritt nn Interesse der fe>rcherstellung der Haferversorqung
o-t nnt - Änme Herabsetzung der Haferration für Zivilpferde ans 3 Pfund täglich ein. Für Pf^rdehalter ol n. andere selbstgewonnene Futtermittel kommen zum Ausgleim (£1; ^tz^ung der tzastrration erhöhte Mengen an Zusatz- und Ersatzsuttevnntteln zur Verteiluug.
Magdeburg, 17. Mai. (WTV.lDemVereindeut- scher Zei tung «Verleger in Magdeburg ist auf seine unter dem 11. Mar an den Reichskanzler in der Papiersrage ge richtete Eingabe gestern folgende Antwort zuge- gangen: a °
... .'L Neick>sle'.tung ^hal bei ihven Bemühungm, der deutfc^n dre ne das ^urchlxllten zu ermöglichen, <n:f die schunerigen Ber- Utmste der kleinen und mittleren Presse stets besonber-e Rücksicht genommen und gedenkt dies auch weiterhin zu tun. ES liegt also kcm Anlaß zu der Befürchtung vor, daß eine ein- 'v^bilnng d<^2 Druckpapiers zugunsten eirrer bestimmten Berormichergruppe ln Frage konimen könnte.
- Der Stellvertreter des Reichskanzlers: Helfferiä,.
iammen f omrae |1 , die ans war trae Politik bespreck-en und Be- schi.ussc wpen werden, m Betreff deren sie der Kontrolle ihrer eignen -arlainente unterworfen sind, die sie jedes für sich an- nehmen. werden auf diese Weise in den Stand gesetzt, einen vollen Einblick m dv schwebenden poliüschen Fragen zu erhalten und die holmk des Reiches bei den wesentlichen Anlässen beratend mttzube,tlmmen ohne daß die Selbstmidigkeit, deren sie sich jetzt §^^'<^^endwie beeinträchtigt wird. Wir versuchen nicht Irgendwelche wnstitutwnelle Entwickelungen sestzulcgen: die gaiize sFrage oer vollständigen Zusammenarbeit bei der Beratung der An- , gelegen hemm des Reiches und der auswärtigen Politik soll einer »dewn_eren Belprechnng vorbel?alten werden, die möglichst bald nach &™.% r,:rtf lt»tt''nd«n soll Siticfftit sind wir bet Ansicht, daß bet »ftfurf? orr »ilbuna TOie^ iHeuIvtatnncm, in bem ssnbien »ti- iS*? " nnE t* '"" VcrstälibiniiNst und hie Einch-
’£}t dct Bbtichttn und des Landtins ist. daß tt sich dutch.
K l ol ‘ n \W ,OTr «lauben daß « sich für alle Natwntn dos Mches c!nchchlen würde. sBerfall.) tz
Verhaftung englischer Streiksührer.
London, 18. Mai. (Reuter.) Mehrere Führer in, Mans.,>,.norbe,wrstre,k m Sheffield. Liverpool, Vocentrn, Mo '„n uni) London tourden verhaftet nnd unter An- riak c,-mellt, ivnl sie die Munitionsliescrung hindern.
«ktne interpcrlomentarische Handelskonserenz in Rom.
-H : m , 1/ Mai. 2MB.-Tic ..Agrnzia Stefan," meldet) Vlch dwn >>oitol ,,t die intervarlamcntarische Handels- ^ ^ " her Alli ierten eröffn« worden. Vertreten lind
..tvVelgien, ^rankrerch, Sngland, Japan, Porlnaal nnd t^rlnen ^.er rötlamentarische Tuma.?lussc!.«ß ließ sich wcoen «er Evwqnis).' ,n Ruchanb entschulbuwn. doch is, d« ruiliirfv ..daeor« « danachwihch (innwienb. Mnlistermasident Aosklli. mrhrt:, Vmiilfr und eine Anzahl Tipt-.-inaten noh/nen an der - -!unr t«l rer Bttm«m«srer von Rom, Fürs, Cvlo-nw, v" -säße NN Namen der Stad» milNommru. Ter Prä,ident -"on- hielt die LtofininrgSrche. Daran schloss«, sich, d.c Br» gtubnimHonivtacheil der P«rret« d« einzeln«, Länder
Ftaltenischc Anleihe in Amerika.
,,Agenzia Stemni" zuiolae
? nm
.m
t der
a r de
Mai WTB.) .. .. ,. w „ _
Äwurs'chav in Wasinngton Italien eine ^ ire Italien lurrb icttt« Einfänie durch Becmitt«
( - " . — ‘ ■- w*v t/iv -cuu.il UJIU
ebensoviel Verwundeten Unter den gefallenen Seeoffizieren war auch Kapitän Steck, dessen Bruder Leutnant Steck kürzlich als Flieger gefallen ist. Beide sind Neffen Lloyd Georges.
Versenkung eines englischen Flotten - Begleitschiffs.
Berlin, 18. Mai. (WTB. Amtlich.) Am 5. Mai ist das englische Flotten-Bogleitschiff „La v e n a e eck' von einem unserer U-Boote versenkt wordeit.
Aus Dünkirchen.
Haag, 18. Mai. (WTB.) Aus Dünkirchen wird berichtet, daß der englische Kommandant der Festung Dünkirchen die Räumung der Stadt von Frauen und Kindern befohlen habe. Die letzte Beschießung der Festung durch deutsche Flieger hat bedeuteird-en Schaden verursacht Kaiser Karl an seine Flotte.
W i e n , 18 Mai. (WTB.) Der Kaiser hat folgendes Telegramm an den Admiral N i e a o v a n gerichtet:
Tie schneidig geführten Einheiten Merner Flotte lösten jüngst die chmm übertragene Ausgabe erfolgreich, fügten dem Feinde, erlMlichc Verluste zu und zeigten, wie echter Seemannsgeist sich auch gegen einen an Zahl überlegenen Gegner zur Geltung zu bringen oennag. W«m°Ich Ilchren, lieber Mmiral Njegovan^ heute rn Anerkennung der hervorragenden Leistungen vvr deinl jVtinbc meinen Orden der .(üifernen Krone Erster Klasse mit Kiiegsdetoration und Schwertern verleihe, so Möge in dieser Auszeichnung ihres Kommandanten auch Meine ganze Uotte erkennen^ rme sehr ich^ mit ihr Alfrieden bin. Bon Herzen danke ich ollen Memen mackeren Seeleuten. Ich erflehe für sie Gottes reichsten fee gen.
Der italienische Bericht über das Seegefecht in der Strafte von Otranto.
Basel, l8. Mai. Stcsani berichtel unterm 18. aus Rom:
schütze der Duukelhett der Nacht stieß eine Gruppe feindlicher Kreuzer, der sich auch Zerstörer anschtossen, kurz vor Tagesanbruch des 15. auf einen kämen, nicht mit Truppen besetzten Trmw- portdampfer, der mit einer Eskvrtierung die Adria durchfuhr. In dem turzen, ungleichen Kamps, der folgte, wurde ein Eskvrtierung s u u t e r 1 e e b oot , ein Dampfer und ein Fischer- tahrzeug , dc rum Patrouillen dien st verwendet wurde, verdenkt. Nachdem italienische und alliierte Streitkräste, die von weiteren italienischen, englischen und französischen Einheiten verstärkt wurden, unter denen sich zwei französische Zerstörer be- wnden, an dein Orte -eütgetrosieti ivaren, floh der Feind rasch in nördlicher Richtung. Er wurde verfolgt und mit sichtlich ivirksamcm Ergebnis beschossen. Zwei reindlich? Einheiten, die von einer Gruppe teuerer italienischer Streitkräfte vlwsolgt wurden, konnteir slch unter dem Sämtze ihrer .Mstenverteidigrmg gegen Durazzo flüchte,!, während der englische Kreuzer „Darmoüth". ans dem sich der Ober!omMandant besqnd, der die Anfklärungsdivision be- fehligle, dank seiner großen böeschivindigkeit mit cincin andenm Kreuzer und unserem Zerstörer während mehr als zwei Stunden m glänzender Weise dvt^ taktischen .Wntatt mit drei anderen feindlichen Schissen des Tnps- Novara auireckst erl-alten konnte Esi gab ungefähr iD0 Sclstjsse ab. Als die stindlichen Sck-isfe in die nächste Nähe des Berg,^ von Eattaro gelonimen n-aren, traten größere seindlickie Einl-eiten aus, um die ihrigen zu unterstützen.
gleicher steil griffen unsere kühnen Soeslugzeuge, die die gegue rischen Flugzeuge zurückgeschlageu lxrtteu, mit Bomben die seind- luieu tfeck)ifsscinheitcu au. Sie konnten nachher die schweren SclMwni stststellen. welche die scindliä-en Schisiseinheiten durch diese Ae- schießnng erlitten hatten. 10 verichiedenc Apparate berichten daß einer der K'venzer, der völlig in Rauch gehalten war, nnd dessen Dmterbeil zerstört »var, in der Nähe von Eattaro zu sinken begaiur. Alle Einheiten, die an dieser Mtion beteiligt waren, kehrten nach ihrer Basis zurück. Auch alle unsere Flieger kehrten zurück.
tzoag, 16. Mai. lWTB. Nichtamtl.) Zwei F i sch ersah rzcugc M. A. 166 und Nr.M.A. -15, sind am Don-
Aus Sterbt und Land.
Dießen, 19. Mai 1917.
Adreßbuch der Stadt Eiehen,9,7.
Die Newcursqabe ein^s Gießener Adreßbuches ist ein dringendes Bedürfnis geworden. Mit Rücksicht auf die KJmueriseit Verlstiltnisse muß das Adressenverzeichnis auf die fetadt Gießen beschränkt werden. -
Demgemäß werden die Hanslisten vom Montag ab durch die Schutzleute zur Verteilung k o m m e u.
Um ein möglichst vollständiges und fehlerloses Wressen- materral zu erhalten, werden namentlich die Hausbesitzer darum gebeten, für die ordnungsmäßige Vorlegung der Hausliste an jeden selbständigen Hausbewohner zu sorgen. Es ist sehr wesentlich, daß die Hau stiften von jedem einzelnen Bewohner selbst ansgefüllt werden. Nur auf diese Weise läßt sich ein genaues ^rejjenmatenal ermitteln. Da ein zuverlchsrges Wreßbact- für jeden einzelnen Bewahrter der Stadt zweckdienlich ist, lvird sich gewiß jedermann gerne der kleinen Muhe des eigenhändigen Eintrages unterziehen.
Die ausgeft'lllten Hauslisteir werden nach einigen Tagen drrrch dre Schutzleute von der gleichen Stelle äbgeholt, an die sie ausgehändrgt wurden.
Der Preis für ein Adreßbuch ist auf 4 Mark festgesetzt.
wrrd dringend geraten, die Bestellunc von Adreßbüchern auf der Hausliste einzu. tragen, tveil infolge der Papierknappheil nur die vorher bestellten Bücher geliefert werden können.
*
Lebensmittel.
** lih stzr it tcl - Au § g ö b e. Die bei den Kleinhändlern
ver fetadt Greßen bestellten Waren körmen von den Bestellern von Drenstag den 22. Mar 1917 ab gegen Barzahlung und Vorlage hex Nähr mittelharte in Empfang genommen werden. Der Bezug kann nnr bei dem Geschäft erfolgen, bei dem die Bestellung ausgegeben wurde, ^iälnmittetkarten ohne die betretenden Onir- tmrgs. nnd Bezugsmarken berechtigen nicht zum Bezug: einzelne abgetrennte Quitttmgs- und Bezugsmarken sind ivertlos. Es ent. fallen auf Nährmittel karte A (gelbe Karte 1 auf Abschnitt 1: 100 Gramm Supvensabrikate: auf Nährmittelkarte 6 (rote Karte aus Abschnitt 1: 375 Gramm Grieß, auf Abschnitt 2: 375 Gramm ^a.serflocken in Paketen, aus Abschnitt 3: 125) Gramm Graupen aut Nährmittelkarte 6 (blaue Karte) auf Msckmitt 2: 250 Gramm Gvaupeu, ans Abschnitt 3: 100 Granrm Haferslocken (lose) an-f Abschirttt 4: 125 6)vamm Supvenfabrikate, aus ?lbschnitt 5- 100 Gramm Sago. Näheres siehe Belamitmachrmg.
** Der heutige Gemüsemarrt loar wieder gut befahren. Die Preise stellten sich für: Spargel geringere Sorte 60 Pfg., bessere Sorbe 1 Mk„ Spinat 35-^t0 Psq. das Pfund, Satat 25 Pfg. das Stück, Römisch Kohl 30'Pfg Lattrchsalat 25 Pfg., Rhabarber 50 Pfg. das Pfund, Lauch 3. 5 und 10 Pfg. das Stück.
*
** Ern neuer Roman beginnt in der heutigen Nmrrmer unseres Fatnilie-nblattes. D r e b l o n. d e D r o s se l, Lrigitral-Romalt von E. Fahrviv, ein spannend geschriebenes Werk der beliebten Verfasserin, spielt zunr größten Teil in der Rerchshauptftadt. Die prächtige Gestalt der Frau Ulrich, erner vermögeuderr Alt-Berlinerin, steift im Mrttelpmitt der Handlung. Um diese reihen sich die leben- dr.gen Figuren der „bloirden Drossel", der lieblrck-en Heidin des 9iomans, des knorrigen alten Buchhalters nebst seirrer modernen humorvollen ^Nichte. Cs taucht der verschrobene deutsclwatnerilanisctre Vater der blonden Drossel auf, dereir verwandtsck-astlrches Berhältiris zu Frau Ulrich sie selbst nicht ahnt. Der Weltkrieg, der nur als Hintergrund gemält ist, ivirst seine Lichter und Schatten über die Handlung. Die Sparnrung und Sympathie des Lesers bleibt vom Anfang bis zum Schluß des Rornarrs aufrecht erhalten. Wir bieten unseren Lesern mit diesem wirklich hübschen Rornan eine gute und geimßreitt^e Lektüre und hoffen, daß diese zmual bei unseren Leserimu.ni allgemeinen Beifall finden wird.
*
** Amtliche Personalnachrichtem Der Großherzog hat am 16. Mai den Auttsriihber bei dem '?lmtsmwicht Lampertheim, ^Amtsgerichtsrat Rudolf Br ab, zum Obmnnte* urf)ter bei dem Amtsgericht (Mernsbeim enunnu. — Der Groß - h e r z o g dal am 12. Mai den Ober-revsior Ri der II. Züsttsikattcr. abtettung der Oberveämungskanuuer, ßiechmiuugsrat ßstorg Mole r t» -törm|tafct, auf fein Ichchfucheu und unter Auerteuuung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste nrtt Wirkung vom 1. Iwn


