Gie^etter Strafkammer.
„^t»eidgfer 2brgvst P. in Gi-esten war rwm hiesigen Schössen- yernm nvgon KSrperveAetzimg zrrm ?-orlOnl des neunjährigen Bernhard P. «r einer Geldstrafe von 20 Mk. verurteilt worden. , ^ urteil vc'riolgte der Angeklagte Berufung und machte
dav er zur Zeit der Tat sich in einem Zustand krank- vafTer Storung feiner tzfeistestätigkeit befunden habe, wodurch JJ inc J r€,f Wrllensbestimmung ausgeschlossen gewesen sei. Ter Angeklagte stellte nach wie t^or in Abrede, das; er den gonanuten ■vHuigcu mit besclnchteni Fuße getreten habe. Auf Grund der Be- nieisaulnahTne wurden diese Angaben widerlegt. Nach dem Gutachten des Sachverständigen iU der Angeklagte zrvar ein geistig unnderiElger, .leicht reizbarer Mensch, der aber im übrigen 7,11: ferne Tot verantwortlich zu machen sei. Tie Berufung des Angeklagten wurde daher tvstenfällig zurückgewiesen.
D,'r Hausierer Willwlm N. von Büdingen war ivegen Betrugs zum Nawttnl des Hausierers Heinrich K. II von Wolf rwm Schöffengericht Büdingen zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt ivordeu. Ter Angeklagte bestreitet, einen Betrug begangen zu toben irr Ifat K. einen Gummimantel unter i>'r Angabe/ der Mantel fei ein echtxr, wasserdichter Gummimantel, keine Kriegslvace, er, der An genagte, habe ihn beini stärksten Regen getragen, da könne SS? .^linrn der Mantel lasse nichts durch uslv., für
..d ..u. rxrkaust Nach den Aussagen des Käufers steht aber fest, ixm der^ Mantel einen Ixtlbskimdigeu Regen nicht aus hielt und lernen chräger bis out die Haut naß werden ließ. -Auf Grund der Beweisaufnahme konnte das Gericht nicht feststellen, daß der Angeklagte, der den Mantel für 45 Mark gekauft und nur einige Tchfe nn Besitz gehabt haben irnll, gewußt hat, das; der Mantel nicht »vasserdicht sei. Der Berufung wurde deshalb stattgegeben und der Angeklagte-frcigesprvchen.
Licrndel.
. ~<J } r ® ^ a ‘. m ' 8 - ^ fli - Die H ö ch st e r F a r b w c r ke
twrun Meister, Lucius und Brüning, überwiesen aus dem G'wiun des Jahres 1916 in Höhe von 34 227 445,14 Mk. dem Beamtcn- woylfahrtssouds 1 Mill. Mk., dem ueuerriMeten Äriegsinraliden^! wnd-s 1 Mill. Mk., der Kaiser-Wilhelm- und Augnsw-StiftuNg, ! dem Arbrlteruuie'ei'.tii'i.'ngsfonds und gemeinnützigen Zrvecken zu i
jüntmen 500000 M?., dem Speziafreservefo-nds 102125 Mk., dem Borstand, dem Auflichtsrat und den Beamten als Tantiemen und ^Mtungen 2 636 580 Mk.. der Treuen Rechnung ans Vortrag 266c» ^40,14 Mk. Als Dividende werden ans 54 Millionen Mk Aktienkapital: 13 500 000 Mk. (25 Prozent) verteilt. Die Verfemung vorstehender Summen bedarf noch der tzfenehmigung der .Hauptversammlung. — Zur Sicherstellung des Kdhlenbäarss entxirbcit die Farbwerke gemeinsam mit der Badischen Anilin- uud Sodafabrik 311 Ludwigshafen die Kuxe der Zeche Elise II. Au Kriegsunterstützungen für Beanite, Arbeiter und Aufseher verausgabte das Werk bis jetzt 5 835 535 Mk. Generaldirektor Dr. Herbert von Meister-Sindlingen hfl aus G.sundheitsrück- sichten aus dem Vorstand geschieden.
veenrischtes«-
Königsberg i. Pr., 9. Mai. (L.-A.) Bei einer Segel- portie au; dem Lowentinsee bei Lotzen sind infolge plötzlichen Aufkommens -eines Orkans zrvci Leutnants ertrunken. — Die bei £ l • -Holland gelegene Ortschaft Lomp mit 62 Wohnhäusern ^kalluugen und Scheunen, ist gänzlich niedergel,rannt.
^ ^ ^ s P ftanzen der Ge mü se. (Än Fachmann über
mittelt ims folgende gute Rgtich-Läge: Bauet Gemüse T>ciüt me Losung, Und allenthalben rühren sich fleißige Hände in Feld und Garten, denn gerade in diesen) Jahre gilt cs, nröglichst früh mit den Briden fruchten auf den Markt zU kommen, und die durchras späte Frubiahr eingetretene Verzögerung ivieder auszugleichen. Tres veranlagt min nranchen Gartenbesitzer, der noch nicht die
Köpfchen hängeri lassen amd Unrettbar verloren sind. Ties gilt bc sonders für die in den lichten Jahren immer mehr migebauten Tomaten. Esi ist grundfalsch, zu glauben, das; man bei Toniaten, bei einer möglichst-srüi?en Anpflanzung auch mit einer früheren Ernte rechnen kann. Tie Tomate verlangt heiße Tag-.' und warrnr Nöchbe: w1 bst frostfreie, jedoch küble Nächte verursachen bei Tomaten e-'ne chi äuug Ml Wachstum, di.' sich durch Gelbwerden der Pflanzen lenierrbar macht, uns die selbst die hirrgebendhe Pflege nicht mehr gutmachen kann. Deshalb warte man mit dem Anpflanzen der
Toma.en bis Eicke Mai oder Arrfang Juni. Auch bei Bohnen und Gurken rst dieselbe Vorsicht angebracht, zumal in diesein Jahre, bei einem etwaigen Erfrieren der Pflanzen, ein Nachsäen wegen der großen Knappheit an Samen wohl kaum möglich ist. Bei der demnächst beginnenden Pflanzung der S p ä t g e m ü s e, achte man daraus, das; mir gemnbe Kohl pflanzen gesetzt werden. Häufig findet mau an den ^etzpslanzen schon die kleinen KR ollen (Kobl- h er nur , die dann das ganze Land verseuchen und den Ertrag in Fragc^stellen. Mit Knöllchen behaftete Pflanzen verbrenne mau. :~' cr schiene zur Knollengewinnung anpftanzen null, sorge sich 1"^ Pikierte Pflanzen. Es werden vielfach unpikierte Pflanzen für pikierte lvrkauft, und dem' Laien ist es kaum inöglich nack-zu- oo die Pflanzen pikiert such oder nicht. Es cinpflehlt sich deshalb, sich m der Gärtnerei an Ort und Stelle davon zu über zeugen, ob die Pflanzen einzeln in Reihen flehen. Nur ivenn dies der *yail ist, sind sie pikiert, und es kann mir einer Knollenbildrmo gerechnet werden.
wandern und Reisen. Lader.
7- Das Sanatorium Stolzenberg in Soden-Sal- munsrer bat aufs neue seine Pforten zur Skustrahme ovn Kurgästen geöffnet. Nach Uebepwindung einer Menge, durch den Krieg ver- ursachter Lchwierigleiten technischer und ,wirtschaftlicher Art hat 11 c Verwaltung alles vorbereitet, um den berechtigten Wmischen der Kurgäste gerecht werden zu können. Mit seiner Bahnstation La.mun,«erhoben an der HaupE-isenbalmlinie Bebra—Frankfurt am Main gelegen, tit Stolzenberg von Giestm aus über Gelnhausen schnell und bequem zu erreichen. Tie ärztlick-e Leitung liegt wie bisher m Len bewährten Händen des bekannten Naturarztes Tr. meu. >c strünckmann, dessen jahrelange Betätigung als Sana- wruimslctter d'.e beste Gewähr für gute Kurerfolge bietet. Tie Palienten smden m stolzenoerg nicht nur eine vortreffliche ärzt- lw r, individuelle Behandlung, sondern auch eine behaglict-e Unter- .unst und eine kurgemätze Verpflegung. Wer Soden-Stolzenberg ?n)l scmer vorzi'iglichen Luft, seinen wundervollen Wäldern und je men lvilir ästigen -Lol- und S prüde lbädern einmal kennen gelernt
hat, 1 —^ ' ..-
des der
Gott den, Alluiiichrigen bar es gefallen, nun auch mein i-.inigitgeliclueS Sönncheu, unser liebes, unvergebliches Brüderchen
Heinrich
Ml Aller von . Jahren seinem vor drei Tagen vorausgegangenen Vater in die Eivkgkcil abzu- rufen.
In tiefer Trauer:
Frau Henriette Schmidt und .Kinder.
Gienen -Kircheuvlatz 21), den Itt. Mai 1917.
Die Beerdigung findet Freitag, den 11. Mai. nachmittags Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus ftmt. 02N9<i
♦ •^ 9<St» ® & ® *<5> Q «ij>- © &<>& 1$^ 4 &.&.
Flämischer Abend.
Freitag, den 11. Mai, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula.
= Das neue Flandern =
Besuchen Sic am
Freitag, de» II. Mai. abends 8 Uhr. den
Vortrag
der Schriftstellerin
Frau Kathinka Kauth-Robertson. Stuttgart,
über das Thema:
„71 Uolil/mono"
M»uu Iiuiuiyuu
Derselbe findet
im Saale des Hotel Fnrstcnhof statt.
Ter Eintritt ist im allgemeinen frei: nur für die Plätze der vorderen Reibe wird Mk. 0,50 Eintrittsgeld erhoben.
fldJcllt rtrfln ,mrb bcm iWo,cu * qrc,f ’ > l,r Verfnauua
Jede.Hausfrau ist willkommcu! 62132
Vortrag mit Lichtbildern und Musik.
Hämische Lieder 1211(1 (j.C$H!lg0 9 Darbietungen aus VolIiSklillSt \ olkslobon. zur-.Schilderung von Blüte. Verfall, 'Wiederaufrichtung des flämischen Volkes, in seinem Kampfe um Dasein und Zukunft. \ orführung farbiger und anderer Licht bi hier mit begleitenden Gesängen.
Mitwirkende:
Frau Charlotte Jioerlage-lieijers.
1 rau Margare.te Wirth-Sclimitt.
Herr Ludwig Ooniay.
Herr Anton SistermailS ..
Fräulein Ella 31 üIIer.
Leiter und Vortragender:
Herr Professor'Dr. Hermann WirtII.
Sopran Alt Tenor Bass Klavier i
Bekrmntmachttng.
Der voin Gemcinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Vitlittgeu für das Nj. 1917 liegt vom 12. ds. Mts ab eine LLvche lang auf Unterzeichneter Slclle zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen können schriftlich oder zn Protokoll während der Offenlegungsfrist vorgebrach.^ werden. Es ist die Erhebung einer Unllage beschlossen, zu der die Ausmärker beizutragen haben Villingen, den 9. Mai 1917.
Großh. Bürgermeisterei Villingen.
I. B.: L e i d n e r.
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Fleischzusatzkarten.
Vyür bk Ausgäbc b-er Fleischzusatzkartcn wird folgendes bestimmt:
Haushaltungen, die haben, crhal cn
1. Tic Mitglieder derjenigen 5000 Mark oder mehr Einkommen Fleischznsatzlavteu in gelber Forbc.
2. Tie 'Mitglieder derjenigen Hanshaltungan, die weniger als 5000 Mark Einkommen haben, erhalten oleNchzusatzlarten in grüner Farbe.
^ 3. Diejenigen Personen, die etwa versehentlich au stelle der ihnen zn stellenden gelben Fleis chzui'atz karle n grüne^ Karten erhalten sollten, sind verpflichtet, auf dem. Städt. Lebensmittelamt den Umtausch der grünen oleischzusatzkarten in gelbe Karten zu beantragen. Zn- N tderhandlungen werden verfolgt.
An Fleischselbst Versorger, di.' noch Anspruch ans Reichs fleisch karten haben i Teilselbstversorger), wird für ie zwei HauLhalllingsmitglieder eine halbe Reichsflcisch- karte und eure halbe Fleischzusatz karte ausgegeben.
5. Diese Bestimmungen treten sofort in 'Kraft.
Gießen, den 9. Mai 1917. 3720B
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'ebend, sowie im geschlachteten Zustande nicht aus Hessen ausaemhrt werden. In Anbetracht dieser Berfligung L?llc '«an "ch bei vorkommenden BerkaulSfäNen von h r ; ä c " tm geichlachleiem, loioic im lebenden Zustande direkt an mich wenden. 3728
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Kartoffelverbrauchsregelung.
Für die ?lbgabe von Kartoffeln durch die Kartoffel- häudler der Stadt Giesten wird folgendes bestimmt:
1. Kartoffeln dürfen nur aus solche Kartoffel marken der L'tadt Giesten abgegeben werden, die zur Zeit der Abgabe der Kartoffeln enffprechend dem Aufdruck der wcarken Gültigkeit besitzen.
Auf Kartoffelmarken, deren Gültigkeitsdauer bereits abgelaufen ift, dürfen Kartoffeln nicht verabfolgt werden: evenfo dürfen auf Kartoffel marken, die für eilte spätere Zeit Gültigkeit besitzen, erst nach Eintritt der Gültigkeit .Kartoffeln abgegeben werden.
2. Tie .Kartoffelhändler hoben jeden Montag die in der vergangenen Woche vereinnahmten Kartoffelmarkeu mit einer Aufstellung, aus der
n) der Name des Karloffelhändlers, d) dfe von der Siadt Giesten in der vergangenen Woche erhaltene Kartoffel men ge in Zentnern,
. c) die Anzahl der abgelieferten Kartoffel marken, s!) der etwa noch vorhandene Vorrat in Zentnern ersichtlich ist, dem Städtischen Lebensmittelamt einzu- reiclwn.
Kürtoffelhändler, die gegen vorstehende Bestimmungen verstosten, soerden von ireiterer Belieferung aus- geschlossen.
3. Diese Vorschriften treten sofort in Kraft.
Gießen, den 9. Mai 1917. 3719B
Der Oberbürgermeister: Keller.
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Samstag, 12. Mai 19l7.
Tie Abnahme erfolgt durch das StLdtisck« Tieibau-
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