usfront: Nachdem die Nüssen Muschi verlassen vrrttrn mW uc noM.ick«r Richtung abgewogen waren, imirbe die >rtao£ von u n i' beseht. — An einer anderen Fvontstelle wurde cm l ' om ’o^tnbe bcicated Dorf durch eine unserer Kcwallerieabtei- lungeir überfallen. Hierbei sind ziver feindliche Offiziere und sowie sechs Mann gefangen genommen
e besonderen Ereignisse
m-eyrere Mann goto rer morden.
Von allen übrigen Fronten wurden kein gemeldet.
Angriffe deutscher Marineffngzeugc.
Einige Marine- feindliche Han-
B^rlin. 2.Mai. (WTB. Amtlich.)
'Flugzeuge griffen am I.Mai vormittag- delSschiffe vor der Themse an und versenkten einen etwa : »Ö00 Brutw-Register-Tonnen grossen Dampfer. Von den Flugzeugen ist eines nicht zurückgekehrt und gilt als verloren.
Ter Chef des Admiralstabs der Marine.
Die ttebcrlegenheit unserer Flieger.
Berlin. 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) In den letzten ?agen versuchten die Gegner durch Masseneins«tz starker Jagd- und Kampfgeschwader die Vorherrschaft in der Luft an sich zu reißen. Ec führte zu heftigen und mit Erbitterung durchgeführten Ln ft kämpfen, die den Gegner eine schwer ersetzbare Einbuße an Personal und Material kosten, ohne ihm jedoch die erwünschten Erfolge näher zu bringen. Aiich unsere Fliegertruppe erkämpfte ihre Srege mir dem Blute mancher Tapferen. Jedoch stehen ihrc Verluste in gar keinem Verhältnis zn denen der Feinde. Gestern, am 1. Mai. besiegten fie im Luftkampfe H F I igzeuge. Leutnant Wolfs schoß dabei seinen 28. und 29., Leutnant Schäfer seinen 24. und 2.;>. Gegner ab. Außerdem wurden von den Kampffliegern drei französische Fesselballons brennend zum Absturz gebrackft. Die an den Hauptkarnpffronten durchgeführten Erkundungsflüge gaben Aufschluß über die weiteren Maßnahrn-en des Feindes. Zahlreicl>e Lichtbilder bestätigen das Ergebnis unserer Erkundung. Unsere Flieger durchbrechen die feindliche Luftsperre und. klärten weit hinter den Linien ans. Auf einem dieser Flüge wurden auf Bon- logne Bomben abgeworftti. Erkundete Truppenansamm- lnngen und Laaer sowie im Marsch befindliche zbolonnen wurden mit Maschinengewehrfeuer und Bomben angegriffen. Auf dem Balkan belegte eines unserer Geschwader ein stark ausgebautes feindliches Lager mit 2300 Kilogramm Bomben. Das Betriebsstofflager explodierte dabei nrit einer 2000 Meter hohen Rauchsäule, (Ätvaltige Brände entstanden, die den ganzen Tag weithin sichtbar blieben.
Die Abschiebung des englischen Luftschiffes „C 17".
Berlin. 2. Mai. <WTB. Amtlich.) Zu dem Abschuß des e ng lrschen Lustschifses „C. 17" am 21. Llpril durch zimtt unserer Kaurpfeinsitzer erfahren wir noch folgendes.' Ans die Meldung, daß ein feindliches Luftschiff gesichtet worden sei, starteten
unierer See-Kampstinsitzer. Der erste griff das Luftschiff losort aus gleicher Höhe an und begann es aus 50 Meter Ent- fi'rnung zu beschießen. Er erhielt dabei Maschinen gewehrten er und streute femerscits den Ballon und die Gondeln nrit 400 Schuß
Als er aus etwa 20 Meter heran war, begann das Luftschiff aciüern zu brennen. Der Flugzeugführer warf seine Maschine na rechts herum, und als er das Luftschiff wiedersah, bäumte es fi am iatb stürzte dann brennend in das Wasser. In 350 Meter Höbe verschwand die Gondel in einem Meer von Flammen. Die Kette des Luftschiffes bräunten, noch etwa drei Minuten aus der Waneroberflächc. Das zweite Flugzeug sichtete das Luftschiff ln etwa achthundert Mieter Höhe und verfolgte es. wobei es sich in der gleichen Höbe hielt. Kurz vor dem Angriff, der sich ebenso luic ber des ersten Flugzeuges in äußerst kurzer Zeit abspielte, über ineg es das auf etrva 500 Meter heninterlTegangene Luftschiff ein ^9, und beschoß es aus allernächster Entfernung mit etwa '1)0 Schutz. Nach einer Wendung sah dieser Flugzeugführer eben ralls ein Aufbär mien des Luftschiffes und seinen Absturz. Das Luftschiff war ctn>a zehntauseird Kubikmeter groß und rwm Astra- Torres-Typ. Tie langgestreckten vierkantenen Gondel batten vorn und achtern je einen vierilügrligen Zug- und Druck-Propeller.
Flugkämpfe auf dem italienischen Kriegsschauplatz.
R om , 2. Mai. (WTB.) Meldung der ,,Ageuzia Stefans". In der letzten Nacht warf eine Gruppe seindlicherFlie- 6er Bomben nur Billa Dicentina. Sogleich stieg bei uns ein Flugzeug gef chloader ans und belegte, sichtlich erfolgreich, einen Flugzeugschuvpen in der Gegetkd von Triest tmt Bomben. Alle unsere Flugzeuge sind unbeschädigt zurück- gekehrt. Montag ak>end unternahm eine Anzahl feindlicher Flrr-gzeuge eirre Streife gegen Balona. Es wurden nur unbedeutendlNSchäden an Gebäuden angerichtct.
Die Revolution in Rußland.
Eine Kundgebung des Arbeiter- und Solvateurates
^ . Petersburg, I.Mai, WTB,'/ Meldung der Petersburger r-legrapoen-Agentur: Der ausführende Rat der Arbeiter- u n. d Soldaten ab geordneten hat in der Stadt folgende Kundgebung anschtagLn laßen:
„Gestern -ereigneten sich mehrere bedauerliche Zwischenfälle in der Hauptstadt. Ein junger unbekannter Mann tötete ben General Bafchtalins ki. Auf eine Gruppe von Leuten, die politische Kundgebungen veranstalteten, tvurden in dem Stadt- Viertes Bapili Ostrov Schüsse abgegeben. Daselbst sind Bomben luorden. Einige Personen. die sich als Mitglieder des mrsftchrenden Ausschusses ausgabrn, verhafteten den Besitzer eines Grundstücks. Andere Unbekannte rissen Offizieren die Achselstücke ab. Einzig und allein Geistesgestörte oder Feinde der nationalen »Freiheit konnten diese aufrührerischen Handlungen begehen rce geeignet sind, die russische Revolution bloßzustellen. Der aus- wprende Rat verurteilt sie streng und ruft alle Bürger auf, sie zu v-cchmdcrn, denn dararrige Handlungen erzeugen eine Anarchie Uno zerrütten die revolutionären Kräfte."
Lenin.
Petersburg, l- Mai. (WTDll Meldung der Peters- buraec TellssraphenAgeottur. Da der Rat der Arbeit e r- und Svldatenabge ordneten das Auftreten des RevollttionärS Len - n als gefahrdrohend für die russische ,Freiheit erklärt lprt, erschien Lenin, um sich zu veranttvort"n Aoer nach Anhörung seiner Erklärungen hielt es der Rat nicht für nötig, seine Auffassung zu ändern.
Maffendesertion an der russischen Front.
Stockholm, 1. Mai. (MM.) Die „Nowoje Wremfa" fuhrt in einer ihrer testen Ausgaben bittere Klagen über die massenhaften T'sertionen an der russischen Front und führt diese natürlich auf deutsch"
Machenschaften zurück. '
Kopenhagen. 3. Mai. (L. A.) Eiire größere Anzahl von Soldaten der Petersburger Garnison, die nach den letzten Bestimmungen des Kriegsmimsters wieder an die Front abgehen sollten, veranstalteten lärmende
Die englische Mission iu Washington.
W a s h i n g t o n, 2. Mai. (Reuters Heute hat die erste f o r - quelle Konferenz zwischen der englischen Mission und Vertretern der a me r i f <t it i i cf) eit Ztegierung ftattge- -unbeTt. Es rvurde über die Lieferung oon Lebensmitteln an die Ententeländer jutb über die Frage des für der, Transport zur Verfügung Uelenden SclnffsranmeS verymidelt. Lord Peroy erklärte, daß der Schiffbau in England und Amerika in feinem letzigkn Umfange den Anforderungen, die infolge der U-Boote an die Umfahrt gestellt Nerden, nicht genüge nrrd daß das amerikanische rrchiffalxtsamt die dringende Gefahr völlig ein sehe und bereu sei, bei ihrer Bekämpfung mitzuwirken.
. Washington, 2. Mai. (Reur'er.^ Die Regierung hält ttch,bereit, ein ttipeditionSkorps nach Europa zu senden, wwre die Alliierten daS für wünschenswert hatten, die fiir den ^ruppenrransport nötigen Schiffe dem Lebensnritteltransport zu entziehen. Der Sekretär des Stt'mtzamtes Mae Advo hat mitgeteilt, daß die erste Anleihe an Fr a itfr e t d) und Italien je t00 Millionen Dvllcn's betragen werde. Die erste Rate tut Betrage von 25 Millionen wird wahrscheinlich Italien gegeben werben.
Eine italienische Ahordunng für Amerika.
Rom, 2. Mai. (WTB.) Halbamtlicherseits wird mit- geteilt, daß die Abordnung, deren Abreise nach den Bereinigten Staaten bevorsteht, von dem Prinzen Ud ine, dem Sohne des Herzogs von Genua, geleitet sein wird. Außerdem gehören dazu: der Unterstaatssekretär im Ministerium bcS Aeußern Borsaretti, die Senatoren Gug- lielno und Marconi und dir Llbgeordneten und ehemaligen Minister Ciufetli und Mitti. Der Minister 2lrlotta, der sich schon in Ancerita befindet, wird gleichfalls der Abordnung angehören.
Llopd George wieder in Frankreich.
London, 2. Mai. (WTB.) Reuter-Meldung. Lloyd George ist gestern abend nach Frankreich abgereist.
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Die Schiffe in brasilianischen Häfen.
B e r l i n, 2. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die brasilia-- n l l ch c Regierung teilte dein Auswärngen Amte durch Ver- mrttelung der schweizerischen Regierima mit. daß sie Maßregeln treffen müßte, um eine Schädigung der oArsilianischeu Häfen durch dw Zerstörung deutscher Schiffe zu verhindern. In der von Uw veröffentlichten anrtlichen Note wird ausgeführt, d«ß die demsustn Beiatznngen Zerstörungsbandlung«n gegen diese schiffe ausgesührt halwn, die unter der Gerichtsbarkeit und dem Trchntze der brasilianischen Behörden stehen würden, namentlich lertdenc die deutsche Vertretwrg dort nicht mel)r bestehe. Es wurden ferner entgegen den Vorschristeir dcr Haseabobörden Maschinenteile Ä^..?ubere Gegenstände in das Meer geworfen. Auch hätten die ^chufsbefatzungen die 'Absicht bekundet, einige oder alle Schiffe zu verfenkm. Dre Ausführung dieser Absicht köirne die yrasilüinische Regierung wegen der zu envartenden Schädigimg der Sckßffahrt und Häsen nicht zulassen. Sie habe daher als Polizei- imb Sicherungsmaßregel, die nicht d«r El-arakttr der Beschlagnahme ttage, dem Marmemuniter befohlen, dte Schiffe durch die Marmschaften femes Besehlsber'-eickfes besetzen zu lassen, so lange die gegenwärtige Lage andauere. Die Besetzung fand in der besten Ordnung statt. Dre ittutfdxnt Besatzungen wurden, ohne daß ihre ftu'there Lebens- tveise geändert worden wäre, an Bord befaisen.
Guatemala bricht die Beziehungen zu Deutschland ab.
Berlin, 2. Mai. (WTB? Ter Gesandte Guatemalas hat tem Staatssekretär des anÄvärngen Üfintes im Mftrage seiner Regierimg mitgettitt, daß die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abgebrochen seien, und hat irm ferne Pässe gebeten. Die Vertretung der deutschen Interessen in Guatemala hat die spanische Regierung übemommen.
Spaniens Neutralität.
Bern, 2. Mai. (zf.) Von der großen Volksversannnlrmg vom vergangenen Sonntag, in der der ehemalige Ministerpräfi- derrt Maura eine Rede hielt, wird ans Madrid noch l'errchttt: Im Stierzirkus, in dem die Rede. gehalten wurde, arac unter anderem ein langes Band angebrackft worden, mit der Inschrift: „Keine menschliche Gewalt wird unsere Nentralität beugen können, sie würde, anstatt Gefolgschaft zu finden, tausendmal mit der Billi- mrng der ganzen Nation gestürzt werden." Gleim die ersten Worte Mcmras, die den Wunsch Spaniens, neutral zu bleiben. auSdrückten, wurden mit größter Begeisterrmg ausgenommen. Spanien dürfe, könne und wolle nicht in den ^rieg eintreteu. erklärte Maura. Er ließ keinen Unterschied zwischen der Blockade der Alliierten und TeutMands gelten. Zur G i b r a l t a x f r a g e sagte Maura wörtlich: „Ohne die Meerenge von Gibraltar ist es Spanien imnwglich, eine nationale Persönlichkeit zu sein. Diese Persönlichkeit ist es heute nicht. iüüU England es ihm verweigert. Wir mußte:: die Verbindungen zwischen unseren beiden Küsten sichern und das 7var nur durch die Pleerenge möglich, aber England gestattet^uns nicht, in der Straße von Gibraltar souverän zu sein. Ter Stattrsguo in Gibraltar kommt der Preisgabe unseres Anteils an Marokko gleich. Spanien kann in Marokko nicht leben, trenn es nich' die volle Souveränität über die Meerenge besitzt." Maura lehnte jede Erklärung zuMnsten der Alliierten als sinnlos ab. „Wir sind," sagte er. „Freunde Frankreichs und Englands, aber indem wir uns vmn Kampfe fernhalten. Man kann von irn3 verlangen, Sympathie für alle zu hegen, aber für den einen oder den anderen Partei zu ergreifen, wäre das Zeichen einer knechtischen Seele. Spanien, obwohl gebeugt, ist noch zu groß und zu stolz, um' der Bediente von wem immer su sein." Gewaltige Hulditffmgen fiir Maura imterbrachen die Rede viele Male.
Der Brotmangel in Holland.
Amsterdavl , 3. Mai. „AÜgenieem .Haudetsbkad" meldet aus London, der König werde heute einen Aufruf zur fr eiwillig e u Einschränkung des Brotver- b r <r u ch e s rntterzeichnetr.
Talaat Pascha.
Kundgebungen. Mehrere Ofsiziere, die
-reden wollten, wursten erschossen oder mißhandelt.
zur Vernunft
Berlin, 1. Mai. (WM.) Großivesir Talaat P asch a richtete aus München folgendes Telegrankm an den Kaiser:
Im Begriff, Teutschland zu verlassen, drängt es mich, au den Stufen des Thrones Ew. Majestät den Ausdruck der tierften Tank- barkeit niederzulegen. Ter jvohl wollende Empfang, den nur als Leiter der verbündeten Regierung Ew. Maiestät gnädigst zuteil werden ließen, wird nicht verfehlen, in den Herzen aller Ottomanen »viederzuballen, welche die größte 'Bnmmdenmg für die erhabene Person Eurer, Majestät und für Ihr großes Voll hegen, llch benütze die Gelege::heit, um vock> einmal die heißesten Wünsche für den endgültt'gen Sieg der verbündeten Arnieen zum Ausdruck zu bringen.
Wien, 1. Mai. (WTB.) Der Kaiser hat mn y 5 l Uhr lmchmitta^s, die Kaiserin um 3/*3 Uhr nachmittags den Großwesir Talaat Pascha in Laxenburg in besonderer Audienz euipfangen.
Eine Arbeitseinstellung in Budapest.
Budapest. 3. Mai. (L.-Aff Gestern vormittag zwischen kl uud 12 Ubr stellten in Budapest und Umgebung in a llen Fa- Betrieben säuttliche Arbiter die Arbeit für
b r i k e n u n d eine Stunde
ein.
Pour tc m^rite.
Berlin. 2. ?Rai. (WTB. Nichtanttlich.) Der „Reichs- atlzeigett' meldet: Dean Obersten Grafen von der Sd>itfcn- burg ist der Orden Pour le merite verliehen worden.
Seefrfeg.
England und die U-Boote.
, Bern I. Mai. (WTB.) Auf Ltovd Georges Guildb.ftl Rede bezugnehmend lagt die „TimeÄ':
Es ist zwecklos, zu lerrgnen, daß die deutschen Berechn nun gen über den. Umfang der Tonnage, die sie versenken können imirden, sich btslcrng bewahrheiteten und daß der Gleich»» mut. mit dem Ihre Drohungen hier atv'gcnommen wnrdeit. niäst anl Platze war. Zu Lloyd Georgs Angabe, die Versenkungen während der letzten Monate des Vorjahres seien zum Jahresdurchsclmftt; twn 'hunderttausend Tonnen erfolgt, und daß in den letzten drei '..'conaten dre Versenbmgen zu einem Jahresdurchschnitt tvn Mill lwnen Tonnen erfolgten, sei das schlimmste, daß die Häufigkeit der Versenkungen zu genommen habe und noch zuncbme. Trotzdem ist der Erfolg nicht der von den Deutschen erwartete: denn noch zeigten sich in England keine Zeichen der Hungersnot oder nur des Mangels, was aus kluger Belchränkimg der Einfuhr ans das Nottveudigste beruhe. Gerade dieser Erfolg aber l>at eine äußerst bedenttlche Seite, da im Publikum der gefahrlick>e Glaube erweckt wird, der Bedarf würde trotz der allwöchentlichen Schiffsverluste nicht rertürzt werden. Die Zeitung hofft, daß, wie Lloyds George angeberner hat. die Tauchboot ge fahr mit der Zeit erfolgreich nroöer- getämpft iverden würde, aber schroerlich in zwei oder drei Monaten. Vsenn es nicht doch noch zur Hungersnot kommen sollte, so sei es unumgänglich notwendig, die vorhandenen Vorräte durch die so- fortlge Einführung der Zwangsrattonierung möglichst zu sttecken. Dieser Schritt sei unvermeidlia^ Das Fcstliolten an der Hoffnung freiwillige Einschränkung könne als schicksalsschwerer Fehlgriff sich erweisen.
London, I.Mai. (WTB.) Meldung des Reuterscben Bu- ^?us. a.re „Times" glaubt zu wissen, daß Carson die Admiralität verlassen dürste wegen der Angriffe auf ihn. Diese be- ^ogon sich jedoch auf politische Streifigkeiten und keineswegs auf die Marme. Es bestellen auch keine Meinungsverschiedenheiten zwi- ftiven Kollegen in der Admiralität. Die „Times" ffigt hmzu, daß die Regierung wahrscheinlich die Veröffentli-
Tt 9 r o chiffsvcrluste in der gegcnwürfigcn Form auf- 6E, da sw rm Unterhause allgemeine Miß' rlligung gefunden hat.
Nach, der ,Daily Mai!" ist Premierminister Llovd Geo r ge im Begriff, dre Marineverwaltung umzuwälzen. Wichtige Aende-- rungen traten bereits in Kraft.
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Bern. 1. Mai. (WTB.) ..Depöche de Lyon" meldet: aus Paafis: Der amerikanische Biemnasrer „Perry Bird- sa ll" (1128 Donnen) nmrde arn 22. April an der Girondemündung von einem deutschen Unterseeboot versenkt. „Birdsall" ivar mit 11 anderen Segelschiffen, begleitet vo-ir zwei Wachtbooten.^ans Bordeaux aus gefahren. Sie hatte mit jdrei anderen Seglern etlvas Vorsprung gewonnen, als« es von dem Torpedo g-etroffen wurde. Der zweite Segler wurde durch einen Kanonenschuß schwe-r beschädigt. Ein dritter konnte entkommen. Die Wachtbovte gatreu Schlüsse auf das -coehrohr des U-Bootes ab, das u ntertauchte. Einige Stunden später tauchte es wieder aus. Es hatte mit den Wachtbooten ein Treffen, entkam ihnen jedoch.
Kopenhagen. 1. Mai. (WTB.) Das dänische Ministe- rinm des Aenßern meldet: Das dänische Segelschiff „H a- v i (a" (1421 Tonnen), mit einer Maisladung auf der Reise von Buenos Aires nach) Dänemark, ist im Atlantischen Ozean versenkt worden.
Aur dem Nekche.
Der Nerfassungsausschuh.
Berlin, Z. Mai. Der VerfassungsauSschnß des Reichstags hat sich gestern nach Beendigung der Sitzung der Vollversanrmlnng gebildet. Zum Vorsitzenden lvurde Abgeordneter Scheidemann (Soz.) gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden Dr. v. Veit (kons.).
Die Kartosfelversorgung.
Berlin, 2. Mai. (WTB.) In dom Bericht aus denr • Ernährungsausschuß des Reichstags ist als Zeitpunkt, bis zu welchem die Kartoffelversorgung sicher gestellt ist, in verschienenen Zeitungen irrtümlicherweise teils Mittr Juni, teils bis Juli angegeben. Der Präsident des Kriegs- ernähmmgscmits teilte aber in seinen Ausführungen mit. daß die Belieferung mit Kartoffeln bis zum 12. Juli gesichert ist.
Die Hafervorräte.
Berlin, 2. Mai. (WTB. Nichtamtliche Das Kriegs- e r n ä h r u n g s a m t gibt bekanM: Dura eine Verordnung' des Reichskanzlers vom 1. Mai 1917 ist, ähnlich wie im Vorjahre, durck^ eine Verordnung vom 17. Januar 1916, angeordnet worden, daß die Kommuualverbände alle H a f erv v r r ä t e, die an sie abgeliefert werden, entspreckmid den Ansorberungen der Reiclzs- futtermittelßelle und der Zentralstelle zur Beschaffirng der Heeres- verpfleuugg zur Verfügung zu stellen haben. Zur Vornahme eines sogenannten Ausgleiches iunerdalb ihrer Kreise, sind sie nunmehr insoweit berechtigt und verpflichtet, als ihnen nach der Befriedigung der Anforderung derRfichssutternrittelsie!le dafür Vorräte verfügbar bleiben. Für die Hafernährmittelbetriebe bestimmte Mangen werden durch die Verordnung nicht berührt. Ebenso bezieht mft bk. Einscbränkmkg des Ausgleichs noch auf die Stadt und Industrie laudkreise, die fiir ihre Pferde von der Zentralstelle S>arrr zuge wiesen erhalten.
An» Hessen.
Ein Wahlrechtsautrag der hessischen Sozialdemokratie.
Tie sozial de mokrafische Fraktion des Landtags bat folgender Antrag ein gebe acht: Wir beantragen, die Kammer wolle beschließen, Großb. Regierung Ast ersuchen, den Ständen akeofb Gesetzes- Vorlagen zu unteroreiLen, durch welche sowohl das LandtagSumbl - recht als auch das ^Saklrecht für tzlememde-. Kreis und Pro viuzialviwttettnrgen, inr Sinne des allgemeinen gleichen, geheimen uud direkten Wahlrechts aller großjährigen Hessen olnre Unterschied des Geschlechts im proportionalen WalLversalw^! lierbeigeführt wird.
Enteignung von Baugetärckte für den gemeinnützigen Wohnungsbau.
Abgeordneter Adelung l>at in der Zroeiten Kammer folgen- den dringlichen Anttag eingebracht: „Tie Kammer wolle Großh.^ Regierung ersuchen, mit möglichster Beschleunigung gesetzliche Be- sfimmungen in Vorschlag zu bringen, die die rechtliche Grundlage schasfiul für die Enteignung von Grundstücken zugunsten dos von Gemeinden oder Bauvereinigungeit betätigten gemeinnützigen Wohnungsbaues." Zur Begründung feines Antrages sagt Adelung: Tie Notwendigkeit der Errichtung gesunder und billiger >Nein- lvohirungen hat sich gegenwärfig mehr imr je osftitbarl. Das Reim, der Staat und die Gemeinden suchen nach Krüsten dieses Bestreben zu fördern. Erl>ebliche Mittel sind auch von Privaten für dir Zwecke d?S Kieinwohnungsbaues zur Verfügung gestellt morden, um vor allen Dingen den zurückkehrenden Kriegern Heimstätten zu beschaffen. Es besteht aber die G-efähr, daß bei der Beschaffung von geeignetem Baugelände die Sp<ckulation einsetzt, um hohe Äcwinne her« auszuschlagen. Dadurch würden die gemcinniltzigen Unternehmungen sehr gefährdet, wenn nicht gänzlich behindert. Um dem zu begegnen, müßte im öfsentlickien Ittteressc schleumgst die Möglichkeit einer zw^wgsweisen Enteignung gegeben werden.


