Ausgabe 
14.4.1917 Drittes Blatt
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Er. 87

Dritter Blatt

M. Jahrgang

Erscheint mit Aufnahme des Sonntags.

vetlage«:Sietzener ZsmilieablStter" und XieUftlatt für den Kreis Sieben".

Krankfurt am Main Nr. U686. Vanknerkehr: Ge»erbebank Sietzen.

General-Anzeiger für Gberhefjen

ramLtüZ, \ \. April \%T

ZwillingSrundoruund J eiLOfl*. Brüht'jche Unwerftlats-Buch-u.St'.mvruckerei.

R. Lange, Gießen.

Schriftleitung, Seschaftrstelle und Druckerei: Schulstrave?. Eefchäf s,lecke u. Verlag: «^61, Schriftterlung: 112.

Anschrift für Trt.ht-iachrlchttiuAnzeigerGießen.

Dir Ergebnisse des hessischen Ztaalstzaushalter.

Tus hessische Ministerium der Finanzen gibt sch^ seit einer Reche von Iahcen in dankenswerter Weise alljährlich eine kleine Abhandlung für die Finanzen des Staates heraus. Angekuüpft ^»rd dabei regelmäßig an das Ergebnis des zuletzt abgeschlossenen StaatslZaasHalts; durch eingehende Erläuterungen und Ver- weff ungen gewinnen die an sich toten Zahlen Leben, und man kann wvyl sagen, das; diese Bearbeitungen als Ergänzung des sonst vorhmtdenen Materials für den Parlamentarier nahezu unent­behrlich sind. .Aber auch der gewöhnliche Staatsbürger sollte seinen Widerwillen gegeit das ihm so tvocken erscheinende Zahlenmaterial ubenoiltden mid versuchen, sich an Hand jener ALhwttlung ein Bild über die hessische Staarswirtsck-aft zu verschaffen. Er würde dann werüger interesselos den Verhandlungen der beiden Stände- kammeru und ihrer Fvunrzausschüsse über den alljährlichen staatSvoranschlag folgen mrd erkerrnen, daß mancl>e für ihn wichtige brage häufig dort infolge seiner Teilnahmslosigkeit un- erörtert bleibt.

Tiefe kleine Schrift betitelt sichDie ErgeLmffse des Staats­haushalts" von Geh. Oberfincrnzvat Tr. Balser urrd ist kürzlich Nr ^ ^lalsial-r 1915 im Truck erschieneiven. In betreff der einzelnen Za^en^ sei aus das Büchlein selbft verwiesen, hier seien nur einige Bewertungen darüber angeschöossen. Man findet beim Turckchlättern der Lchrrtt cm verscl-iedenen Stellen den Aufdrucknatürliches Anwachsen der Staatsan sgaden." Wir möchten Hier­sein Einspruch erheben, weil wir der Ansicht sind, daß das bisherige -Anwachsen der hessischen StaatsanSgoben eher un­natürlich, als natürlich bezeichnet werden mnß. Gerade der Evieg hat uns gezeigt, an wie vielen Stellen Einschränkungen möglich früh, wenn die ernste Notwendigkeit es verlangt. Man sand z. B., daß Schulen, die getronTtt worden waren, ganz gut un^r emer Verwaltung, in demselben Hanse ihre pädagogischen Aufgaben verrickllen konnten: auf die im Bereiche der Justiz­verwaltung möglichen Und terlnreise auch tatsächlich vollzogenen Ein- schranrungen warst die ange'-ogeuL Schrift selber hin. Gewiß, man empfnidet die Einschränkung als lästig, allerlei ist an ihr auSzusetzm; aber der Kampf ums Tasein, den wir kämpfen, ver­lang: solche Opfer, und so tröstet man sich Nun wohl i Ä u f d e m ^Eviete Finanzwirtschaft wird jetzt und in naher Zukunft der Kampf um die Existenz der Bundes- sta a len e n t s chi vden. Man täusche sich nicht: Mit papierenen Resolut«)neu wird die Entwicklung der Reichsfinanzpoiitik, die tte ernmal. genommen hat, nicht ausgehalten, und daß bei einem Ausbau der direkten Neichssteiiergesetzgebung die Art an dre Wurzel her bundessdnatlichen Eristenz gelegt wird, ist für niemand zweifelhaft. Jenesnatürliche" Anwachsen der Stener- ergevlMsewobei der Natur (um an ein TiMerwort anzuknüpfen) mrt Hebeln und Schrauben stzark nachgeholsen wurde, chrd dadurch sehr unterbrmden. Bleibt es dann bei der Auffassung das natürlichen" Anwachsens der Ausgaben, so kann der Zu­sammenbruch nicht ausbleiben. Es müssen im Staatshaushalt Mmerzlrche Opevatronen vollzogen werden und z^vvr an den stellen, wo es ohne Gefährdung der enterbenden und schaffenden Stände, aus deren Wohlergehen letzten E:tt)es die Stenokraft des beruht, möglich ist. S<lZon im vergangenen Jahre wurde g großen Fehlbetrags im Staats voransckFag auf zahl- relche Er)parmsmögllchke:ten hingewiesen: es sei mir erinnert an die Tenkmalspftege, die im .Kriegsjahr 1915 noch 25500 Mark «tOTpert«, urrd an die geologische Landesanwrlr mit einem Kviken- onsatz von 51 63,i Mark Beides sind gewiß sehr wertvolle Ein- ^ungen aber m der Zeit der Not hat nran doch im Volke kein Verständnis für die TringlrclLeit solcher Wlsgoben. Hier und an viel en Linderen^ Pimkden des Staatsvoranschlags sind Ein- fcyrankungen nottg und auch durch andenveite Verwendung der

kmrchführbar, wie schon früher von uns des Näheren dargelcgt wurde.

merchang mit dem Vorstehenden' mag noch ein lera: Srr der hessischen Finanzkrisis des Wahres 1910 letzte unter Teilnahme des damaligen Finanz- Ern heftiger Kampf gegen den hessisch-preußischen Eisen- 5SJ ] schlechter Konjunktur gab den Boden für diese Agitation her. Jnzwilchen ift es aber wieder All ge­worden: m in ausfallender Weise, gleichem als Sühne für die d^aligen unvevanbaßten Ausfälle mehrt sich jetzt die Zahl ^ die in dem Gemeinschaftsvertrag, an dessen Zustandekom- ****£ un^r letziger Großlserzog ein bleiben- des ,^erdien,t hat, ein« der festesten Säulen hessi'cher Finanz, wnttlchafk erblicken Damals aber maAe rnon di« E i se n b a h n - ^ in den hessischen Finanzen verantwort-

vch und ubersah völlig, daß nicht die Eisen bahn schuld, sondern nx J >t werbende Staatsschuld in un- IJ®Pa?T^ en w»r. Wir reckmen dem Verfasser der Öerrn Geb. Oberfincmzrat Balser. zu be- And^em Verdienste ,erne FeststeNnng zu, daß , A n dem An- l tt beT . .5 efnmten Z in senbela ftun g" seit \1 b 11 ®.\( e nbahn-Schuldzinsen nur mit

L-0 ^ r Q ° n t be t etilgt ) i n d." Tiefe klare Erkenntnis kann kür die ZuNnft von größtem Werte fern, wenn sie bei allen Ressorts regelnd auf Neuansvrderunaeii einwirkt

... Zu,"' DEuslk möchten n-ir k>ewnen. das; di- ernste Arbeit, j2 £ ^' ma>1 , s f n und Urner AnsgestattiM!, q-iridm-t

A volles Vertrauen verdient! man spürt überall den sachkmdi- <w-h tatkrattmen BrNen, der in diesen großen Zeiten ^ ov-gmwart lmslcher die Zukunft verhüllt ,md die MöZ: ^^l.der Voraussicht äußerst gering ist, die hessischen Finanzen das ganze staatswesen, gesund und kräftig, gcwach- ten allen noch kommenden Stürmen, erhalten Null,

Die Gartruban-Uokonie Gießen

jst -E«^^!chen VersuchÄoirtschast des Landwirtschaft-

arr m e. 01 im Anschluß an die

All-e-LanShaitungss-tzr-e Grei^n errichtet worden. Tie Anregmig «rng von dem Alice-Franenverrrn rm Großherzogtum Hessen aus nachdem^ vorher bie Idee schon oan terfÄS P^önlK ke-^n ins «ugc ge,aM war sich aber llwer Verwirklickmn^ na^ brmgen lassen. Es gehört eben ein umfang­reicher Lechrapparat dazu, wie er jetzt durch die a^ademff^- ^suchÄmrtschaft in Verbindung mit der Aliceschule verfüg

- n«" Anstalt stellt sich zwei Aufgaben. Einmal sollen Mnge Mädchen in stadt und Land in Gartenbau uiw einfachen ^ teigen, praktischen Hausfrauen teran- gebudet werden. Für die Ausbildung im Gartenbau und Obstkvu rnmlen ihren Zweigen sorgen die Sommerkurse an der Versuchö- wirtschaft, zu denen diese ihren Feldgärtnereiöetrieb, die Stadt M»tijKen Obstmuttergarten zur Verffiqinig üelll. Feldgartnerei nne Ochtpfleg« bedürfen bei uns noch werter Forderung und sdarker Ausdehmmg. Ten jungen Mädchen aber ist Gelegenheit ba$u geboten, sich körperlich in frischer Lust zu käftigen und rhve Zeit nützlich im Ti«nstr der Volkswrrt- schast anzuwenden. Dre Gießener Anstalt soll Mutter- Mistalt we^en, aus der Wcidwe Gartenbau kolmrien im ganzen Grotzherzogtum Hessen, sowie in den Gießen benachbarten preußi­schen Gebietsteilen hervorgehen. Der Svmmerkursus beginnt 1917 ?? ^ Mittwoch nach Ostern und endigt am

ol, Ottooer. Vordergründe steht fric pvaktische llnterweismrg

neben einigen thoovetischen Stunden. Tie Versuchswirtschast bietet reiches Material znr Ettveiterung der Kenntnisse auch außerhalb des eigentlichen Gärtneveibcttiebes dar. TaS Schulgeld für den ganzen Kursus beträgt nur 30 Mark. Für Unterbringung sorgen die Sck)ülerinnen selbst. Tie Aliceschule nimmt Schülerinnen gegen gegen 100 Mark monatliche Pension auf. Lindere Pensionate stellen zur Verfügung. An dem Sommerkurs kann sich in der Alice- schule aus Wimsch ein vollständiger .HausHaltskursus anschließen, der vom 1. November bis Ostern dauert und einschließlich Mittag­essen und Nachmittogskafsee 350 Mark kostet. Es können mich Eu^ekkurse wie Kochfnrsus usw. genommen werden. Für die Aufnahme wird der Nachweis der voller'. Volksschulblldung oder der Nachweis des Besuches einer höheren Mädchenschule bis einschließ­lich zur zweithöchsten Klasse gefordert, ferner ein Mindestalter von 14 Jahren.

Eine zweite Aufgabe bestcht in der Heranbildung von Gar­tend aulehrerinnen, welche wtttere, an andern Orten zu ernchtende Gartenbaukolonien einzurchten und zu leiten berufen sind. Tiefe Schülerinnen machen einen Sommerkursus und einen vollen Haushaltungskursus mit den übrigi'n (^artezibauschülerinnen zusammen mit, irm dann in einen Oberkursus ein zu treten. Ter Overkursus umfaßt in gleicher Weise wie der Unterkursus einen L-ommer und einm Winter. Es sind auch Pädagogik (mit Lehr- puoben', Bürgerkunde, Gesundbeitslehre, Buchführung, Chemie und Nahrungsmittellehre in dem Lehrplan des Oberkursus enthalten. Tre Aufnahme m den Oberkursus setzt ein Mindeftalter von 16 Jabren voraus.

lieber die Teilnahme w«den Bescheinigungen erteilt. Volle mrsfübrlche^ Zeugnisse erhalten diejercigen Tecknchmeinnnen, welche sich einer Lchlußprüstmg unterziehen.

Tie Anstalt untersteht ein^n Kuratorium, dessen Vorsitz Herr Gebe:mrat Prof. Tr. F r o m m e- GiesVi übernommen hat. Die lausenden Geschäfte führt «der gech^tsführende ?lusschuß, dem außer tem Dorftpenden noch Frau Gebeimrat Tr. Gail, Frau Major Tr. Kramer und Herr Professor Dr. Giscvius in Gießen angebören.

Tie Geschäftsstelle der Gartenbaukivlonre Gießen hat Herr Prof. Gisevius übernommen, Sie befindet sch in dem ^andwittschaßlachen Institut Gießen (Sencken berq ~Ta^ 15 A, eine -ointmer 14) und erteilt kostenlos mlnrdlich wie schristlich auf Anfragen Antwort, sendet auf Wunsch auch das Programm zu.

Es haben sch bereits Schülerinnon angemeldet. Ter Unterricht begrwit am 16. April, doch lömien Schülerinnen noch bis zum 23. April^Aufnabene stndcn.

Ter Stadt Gießen, wie bern Kreise Gießen und benachbarten Kreisen (z. B. Wetgar, Marburgs erwächst der große Vorteil, daß die neue Anstalt für die Sch't^erinnen errechbar ist, ohne daß sie k«s Elternhaus verlassen muss«:, und ofate daß sie die Unkosten für rnne Pension aufzuwenden haben. Tie Arbeitszeit ist so gelegt, daß dw Lchülerrnnen von außerhalb her Schul- und Arbeiterzüge zur Hin- und Rückreise benilüen können. Allen KreiS- und Land- ratsämtern, sonne den Kreisschulkommiffivrren ist von der Neu- errrchttmg der Anstalt Mitteilung gemacht, ebenso den Magistraten benachbarter Städte. Sie sind zugleich gebeten worden, Unterstützun­gen für dre Lxhülerinnen zu gewähren.

Nur Stadt «nd Land.

Gießen, 14. April 1917. BevölkerungS- rrnd SterblichreitSverhältnisse in der

Stadt und im Kreise Gießen im Fahre 1916 .

Bon Medrxinalrat Tr. Walger, Giesten. ono % r *<? ^ ^tadt Gießen von einheimischen

Muttern 378 lebende Kinder geboren ^vorden. Die Zahl der Ge­storbenen rn der Stadt Giesen betrug im Berichsjahre 789, unter denen aber 445 Ortsfremde nntgcrechi^t sind, so daß die ernhchni-

l 4 i ^ tue sieben verschiedenen

AlterSAaffen^ verteilen sich tne Geitorbenen nach folgender Tabelle wobei xmr dre Ortsfremden in Klamrner setzen.

Es starben im Alter von:

Jahre: 0-1 15 5-15 15-30 3060 8070 über70

Einheimische: 39 24 9

Sr s remde: (25) (5H) - (42) Zusammen: 789 04

33

(53)

87

(178)

rM

63

(52)

89

(37)

82 öl 205 llo 126

naJS^i 64 ^ 2p® 1 k'^benon Kindern war bei

31 <ü[o ben nahezu der Halste bte Todesursache ange- m TodeSursach zählen: MterSschvÄl>e Rr 1 ( , 1} ' Diphtherie 50 (42), Kei^hust^

Ärfiorl atf) 2 (1), SJtofcnt 1 (1), TivAher« 50 (42) ffinirfitniften

18 (16), Jitbafnfot« bfr 55 (24), Tnb-ckiilosc anbcTcr

Organe 38 (26), Aku4c m r-Tul>rr 6 i 6 >-'<- g (41 Lun<rnen«-ün-

birnq 625 (11, LirchilrS in* Sa»-i« 2^, weitkrk ffranffT«* her SSnivn^wrae 21 ( 8 ), Krankheiten der Kreis-

(4) ' mit, Torm-

Sntairf) 2, andere £rmiT(>«oct 6er Der-dmw-igr«r-,anc 53 (43),

MS J- 1 av, Knnckheitm der S-enorqone 33

65 V 8 *' %JnMa»^siEi 8 (4), Sclhstnwrd 16 (7), 1 O), SSeamgtSABiyn 24 (17), <mÄe« benannte TsdeInrw.-.-en 30 (20) in* imfeS*»!«* TÄwsirrsackien 5

so iS 311 *' .&£. der Monat

82 (42h die Aemig-,tk Z-rU der Jirnr nnt 56 (35)

Im gm ifn to cii mcio; sind im J-sire 1016 insgesamt 1523 Pe^omm qesdvr^-n Berie^iMN der TvdesWlle wrte? die siebm AllersVns^n steht Wffötbcrma&at: 1

flabre: 01 1-5 5-15 15 - 30 3960 6070 über 70

Zusammen: 1528 114 119 76 121 40s 257-433~

ErftcuAch ist bei dieser Zus«!!:m«nft»Ldsig, daß die Tvdeüsnlle der Msent^en «ttersLftor nnWu^ nrr S^rmTnill Erercher tm B-rhLdus sind « in früheren Ja^enL,^ Somit tnm vvn einer nw,ni««ocn Beründerimr Skt

jefet ?mte Sft*c lern, -^enit gerade tm ÄingilingI» 10* im Juns*- »tta: wn* Unt-rern-mnmg cm serhimMiSScklsten mtrfm Bon rrnder worein «rnch die,e sehr gefürchtete uni, ^ vft t-^ich -msgehendc Mamvfre im Wochenbett undin der G<Aarve»A*« so gut wie unbekannt ^worden ist, ohne Zweißrl de4- frfo i-ns durch dm Krieg ai n-->*tts<e

>KrmV»«ise v»I^,vergchi als reichliche JünidWl Auch da-> tSoifommen tm ®6otioi sch-ml bei der setnggi ErnahrnngS«rt fetten« geworden zu sein, Au^>- rrne Lelen,sch»jche^ü i'-r^et m der LandbevSsierimg entschi*^ tcldener f al ber oiabt. Die (8«amtjabt der TsdeEle für den gcmen Kreis betr-«t 47 (für die Btai>t 31). Sin Altersschwäche ftori en t m yngen Strnä 29o (m>r Stadt 65). Sen Tranfbeitai fvrd«ten uit allen: dre Diphtherie 58 Opfer ^unaen- tiiberTulose 123 (hl d« S«dt 55). chri^e TnberkiL 68,

^ Li-rgenc^mchemg starben 114 «m

J*«en Cn7r,nkimgen d« Atmirn^arganr 84, an Krankh^ten d« 5^^ksor«n>e 144. Mi Gekhrnchlag 61, an anderen Archon, kurrgen des Rersenspsi«ns S3, tm Magen- m* -Darm-Katarrh 12 ^ auT '^ ai der.AechEngsodne 71, an Olinddarm- w Hfafcuno 11, an Kronkchnlen d« Sarnomane 47, an Krebs 102, an anderen Neub^di mgen 10 , an Letbchnord 22, an vrrm^mkrinq 38, an anderen .benamrdm Ä*esnr^chen 4< <m ontäurnbe»

Todesursachen 18. Die größte Zahl der Sterbfälle brocke der Monat März mit 168, die kleinste Zabl der Augu r mit 105 Todes­fällen. Gestorbene .oder gefallene Acilitärpersonan oder Kriegs­gefangene sind in obigen Mittellungen nicht mitgezählt.

*

** Personalnachrichten der Ober-Postdirek- ti'on Sormftobt. V e rl iehe n wurde beim <Sck>in'den aus dmn Dienste der Rote Adlerorden 4. Klasse dem Ober-Post- sekvetär. Rechnungsrat Brinkmann in Mainz und das Ver- dienstkveuz in Gold dem Kanzleisekretär A l b r e ck t in Tarm- das Hessische Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: ^Für langjälflstge treue Dienst^' am Bande des V<-rdi nstordenA Philipps des Großmütigen dem Ober-Briefträger Kaffen^ ^krger in Mainz und das Allgemeine ElwenzeichenFür lang- ickhrche treue Dienst^' bezw.Für treue Dienst^' den Ober-Post- sa)asfnern Joh. Becker in Worms und Schneider in Bad- Nauheim. An Kriegsauszeichnungen haben erhalten: das Eiserne Kreuz 2. Kl. der OssizierstellVertreter, Postanwärter Kern aus Gießen, Feldpostsekretär Dietrich aus Gießen, Ferner wurde verliehen: der Charakter alsNecherungsrccttll dem Ober-Postsekretär Weber in Bingen (Rhein), ,/rls Postsekretätt^ den Ober-Postassiftenten Harth und Nagel in Gießen, der TitelOber-Pvstassistentt" den Pvstassistenten Kurtz in Fried- m Sv- Rodrian in Gießen. Ernannt zum Bizo-

Postdir-ektor wurde der Postinspekwr v. BültzingSlöwett IS . EtatSmäßig an gestellt wurden Postsekrctär

Brrdvigkeit aus Frankfurt am Main in Lauterbach (Heffnr), die Pvstassistenben Jung und L a u tz in Bad- Nauhettn, Becker aus Sckwtten, Greb aus Butzbach, Hechler aus Nidda in Offenbach am Main, Wahl in- dmgon, H e ß l e r aus Metz in Lauterbach (Hessen), A h l h ei m aus L-aitterbach in Pfungstadt, K a l b e r l a aus Butzbach in Frankfurt a^M. Richter aus Zwingenberg (Hessen) in Bremen und Beulshausen aus Schlitz in Harm.-Munden: Teeiegravhen-, assistent Darmstädter aus Gießen in Darmstadt, Ehr­hardt aus Alsfeld in Hamburg und Weidmann aus Gießen m Frankfurt (Main): die Pvstsehilfinnen Scholz und Theis m Frredberg (Hessen), Andreas, Horn, Kruse, Orbig, Otto, Port, Reiner, Schaaf, Schramm und Walther ui Gießen. Versetzt wurde Posöassist'ent Karl Wagner von Köln nach Friedbcrg (Hessen). Angenommen wurden als Telegraphensehilfinnen: R e u h l in Butzbach, Bindewald in Gießen. Gestorben ist Pvstsekvctär im Ruhe stand H ö l z e I in Gießen. Bor dem Feinde gefallen ist der seither ver­mißte Postassistent Steinacker aus Alsfeld (Hessen).

** Schwarz-Weiß-Thcater Selterswcg 81. Der Sprelplaii von Samshag, den 14. April bis einschließlich Montag, 16. April bringt ein Hemd) Portim-6>lr'spielEva"! Ein vor-, nehmes Gesellschaftsdrania in 5 Aufzügen nach dem gleichnami­gen Werk von Richard Voß. Richard Voß, der feinsinnig empfin­dende Literal, hat mit dem vorliegenden Schauspielffitxr"! ein Werk geschaffen, dessen dichterische Kraft fesseln muß. Als zweites Stück gelangt ein zweiaktiges zeitgemcffres Tranra, bettteltWenn die Friedensglocken läuten", zur Vorführung. Außerdem ein gutes Beiprogramm. Künstlerische Diusikbegteitung.

** Torffa fern. Am 14.4.17 ist eine Bekanntmachuntz betreffendBeschlagnahme und Bestandserhebung von Torffasern (Blattscheiden von Eriopborum)" erlassen worden. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in der heutigen Nummer desGießener Anzeige^' und durch Anschlag veröffentlicht worden.

Landkreis Gießen.

N. Trais-Horloff, 13. April. Zum erstenmal ttmrde dieses Jckhr in der hiesigen Schule eine öffentliche Ent lass imasseier veranstaltet, bei der den Kindern znr Erinnerung an die Schulzeit Bücher geschenkt wurdm. Mit der Hessischen Tapferkeitsdenk- nrünze wurde im März ausgezeichiet Hermcmn Groth und Hch. Kraft. Tie Hindenvurgspende ergab in imserer klei­nen Gemeinde, von der 3 /s Arbeiterbevölkerung ist, ein recht er- freuliches Ergebnis. Unter anderem wurderi lunentgelllirb abge­liefert: 360 Eier, 20 Pfd. Mehl, 21 Pfd. Zwiebeln, 18 Pfd. ge­schälte Gerste, 6 Pfd. Speck und Wurst. Tie Sachen wurden von jungen Mädchen aus unserer Gemeinde gesanrmelt und verpackt., Der Hilfsverein Deutscher Frauen in Berlin sandte aus seiner Gö­schen Nasse an die hiesige Schule einen.namhaften Betrag, der unter die bedürftigsten Kriegersainilien der Genceinde verteilt wurde. Nächsten Montag, am 16. April, abends 8Vs Uhr, ffndet im Schul- k&t ein Vortrag über die Lebensnrittelversorgung der Städte statt. An der Zeichmmg der Kriegsanleihe beteiligt sich unsere Gemeinde sehr lebhaft. Am Sonntag vor Ostern wurden allein durch einen Vertrauensmann, der von Haus zu Haus ging, 4300 Mark gezeichnet.

Hessen-Nassau.

ül. Limberg, 12. April. Der 18 Jahre alle Rangierer Josef Michel aus Elz kam gestern abend auf dem hiesigen Dshnhof beim Rangieren unter die Räder und zog sich schwere Verletzungen zu. Er wurde nach dem St. Vinzenzhospital gebracht, wo er in be­denklichem Zustand darniederliegt. Angehörige des hiesigen Landsturm-Bataillons zeichneten zur 6. Kriegsmllcll-e bcs jetzt 370 300 Mark. _

TiirchLiche Nachrichten

Sonntag, den 15. April. Quasimvdogenitt. Gottesdienst. In der Stad tkirche. Samstag, 14. April, nachm. 2 Uhr: Beichte für d. Konfmn. aus d. Matthäusgem. und deren Angehörige Pfr. Mahr. Sonntag, 15. April, Dorm. 9Vr Uhr: Konfirmation d. Kinder aus d. Matthäusgem. Feier des heil. Abendinahls. Pfr. Mahr. Abds. 6 Uhr: Pfr. Schwabe. In der Johanneskirche. SaiTrstag, 14. AprÜ, nachm.

2 Mw: Beichfie f. d. Konfkrm. aus d. LukaSgemeirrde u. derer: An­gehörige. Pfr. B echtol s heimer. Sonntag, 15. AprÄ, vorm. 9Vs Uhr: Konfirmation d. Kinder aus d. LickaSgemeinde. Feier d. heil. Abendmahls. Pfr. Bechtol s h e i m er. ?lbds.

6 Uhr/ Pfr. Ausfeld. Mittwoch, 18. Api'il, abds. 8 Ubr: Kviegebetstunde Pfr. Bechtols hei ?ner. Wartburg, evangel. Jünglings- und Männer-Vercin, Tiez- ftraße 15. Sonntag, 15. Apvil, abds. 6 Uhr: Vortrag. Gäste stets willkommen. Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jeden Mittwoch, von 67 Uhr f die jüng Abteil. Jeden Samstag von 67 Uhr f. die alt. im

Johannessaal. Bibelkränzchen für Mädchen aus der Johannes Mm ein de. Jeden Dienstag von 67 Uhr im Johannessaal. Sonntag sver ein für Mädchen. Jeden Sonntag-Nachm. Zusammenkunft, Tiezstt 15 p

Kirchberg. Sonntag, 15. April, vorm. 10 Uhr. Konfirw. (Kollekte.'' Mainzlar. Mittwoch, 18. Dprll, abps. 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan G u ß m a n n.

Natholische Gemeint.

Samstag 14 April. Nackxn. 5 Uhr u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Bcrcht. Sonntag, 15. April Weißer Sonntag. Vorm. 6V2 Ubr: Gelegenh z. hl Veültt Vorm. -Uhr: Sb Messe Vorm.. 8 Uhr: AusttA.' 6.% IKnnitS D-orm. 9 Uhr: Hochamt mtt Predigt. Feier der erkttn hl Kon», nrunrml der Kinder. Vorm. 11 Uhr: Hl. Mes^e. Dtachn. 3 Ubr- Andacht mrt Segen. Montag, vorm. 8 Uhr ist ein Amt für Ne Lwickonnmmikanten Dienstag u. F-reilag, abds 8 Uhr ist Krisos. blttandacht.