Ausgabe 
18.4.1917 Zweites Blatt
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Nr. 90

Awrktes Zlait

X 6 t. Jahrgang

Erfchrmt tSglich :nit AuSn«chme kl GomUag».

©eilten:Girtzeaer KeEe«bl3tter" und ..«reisblatt für de« Lreir Sirtzc«".

poflschrckkonto: Krankstttt am Main «r. U*86. Vankveriehr: Se»erbebast Gieße«.

Gktzek« »nzelger

General-Anzeiger für Gberheffen

Mittwoch, ,8. Sptfl M

Z»»MtngSrundorrick und Verlag: BrühlfcheUnwerntätr-Buch-u.Steindri-ckerei.

R. L an q e, Gießen.

rHttftleirvn-, GeschLsirsteSe und VrNüerei:

Schulstraße?. Geschäftsstellen. Verlag: «Ebl, Schrift lenung: LE 113.

Anfchriftfür Tr^htuachrrchten: AnzetgerDießer..

Arrr Hessen.

Festsetzung der Brot-) Flrischrationen.

Abg. v. Brentano hat zu bein bekannten Antrag Köhler fönenden dringlichen Antrag in der Zweiten Kam­mer gestellt:

Die Gvoßh. Regierung und bezrv. KrirgSern Lhrwngsünrt be- ickbfrchttgen für den Ausfall an Brot eine ziemlich rmerheblrckst,

» Steigerung der Fftischversorgung von der aus den 16. 2lpril säenden Woche an erutreten zu lassen. Damit ist der: Bedürf­nissen der Bevölkerung, insoweit solckre rrctTeibend ist, st«uig gedient.

Gs muß Fürsorge gcktvoffen n«rden, daß der Mitttckstcurd und die schwer arbeitende ArbeitersckMft nicht nur tatsächlich die Zuftatz- pvrtion erhält, sonder:: auch zu erträglichen Preisen, und es nnhscn alsbald Vorkehrungen aetrofftn ivcrden, daß nicht Stockungen in der Zufuhr eintreten Mer Versprechungen nicht gelMlten werdend

Bekanntlich steht fest, daß Hessen. trotz seiner Notlage außer­ordentlich erhebliche Kartoffelmengen in andere Bundesstaaten, hat liefern müssen, ja angeblich jetzt noch Kartosseln über die hessischen Grenzen abgeben muß, ,wälwend man ihm gegenüber die Ver- spvechunge:: und Verträge wegen Viehanlieserung nicht gehalten hat. Solch' Tinge dürfe:: in der heutiger: Zeit nicht mehr Vor­kommen, wenn nicht ernste Zustände eintreteir sollen, für welche dann diejenigen die Vercmtuwntnng zu tragen hchen, welche es gegeberven falls an d-r nötigen Energie fehlen ließen. ,

Für den 1. M-ai Werder: die Schweinepreise um 20 bas 25 Pro­zent hevabgesttzt, ^ . r or .

Die Folge wird eine massenhafte Abschftchttmg oder doch Ab­stoßung des Viehes sein, da die Besitzer die guten Preise noch ge­nießen wollen. Es ist deshalb mit einer erheblicher: Zufuhr an die Biechhändlerverbände zu rechnen. Diese Verbände beliefern nach Angaben der Zentrale für tzeeresvertrflegurrg große Fabrrke:,, welche Tanerwarc Herstellen. Es wird glaublxrst behcuiptet, daß einzelne Viehtzcindlerverlmirde zrrrzeit an verschüchrme rndnstriene UnLerneyr'rungen erheblich mehr leberrde' Vieh liefern, als fte nach de» bestehenden Amveismrgen zu liefern verpflichtet smd. ^

Die Unternehmungen, welchen mehr Vieh als besteht an- gMesert ruird. können folches ofttnaks we^en Mangel an Enrrich- tungen :md Leutenvcmgel nicht rasch ablchlachten. Die Folge ist, daß das Vieh in unzureichendem Z»rstttnd in den Stärkungen, Waggons usw. länger verbleiben muft, als vorgeseher: war, :md> daß es zugrunde geht, jedenfalls schlechter wird und an Gewicht verliert .

Es wird deshalb der Airtvag gesiEt, Großh. M:m,terrmn zu ersuchen, mit der Heeres Verwaltung unverzüglich in Verbindim g KN treten, damit, falls die Vichhändlerverbände mehr Vieh zur Verfügung fteben, als vertragsmäßig für Heereszwecftzn liefern ist, die überschüssigen Däengen den Konrmrmeu zur Verfüg!mg ge­stellt werden, in denen ein Notstand vorhanden ist.

Es wird serirer der Antrag gestellt, Großh. Minrsterium zu ersuchen, dafür zu sorgen, daß vom 1. Mai ab e,ttspreck«end der Senkung der Schwetnepreise auch die Preise für Schwerneflepch mttspvvchend herabgesetzt werden. Ferner möckste Großh. Minrsto- rium^ crnheimgegeben werden, zu veranlassen, daß größere Kommu- mllverbäntw ihre Vorrat«, di- sie in dankenswerter Weise als Dauerware angestrmmelt haben, icfct schon und bis zur Ernte zu Tnöglichst gerirrgen Preisen dem Mittelstmid und den Schwer­arbeitern zur Verfügung stellen.

Das Backen von Kuch-en und Torten.

Abg. Damm hat in der Zweiten Kammer folgenden dringlichen Antrag eingebracht:

Die Kwmner wolle beschließen, die Gvoßh. Regierung Ni ersuchen, bei der zuständigen Stelle dahin wirken zu woll-enUrß das Backen von Kuchen und Tarten gänzlich verboten wird.

Am hm Rriche.

Aend-rung des Wahlgesetzes in Hamburg.

Hamburg, 14. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Senat unterbreitete der Bürgerschaft einen Antrag, nach welchem in Rücksicht auf die Erfahrungen der Kriegszeit der Senat der Meinung ist, daß die unter anderer: Verhältnissen ein­geführte Verteilung der wahlberechtigten Bür­ger auf zwei nach dem Einkommen getrennte Wählergruppen angesichts der heute veränderten Sach­lage nicht ferner beizubehalten sein werde. Um eine Aenderung des Wahlgesetzes schon jetzt vorzu- beveiten, damit sie alsbald nach Beendigung des Krieges bei den Bürgersckaftswahlen angewendet werden könne, sollen Vorarbeiten in die Hand einer aus Mitgliedern des Senats nnd der Bürgerschaft gebildeten Kommission gelegt werden. Von den vereinigten Liberalen war bereits vor einiger Zeit eine entspreche:^ Anregung ergangen.

**

Aus SLH-t und LnnS.

Gießen. 18. April 1217.

S-onntagsarbeit auf dem Lande. Land­wirtschaftliche Arbeiten aller Art, sei es Feldbestellung, Ernte, Ausdreschen, Dnngfahrrn und andere Arbeiten mehr, sind wahrend der Kriegs zeit auch an Sonn- und Feiertagen erlaubt. In diesem Jahre, in dem die Destellungsarbeiten durch die lang andauernde Frost­periode um Wochen im Rückstand sind, ist es aber geradezu na terländifche Pflicht jedes einzelnen, alles daran zu setzen, um die für die Acker- und Gartenbestellung noch gegebene Zeit durch äußerste Kraftanspamrung <mszu- :mtzen und auch an Sonn- und Feiertagen die Arbeiten in Feld und Garten nicht ruhen zu lassen. Ein Unterlassen der Bestellungs-arbeiten an Sonn- nnd Feiertagen würde eine Berzügerung verursachen, die nicht mehr eingeh-olt werden kömrte und eine Schädigung des Vaterlandes bedeutet.

** Die gemeinnützige Rechtsberatungsstelle des evangelischen Arbeitervereins wurde im ersten Vierteljahr 1917 von 69 Personen in 82 Fällen in Anspruch ge­nommen. Entsprechend .den jetzigen Verhältnissen ivcrr die In- anspruchnahme auf dem Gebiete der Arbeiter versichern nc der Kriegs Versorgung, sowie in sonstige:: mili tärischen Angelegenheiten (Unterstützung der Ange­hörigen der Kriegsteilnehmer) besonders rege. Von den Rat­suchenden wäre:: 60 von Gießen, die übri.sen auS den Orten Golzheim, Heuchelheim, Leih»«st-rn, Näder-Befsingen, Pohl-GSns, Schadenbach und Stomberg. Die JmochpLubnahme erfolgte von 37 »oetvllchen, 22 männlsthm Per^m«n. Hiervon waren 32 An­gehörige von KrieMteilnehmsrn, 37 sonstige Personen. Dein Berus? rurd? gehörten 30 Persaner: dein ArbeiterstL«dc an, 17 waren Ge- werbctreibeiche, 14 kleine:mb mittlere Beamte, 8 sonstige Personen. Bon den erteitat Auskünften betrafen: Arbeiterver­

sicherung 31,Angestellten Versicherung 2, Kriegs­

versorgung, Unterstützung der Angehörigen der Kriegsteilnehmer nfw. 23, Steuerfragen 10, Bürgerliches Recht 8 , Verschiedenes 8 Fälle. Außer der Erteilung von Rat und Auskunft, die 67 Konferenzen er- forderte, war .die A7rs«rtigwrg von 54 Schriftstücken notwendig, die der: Rotsuchendcn von der Bevatungsshelle gegen Ersatz dev baren Auslagen (für Unbemittelte kostenlos) angefertigt wurde::. Weiter erfolgte in Arbestervers^erungsangelegenl^iten die Vermittlung unentgeltlicher Vertretung vor dem Reichs versicherungsamt Berlin. S-omeit es sich um die 'Angehörigen ein gezogener be^w. um Hinderb k^ebene ge­fallener Kriegsttälllehrner Hechel de, wirrden den Ratsuchenden die erforderlichen Unterlagen beschafft bezw. die Verhandlungen^ mit den maßg-ebenden Behörden usw. geführt. Auch m gchchäftL'ichen und sonstigen Angelegenheiten stftnd die BercMvrgsstelle den Angehörigen der (Änberirfene:: Für Seite. Mit dem 1. Januar 1917 ist im ^Interesse der M.:swärtigen Ratsuchenden rnsostmr eine Erweiterung der Tätigkeit der Beraiungöstelle eingetreten, als m:ßer den DienstLgs und Freitags, abmws l l / 2872 Uhr, ststt- ftndenden Sprechstunden auch Sonntags von 23 Uhr die-lickr- keit geschaffen wurde, die Beratungsstelle (Schisfenberger Weg 16111) in Änspruct) zu uebmLm.

Landkreis Gießen.

H. Aus der Rabenau, 17. Ap-rst. In der Pfarrkirche zu Lontwrs wurden an: 15. d. Mts. 60 Kvnfirmcmdei: aus^ de,: beiden Kirchspielen unserer Rabenau vom zweiten Geistkichen in Londorf, Pjßrrrer Hamburger, ksnftrmiert. Bei der hohen LÄezechl drr dies­jährigen Konftrinanden war bcachMnswert der Unterschied in der Zahl der Knaben und MLdilM. Gegen-über 30 Mädchen waren 50 Knaben erschienen. Die Bez-vohuer unserer Rabenau haben es bei der Zeickf-'runA ztur 6. Kriegsanleihe nickst fehlen lassen. In allen Törscru nmrden hohe Summen sowohl vM: dew Erwachsenen, als auch in den Schuten gezeichnet. Sc» wurde alleiu in Londorf olmc die Anßenzeichmmgen gegen 68 000 Mk. ge.zeich- net. Viel trugen diesrncA zur ErlanK»g der l)»hen Aeickprungs- ergÄnrisse die Briese unserer FeDgewren bei, die ihre Angehörigen zu eifriger Beteikigimg mi der Kriegsanleihe ermahnten. In Londorf und Rüddingshausen wurden nrit dem Bechirn des neuen Sckju.lja.fres ein hilfsdienstpflichtiger Abnurient und zwei Abitu- r:e:ttim:en als Lehrer und Lehrerümez: wcch^Ld der Kriegs^eit eingestellt. Aus dm Feldern ^begimtt cs nun lau-sam lebe^ig zu werden. Der raufte Frühlingswftch ftat ftatt Bod«: g&#t ar:sge- trocknet, so daß hier und da schon mit dem Stürz«: der Aecker be- gsmre:: wird. Mit der Wintersrucht ist nwn im Taft zufri^xn. Auf dm Höh^n tzabm manche Felder durch dm streirgm Frost Sckjaden ge^mnnu^.i. Ter zeitweile einsetzmde warme Regen lockt allmählich die ersten Grasspitzm aus den Wiesm, so daß es auch b«.kd bei der zu erhosfeadm zunehmendm Erwärmung daS ersechtte Grünsutter gcckm wird.

-I- G r 0 ß c n - L i u d e n, 18. Llpril. Schlosser Pl. Kraus- k 0 v f und seine Ehefrau Katharüre, geb. Schmidt, feiern heute das s^-est der silbernen Hochzeit. Fvrstwart L>ei pp, der lcurge in Meßm beim AusbtLnmgspersonal war und zuletzt dm rumänischm Feldzug nritgenurcht hat, ist z:rm llnteroffizier befördert wordm.

l_j Grünin gen, 17. April. Hier wurdm gestern 7 Mädchm und 11 Buben durch unferm Lftcksgeistlichm, Pfarrer Weber, konfir­miert.

l_I Holz he im , 17. April. In Holzhem: und Dorfgill wurden von unseren: Orts geistliche::, Pfarrer Freitag, 19 Bubm und 9 Mädchm ft-nftrmiert.

m. Hungen, 16. April. Bei der gestern in der hiesigen evangelischm Kircl-e abgehallenm Kvnfirmationsfeier wurdm 41 Kinder (26 ^mbm inib 19 Mädchm) einge^gnet.

** Inheiden, 18. April. Tie am letztm Lwrmtag in Jnheidm gesammelte Hindenburgspende hatte nachstehmdes Ergebnis: 500 Lier, 30 Psd. Speck, 2,6 Pfd. Fett, 24 Pfd. Dauer­wurst, 16 Pft>. Butter, 66 Pst). Mehl, 40 Pfd. Dörrobst 31 Pfd. Hülsmftüchtc, 48 Psd. dlepfel, 10,5 Pfd. Zwiebel, 6,6 Psd. Meer­rettich, 11,4 Psd. geschälte Gerstü, 5 Psd. -Suppensachm, 150 Psd. Kohlrabi, 6 Psd. Gemüse und 16 Pfd. Honig. Don einzelum AnsnalMm abgesehm, tmrrde überall reichlich ga^ebm. Bei eurer Einwohnerzahl von mir 400, wovon Vs noch Arbiter sind, ist das Ergebnis der Sammlung sicherlich recht gut zu rrehmeiu

ft! Lang-Göns, 17. April. Durch unseren Plärrer Weber wurdm 14 Brrbm und 20 Mädchm aest-ern konfir­miert. Willy Weber, S«hn des Jo Hs. Wrlh. Weber, wurde die Hessische Tapferkeitsmädaille verkichm. Ferner erknelt die hessische Tapferkeitsmedaillc Heinrch Frey II., Käsesabrikaut und Landwirt, urid Wilhelm Belten, Landwirt. Letztgman:tte stehen von Anfang des Krieges drauße:: in: Feld.

** N 0 n n e n r 0 t h, 17. April. Das Eiserne Kreuz erhiell der Gefreite Hch. Z i m m e r , der seit Dsmrr^r 1915 üni ^ek»e stehL.

** Reinnhardshain, l6. ApoL. Dem Unterofsizier Hein­rich Graulich, der seit KriegsLegim: im Westm kämpft, wurde, nachdem er im Sommer 1915 die Hessische TapferkeitÄnedaille er­halten hatte, nunmehr tnu% das Eiserne Kr<mz 2. Kl. verliehm.

** Rödgen, 18. April. Ter Landsturmm»«nn Mkhelm Stein, Fahrer bei einer Munitionskslorme, wurde zum Ge- freitm befördert nnd mit dem Verdienstorden ausgezeichnet.

** Röthges, 16. April. Ers.-Nes. Heinrich W i n n II von hier erhielt das Eiserne Kvertz 2. .N. <fo machte die Karpathen- kÄnpfe mrt und wurde verwmchet. Jetzt steht er bei ünar Sttrrm- abteürmg im West«:.

s Kreis Büdingen.

# Geiß-Nidda, 16. April. TaS Eiserne Kreutz erhielt der Kanonier Heinrich Keller in cinom Feld-Art.-Regt.

H- Kohden. 18. April. Tft Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Fahrer Heinrich Franz in einem Fuß-Art.-Regt.

Kreis AlSfetd.

e. Storndvrf, 16. 9lpril. Ter früher hier die::ftlich ver­wendete Lehvcr Friede«!)' Roth, zuketzt in Sprendlingen (Kreis Qsfenbach a. M.), ist im stK)ftschen Kra?ckmhaus in Darmftadt einem schweren Niedmleiden erlegm, das er sich während seiner Einberufung zum Militärdimst zugezogen lxrtte. Ende März :var er nach lwi-edeÄ-okter Einziehung zu den Fahrrei: als dimftrmtaug- tich mttassen wordm. Er hbrterläßt eine Witwe mit 4 Kindern.

Kreis Lauterb mH.

rr. Schlitz, 18. April. Wieder hobm zwei Kmnpftr unseres Städtchms ihr ftlnges Leben fürs Vaterland lassm müssm. Es sind dies der sNatvose Heinrich Hahn und der Grenadier Johannes B e r n g e s. Hier finden trotz der auch hierzulande bestehende:: .Knappheit an Lcberisnritteln 22 Offmbacher Ferienkinder «ruf 4 Wochen und 17 Küider ans den: wostfälischm Industriegebiet für den ganzen Sommer unentgeltlichL Annahme. Es verdient hervor- gehoben zu werden, daß zahlreiche Familien, die dies«: Kindern A:.chm!)me gewähren, nicht Serbbr-ws^og-cr sind. In der nahm Pfarrei Kvmtzersgrnnd Irndm 16 Kinder aus Offtnbach nud 1 aus Westsalenlaud AarfnalMe.

Kreis Schstten.

kll 2 a udach, 16. April. Gestern wurde« i* der lKeft--n evan­gelischen Kirche von Pfarrer Mbrt 32 KonfirTnanden 15 Mäd­chm und 17 Knaben eirweseynet. Heute sind von ihrm El­tern 36 Kinder zum ersten Schurgang ei:^eführt worden.

8 Aus dem oberen BogelSberg, 17. Apeil. Schon seit einigen Jahren wurde lvohl auch durch die sich immer mehr steigernden Holzpreise gerade in diesen .Tagen, wo man noch

nicht den Pflug und den Wagen bespannen konnte, mit der Axt und Sage ausgerüstet, dein Felde den ersten Besuch abgestatteft Galt es doch danuüs, nieift nur, dem Landmarrne hinderttche» Holz wegzuräumen, damit ihm im Sommer beim Mät-en zu weit in die Wiesen ragende Hecken nicht den Grasschnttt schädig­ten oder in engen F-cchrwegen über hängende Llestr den sch oev- beladenen Heu- oder Fruchttvagen abstreiften. In däesem -o^bre dient unstreittg diese Arbeit doch einem anderen Z^^ck. Durch die teuren Holzpreise der Raunnneter 25 bis 30 Mk. mutz nun rna«cher Baum im Felde umgehauen werden, um billigere- Holz M beschaffen. Die Regierung 'hat ja auch dm Notstand der Bevölkerung erkannt und den Minderbemittelten die Selbfterntr des Holzes in dm ausgedehnten Waldgebieten erlaubt, wovon auch schon fteißig Gebrauch gemacht wird. Nur liegt im Walde noch zu viel Schnee, welcher das Auslesen und Befördern des Holzes zu sehr erschwert. Der vergangene eiskalte Winter, der nun schon siebe:: Monate die Zimmerhrizung bmöttgte, hat eine Unmrng- Holz verzehrt.

KrelS Frledderg.

Q. Bad-Nauheim , 17. Aprü. Die Eroffmmg der S0 m* merkur erfolgte vorgestern unter sehr günstigm Bedingungen!. Dos Wetter war schön und der Besuch des ersten Konzertes der Shit* kapelle recht gut Als Leiter der täglichen Konzerte ist an Stelle des zum Kriegedimst einberufencn Kapellmeisters Brimo Weyers-» be r g Paul P ir m a n n getretm, der von früher bei uns bestens bekannt ist.

ft! Dornholz hausen, 17. April. Vier Buben und vier Aäädchm wm.'d2n hier kon firmiert.

!_! Grünin gen, 17. April. Auch unsere Gemeinde üeteilrg^ sich an der Aufnahme von 60 Pflegekindern aus WeslsaLau Unsere Gemeinde zählt erst 714 Einwohner.

Starkenburg und Nheinhessen.

Fc. Von der Bergstraße, 17. April. Trotz der noch immer unfreundlichen Wittevmg Legirrnsn hier allenthalben dro MandekbLume, ihrm Mütenschnnick zu entfalten.

Hessen-Nassün.

ra. Biedenkopf, 17. Apttl. Tie DereinstÄig^eit derj Kreisviehkasse im cneri Geschäftsjahr eine Aus­

dehnung errevbt, wie ri.»ch in lern: Fahre zuvor. Neu aufgenom> mm wueden 780 Mitglieder, die Beitrüge vmch'm um 50 033M!. urtd das Versick)-erunsskapital stäeg von 5 671640 Mk. auf 8 080 490 Mk. An EntutchdftMAseu wuvden geleistet für 55 Pferde (einschließlich FoljftnverlustLn) 43 574^0 Mk.. für 162 Stück Rmdvieh 44 322,20 Mk.. für 501 Schweine 42 307,70 Mk. nutz für 105 Zieger: 3077 Mk. Von diesen Entschüdiaungm entfallen! «rf dm Kreis Biedenkopf 56 569,70 Mk., .Kreis Briftn 3268 Mft, T'cklkreis 3388 Mk., Kreis Fr«n.ftnherq 3656 Mk., Kreis Kirchlam 13 940 Mk., Krers Marburg 47 871,70 Mk., Kreis Metzlar 2686 M«nck und Kreis Wittgenstein 1909 Mk. Die Llnsdehnung der Ber> sicherung auf Schafe wurde von jetzt ab beschlossen.

--- Frankfurt a. M., 16. April. Nach Mtteilungen dert Regierung zu Wicsbadm hat die Stadt Frankfurt rund 20 000 Kinder für eine:: drei>- bis vierwöcheirttichm Aufenthalt auf best Lande angemeldet. Tie Stadt Wiesbaden meldete 3000 Ki:ck)er o*. Tiefen Anmeldungen eattspricht die Zahl der bisher zur Aränahn« der Stadllbwer bereiten ländlichen Familien noch nick)t iin ent­ferntester:. Um alle Kinder die Wohllat eines LaudaufenthaÜS amießm zu lassen, ermahnt die Regievimg die ihr nnterstellt»oi Lehrer airfs ernstlichsde, in ihren Dorfgemeinden dahin zu 'nnrftll^ daß möglichst alle Familien sch an dem Liebeswerke beteiligen. Jede Landfamilie kann dies um so mehr tun, da nur ^esmido 5kinder aufs Larck> geschickt werden, da ferner bei Unfällen ein« bestmdere Versicherung in Kraft tritt und bei Erkrankungen bes Kommunalverbcmd die entstehenden Pftegekosren überrlimntt.

X Hanau, Ib.^pril. Nach schwerer Krankl-eit ist Geh. Sanitätsrat Tr. med. Moritz H a r t m a n n , Hosartzt des Land­grafen von Hessm, gestorben. Seit 1903 war der Verstorbme Vor­sitzender der Merztekammer für die Provinz Hwssen-Nassau und Mit­glied des ärztlichen Ehrengerichts Hofes für die Provinz Hessen- Nassau, seit 1903 Mitglied des Ausschusses der preußische:: Aerzte- kammer, seit 1906 Mitglied des preußischen ärzckichen Ehren­gerichts Hofes.

Uirche »rnS Slchuke.

D Frankfurt a. M., 17. April. An: Dienstag, 24. Llpril, vorm. 10 Uhr, tagt imBasler Hoft die diesjährigeNieder- Wöllftädter Kon seren z". Nach:-er Eröffnung, Tm- gangsbetrachtung durch Pfarrer W a l d e ck - Wohnbach, wird sie vor allen Dingen zwei Borttäge beschäftigen, einen von Pfarrer Missig, Dad-Nanhein:, übervom heiligen Albend- mahl und vom deutschen Abendmahl," den anderen von Pfarrer Lic. Tr. Bert, Weisenau, über,chie Seelsorge an der akademischen Jugend, bes. Den Studenten der theologischen Fakultä t." Ta mittels in denselben Hotel m:ch die hessische Missronskonftrmz tagt, dürfte der Besuch der beiden Bersammlungei: sehr gewinnbringend sein, vielleich empftehlt eS ftd> in brr Kriegs zeit überhaupt die kirchlichst Tagungen tn ähnlicher Weise zusammenzillegen.

vevmrßchSe-.

Hochwasser.

* Lau bau 16. Aprll. (WTB. Nichtamtlich.) Durch den seit heute früh anhaltenden starken Jftgen wurde der Altlauben-Bach, der seinen Laus mitten durch die Stecht nimmt, zu einem reißen­den Flusse und trat weit über die User. Viele in der Nähe d^ Baches gelegene Hä2lser stehen bis in das erste Stockwerk mtter Wasser mtb mußten geräumt werden. Der angerichtete Sck)aden ist bedeutend nnd dürfte bei fortdauerndem Regen zu einer ernsten Gefahr für einzelne Stadtteile werden. Auch die Queiß ttat aus den Usern und übersckIvemmte weite Streben und die Straßen verschiedener Ortsckiaften des Queißlales, doch wurde hier durch die Talsperre bei Vkarllissa bis setzt größeres Unhell verhütet

wandern und Reffen, väder.

Duttki einen Teil der Presse geht eine falsche Notiz über daS Bad Hersseld,, die auf eine Stillegung derselben schließen läßt.

Dasselbe ist mit seirven schönen Kurcmlagen aus dem Besch eiruer Miinrgesell sclxrft in den der Stadt Hers seid übergegangsr, die seit Anfang 1916 ba& Kirrbad mit bestem Erfolg weiterführt.

Ücknißsckizt zur FlShjghrKeßkÜliiig

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