des Mnzkers Hai sich gemve in «cf h« Sr^all«m>cvattze als
klug und n-eife erwiesen.
Vkikitärdebcrtten wird's nach dem Kriege nicht mehr geben, willig loird die rolle Rüstung an Heer und Flotte und ihr starker Ausbau bewilligt werden.
Das Gewirr der 4000 Kriegsverordnungen, die Kriegsgesellschaften und der Kriegssozialismus werden verschwinden. Unser inneres Leben >oird beherrscht sein von den: liberalen Prinzip der gleichmäßigen Heranziehung aller Staatsbürger zu den Rechten und Pflichten, der Entfesselung und Nutzbarmachung aller Kräfte, die im Volke schlummern, zum Dienste des Staates.
Wir grüßen den Kaiser anläßlich seines Oster- erlasses und danken ihin.
Aber, so meine ich, wir wollen keine Umwälzmigen wahrend des Krieges, nur Gedanken, Erwägungen, ^Vorbereitungen. Wir wollen uns während des Krieges zusammenscharen unter einer st a r k e n Führung, zu dar die Nation jetzt mit um so größerem Vertrauen emporblickt.
Für Reformen und Kämpfe, ohne welche sie nicht herbei zu- sichren sind, haben wir jetzt keine .Kraft übrig, keine Zeit, noch nickst einmal Druckerschwärze und Papier.
Wir wollen warten, bis unsere Feldgrauen hebnkehren, mit ihnen Irrollen wir das Haus neu einrichten.
Jetzt wollen wir dafür sorgen, daß dem Feinde neben dem ehernen Panzer der Heeresmacht die goldene Rüstung der Fr n an z kraft vor die Augen trete. Werben Sie für die sechste Kriegsanleihe, zeicl-nen Sie die sechste Kriegsanleihe?
(Schluß folgt.)
Vierte Generalversammlung der Hcsscnkaffe.
h. Tarmstadt, 10. April.
Die Zentrallasse her hessischen landwirtscho f tl kfcn Genossenschaften trat heute vormittag IOV4 Uhr im Kaisersaal zur Abhal- timg ihrer 4. ordentlichen Gonevalversannnlung zackammen. Die Versammlung war von den Vertretern der crngeschlossenen Vereine aus dem ganzen Lande stark besucht. Der Vorsitzende des Anssichtsrats, Herr Bürgermeister Becker-Sprendlingen lRhein- hessen), cröffnete die Bersammb.rng und begrüßte die Erschienenen Und besonders die behördlichen Vertreter. Direktor Mager gab eine nähere Erläuterung über den Bericht des Vorstandes für das 4. Vereinsjahr, worüber bereits berichtet worden ist. Am .Tage
der Generalversaumrlung waren der ZentvaKasse angeschlossen 1 290 Kroditgerrossensü-aßen, 20 Bezugs- und AbsatzgenossensckZaften, 4 Mollereigenossensck-aften, 19 Wi.nzertwnsvsensch-aflen, 4 sonstige Genossenschaften, 3 Zentralgesck-äftsanstalten, 3 EinzÄMitglieder, aus 35)0 Dtitglledern mit 948 GesclZaftsanteilen, die eine Haftsumme von 948 000 Mark bedingen. — Die angeschlossenell Gen-ofsen- schaften verteilen sich mit 128 rrnd 343 Geschäftsanteilen ans Starken bürg, 152 und 448 Geschäftsanteilen auf Nhernhessen, 170 und 157 Geschäftsanteilen auf Oberhessen. Die Genossenschaften hatteri bei der Zentralkasse Ende Januar 1917 4 505 000,33 Mark Verbindliclikeitl'n, 21985 811,93 Mark Guthaben, Ende Februar 1917 5 081 297,64 Sfarrf Verbindlichkeiten, 24 694 344,49 Mark Guthaben, Ende März 1917 5 184 612,57 Mastk Verbindlichkeiten, 28 082 342,35 'Mark Guthaben. Ter Umsatz in den ersten drei Monaten des neuen Jahres beträgt rund 172 000 000 Mark. Tie Kündigungseinlagen bis heute betragen rund 2,1 Millionen Mark.
Eine Aussprache über den Jahresbericht erfolgte nicht. Ten Bericht des Anfsichtsrats erstattete Bürgermeister Becher, der prs- besondere über die Prüfung der Jahresreclxrung und Bilanz, so^we über die Borsckstäge zur Verteilung des- Reirrgewinns nähere Mitteilung machte. — Tie Versammlung genehmigte daraufhin ohne Aussprache die Jahvesrechnnng urrd Bilanz und stimmte der Verteilung des Reingewinns inr Betrage vorr 84 033,61 Mark zu, nachdem als Rücklage für Kriegsgeirinnflauer und Ausfälle an Förderrinnen i0 000 Mark znrüchiestellt wrrrderr.
Im Anschluß hieran gab auch der .Kommissar der Großh. Regierung, Herr Regierurrgsrat Dr. Michel, von Borstarrd und Aufsichtsrat seinerseits einen kurzen Bericht über seine Tätigkeit.
Der Staatskommissar wandte sich dann den künftigen 2luf- gaben der Kasse nr. erörterte kurz, daß das Eigen kapital treute iw keinem richtigen Verhältnis mehr zu den Sparein lagen stehe die sicher auch im Frieden fortgesetzt an steigen würden, und daß somit eine .Kapitalserhöhung von seiten der Kasse ins Auge zu fasftn sei. Nack) seiner Ansicht sei die Kasse beute viel mehr eine große landwirgsckastlickre Sparkasse als eine Getdausgleichstelle, und diese Entwicklung werde sich mit jedem Jahr verstärken. Ter Frieden bringe der Kasse zweifellos neue Aufgaben.
Geh. Oekvnomierat Walter wandte sich als Vertreter des Verbandes der landwirtschaftlick>en Genossenschaften gegen das Verlangen des Staatskommissars auf Einsicht in die Nevisionsberichte imb rechtfertigt die Haltung dagegen. Gewäst denk Bestimmungen des Genosse.nschaftsgesetzes habe jede Gerrossenschaft das Recht, zu verlangen, daß ihr Bericht absolut geheim gehalten werde. Es sei unrecht, nur die landwirtschaftlichen Genossenschaften unter staallickie
Kontrolle zu stellen; wenn das geschehe, müßten auch alle anderen Genossenschaften staatlich kontrolliert werden.
Nach kürzerer Aussprache beschloß die Versammlung auf Anregung des Vorsitzenden mit allen gegen einige Stimmen, den Wunsch auszusprechen, daß dem Ersuchen des Staatskommissars auf Einsichten die Berichte entsprochen werden möge.
Die darauf folgende Wahl von drei Aufsichtsratmitgliedern geschah durch Zuruf. Es wurden die ausschcidenden Mitglieder Kaufmann Göttmann-Höchst i. O., Bürgermeister Schmidt-Echzell, Bürgermeister Bcckiw-Sprendlingen, Rheinh. einstimmig wiedergewählt.
Der Aufsichtsratsvorsitzende gab darauf einen kurzen Bericht über die gesetzlichen Revisionen und deren Ergebnis.
lieber die Festsetzung des Gesamtbetrages, welchen Anleihen und Spareinlagen nicht überschreiten sollen, wird der Grenzen, welche bet Kreditgewährungen an Genossen cingehalten werden sollen (§ 49 Genossenschaftsgesetz) berichtete Direktor Mager. Darnach erklärte sich die Versammlung damit einverstanden, daß die Grenze für Kweditgewährimg vom Vorstand aus 200 000 Mark und mit Zustimmung des Auffichtsrats aus 500 000 Mark festgesetzt und die Höchstgrenze von 10 auf 25 Millionen erhöht wird.
Nachdem dann auf Antrag des Vorstandes noch beschlossen worden ivar, eine Aenderung der Dienstanweisung dabin eintreten zu lassen, daß die Tagegelder von 10 auf 15 Mark erhöht- und die Vergütung der Fahrt zweiter Klasse bewilligt wird, hielt Direktor Mager noch eine kernige Ansprache über die sechste Kriegsanleihe, worauf die Versammlung einstimmig folgeirde Entschließung annahm :
„Tie, vierte ordentliche Generalverscnnmlung der Zentralkasse der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften e. G. m. b. H. zu Tarmstadt erklärt es als selbstverständliche heilige Pflicht der ihr angesckstossenen Genossenschaften, deren Mitglieder und Kundschaft, für die sechste Kriegsanleihe alle in der nächsten Zeit entbehrlichen Betriebsmittel zur Verfügung zu stellen. Jede GenossensckM soll mit ihrem Kundenkreise zeichnen. als ob cs von ihr allein ab- sstnge, daß durch die Zeichnung der Sieg des Vaterlandes gesichert • fei."
Finanzrat Dr. S chrod gedachte mit Worten wärmster Anerkennung der Werbetätigkeit der landwirtschaftlichen Genossenschaften für die Kriegsanleihen, auf deren Erfolge diese mit berechtigtem Stolze blicken könnte:!.
Nach weiteren vaterländischen Aufforderungen zur Werbetätigkeit für die sechste Kriegsanleihe schloß der Vorsitzende die Versammlung um Vs2 Uhr mit den: Wunsche, daß die nächste Generalversammlung wieder im Frieden stattsinden möge.
Tiefer3cdütfeift und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass mein herzensguter unvergesslicher Mann, der treu sorgende Vatter seines Kindes, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Schwiegersohn, Onkel und Pate, der ,
Landsturcunanii Karl Herbert
am 6. April 1917 im Alter von 43 Jahren an den Folgen seiner am 12. März 1917 erlittenen schweren Verwundung im Feldlazarett verschieden ist.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Fran Katharina- Herbert geb. Wickenhöfer 11. Kind Frau Karl Herbert Wwe. als Mutter Famiüe Oberbriefträger Wickenhöfer nebst allen Angehörigen.
Giessen (Teufelslustgärtchen. 8), Biedenkopf Gnstavsbnrg, den 12. April 1917. 02213
M
Von langem schweren Leiden erlöste am Mittwoch früh 8 l l% Uhr der barmherzige Tod meine liebe Frau, unsere .ernte Mutter
Frau' There »e Tatze
geb. Uibrich.
In tiefem Schmerz:
Fmannel Titze, Lokomotivführer a. D. Schwerter Hosa
Trohe, Rödgen, den 12. April 1917. 2938
Die Beerdigung öndet am Freitag, nachmittag 2 Uhr, in Trohe statt.
M
m
Todes-Anzeige.
»den und Bekannten es, hoffnungsvolles Z
Erwin
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung/ daß unser liebes, hoffnungsvolles Zwiliingssöhnchen
Bekanntmachung.
Betr.: Bedthädtgunq unserer Anlagen.
In levler Zeit hüuleu sich die Beschädiguirgen unserer HochsoannungSleitnngen und Trau. »vrmaioren-Z tallonen. ES werden Owlaloren und Fenster mit Steinen zerworfen, die Wunde, Türen und Läden der Transivrulaloren-Stationen mit Schinutz beworfen, mit Kreide beschrieben, zerkratzt und berat, mehr.
Wir setzen deshalb für die Ermittelung der Täter bis aus weiteres für jeden EirrzelfaH Mk. 50.06 iFünfzig Mark) an Belohnung aus, die dann zur Anszabluua gelangt, wenn die Täter gerichtlich bestraft sind. In besonderen Fällen sind wir bereit, eine Erhöhung der Belohnung eintreten zu lassen.
Für Schäden und Unglücks fälle, welche durch Beschädigungen unserer Hochspannungs-Anlagen eimreren, lehnen rvir jede Verantwortung ausdrücklich ab.
Frie be -g. im April 1917. 2929
ElektrifcheUeberland-AnlagederPrsÄmzOberhesfen
Dle Bau- und Betriebsleitung: v. Stadler.
gestern morgen 3 Uhr nach kurzem schweren Beiden im Alter von V* Jahr entschlafen ist
Im Namen der tieftraneruden Hinterbliebenen:
Familie Rudolf Klotz.
Großen-Linden, den 12. April 1917. 2951
Die Beerdigung findet Freitag, den 13. April, nachm. 3'/, Uhr statt.
(Höhere Privat schule Sexta — Oberprima)
Aufnahme neuer Schüler ederzeit Gute Erfolge.
Einjährigen-, Priijnaresfe-,
A bi tn He st teil« priifsi ng.
Durch den Besuch der Unterstufe genügen Kinder unt. 14 Jahren dergesctz'icheu Schulpflicht (Minist Verfügung vom 13. V. 14).
Näheres durch Direktor Brackemann, Ludwlgstr.70,Fernr 633
__ y
Beadü wiqe meine
Wiese
neben der früheren Alrien- Brauerei als Grabgelände zu oerpachren. Näheres bei Heinrich Meister, Seirers- weg 57. 2895
Siratgkrste
Bezugsschein vom KreiSamt erst solange Vorrat, liefert Gut Warthof 2868s bei Gründers.
FRITZ IOWACK
Au&*ts»ttungs«G£8&häft und Wäs^he-Fsbarik
öffseite sa
Gross© Sortimente in allen Preislagen und Werten.
Bitte die Schaufenster-Auslage za beachten.
2940
Giessener Paedagogium
(Private Höhere Lehranstalten)
A PapfHnnftiiun* Sexta-Oberprima, kleine Klassen, individ. Be- ' «*t*uayuyiJtll. tzgndlune. Arbeitsstund, unt. streng. Aufsicht
Einjährigen-, Primareife-, Abiturientenpröfung.
B. Handeisrealschule:
„Nemätz Berordnuns des BundeSratS tritt am 16. April 2^ Uhr morae»S «»stelle der mitteleuropäischen Zeit wieder die Bimmerzeit in Kralt. Tie B«bnhoiSuhcen werden 2^ Uhr ««rgenS «nf3-Uhr vor»ekeitt. Zur Ueberleitnna dO-Bu^rkehc» «u»dermitieieursp«tschenin die Eomrner- K«d tm 15. und April vlfuber»nnen*m den Absahrl- und AnkrmftSL«,len einiger Züge ersorderuch, die in einer aus den Z7ah«hö'en anshängenden Bekanntmachung au- famn'ense'teüt sind." 2J>2lSi
Köniali^ - ^'senba^n^ircktsn», ).
äiü liiticriip liiiö Atlurbelteil osit C’ütcn
sowie Verkauf von atten Hutzutatcn emvstelilt sich . Wclniiardt 02too üöibnfm hr. 811.
I. Realklassen Untertertia - Untersekunda: Kaufmännische Ausbildung. y Einjlfuigenprufung. II. Oberklasse: Jahreskursus zur kauf
männischen Durchbildung für solche, die Einjährigenzeugnis besitzen. III. Musterkontor.
C fein Zöglinge beider Abtlg. Charakterbildung
^ lUl durch ernste Arbeit und Pflichterfüllung.
* ,T Beste Verpflegung. Häuser im Park - Musik - Sport.
Drucksachen und jede Auskunft durch Direktor Brackemann, Ludwigstrasse 70, in der Nähe der Universität, Fernruf 633 und 953.


