Ausgabe 
26.4.1917 Erstes Blatt
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Der neue Generalgouverneur in Belgien.

Berlin, 25. April. Der General der Infanterie von 77 a Ikenhausen, bisher Befehlshaber der sechsten Armee, ist unter Beförderung zum Generalobersten z!um General­gouverneur in Belgien ernannt worden.

* 11 ' 2o. April. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Sta t se r hat an den neuernannten Generalgouverneur von Belgien, General der Infanterie Frhr. v. Falken^ hauten, nachstehendes Telegramm gerichtet:

Ich bäte Sie heute zum Generalgcmverneur in Belgien er- urumt. Genre hätte Sie an der Spitze der sechsten Armee be­lassen, um Ihre aneir.nuue Befähigung als Truppenführer dem Deere auck- ferner zu erhalten. Der Tod des Generalobersten Frei­herrn von Bissrng hat aber die Neubesetzung der Stelle des General- m Belgien uotmendig gemacht und hierbei ist meine gepallew Ihre Laufbahn, und Ihre hervorragende Bewahrung in allen Ihnen bisher übertragenen Stellen, Ihre mrr wohlbekaimte Einsicht und Tatkraft geben nnr die sichere Gewähr, dar; Sie auch diese besonders wichtige und bedeutungs­volle ZtÄlr. in dercnr UebertulMurg Sie derr Ausdruck meines besonderen Vertrauens erblicken mögen, zu meiner Zufriedenheit und Mm Wohl des Vaterlandes versehen werden. Ich vermag auar diese Gelegenheit nicht vorübergeten zu lasscu, ohne Ihnm meine besondere Zufriedenheit mit Ihren loährend des Kriege^ geleisteten vortrefflichen Diensten anszudrüchm und Sie meures königlichen aankes hierfür und meiner gnädigen Gesinnung zu versichern!

Ter bulgarische Bericht.

Sofia, 25. April. (WTB.) Generalstabsbericht.

M a^z e d 0 n i s ch e Front: Zwischen dem Wardar- und

Do sran-See mährend des ganzen Tages heftiges feindliches Artillerieseuer. das zeitweise, besonders südlich von Dojran, ziemlich erbittert wurde. Gegen Atend rückten östlich von Matchrukovo scindlichc Ijnsanterieabteiluugeu vor, wurden aber durch unseü Feuer versagt. Aus der übrigen Front rcils schwaches Artillerie- teuer.

RUwänisch e^F r 0 u t: Ein Monitor, der vom St. Eleorgs- kanal her iunsere Stellungen östlich Mahmudia besähst, tourte durch Feuer vertrieben.

Der türkische Bericht.

K 0 nst an t in 0 pel, 24. 2tpril. (WTB.) Amtlicher Hecrcs- vericht. Irak front: Aus dem rechten Tigris-Ufer kam cs am 22. Avril zu einem neuen Gefecht. Auch an diesem Tage gelang cs uns, ^dcu ? c i n d l i che n V 0 r m a r sch a u f z u h a 1 t c n lutb wnn Feinde sehr rmpsindliche Verluste zuzufügen. Nachdem zu Beginn des Kampfes ein feindliches Kckoalterieregiment, das gegen uliseren linken Flügel Vorgehen wollte, verlustreich abgewiesen worden lvar, griff später stärkere feindliche Infanterie unseren linken Flügel an. Gegen Abend wurde diese Infanterie noch durch Kavallerie und Panzerwagen verstärkt. Ta, wo cs dem Gegner gelungen war, in unsere Stellungen einzudringen, rourdc cr durch Gegenangriff mit dem Bajonett wieder h i n a u s g e w 0 r - fen. Nachdem so alte Angriffe des Feindes abgewiesen tvarrn, wurden unsere Truppen planmäßig in neue Stellungen nördlich von Samara zurückgezogen. Auf dem übrigen Teil dieser Front kam es zu keinen Geseckstshandlangen.

K a u k a s u s - Front: Leiche Gefechts tätigleit herrschte nnr auf dem linken Flügel. Hier gab der Feind wirkungsloses Ärtil- lcriefeuer ab und beleuchtete verschiedentlich unsere Stellung mit Scheintoersern und nahm sie auch zeitweise unter Maschinen- gcwcbrfeuer.

Sinaisront: Am 22. Llpril nachmittags war das Ar­tilleriefeuer bei Gaza zeitweise heftig. Am 23. April vormittags war es sckswächer. Der 23. 2lpril verlies im allgemeinen ruhig. Am 24. April erschienen ein feindlicher Kreuzer, ein Kanonenboot und ein Transportschiff vor Akaba. dcack) einer heftigen Be­schießung, zum Teil unter Verwendung von giftigen Gasen, ver­suchten die Engländer, deren Stärke auf zwei laufend Mann gesäwtzt wurde, sechsmal vergeblich, zu landen. Die Mvschx- irr Akaba wurde durch das feindliche Schisfsfeuer zerstört. Durch die Beschießung verloren Nnr sieben Mann, darunter zwei Tote.

Aus der übrigen Front keine besonderen Ereignisse.

Bon der Revolution in Rußland.

Petersburg, 26. 2lpril. Das Organ des russischen Arbeiter- und Soldatenrates fordert die SV"* 1 * 'Hing cuf, Massenversammlungen und Kundgebungen! für die Schließung eines soiortigen Friedens zu veranstalüm. Tie Leven.,urcel- frage nimmt in sveitcn Teilen des russischen Reiches täglich eitlen drohenderen Eharaklec an.

Kuropatkin gefangen gefetzt.

Haag, 26. April. 1 B.T.) General Kuropatkin als Gene­ralgouverneur von Turlestan ist mit /einem Stabe gefangen gesetzt worden. Er hat an den Ministerpräsidenten und den Krirgs- minister ein Gesuch um Bcrwendung an der Front gerichtet.

Gutschkow in Odessa.

Odessa, 25. April. MTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Kriegs minister Gutschkow be­sichtigte hier die Garnison und die Kriegsschiffe mid hielt Reden an die Soldaten und Seeleute. In dem Bertreteransschnß der Sol­daten und Offiziere von Odessa erklärte er, schon aus den Schlacht­feldern m der Mandschurei habe er die Fehler der militärischen Organisation Rußlands kennen gelernt und sein Leben ihrer Ver­besserung geweiht. Er sprach auch von den Schwierigkeiten, die ihm dabei von Vertretern wie dem früheren Kriegsminister Suchom- linow bereitet tvvrten seien.

Der rufsrsche Oberbefehl an der rumänischen Front.

Petersburg, 25. April. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphen-Agentur. General T s ch e r b a t s ch e s f ist zum stellvertretenden Oberbefehlshaber an der rumänischen Front er­nannt 'worden. Oberstkommandierendcr ist der König von Rumänien.

Wilsons Kriegstätigkeit.

Bern, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Lyoner Blät­tern zufolge hat Präsident Wilson gestern die von den bei­den Kammern bewilligte Sieben-Milliarden-Anteihe unter­zeichnet. Der Gesetzesantrag betreffend das Ausfuhrverbot setzt fest, daß sofort nach seiner Annahme ein Sonderaus­schuß die Durchführung des Gesetzes überwachen soll. Zu­erst wird der amerikanische Verbrauch berücksichtigt und so­dann der für den Bedarf der Alliierten notwendige Teil reserviert. Erst dann kann der Ueberschuß an Neutrale aus- gesührt werden unter der Voraussetzung, daß der notwendige Schiffsraum vorhanden ist.

Amerikas Finarrzleistrrrrgen für den Krieg.

Washington, 25. April. (WTB. Nichtamtt.) Meldung des Reuterschn Bureaus: Die Regierung wird wahrscheinlich noch heute beschließen, Großbritannien 20 0 Millionen Dollar zu leihen, ohne die Ankunft der britischen Obliga­tionen, die als Sicherstellung dafür dienen sollen, abzuwarten. Dieser Betrag ist nur ein Teil von dem vollen Anteil Großbrilan-i üiens au den drei Milliarden, die den Alliierten zu- gedacht sind. Er soll zur Deckung dringender Erfordernisse dienen. Eine ähnliche Anleihe dürftze demnächst Italien gewährt werden.

Das größte Kriegsschiff der Wett.

Bern. 25. Avril. (WTB.) Lyoner Blätter melden aus W a - N, in gt 0 n den Stapellaus des größten Kriegsschiffes' der Welt, des Ueber-Dreadnoughts , New Mexiko", der eine

Wasserverdrängung von 32000 Tonnen besitzt.

Die Rahrnngsmittelberchränkungen in England.

Bern, 24. April. (WTB. Nichtamtlich) Gegenüber den Be- ichwerden über die tägliche Zwiadme der Nahrungsmittel-- beschränkungen schreibt dieTimes": Nur Leute, die noch nicht begreifen, wie ernst die Lage auf dem Lebensmittelmarkt werden mag. können das Anscknwlen der Verordnungen und Auf­rufe kritisieren. Die Lage ist in den letzten Wochen viel kritischer geworden. Das Publikum hat kein: Milderung der bestehenden Be­schränkungen, sondern noch riet drastischere Bestimmungen zu er­warten. Um nachzuweifen, daß de Besthränckungen bisher keines­wegs dringend sind, faßt dieTimes" dieselben folgendermaßen zusammen:

1. Der Weizen muß.bis zu 81 Prozent ausgemahlen sein und ihm wenigstens 10 Prozent anterce Mchl beigemischt werden.

2. Brot darf erst zwölf Stunden nach der Fertigstellimg ver­kauft werden.

3. Die Herstellung von Vl-nwrteig und leichtem Gebäck ist verboten.

... i- Verwendung von Weizen, Roggen und Reis außer für Saarzwecke und den menschlichen Gen uh ist verboten.

5. In den Klubs und öffentlichen Speisoanstalten dürfen einer Person höchstens 8 Unzen Brot, 2 Unzen Mehl, 12 Unzen Fleisch und sieben Zehntel Zucker, nachmittags zwischen 3 und 6 Uhr höchstens 2 Unzen Gebäck veraösolgt .werden. Ferner werden wöchentlich ein fleischloser Tag und fünf sartofsellose Tage ein- gcführt. In -Privathäusern soll Xr Wochenverbrauch von Brot aul vier, an Fleisch aus Jhs und an Zucker auf V» englisch Psnnd pro Kops besckwänkt werden.

Bern, 24. April. (WTV. Nichtamtlich.) Obwohl die Nayrungsmittelfrage in England zur obligatorischen Rationierung aller Nahrungsmittel drängt, ist'das Nahrnugsmittclministrrium englischen Blättern zufolge abgeneigt, Nahrungsmittel- F arten wie tn_ Deutschland ern/arühren. Eo halt vielmehr M- nackst anIwm System der teilweise obligatorischsten, teilweise frei- wckligen Speistbeschränkung fest. Gemäß der ,.Times" erwägt tms Ministerium die Einführung eines vom Institute of Hygiene entworrencu Rationeirbuches, in welches die Händler alle ent­nommenen Wareiunengen ciuzutragen haben. Eine Verordnung des Lebensnntteskvn,trolleurs verbietet vom 28. April ab die Ver­wendung von Weizen und Roggen anster zur Saat und Mehl- bereitung und die Vcrtvendung von Mebl und Reis außer für mcu'ck-Kche Genu".-.-a>ecke Tie durch die Order in Council vom 20. April dem Lcöensmittelkon t rollenr Llord Devrmport verliehene Befugnis, alle Pläüe, wo Lebensmittel für den Verkauf ange- fertigt, augeliefert oder herorrichte: werden, in Besitz zu nehmen, wird gemäß derTim's" eine einchncidende Wirkung auf D-otels und Restaurants ausübcn.

Rotterdam, 25. April. Der ,.R. Rott. Cour." meldet aus London, der Präsident des Landwirtschastsamtes, Pvöthew, habe gestern im Unterhaus einen Gesetzentwurf über die Weizen- erzeugung eiugebra-cht, demzufolge die inländische Er­zeugung von Weizen dadurch gefördert werden solle, daß den Farmern für die Dauer von sechs Jahren Mindestpreise für Weizen und Laster garantiert )v?rden, ferner dadurch, daß Mrndestlöhnc für die in h°r. LMrdmirt-ckist beschafriaten Männer und Frauen sowie jrlgendlich Arbeiter sesttze^etzt kvrrden.

* * *

Frankreichs Fleifcheinschränkirng.

Be rn, 25. Avril. -WTB. Richt-amtl.l Pariser Blättern zu- folge errtärte Violette in seiner Begründunq der neuen Bekannt­machung über die sleisck/ostn Abende, daß durch diese Maßnahme hoffentlich 30000 Stück Vieh monatlich bereitgestellt werden könn- teu. welche künftig für die Verproviantiernng der ?lrmec fehlen wurden, falls nicht unverzüglich einschränkende Maßnahmen für den.I-leischVerbrauckt der Zivilbevölkerung getroffen würden. Tie größte Sparsamkeit im _ Fleischverbrauch sei heute eine vater­ländische Pflicht. Falls die Neureglementierung nicht die gewünsch­ten Ergebnisse zeitigen sollte, würde die Regiermrg gezwungen sein, dre strengsten Maßnahmen zu ergreifen.

Der König von Dänemark in Stockholm.

Stockholm, 24. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Schive di scheu Telegr.-Bur. Der König v-chi Dänemark ist heute morgen in Stockholm cmgekonnnen. Er mmtde vom König, dem Kro-npriuzew und der Kronprinzessin, dem Herzog von Soedermcmland, dem Herzog und der Herzogin von. Westera-oetlaud, der Prinzessin Margareta, dem Herzog von Nerike und dem Prinzen Bernadette begrüßt. Außerdem waren anwesend der Staatsminister, der Minister des Aeußern, der Reichsmarschall und der dänische Gesandte in Stockholm. 'Sic Majestäten, ehrfurchtsvoll begrüßt von der Menge, fuhren nach dem Königlichen Schloß.

Verletzung der norwegischen HoheitSgewässer durch England.

Kristiania, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Mel­dung des Nortvegischen Telegraniinbureaus. Nach einer Mel­dung an die norwegischen Marinebehördeti wurde der­be u t s ch e DampferVesta" am 22. 2lpril in Baaspe­ringen in den norwegischen Hoheitsgewassert, von einem bewaffneten englischen Fi s ch d a m p f er beschossen. Am selben Tage wurde der deutsche DampferClara Blumen selb" bis zum Baadfjord von zwei englischen bewaffneten Fischdampfern verfolgt. Die norwegische Re­gierung hat telegraphisch der Gesandtschaft in London den Auftrag gegeben, gegen diese Verleizmtgen der norwegi­schen Hoheitsgewässec bestimmten Einspruch zu erheben.

Das Wahlergebnis iu Fapau.

Tokio, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Buveans. Die döeuwahlev haben mit einem Sieg der Regierung, die 50 Sitze gewonnen hat, geendigt. Dies bedeutet eine Niederlage der Chauvinisten 'und den Triuntph der Politik Tcrauchis, die ein freundschaftliches Verhältnis zu China, engere Beziehungen zu Rußland und eine loyale Uriterstützung der Alliierten ivünscht.

Seekrieg.

Vorstoß deutscher Torpedoboote in de» «anal.

Br r l i n , 25. April. (Amtlich.) Torpedobootedes Marinekorvs unter dem Befehl des Kapitänleutnants mann griffen in der Nacht vom 24. zum 25. April Feste und Reede von Dünkirchen an. Auf 3000 Meter Entfeimung wurden 350 Spreng'grattaten gegen die Hafen- anlagen gefeuert, die durch Leuchtgeschosse erhellt wurden. Die Errrckdernng des Feuers durch die feindlichen Küsten- batterien blieb wirkungslos. Nach der Beschießung wurde das Fahnvasfer nach feindlichen Bewachnngsstreitkrasten ab­gesucht. Hierbei kam cs zu einem k u r z e n G c s r ch t mit zwei anscheinend französischen Torpedobooten, von denen eines durch Torpcdotreffer versenkt wurde. Ein gleich darauf angetroffen es a n Ä e r e s D 0 r p 0 st c n f a h r - zeug wurde durch Artillerie vernichtet. Versuche, die Ueberlebenden der beiden versenkten seindlichen Fahrzeuge zu retten, umßtcn außgegebeu werden, da von Land heftiges Geschützfeucr einsetzte. Alle eigenen Boote sind ohne Beschädi­gung oder Verluste znrückgekehrt.

Der Chef des AdmiralstabS der Marine.

Rotterdam, 25. April. (MTV.) Nach demNieuwe Rotterdamschen Courant" schreibt derMailchester Guar- bian", in 4Narinekreisen werde allgemein angenommen, daß die deutschen Torpedoboote, die den Angriff im

Kanal unternahmen, daS Schiff zu erreichen versuchten, mit dem Premierminister Lloyd George nach England zurückkehrte.

Die neuesten N-Booterfolge.

Berlin, den 25.April. (WTB. Amtlich.) Seit den am 19. AprU bekanntgegebenen U-Boors- Erfolgen sind nach bis zum 24. April eingegangenen Sammelmeldun- gen weiterhin insgesamt 1 4 3 5 0 0 B r u t t 0 - R c g i st e r - Tonnen seirchlicher und neutraler Handelsschiffe durch un­sere N-Bootc im eugllschm Kanal, im Atlanrischen Ozean und in der Nordsee versenkt worden.

Zu den bereits früher veröffentlichten U-Bootsersolgen sind wlsiende Einzelheiten nachzutragen: Ein englischer Hilfskreuzer der Baralong-Klasse (4129 T.), die englischen bewassneteli Dampfer "Bine Brauch" (3442 T.),Petrrvge" (1712 T.),Unwoit" (2616 T.),Torrington" (5597 %.) Tvrol" (3066 T.). Ein 2,6-Zcntinr.-Geschütz wurde erbeutet. 5 Kapitäne und 3 Riann der C>eschützbedienung ivurden gefangen genommen Der englische TalnpscrKittywake" (1866 T.), der von zioei Zerstörern gesichert war, nutete aus dem Geleitzug hewausgeschossen^ Marten",Sibirien" (3500 T.), mit einer Ladung Holz, ter ^ankdampserRosalind" (6535 T.) mit Treiböl.GairnM" 4961 T. . die eüglisck^en SeglerMaria." und ,.Nachester Castle", dce englischen FtschersahrzeugePrecederit",Brothertoft",C. ?). 566" die französischen SeglerLa Bimkerguoise" undMarie Eeleiie" ter italienische DampferFensiero" (2632 T.), der pvr- tugiestsche DampferCaminha" (2736 T.), die norwegisck)en Damp­ferRanvik" mit 10000 Tonnen Weizen von Buenos Aires für die französische Regierung,Star" mit Holz und Papiermasse, Gama", ^,Bokn",Fjeldi",Paris",Vilja", die norwegischen SeglerSylsiden" mit Bauholz,Glenlora",Polycarp" mit Kohlen, der spanische DampferSan Fulgencio" mit Kohlen, der griechische Dampfer ^.Frixos", die dänischen DampferHelga". "K. Fjord", die däniscten SeglerUnion" mit Kohlen,H. B. Linnemamt",Astrana", die holländisck-en SchonerNep- tunus"Doorwaarts" mit Kohlen,Tina" ..Herwrika", der sckMedische DampferAtalanta", der schrvedische SeglerAmanda" mit Grubentelz. Ferner acht Dampfer und drei Segler, deren sliamen nicht ststgestellt werten konnten, darunter ein bewaffneter Dampfer und drei Dampfer, die aus dem Geleitzug herausgeschossen wurden.

Der Chef des Äldmivalstabs ter Marine.

Ausbringung einer Bark durch ein deutsches Marineruftschiff.

Berlin, 25. April. Am 23. April nachmittags hat eines unserer M a r i n e l u f t s ch i s s e in der Nordsee die norwegische Bark Royal (68> Brnttoregistertonnen). die mit Grubenholz nach Westhartlepool unterwegs war. aufgebracht und durch ein an Bord gesetztes Prisen­kommando nach einem deutschen Hafen einbringen lassen.

Der HilfskreuzerSeeadler".

Berlin, 26. Avril. Aus Berichten der m Brest ein­getroffenen Offiziere und Mannschaften von vier französi­schen Schiffen, die vc>m deutschen HilfskreuzerSee­adler^ versenkt wurden, geht laut verschiedenen Blättern hervor, daß derSeeadler" seine erfolgreiche Tätigkeit fort­setzt An einem Tage soll er acht Ententeschifse iu den Grund gebohrt haben.

Neutrale Schiffe iu englischen Häsen.

Berlin, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) wie wir von zu­ständiger Stelle erfahren, hat die deutsche Regierung aus Ansuchen der neutralen (Sraaten die uwch Schiffe in engl is che H' H äsen liegen haben, die bisher wegen der deutschen Seegebiets­sperrung nicht aussahren konnten, ahnen das Angebot gemacht, diese Schisse -am 1. Mai auslausen zu lassen und ihnen für diesen Fall, al>gesehen von ter Minengeiahr, sicheres Passieren deck Sperrgebiets zugesagt, wenn sie bestimmte Zeichen rühren und bestimmte Wege einhalten. Diese Schisse sind dazu bestimmt, die Neutralen mit Lebensmitteln zu versorgen. Es bleibt abzu- rvarten, ob die englische Regierung, die bei Erlaß der deutschen Sperr-Erklänmg die Apsfahrt neutraler Schisse binnen ter ge­währten Frist verhindert hat, die Schisse nunmehr cmssahren läßt.

*

K o peuhagen, 24. April. (WTB.) Das Ritzau-Burecm nieldet aus Kristiania: Folgende Schiffe sind versenkt worden: SegelschiffBestelo", DampferGerda", Drei­masterBille de Dieppe"3 DampferElida", außerdem das SegelschiffSkjeld" ans Kristiania. Ein deutsches Taucki- boot beschoß bert DampferValerie" aus Stavanger und versenkte ihn.

Nur dem Reiche.

Der Reichskanzler über Rüstungsirwustnc und Arbeits­einstellungen.

Bcrliit, 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs- k a n z l et hat au sämtliche Bundesregierungen das nach­stehende Schreiben gerichtet:

Jeder Deutsche weiß, daß die Sicherheit unseres Vaterlandes und daß der Sieg in dem uns aufgezwungeneit Kampfe von der Beschaffung des gewaltigen R ü st z e u g e s für Heer un d Fl 0 t te abhängt. Dazu fit eine unausgesetzte, angestrengteste Arbeit irr allen Betrieben, die für die Kriegführung Bedeutung ha­ben, unbedingt notwendig. Werden solche Unternehmungen, menn auch nur aus ficrze Zeit, stülgelegt, so wird die Schlag fertigfeit unserer Truppen iu Frage gestellt und den Planen und Berech- tmmvjeu unserer Heeresleitung die Unterlage entzogen. Die auf­geklärte deutsche Arbeiterschaft ist sich der hohen Bedeutung ihrer Aufgabe voll bewußt. In letzter Zeit haben aber an einigen Orten Personen, die sich dadurch bewußt oder unbewußt in den Dienst un­serer Feinde stellen, versuchst, sie in ter Erfüllung dieser Ausgabe zu stören. In verschiedenen Betrieben, deren ungestörter Fortgang für die Landesverteidigung wesentlich ist, ist an die Arbeiter münd­lich, schristlich oder durch die Verteilung von Flugblättern und Handzetteln die 'Aufforderung zur Arbeitseinstellung gerichtet loor- ten. Es ist ferner mehrfach versucht worden, Arbeiter, die getreu ihrer Pflicht zur Werkstatt zurückkehrten, von ter Arbeit abzuhalten. Auch in Zukunft tverden solche Beiguche Leitern an dem vaterländi­schen Pflichtgefühl und dem gesunden kameradschaftlichen Sinn un­serer deutschen Arbeiter und Alteitcrinnen, die in Uebereinstimmung mit der Leitung ihrer bewährten Berufsorganisationen ihre ganze Kraft daran setzen, unseren ktimpsenden Brüdern zu schaisen, was sie zur Verteidigung der Heimat brauchen Die deutsche Arbeiter- sckwst soll ater wissen, daß die Staatsbehörden, die über Recht und Gesetz -zu wachen haben, mit ihr gegen jene verbrecherischen Machen­schaften anbämpfen werden. Das Strafgesetzbuch bedroht diesenigen, die aus die angegebene W'^nse einer feindlichen Macht Vorschub leisten oder der Kriegsmacht des Deutschen Reiches oder einer: Bundesgenossen Nachteil zu fügen, wegen Larrdes Verrats mit schwe­rer -Strafe. Wer unseren tapferen Kriegern in diesem heiligen Kampfe ehrlos und treulos in den Rücken fällt, der stellt sich außei'- halb der Volksgemeinschaft und soll von der ganzen Särfc des Gesetzes getroffen werden. Ich weiß mich einig mit den hohen Bundesrecherungen in dem Gefühl heiliger Pflickdp - süllung, jede deutsche Arbeit in dem Dienste unseres mu sein Dasein ringenden Volkes mit allm Mitteln zu fördern und vor feindlichen Umtrieben zu schützen.

Aus deu ReichstagSauSschüffeu.

Berlin, 25. April. (WTB.) Der Reichshaushalts- a u s s ch u ß beschloß folgende Erklärung, die an Gencral- feldmarschall v. H i n d e n b u r g telegraphiert wurde:

Die Unterzeichneten Mitglieder des ReichchauShaltscmsschusses danken den uilvergleichlichen Nipferen deutschen Helden vonA r ras, an ter Ais ne, in der Champagne mcd wo immer sie für des Volkes Herl cmd des Vaterlandes Wvbl kämpfen und bluten,