Issue 
26/04/1917 Erstes Blatt
Page
1
 
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

Nr. n

Der S'etzeace Änzrt-er

erscheint täglich, nutzer SonnlagS. - Beilagen:

Sietzener £tvHI Unblätter; KtcifMatt

für den Kreis gießen. Bezugspreis:

tnonatl. 9o Bi., viertel« fährt. Mt. 2.65-, durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 8<) Bi.: durch diePost Pik. 2.45 viertel- lährl. ausschl. Bestellg. Iernsprech - Anschlnffe: sürdieSchristleitunq112 Verlag,Geschästsftellebl Anschriit für Drahtnach­richten: Anzeiger Giehrn.

Erstes Blatt

J6Z. Jahrgang

Donnerstag, 26. April M?

Eichener <®m

poyfcheSlonl»: Frankfurt a.M. tt686

General-Anzeiger für Oberhessen

Bankverkehr: Gewerdebank Gießen

3w>I!ingrr»nddruck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-8uch- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schuistr. Z.

Annahme von Anzeigen r. die Tagesnummer bis nun Nachmittag vorher» Zeilenoreir, t. Anzeigen: örtlich 20 Pi.. Ver­mietungen u. Stellenge­suche 15 Pi., auswärts 2b Pi., b Platzvorfchrckst- 30 Pi., Reklamen 75 Pi^. bei Platzvbrschriit 90 Pst Hauptschriitleiler: Aug.. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: V"a. Goetz. Stadt lind Lc»^, Vermischt eSu.Ge<- richtsiaal: Fr. R. Zenz. Anzeigenteil: H. Beck,

sämtlich in Gießen.

Ein Angriff deutscher Torpedoboote aus Dünkirchen.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 25. April. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Auf dem Schlachtfeld wird seit gestern früh um das Dorf G a v re l l e gekämpft. Nördlich der Scarpe hat der Feind seine Angriffe sonst nicht wiederholt.

Südlich der S c a rp e - Niederung entbrannte nachmit­tags veiderfeits der Straße ArrasCambrai der K a m p f v on neue m. Auf breiter Front griffen englische Divisio­nen. in dichten Staffeln ff-erangefülfftt, über Monch»>-Wau- court au. Im Feuer und hartem Nahiampf brachdereng- l i s ch c S t u r m ü b e r a l (u n t e r d e n s ch lv e r st e n Vcr- lusten znsammen.

*

Grabendesatzungen und Infanterie-Flieger nlelden über den 23. April, daß dis Zahl der vor der Front liegenden toten u »i d verwundeten Engländer eine un­gewöhnlich hohe ist. Bei den Gegenstößen sind durch unsere Infanterie 6 6 0 Gefangene gemacht worden. Mehrere Panzerkraftwagen wurden zerstört.

Nahe der Küste orangen am 23. April nach wirkungs­voller Vorbereitung uuftre Sturmtrupps in die feindlichen Stellungen und brachten 21 f r a n z ö s i s ch e G e f a n g e n e und vier Maschinengewehre als Beute zurück.

Am 23. und 24. April kam es im Vorfeld unserer Kampslinie nordwestlich von St.Quentin zu mehreren Gefechten, bei denen der Gegner neben blutigen Verlusten airch Gefangene einbützte.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

In einigen Abschnitten der Ais ne- und Cham­pagne- Front verstärkte sich der Feuerkampf wieder. Frau zösische Vorstöße bei Hurtebise-Fe., Brimont und westlich der Suippes blieben erfolglos. Hinter den feindlichen Linien wurde reger Verkehr beobachtet und von uns wirksam be­schossen.

Heeresgruppe Herzog Alb recht.

Die Lage ist unverändert.

*

Njta 23. April verloren Engländer und Franzosen durch LUstangriff 20 Flugzeuge und einen Fesselbal- l o n. Der 24. April kostete sie 19 Flugzeuge, von denen J6 in Luftkämpfen, drri durch Abwehrfeuer von der Erde zum Absturz gebracht imtrfoen. Leutnant Beruert schoß seinen 20., 21. und 22. Gegner ab.

Bei einem unserer Gegenstöße bei Gavrelle flog .Haupt­mann Zorer, Führer einer Schutzstaffel, der stürmenden Infanterie in 150 Meter Höhe voran und beschoß aus seinem Flugzeug die englischen Linien mit dem Maschinengewehr.

O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Unsere Artillerie beantwortete kräftig das Feuer russischer Batterien, die vornehmlich bei Zakobstadt, Postawy und an der Bahn ZloczowTarnopol tätig waren.

Mazedonische Front.

Der seit Tagen gegen unsere Stellungen zwischen War- jdar und Doiran stark wirkenden englischen Artillerie folgten geftmi Angriffe, die von den bulgarischen Truppen sämtlich abgewreseu wurden.

Der Erste Generalouartiermcister Ludendorff.

*

Der Abendbericht.

Berlin, 25. April, abends. (WTB. Amtlich.) Bei Arras griffen die Engländer nnr auf dem Südufer der Scarpe nördlich von Mouchy dreimal an. Dreimal sind sic doick verlustreich zurückgeschlagen worden.

An Aisne- umd Champagne-Front Lage unverändert.

Vom Osten nichts Neues.

Unsere', gestrige.Bemerkung, die als Erwiderung auf die bekannte sozialdemokratische Entschließung veröffentlichte amtliche Erklärung über die Kricgsziele erscheine allzu matt, wird von der gesamten Presse geteilt. Niemand ist zu­frieden mit diesen halben Andeutungen, die wieder so deut­bar, schwankend und unsicher klingen. Uns scheint es so, als behandele der Reichskanzler die Ansichten der Sozial­demokratie, die er doch gewiß nicht teilt, mit übertriebener .Zartheit und Rücksichtnahme. Er will erreichen, daß keine Verdrossenheit einkehre, die der Verteidigung des Vaterlan­des Hemmungen bereiten köinrte. Kein Mensch verlangt, daß Herr v. Bethmaun Hollweg gegen den Scheidemannschen Anhang mit Knüppeln losgehe; allein er würde sich mit eilt paar entschiedeneren, bestimmter gefaßten Worten auch in diesem Lager mehr Respekt und Eindruck verschafft haben, ,ols mit diesem Zuknöpfen des Rockes, unter dem ec den all­zu ängstlich gehüteten Schatz seiner Kckckegsziele birgt. Alles drängt sich jetzt um ihn wie springende Hühner, die nach dem im Schnabel einer Stammesgenossin hängenden Bissen lüZeru sind. Der sozialdernokratische Hahn sträubt, um im tBrlde zu bleiben, stolz sein Gefieder und reklamiert Herrn v. Bethmann Holltveg wieder einmal als Gesiunungs- anhänger, nur als einen ängstlichen und schwächlichen. Der Vorwärts" schreibt nämlich u. a.:

Die Beweisführung der offiziösen Erklärung läuft darauf Hinaus: Weil die andere,: Unsinn reden, müssen oder dürfen wir es auch tun. Weil die anderen den wilden Mann spielen, dürfen! wir nicht zeigen, daß wir bei Verstände sind. Das würde uns als Zeichen der SchlwäckM ansgeleat werden! Ader die Frage fei " " itzdenn die offiziöse Erklärung etwa ein

Zeichen der Stärke? Wenn die französische Presse nach tausend Tagen Weltkrieg immer noch wilde Eroberungspläne verficht lwer will ba glauben, die französische Regierung würde sich bei demnächst statt findenden Vevk^mdlungen zu Gebiets­abtretungen und Zahlung hm Kontributionen bereit finden lassen? $ii r einen solchen Notfall, für ein solches Zusammen- llappen läßt sich nirgends das geringste Anzeichen erblicken. Und doch will dre deutsche Negierung Verhandlungen, und sie will sie zu einem guten Ende führen, obwohl sie ganz genau weiß, daß Erobererwünsche dort nach keiner Seite hin Aussicht auf Ver­wirklichung haben. Also will die Regierung den Frieden ohne Eroberungen und ohne Entschädi­gungen. Sie will bloß nicht sagen, daß sie ihn will!

Die Folge ist nun die: IeNe ungünstigen Wirkungen, die die Regierung von einer offenen Erklärung im Sinne der sozialdemo­kratischen Forderung befürchtet, sind nicht vermieden worden. Das Zeichen der Schwache" ist da. Jene günstigen Wirkungen aber, die ein klares Bekenntnis der Regierung gehabt hätten, bleiben aus. Denn eine klare deutsche Erklärung, die dem Frieden den Weg bahnt, fehlt."

Es sind jetzt schon wieder halbamtliche Geister beflissen, demVorwärts" den Brocken der angematzten Kenntnis von des Kanzlers Zielen ans dem Schnabel zn reißen. Organe der Rechten deuten die Worcke derNordl). Mgern. Ztg." so, als verfolge der Reichskanzler noch die alten Garantien. ImTag" redet jemand dem leitenden Staats­mann besonders eifrig und scharf ins Gewissen:

Zutreffend hat die Regierung darauf hing'wiesen, mit welcher Ungeuiertheit aus der Gegenseite nach wie vor die ausschweifendsten Kriegsziele gegen Deutschland und seine Verbündeten verfolgt deu: bei uns aber, die wir bisher aus allen Fronten siegreich das Feld behauptet haben, herrscht immer noch die g r ö ß t e U u k l a r- heit barirtrcr, worin nun der Lolin für die beispiellosen Känipfe und Entbehrungen bestehen soll, die das ganze Volk freudig aus sich genommen, har. Das ist ein Zustand, der nicht endlos fort dauern kann, und wir müssen um so dringender von ilM erlöst werden, je gewaltiger die -Mstreugungen sind, die der bevorstehende Cnd- fampf unt unser staatliches und vol klick es Sein oder Nichtsein nach von uns fordern wird. Mit matten Besänftigungen nach beiden Seiten hin mid> nickt' viel erreicht. Wir brauchen jetzt mehr, denn je eme starke politische Führung, die es versteht, das Volk mit sich wrtzureißen. Die eherne Svrackre unserer Heeresberichte ist ein leuchtendes Beispiel darür, wie »um zum deutschen Volke reden muß und Faim."

Daß Organe, ime dieDeutsche Tageszeitung" noch erbitterter mit den Füßen scharren, ist klar. Das Blatt erklärt prophetischen Tones:

DreNordd. Allg. Ztg." bat nur die wehmütige Frage: Glauben die deutschen Sozialdemokraten, gegen diese Ideen un­serer Feinde im Westen durch ilire Formulierungen aufzukommen? Sie werden Enttäuschungen erleben." Wir möchten dagegen fragen: Glaubt die deutsche Regierung, durch diese Formulierungen der Nordd. Allg. Ztg." gegen die Ideen und die Willensbestrebuu- gen der deutsckTcn Dozoldemotraten anzukommen? Sie wird Enttäuschungen erleben." Hier l-audelt es sich nicht um Ideenaustausch und moralpolitische Wortgefechte, son­dern nur um die Machtsrage, ^ welche die deutsche Re­gierung sich aufzwoerfen scheut im Glmweu, sie könne durch Ver­tagung erledigt werden. Eine solche Vertagung ließe sich aller­dings denken,'aber rrur in. der Form, daß eines Tages sich die Regierung offen auf den: Boden des Scheide­rn a n nsche r. P rogran: m e s befände und sich dazu be- kenute. Die Erklärung derNorddeutschen Allgemeinen Zeitrmg" wird be: allez:, die nicht auf dem Schn.demannsck-eu Prograumw stehen, de:: Eindruck eviveckLir, daß die Regierung sich auf dem Wege zu ihm befindet."

Llnch demBerliner Taoebt." ist das Erzeugnis der Norddeutlchen" gänzlich wider den Geschmack. Es macht Stnnnrnng für seinen bekmmtenGeschäftsfrieden", der Zug nm Znq zustande kommen müsse, wobei das Blatt wahr­scheinlich nbersieht, daß bei solcher Vdethode das Vorforder:: im Preise den Anfang machen urüßte. Gleichwohl verlangt es vom Kanzler ei:z Programm, das nicht von armexionisti- schem Geiste erfüllt sein dürfe:

Dieses ganze Zögern der Regierung ist doch in: Gninde ver­ursacht durch den Gedankm, jene mmerionistischeu Agitatoren und Zeit::ngen. die vom alldeutsche:: Geiste erfüllt oder von der Schwerindustrie vorgeschickt sind, könnte:: in ihrem Zorn einen zu bctäiwenden Lärn: erleben. Wir für unser Teil haben stets den Standpunkt vertreten, daß der von Scheide- mann genmnschtcStatuSlnw"-Friedon allen am Kicke ge beteiligten Völker:: besonders :msyn:pathisch sein dürste und schon ' darun: keine Änssicht auf Verwirklichung habe. Daß nach diesen: Kriege absolut alles beim alten bleiben müsse, ist eine Forderung, 'die überall der Volksvhantasie widerstrebt. Es ist nur ein Frieden denkbar auf der Grimdtage des politi­schen Geschäftes, deö Kompromisses, der Ver­ständigung, und ein solcher Frieden toird :wch am eheste:: geeignet sein, auch eine Beruhigung in der Welt wieder her- znftellen. Die deutsche Regierung sollte, ltrxirt sich weiter in Uullarl)e:te:: ur:d mißverständliche:: Attgeineinheiten zu ergehen, ein Progrannn für irntent solche:: Friede:: vorlegen m:d sage::, -rrrie s:e sich, in großen Zügen wenigstens, dieser: Friede:: denkt."

Alle diese Auseinandersetzungen vollziehen sich vor den Ohren des Auslandes. Unserer Ueberzeugung nach hat der Kanzler in seinen unbestiinmten Erklärungen zu wenig mit dieser Wirkung auf die Feinde, zu einseitig mit einem Erfolg bei der sozialdemokratischen Stimmung gerechnet. Wir müssen nach außen stark daftehen, wozu uns unsere tapferen Heere bereclitigen, und wir müssen im Innern die Front der Beherzten, nicht von internationalen Erbschaf ten Angekränkelten verstärken.

Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 25. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird perlautbart:

Die Lage ist überall unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r. Feldmarschalleutnant.

Verdoppelung der englischen Verluste am 2^ April.

Berlin, 25. April, (WTB. Nichtamtlich,) Auch am 24. April machten die Engländer d:e verz:oe:ieltsteu An,treng:mgen, das Schicksal der Schlacht bei Arras zu ihren Gunsten zu weichen :md die schwere Niederlage am 23. April auszugleichen. Wie am vorigen Lage, so zerschellten auch diesmal lvieder die nut der äußersten Hartnäckigkeit vorgetragene!: englischen Massen- angrifse blutig au der imerschütterlichm Mauer der deullck)en todmtschlossenen tapferen Verteidiger. Ohne dem Engländer irgeno einen (Äsolg zu brirrgen, verdoppelte der 2 4. April dre englischen Verluste. Nach den Berichte:: der KampMrwpe wurden g a u z e S t u r m r ^ r h e:: der Engländer von dem sickZeven Maschinengewehrfeuer einfach um gelegt, andere^ englische Sturml-ausen geriete:: in das de:chche Vernichtungsfeuer der Haubitzen Und Feldgeschütze und wurden völlig zermalmt. Vielerorts liegen zertrümmerte englische Panzerwagen, von Gefalleiren um­geben, die hinter den zerschnitt erben Tanks Schutz suchten. Be­sonders beiderseits der Straße ?lrras--Cambrai liegen die englischen Gefallenen in sörmlichm Barrieren.

2 4. April vor:nitlags. Der Vremvpank: der Kämpfe nördlich der Scarpe ^war, wie schon am gestrigen Nachmittage, das an der Straße Arras-Torai liegende kleine'Dorf Gavrelle, um das erbittert hm- uird heewogende Kämpfe tobten. Die Schutzstätte des Dorfes, von unseren Truppen eng umklammert, liegt unter starkem de. t'chen Granatsouer. Südlich von Gavrelle ist die ganze Front sonst in unserer aHnd. Lln der übrigen Front des nördlicheü Angriffsflügels fanden an: Vornnttag heftigere Kämpfe nich: statt. Die Engländer mußten infolge der hohen bllttigen Verluste am vorhergehende:: Nachmittag eine A emvause _ eiutreteu lassen, während die eine deutsche statle Patro::il''e westlich von Hulluch bis ::: den dritten englischen Graben vorstoßei: konnte. Auch südlich der Scarpe vermochten sich die verbluteten englischen Divisionen, deren wieder und wieder am Vortage,frisch heran- gesührten Reserven in: deutschen Feuer rasch dahingeschmolzen waren, zu cinnn starten Angriff nicht anfzurasfen, be: der geitern nemelbctei: Wiede: erobermrg des Bahnhofs von Roeipr, w:rrd«n eine Anzahl Gefangener, darunter Offiziere :md mehrere Ma­schinellgewehre eingebracht. _

24. Avril, lwchmittags und abends. A::f dem :wrdlichen An- griffsflügel schwoll mit dem sinkenden Tage das bis dahin lebhafte Artillerienner imcd-er zu bedeutender Stärke an, besonders auf der Linie westlich LensArionOppy. Es wütete die ganze Nacht hindurch mit großer Gewalt. Oestlich von^ Bailleul auffahrende: englische Batterien :vurd«: zusammengeschossen. Nach zermal­mender deutscher Art:lleriewi r kn n g drangen unsere Tr::ppen an: Nachmittag wiederindenOrtGavrelle ein. Südlich der Scarpe wütete nachmittags ein äußerst heftiger Arttl- leriekampf. Nack stärkster Artill-erievorbereittmg setzte der Engländer nackmittags 5 Uhr beiderseits der Straße ArrasCanibrai auf dem 5 Kilometer breiten Frontabschrntt MmwnyCherisy zu er­neuten Angriffen von größter Gewalt an. Die tief gestaffelten Angriffswellen brachen in der Mitte der Angriffsfront unter schwersten blutigen Verlusten in: Feuer zu­sammen. Auf beide:: Flügeln entbrannten heftige Kämpfe, die zu erbitterte::, von leiden Seiten mit großer Wut durchgefochenen Nahkämpten fiiljrten. Das feindliche Artilleriefeuer zog sich kveitcr nach Süden, in die Gegc:ü) von Queant. Unsere Flieger ntelbetcn noch am späten Nach,nittage den Anzug neuer englischer Reserven, die die unerhört blutigen Verluste der zerschossenen eng­lischen Divisionen aufff'illen sollten.

25. April, :norgens. Starkes Feuer die ganze Nacht hffckurch

auf dem Nordslügei. Um Gavrelle wurde^ die Nacht hindurch imb auch morgens noch erbittert gerunge::. Südlich der scarpe tobte die ganze'Nacht ein heftiger Artilleriekampf. Seit 4 Uhr uwrgens sind cunntte Kämpfe in: Gange. Das feindliche Feuer liegt seit den Abe ick stunden mit bes o:ü>ever stärke auf dem Abschnitt Bullecvnrt bis südlich Visen. *

Englischer Heeresbericht

vom 24. April, 10 Ul)r aboucks: Ergänzende Mitteilungen über die Scklacht vom Montag zeigen, daß der Kanrps außerordentlich heftig war. Siebe:: de::ts-che Divisionen kvaren auf der Front Croisilles-Gavrelle im Geseckt. Eine. Anzahl takttsck wichtiger Stellungen wechselten nu:hrmals den Besitzer, bliebe:: aber schließ­lich alle in unserer Gewalt, außer einigen Gebäuden nördlich von Roeux. Die Dörfer Billers-Blouich und Bea::camp umrden er­obert. Ein ernster Kainps setzte sich gestern abeich und zeillveise während der Nackt an der ganzen Front von Croisilles bis :wrd- lich von Gavrelle fort. Ter Feind emeuerte fvrttvähr-end seine ohne Erfolg, aber mit großer Entschlossenheit mrsgeführten Gegen- a n g r i f T e, ohne auf feilte Verluste zu achten. Die gesteri: von uns eroberter: Stellungen !m:rden, wie bereits gemeldet, behauptet. Nene Fortschritte wurden östlich von Mpnchy-Le-Preux und in der Umgegend von Roei^.' erzielt. Ein besonders heftiger Gegamngrisf. der vom Feind heilte :norgen frühzeittg gegen das Tors Gavrelle nnternomn:en wurde, ist abgewiesen worde::. Tie Zahl der Ge­fangenen, welche als Ergebnis der gestrigen Operationen gezählt wurden, übersteigt 1500, darunter 30 Offiziere: viele werde:: noch dazu konrmen. Südlich der Straße BapcuuneCanckrai gewannen unsere Truppen während der Naäft Gelcff:de ans einer breiten Frmtt östlich von Epelw. Sie erreichten den Kanal von St. Quentin bei Vendbullle. Feindliche Gegenangriffe scheiterten in unserem In­fanterie- und Maschinengekvehrseuer. Ein britisches Arn:eekorps machte Gefange::e von vier verschiedenen deutsche:: Tivisüme::. Unsere Truppe:: rückten auf der gm:zen Ausdehmmg der Front vorwärts. Am Dienstag smcken cn: zahlreiche:: Prmkten der Schlachtfront scharfe, doch minder heftige Kämpfe als au: Tage vorher statt. Wir rückten :msere Linien lüs aus einige hundert Mieter von Fontaine-les-CvoisilleS und von Elferizp vor. Am Nachinittag wurde ein von beträchtlichen Kräften nnterlwmmencr feindlicher Angriff in der Umgegeird von Gavrelle von mrserer Artillerie vereitelt und flutete mtter unserem Feuer in Unordnung zülrück. Seit Aivntag vorinittag haben über 2000 Gefangene un­sere Samn:elpunkte passiert: kveitere treffe:: fortgesetzt ein.

Tie Zahl der Lu ft kämpfe »m:r am Montag größer als sonst. Untere Piloten griffen die feindlichen Flugzeuge überall, wo sie auf solckre stießen, mit Erfolg an, dränge:: ttef in die deut­sche:: Linien lstncckn vor, bombardierten die E:senl»ahngeleise, dici Depots, die Fluglialle:: oder nöttgten den Feind zum Kampf. Im Verlaus dieser tzd-sechte wurden 15 feindliche Apparate zei'stvrt, 24 wuredn gezimmge::, schwer beschädigt niederzugeben, und chnger. größte::teils beim Ausschlagen <n:f dein Erdboden in Trümmer. Ein großes deutsches Toppelnwtvrslugzeua nnt drei Sitze:: wurd« in m:sere:: Linie:: abgesckwsse::. Tie Insassen wurden gefangen ge- nommen. Von unseren Apparate:: kehrten m\x zwei nicht zurück.