Arbeitstages. Der .%m^reS erüfemti au, das; im' gegenwärtiger, Augenblick der Kampf zwischen Arbeit und Kapital sich mit den, Jullttud der Tinge in Einklang setzen Muß, wie er durch die noch rncht abgeschlossene Revolution und durch die Bedrohung von Seiten des äußeren Feindes geschussen ist.
Weiter nahm der Kongreß in seiner Schlußsitzung eine Ent- Schließung betreffend die Agrarfrage an, in der festgestellt, wrrd. das; die Zeit gekommen sei, diese Frage endlich zu erledigen,' roozu folgendes nötig fei: 1. Unterdrückung von Klassen und Titeln 2. Gründliche Umbildung des Systems der örttick-cn Verwaltung 'T Uneingeschränkte Einziehung aller Ländereien, die der Krone und den Kirchen oder Klöstern gehören, und deren Uebergabe an die Bauern. Tie Entschließung fügt hinzu, daß-die endMiltige Lösung der Agrarfrage der konstituierenden Vei'sammttmg überlassen wer-- den müsse.
Die Arbeiten des Kongresses wurden mit einer Rede von Plechanow geschlossen, der auf die Bedeutung der Entschließung deS Kongresses betreffend die Fortsetzung des Kriegen hin- wies und zur Eintrackü und Arbeit aller aufforderte in dem gemeinsamen Ziel, einen Bürgerkrieg zu uermeibcn und zu beiveiseu, daß die russische Demokratie eine zur Regierung vollkommen reise VLacht sei, leie sie t>S bisher gezeigt habe. Tie Llbgeordneten trennten sich unter dem Gesang der Marseillaise.
Petersburg, 17. April. (MTV. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Tele; 7 raphcn-Agentur. Plechanow und die Abgeordneten der französischen und cnglischen Arbeiterverb ändc trafen ans dem Kongreß der Arbeiter-' Und Soldaten abgeordneten ganz Rußlrmds ein und wurden mit unbeschreiblicher Begeisterung empfangen. Präsident T s che id s e hielt eine Ansprache, in der er sagte: „Rußland erlebt heilte seine schönsten Tage, denn es sieht seine besten Männer zurückgekehrt aus- der Verbannung. Vor uns steht unser großer Lehrmeister Plechanow, der sein Wort gegeben hat, erst dann wieder nach Rußland zurückzu kehren, ivenn Nikolaus II. gefangen gesetzt ist. Sein Traum ist verwirklich! Vor uns sieben die besten Streiter Frankreichs und Englands für die demokratischen Ideale, die wir warm begrüßen. Ter französisch^ Delegierte Morel Euch in, Mitglied der Deputiertenkammer, antwortete: „Tie französischen Arbeiter entbieten dem russischen Volke den Gruß Frankreichs, das die. dLachricht von der Befreiung seines großen Ver- bündcten begeistert ausgenommen bat." Ter englische Sozialisten- Vertrcter OGrady erklärte: „Die Engländer nnrteten schon lange darauf, ilwen großen Verbündeten daS Joch des Despotismus abwerfen zu sehen und freuen sich, Rußland in Freiheit zu sehen. Wir sind sicher," fuhr der Redner fort, „daß die russische Revolution in der ganzen Welt widerhallen wird. Künftig werden wir Seite an Seite für die Niederwerfung des Unterdrückers kämpfen." Plechanow bestieg darauf unter andauernden Ovationen die Tribüne und hielt eine Ansprache, in der er eine Uebersichr über die Geschichte seiner Verbannung gab mtb über alles, was er für die Entwicklung des Sozialismus in Rußland getan hätte. Plechanow bat, dem französischen Volke Beifall zu spenden, das vor vielen Jahren als erstes das Banner der Freiheit entfaltet habe. Das Mitglied der ^frxmzösrschsn Abordnung M outet antwortete: Rußland muß Frankreich wiedererstatten, »vas es ihm genommen hat. Plechanow antwortete: Man stellte uns eine wucherisch« Forderung. aber wir versprechen, Frankreich mit Zinsen wiederzuer- statten, was wir ihm nahmen. Präsident Tscheidse ries: Es lebe die Internationale! Tic Vertreter Englands, Frankreichs und Rußlands reichten sich darauf die Lande, waS begeisterte Kund-- gÄwngen hervorrief.
Petersburg, 16. April. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegrapben-Agentnr. Ter Kongreß der Rate der Arbeiterund Soldaten-Abgeordneten ganz Rußlands nahm nach kalten Erörterungen einen Bericht über die konstituierende Versammlung an, dessen Grundlagen folgende sind: Die Versammlung soll in möglichst naher Zeit nach Petersburg nach dem Grnirdsatz des allgemeinen Stimmrechts einbernfen werden. Tie Armee wird an der Wahl wie die ganze Bevölkerung reilnehmen, aber die aktive Armee wird getrennt abstimmm. Tick Frauen genießen dieselben Wahlrechte >vie die Männer. Das stimmteerecküigte Alter wird auf 20 Jahre festgesetzt. Tie Räte der Drlieiter- u, Soldotenabgeordneten werden die Wahl der konsti- ruierenden Versammlung überwachen. Diese wird die politische Regierimgsfornl Rußlands und ihre Grundgesetze festsetzcn und in erster Linie die Agrarfrage prüfen: sie wTrd ferner die Arbeitergesetzgebung, die Nationalitätenfrageu, die Einführung der örtlichen Selbstverwaltung und alle Fragen internationaler Art festlegen bezw. nachprüfen.
Eine neue Sozialisteuderufung.
Petersburg, 18. April. (WTB.' Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. .Der Sozialist Lenin, der ant 16. April aus der Verbannung nach Petersburg zurückgekehrt ist, nahm Li einer Versammlung von Vertretern sozialdemokratischer Organisationen aller Richtungen teil, die cinbwufen war. um Fräsen der Wiedergeburt aller sozialdemokratifci :,i Strömungen zu bespwchem Lenin übte Kritik an den Programmen aller sozial- dcmoiratischeu Organisationen und foriwrte zur ScharfiMg einer neuen, sozialistischTn und kommunistischen Organisation anstelle der zerfallenen Svztelldemokratie auf. Zahlreiche Redner der Mehrheit und der Minderheit sprachen sich gegen die von Lenin vertretenen Grundsätze aus. Schließlich nahm die Versammlung mit grosrer Mehrheit den Beschluß aus Einberufung eines allge- meinen Kongresses aller soziatdeurokoalischen Organisationen an.
Das Ergebnis der Minrsterreisen ins Hauptquartier.
Petersburg, 17. April. (WTB. Mchbamll.) Meldung der Petersburger Telegraphenagenkur: Fürst Lwow und crnigc andere Minister, die sich nach dem Lauptguartier begeben Hallen, um gewisse <)ragen der Verpflegung der Armee' uno Trausportfragen zu besprechen und zu lösen, konnte feststellen, daß jetzt die allgemeine Lage der Armee im Vergleich mit dem Zustande vom 18. und 28. März sich mcrllich gebessert ^hat, namerülich hinsichtlich der Versorgung der Armee mit den wichtigsten Erzeugnissen, nämlich Mehl. Fett usw. Ter Landwirtschaftsminister hob hervor, daß fein Amtsbereich im Stande sei, allen Anforderungen bezüglich der Versorgung der Armee durch Maßnahmen, die als notwendig erkannt werden, zn genügen. Gleichzeitig stellten die Minister fest, daß idie Vorräte an Lebensmitteln eben>v die Trausportverhältnisse keinerlei Grund zur Besorgnis obgeben. Ueber den Geist in der Armee äußerte Fürst Lwow Pressevertretern gegenüber, das; die Unruhe, die sich in der Armee während der ersten Tage der Revolution gezeigt habe, wllstandig verschwunden ist. Der kriegerische (freist der Armee hebt und befestigt sich von Tag zu Tag. Die Manneszucht ließ in keiner Wetze nach. Die Armee ist bereit, dem Feinde cntgegenzutreten, in vollem Vertrauen darauf, daß sie im Stande sein 'wird, dem Eingriff gegen das freie Rußland standzuhalten.
Der Kriegsetat Amerikas.
Washington, 17. April. (WTB.) Meldung des Reu- ferfcf>en Bureaus. Der Senat hat den K riegs e t a t von 7 Milliarden einftümiria bewilligt.
London, 18. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus. Die „Morninqpostt' meldet aus Täashingtou: Die Inhaber des großen Chikagoer Fteisch- trustes stellten ihre Unternehmungen gänzlich zur Verfügung der Regierung. Der Landwirtschaftssekretär nahm das Aizgebot an.
Eine Reuterlüge.
Berlin, 18. April. (WTB. Amtlich.) Reuters Telegramm betreffend den Angriff eines deutschen Unterseebootes auf den amerikanischen Zerstörer „Smith" kann nur als ein frivoles Mittel bezeichnet werden, Deutschland die Eröffnung der Feindseligkeiten zuzu- sästeben. Tatsächlich befindet sich noch kein Unterseeboot in der westlichen Hälfte des Atlantischen Ozeans.
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Die Entscudung einer französischen außerordentlichen Gesandtschaft nach Washington.
Paris, 18.. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die Regierung I>at beschlossen, eine außerordentliche Gesandtschaft-ünszuschicken, um den Präsidenten der Vereinigten -Staaten anläßlich seines Eintritts in den Krieg an der Seite der Alliierten zu begrüßen. An der Spitze der Gesandtschaft stehen der Itellvertretende Ministerpräsident Viviani, Marsckxlll Joffrc, Vizeadmiral Chocheprat und der Deputierte Marquis de Charnbrun. BolkSerrcgung in B asilien.
R io d e Ja neiro, 17. Llpril. (WTB.) Meldung der Agencc Havas: Die Erregung d-es Volkes gegen Deutschland lvächst. In Porte Alegro griff die Menge 270 deutsche Häuser au. rrtz die Firmenschilder lferunter. zerschug die Fensterscheiben und »teckde taS Hotel Schmidt und das Kaufl-aus Bromberg u. Hacker unter Hochrufen ans Brasilien und die Alliierten in Brand. 5000 P'rsvnen versucyten, die Versammlung anzugreisen, die der deutsche: o..urnerbund abhielt. Der Präsident der Republik und der Kriegsminister beraten über ?Naßreg'ln, um die Rühe wiederherzustellen.
Berlin, 18. April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie wir von zuständiger Seite erfahren, versicherte die brasilianische Regierung, daß sie nach dem Mhruch der diplomatischen Beziehungen zu Deutschland Eingriffe in die persönliche und wirtschaftliche Existenz der Deutschen nicht beabsichtigt.
Kundgebungen in Argentinien.
Buenos Aires, 17. dlpril. (WTB.) Die Agence Havas mrtbct: Der deutsche Gesandte protestierte beim Minister der auswärtigen 2lngelegeuh.nten wegen der jüngsten Kundgebungen die gegen Deutschland gerichtet waren.
Ein englisch-italienisches Abkommen.
Bern, 18. April. (WTB.) Die Blätter „Gazetta del Pc Polo" und „Jdea Nazionall^ veröffentlichen ein englisch-italienisches Abkommen über den Jnba-Fluß. „Jdea Nationale" erk ärt, daß das Llbkommen nicht g-enüge. Italien müsse den Hafen Kisimay-o erhalten. Nachdem England die anliegenden denrschen .Häsen in Besitz genominen habe, könne es Kisimaho entbehren.
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Kundgebungen in Schweden.
Kopenhagen, 18. Aprll. (WTB. NickBamtlich.) „Psoli- tik^w meldet ixuJ? kStockb^lin: In Wcsterwil Snurland veranstalteten ^00 0 Arbeiter wegen rar Herabsetzung der D'rot- rationen eine ö f senk l i che Kundgebung. Astern brach ^Streik aus. Die ?lrbciter zogen vor das Ratl-aus und drangen in die Bureaus ein, wo der Bürgermeister verspreck;en mußte, dafür lorgen zu wollen, daß die Arbeiter Brot erhielten. Tie Ddenschm- menge zog dann rauft der Molkerei, wo der Direktor mißlAmdelt nnirde,^ dararp zu den Wohnungen mehrerer Getreidehändler und zu verschiedenen Mühlen, wo ihnen Erklärungen abgegeben rverden nnrßren, alles für die ?lrbeiter tun zu wollen. Sckstießlich wurde auf dem DtarktpLatz eine Versanimlung abgchalten, auf der Reden gehalten und ein Ausschuß; erraranr wurde, der die Forderungen l^r Arbeite!' zusanrmenfassen und der Behörde überreichen soll.
0 .ie Versammlung riditetc an alle Arbeiter Schwedens die ?luf- forderung, reichlichere und billigere Lebensmittel zu verlangen und diese nötigenfalls durch Arbeitsiriederlegmig zu erzwingen.
Kopenhagen, 18. April. (WTB. Nichtamtlich.) Tie schwedische Regierung besch/.oß die Einsüh rnn g von H ö chstp r e i -- s e n f ü r Ka r r o f f et n. Ter Preis beträgt 15 Kronen für 100 Kilogramm im großen uiü> 14 Oere für den Liter im Einzel- verkmii.
Freiherr v. Bissing -h.
Brüssel, 18. April. (WTB. Nichtamtlich) Der General- Miverneur von Belgien, Generaloberst Freiherr von B i s s i n g ist heute abend 8 Uhr 80 Minaiten gestorben.
Generaloberst v. B-issing, der im November 1014 den nach der Türkei zurückkehrenden Feldmarfchall v. d. Goltz als kaiserlicher Gouverneur von Belgien ablösch bat 2 1 / s Jahre lang diese überaus schwierige Aufgabe erfültt. v. Bissing ist 73 Jahre alt geworden. Er hat ch866 bei Nackiod und 1870/71 als Adjubant des Kronprinzen gegen Frankreich mitgekämpft. 1887 wurde er persönlicher Adjutant des Prinzen Wilhelm, der ihn als junger Kaiser zum diensttuenden Flügeladiutanten ernannte. Später fülpte Bissing das Kommando der 4. Kavallerie-Brigade, dann das der Divifion in Freiburg
i. Br., schließlich daS des 7. Korps.
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Die Währung im Generalgouverneinent Warschau.
Warschau, 18. April. (WTB.) DerGeiiieralezouvrrueur erließ eine Bero-rdnung ülier die Währung im Gene-' ralgouve rnerneut Warschau, welche am 26. April in Kraft tritt. Danach hört der Rubel auf im General- gouvernem-eut gesetzliches Zahlungsmittel zu sein, und an seine Stelle tritt die polnische Marl. Es ist verboten, Rechts- aeschäfte, die G.lldzahlungen zmu Gegenstand haben, in Rubeln abzusästießen, Zahlungen in Rubeln zu leisten und private irnd öffentliche Urkunden ans Rubel auszustellen. Der Unrrechmrngs-kurs ist auf ein Rubel gleich 2.13 Mark festgesetzt: der polnischen Mark gleich steht die Reichsmark. Für Zuwiderhandlungen gegen die Verordnung ist eine Geldstrafe bis zn 100 000 polnische Mark und O^fängnis bis zu 5 Jahren festgesetzt.
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Bulgarischer Besuch in Konstantinopel.
Konstantinopel, 17.2tpril. (WTB.) Der bulgarische Generalissimus Schekow, Prinz Kyrill und der frühere bulgarische Ministerpräsidein Radbo Petrow sind hier troffen !imb auf idem Bahnhof von Enoer Pascha, dem bulgarischen Gesandten Kolusck)«v irnd cmein Adjutanten des Sultans empiangan nwrdon. Die beibeu .Heerführer begrüßten einander überaus herzlich. Nach dein Abfckneiten der Ehrenkompagnie stellte Vizegeneralissimus Enver Pascha den deutschen und österreichisch- nngarischen Malitärbevolln'.ällüigten und andere höhere deutsche Offiziere vor. .Schekmv llmid Prinz Kprill haben in Mrrassim Kiosk WolMmg genommen.
Türkische Lehrlinge in Deutschland.
Konstantin opet, 16. April. (WDB.) Der „Osma- nische Lloyd"meldet: DreihundertdreißigtürkischeLehr- linge begaben sich nach Deutschland, um in verschiedenen Gewerben tätig zu sein. Außerdeni kommt eine Anzahl türkischer Scl)üler zmn Besuch preußischer Seminare nach Deirtschland.
Zeekn'eg.
Berlin, 18. Avril. (Privatlel. Die „Voss. Ztg." meldet aus Kristiania: Der norwegische Amerikadmnofer ,^Kristiania Fjord" lief hier aus .Sxalifar ein. Wie „Dagbladek" borichket, wurde die Torpedierung zweier unbekannter norwegischer Dampfer von Bordeaux aus beobachtet, bei der angeblich 42 Mann nmS Leben gekommen sein sollen. In Halifax hatten die Engländer die gesamte Briesposr und Papiere beschlagnahint. Sieben Sozialisten seierl zurückgehalten worden.
Bern, 18. April. (WTB. Nichtamtlich.) „Progres de Lyon" meldet aus Marseille: Der Dampfer „Esterel" (2574 Bruttorcgistertonnen) der (föesellschaft Praissinet ist am letzten Montag versenkt worden. Das Schiff war für den Lebensmitteliransport gechartert.
C adrx, 18. ?lprib (VTG.) Zwischen Larasch und Tan- er sind am 13. April vier Frachtdampfer durch ein eutscheS Tauchboot versenkt worden.
V m u i d e n , 18 .April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der niederländiillien Telegraphenagenrur. Der Damps- trawler „E r n d r a ch i" landete heute die Besatzung der norwegischen Bark „Polykarp" (509 Bruttoregisterwnnen), die am der Reise von Wesch artlepool ncich Christi an ia von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden ist. Der Dampf- trawler „Ernestine Pauline" landete die Besatzung des dänischen (?) Sckioners „Fram", der auf der Reise von Hüll mich Aarbus von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden ist.
Aur dem Reiche.
Berlin, 18. April. (WTB.) Die Arbeit in Groß- Berlin ist l)eute von dem letzten Rest der feiernden Arbeiter wieder ausgenommen worden.
Schloß Blankenburg, 18. April. (WTB.) Heute früh 1.19 Uhr schenkte die H»erzogin von Braunschweig-Lüneburg eiuer gefunden Prinzessin das Leben. Das Befinden der Herzogin und der Prinzessin )var morgerrS ausgezeichnet gut. gez. .Kruckenberg, Lutz.
Ans FtaHt uüö Canö,
Gießen, 19. April 1917.
Ergebnisse der 6. Kriegs-Anleihe.
** Das Kriegsanleiheergebnis in Gießen. In der Gesanitzeickmungssumme von 30 087 700 für Gießen sind, worauf gestern noch nickt gebührend hin gewiesen worden ist, auch zahlreiche 'Zeichnmigen faer Landbevölöeruug des Umkreises ent- batten. Da die Einzelergebnisse noch nickst vorliegen, kann über das Maß der Beteiligung unserer Gießener Ernwol^rer, Über welches wir gestern eine auf falsche Voraussetzung bexuhende Ziffer nannten,^noch nichts endgültiges gesagt nierden.
** Kriegsanleihezeichnung i n Lazaretten. Nachdem überall für die Kriegsanleihe agitiert ist, lyat auch das Reservelazarett I in der Braugasse sich der Sache an- genommen. Dank der umsichtigen Bearbeitung durch den Vertrauensmann sind im Bereict)« genanntem L-azaretts rund 106 000 Mk. gezeichnet.
ra. K i n z e n b <k ch, 17. April. Die Kriegsanleihe der hiesigen Spar- und Darlehnskasse beträgt einschließlich der eigenen Zeichnungen: 1. Zeichnung 6000 Mk., 2. Zeichnung 42 500 Mk., 3. Zeichnung 28 000 Mk., 4. Zcichumig 48 000 Mk.; 5. Zeichnung 25 000 Mk. und 6. Zeichnung 70 000 Mk. MiMn eine Gesamtsumme von 219 500 Mk. Die Zeichnungen der Sckstiler zur 6. Kriegsanleihe betrugen 2500 Mk., die der älteren Jugend 1800 Mk., also zusammen 4300 Mk.
up. Ruppertenrod, 19. April. Das Endergebnis der Zeichnungen zur sechsten K r i e gisa nl ei he an der hiesigen zweiklafsigen Volksschule betrug die Summe von 18 569 Mk. Ter Betrag wurde bar ein gezahlt.
§ H artnl annshain, 18. April. Auch zur sechsten K r i e g s a n l ei h e legte unsere Schule — knapp 30 Schüler umfassend — wieder einen echten vaterländischen Opfersinn zutage. Durch fleißige Anregung des Herrn Schulgehilfcn Deubel aus Rudingshain zeichneten sie wiederum 311 Mk.
-s- Bersrod, 19. April. Die Zeichnung zur s e ch st e n Kriegsanleihe durch unsere Schüler erreichte 2460 Mk. gegen 440 zur fünften.
** G rünberg, 19. April. Das hiesige Bankhaus Jockel hat bei der Reickisbank Gießen zur sechsten Kriegsanleihe 1 140 000 Mk. gegenüber 600 000 Mk. bei der letzten Kriegsanleihe — insgesamt bei den bisherigen sechs Kriegsanleihen 4 174 000 Mark — an gemeldet. Außerdem konnte das Bankhaus neuerdings? 300 Mk. in Gold an die Reichsbank abführen.
(-) Eberstadt, 19. April. Durch die Schüler der lstesige« einklassigen Volksschule wurden auf diesechsteKriegsanleihc» 1914 Mk. gezeichnet. Bei der vierten und fünften Anleihe brachten die Schulkinder insgesamt 2273 Mk. auf.
H. Lon^dorf, 19. April. Ta hier in den letzten Stunden noch hohe Zeichmintzen auf die sechste Kriegsanleihe einliefen, so beträgt das Ergebrris nicht nute gestern gemeldet 68 000 sondern 100 000 Mk.
# Büdingen, 19. April. Im Bezirk Büdingen (Bezirks- sparkasse, Vorschuß- und Kreditverein und MittAdentschc Kreditbank, Agentur Büdingen) wurden insgesamt 1837 400 Mk. zur sechsten Kriegsanleihe gezeichne:: bei der fünften waren es 1 834 900 Mk. Bei dem Postamt wuroen 24 700 Mk., an Mündelgeldern 47 800 Mk., durch die Schüter 20 000 Mk. gezeichnet.
44 Effolderbach, 19. Llprll. Tie Schüler hiescher Schulklasse zeichneten zur sechsten Kriegsanleihe 1225 Mk.'
44Schwickartshausen,19. April. Die von Pfarrer Naumann geleitete P fenni g s parka s s e zeichnete zur s e ch st e n Kriegsanleihe den Betrag von 62 000 Mk. — In dem ein- gepfar-rten B obenhausen zeichnete die seit Juli v. Js. gegründete Kasse 300 Mk.
** Langsdorf, 18. April. Ter Vorschuß- und Kreditvei> ein e. G. m. u. H., Langsdorf, zeichnete zur s e ch st e n Kriegsanleihe für sich und seine Einleger 235 000 Mk. Tic Zeichnungen 'tei den verschiedenen Anleihen haben damit eine Million Marl überschritten.
rr. Schlitz, 19. i April. Die Zeichnung auf die sechste Kriegsanleihe erbrachte hier ein glänzendes Resultat. Wurden doch bei den hiesigen Sparkassen nicht weniger als 825 000 Mk. gezeichnet, rund 300 000 Mk. mehr als bei der fünften Kriegsanleihe.
** We tz l a r , 18. April. Bei der Mitteldeutschen Gerberei und Riemenfabrik Akt.-Ges., Wetzlar, welche selbst an den Zeichnungen auf die sechste K r i e g s a n l e i h e mit 500 000 Mk. beteiligt ist zeichneten Arbeiter und Beamte weiterhin den erheblichen Betrag von 50 000 Mk.
,ch. Bingen , 17. April. Die Zeichnungen auf die sechste K r i e g s a n l eji h e in der Stadt Bingen belaufen sich bis jetzt auf 5Ü2 Millionen Mark, doch ist das Ergebnis noch nicht vollständig, wird sich demnach iwch erhölstn. Die Znchnungen bei den früheren Anleihen stellten sich in Bingen: 1. Anleche 1546 000 Mk,
2. Awlechc 3 060 000 Mk., 3. Anleihe 3 490 000 Mk.. 4. Anleihe 3191000 Mk., 5. Anleihe 3 971000 Mk. Diesmal wurden die vorhergehenden Anleihen rocit übertroffen. Von der hiesigen Krcis- sparkässe wurden für sie und ihre Einleger 2'b Millionen zur sechsten Kriegsallleihe gezeichnet. Bei der fünften Anleihe betrug gen die Zeichnungen bei der Kasse 2 Mlllionen V?ark. Die Angehörigen und Insassen der Mnger Reservelazarette zeichneten zur sechsten Kriegsanleihe 1108 000 Mk. Insgesamt wurden in Bingen bei den fünf vorausgegangenen Anleihen 15 258 000 Mk. gezeichnet
Berlin. 16. April. (WTB.) Wie wir hören, sind bei dem großarügen Ergebnis der s e ch st e n K r i e g s a n l e i h e die Zeichnungen von Heer und Marine in weit höherem Maße als bii früheren Anleihen beteiligt. Schon jetzt wurden annähernd 4 00 Millionen Mark Zeichnungen von Heer'esangehörigen gemeldet, die in der bekanntgegebenen oumme voll 12,77 Milliarden enthalten sind. Mit kleinen und Neinsten Beträgen unter 100 Mark beteiligten sich bis jetzt annähernd vi er M i'l l i o ne n u nse rer Feldgrauen. Durch die Feldznchnungen bis 10 000 Mark, wofür die Zeichnungsfirst bis zum Ist. Mai abbiuft, wird daS Endergebnis der Anleihe noch eine weitere Erhöhung erfahren.
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Zur Beschaffung von Saatkartoffeln.
Aus dem städtischen Lebensnlittebunt schreibt mau uns:
Die Beschaffung der bei uns bestellten' Saatkartosfeln gat uns große Schwierigkeiten verursacht. Die Meugcn-smd zum Teil hier an-gekommen, zum Teil an uns beordert. ^!öenn sre jetzt noch einmal aitsgelesen sind, werden sie so


