Ausgabe 
19.4.1917 Erstes Blatt
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bclb tote möglich ^ur Ausgabe kommen. Es war leider trotz aller Anstrengungen nicht möglich, die bestellten Früh- oa^ofseln in voller Menge herbeizuschaffen. Es muß be- ruEslchtigt werden, daß durch die Verwendung alter, ab- gebauter Sorten und durch die ungünstigen Witterungs- veryaltnisje dre vorjährige Kartoffelernte schlecht war und oaß dalM die Frühkartoffeln zmn größten Teil zu Speise- zweuen Verwendung ftnden mußten, so daß nur wenig Lxratgut übrig blieb. Die Besteller müssen bedenken, daß in der Krregszeit Ausnahrneverhältnisse vorliegen, daß bei dem lang anhaltenden Winter die Mieten in Norddeutsch land erst tn den letzten Tagen geöffnet werden konnten und daß bei den Transportschlnierigkeiten die Anlieferung spät erfolgt. vie gelieferten Frühkartoffeln reichen insoweit, als jeder Belleller doch einen Teil seiner bestellten Menge erhält. Dagegen find wir mit den mittelfrühen und Spätkartoffeln bejjer daran. Hier besteht die Aussicht, daß die alle geliefert werden können. In den nächsten Tagen erhalten wir dar­über Gewißheit. Es ist vollständig unnötig, daß jeder De- süeller noch einmal am Tiefbanamt, am Lebensmittelarnt oder in der Privatlvohnung nachfragt, ob und wann er seine bestellten Kartoffeln erhält. Mit der Aussaat hat es bei diesem Wetter auch noch Zeit. Wie oft sind die zu früh gesetzten Kartoffeln dann im Mai und noch anfangs Juni erfroren. Wir bitten also noch um etwas Geduld; es wird in der Zeitung bekanntgegeben, wann, wo und wie die ^aatkartoffeln ausgegeben werden, die beim Lebensmittel- aint bestellt worden sind. Wer Frühkartoffeln essen will, wenn die'Keller leer sind und die Versorgung mit Speise- kartoffeln aufhört, der muß seine Beete im Garten gut zu­bereiten und dann einen Versuch mit den Setzlingspftanzen machen, die wir um so mehr empfehlen, als jeder Kartofsel- anbauer aus seiner diesjährigen Ernte unbedingt sein Saat­gut für den Anbau iiw Jahre 1918 erübrigen und zurück- halten muß, weil die Beschaffung von Saatgntsrühkartoffeln nächstes Jahr noch viel schwieriger, vielleicht ganz unmög­lich sein wird. Deshalb sollte man Frühkartoffeln schon zur Gewinnung von Frühsaattärtoffeln ganz besonders an- vauen. Da^u sind die - Stecklingspflanzen gut geeignet, zumal sie sämtlich gezogen firtb von Adsaat II der vorzüg­lichen FrühkartoffelnKaiserkrone".

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** Auszeichnung. Forstmeister Nicolaus von lionrvod, Leutnant und Regimentsadjutant in einem thürin­gischen Infanterie-Regiment, Inhaber der Hessischen Tavser- leitsmedaille und des Eisernen Kreuzes 2. und 1. Klasse, wurde vom Großherzog von Sachsen-Weimar das Ritter­kreuz 2. Klasse des Ordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken mit Schwertern verliehen.

** Die Mittel deut s che Kreditbank, Filiale Gießen, gibt in unserem Anzeigenteile bekannt, daß die Stücke von 100 Mk., 200 Mk., 500 Mk. und 1000 Mk. der fünften d e u ts ch e it Kriegs an l eiihe erschienen sind und von den Zeichnern unter Vorlage der Abrechnung und einer Legitimation in Empfang ge­nommen werden können.

** Bie b e r t a lba h n Vom 1. Mai ds. Js. ab wird ein ge­änderter Fahrplan eingesührt, über den die Stationen und die Bahnvernxrltung Auskunft erteilen.

** Lichtspielhaus. Nur noch, heute und morgen > vi.ro der Roman einer Prinzessin lfünf Akte), in der Haupt­rolle die bekannte Bübnenschönheit Mia May, alsPrinzessin Eva Maria" gegeben. Außerdem bringt das Programm Ausnahmen Unsere Marine" unb ein Lustspiel in zwei AktenDer Fang der Detektivin", verfaßt yon Wilhelm Adler.

** Das heuti ge Kreisblatt Nr. 67 enthält Bekannt­machungen über Verbot der Ausfuhr ltrtb Durchfuhr von Rohstoffen zur Verwendung des Kriegsbedarfs, Verehr mit Brotgetreide und Mehl. Schrotmühlen. Angebot von Pflügen und Eggen.

Landkreis Gießen.

-s- Bersrod, 19. April. Vorgestern abend kamen hier 25 Jndustriekinder" aus Herne in Westfalen an. Sie bleiben bis in den Herbst in unserem Dorfe. Da in der vorigen Woche Frauen nnd Mädchen wegen Mangel an männlichen Arbeitskräften fleißig im Walde beim Holzmacben halfen, ist die Gemeinde imstande, jeder Familie, die (ine Arbeitskraft stylte, 2 Raummeter Prügel und ebensoviel Reisig zum Tarifpreise zu überlassen.

8 O b b o r n h o s e n . 18. April. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. erhielt der Jäger zu Pferde R. Block von hier. Er steht schon seik Kricgsbeginn im Felde

Kreis Büdingen.

# Büdingen, 19. April. Das EiseÄre Kreuz erhielt der Lapdsturnrmann Heinrich Euler. Den Tod fürs Vaterland erlrtt am 8. April der ?7Lusketier Wilhelm Herzinger.

# Effolderbach, 19. April. Tie Hessische Dapferkests- medaille erhielt Kanonier August Spitznagel. Den Helden­tod starb am 3. April der Gefreite Wilhelm Müller, Inhaber des Eisernen Kreuzes.

4t H a i n ch e n, 19. April. Das Hessische Sanitätskreuz er- ! stell der Fahrer Friedrich Hestsel

Kreis Alsfeld.

up. V o n de r O hm, 19. April. Tie vereinzelt warmen Tage, die setzt in dein Nachwinter austreten. haben die Entwicklung der Wintersaaten sehr gefördert, sie haben auch gezeigt, daß diese recht gut durch den harten Winter gekommen snrd. Ter Winterraps, unsere Hauptölpfl-anze, ist weder erfroren iroch ausgewintert, son­dern beginnt zu grüneu und zu sprossen. So ist es auch mit dem '.Klee. Wenn auch der Roggen nicht so dicht bestockt ist wie im vorigen Jahre, so zeigt er doch lebhaftes Wachstum, ebenso der Weiten. Zeit wäre es allerdings, daß es endlich einmal wärmer wüwe und daß die Nachgesechte des Winters aufhören.

Kreis Schotten.

4t Schotten, 19. April. Das Eiserne Kreuz erhielt der llirtewsfiz ier Wagner.

up. Aus dem Vogelsbcrg, 19. April. Nachdem die Dienen an den zwei letzten Samstagen die ersten ausreichenden

Neinigungsausflüge ans geführt, hat der Imker das Er^bnis der diesjährigen Durchwinterung fest stellen können. Diese Durch- ivsttterung ivar durch die Länge des Winters, der ja jetzt noch nicht ganz vorüber, sehr erschwert. Es l>at darum bei vielen Völkern viel Tote gegeben und viel Reste auf dem Bvdenbcett. Solche Völker sind hierdurch gesckWächt ivorden. Wenn durch den langen Nachvinter, der bis zum Mai, rvie es scheint, anhasten will, auch die Blütezeit um Wochen verspätet wird, sind derartige Völker dennoch noch nicht erstarkt genug, um die Honigzeit richtig auszu- nützcn. Hier muß der Bienenzüchter helfend eingreisen. Welchen Wert der Bienenhonig zurzeit hat, das zeigt sein Preis rwn 45 Mark für das Pfund.

z. Vom oberen Vogels bcrg, 19. April. Auf eisigen Ostwind, welcher gestern und l-eute herrschte. war vergangene Nacht wieder starker Schneefall erfolgt, welcher auch beute den gawen Tag über andauertc. Heute morgen, war alles in eine weiße Schneedecke eingehüllt. Durch die starken Nachtfröste im vorigen Monat und tagsüber Tauweiter ist vieles Korn ausgewintert. Durch das fort­während schlechte Wetter kann die Frühjahrsbestellung noch nickst ausgeführt werden.

Starkeuburg und Rhcinhessen.

e. Tarmstadt, 19. 2lpril. Anlaßlick» seiner am 21. April stattfindenden Hauptversammlung begeht der Zweigverein Tarm­stadt vom VogelSberger Höhenklub (V. H. C0 gleich- .zeitig die Feier des 25jähcigen Jubiläums seines ersten Vorsitzen­den, des Geh. Schulrats Prof. Tr. Schweis gut, der in diesem Jahre bereits ein Vierteljahrhundert an der Spitze des Vereins sicht.

Hessen-Nassau.

Bad Homburg v. d. H., 18. April. Mit einer für die zukünftige Entwicklung Homburgs als Kurort hocbbedeutsamcn An­gelegenheit beschäftigte sich am Dienstag abend die Stadt verord- netenveriammlung in lcrngstündiger geleimer Sitzung. Es handelt sich um die Umwandlung des bisherigen städtischen Bades in eine Aktiengesellschaft. Zur BerwirklickANg dieses Planes bat sich bereits ein Konsortium gebildet, das sich aus zahlreichen Angehörigen des Hock-adels, der Großindustrie und der Großkaufmannfckiaft, der Rheinprovinz, Hessen-Nassau und dem übrigen Deutschland zusammeusctzt. In erster Linie sind es Freunde und langjährige Gönner Homburgs. Diese Gesellschaft l)at der Stadt das Anerbieten gemacht, zur Uebernahme des gesamten Kur- und Badel>ctriebes eine Aktiengesellschaft zu gründen. Ein unifangreicher Vertragsentwurf lag gestern abend bereits den städtischen Körperschaften zur Prüfung und Berattmg vor. Wie Nur hören, steht man hier dem Plane des Konsortiums wohl­wollend gegenüber, zumal man durch die Uebernahine des Bade­betriebes durch eine kapitalkräftige Aftien Gesellschaft, die zudem noch über einen ausgedeb.iten durck-iveg sehr wohlhabenden Be­kanntenkreis verfügt, einen großartigen Aufschwung des Bades erhofft.

# Morn sch ausen (Kreis Biedenkopf), 18. April. Den Bund fürs Leben schloß dieser Tage ein Brautpaar, von dem der mämr- lidyz Teil 75 Lenze, die Braut 29 zurnckgelegt hat.

Letzte Nachrichten.

Lin großes Li?enbahnung!ück auf der strecke Augsburg - München.

Augsburg, 19. April. (Amtlich.) In der Station Lang- hosen stieß gestern abend 10 Uhr der von Augsburg nach München fahretrde Sckxnellzug T. 53 mit dem von München kommenden ge­mischten Zuge 926 zusammen. Zug 926 hatte in der Station Langhofen einen Wagen in das Ladehofgeleise ab gestellt und war eben im Begriff, üb^r das Gleis AugsburgMünchen auf das Gleis MünchenAugsburg überzuwechseln und auf diesem die Fahrt sortzusetzen, als D.-Zug 53 in voller Geschwindigkeit die Statton durchfuhr und den Zug 926 durch schnitt. Bei dem Aufprall wurden vier Wagen des Zuges 926 zertrümmert und ein weiterer umgeftürzt. Die Lokomotive des D-Zuges 53 stürzte mit dem Tender und dem nachfolgenden Postwagen gleichfalls um. Außer­dem ivurde der Packwagen des Schnellzuges in den ^Personen­wagen 3. Klasse bis zur Hälfte hineingckschoben; ein fol­gender Personenwagen entgleiste, die übrigen blieben in der Spur. Die beiden Statrmrsgeleise sind gesperrt. Bon Augs­burg und München wurden auf die Meldung des Unglücks sofort Hilfszüge (mit Rettungswagen, Aerzten nnd den Führern und Mannschaften der Sanitätskolonnc abgcschickt. Die Verwundeten wurden mit Rettungswagen irr Sonderfahrt teils nach München, teils nach Augsburg verbracht. Ein Teil der Verwundeten fand vorübergehend iAusnahme und ärztliche Hilfe im Schloßlazarett Langhosen. Die Llufräumungsar besten wurden sofort in Angriff genommen. Bei dem Unfall sind nach den bisherigen Feststellungen 21 Reisende, darunter 16 Soldaten, sofort ge­tötet worden, 41 Personen wurden verwundet, darunter mehrere schwer. Der' Unfall ist anscheinend darauf zurückzuführen, daß der Lokomotivführer des Schnellzugs das aufHalt" stehende und die Ueberwechselimg des Zuges 926 sichernde Stationssiqnal überfuhr. Zur Zeit des Unfalls herrschte dichtes Schneegestöber.

Die Nirfenkämpfe im Westen.

Paris, 18. April. Die ftanzösische Offensive leitet oie grösste Schlacht an der ftanzosisch-dln,Ischen Front seit den Marne­kämpfen ein. Die Schlacht steigerte sich sogleich zu einem Kampfe von unerhörter Hefttcchest nnd Erbitterung. Schon jetzt mißt die Schlachtsront 200 Kilometer. Genau genommen sind vier Schlachten

eitfömrtitf, boi Arms, St. Quentin, bei Laon imb bei ilxaxmne. Zit fünfte Scblacht tobt seit gestern in der Westchampagne.

Zürich, 18. April. LautZüricher Post" greift die englische französische Offensive auch aus die belgische Front über. Bei Dipmicden würde das Artist eriesener ständig wachsen.

Gens, 18. April. Durch Weiterungunst suchen Pariser .Kom­mentare zu erklären, tvarurn die Hoffnungen der zum außcrordent-- lichsten ^steigerten cmglisckn-ftanzösisd^n Anstrengungen, an denen auch russische und portugiesische Truppen teilnahmen, um die Eck­pfeiler der deutschen Stellung ins Wanken zu bringen, sich bisher als nnerfüllbar erwiesen. Man könne angesichts der' kräftigen Verteidigung vngenblicklich nicht erkennen, inwieweit die Plän^ der Generale Haig und Nivelle Äwer Vcrwirkliämng nähergeiück» seien. Die Leittmg der französische Operation» der SonsvnS und Reims ist dem General Micheler übertragen, ihn unterstützen, wie dasJournal" versiehst, Nivellc und ein vorlchchg nur mit M. bczcichneter General. DemMattn" zufolge selie Miclieler sich veranlaßt, seine Angriffspläne den von 5dindenburg an geord­neten Bcwegrmgen enti'isteck>end in maircheu Punkten abzuändern. Die Pariser Presse bezeichnet die französische Osferrsive als den Beginn rmd einen Teil der letzten und höchsten Anstrengung der: Entente-Heere zur Erzwingung der Entscheidung aus dem west- lickxn Kriegsschauplatz. Die MoMag früh begonnene Schlacht sei nur der Anfang eines großen Durchbruchs Versuches. Senator Berenger sagt imParis Midi": Die Morgenröte der ichreck- lichen Tage des späten Frühlings von 1917 geht auf über deA Stunden der letzter! Entscheidung.

Haag, 19. April. Das AmsterdammerMlgemeen ^sandelZe, blad" erklärt: Es ist eine furchtbare Sckckacht an der Aisne ge­worden. ^kber das Ziel der Angreifer ist nicht erreicht worden. Tie deutsche Frontlinie zwischen Soissons und Craonne ist aufs neue ein Stückchen nach hinten gebogen worden nnd die erste Crntt die durch das ungel>eure lOtagige Bombardement vernichtet uny durch eine Anzahl Minentrickiter zerrissen wurde, mußte verlasien werden, aber die hinteren Linien haben stcmdgehalten und dev Vormarsch der französischen Truppen ist zum Stehen gekomnven. Die zehntägige Beschießung gab den deutschen Truppen Zeit, di« vorläufig unbrauchbar gewordene erste Stellung zu räumen und dahinter sich in einer zweiten Linie festzusetzen, an der die Fran^ zosen sich müde gerannt haben.

Genf, 18. April. DerMatin" meldet, daß die französisckre Heeresleitung im Einverständnis mit der englischen schon Mitte März eine große -Offensire gemeinsam in die Wege leiten nivllte. Längs der Somme wollte man den ersten Durchbruchs versuch wagcm. Dieser erste Plan ser durch Hindenbuvgs Fwntveränderung! vereitelt und erst jetzt an der Artois- und Cham vagnefront wieder aufgencunmen worden. DasJournal du Peuple" wirft die bange Frage auf:was wird geschehen, wenn es wider alle Hoffnungen und Erwartungen, trotz der Ausnützung des Höchstmaßes der Kräfte nicht gelingt, den Feind aus Nordfrankreich, zurückzudrängen. Di« Schlußfolgerung des Artikels ist von der Zensur gestrichen worden,^ Bulgarischer Bericht.

Sosia, 18. Llpril. iWTB. Nichtamtlich.) ^ GeneralstabsberichL vom 17. April. Miazedonistbe Frmtt: Englische Erkundungsabq teittrngen, die gegen unsere Posten nordöstlich des Dorvansees vor^ gingen, u-urden durch Feuer vertrieben. In der Seres-Ebenrj versuchten starke englische Patrouillen bei Barakli und Dschnnari» sowie bei Kavakli Tschilik, westlich von ^Serres^ sich imseren Stel­lungen uähecten. Sie wurden durch unsere 'Posten zersprengt. ^Arr der ganzen Front ziemlich schwaches Artillerrefeuer. Rumänsicbe Front: Ruhe. Türkischer Bericht.

Ko n st a n t in ope l, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.)^ Amt­licher Heeresbericht. Jraksront: Am Euphrat wrrrde eine 60 Mann starke englische Truppe beim Uetzergang über einen Kanal von berittenen Truppen von uns gefaßt und vollständig aufgeriebeiA, ?ln der K) i g r i s - und an der Diala-Fron» keine besonderen. Ereignisie. An der persischen Grenze östlich von Suled Manet wurde eine feiirdliche Schwadton in östlicher Richtung zw, rückgetrieben. Hierbei wurden viele Tiere und 2lusrüstungsstücke erbeutet Kaukasusfront: Außer schwackwm Artilleriefeuer ge^ gen den linken Flügelabschmtt nur vereinzelte Patrouillengefechte^ dic^ durchweg zu unser'en Gunsten verliefen. An der k l e i n a s i a* t i s ch e n K ü ste wurde die offene Stadt M a rm>a rv s von feind* lichen Schiffen bombardiert 2 Kinder, 4 Männer sind tot, 2 Kin­der, 5 Männer und 10 Frauen verwundet. Das war das Ergebnis dieser verbrecherischen Handlung. An der Sinaifront Äschoß unsere Artillerie mit gutem Erfolg ein feindliches Lager. An deni übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse.

^ Frildensermartungen.

Turin, 18. April. Laut Londoner Metdlrrrg der Sttrmvci" sehen englische Blätter in der jüngsten Rede Lloyd Eworges Hinweise ans einen nicht mehr fernen Frie­densschluß. TerDaily Expreß" hebt hervor, der Premier­minister habe klare Anspielungen auf den baldigen Frieden gnnacht, indenr er sagt: Es hätten sich in diesem Kriege son­derbare Vorfälle ereignet. Noch !nerkwürdigere Ereignisse seien im Gange'und rückten schnell heran.

Reaktion in Bessarabien.

Kopenhagen, 18. April. (Peivattelegr.) Wie die Peters­burger Soziolistenzeitung Mbotschaja Gazeta berichtet, erhielt der Vollzugsausschuß des Arbeiter- und Söldatenrates viele Tele­gramme aus B essarabien, in denen geklagt niird, daß die Roalttvnären dort ihre Propaganda ungehindert weiter betreiben. Das Blatt sagt: Die Polizei ist die alte aeblieben und die neu-' . geschaffenen Geioeickschaftsorgani; aiionen sino sck-wach uub uneinig.' Der Arbesterrat müsse dorthin Rcvolutionstruppen von der Front schicken, um die neue Regierung zu befestigen. Aus Depeschen aus Odessa geht hervor, daß in Bessarabien die frühere Ordnung beibehalten wird. Die örtlichen Obrigkesten erkennen die neue Ordrmng nicht an. 'Die revvlirtionären Sildatrn werden ge* zwangen, die roten Bänder abzulogen. Die Polizei zwingt die Bauernschaft, Ergebenheitsadressen an den früheren Zaren zu unterschreiben. Das Blatt fordert die Regierung aus, zusammen mit dem Arbesterrat energische Maßnahmen gegen diese Feinde der neuen Ordnung zu ergreifen. Telegraphische Anordnungen, sowie die Entsendung von Kommissaren genügten nicht mein. Eine milstärische Expedition sei nöttg, um die Reaktion in Bessarabien niederzuringen.

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