o?ruatm;g ozc Provisor.schen Regierung.
Petersburg, 10. April. (WTB.) Die Petersburger Welegrapyen-Agentur verbreitet solgerrde Erklärung der provisorischen Regierung:
Rach pet Prüfung der militärischen Loge des russischen Staates hat >io; die vwvisorisck-e Regierung entschieden, um ihrer Pflicht geaeu ixij. Zav.o zu genügen, dem Volk offen und direkt die ganze Wahrheit zu sagen.
Die icht gestürzte Regierung lieg die Landesverteidigung in Zuirande schn-eru- Unordnung. Durch ihre sträsliä-e Un- ttätigiect uii!' i! re ungeschickten Maßnahmen brachte sie Unordnung uu nn>ere Finanzen und in das Verpslegungs- laiö Transpvrlwesen (OiWe in die ^Munitionsversorgung der Armee. Sie erschütterte rcnsere ganw ivirtschaftliche Organisation.
Die provisorische Regierung verwandte mit lebhafter, tätiger Unterjtud'.u'.g des ganzerl Volkes alle Kräfte dazu, diese schlimmen Algen tcs eiten Regimes zu beseitigen Aber die Zeit drängt.
Blut zahlreicher Söhne des Vaterlairdes floß im Verlaufe dwser langen zweiein'halb Kricgüjahre reichlich. Trotzdem steht das. Land immer noch einem mäßigen Gegner gegenüber, der ganze Länder unseres Staates besetzt hält und gerade jetzt in den Geburtstagen der russischen Freiheit uns neu bedroht.
Tie Verteidigung unseres eigentlichen nationalen Vaterlandes um jeden Preis, und die Befreiung des Landes von dein Feinde, der über Misere Grenzen drang, bildet die lxmptsächlichste und wichtigste Aufgabe unserer, Krieger, die die Freiheit des Volkes verteidigen. Tie provisorische Regierung überläßt es dem Willen des Volkes, in enger Gemeinsamkerl mit unseren Verbündeten alle den Welt- krr e g und seine Beendigung betreffenden Fragen endgültig z u e n t s ch e i d e n , hält es aber für iln Recht und rhre Pllcckü. schon jetzt zu erklären, das; d a s freie Rußland nrcht das Ziel hat, andere Völker zu beherrschen, rhnen ihr nationales Erbe weg-zunehmen nrid gewaltsam fremdes Gebret zrc besetzen, daß es vielmehr einen danerlxrften Frieden auf Grunds des Rechtes der Völker, ihr Schicksal selbst zu bestimmen, herversühren will. Das russische Volk erstrebt nicht eine Steigerung Temer äußeren Macht auf Kosten anderer Völker. Es hat nickst das Zwl. irgend ein Volk zu unterjochen oder zu erniedrigen. Mit dem Namen Glerclcheit entfernte cs die Ketten, die auf dem polnischen Volke lasteten. Aber das russische Volk wird nicht zu geben, daß sein 'Vaterland aus dem großen Kampf erniedrigt und erschüttert in fernen Leber.sbeding".engen hervorgeht. Diese Grundsätze tm-rden die Grundlagen der äußeren Politik der provisorischen Regierung bilden, die dem Volkswillen unfehlbar zur Ausführung bringt und 'die Rechte unseres Vaterlandes schützt, wobei sie die Berpflich- timgen, die wir gegen unsere Verbündeten cingegangen sind, -einhält •
Die provisorische Regierung des befreiten Rußland hat kein Reäü. dem Volke die Wahrheit cvrzncntlwlten. Das Vaterland ch kn Gefabr und alle Kräfte müssen angespannt iverden, um es M retten. Möge das Land auf diese Wahrheit nicht mit einer unfruchtbaren Riedergeschlagenheit und nicht mit dem Zustand -der Entmutigung antworten, sondern mit Schwung, um einen ein- nertsiche-: nationalen Willen zu schassen. Das wird uns neue Kräfte für den Kampf verleihen und wird ims das Heil bringen. Möge die Schube harter Prüfung das ganze Land kräftig genug ruwen, um die eroberte Freiheit zu sichern, um sich einer imermüd- Irchen Arbeit zu widmen und zürn Wohl; des freien Rußlands.
Die prvwsorische Regierung, die den feierlichen Eid abgelegt n>at, dem Volke zu dienen, hat die feste Ueberzeugung, daß sie mit ^>er allgemeinen, bisher unbekannten Unterstützung Aller selbst im- tsrmche fern wird, ihre Pflicht gegen das Land bis zum Ende zu erfüllen. -
Der Präsident des Ministerrates: Fürst Lwow.
Der Petersburger Arbeiter- und Soldatenausschuß für den Frieden.
Berlin, 11. April. Die „B. Z. a. M." meldet aus Amsterdam: Nach einer Meldung der „Times" setzte der Petersburger Arbeiter- und Soldatenaus- NY u ß eine Kommis sionzurHerbeiführung des ^ rnedens ein, um direkte Verhandlungen mit dein Feinde A? eröffnen. Zu diesem Zwecke geht eine Abordnung nach ^lockhoun. Ein besonderer Kurierdienst zwischen Schweden und Rußland ist schon eingerichtet. Weiter fordert das Konii- ckee, daß einer seiner Vertreter das Mitbestimmungsrecht bei LEN Frontoperationen erhalten soll.
- Amsterdam, 11. April. (WTB.) Rach einem hiesigen Matte Melden che Firnes aus Petersburg: Der Ausschuß der Arbeitern ('geordneten veröffentlicht in seinem ofsiziellen Organ erue Anzahl von Beschlüssen mib kündigt die Bildung einer Kommission für auswärtige Beziehungen art. Die Kommchwn soll durch einm Kommissar bei der Petersburger Tebe- Agentur vertreten sein, der die Mitteilungen an die aus- tandttche Presse z!u machen und'alle Berichte, die die Agentur ver- senvet^zu kmttrollieren hat. Ter Ausschuß erklärt, daß er eine aktive Lewuttve nicht verwirft, aber das Recht fordert, eine Ageittur m Stockholm einmrichten, unzensierte Briese und Telegramme zu versenden, -md eigene Kuriere nach beim Ajusland y\i sckstcken. Das .Änlletm des Ausschusses sagt nvi-er: Wir 'fordern die Kontrolle des ' äu,nährenden Anssch-M der Soldaten über die Tätigkeit der ^Deverrem.-nts des Staates. Der Korrespondent der „Times" sagt Ich-wßluch, der Führer des Arbeiterausschusses sei rm jüdisck^er Adrokat : tarnt hü Stellew, der elxm sowenig nne Tscheidse das! Recht habe, im Nmnen Rußlands zu spreuZen. Der Korreilwrcdent meint, es rväre hohe Zeit, daß die russischer Juden öffentlich von den Demagogen abrückten.
E-u ongreß der russische!, Juden.
Haag, 11. April. (WTB.) Das hiesige jüdische Kvrvv- spondenzbiircMi meldet, ^ daß das jicdisck>e Zenwalkomitve den Kongreß der russischen Juden nach Petersburg erw- beruferr habe.
Das Deutsche Neich hat sich verpflichket, den hohen Zins- sah seiner Kriegsanleihen vor dem Fahre 1924 nicht .;er ab* Sulchen. Selbst nach dieser Zeit muß dem Inhaber zuvor Zurückzahlung zum vollen Nennwett angebolen werden. Wann hat je das '' sein verpfändetes Wort gebrochen?
Weder Zwangsmaßregeln irgendwelcher Art, noch Äe. fchlagnahmungen von Sparkassen- und Bankguthaben sind beabsichtigt oder auch nur in Aussicht genommen. Oie Drohung mit dem Zwang können wir getrosi den Eng. ländern überlassen. Das deutsche Volk, das seinem Vaterland bisher schon 47 Milliarden freiwillig dar. ge! ...cht hat, hat wahrlich weder Zwang zu befürchten noch Zwang verdient.
Eine Sondersiener auf die Krieackanseihe wird niemals erhoben werden. Es ist eine hirnverbrannte Torhelt, zu glauben, das Reich wurde denen, die ihm in schwerer Not geholfen haben, dafür sogar noch eine Strafe auferlegen. Die! berechtigter wäre es, nach dem Krieg jenen eine nachdrückliche Steuer aufzuöürden, die sich von der Be. telligung an den Kn'easanleihen zurückgehalten haben, obwohl ihnen ihr Einkommen und ihr Vermögen die Zeichnung gestattet hatte.
Oie Oar'ehnskaffen werden nach dem Krieg noch eine Reihe von Zähren - mindestens vier oder fünf - bestehen bleiben und für die Beleihung von Wertpapieren zur Ver« fügung stehen. Sie werden durch maßvolle Zinssätze auch im Frieden die allmähliche Abtragung der für Kriegs, anleihezeichnungen aufgenommenen Darlehen erleichtern. Man kann also jederzeit das in Kriegsanleihe angelegte Kapital in Bargeld umfetzen.
Aurelm'edercmng, der mit dem inneren Wett der Kttegs. anler'hcn nicht übereil.stimmt, wud niemals eintreten. Es sind wirksame Vorkehrungen getroffen und gründliche Maßnahmen vorbereitet, auch bei einem etwaigen plöh. lichen Andrang sehr großer Mengen von Verkaufs- antragen in den ersten Fttedensjahren einen Kurssturz zu verhindern und unmöglich zu machen.
Du hast also keinen Grund ängstlich zu fein und Dein Geld brachtiegeu zu lassen. Dein deutsches Vaterland tst der sicherste Schuldner der Welt.
Zeichne Kriegsanle ihel
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Sern 11. Avril. lWTB. Nichtamtlich.) Der Pariser ..Te. Aos meldet aus Petersburg. Tie gebieterisch« starrsinnige Hattimg des Arbeiter- und S o l d a t e u f o nt i t c e <2 rief m bem Lande energische Proteste hervor, da man nicht zu- mnimwolle, daß )\d) das Komitee in Staatsangele^enleiten misckZe. L>er Druck von mehreren Seiten vevanlaßte das Koini'tee nunmehr erne vernünsttgere Haltung anzunehnven, was auch airs einem Ar- tlkel des Komitees hervorgehe, dns schrieb, die provisorische Regierung nriKic die Exekutivgervalt ansüben, aber ihre (Gewalt dürfe nutzt imfceicUränft sein. Das Exekutivkomüce müsse sich der Kontrolle der ganzen Nation unterwerfen, damit Ausschreitungen gegen bv nationale Freiheit vermieden werden. Das Arbeiter- und Soldatenkomitee wolle die Autorität der Negierung nicht schädigen aber es sei notwendig, miteinander Fühlung zu behalten,' um Wer Die ;u trntenben Maßnahmen zu beraten, welche nur nach einer vorherigen Nebereinstimmung zloischen der provisorisck>en Regierung mit dem Arbeiter- und Soldaten ko mitee getroffen wer- dcm dl'irfen. In mehreren lebenswichttgen Fragen sei bereits eine Euugrmg erzielt. Andere würden durch die konstituierende Ver- saumlttmg erörtmt werden. Bis dalßn müsse sich die Provisorff'ckVe Regierung mit der Nottoendigkcit gewisser Unannehmlichkeiten der revolutionären .Kontrolle absinden.
Die Forderuug der Bauer».
Basel, 11. April, (zf.) Havas berichtet aus Peters- sburg: Der russische Bauernverband hat folgende ^Tagesordmtug angenommen:
„Dir russischen Bauern, die im Lande die erdrückende Mehrheit dilnen, ertlüren, daß sie nur eine gesetzliche Regierung anerkennen
7,t dre promiorisckM Regierung. Keine andere hat das Recht' Dmudnungen polittscher oder verwaltungstechnischer Natur zu treffen. D.w Bauernverband billigt die Erkläru,rgkn der Regierung rmo fügt folgendes hinzu: Rußland soll eine Republik werden. Die 1 l der Apanagen, der Klöster usw. müssen enteigiret werden .^er unter der Bedingung, baß die Besitzer in gerechter Weise sck>ab,gt werden. Es soll ferner die .Höchstgrenze an Landbesitz für ermn emzelnen >estge,etzt werden. Sobald als möglich ist ein Dekret zu -<-"en, das den Unterrichts-stvang allgemein cinsührt. Diese B- werden in der konstltniereichen Versammlung durch den
Bauernbund vertreten werden."
Freilassung der verschleppten Ostpreußen.
Stockholm, 10. ?1pril. (zf.) Die Petersburger Telegraphenagentur teilt mit, daß die provisorische Regierung auf Vorschlag des Ministeriums des Aeußern und des Wirt- schaftsministeriicms die Freilassung der seit den Einfällen in Ostpreußen 1914/15 unrechtmäßig nach dem Innern Rußlands verschleppten deutschen Reichsangehö- riacn angeordnet hat. Die betreffenden Zivilgefangenen sollen mit Untersti'ltzung der Regierung nach der Heimat entlassen werden. Die Prüfung der Einzelfälle liegt einem besonderen aus Vertretern verschiedener Ministerien zusammengesetzten Ausschuß ob.
Die Uriegsadsichten Amerikas.
J 8ctn, m U ' „Petit «Bnrifien"
meldet ans New Pork: Bei der Erörterung des bjesetzesantrages über dm F ün fmi l l ra rd en-Kred i t, ist eine Opposition derjenigen, Konpreßmitglieber zu erwarten, deren lleberzeuMmg es i>t, dag die Vereinigten Staaten in dem Krieg für sich selbst kämpfen müssen gemäß der Mon ro edo ktri n und der alten Jfotterungspolltik. Diese Partei wird ihre Gründe geltend machen die dagegen i>re:i;cn, daß Bündnisse irgend-ivelcher Art mit irgend^ welcher europäischen Nation eingegangen lverben. Tie Anhänger der Mönroedo'ttrin werden die Kredite an die Alliierten nicht billigerc könnm, ohne gleichzeitig zuzugeben, daß später ameri- kamsche Truppen nach Europa entsandt Iverden können. Von den Pazifisten in letzter Stunde eingebrachte Znsatzanträge zeigen, in welcher Richtung sich die kommenden Erörterungen bewegen werden.
Amerikanische Schistsbaulen.
Washington, 11. 9lpril. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Bureaus. Präsident Wilson hat seine Zustinunmrg zu dem Programm des Schüfsahrtsdeparteinents erteilt, eine Flotte von tausend Hol /.schiffen zu 3000 Tonnen zu bauen, um dre Verluste an ^ca nsranm durch den Tauchbootkrieg zu decken Der Kongreß bewiltchte hierfür 5 0 Millionen Dollar' Dre Kontrakte fiir den Bau sind bereits abgeschlossen.
Der Schritzsekretär Mac Adco äußerte sich sehr zuversich^ sich über d« Befchafffmg eines Kredits von fünf Rtitliarden Dollar und meint, daß die Anleihen sehr bebeilbend überzeichnst werden würden. Ter ^esarnre Betrag ivürde vielleicht nick- aas; einmal auf den Markt gebracht werden, sondern von Zeit zu Zeit^ je nachdem man Geld brrnidje. Die Anleihen würden steuerfrei fern und wahrscheinlich 3 2 /2 Prozent Zinsen bringen. Drei Milliarden sinb für den Kredit der anderen Negierungen bestimmt, die mit .De. täLn) im K i g.' (i d Zc: Plan 1 c amorckani chm ^Regierung ist, , von den wideren Regierun-gen Obligationen zu laufe."'., die denselben Zinsfuß haben sollen wie die ObligLti-onen bar Vereinigten Staaten.
Ter Ernst der LebenSmittclsrage tn England.
Amsterdam, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) „Pakt Mal Gazette" vom 4. April schreibt: Wir wünschtest, daß die Regierung den Ernst der Le b ensm i t te l f ra g e mehr betonte. Sie würde noch durchaus nicht in ihrer wirklichen Bedeutung begriffen. Amerika wird vielleicht wertvolle Unterstützung zur Beseitissung der U-Bovtgefahr leihen. Aber inzwisck)eit nimmt der Schiffsraum bestand ab. Der Lebetisnrittelkontrolleur solide mit gröjjcrer Energie dem Publikum klar machen, daß eine Hungersnot tatsächlich im Bereiche der Möglichkeit liegt Wir verstehen- die Abneigung gegen die zwangsmäßige Ratio- ltterung. Aber die jetzige Ziellosigkeit biefex Angelegenheit kann auch zu überstürzter Rationierung führen, nachdem unsere Vorräte durch Gleichgültigieit und Wohlleben unnütz vermindert worden sind. Die 'Regieruttg muß ew'rgisch versuchen, den jetzigen gefährlick/eu Geist der Zufriederchert zu beseitigen.
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Die Brotrationen in Stockholm.
Kopenhagen. 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie „Nationaltideilde" meldet, sind in Stockholm heute die B r o t rativncn lveiter eücgcschränkt worden. Jede Person erhält, in Zukunft täglich 200 Gramm Mehl oder 160 Gmnrm hartes oder 230 Gramm weiches Brot.
Kopenhagen, 11. April. (WTB. Nichtamtlich.) ,,Ber- lingske Tidende" meldet aus Stockholm: Einer königlichen Verordnung zufolge werden alle im Lande besindlichn Vorräte an Mais und Reis, Maismehl und R c i s m e h l durch den Staat be s ch l a g n a hm t. Der Hafermangel ist sehr fühlbar. Hafergrütze ist in Stockholm kaum erhältlich. In t>erschicdencn Lan- desteilen können die Landleute die Pferde zu schweren Arbeiten nicht mehr verwenden, »veil ihnen das Pferdesutter fehtt. Aus dem gleichen Grunde ist in Stockholm der Wagen verkehr eingeschvmckt tvordeic.
„Nattonaltidende" meldet ans Stockholm: Anläßlich der nuck eingestellten Baumwollzufnhr aus Amerika trafen die schwedischen Banmwollsabriken, die insgesamt 10000 Arbeiter bescläftigen, Maßnahmen, um eine völlige Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Der Betrieb wird in allen Fabriken eingeschränkt, so daß die Arbeiter in den ersten vier Monaten iv-eiterbeschästigt werden können. Ver- hondlungeic wegen neuer Bauimoollz-ufuhren sind mit den amcwi- kanischen Firmen ein geleitet.
Seekrieg.
Berlin. 11. April. (WTB. Amtlich.) Außer drm bisher im April brkanutgkgele'.ien N- Bootserfolgen sind neuerdings im Knual, im Atlantik und in der Nordsee versenkt worDm:
16Dampfer, 7 Segler u nd 2 Fisch ersah r- zeuge mit insgesamt 5 3 000 B.-R.-T. und zw-ar:
Die englischen Dampfer „Stanl-ep" (3987 Tonnen) und „Glenvgl^' (8200 Dorrnen), die englischen Segler „Huntley", mit Pech nach Treppe, „Mary Annie", mit Kohlen nach Tre- pvrt, „Äo-az", „Gippeswic" (?), „Eirdymion", zwei unbekannte französische Fischerfahnzeitge, der italienische bewaffnete Dampfer „Avarrtguardi" (2703 Tonnen), mit Erz nach Cardiff, der belgische Dampfer „Trevier^ (3006 Tonnen), der holländische Tankdampfer „Hestia", die norwegischen Dampfer „Lisbeth" und „Grip" mit Koks und „Morild I" mit Grubenholz nach Cardiff, „Fanmand" mit Kohlen nach Lissabon, das nornve-gische Vollschisf „Svendsholm", der schwe-- disckw Dampfer „Romna" mit Erdnüssen und der griechische Da.npfer „Kating mit Phosphat nach Nantes. Ferrrer fol-^ gende Schiffe, deren Namen nicht sestgest^llt werden koirn- ten: ein abgeblendeter Convoy-Dampfer, ein abgebleudeter schwer beladener und von einem Kriegsschiff und Zerstörern gesicherter Dampfer, ein Lazarettschiff in der Mitte des englischen Kanals zwischen Le Havre und Portsmouth, ein beladener und von Zerstörern gesicherter Transportdampser mit Kurs nach Le Havre, der acts dem Eonvoy herausge-- schossen wurde,- und eine Dreimastbark im Schlepp eines be-- wassneten Schleppdampfers.
Zu den am 6. April veröffentlichten U-Bootsersolgen sind luich den bisher eingegangene^c eingehenderen Meldun- glkn der U-Boote sollende Einzelheiten nachzutragen. Unter den versenkten Schissen befandim sich: die bewaffneten eng- lisck>en Dampfer „Snowdon Rn,rge" (4662 Tomcen) mtt 7500 Tonnen Getreide, Früchten und Haferslocken, „Whenwood" (1984 Tonnen) mit 2900 Tonnen Kohlen für die englische Flotte, ein unbekcnmter Dampfer von 1800 Tonnen, die eng- lischeu Dampser „Faireawl" (592 Tonnen) mit Kohlen, „Enntstoww' (700 Donnen), „Ardenwen" (3798 Tonnen! mit 5000 Tonnen Zucker, „Ltrdglaß" (778 Tonnen) mit Stahlplatten, „Canchzaro" (6113 Tonnen), der Kohloir- darnpfer „Somme" (1800 Domren), „Holgate" (2604 Tonnen) mit Eisenerz (der Kapitän !vurde gefangen genommen), ein Passagierdampfer vom Typ „Megantto" (14 878 Tonnen), die englischen Segler „Howe" mit Kohlen, „Braudorr" mit. Stahlptatten, „Eastern Belle^' mit Pech, die englischen Fiscl-erfahrzeuge „Prince of Wales", „Galatia". „Morrl- mein", „Petrol", „Median", „Aeßlys", „Jndustria", „Expedient", das englische Feuerschiff „Socith Arklow" (Ostküste Irlands), die französischen Segler „Brujre" mit Teeröl. „Frrgaute" mit Kohlen, „Eugerre Pergeline" mit Nickel, die französischen Fischersahrzerrge „C 707", „C 709", „C 775" und zwei unbekannte französische Fischkutter, der russische Segler „Laymar", die uorwegiscl)en Dampfer „Korsuehk^ und „Dangali Gremnatt' mit Kohlen, „Nova" mit Kohlen, „Sandvit" mit Eisen, „Tizone^ mit Koks, „Marschall" mit Kohlen, „Consul Persson" mit Erz, „Havlyst" aus der Fahrt nach Englaird, der norwegische Segler „Sirirrs" rnit Weizen, der dänische Dampfer „Bergerhus" mit Stückgut, der Segler „Ebeuezer", der griechische Dampfer „Possidon" mit Eisenerz, ferner acht Dampfer, darunter zwei Tankdampfer, und vier Segler, deren Namen nicht festgestellt lverden konnterr.
Der Chef des Admirälstabos der Marine.
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Bergen, 11. Llpril. (WTB.) Der Hafen vo n Li ver- Pool ist wegen Minengefahr für den Verkehr gesperrt worden.
London, 11. April. (WTB.) Die Blätter melden aus Washington: Der amerikanische Postdampfer
„New Dor k" (10 795 Tonnen) ist ans eine Mi ne gestoßen, hat aber einen Hafen erreicht. Menschenleben sind nicht verloren gegangen.


