Rau ka s u s - Frvnt: Aüf dem lin^ Flügel wurden an ^Twei Stellen starke Aufklänmgsabl-eüutigen des Feindes zurück- geworsem
An den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis.
Konstantino Pel, 6 .Aprü. (MDB.) Sttntlicher Berrcht vom 5. April.
An der Dialafront fotzten die Engländer ihren Rückzug in der Richtung auf Dakuba fort. In Luft kämpfen hatte^erncs unserer Flügger.:ge, ein voni Haupt mann Schütz geführter Fokker, einen Zuftunmansuvst mit einem feürdlick^en Flugzeug, wober dreses in Trümmer ging. Unser Flugzeug landete mit dem abgerissenen Flügel des feindlichen Flugzeuges in unseren Linien.
An der K a n k a s n s f r o n t gelang es yn*n semdlrchen .Kmn- Vanien, Vvrüln'rgehend in die ersten Sicherheitsliniei: des Abschnitts unseres rechten Flügels einzudringcn. sie lvurden aber wieder himrusgetoorfen. Unsere Sick-erheitslinie blieb wir zuvor rn unserem Besitz.
Gestern vormittag erschienen drei feindliche Flugzeug- M u t t er s chi ff e, die von einigen Krenzorn und Zerstörern be- gleitet waren, vor dem Bosporus. Tre feindlichen Flugzeuge N'arfen Bomlien auf Kilios und den Eingang des Bosporus. Unsere Land- und Wasserflugzeuge griffen die feindlichen Kräfte an und zwangen sie durch Bombenwürfe, sich zu entfernen. Es wurde mit Sicherheit fcstgestellt, daß ein Schiff voll getroffen wurde. Die Nüssen melden in ihrem Bericht vom 23. März, daß die W a s ) e r <* leitung vo n Kon sta n t in o pel durch rufTtfcbe Flugzeuge am 26. Marz zerstört worden sei. Diese Behauptting ist f a l s ch. Die in beschränkter Zahl abgewvttenen Bomben fielen auf unbebautes Z>elande, ohne Schaden anzurichten. Was den Luftkampf auf dem SchwarzenMeer betrifft, so fügen nur dem, was durch unseren Bericht vom 27. März gemeldet worden ist. hinzu, daß nach dem russischen Bericht ein von unseren Geschossen getroffenes feindliches Wasserflugzeug zum Niedergehen auf dem Meere gezwungen wurde. Die Besatzung ließ dort ihr Flugzeug zurück und erreichte einen Zerstörer.
Die Beute des Kampfes bei G h a z a beträgt 5 Offiziere und 231 Mann als Gefangene, 12 Maschinengewehre, 16 Schnellade- gewehre, fünf kleine Kraftwagen, ein Auto mobil. 300 Gewehre und Bajonette, außerdem mehrere Munitionswagen und eine große Menge Piomermaterial irrtb Munition
Kein wichtiges Ereignis auf den anderen Fronten.
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Der «rlegszistand zwischen Amerika und Deutschland.
Washington, 5. April. (Nichtamtlich.) Das Reu- tersche Bureau berichtet: Der Senat hat-mit 82 gegen 6 Stimmen die Resolution, die den Kriegszustand erklärt, angenommen.
Washington, 5. April. (WTD.) Das Repräsentantenhaus hat die Kriegs-Resolution mit 373 gegen 50 Stimmen angenommen.
Wien, 5. Avril. (WTB.) Wie die Blätter vernehmen, ist der österreichisch-ungarische Botschafter in Washington, Graf Tarnowski, angewiesen worden, die diplomatischen Beziehungen zu den Bereinigten Staaten von Amerika abzubrechen und für die Botschaft und die Konsulate die Pässe zu verlangen, wenn der Kongreß den Antrag Wilsons ratifiziert, da» der .Kriegszustand zwischen Amerika und Deutschland besteht.
Das „Frenrdenblatt" sieht in diesem Vorgehen Oester- reich-Ungarns einen Schritt, der angesichts des unlöslichen Dündnisles und der in überragender Weise besiegelten Wafferwrüderschaft zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche als selbstverständlich erscheinen und auch wohl den allgemeinen Erwartungen entsprechen würde.
Frankreichs Trost an Amerikas Entschluß.
Paris 5. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenoe Havas. Zu Beginn der Nachmitdagssitzung der Kammer hielt Ri bot eine Rede, in der er sagte:
Die mächtige entscheidende ötfie, die uns die Bereinigten Staaten bringen, wird nicht nur eine materielle sein, sondern besonders eine moralische rach ein wahrer Trost. Wenn wir sehen, wie überall in der Welt das Gewissen der Völker enoacht und ein rmgeheurer Protest sich erhebt gegen die Gvairsamkeiten, deren Opfer »vir sind, so fühlen wir lebhafter, daß wir nicht nur für uns und unsere Verbündeten kämpfen, sondern für etwas Unsterbliches, und daß wir daran arbeiten, eine neue Ordnung zu begründen. So werden unsere Oper nicht vergebens sein. So wird das edle Blut der Söhne Fnrnkreichs eine fruchtbare Saat sein der Ideen der Gerechtigkeit und der Freiheit und die nötige Grundlage der Eintracht unter den Völkern. Im Namen des ganzen Landes richtet die Regier mg der französischen Republik an Regierung und Volk von Amerika mit dem Ausdruck seiner Dankbarkeit seine heißesten Wünsche.
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Die Nevolutlon kn Rußland.
Die Zarenfamilie.
Berlin, 5. April. sPrivattel.) Der Berliner ,,Lokal- anzeiger" meldet aus Budapest: „Russija Wjedomosti" meldet: Zar Nikolaus wandte sich mit der Bitte an die Regierung, man möge ihm erlauben, daß er mit seiner Familie sich in der Schweiz ansiedle, wo er als Nikolaus Romanow in Zurückgezogenheit leben wolle.
Kopenhagen, 5. April. (WTB.) Eine Petersburger Drahtnachricht besagt, nach den Meldungen imssischer Blätter werde die Zarin in den nächsten Tagen nach der Peter-Pauls-Festung überführt werden, wo sie interniert werden solle. Auch die Großfürstin Maria Pawlowna, die Mutter der Großfürsten Cyrill und Boris, wird dorthin gebracht.
Gleichzeitig mit der endgültigen Ernennung des Generals Alexejew zum Oberbefehlshaber des ganzen russischen Heeres wurde die Verkleinerung des Hauptquartiers angvordnet. Mehrere Abteilungen sind aufgehoben, eine ist dem ^tzriegsmüristerium angegliedert worden.
Freilassung der Geiseln.
Haag, 5. April, (zf.) Reuter meldet aus Petersburg: Die vorläufige Regierung befahl, die 500 Geiseln, die aus feindlichen Ländern bei den verschiedenen Offensiven von den russischen Truppen mitgeführt worden waren, frei- zulassen. Die Russen halten es für ungerecht, Menschen gefangen zu halten, deren einziger Fehler es ist, treu zu rhrem Reich gehalten zu haben.
Uebereinstimmung zwischen Deutschland und Oe fterretch-Nngarn.
Wien, 5. April. (WTB.) Wie die „Neue Freie Presse" hört, nehmen die Besprechungen zwischen dem deutschen Reichskanzler nnb dem österrcichisch-ungarische n Minister des Auswärtigen einen sehr befriedigenden Verlauf und führten, wie immer, zu einer vollkommen einheitlichen Auffassung in allen lausenden Fragen.
Die Gewährung von StaatSdarleherr an vom Krieg betroffene Personen.
Llm Schlüsse der letzten Tagung des hessischen Landtages ist an — im wesentlichen auf den Antrag des Abgeordneten Köh
l e r irrtb Tr. Osann zurückzuführendes — Gesetz zur Verabschiedung gekommen, das für den Wiederaufbau eines wichtigen Teiles unserer Volkswirtsckraft von größter Bedeutung ist. Nach dem oben genannten Gesetz dessen Wortlaut lvir unlern Lesern, bereits nritgeteilt hoben, ist die Fürsorge des Staates für die Wiederaufnahme von Betrieben des Gewerbes und des Handels, der Industrie, der Landwirtschaft und gewisser freier Berufe, die durch den Krieg in Not oder zum Stillstand gekommen sind, auch in solchen Fällen sicher gestellt, in denen der zum Wiederbeginn deS Betriebes erforderliäze Kredit durch die vorhandenen Kreditinstitute nickst beschosst werden kann, in denen also trotz aller Kre- diMürdigkcil dos Tarlelmssuchers.ausreichende bankmäßige Sickier- heiten nicht geboten werden können. Wahrend in der ursprüng- lici)icn Vorlage der Regierung die darzuleiheu.de Summe von dein Staat mid der betreffenden Heinurt gemeinde je zur Halste aufge- bracht werden sollte, was unter Umständen zu großen Sclstvierig- keiten geführt l-aben würde, wird nach dem nunmehrigen Gesetz die Tarlehnssumme allein vom Staat zur Verfügung gestellt. Voraussetzung für die GeuM-rung des Darlehens ist, daß die Nachsuchenden kreditwürdig sind und mindestens ein Jahr vor Ausbruch deS Krieges in Hessen gewohnt l?aben oder im Fall ihres Zugangs aus dem Ausland die hessische Staatsangehörigkeit besitzen. Tie Darlehen können auch vor Beendigung des Krieges alsbald nachgesuckst weichen, wenn die Voraussetzungen dafür zrrtrossen. Heber die Bcivilligung entscheidet eine Lmrdeskom Mission. Ter Betrag der einzelnen Darlehen soll 1500 Mark nicht übersteige». Ter Tarlehnsenipfänger hat im ersten Jahr keine Zinsen, im zweiten und dritten Jahr 2 Prozent und vom 4. Jahre ab 4 Prozent Zinsen zu zahlen. Tie Tilgung soll in 3 Jahren vom dritten Jahre an folgen. Zinsen und Tilgung können in geeigneten Fällen auf Verlangen gestundet werden, notfalls können auch Nachlässe der Schuldsumme erfolgen. Ausfälle an Kapital und Zinsen werden zur Hälfte vom Staat, zur anderen Hülste von Genroinde und Kreis zu gleichen Teilen gcüragen. Tie für ein derartiges staatliches Tarlelxm in Betracht kommenden Personen auf die neue gesetzliche Regelung aufmerksam zu machen, ist der Zvveck dieser unserer Ausführungen. Möchte von dieser staatlichen Fürsorge in allen geeigneten Fällen Gebrmrch gemacht werden. Tie betreffenden Anträge können bei den Heimatgenreinden gestellt werden, oder auch bei dem zuständigen Kreisemt, welche Stellen die Anträge an die LandeslonrMission weiterleiten werden.
Seekrieg.
Ein englisches Torpedoboot versenkt.
Haag, 4. April. (WTB. Nichtamtlich.) Die Neder- landsch Telegr.raf Agentschaft erfährt vom unterrichteter Seite, daß das Konrmandoschisf der Torpedobootsflottille von Dover, „Fory", am 23. März fünf Seemeflen nordwestlich von Kap Grisnez torpediert worden und gesunken ist.
Die englische Admiralität teilt von der vergangenen Woche die Versenkung von 18 Schiffen mit einem Raumgehalt von mehr, von 13 Schiffen mit weniger als 600 Tonnen mit. 6 Fischerfahrzeuge seien ebenfalls versenkt. Sodann gibt die Admiralität' zu, daß ein Minenleger älterer Bauart durch Auflaufen auf eine Mine gesunken ist. 24 Mann von der Besatzung werden vermißt.
Reuter meldet die Versenkung eines tveiteren Schiffes von der Klasse der „Almwick 6 affte". Am 19. März wurden 19 Mitsahrende in New Dort gelandet. Im ganzen wurden 115 gerettet und 16 getötet, 25 werden vermißt.
Nach einer Mitteilung aus Inruiden wurde der belgische Dampfer „Fevrier" (300 Tonnen), der für den Hilfsausschuß Weizen aus Amerika brachte, auf der Fahrt nach Rotterdam versenkt. In Imuiden sind 24 Leute von der Besatzung, zum Teil verwundet, gelandet worben.
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Berlin, 6 . April. (WTB.) Wie lvir cm zuständiger Stelle erfahren, hat die Bewaffnung der feindlichen Handelsschiffe weiter zugenommen. Die Erfolge unserer Tauchboote haben jedoch hierunter in keiner Weise gelitten.
Aus Stadt und Cand.
Gießen. 7. April 1917.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 9 bts 16. April 1917 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit:
Brotmarken der 15,. Woche, gültig vom 9. bis 16. April 1917
Bullermackm „ 15. „ , * 9. , 16. „
Flelschncaiken t lb. „ w 9. w 16. „
Kartoffelmarken, 14. „ * , 9. , 16. „
Zuckermarken Nr. 10 und II, gültig bis 30. April 1917.
Seiienmarken für den Monat April
Eiu U,«tausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marten kein Ersatz gewährt.
Geschäftsstundeu des Stadt. LebenSmittelamleS von v—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
MarkenanSgabe für Urlauber:
am 2. vslcrfeiertag von 10—12 Uhr vormittags.
Vaterländischer Hilfsdienst.
EV wird rwchmals daraus hingctviesen, daß alle Hilfsdienst- pflichtigen, d. h. alle mäurcEchen Personen, die in der Zeit nach dem 30. Juni 1857 und vor dem 1. Jamrar 1870 geboren sind, sich zur Hilssdienststammrolle zu melden haben. Befreit von der Mel- dimg sind nur diejenigen Hilssdienstpflickitigen, die seit dem 1. März 1917 im Hauptberuf beschäftigt sind. 1. Im Reichs-, Staats-, Gemeinde- oder Kirchendienste: 2. in der öffeirtlichen Arbeiter- urch Angestelltenversicherung: 3. als Aerzte, Zahnärzte, Tierärzte oder Apotheker: 4. in der Land- oder Fvrstwirtsckxrft, hierzu gehören auch die landwirrplzaftliä-en (nicht die geruerbliä-en) Gärtnrrxrerl; 5. in der Seo- und Binnmftscherei: 6 . in der See- oder Binnen- sclstsfahrt: 7. im Eisenbahnbetrieb einschl. des Betriebs der Klein- mrd Straßenbahnen: 8 . aus Wrrften: 9. in Berg- und Hütten- betrieben; 10. in der Pulver-, Sprengstoff-, Munition- oder Waffenfabrikation; hierunter fallen nur die Betriebe, die unmittelbar Pulver, Sprengswffe, Munition, Waffen oder Teile von Munition oder Waffen herstelleir.
Es ist nicht gesagt, daß alle Hilfsdienstpflichüge, die sich zur Stammrolle gemeldet haben, auch znm HUfsdieust eingezogen werden. Es wird auf Grund der Meldekarten von Fall zu Fall entschieden Iw-erden, ob der .Hilssdienstpstichtiae bereits in einem kriegswichtigen Betriebe bcsck>ästigt ist oder nicht. Diejenigen HilfÄ)ionst- psliclüigen, dereri T-eschäfligilNg ans Grurrd der Meldekarte vom Ausschuß schon als kriegswichtig feftgestellt wird, erhalten vom Ein- bernfungsausschuß keine Aufforderung zur Aufnahme der Arbeit im vaterländischen Hilfsdienst.
** Aus bnn St ad tth ea t erburvau. Ueber die Vorstellungen der Feiertage ist noch nachzutragen, daß mn Ostermontag rmchmittags eine Wiederh-olung des Schwanks „Der Raub der Sa b i ri e rin neu" stattsindet, der bei der Auffüt/rung zu 5)errn Eonradis Ehrenabend wahre HeiterkcitSstürme cntfasselt hat. — Am Donnerstag, den 12. April, findet unter dein Nanren „Nationalta'g der deutschen Bühnen für die 6 . Kriegsanleihe^ eine Aufführung statt, deren Zweck weitgehendste Beachtung und Unterstützung beanspruchen darf. Für die Ausführnngen am 12. April haben nämlich im gaii.zen Reich — soweit die Theater dem Deutschen Bühneiwerein angehörerr --
die Bühnenleitungen auf die Einnahmen und vre lichen Mitglieder aus die Tagesaagen verzichtet. Der \\ap ergeberrde Betrag wird sofort als Reichsanleihe gezeichnet und durch eine von Bühnenverein und Bühnen- aenossensckiafl (den Organisationen der Arbeitgeber uno Arbeitnehmer beim Theater) gemeinsam eingesetzte Ver- waltuirg für einen triegswohltätigen Zweck verlvendet. Um eine möglichst groß- Einnahme zu erzielen, ist für hier die neue Operette „Der Soldat der Marie" für diesen. Tag angesetzt worden. Eingeleitet lvird der Mend durch einen Einakter, „Gezeichnet, der eigens zu dem Zweck geschrieben wurde und zurzeit cm vielen Bühnen gegeben wird, um Propaganda für die 6 . Kriegsanleihe zu machen und noch in letzter Stunde alle Säumigeir an ihre vaterländische Pflicht zu mahnen.
**Oberhessischer lKunstverein. Die Ausstellung ist an den beiden Osterfeiertagen von 11 bis 3 Uhr geöffnet, an denj übrigen Tagen von 11 bis 1 Uhr. Verkauft wurden bis jetzt aus dieser Ausstellung: ,T)n Betrachtung" von S. Glücklich, „Auf der Weide von van der Heide und „Winterabend" von R. Gönner, Münck-en.
** Fleischbestellung. Mit Rücksicht auf die Osterfeiertage hat die Tlbliescrung von Fleischmarken sür die nächste Woche ausnahmsweise Dienstag während der abgegebenen Stunden zu er folgern
** Verkauf von Petroleum. Auf die Bekanntinachung, betr. Abgabe tom Petroleum zu Beleuchtungszwecken, in heutiger. Nummer mack-en wir hiermit aufmerksam. Danach darf in der Zeit vom 1. April bis einschl. 31. August 1917 Petroleum zu Leucht- zwecken an Wiederverkäuser, vom I.Mai ab an Verbraucher nicht mehr abgesetzt werden.
** Oeffentliche Versammlung. Mittwoch, den 11. April, abends 81/2 Uhr, im Saale des Gasthofes Fürsten- Hof 51 t Gießen, Lindenplatz 1: „Die sechste Kriegsanleihe". Siehe Anzeige.
** Arbeitsruhe während der Feiertage. Von dem Waffen- und Munition-Beschaffungsamt ist, wie wir hären, für die ihm unterstellten Betriebe der Heeresverwaltung die Arbeitsruhe während der Oster- und Pfingsttoge derart geregelt, daß die Arbeit in den Betrieben, in denen in Tag- und Nachtschicht gearbeitet wird, vom Schluß der Samstag-Nachtschicht bis zum Beginn der Dienstag-Tagschicht, in den übrigen Betrieben vom Schluß der regelmäßigen Arbeitszeit am Samstag bis zum regelmäßigen Arbeitsbeginn am Dienstag ruht, wenn nicht besondere Verhältnisse bedingen, daß nach Anordnung der Vorstände der einzelnen Dienststellen auch an den genannten Tagen gearbeitet werden muß. Es darf wohl erwartet werden, daß, da ein allgeineines Bedürfnis nach Ruhe auch für die sehr angestrengte Arbeiterschaft der Privatbetriebe vorliegt, sich auch die Leiter von Privatbetrieben von vorstehenden Grundsätzen leiten lassen werden, sofern nicht ganz besonders dringliche Verhältnisse vorliegen.
** Kapitänleutnant Fritz Wolf, der nach Graf Dohna vielgenannte erste Offizier der „Möve" auf ihrer ersten und zweiten erfolgreichen Kaperfahrt und Kommandairt des „Geier" ist ein Hesse, der Enkel des 1883 in O st h e i m verstorbenen Pfarrers und Dekans Karl Wolf, ein Neffe von Geh. Juftizrat Wolf in Mainz und Landtagsabgeorvneten Sanitätsrat Tr. Wolf in Gonsenheim. Geboren in Kassel als Sohn des in Leihgestern geboreneiH Apolhekenbesitzers der Sonnenapotheke Wilhelm Wolf, steht Zivpi^ tänlcutnant Wolf im 37. Lebensjahr, ein Vetter von Hauptmanrr Wolf in Gießen, zurzeit im Felde.
** Alle noch rückständigen Rechnungen über ausgeführte Arbeiten und Lieferungen sowohl für das städtische Hochbauamt wie für das Tiefbauamt sirrd bis spätestens 1 . Mai in doppelter Ausfertigung an die betr. Bauämter abzuliefern. (S. Sten kanntmachung in heutiger dtummer.)
** Beschlagnahme von Alumininm-Geaenftän- d e rr. Diejenigen Personen, die noch im Besitze von Aluminrmw- gegenständen sirrd, haben diese bis zum 14. d. MLs. einschl. au!f dem teckpiischen Bursau des Gaswerkes anzumeLen. (Siehe Be- kanntmachimg in vorliegender Nummer.)
** Wir verweisen auf die heute veröffentlichte Bekanntmachung der Eifenbahnbehörde, wonach die Benutzung der Eistmbahn, namentlich während der Feiertage, Möglichst eingeschränkt iverden soll. Sonderzüge für Ausflugsverkchr weichen nicht eingestellt
** Beschlagnahme von Dachpappen. Am 5. April ist eine Bekcumtmachamg erscknenen, durch welche sämtliche vrn>, handenen mrd weiter her gestellten Rohdachpappen, Teer- dachpapven und teerfreie Dachpappen ieber Art und Stärke be schlagnahmt werden. Trotz der Beschlagnahme bleibt jedoch die Veräußerung zur Erfüllung eines Auftrages des Königlich Preußischen Ingenieur-Komitees, sowie auf Grund eineS Freigabesck>eines erlaubt. Ebenso dürfen aus den vorhandenen Voc- räten Aufttäge, welck>e bis zum 5. April von einer staatlichen odep kommunalen Behörde erteilt waren, erfüllt werden. Ferner ist trotz der Beschlagnahme die Verarbeitung von Rohdack>pappen zu Dachpappen und die Verarbeitung derje:ng>en Mengen deren Veräußerung imd Lieferung gestattet ist, foicne den Selbstvevarbeiterui und Scsbswerbrauchern die einmalige Verarbeitung einer Gesamtmenge von je 2000 Quadratmeter Rcchdachpappe und Dachpappe MS den ei.renen Vorräten erlaubt. Gleichzeitig sind die beschlag»« nahmten Gegenstände eirrer Meldepflicht und Lagerbuch-« f ü h r u n g unterworfen. Die erste Meldung ist über den am 5. April tatsächlich vorhandenen Bestand bis zum 15. AprÜ an das Webstoff-Meldeamt der Kriegs-Rohstoff-Abteilung des Königlichen Kriegsministerrums in Bettin auf einem amtlick>en MeldesKin zu erstatten. Nicht betroffen durch die Bekanntmaämng werden Dachpappen und Rohdachpappen, die im Gebrauch gewesen sind oder sich brr Gebrauch befinden: oder die beim Jnkrafttteten der Bekannt-' machung zur Verwendung sür einen Bau bereits auf der zugehörigen' Baustelle lagern, oder die nach dem 5. April Ms dem F^ichs- ausland cingeführt werden. Der Wottlaut der Bekanntmachung der für die in Betracht kommenden Kreise wichtig ist, ist im Kreisblatt von heute veröffentlicht und am Bürgermeistereigebäude ango^ schlagen.
** Das Lichtspielhaus Bahiihofstr. 34, bttngt von heute bis einschl. 2 Feiertag Deutschlands größte Tragödin Maria Carmi-Vollmöllcr in chie Aiichterin von Solvingsholm", großes FilmschMspicl in 4 Akten. Ms 2. Hauptstück „Ter ftldgrau« Groschen", ein schönes Kriegslichtbild in 2 Men. T>azu die neuesten Kriegsberichte von Ost und West. An den beiden Feiertagen wird das gesamte Programm vorgeführt. Dazu musizvett die anerkannt gute Künstlerkapelle.
U Lang-Göns, 4. April Das Eiserm Kveuh 17 fffo erhielt der Füsilier Otto Ma vWehrmunn Karl, Langgöns, erhi erlstttt der Füsilier Otto May. — Wehrmann Karl, LanogÄ erlftelt die Hessische Tcipserkeitsmedailla
R. Lang-Göns, 5. April Flurschütz JvhA. MüNer l kann auf fern 25jähri^es Dienftj u bil äum zurückblick, er war m ferner 2äjährigen Dienstzeit stets ein gamssenhaft strebsamer Beamte.
^.Fleinberg, 5^ April Otto Schäfer, Sohn des Jo Lchawr XI., wurde letzte Weckpurchten zum Gefteiten befördert u erhielt am 23. März auch das Eiserne Kreuz 2. Kl.
Kreis Büdingen.
^ '«.April. Lier starb die älteste Frau unst
Gemeinde Witwe Brnding, im Alter vvn 86 Jalwen. — V unseren Knegern ettnelt^r die Hessische Tapferkeitsmedaillc Vi ttldwebel Phstttw W 0 l k, Wehrnnnrn Philipp H e r z b e r g e MuSket« Karl M 0 g k, Gefreiter Friedrich V eite, Fahrer He ruh Müller und (^esrnter Wil1)elm Stoll.
st- N r d d a, 4. April. Ter Istesige Kanin chenzuch J, c , r /J n bat eme An- und Verkaufsstelle twn rassereinen u Schlachtzuchttreren gcsckiossen. Den Züchtern ist dadurch ^legc


