fdjufe ber Arbeiter- und Soldaten a bgeord- ueten von Petersburg, wo die Mehrzahl der Fa- brrken und Werkstätten vereinigt ist, welche für die nationale Verteidigung arbeiten, hat einstimmig eine Entschließung angenonunen, die in der „Arbeiterzeitung^ vom 31. März veröffentlicht lvird. Sie enthält zwei Punkte: Befestigung der politischen Freiheit, die durch die Revolution errungen wurde und die unbedingte Notwendigkeit, alle Streitigkeiten beizulegen, ivelche die Sache des alten Regimes begünstigen und die unerläßliche Produktion und und Muni- Lronsbestände ungünstig beeinflussen, die für den gegenwärtigen Augenblick unerläßlich sind, um den deutschen Militarismus zu best eg e n, dessen Bestreben dahin geht, die Autokratie wiederherzustellen.
Bern, 2 2lprit. Ter „Tomps" meldet auS Petersburg: Das Arbeiter- und Soldateukomitee verlangt von der Itegierung, daß sie die Frage der FriedenS ziele prüfe und ihre Ansicht und die der allierten Mächte hierüber veröffentlich?. Ter Direktor der revolutionären „Pvaioda" n-urde ferner Stelle enthobw. Twtzdem behält das Blatt seine sszraliftischen Ansichten liber den Krieg und die Kriegs stell bei. Seit kurzem erscl-eint xin neues großes sozialistisches B l a 1 t, da§^ für die Fortsetzung des Krieges eintritt. In .Kiew wurde die Statue Stolvpins von der Menge um gestürzt- Kerenski arbeitet jetzt ein Gesetz aus, daß den Russen jeder Bekenntnisse und jeder Nation, mit Ausnahme der imturalisierten Deutschen, Rechtsgleichheit geben und alle Beschränkungen bezüglich des GrundbesiFes, Gervecbes, Stellenbesetzimg und Staatsdienstes aufheben soll.
Petersburg, 2. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphen-Ageutur. Die provisorische^ Regierung ist im Hauptquartier in Mohileff ein- getrosfen und von General Ätexejew, dein ganzen Generalstab, der Garnison, den Vertretern der Äemstwos und der Stadt und einer zahlreichen Menschenmenae empfangen worden. Miljukow und Kerenski hielten Ansprachen. Sie wurden mit lebhaften Kundgebungen begrüßt.
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Amerika vor der Entscheidung.
New Bork, 29. März. Funkspruch vom Vertreter des WTB. Verspätet eingetroffen. „Associated Preß" meldet aus Miani (Florida): Bryan richtete an den Senat und das Haus der Repräsentanten einen ?lppelt, in welchem er darauf drängt, daß versucht werde, die Aufhebung des rücksichtslosen deutschen il-Bootkrieg es herbei zuf uh ren durch dre Anwendung. des fog-enarrnöen Bryanscheir Friedensplaues, der die Untersuchung aller Streitigkeiten durch tinen internationalen Gerichtshof vorsieht, ehe der Krieg mrsbricht. Bryan bat den Kongreß auch, die Wünsche des Volkes durch eine BottsaL stimm u.ng zu erforschen, falls der Kongreß zu dem Schlüsse kommt, daß irur ein Krieg die Nationale Ehre wahren kann.
Tie Wirkung des N-BooLkriegcS aus Amerika.
Berlin, 2. April. Abnahme des attwritanischen Außenhandels infolge des U-Boottrieges. Laut „Eeonomista Jttrlick' von: 28. ^Äirz wird amtlich bekannt gemacht, daß der Außenhandel der Vereinigten Staaten von Amerika rm Februar um 950 Millionen Franken abgenommen hat. Nach der Erklärung des hemmungslosen U-Bootkrieges durch Deutschland hat die Einfuhr um 210, die Ausfuhr um 735 Millionen angenommen.
5eMeg.
Kristiania, 2. April. (WTB.) Einem Telegramm des norwegischen Konsulats aus Bordeaux zufolge wurde der Dampfer „Morild I." am 29. März von einem deutschen Tauchboot drei Meilen vor Hurtin (Gironde) versenkt. — Die britische Wmiralität teilt mit, daß der Dampfer „Britta" wahrscheinlich versenkt wurde.
Amsterdam, 2. April. (WTB.) Der norwegische Dampfer „Lisbeth", mit gemischter Ladung von Rotterdam nach Wvansw unterwegs, ist am Sonntag früh zwü- gherr dem Maasleuchtschiff und Noordhinder versenkt worden.
In Ymuiden landete die 24 Mann starke Besatzrmg des norwegischen Dampfers „Fei st ei it" aus Stavanger, der .mit Getreide für das belgische Hilfskontitee von Philadelphia
.nach Rotterdam unterwegs war und etttm 70 nordöstlich des Terschellinger Leuchtschiffes ans
lief.
Meilen ost eine Mine
MZ dem Reiche.
Die ,,Mwd. Allgem. Zeitung" Mer den Frieden.
In der „Nordd. ?lltg. Ztg." heißt es; Rußland gegenüber bepbachters wir bei ollen cnglisckren Aeußernngen das groteske Bemühen, die Tatsache aus der Wplt zu scl-affen, daß nicht Deutschland, sondern England nnd Frankreich die Verbündeten des Zarismus gelvesen sind. Die Energie, mit der sie jetzt den alten Bundesgenossen ocileugnen, erklärt sich aus ihrem Bedürfnis, auch das neue Rnsstand in der Hand zu behalten. Ter Entschluß, bis zum lehren Russen zu kämpfen, spricht in jeder ihrer Kundgebungen. Gleichzeitig bemerkt mau aber die Sorge, ob das alles so glatt und elegant dnra>geführt werden kaim, wie es gedacht ist.
Zn Gerüchten über Friedensverhandlungen sagt die „skvenzzeitung": Niemand wird bestreiten, daß auch im deutschen Volle und nid\t zum Mindesten bei unseren Braven an der Front eine stell Schumcht nach der Wiederkehr von Zuständen Ic'rt, die uns allen wieder friedliche Arbeit ermöglichen. Uufcte militari ich: Lage könne uns in dm Stand setzen, ein Friedensangebot zu rnacl-en, die Erscch-ruugen vom Dezember v. Js. ss süssen uns indesseil zur allergrößten Zurücklsalttnm dringend malmen. Wir alle rvollen den Frieden, wollen den baldigen Frieden/ aber i\yix wollen, daI für luns. für unsere Erblinde tcn der nn gehen reu Opfer im ,^clde und im Innern wert ist.
Dr< Muvegelunß der Kriegszulagen.
Berlin. 3. Avril. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt zur Neuregelung der Kriegszulaamsätze' Es ist nickst zu v er kenne n, daß infolge der Dauer des Krieges und der immer mehr zunehmenden! Verteuerung hrc nolwendtgflen Bedarfsgegenstände die sestbesol- d-eten Angestellten besonders sckZwor zu leiden lxrben, vor allem die große Zähl der geringer besoldeten Reichs- und Staatsbeamten. Tie pveußistckff Staatsregierung hat ebenso wie das Reich von Anfang an dielen Ucbelsband im Interesse ihrer Beamten zu bekämpfest gesucht dadurch, daß die den Beamten und Lvhnangestellten höherer Ordnung über ihre Tienstbezüge hinaus Kriegsbeihilssn gLioälwt lmt. die vom September 1915 an bis zum Dezember !916 hinsichtlich des Teilnehmerkreises und der höhe der Sätze eine fortgesetzte Erweiterung erfahren haben. Eine fortgesetzte Ausbesserung nach beiden Richtungen ist mir Wirkung vom 1. April cm Reich lull in Preußen beabsichtigt. Dabei sollet! alle Bcaniten mit änem Dien stein kosn nten bis 7800 Mark ohne Hinzurechnung des WohsNiNgSgeldzusffnlsses berücksichtigt urtb innerhalb dieses Teil- r.chmerkocches der (Grundsatz durchgeführt werden, daß den Beamten, die. (mv(;.x besoldet sind und mehr Kinder zu unterhalten lxrben, gr.,»- . ''>.-en gcioäyri.' wcrtv.i als denjemgen Baamten. die hoher
vtzotoet uns .„nt veicheimtöt sind, aber keine oder nur n-enige .^lwer 1yii>cn. — Das Blatt bringt dann eine Anf-
.^mg vie beabsichtigte Erl-ühung und fährt fort: Die beab- ^Euregeluna, oic die Zustimmuna des preußischest Ab- seo^nctenhau,?- aenmd« und auf volle Anerkennung durch den zu rechnen fxit, wird auch bei der Beamlensckdstt das
Bewußtsein Hervorruf«, daß die ReLchibregierung und die preußische Staatsregierung die durch den Krieg verschärfte wiN- schastliche Lage öhrer Beamten zu stärken bestrebt gewesen sind »oweit es die Rücksicht auf die sonstigen gewaltigen Kosten des Krieges irgendwie zuläßt.
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Stettin, 3.Mnl. Fm Interesse der Frühjahrsbestellung hat der KomUMidieverrde General des zweiten Armes, korps BestilnnMgen erlasfarr, denen zufolge Kriegerfrauen, die Kriegsunterstützung beziehen, auf Verlangen täglich einen halben Tag arbeiten sollen, lwenn sie körperlich und nach ihren Gesaintverhal tottffcn dazu imstande finb. Me Landräte werben angewiesen, alle Fätle öffentlichen Widerstandes zur Kenntnis des Generolkomnuucdos zu bringen.
daß unsere Feinde bas aufrichtige Friedens* anaebot unseres Kaisers mit ftechsru Hohn ab- gelehnt haben
Denkt daran
daß (?ng!and, das uns mit ehrlichen Waffen nicht bezwingen kann, den feigen .Hungerkrieg gegen unsere Frauen, Kinder und Greise arr- gezettelt hat
daß Frankreich gegen Eure<^öhne,Nruder und Väter im Felde farbige, mordgierige Äesiien in Menschengeßalt hetzt
was Rußlands wilde Kosakenhorden aus den blühenden ostpreußischen fanden und ihren friedlichen Lewohnern gemacht Hetzen
Denkt hü?m\
daß das „neutrale" Amerika die Beziehungen zu uns abgebrochen, weil ihm durch unfern U-Vootlrieg das „Geschäft" gestört wurde
an den Verrat Italiens und Rumäniens, denkt an die Mißhandlung unserer gesaugenen Helden in Feindeslanden, denkt an die Äomben- atteniate unserer Gegner auf friedliche unbefestigte Städte, denkt an Baralong-
Dann wißt Ihr, was Ihr zu erwarten und was Ihr zu tim habt!
4* «A
fe U Ifl
Zeichnet die 6. KriegSanleihs zur Erzwingung des Friedens.
Aus SL^vt ttrr- Cand.
Gießen, 3. April 1917.
F r ü h l i n g 1916 u u b Frühling 191 7. Während in diesem Jahre noch der Schnee von den Bergen leuchtet und rroch dein Baum grünt und blüht, lachte be-rcits der Frühling 1916 um diese Zeit in allen Farben. Nach Aufzeichnungen bliihten im Jahre 1916 auf: Aprikose am 18., Pfirsich am 20., rote Johannisbeere anc 24., gelbe Johannisbeere am 26. März, Lärche am L, Schwar^orn am 2., Süßkirsche am 2., Sauerkirsche am 9. und Aepfel am 12. Llpril.
** G r o ß hc r z o f, - Er n st - L u dw i g - I rlbi lä n nr s st i f- tung. Auf Einladimg des ersten Präridenten der Zeiten Kammer, Oberbüro er ini i tz ev Köhler-Worms, fand am DvnnerStaa, den 29. März, naclm'itt-aas &/ t Uhr, im Stärwehans eine Sitzung d'S Kuratoriums der Großl-erwa-Ernst-Lildwig-JnbiläuncSstistung statt, auf deren TageSorounng drei Punkte zur Erledigung staudeil: 1. die Koustituicruna d.^ Kuratoriums: 2. Best»rocsmng über die dem .Kuratorium oblieoendni Aufgaben,: 3. AnlegMg der Sllf- tungSkapitalierl. Von 19 dein Kuratorium angeiröreiben Däit- glicdenr waren 17 erschienen. TaS Kliratorium wäWe zum Vor- fftzeu^den Fürsteir zu SolsnS-HohensolmZ-Lich, zum 1. Geschäfts- füllenden Vorsitzeud^u Köhler-Worrus, rnni 2. gestbästSsührmdeu Vorsitzeuden Tr. Göttelmann.-Duainz, min 3. (mchäftSsülirenben Vorsitzenden Exzelleilä Frei Herrn von Hey l-Tarmstadt. An ?üis- sch.üssen wurden gepitdet: Ter Recht Saus schuß mit folgenden Mitgliedern: von Brentano-Osfenbach, Parcu.S-Dm.'mst«dt, Tr. Rebenttsch-Offnlbach, Neh-Alsfei», Tr. Gchv-arz-Darnchadt, Ul
rich -O sserrbach : der V a u au 6 s ch a ß: Eberl-ardt-Offfn bach,' T r. Göttelmauu-Mainz, Erzettcnz Fnüerr von Het,l-72arn:sladt, Fürst Isenburg - B i rstein -Dannstadt, Exzellmz Nü m l<d b -Da t m stadt;
M i e t a v. S s ch vH: Bnauer^Ober-'Ofleiden, Tr.
Tr. Hellwig-Darmsladt. Hölringer-Darmst-adt, u beim, Tr Kanzlei
Bespreclning über die dem ftirratormm obliegende-,l A'.ugaben wurde
Tietz-Darmstcrdt, Hölzinaer-Darmstadt, o. Opes-NüsselS- :r. Osann-DarmstiM. Als Geschäftsstelle wurde die der Zweiten Kammer der Laichstände bestiinnil. Bei der
Pitals in aoeiMvter Werse Vorirnndmig zu finden bättsn, daß abeo auch die Frage des muü eines Erdolungshemis abslmld eingel-end geprüft 'werden solle. Von den verfügbaren o^löeru rvurden 2 000 060^ Mark in. Kriegsanleibm gezcichiu't. Es ioird nun zunächst Aufgabe der Ausschüsse sein, die ihnen in ihrenc Rahmen zustehenden Fragen zil bearbeiten und stinerzeit darilbec dem Km- ratoi'iunr Vorschläge zu uub'rbreibLN.
** Die Jahresberichte der höheren Schulen für das Schuljahr 1916/17 sirrd erschienen. Wir geben aus ihnen folgendes wieder: Das Grvtzh. Landgraf-Ludwigs-Gym- nasium besuchten im verflossenen Schuljahre 381 Schüler, darunter acht Schülerinnen; Kriegsreifeprünmgen bestanden fünf Schüler, die Reifeprüfung am 29. Jan. 1917 zehn Schüler. — Das Groß'h. Realgymnasium besuchten 281 Schüler, darunter drei Schülerimum. Kriegsreistprüfangen bestanden fünf Schüler, die ordentliä>e Reifeprüfung zehn SMlcr. — Tie Höhere Mädchenschule wurde von 489 Säzülerinnen, die Erweiterte Mädchenschule von 346 Sänilerinnen besuch. — Das , ^ Pädagogium hatte eine Gesamtschillerzahl von
Das Maturum bestanden vier, die Primareiseprüfung zwei, die Elnsährigenprüfung 15 Schüler.
** 2l us dem Stadttheaterbureau. Es sei nochmals auArückltch davaus 'hingewiesen, daß die morgen, Mittwoch, den 4. April statlfindende Aufführung des Sudermannschen Sck)au' Iprels „Heimat^ als 12. Freitags-Abonnements-Vorstellung zählt.
** Auf der Verband- und Kranken-Erfri-
schungsstelle des Roten Kreuzes am Bahnhof Gießen rvul'den im Monat März 1917 1524 durchreisende Verwundete, und Soldaten erfrischt; die Scolltälswache hat 684 Transporte ausgeführt, sowie in 183 sonstigen Fallen Hilfe geleistet.
** 2 5 Jahre Kirchenmusiker. Am 31. Marz blickte Herr Hoforgarrist Müller in Tarnrstadt aus eine 25jährige kircheninusikaliscfrc Tätigkeit zurück, lieber 20 Jahre b-ellcidete er die Ltelle des Organisten und Chordirigeirten an der Stadttioche zu Friedberg, wo er die Chorschule aus baute, einen Mcorneuchor ehenmliger Chorschüler angliederte wü» mit beiden Chövert die unerrtgLltlichen Vollskirchenkonzerte icnd Llbendmotetten begründete. Ei'.l bleibendes T<nckma1 schuf er sich in der von Steinmever in Oettingrm erbauten dneunanualigen Orgel. Seit 1913 imrtt er als, Hosorganist in Tarmsladt Für die kirchlichen Schülerchöre verfaßte er die bei Enril Roth in Gießen verlegten Liederstnnnr- lungen singe dir nrit Herz und Vdund" und „Gott ist mein. Lred", bic in dem soeben rni gleichen Verlag erschienen „Liederbuch für die deritsche Jugend" zum Gebrauche bet Schulgesangilnterricht eine Fortsetzung ersnlwm haben. Für den Handgebiru-ch der Organisten gab er im Verlage von Joh. Waitz in Tarmstadt erne Sammlung, von Orgekkompositionen heraus. 1907 gründete er den „Verein evangelischer Organisten nird Chordillgenten rm Großl-erzogtitm Hei'sen", dessen Vorsitzender er mm 10 Jahre lang ist; auch ist er Mitbegründer der Beveinigun.g evangelischer Krrchcn- musiker Teiitschlands.
5 - Bücherhalle. Um Kohlen yu sparen.
finb die dllusle^hestnnden vorerst auf zwei Abm.de besckxränkt Trotzdem wurden im März 2077 Bände ausgeliehen. Davon öomu'^n tzruf: ErEleich-e LiertaMr 1636, Zei'sckwisten 323, Jugend- fcO-iif ■ en 228, Literatlirgeschichte 14, H^Hicbbc und Dramen 46, Länder innd Bölkerkirnde 61. Kulturgeschichte 22, Geschichte und ^iogravhien 111, Krmsweschichte 21, Naturwissmschaft und Technologie 109, Heer- ünd Soeivesm 15, Hans- und Landwirtschaft 4, GesundbeitSlehve 14, Religion und Philosophie 38, Staatswissen- schast 12, Sprachwisse,:sck>ast 10, Frenrdsprachliches 11 Bände. Nach MlswärtS kanven 27 Bände. <
** Die Sicheritng der Acker- nird Garten- beste l/ung muß aus v-stbswirtschastlichc 1 1 Gründen and) ist diesem Jahre durchg^e führt werden Ter Oberb ärger- nreister Ljichtet daher an alle Eigentümer utld Pächter v-osr Grundstücken bic dringende Aufforderung, dafür zu sorgen, daß keines der in ihrein Besitz shehendett 6>rundstücke unbebaut bleibt. Sollte ein ü-rundstücksbesitzer aus singenden Pfründen nicht in der Lage sein, seine Grundstücke selbst zu bewirtschaftet!, so hat er hiervon aus dem Stadthaus! — Zimmer Nr. 15 — Anzeige zu erstatten, damit das Ersordertiche zur Sicherung der Ausstellung dieses Grund- jtücks angeordnet werden karrn. Siehe Anzeigenteil.
** Eine Holzverfteigeruna der Stadt 6) testen findet Donnerstag, dmr 5. April, vormittags 9y 2 Uhr, in den Waldungen der Stadt Gießen, im Bezirk des Forstwarts Brück, statt. Näheres siehe Anzeige.
** Preußisch-Süddeutsche Kla ssen-L ö tterie. Die Erneuerung der Lose 4. Klasse muß unter Vorlegung des Bor- klgisescloses bis zum 5. April, abends 6 Uhr, geschehen. Ttuch niüssm bi§ zu diesem Termut die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose rn Empfang genommeir taerdm.
Landkreis Gießen.
h. Climbach, 8. 7lpril. Tie hiesige eüiklassige Schürle zcick>- nete auf dte 6. Knegsanleil-e 1075 Mk. — Auch m irnserem Orte erklärten sich 10 Familien bereit, >vährend der Osterferien erho^ limgsbedürftige SäMlkiuder der Stadt Gießen aufzunehnren. —> Dem Gefreiten Ludw. Leyerer wurde wegen tapferen Verl-attens vor dem Feinde tnt Hessische Tapserkcitsmcdaille verliehen. —^ ^ei Unteroffizier Heinrich Wißner wurde zum Sergeanten befördert.
,. 2 . G e i l s h a ü ste n. 2. AprU. Im dichtbesetztm Schulsail hielt gestern Lehrer Wolf, Bersrod emcrt Vorttag über ,Lebensmittel versorgimg u. Landwirtscliaft". Redner behmrdelte in fünfvrer- ülstimmigem Vorttag die Schvierigkeiten der Versorgung unserer Bevölkerung mit den nvtwvndigslxm Lebmsmitteln. In ergreifenden Worbest schilderte er die Berhältirisfe unserer schiver arbeitenden Jltduftrie- und Munitionsarbeiter uttb deren Fanrilim und forderte die Landlente auf, mit allen Kräfbelr zu halfen. Der ansgezeichnets Vorttag !nmrde nrit tiefer Beweanng und Zusnmnrung ausgenommen. ^ Fahrer Otto Niebergall, bei eitern .Feldar- tillerte-Rvgrment im Westen erhielt diel SHessische Tapferkeits- medaille. Er hat noch vier Brüder mr der Front, von deneit drer bereits ansgezeichuet sind.
. ** Oueckbo rn , 3. Mril. Unsere Schule zeichnete zur 6. Kinegsanleihe 4020 Mark 2000 Mark wurden den beiden hiesige Sparkassen überwiesen, wäyrend 2020 Mark an die Bezirks spar, lasse Grünberg abgeAhrr ttfurbcn. Diese hohe Sumnte imtrd« dadurch erzielt, daß 35 Kinder je 100 Mk. zeichiveten und nur der Rest von 520 Mark in Sparkarten angelegt nwrbe. Mögen die Großen genast so ihre Schuldigkeit ticu, wie hier die Klemm, bann werden zvir auch dieLutal wteder unseren Feinden zeiget?, daß uttser 6^eld noch lange nicht alle gewordear ist.
Kreis Büdingen.
# Altenftadt, 3. Aprü. Stier starb der Geineindeeinnehmer Wilhelin Christian Eberhardt.
B üj d i ul g e n, 3. April. Das Eiserne Kreuz erhielt der Ersatzttservist Heinrich NiebLin g.
chr Himbach, 3. Aprll. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Gustav Dürr.
/x Nidd a, 2. Wril. Die hiesige Höhere Bürgerschulevecsandte am Schluss« ihres Schuljahres ihren Jahresbericht. Danach nurkterr im abgelaufenen Schillialn an der Anstalt 4 ovde,ttlick>e Lehrer, 1 Lehramtsaspirmrtin, 1 Hilfslehrer wrd 1 Lehrernt für weibliche Handarbeiten. Der regelmäßige Uarterricht Sonnte ungestört erteilt iverden. Die Anstalt wurde im Schuljahr 1916/17 von 136 Schülern besucht. 100 K.wben u-nd 36 .MädclM, wovon 116 evmtgelisch 5 katholisch und 15 israelitisch roarest. 75 Schüler waren von hier! 61 von ausn'ärts. Die Ar.stalt umfaßt <rußer einer Vorschulklasse noch die Klassen vmr Sexta dis Oberdwlia. Bon den 14 Schülern dec lctzttren, bie alle mit Ers'olg im letzten Schuljahr die Obertertia besucht hattest, tritt die Melwzahl tim k. SchuljalZr ijt die Realschule nach Schotten über, um dort nach eurem Jalwe die Lerechtigustg Mm Einjälmg-Freilvilligendienft zu ersverben.
^ Obkr.'Mockstadt, 2. April. DaS Eiserne Kttuz er- hreltcn der Wehrmann Hetnrrch M ü l l e r, der Kanonier R. M ü l - l e r und Reservrst H. H a r t b. ^
. . r t. e nsbe r g, 3. April. DaS Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Hemnm M cu er.
F Ort e tritt e rg 3. April. Prinz Hans zu Stolberg-Roßla. em Sohn unserer Gräflichen Familie, tvurde in beit Kämpfest im Westen am Unterarm durch eine Kugel vettmsndet, es ist bereits das zsrntte Mal, dal; der Prinz verwundet wurde, doch scheint diesmal Seme Berwundustg nur leicht zu fein. — Heute feiert der Taglöhuer Heinrich 61 o s ch ka und snne EhefrMi Wilhelmine geb. Mehmel daS-


