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21/03/1917 Zweites Blatt
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M.68

Smliu Blatt

tör. IshrgMg

Erscheint «Zllch mtrLuSnahme des TonntagS.

Beilagen-.Sletzener Zamikienblättett' und ttreirblatt für den Ureis Gießen".

PofischeKsnLs: Hrsnffntt am Main Nr. \\bSb. Vanlverlehr: Gewerheban? Tietzen.

MlttVoch. 21 Mörz W

ZwillingSrunddruck und Vertag:

B r ü ht'jcye UniversitütS-Buch-u.SteiNdruckerei. R. Lange, Gießen.

General-Anzeiger für Gbecheß«

Zchrfftleitung, Geschäftrstelle und vrnSerei:

Schulstraße7. Uchüfwslellen.Verlag: M,

Schriftleiumg: 112.

Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGteßem

Arrs Stcrdt und Land.

Eietzen, 21. März 1917.

Warum man Kriegsanleihe zeichnet.

Die «Gründe sind verschiedeni. Man zeichnet:

^ks dem rtütür(id)cn Gefühl heraus, daß es einfache Bürgerpflicht rft, die Wittel für den Schutz der Grenzen in geldwirtschaft- lrch richtigster Form aufzu bringen; n*?il die Krieger^ Anspruch daraus haben, daß die Zurückgeblie Herren wenigstens wirtschaftliche Leistungen vollbringen, :nenn sie mit ihrer Person nicht an der Verteidigung des Vater landes teilnehmen können;

toeil die Nichtkämpfer ihre eigene Person, ihr eigenes Vermöge::, ihr Haus, ihre Felder, ihre Hypotheken. Effektenanlagen. ihr Geschäft, kurz, ihre wirtschaftliche Existenz und das eigene wie das Leben ihrer Angehörigen <rm besten schützen, wenn sie d^r Streitmacht die nötigen Geldmittel (auf die geldnnrt schaftlicb gesundeste Weise > verschaffen heli-en: weil im Ausland die trügerische Hoffnung restlos zerstört werden must, daß das Wollen und Können in Deutschland irgend­wann erlahmen werde;

weil es innere Befriedigung gewährt, für die Leistungen imserer . herrlichen Armee und Flotte Dank und Gruß zu senden; weil rnan sich vorahnend über den Jubel freut, den Kraft und Einsicht der Zurückgebliebenen in den Reihen der kämpfenden Brüder wieder auslösen Werder:; tveil eine bess^ nnd höher verzinsliche Alllage bei gleicher un­bedingter Sicherheit nicht zu finden ist; n^il es sich um eine Anlage von Spargeldern handelt, die man jederzeit wieder flüssig machen kann;

weil es mit den :mrtscl>aftlick>en Kräften der Gegner zu Ende cheidung zu

geht Und die Entscheidung zu unseren Gunsten also nicht mehr lange auf sich warten lassen kann;

Amt andern, rveil, ivenn dein Einsatz aller Waffen (U-Bvote) der Einsatz aller Geldmittel >entspricht, die Entscheidung er­zwungen wird;

itnt gern und ftinckig dem einfachsten vaterländisihen Gefühle zu folge::;

um nicht beschämt zu sein, wenn das Gespräch aus Beteiligung und Nichtbeteiligung kommt;

der La ndwirt, tveil Besitz und Arbeit unter einem siegreichen Dentschland am meinen gesegnet sind:

der Arbeiter, weil auch seine Lebensbedingungen aufs engste sich mit dem Wohlergehen des Vaterlandes verknüpfen:

der Industrielle, der des Schlitzes der Heimat und zufrie­dener Arbeiter bedarf;

der R e n t n e r, der seine Einkommenspnellen vom siegreichen Vaterland beschirmt haben will;

das Alter, das am Eiche seiner Tage sein LebenSwerk nicht be­droht sehen mag;

die Jugend, aus dem vvrwärtsstrebenden Drange zu allem, was groß, mrd Ä>el ist; ^

sie Alle, nun, weil sie eben Herz und Verstand zugleich haben.

**

Au>szeichnunA. Karl Steitz, Student der Mathematik, Kriegsfreiwilliger bei einen: Artillerie-Meß-- trupp im Osten, wurde zum Unteroffizier befördert und gleichzeitig zum Offiziers aspircmten ernannt.

. Vo st sch eckverkehr :md Bargeldüberweisung. In dieser Zeit, Uv der veredelte Zahlungsverkehr der bar­geldlosen Ueberweisung durch rührige Werbearbeit in der Geschäfts­welt schon zahlreich Anhänger besitzt, die sich ein eigenes Postscheck-- konto eingerichtet haben, muß es recht eigenttim lick berühren, ttfcmr rms mitgeteilt wird, daß ein hiesiges öffentliches Kasseninstitut von diesem Wege der Geldüberweisung keinen Gebrauch zu machen scheint. Wie uns ein auswärtiger 'Herr nütteilt, hatte er von Dem betreffenden Institut am 1. ds. Mts. eine größere Heberweisung auf Ponschckkonto erbeten, erhielt die Summe aber erst am 13. ds. Mts. ausgezahlt und zwar in Bar. Wir machen auf diesen Fall besonders aufmerksam, da es uns wichtig genug schint, daraus M dringen, daß der Weg der bargeldlosen Uekerwersung überall da. wo die Möglich^t dctzu geboten ist, zu allererst von öffentlichen Kasiernn stillsten beschritten wird.

** Höchstpreis für Gerbstoffrinde. Am 20 März 1917 ist eine Bekanntmachung in Kraft getreten, durch die die bisherige Bekanntniachung betreffend Höchstpreise für Eichenrinde, Fichtenrinde imb zur Gerbstoff gewin nung geeignetes Kastanien-- holz vom 15. Februar 1916 aufsigehobeu worden ist, und glelchzeitia andere Höchstpreise für die genannten Gegenstände angeordne- Werdell. Die neue Bekcnmtnmchung uTtterscheidet sich in wesentlicher Punkten von den bisherigen Bestimmungen. Die Höchstpreise für Eichenrinde sind nach dem Atter^und diejenigen für das Holz der zahmen Kastanie nach der Stär? ab gestuft. Alle Preise sind frei Eisen bahnwaggon oder Schiff der Verladestation oder, falls dir Anlieferung durch Fuhrwerk erfolgt, frei Lager des Käufers berech net. Für den Fall, daß, der Verkauf frei Ädfuhrplatz am Gewin- mrngsvrt eiffolgt, sind bestimmte Abschläge von den Höckstpreiser festgesetzt, lieber die Feitsetzung der Menge der verkauften Ware sowie über sonstige Vertrags- und Zahlungsbedingungen sind ein; größere Anzahl EinzelbestiutmjuNgen getroffen worden. Außerdem wird jeder Muser «zur Führung eines Lagerbuches verpflichtet Der Wortlaut der Bekanntinachamg ist am Bürgermeistereige­bäude an geheftet.

Landkreis Gieften.

' ** Da u bringen, 20. März. Dem Musketier Wilhelm

Braun, Sohn von Schuhmachermstr. Gg. Bram:, wurde mit dem Eisernen .Kreuz m:d der Hessischer Tapferkeitsmedaille ausge­zeichnet. Er steht 'bei treuer PftichterWung seit dem 15 Novem- «der 1915 ohne Urlaub oder jeglicher llltterbrechung bei seinem Regiment in Galizien.

.,!* A ro hrn ^JSun'e ct, 20. ,SSor ein« »ahlreichen

Zuhörerschaft hielt Pros. Ko ob aus Gießen einen Vortrag über -Deutschlands Finanzlkraft". Er nsies, unterstützt durch wohlge­lungene Lichtbilder, nach, daß unsere finanziellen Kräfte ebenso wie unsere wirtschaftlichen Kräfte stark genug sind, um den Llus- spmch Hindenburgs z« vertoirklichen:Das deutsche Volk wird seine Feinde nicht:imr mit dem' Schwerte, sondern auch mit dem Gelde schlagen." Der Redner betonte, daß jeder Deutsche, welcher die KriegsanleiWe nicht zeichnet, obwohl er es könnte, in Wir5l i ch-- kert mit den Engländern gegen sein Vaterland kam pst. Die Zuhörer folgten gespannt den ^busführungen des Ertragenden imd drückten ihm ihren Beifall aus. Bürgermeister sch wal b dankte im Namen der Versammlung.

' 20. März. Dieser Tage konnte De. Rcr,s . prattlscher hier ans seine 35jährige Wirkung in

17 VTT ft a 1 > . u .'. . i 1 . ,'T*' M . ' * r, * m

Lang-Göns und Umgebung zurückblicken. Dr. Reiff ist bei der und in der Umgegend sehr beliebt. Dem Molkerelgehllfen Obergeft. Adolf Schlack, welcher bei der Firma

^ch 1 lvar, mld jetzt bei einer Fuß-

. r tiller.e-Batterie ^diente cmd seit Anbeginn des Sieges im Felde

förderü'^^^ Eiserne Kreuz und wurde zum Unteroffizier bv-

^-?*.??bornhofe 17. März., Am Sonntag, den 11. d.

c-., Pro.. L I>ringHansen aus Bochunt in dem

Bomnttvg^AotteÄxnm Er brachte in ergrcif^ü», Worten die L».ge der dorkgen Fadnkarbeiter und Bergt«,de m Svrnche und

wendete sich mit den Schriftworten:Einer trage des andern Lajt" an die hiesigen Einwohner, einige Kinder über Sommer in ihren Familien auszurrehmen. 25 Familien ließen die Bitte nicht auf steinigen Boden fallen. Tie gestern für die Hindenburg- spendc dicvch ans der Schjnle entt^ssine Mädchen gefamm-elten Gäben, beliefen sich auf 410 Stück Eier, 21 Pfurch Dörrobst, 16 Pfund Gerste, 6 1 /» Pfund Grieß, 19 Pftmd .Hülsenftüchte, 29 Pfutld MeU, 11 Pfund Speck und Wurst, 4Vs Pfund Butter und 2 Laib Brot. Pfarrer En gel und Lehrer Ru pp vou hier veranstalteteil diese Woche einen Lichtbilder-Vortrag über Teuffchlands wirtschaftliche Lage", l)auptsächlich über die sechste deutsche Kriegsanleihe. Zuin Sckff.uffe rvurde der schöne deutsche Rk-ginstrom mit seiiren Städten und Bungen vorgeführt. TaS Eiserne Kreuz erhielt der Gardist Rudolf L i n ger in einem Garde- Regt. Tie Hessische TapferkcitÄnedaille erhielt Karl Kammer Zum jScrgeanten befördert wurde der Dr«grmer-Uuterosfizie. Otto Merz.

ä Obbvrnho fen, 20. März. Mit dem Eisenren Kreuz ausgezeichnet wurde der Wehrmiann (befreiter H. Roth von hier. Er steht feit Krieg sbcgiun im Felde.

: : Ober- B e s 1 i p g e n , 21. März. Anr 19. März abends versammelte sich) eine ansehnliche Zahl von Männern und Frauen irn hiesigen Schilfaale, um dem Lichtbildervortrag über die Wirt­schaftslage .unseres Volkes beizuwvimen. In eingehender Weise schil­derte Lehrer Jakob an Hand zahlreicher Lichtbilder die wirffchaft- lichen Verhältnisse des Deutsch«! Reiches. Die Erschsienenen konnten die beruhigende Ueberzengung mit nach Haiche nehmen, daß trotz der Höhe der bereits gezeichneten Kriegsanleihen das Vermögen des de^tschLn Volkes so groß ist, daß es die abermalige Belastung mit 15 n-eÄeren Milliarden vertragen kanrl rurd vom Reiche die feste Garantie geboten Pt, daß diese Kriegsanleihe bis zum Jahre 1924 mit 5 Prozent verzinst wird und dann mit 100 Mk. Nennwort nach und nach zur Abtragimg gelaugt. Eine rege Beteiligung an der Zsichuimg dcr l«uen. Kriegsanleihe ist daher mit Bestimmtheit zu erwarten.

Kreis Büdingen.

---- Büdingen, 20. März.' Einer Anordnung des Kommu­nalverbandes zufolge ist tm Kreise die H eüst c l l un g von Butter durch Privste Verb 0t en. Nur die für den Kopf der HauShaltungsangehöttgen der Selbstversorger zugestalidene Menge von rvöchentlich 125 Gramm darf erzeugt werden. Saisonarbeiter und Kriegsgefangene erhalten diese Menge nicht, sie sind tost die Luderen Fettversorgungsberechtigten zu behandeln. Die Gemein­den sind verpflichtet, für jede im Gemeinde bezirk befindliche Kdlh wenigstens 2 Liter Milch dem Kömmunalverband zur Verfügung zu stellen.

# Altenstädt, 20. März. Die Hessische Tapserkeitsme^-

daille erhi-ett der Kanonier Karl Borst

Spieß bei einer Munitionskolomre erhielt die Hessische Tapfer- keitsmedaille.

Kreis Wehlar.

= Dillenburg, 20. März. Beim leichtfertigen Umgehen mit eiueln Revolver erschoß sich hier die 21jährige Tochter des eheinaligen Bürgermeisters F. Jln Scherze legte das junge Mädchen die Waffe an die Schläfe und sagte zu einer Freundin:So

schießt man sich tot!", drückte ab, imd im gleiä)eu Augenblick sank es tot zu Bode::.

Hessen-Nassau.

Verschärfte Ueberw«ckiuu6 des Lcbensmittelverlchrs.

Frankfurt a. M., 19. März. Die bahnpolizeiliche Un­tersuchung des Hmrdgepäcks der' Reisenden wird nunmel-r in ver- ichäifttr Weise vorgenomunn. Alle Gepäckschein anfgegebenen Rvisegepäcke könnoic entweder vor t>er Aufgabe oder nach der Aus­lieferung nach Leb-cnsmitLeln durchsucht werde::. Handgepück- stücke und Traglasten kÄm-en auf dem gefoulten Bahngebiet, also innerhalb und außerhalb der Sperren, wif den Bahnsreigen und in den Zügen einer Durchsuchung uuterzogen werden. Vor den Fahr­karten- und Gepäckscl-altern soll eine Untersuchung des Gepäcks nach Möglichkeit vermieden lverden: ebenso darf der Eisenbahnbe­trieb durch die Uutersuchnngen nicht l^ceinträchtigt '.verden.

^Frankfurt«. M., l20. März. Die Stadtverwalftnrg trach­tete die Hofgütec Henrietteuthaler Hof bei WrSdorf für 11 500 Mark Pachtzins, Gassenbach bei Idstein für 5000 Mk. Pachtzins, Lcrngenwieseu im Westerwald für 9386 Mk. und Blumenrode bei Limburg für 8500 Mk. Pachtzins. Sie lvill auf diesen Gütern von

rund 2000 Morgen Größe 450 5kühe in Eigenwirtschaft z,:r Milch­erzeugung einstellen. Die gewonnene Milch soll ausnahmslos für

G Glauberg, 20. März. Das Eiserne Kreuz erhielt der

Musketier Friedrich Ger lach im Inf.-Regt. 168.

# Kohden, 20. März. Das Eiserne .Kreuz erhielten der Wehrnurnn Heinrich Momberger und Musketier Wilhelm Merz

. ; # Nied er-Mock stabt, 20. Mürz. Das Mserne Kreuz er­hielt der Gefterte Karl Krieger im Jrlf.-Regt. 57.

4t Vonhausen, 20. März. Das Eiserlve Kreitz erhielt der Unteroffizier Heinrich Kempf.

.Kreis Alsfeld.

e. Alsfeld, 20. März. Z^wnsten her Ln bem hessischen Lehrerheim untergebrachter: heimatwsen Urlauber hat Finanz­rat Korfmaun hier den Betrag von 340 Mk. aufgebracht Fabrikant Oft» Die gel fliftete 100 Mk. p: den: gleichen Zwecke. Zurzeit verbringen ^wieder ft'mf Leute im Lehoerhem: ihrcn Urlaub, darunter auch ein Artillerieunterofffzier, dessen Heimatvrt in dem von den Franzosen besetzten Gebiete liegt.

Kreis Lautcrbach.

rr. Schlitz, 20. März. Der Oberlehrer und Rektor unserer

Bürgerschule, Professor Roden hausen, ist an die Augnstilwr Ichule (Gymnasium mid Oberrealfcftcke) zu Friedberg versetzt wor­den. Er n-ar 10 Jahre Leiter der hiesigen Anstalt.

rr. N i e d e r - S t 0 l l, 19. März. Am 28. Marz feiern die Eheleute Nikolaus Schenk 'und Frau Barbara geb. Fischer in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit das Fest der Goldenen Hoch­zeit. Leider hat der Krieg auch den: Jubelpaare schweres Leid ge­bracht, da ein Sohn seit August 1914 vermißt wird. Am Smm- tag-Nachmrttag hielt S-eödtpfarrer Boeckne^-SWtz in imserer Kirche einen gut besuchten Vortvag über:Deutschlands Wirt- sihaftSkräfte, eine Hmcptg«vähr für im seren Sieg". Eindringlich Mittre betont, daß die Zeichnung auf die :reue Kriegsanleihe eine sittliche vaterländische Berpflickstung sei. Lehrer Sommer unter­strich diese Ausführirngen und hob hervor, daß auch der Geringste sich an der Anleihe beteiligen könne, indem nran kleine Altteilscheine zeichne schcn von 5 Mk, an, die durch Vermittelung der

Lehrer zu erhalLen seien.

nie Pflicht der Stunde für alle in der Heinmt schloß er. Ter Gesang

cit einem Hiwveis auf den Erlist und

beendete die Veran-

des alten Trutzliedes:Eine feste Wcrg staltung.

Kreis Schotten.

e. Schvkten, 20. März. An der Hand von hervorragend statistischem Material, das zum Teil in bildlicher Darstellung vor Augen geführt wird, werden zurzeit in alle:: Orten des Kreises Bvrttäge gehalten zur Vorbereitung für die sechste Kriegsanleihe; überall mit sichttichem Erfolg.

O Gedern,20. März. Unter Vorführung zahlreicher Licht­bilder hielt Lehrer Ludwig aus Burkhards am Samstag abend eine:: lehrreichen Vortrag über die Wirtschaftskräfte TeutsHlarcks. Hofprediger Widmann sprach darauf über die Hindenburg- Speilde und ermastlte die Wrwesenden zu reger Beteiligung an diesen, wütigen^vattrläichisckMi Werk.

O Ober-Seemen, 19. März. Auch hier fand gestern in der dichtbesetzten Kirche ein vaterländischer Bvlksabend statt. Hvf- rnediger Widmann aus Gedern sprach nach einer Eröffnungs­ansprache des OrtsgeisllichMl Pfarrer Nepp über Deutschlands Kraft und Größe. Tie vorgcführten Lichtbilder bereiteter: lebhaftes Interesse. Der Redner hielt hierauf noch einen zweiten Vortrag über das Rote Kreuz. Es besteht Aussicht, daß sich ksier ein Zweig- verAn des Roten Kreuzes bildet.

Kreis Fricdberg.

d a d - N a u h e i m, 19. März. Auf Veranlassung der Bür- germersterei fand gestern im Singsaal der Stadtschule eine Werbe- versammlung für die 6'. Kriegsanleihe statt. Redner waren me Herren Reichstagsabgeordneter Strack, Prof. Dr. S t r e cke r, Vorstandsmitglied Hartmann S t 0 l l vom Spar- und Vorschuß- Verein und der Synoikus der Handelskammer Friedberg, Rechts­anwalt und Notar Stah-l. In eindringliche:: Worten legten sie dm Erschienenen ans Herz, in ihren Kreisen dafür zu sorgen, daß der Erfolg der neuen KriegsanleilL groß werde. Nur durch den Be- wns, daß unsere wirtschaftliche ^Kraft ebenso ungebrochen sei wie toc nnlttäristhe, könnten unsere Feinde begehrt werden, den Kampf zur Vernichtung unseres Vaterlandes als aussichtslos aufzugeben.

:: Pohl-Göns, 20. März. Wieder hat der Krieg ein Opfer auS unserer Geineircke gefordert. Der bei einem Arnrierungs- wataifkm stehende Landsturmmann Wilhelm Müller, Schnnede- meister von hier, der erst kurze Zeit an dw: Front steht, hat nach

Säuglings- und Muttermilch Verwendilng finden. Die Gesamtaus- gabei: zur Einrichtung der vier städtischen Milchgüter belaufen sich aus etwa 1100 000 Mk.

ff Marburg, 21. März. In der letzten Stadtvecvrdnett'n- Sitzung teilte^ der Stadivervrdneten--Vorsteher JUstizrat Roh de mit, daß Prof. Dr. Roser in Frankfurt a. M. zun: A:ndenken tm seinen Vater, den im Jahre 1888 verstorbenen berühmteir Chirur­gen und Ehrenbürger^ Marburgs, Geh. Rat Prof. Dr. Wilhelm Rvfer, dessen Hundertsähriger Geburtstag mn 26. März ist, der Stadt Marburg eir,e^ Stiftung in Höhe von 10 000 Mark gemacht hat. Die Zinsen dieses Kapidrls falben d«KU benutzt werden, be- .fftigen Kriegsbeschädigten zur Anschaffung künstlicher Miede: Beihilfen zu gewähren. ' -

Gictzener Strsftammer.

Gießen, den 16. März 1917.

Der 17jährige Hutumcher Ferdinand H. und der 18jährige Huttn-acher Fritz L., beide zu Lantenbach, sind angeklagt und ge- ständig, am 28. Januar d. J§. zu Lant-rbach gemeinsck-aftllch das Gartznlhäuschen der ^Fvau Mndant W. Witwe erbrochen und darmls eine Rosenschere, einen Schraubenschlüssel, eine Draht­schere, drei 'Gläschen, eine Dose mit Sam«: imd vier Bo5)-rer entwendet zu haben. Das Gericht verurteilte die keibät An­geklagten, indem es ihnen mildernde Umstände znbilligte, zu je 3 Monaten Gefängnis.

Tie mn 3. Februar 1690 zu Oberndorf geborene, wegen Dieb- stcchls vorbestrafte Fabrikarbetterin Elifabethe Margarete M. ist beschuldigt, am 13. Februar 1917 zn Gießen den Gheleuten Heinrich K. einen Geldbetrag von 5 Mk. und 1 Paar Frauen- halb schuhe iin Werte von 6 Mark «ttwcndet zu haben. Die Angeklagte war am 10. Februar d. Js. zu Mainz nach 3W büßung einer wegen Diebstahls ihr znerLmnben Gefängnisstrafe 3 Monaten und 2 Wochen entlassen worden und traf am 12. brimr in Gießen ein, rvv sie bei der: genannten Eheleuten Ai^- nahme wild. Liach ihrem Weggänge am nächsten' Llbend ver- mitztcm die Eheleute K. 5Mk. in Papiergeld und die Haibschuhe. Tre Angeklagte leugnete nach nsie vor, den Diebstahl begangen M Hecken. Ans ^Grund der B«reisausilahme konnte fich^has Gericht von der, Schuld der Angeklagten rttcht eirrwandfrei überzeugen, zumal d:e Ehesrau K. zn einer andere:: Zeugin geäußert hat, es könne, möglchenveise auch eines ihrer Kinder den Papierschettr zcrrlsien ^haben. Tie Angeklagte lvurde fteigesprochen und der gegen sie erlassene Haftbefehl aufgehoben.

Ter 69 Jahre alte Auszügler und Wagner Karl R. in DkauL- bach wird beschuldigt, innerhalb nicht rechtsverjährter Zeit, ins- belorckere m den Jahr«: 1913 bis einschl. 1916 in den Forst- wartnen Maulbach und Homberg, cm Orten, an benen zu jagen er nicht berechtigt war, die Jagd ansgeübt, dabei dem Wild m:t Schl::: gen nach gestellt und dieses urrberechtigN Jagen gewerbsmäßig betrieben zu hoben. Ter Angeklagte leugnete nach Nne vor, jemals gewildert zu haben, aber auf Grund der umfang­reichen BeweisaufnalMe erachtete das Gericht ihn der Begcwmg der ihm zur Last gelegte:: gewerbsmäßigen Wildere: siär über- ftrhrt und verurteilte ihn zu einerMesängniSstrafe vm: 6 Armiaten

Spsvt»

,16. März. Das zweite Treffe» zwischen den ersten Mvmftchaften des Verems für Rasenspiele von 1900 i-nd des SportvereinsMerkur" fand gestern auf dem Sportplatz an der Darbt statt urck kormte vom Verein für Rasenspiele wieder 4-1 (Halbzert 3:0) für sich cnttschicden werde::. Das Spiel, das durch dm hefttger: W:nd,schr beeinträchtigt wurde, spielte sich größten- teils auf Merkurs Hälfte ab und nur durch die sichere Hinttrmann- schaft wurde der Verein vor einer größeren Niederlage bttrmhrt.

heute bei dem Pfarvantte eingettoffenec Nachricht ben Heldentod»

Lebensiabre.

gefunden Er stand im 45.

Rejsrvist Wilhelin

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Nur d&s auf dem Ghs»

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