mol brti Berfuch «ach-«, die SffenKche Gtimmnrsg tra AuS-
lande zu beernfluffeu.
.. 3 ?«-^ en °^ T * n dnem benwfrofif<f>eTT Zeitalter, nr dem
»re Vo-tsitimmung ein so großer Mochtfaklor ist. daß wir nicht dcrran vorabergehen können. Wir sollen wenigstens für die Zukunft die Lehre ziehen. Die Deutsch-Amerikaner hoben alles getan, irm es zu einem Konflikt zwischen uns und den Vereinigten Staaten nicht kommen zu lassen. Wir haben das Recht und eine Pflicht des Dankes für ihr treues Bekenntnis zu dem Lande ihrer Heimat. (Sehr richtig!) Sie haben für Deutschlands Existenzkampf ein volles Verständnis gehabt. Van Wilson verfolgt, haben sie den Begriff des Deutsth-AmerikanertumS bis in die Gegenwart aufrechterherlteru Wilson begrüßte sie einmal als diejenigen Männer, die stolz darauf sein könnten, daß ihre Heimat in deutschen Äcmden einst gewesen wäre. (Hört! hört!) Nicht wir tragen die Schuld an dem Bruch. Wir begrüßen das Abkommen öder KiÄendAmg der beiderseitigen Untertanen. Es wäre ein LicKpnukt. wenn man endlich zu dem Grundsatz käme, daß mau sich mÄttärisch bekriegen kann, ohne es wirtschaftlich zu tun. Schließlich sind die Vereinigten Staaten auf den deutschen Markt sehr angewiesen.
Der U-Boot-Krieg soll nach Herrn Ledcbour unmenschlich fern. Freuen wir uns der technischen Erfolge bei der Her- stekkung unserer U--Boote. Wir können mit ihrer Anwen^ing nicht warten, bis ein Internationaler Kongreß ihre völkerrechtliche Zulässigkeit geprüft haben wird. Das Völkerrecht ist doch nichts StcrrreS! Der ungehemmte U-Boot-Krieg hat die Siegeszuversicht im deutschen Vvlte wefentkich gesteigert. Wir haben jetzt gegen den Wärfsten Feind auch die wirtschaftliche Offensive erpritfpf. England genoß bis her den Vorzug eines Jnsellandes, jetzt sichlt cs die Nachteile. Jedes Schiff unterliegt der deutschen Kontrolle. Gewiß wird auch England alle Leiden auf sich nehmen, llebevhanpt ist nichts falscher, als die Feinde zu unterschätzen oder die feindlichen Staatsmänner zu beschimpfen. Das Wort vom Plebejer Llolst George" wäre beffer nicht gefallen. (Sehr richtig dieser PI«lbcher K einer der größten Organisatoren -er Weltwirtschaft und hat uns manche Nuß zu knacken gegeben. Wir freuen uns deshalb auch darüber, daß wir jetzt e-nrn Staatssekretär des Aeußern von Fleisch und Blut haben. (Hrtterkeit.)
Der Mg. Keil hat sich gegen eine Annexion Belgiens gewandt. Wer hat denn das verlangt? Selbst Graf Westarp nicht. Etwas ganz anderes aber ist eine Befreiung der Mamen vom wallonischen Joch. Die Vlamen wollen auch befreit sein. jSehr richtig!) Mit besonderer Anerkennung gedenken wir unserer He7den?ämpfer in Ostafrika. (Stürm. Beifall.) Möge der Vriede dieser deutschen Heldenfchar die Möglichkeit geben, auf deuflHem afrikanischen Boden zu stehen. (Beifall.) Was sollen wir d»zu sagen, daß selbst hoch^ftellten Persönlichkeiten das Verständnis für hie Wichtigkeit d"§ AuSl<mddsu1schtumS fehlt Auf eine Bitte um Mtttel zu einer WelhnachtSbescherung für Kinder von AuSlaR-^deutschen hat GeneraEd. LöwenfeD geantwortet, die AuslandS-e'«''cheR verlSugneten ja doch ihr Deutschtum und rechneten damit, für de» Fall eines Krieges aus der neuen Heimat aus- gewissen -u werden. (LeSh. Hörtt Hort!) Also die Auslands- deutA^u sollen keine Kulturträger sein! Ich beneide Herrn v. Lc^assns'.^ nicht um ssine Unkenntnis aller einschlägigen Ver- hältnUe und nicht um die Anmaßung, mit der er sich ein derartiges llrfeil ifßcr die Ausländsdeutschen erlaubt. (Lebh. Zustimmung.) Angesichts dieses Mangels an Verständnis und Takt ist wohl die Frage erlaubt, ob eine solche Persönlichkeit an die Stelle gehört, an der sie steht. (Stürm. Zustnmnung.)
Wir erkennen freudig die Mitarbeit der Gewerkschaften auf den verschiedensten Gebieten an. Die Industrie sollte daraus den Schluß ziehen- daß sie künftig mit den Gewerkschaftssekretären ruhig verhandeln sollte. Bedauerlich ist die Un- duldsamkeit der Gewerkschaften gegen die wirtschaftsfriedlichen Verband«. Auch die Mitglieder dieser Verbände tun im Schützenraben ihre Schuldigkeit und haben nicht verdien, als Parias be- andelt zu werden. Die neuen Steuern belasten zu einseitig Handel unb Industrie. Die Entwicklung geht in der Richtung nach Reichseisenbahnen. Das ganze Verkehrswesen, auch der Bau von Kanälen, sollte Reichssache werden. In der Verwerfung des K r i e g S w u ch e r ö ist sich der ganze Reichstag einig. Nur über die Mittel, chn zu bedampfen, sollte man noch sprechen.
Der Abg. Scheidemam. fragte in seiner letzten Rede nach den Lommerzienräten im Schützengraben. Weiß er nicht, daß die VerLeihung dieses Titels meist erst in einem Alter erfolgt, daS die Milrmrpfficht auSfchUetzt? Es ist überhaupt ganz falsch, einzelne Lerü^S- und Erworvsstände jetzt irgendwie herauSzu- grrffen. Das ganze Volk tut jetzt seine Pflicht. (Beifall.) In dem schon dom Reichskanzler zitierten Gedicht von Karl Vröger, das «ine der besten Schöpfungen der Kciegspoesie ist, heißt es auch:
.Daß kein fremder Fuß betritt den hermischen Grund,
Sticht tm Bruder, in Polen, liegt einer in Flandern wund.
Alle schützen wir seiner Grenzen heiligen Saum,
Unser ölü^ndes Leben für deinen dürrsten Baum, Deutschland!"
lLebihafter Beifall.) Dir sollten endlich brechen nrrt der philiströsen Opposition des einzelnen gegen den StaatS- gedancken. Der einzelne ist immer nur ein Glied des ganzen, und er kann nur in die Höhe kommen, wenn Deutschland selbst groß und mächtig ist. (Beifall.) Ich hoffe, daß die st a a t s - bürgerliche Erziehung dieses Krieges uns auch den Ausgleich der Beziehungen von Volk zu Staat, und von Staat zu Volk bringen wich. Daher ist es ganz verkehrt, sich heute über das Dreiklasienwahlrecht in Preußen den Kops zu zerbrechen. Nach den Erfahrungen dieses Krieges denkt niemand daran, dieses Wechrecht aufrecht zu erhalten.
Wir bedsnern. daß es auch während des Krieges Ausschrei, tungen der Militärbehörden und Uebergriffe bei der Schu^afl gegeben hat, daß die große Magna Charta der persönlichen Freiheit angetastet worden ist. Mir werden dafür sorgen, daß das in Aikunft unmöglich wich, und wir werden dabe-i selbst vor Verfassungsänderungen nicht zurückschrecken. Jetzt aber regiert Mars die Stunde. Wir zweifeln nicht an unserem baldigen und sicheren Siege. Möge er uns als Frucht des Friedens das gerößere und freiere Deutschland bringen. (Lebhafter Beifall.)
Das Haus vertagt sich.
Freitag 11 llchr: Kleine Answagen, Detterberattmy.
Schluß Uhr. , ; •
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Carson und der U-öoottrieg.
< Berlin, 1. März. Zeitungsnachrichtsn M folge hat der englische Marrneminister Sir Edward Carson im englischen Unterhalts, um seine Hörer über die Bedeutung des un- es ich r an kten U- Bo ot kr i e ges zu beruhigen, einige' Ziffern genMMt, ans .denen >die GervrMgigkeit der bisherigen Leistungen der deutscher ll-Bvott hervorgelhen soll. Er hat einer Zahl von 134 Kritischen, verbündeten und neutralen Schiffen, die in der Zeit vom Lt Wl M Februar versenkt »vorden seien, grgenWergestellff daß während hesselben Zeitraumes 607^ Schiffe in britischen .Hkffen emgelaufen und 5875 Schaffe ans diesen ' ausgelMnsen seien.
Diese Darstellung leidet Kunächst an dem Grundfehler, daß. die Zähl von 134 versenkten Schiffen falsch ist und vielmehr erheblich hinter der MchrheÄ Srrrückbleidt. Es liegen Gründe vor, die dem Admiralstab bekannten Ziffern nicht zu nennen, wir müssen uns vielmehr damit begnügen, daß, wie gesagt, die Zahl von 134 längst, nicht den Tatsachen gckeichttnnmt.
Welche 6)ta£wßtbiaflrtt unter diesen Umständen den Angaben bes Ministers ützer den Ein,- und Aiuslauf von Schiffen in britischen Häfen be&xmnt, bleibe zunächst dahingestellt. Die Nebeneinander-- slallung der tinodmifenm [imfr ausgelaufenen Schiffe könnte übrigens der Mmahme verfüHoen, daß Man die beiden Gruppen von f i075 ein gelaufenen And 5875 aursgelaustnen Schiffen zu- sammenAu-.ählen 'habe, um den Frachtraum zu ermitteln, der den «rglffchen Seeverkehr vom 1. bis 18. Februar dacgestellt hat. ^Q : wäre indessen ialsch, dsrn die meisten in einem Mvnat nn- geiausenen Schiffe lausen augeffchts der durch die jetzige Schiffst- Emnot veranlagten Beschlemrigamg des Blwkehrs in demselben -vttmat Immer aus.
Entsprechend sind dis in einem Mvnot auHgeiaußenen Schiffe zum weit überwiegenden Teil fdlche, die in denMben Monat eingelaußm waren. Man wird schcMrngÄwsffe auf Grurrd jenen Ziffern, ihre Richtigkeit Kunächst einmal vcwansMsetzt, annehmen dürfen, daß rund .6500 Schiffe den englischen Seeverkehr vomj 1. bis 18. Februar bestritten haben. Davon würden dann freilich die 134 versenkten Schiffe nur 2 Pr^mit darstellen.
Wie irreführend diese Gegenüberstellung ist, zeigt eine kurze Ueberlegung, die statt der Zahl der Schiffe ihren Tonuengehalt ins
Durchsckmitt 3000 Doirnen jpd> die übrig gebliebenen 90 Schiffe im Durchschnitt nur 500 Tonnen Räumite haben. Tann wären van 75 000 Donnen Mämntt 30000 Tonnen — 40 Prozent versenkt.
Tie Tonrrage des englischen Seeverkehrs im Februar kennet wir nicht. Wir können aber tne Angaben der amtlichen englischen Statistik über die Tonnage des Januar-Berkehrs der britischen Häfen zu Hilfe nehmen. Tanach svrd in brittsthen Häfen im Januar 3 331000 Tonnen emgelanfen und 3 600 000 Tonnen ausgelaufen. Ter SeeverVehr des Imrsurr wird also von schätzungs
weise 4 Millstmen Tonnen bestritten worden sein. Berücksichtigt
rr w-sfen,
Schiffsverkehr, der sonst etwa ein Drittel des englischen Seeverkehrs
muß werden, daß, wie wir
im Februar der NLutra he
ausmaclste, ganz außevorden.tkich emgsstlwäE worden ist. Mit Rücksicht hieraus wird man die eben Zahl von 4 Mil
lionen Tonnen um inindestens ein MMel ans 3 200 000 Tonnen reduzieren müssen. Rvchnet man dvepen Frachwaum nach Verhältnis der Zeit ans die Tage vom 1.—18. Februar um, so ergibt das eine Tormage von rund 2 MWonen Donnen. Legt man die eingangs erwähnten Angaben des engkffchen Marineministers zugrunde und rechnet man danach mit einem Vorkehr am 6500 Schiffsn, so käme man zu einer DmMchnitts-Tonnage für jedes Schiff von rund SOO Tonnen: ein offenbar mmröglichgs Ergebnis, da die Turchschnittstonnage im Soeverkvhr eine weitaus höhere ist
Sollte Sir Grward Carfon die MstenseMahrt mttgerechnet haben, so stellt sich die Rechnung nicht ^oeserttttch anders. Danach würde sich die Tonnage von 2 Millionen um höchstens 500 000 Donnen erhöhen. Aiisterdein ist im Zusammenhang des U-Bvot- Krieges bic Küstenschiffahrt nattrrgennA belanglos.
Man sieht also, daß die Zahlen des englischen Ministers nach jeder Richtimg zweifelhaft und ungeeignet sind, irgend welche Schlüsse hinsichtlich der Wirffanckett des U-Boot-Krieges zu tragen. Wenn der Zeitpimkt gekommen sein wird, zu welchem der Admiral stab die Leistungen des U-Bootkrieges tnt Monat Februar zu ver öffentlichen sich in der Lage sehen wttd, dann wird, soviel läßt sich heute schon mit Sicherheit mrgeben, ein Verhältnis zur Tonnage
Presse trotz mancher Beruhigungsversuche hervorleuckstende schwere De.orguis voll rechtfertigen wird.
wer Golö einliesert, stärkt unsere Uampfmittel; wer unsere Uampfmittr! stärkt, hüst den Urieg verkürzen!
vie GolöeKiMlWeAt
in den Räumen der BeMspackche Gießen ist morgen von \0 bis \2% Uhr geöffnet!
Aus Stavt «nv Land.
Dießen. 2. März 1917.
Pftanzt Kriegsobftbäume!
Ein Volksschullehrer a. D. aus Bayern (SchLvaben) gibt folgend^ beachtenswerte Anregung:
. S chon jetzt machivn sich da und dort Bestrebungen bemerkbar, Erinnerungszeichen an den Weltkrieg M sck>afsen. So sehr das zu begrüßen ist, sofern es sich um geschmackvolle Denksteine für unsere Gefallenen in den heimatCchen Friedhöfen handelt, so muß man es dock; als verfrüht bezeichnen, inmitten des Kampfgetöses schau Denkmäler größevwr Stiles zu errichiden. Dlber trotzdem drängt und treibt es uns lveiter nach einem sinmignr Ausdrucks- rnittel für unsere dankbaren Gefühle den gefallenen und noch kämpfenden Helden gegenüber.
Seit alters war es Sitte und Brauch, die Gedenktage großer Ereignisse und bedeutender Männer durch Pftanz-en von Eichen, Buchen und Linden in Gegenwart und Zukunft zu feiern und zu ehren. Ueberall in den. Gauen des engeren und n-eiteren Vaterlandes vagen solche Zeick^n dankbaren und pietätvollen Gedenkens um Himmel empor. Tie Allgenreinheit irird, weirn eiirmal die birchenglocken den Frieden in die Lande hmausgetramm haben, wieder zu dem schöneik Sinnbild zurückgreifen, das der Baum wrch seine Lebeuserscheinungen zUm Ausdruck bringt. Was ist ia naheliegender, als daß insbesondere der Landbewohner oder wer sonst einigen Grund sein Eigen rrennt, bief-en Gedanken aufgreift und seine Kriegsgefühle und -erinnerungeu dnrch ein Na- turdenknml festzuhalten sucht? Verfasser dies^er Zeilen hat an chönster Stelle seines Gartens bereits eine Grube ausgel-obeu, dazu bestimmt, im Frühjahre einen „Kriegs- bezw. Friedensbaum" in sich aufzunehuren. Ein Obstbaum soll es sein, wenn inöglich die Apfelsorte „Kaiser Wilhelm" mit ihrer herrlichen und wohl- chnreckenden Tauerfrucht. Solch ein Denkmal dauert aus, wächst und wurzelt im Heimatboden zum Stolz und Segen der Nach«- komuren, wird durch seine alljährlich beschereirden Gaben ein Süm- bild werden von dem unerschöpflichen Schatz, den wir irr der von unfern Streitern treulich beschirmten heffnattichen Scholle besitzen.
Sollte bezüglich der Bauformen noch ein kleiner Fingerzeig gegeben werden dürfen, dann wäre zu raten, diese ganz nach dem verNlgbaren Rarem zu rvahlen. Bei allseitiger Eirtwicklungsnrög- lichkeit wird es der Hockistcrmm sein, bei weniger Platz Halbstamm. Buschwerk oder Pyrcnnide, was inan pflanzt: seine und empfindliche Sorten gibt man als Spalier >an die Wand. Und nun mit estem Wlllen und frischem (Äser daran und einmal die Baum- rube ansgelxoben; bis zum Pflanzakte selbst ist noch genügend eit, alles andere zu überdenken und bereitzustellen.
Unfern Obstbauvereinen und namentlich' den deutschen Volkschulen dürfte mit diesem Vorschlag ein willtoirrmenes Mittel an die Hand gegeben sein, in jetziger großer und schwerer Zeit ihre und damit des Vaterlandes ideellen und apch materiellen Ziele ordern zu helfen.
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.Auszeichnung. Dem Wehnnann«Friedrich Gersten- berg .im Landw.-Jnf.-Rogt. 116, 9. Komp., Solm des Tapezier jölbolT Gerstenberg, wurde das Eiserne Kreuz 2. Ä. verliehen.
D e r O b e r h e s s i s ch e S ch a s z ü ch t e r v e r e i n hält am Sonntag, den 18. März, nachm. Uhr, im „£otel Schütz" Mitglieder-Dersammlung ab. Näheres siehe Anzeige, cv. utt er mittel -Verteilung. WTB. meldet aus
Berlin: Je-wenrger Verbrauch in der eigenen Wirtschaft, je mehr Futtermittel! Tekl Kreisen wurde von der preußischen Landest sultermittel-Gesellschaft Kraftfutter überwiesen, welches Mr Prämiierung von Landwirten für in die öffentliche Bewirtschafttm
dmarn tun, sich ungesäuntt bei ihven Landräten über die nähereW Bedingungen, unter welchen diese Futtermittelprämien zu erhaltet sind, zu erkundigen.
** Die durchgehende Arbeitszeit. Beim Reichsantt des Innern sind seit längerer Zeit Arrregungen auf gesetzliche Einführung der durchgehenden Arbettszeip ergangen. Wiederholt ist darauf hingewiesen worden, daß in allen den Betrieben, wo es irgend angängig ist, die Ein?, richtung der durchgehenden Arbeitszett dringend erwünscht ist und daß ttr vielen Betrieben, auch bei Behörden und Gerichten, die allerbesten Erfahrungen mit der durchgehender Arbeitszeit genracht worden sind Von einer gesetzlichen Regelung hat das Reichsamt des Innern trotzdem W-stand nehmen zu muffen geglaubt, hauptsächlich um unnötige Härten zu verrnerden.. Trotzdem hält die Reichsregierung nach wie vor die möglichst einheittrche Durchfill)rung einer solchen durchgehenden Arbeitszeit für sehr erwünscht und wttd sie nach Möglichkeit begünftigerl und fördern.
Kreis Büdingen.
Ortenberg, 28. Febr. Der Vorschuß- und Kreditveveint Ortenberg, Aktiengei'ekM-aft, halt am Mittwoch, den 4. April, dahier seine d^sjührige ordentliche Generalversammlung der Aktionäre ab. Außer den üblichen Berichüm über die Ergebnisse dcSl vorigen Geschäftsjahres, der Verteilung des Reingttvinnes undi den Ergänzungswahlen soll vor allen Dingen über die Erhöhung! des Akttenkapitals urrd über eine rwtlvendig gewordene Statuten- änderung beraten werden. — Die Btzzirkssparkasse führte! durch Vorstcrndsbeschluß am vorrgeir Samstag vorbchalttich der Genehmigung durch die ordentliche Generalversamml'ung zur Förderung des BargeldumLmfs dcrc bargeldlosen Uebettveisungsverteh» durch Scheck ein.
Kreis Alsfeld.
Up. Ober-Ohmen, 28. Febr. Zu Unteroffizieren befördert mrd mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. wurden ausgezeichnet r»a ^.er: Karl Rühl mrd Wilhelm Lier, beide im Landwehr» Infanterie-Regiment 116.
np. Vom unteren Vogelsberg, 28. Febr. Obgleich die Hohlwege und Schluchten noch voller Schnee liegen, mehren sich doch die Zeichen des kommenden Frühlings. Tie ersten Lerchen sind im Felde, noch truppweise in großer Zahl., Das ist eist Beweis, daß sie erst vor kurzem angekomm«: sind. In der Nacht zogen starke Scharen von Schnoegänsen (nicht Kraniche) vorüber, die ein so lautes Schnattern hielten, daß man versucht war, zu glauben, es seien gewöhnliche Hausgänse.
Kreis Lauterdach.
rr. Schlitz, 28. Febr. Gras Wilhelm von Schlitz genannt von Görtz stiftete zur Ernst-Ludwig-Jnbiläumsgade 2000 Mk. — Wie groß trotz des Weltkrieges das Missionsinterefse hierzulande ist, bewiesen die starkbesuchtem Missionsvorträge, die Missionar Rnck- däschel in unserer Kirche, \xkt auch in zahlreichen anderen Gemeinden des, Schlitzerlanbes hielt. Der Missionar, der auf dem indischen Missionsgebiet tätig roar, wurde nach Kriegsausbruch 26 Monate lang von den Engländern gefangen gehalten, zuerst im Gefangenenlager z-u Ahmednagar in Indien, dann noch kurze Zeit in England selber. Er führte bittere Klagen über die empörend« Behandlungsweise, welche die Engländer ihm und seinen Leidens- genossen zuteil werden ließen, mit sie „nur" Deutsche waren.
Für die Leipziger Mission wurden in diesen Misffonsvorträgew über 150 Mark gespendet.
ü. Ober-Moos, 28. Februar. Am XI. ds. Mts. starb cm Lungen- und Rippenfellentzündung im Elisabehtenstift zu Bad-Orb der Musketier Heinrich Mein hart im Alter von 18 Jahres Vor ettoa 4 Monaten ttat er in das Gynmasium zu Büdärg« bin,,. und bestand mit Erfolg llkrz vor seiner Einberufung di« Prüfung zum Einjährigen. Eine schwere Operation und ein* tretende Herzschwäche beendeten sein junges, hvfffrunysrelches Lebttr. Er wurde am 22. ds. Mts. auf dem hämff'chen Friedhof« beerdigt. Tre Tvauerfeier fand in der Kirche statt, die kaum die Menge der Trauernd«: fassen konnte. Pfarrer Naumann^ Nieder-Moos, gedachte mit warmeil Worben des allgemein ge^ achteten Jünglings. — Der Weltkrieg hat außerdem an Opßcrn von unserer Gemeffrde gefordert: Res. Hch. Karl, Welirm. " ' Konrad Karl, llnteroffstier Richard Vogel, Wehrnunm Klug und Wehrrnann Karl S ch ä g. Vermißt werden:
Hornist Johannes Oe streich, Wchrmann Heinrich Weitzel und Musketier Heinrich Herchenröder. Das Eiserne Kreuz erhielten: Musketier Paul S ch ä g, Landsturnrmonn Pauk Rausch, Sergeant Karl Wahl und Unteroffizier Parck Fischer^ Mit der H eff ischen Tapferkeitsmedaille wurden ausgezeichnet : Lergeant Karl Wahl, Wehrm. ffÄer Zimmer, Musk. Paul Schäg, Ldstm. Anton Döring und Pioirier Hch. Schneider. Gefr. Karl Weitzel wurde mtt dem Milttav« Sanitätskreuz ausgezeichnet. Befördert winden: Paul
Fischer zrrm UnteroMzier imd Karl Weitzel zum Gesreüen,
Kreis Friedberg.
n. Butzbach, 28. Febr. Im letzten Jahve ließ in dem bv- rmchbarten Pohl-Göns der Lehrer der ersten Schulllasse eine bisher unbebaute Oed-ung von seinen Schülern umroden, mit Kartoffeln bepflmizen und während des Jahres bearbeiten. Ten Erlös für die auf diese Weise erzielte Ernte im Betrage von 28 Mark stifteten Lehrer und Schüler für einen gemeinrrützigen Zweck. Tie Tat dieses Lehrers verdient gerade jetzt im Frühjahr in den weitesten Kreisen bekarrnt und vor allen Dingen nachgeahnt zu werden, denn sie ist vom wirtschaftlichen und erzieherischen: Standpunkt von größter Bedeutung. Tie Berechnung des zahlenmäßigen Erfolges eines ähnlichen Vorgehens an allen Orten Teutschlands überlassen wir der Statistik.
Hessen-Nassau.
X. Eassel, 28. Febr. Ueber die Konfirmations- leidung bat das Königl. Konsistorium zn Eassel ein Rund- chreiben erlassen, in dem es heißt: Wenn auch die Einfachheit in allen Verhältnissen an sich geboten erscheint, so glauben wir doch noch besonders darauf Hinweisen zu sollen, daß gerade bei der diesjährigen Konsirmation jeder unnütze Aufwand zu vermeiden ist. Bei der Schwierigkeit der Kleiderbeschaffung sind auch Kinder ohn« eigentliches Konfirmationskleid zugelassen.
^ r , ^ . bestimmte Menge Futtermittel, in der
Hauptsache Klere, zu gesetzlichen Preisen zimächst vorschuß.weise gegeben wrrd. Tie Höhe der Frrtternüttelprümie, ivelche ein Milch- Iterercr erhalten kann, und die Hrttemn«ttttrnenge, die dem Ktttse msgesamt zur Verfügung gestM wird, richtet sich nach dein Spstem, welches der Kreis für die Verteilung der verfügbaren FuttermMel gewählt hat. Tie FrllterinittelPrämie beträgt zwischen zwer uiw drei Pchnd Futter für 15 Liter abgelieferte Mllch und- brs zu zwei Pfund Futter für ein Pfmrd abgelieferte Butter. Der Nachweis über die Ablieferung ist durch die enipfangende Stelle zu erbringen. Tie Milch produzierenden Landwirte werden gut
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Tbori' OS&Arfb urät für das Fabrik ai der Auer^eMlföhsdjBcrlmQ, Ueberall erhältlich


