Die russische Revolution.
Eine Kundgebung Miljukoros.
Petersburg, 17. März.. (WTB.) Die ru ssis che Regierung H«1 folgendes Telegramm an ihre Vertreter im Äus- ude gerichtet: Die von der Petersburger Telegraphen-Agentur übermittelten Nachrichten haben Ihnen schon die Ereignisse der letzten Tage und den Fall des alten politischen Regimes Rußlands tt^untgegebm, ba» klLgKs vor der ourch sernc Sorglosigkeit, settve ^ att sträfliche Nichtooraussichl hervorgerusenen VolNentrüftung Msanrmenbrach. Die Einmütigkeit des Grolls, welche dis heute in Verfall geratene Ordnung der Dinge unter allen gesunden Elementen der Nation hervorgerufen hat. halt die Krise merkl ich er leichtert. nnd sie abgekürzt. Da alle diese Elemente sich mit bewattderungswürdiger Begeisterung um die Fahne der Revolution scharten und die Armee ihnen schnelle, wirksame Unter Nützung brachte, trug die nationale Bewegung nach Ver buts von kaum acht Tagen einen entscheidenden Sieg davon. Disk Schnelligkeit der Durchführung erlaubt es glücklicher- werse, die Zahl der Opfer auf Verhältnisse zu beschränken, wie sie m den Annalen der Umwälzungen von ähnlicher Weite und solcher schwere unerhört sind. j
Durch eine Akte, datiert ans Pskow vom 15. März, verzichte t e Sa iserNikolaus II. für s L ch selb st und für den Großfürst-Thronfolger Alexej Nikolajewitsch aus den Thron. Aus die Mitteilung hin, die ihm von dieser Me gernacht wurde, verrichtete Großfürst Michael AlexLürrdroWitsch durch eine Akte, datiert aus Petersburg vom 16. März, seinerseits darauf, die hoch st e Gewalt zu übernehmen bis zu dem Augenblick, jw-o eine konstituierende Versammlung gebildet auf der Grundlage des allgemeinen Wahlrechts, dil Form der Regierung und die neuen Grundgesetze Rußlaichs festgesetzt haben wird. Durch dieselbe Akte forderte Großfürst Michael Arexandrowitsch die russischen Bürger auf, sich bis zur endgültigen Erkundung des nationalen Willens der Autorität der provisori- mien Regierung zu unterwerfen, die auf die Initiative der ReickH- dnnra hin aebildet worden ist und alle Machtvollkommenheit besitzt.
- Zusammensetzung der provisorischen Rnfterung und ihr polttrsckes Programm sind bekanntgegeben und dem Ausland übermittelt worden. Die Regierung, die im Augenblick der schwersten nutzeren urch inneren Krise, die Rußland im Laufe seiner Geschichte durchgemacht, die Macht übernimnrt, ist sich der ungeheuren Ver- Mrttvortlichkkeit, die ihr zusällt. vollkommerr bewußt. Sie wird nch zu allererst bemühen, den wederdrückenden Fehlern abwhelfen welck-e ihr die Vergangercheit hinterlassen hat, um die Ordnung und Ruhe rm Lande tzu sichern und endlich die notwendigen Bedingungen vorsutzereiten, damit derWilledersouveränenNa- tron sich fwi über ihr zulltnftiges Geschick ausjbrechen kann. Auf dem Gebiet deräußerenPolitik wird das Kabinett die internationalen Verpflichtungen achten, die von den: gefallenen Regime übernommen worden sind, und das Wort Rußlands ehren. Wir werden sorgsälttg die Beziehungen pflegen, die uns mit anderen bciteinroetert und vechündeten NaLionnr verbinden, und wir vrr* trauen barmtr, daß diese Beziehungen noch inniger und dauerhafter werden mtter dem neuen Regime in Rußland, das entschlossen ist. n.ch letten zu lassen von den demokratischen GrunMtzen der Ach- timg, Uc man kleinen und großen Völkern schuldet, der Freiheit nnno ihrer Entwicklung, des guten Einvernehmens unter den Na- ^ ttc ^ >cm Minister des Aeußern den Wortlaut dieses TssegrammS mitzutelleir. gez. M i l j u k o w.
Großfürst Nikolajewitsch.
B-rttn, 19. März. (Prid.-Tel.) T« „Brrlmrr Lokak«n- zergeh meldet mrs dem Ä-aag: Aus Petersburg wird gemeldet: Grioßfürst Nikolai Nikolajewitsch befahl, alle poli- t l scheu Gefangenen zu befreien.
Berlin. 20. März. Eine der „Voss. Atz." zugegangene
?ikr
.führe:
zur Wiedevaufhebung des Verbots für Aettungsacbeittn wurden, datz alle Morgen- imd '.übendblätter am Freitag wisder erscheinen würden. Die Truppen, die an der Revolution in Peters- reilge:rommen^ haben, bleiben in der Stadt und behalten die ^Hbn. Lwlmrge sie im Dienst sind, werden sie einer strengen muttarischeu Zuckst unterworfen fein, aber außer dem Dienst werden )*£ meielben Rechte »Tniehen, wie die anderer Bürger. ^^E?ckholm 19. März. Die Zeitung „Soeialdemokraten" enrhatt eure anscheinend auf genaue Nachrichttn zurückgeliende Tar- wuung der russischen Vorgänge, der zu enttvchmen ist, daß am März in Petersburg zwei Revolutionsausschüss« eingesetzt wurden, das Exekutivkomitee der Duma und eine relegierten Versammlung der Petersburger urbeiter. Zwischen beiden kam es zweimal zum Konflikt, einmal am Montag, als das Komitee beschloß, mtt dem Zaren Ber- handtun^n an?,uknüpfen, und dann mn Mittwoch bezw. Donners- tzg, als die Mehrheit der Reichsduma in dem Bestreben der Fort- »etzung emer energischen Kriegspolitik beabsichtigte, den Sohn des AarOl zum Kaiser zu ernowren. Beide Vkale mußte das Komitee -v ^beiterausschnß nachgcben. Während der Kämpft zwischen beiden Regierungen hat Großfürst Nikolai Niko- laiewitsch seine Karten mtt größter Sicherheit ausgespielt.
euier oex tx)tpn, an den Zaren zu telegraphieren, dieser mu>)e nn Interesse des Landes abdanken. Tarntt stellte er sich mtt dem rechten Dumaflügel gut und so wurde seine Ernennung zum Oberwiehls Haber der Truppen ganz sicher. Da dies aber Arbeiteransschusses geschah, ist die Lage ganz '.Ear. Geneval R u s k i, der Oberbefehlslxiber an der Nordfront, steht unbnungt auf der Seite der Revolutionäre. General B r u s - der Oberbefehlshaber der Nordarmee, gehört dagegen zu den dunkelsten Reaktionären. Die letzten Nachriftsten aus Peters- vurg zeigen deutlich, daß die Dumar.'gierung immer mehr in die Abhängigkett der Arbeiterau sschchste gerät"
. .Bern 19 März. (WTB. Nichtamtlich.) Mailänder Blätter ' r? Justtzmrnifter Kerensky ordnete die Einstellung des UntersuchungsverfalTrens in der Mordsache Rasputin an und benachrützigte den Großfürsten Paulowitsch ,md den Fürsten Jrittuposf, die das Kornplott gegen Rasputin an gestiftet und ausaesuhrt „hatten, daß sie nach Petersburg zurückkehren können, .'vach zehntÄgiger Unterbreckw''.a erschienen die Zeitungen wieder ersten Male. Ter Wechsel des Reginrcs wird in den Blättern nicht besprochen. Es wird nur die chronologische Aufzählung der Erekgnrssc gegebeir. Gebete für den Zaren mid die Zarepfamilre wurden durch solche für ein größeres Rußland und dessen Regierung ersetzt. ^
, ,.Temps" schreibt: In den nach links gerichteten Kreisen
der rn,sisck-en Oesftntlichtst macht sich eine zimnliche Meinung s- hei t (-eltend. Tie Dumaparteien der Ottobristmi, Kadetten, Progresslsten und lelbst der Arbeiter hatten die bekannte Dojung angenommen, nach d?r der Zar zugunsten seines Sohnes abdanken soll und daß der Großfürst Michael Regent werde. Ta ver Zar sich weigerte, daraus einzugehen, verlangte der Arbei- l e Z? U ct! ^ sich, außerhalb der Duma gebildet zu
y°9S 1 ' y- auer 7 ft Wer zu ixwhandeln gezwungen ist, baldige ^oahlen^ an? Grund des allgemeinen Wahlrechts; die Regierung, die die Schfwerigketten, die gegenwärtig derartige^ Wahlen verur>acben miftien, sowie dre Rückwirkung aus die Overa- ttoneu voraus MH, bestand am Saurstag noch daraus, daß die Wah- ^ - °^ ev äu e ^ nßmi Sienllichi entfernten
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stli,'cheu Fisch)ainp^r ,Mdkap" und
„Utopia", bk .....
Jmgiam . J«ner zwei unbekannte englifche Dampfer twn etwa 5000 und 9500 Tonnen, der italienische Dampfer ..Eavour" (1929 Tonnen), sowie ein unbekannter englischer Dampfer von etwa 3000 Tonnen, der belgische Dampfer „Hainaut", der russische Segler „St. Theodor",großer unbekannter Tankdampfer von etwa 6000 Tonnen und ein unbekannter FrachtDampfer von etwa 5000 Tonnen, der üm= t"sche Dampfer „Grazia" (3129 Tonnen), der griechische Darnpftr „Thodoroff Pangales" (2838 Tonnen), die nor° wegischen Dampfer „Storaas", „Davcrnger", „Lars Forftr- na.es", „Thode Fagclund" und der norwegische Segler „Vermes".
Der Chef des Lldmiralstabs der Marine.
Der neueste Erfolg unserer Seeslreitkräite.
Berlin, 19. Marz. Der bei einem Angrist
unserer Seestreitkräfte versenkte englische Zer stö- r e r gehört der L-Klasse an, die 1913 vom Stapel gelaufen ftt. Diese Schisse haben eine Wasserverdrängung von 920 Tonnen, sind mit zehn Stück 13,2 Zentimeter-Geschützen bestückt und laufen etwa 32 Seemeilen. Ihre Besatzung W trägt 100 Mann. Der bti dem gleichen Angriff schwer havarierte Zerstörer gehört der in den Jahren 1913 und 1914 vom Stapel gelaufenen iä-Klasse au. Di? Schiffe haben einen Gehalt von 950 Tonnen, lausen etwa 30 Seemeilen und haben dieselbe Bestückung wie die Zerstörer der ll-Klasje.
Drei amerikanische Dampfer versenkt.
London, 18 März. lWTB.^ Reurer.
dampfer „H e g e I n a u f i e" (?) wurde ohne Warnung torpediert. Der Amerikadampfer „Illinois" (5225 Tonnen) mtt Ballast von London nach Port Arthur bestimmt, ist versenkt worden. Der Arn-eriladainpser „City of Memphis" (5252 Tonnen ) wirr de durch Geschütz sauer versenkt. Er war mtt Ballast von Cardiff nach stkew Jork bestinrmt.
Kristiania, 19. März. (WTB.) Einem Tel eg r amm der nornvegischen Gesandtschaft in Paris zufolge wurden die
' "tpunkt stottnndm. Die ganze Nackst zum 17. Marz fand eine ^onwrenz Zwnchen der Duma, dem Exekutivaussch.nß
Nachricht k«s^t, daß Großfürst Ni ?'o l ai Ni?o T a j JnTi tftch
r- —v —w v o i u j. n Jiiivim 'ji 1 1 v i a j tr 111 a>,
btt rm Einverständnis ntrt der neuen Regierung den Ob^rbeftA über cne russischen Feldtruppen übernehnven sollte, im letzten *
Cr" y 1 — •^'m.uuu, irum ^tiuuuata»iu^uK intt> den Ar- -5^^?erten statt, deren Ergebnis unbekLmt blieb. Der Be- Muß.des Großsürsteii Michael, den Thron erst nach Besrag-en des Lan^s anzunehmen, jck^eint die Lage nickst zu erleichtern. m.^.brn, 19. März. (WTB.) Ltumer Blätter melden aus Diersburg, der Zarewitsch, der sich in Zarskoje Sz«lo beendet, erkrankte cm psn dlchsern mit hohem Fieber.
Tie, Städte Odessa. Tiflis und Jekater'inoslaw
' I^nblick die Petersburger ' Regierung ' um Aufschub' ersuchtz-.' -lern Mcmcfrwm nach in ihm von radikaler Seite angedeutet wor- ^n, man könne nicht für seine persönliche Sicherhett auf dem Krisgsschaup^H emsteyen. Verschiedenen Blättern zufolge habe ■ ^ brnläufigen zwangsweisen Abdankung noch
2*7* L'u letztes Wort gesprochen. Großfürst Michael tiabe wahrschemlich mtt seinem Manifest über die Volksabstimmung ^Zig im Einvernehmen intt dem Zaren gehandelt. Letzterer habe bsabsuhttitt, den Mgnuoärtigen. Zustand in die Länge zu ziehen, um für dre Zaren familie Zett zu gewinnen.
Zwei gegnerische Revolution-Parteien.
Amsterdam 19 März. (WTB. Nichtamtl.) Dem „Tele- 2^* dre Trmes" aus Petersburg vom Donnerstag Mitternacht: Gestern am späten Abend tvurdc ein f^rühreriiches Dokument mit dem Titel „Be- Nr. 2 verbrettet, das, wie verlautet, von einem Komitee von Arbeiterabgeordneten und einer Deputation, «us der Armee unterzeichnet war und in dem die Truppen aufgeforÄert wurden, die Aittorität ihrer Offiziere rmd c mttst. anwerkemren, und selbst für die Disziplin zu
sorgen. Tie Weckung dreier Hevausfvrderung ist sehr verhängnis-
hat der Justiz minister Ke- Sozialisteuftchrer Tscheidse, der der Präsident Ächetteräbgwrdneten ist, nachdrücklich vor- geitellt, daß sviott lmtzerst strenge Maßregeln ergriffen werden müften und oas TscherLft wftrt rn Abrede stellen müsse, daß er mtt
, Befehls irgend etzmas zu tun habe. Es stellte srck? letzt hemus, daß dre;es verräterische Tottunent, dasMil gchelmuisvollcgedruckt und in großer Zahl verbreitet nuM>e, auch m das Dumagebäude eingeschmuggelt worden war E MMi chaubt durch geheime Agenten der alten Regierung. Man hctt es hier offenbar mtt dem Versuch zu tun,, in der russcsckien llrm« llnerrngkett zu säen und die schmachvolle Uebergabe ^ Uxbciiun^ven, Die Masse des
Ärfte und der Armee smd ncht gebttdet genug, um diese einfache Tapache zu Kerensch befahl, daß der Befehl mit der
ZuWmmwNtz Tschcidses zu ignorieren sei und daß die Soldaten thven Oftizreven imtzrgeordncck bleiben müssen, und daß alle Per- solche ^okumntte drucken oder in Umlauf bringen, in Zutz.nft als Landesverräter betrachtet werden sollen. Tickstidld
kj# 01 Bemühungen unterstützen Korrespondent der „Times" fährt fort, ettr russtt
^ das Komitee
vi, N ^ Mcu^besugnls anmaßte, die es
nicht beaniprr^n könne Die Arbeiter hättcnl an dein Sturz des alten Regimes kernen aktiven Anteil genommen. Tie Revolution sei nicht du Folge von Trecks oder sozialistischer Propaganda me s« während der Unruhen 1915 in den Vo^grwwchE«i leien. Das gaNHe Voll habe einfach nach Brot verlangt. Die tt f c „ /hves r Ungesckstcks liicht imstande, Brot zu ich^en. Protoprchow habe diese Unzufriedenheit mtt Geivvlt
'^ J ?. sich die Truppen geweigert zu feuern
Diele Werg^cung führte dazu, daß die Macht des %vm und der Regierung gebrochen worden ler Tre Revolution sei also bas Werk der Armee und einer unvevantwortlichen Gruppe von Temaavaen gewesen, d^ sich selbst als Konrttee der Arbeiterabgeordne^r auf- geipreft und dai^ch gestrebt haoen, den \mtthdfm Sieg Tschech e undi-rner Mttnrbetter Wucher zu Nichte ^zu machen. -Das Kmnttee enrwsrs emai Man, um dem wahren Lieger m den Rücken rn Allm u>ch fae Armee,^die nicht ihre Partei, sondern dve der Duma gewählt h^t^ail) ihre L>cttc zu bekommen. 'Das ganze war ein schlau derdawauf ausgegangen sti, ^chlands P^tige i«d M»ckN -arsmisten der persönlichen Jnttreisen dieser Demacwg n M vern,äMr. Las Ideal der demokratischen Republik in Rußland hibe die Niederlage inner Armeen zur Voraussetzima Diese Elemente hofften, daß dre imvermeDliche Hungersnot Rußlands duvch ^trörne von BLrt zarr sicheren Reaktion zurückführnr
tmbe bereit# fmcn Borge-,chmack von der Freiheit, die diese Ttz«r<ückk r atzttebveu. bekonrmen. als die Zettungen sich weigerten atztudrücken und als das Kvm^e d^ «ttbettevabgeordneten den Lepern rmd Druckern vertat, für die
der russiM Gewährsvlann^ Ter Korrespondent ,agt wntzer, daß die Ereignisse von gestern
,vwve beinahe ga^ Sibirien hätten ftch.der mumi Regierrmg migesastosinr Kriew sei die Nachrftlst v.m den Petersburger Borsalleu mit Ermäa^igung des Generals Bruffttow bekannt ge- gebni roocknr. Die n-eue Regierung habe den Winterpalast als Na- ttonaln genttnn erftayL rmd beabsichtige, ilpr z-mn Sitz der kongruierenden Versammbmg z,r machen,
Bern 19. Mürz. (WTB. Nichtamtlich) Einer Meldung der „Vwnantttt aus Petersburg sufolge salben die Lokalkornitees
drei norwegischen Dump fer „Ronald" (3221 Ton. nen>. „Svlferino" (1155 Tonnen) stnd „Alfred" versenkt. (Es gibt mehrere nonvegische Dampfer des ytameng „Alfted".)
Kri stiania, 19. März. (WTB.) Der norwegische R e e d er ve r b a n d hat eine Anregung, die uorrvegischeA 5han d els s ch i fs e zu bewaffnen, mit Entschiedenheit abgelehnt mrd einen dahin zielenden Vorschlag des Steueriwan.ns-Verba.ndes als vollkommen unmöglich bezeichnet. Der Einfluß des Steuermanns-Verbandes auf die Behandlung derartig schwieriger mrd sehr schwerwiegender Fragen darf nicht überschütt werden, daher brauche dem geäußerten Vorschläge keine große Bedeutung bei gemessen werden.
Die Verhandlungen über das Schicksal von 5 00 norwegischen Seeleuten, die sich arbeitslos in England au,hllein. werde - zwischen England und 'Nor-, wegen fortgesetzt. Ein Teil dieser Seeleute soll voraussicht-- lich in der laufenden Woche aus Enalauddampfern Mrüch» geschickt werden
Nu; dem Reiche.
f Y i* r • . , ~ *' fO**' I ^ L IT L - C'IA. vv i-Ul i •- V I i L LL V-u v
bereptuxt sem, zeitweilig allen Grundbesitz über 1.25
e k t a r z u b e s ch l a g n a h m e n. Die pwvisottsche Regierung ^ aus, alles Getreide abzuliefern. Gegen einzelne
Rr* wurde sehr scharf vorgeporugen. Man sei
sich klar darüber, daß noch sehr viel zu tun übrig bleibt.
Die Lage in Finnland.
«^.Ä^'rhagen 19. Mä^. (WTB.) „Politiken" veröffent- das „Stockholms Dagblad" und „Dagens Ny- het^ u^r dre Lage rn 'Finnland aus .yavarauda .-rhalten haben. Danach )n der russische Senator Lipski zum General- gouverneur von Finnland erimnnt worden. Drei russische Kommissionen I>ätten in den letzten Tagen die finnischen Städte besucht, uötigen Veränderungcn an^uordneu. Die Gendarmerie sei vollständig abg^cha ft. Der Chef der Genlarm ne ix Tornra. Oberst Mimowitich, wahr, cheinlich verhaftet worden. In den vo,l den Kommriswnen besuchten Städten seien große V o l ks v e r s a.m m - t u n g e n abgehalten worden, die ihr Vertrauen zur neuen Regie- ^Krochen hätten. Aus Finnland gestern in Haparanda nngettoftene Reisende bericksten, daß in H el s iln g f o vs viel Blut soflossen lei. Die Soldaten hätten die Straßen durch- und alle Offtzrere, die sich weigerten, Nevoluttonszeicben anznlegen, medergeschvisen. Unter den Ersckvsftnen befänden sich der den Unruhen in Petersburg seien rund 3000 Personen getötet und ebensoviel verwundet worden.
Zusammenlegung det Betriebe der SchnhinduNrie.
Berlin, 18. März. Die Knappheit des nach der Deckung des Heeresbedarfs zur Verttitturg an die Betriebe der Sch»h- i n d u st r i e verfiigbaren Boden leders läßt eine Zusammenlegung der Bftrftbe dirser Industrie erforderlich erschcin«r. Einmal ist angesichts i:-~: geringen Rohstoffmengen schon rem
privaLwirtschaftlich ein-, ^xwmeUe Weiterführung aller Fabriken
) 'T tz ' > T • «-» • r r» X V»* . ' 1/1.' »v- ...' t. r* f
Der KabineltSwechs l in Frankreich.
m JLLVn' - 18 -^v lMTB.) Meldung der Aqeure Havas. Präsident |ouicüre berat,chlagte am vormittag mit Deschanel und Dubvst lünd darauf hnit Briand über die Ministerttise. Desck>anel lehnte das Ersuchen Poincarss, das Kabinett m bttdeii wPl er es für seine Pftick^ Wlte, aius dem ihm vwi den.' Vertretern des -Lärmes anvertErten Posten zu bleiben. Darauf ersuchte Pornearv Ri bot, ein .Kabinett der patriottschen Vereinigung zu bilden Ribot behielt sich seine Aintwort vor, bis er sich mtt mehreren ParlMnenlsnritgl ftdern habe besprechen können.
Bpm sranzvfischen Soziali-mus.
% e L n ' Zd. März (WTB.) Die Lyoner Blätter melden aus Pmns: Das Konnter der radikalen Parbn hat mtt 80 gegen 76 Scimimm belchwssen, nuen Kongreß der Radikalen ein- zuberufen.
Das deutschfeindliche China.
18 v®^r». Krid.-TA.) Das R«rtersck^ Bu- «M Ehrnesrsche Truppe,« bssetztm Donnnstaq
ohne Stormrg ur Rahe bk deutsche ffionjeffton trort H an kau. 4
Peking, 18.JK.faj, (Priv-Del.) Meldung des Reutn-schen Bureaus. Unter Juitnmwmg des Konsulardrps hat die chinesrs«he bewaftnete Polizei die deutsche Konzession van Dient- srn be, e tzt.
^7 ^ -- ji'-'.wu .iiv. iu;LU4iy uiiti (>vu^uLUuil
rntdjjt möglich' außerdem «uätc mul dieser Weiterführung an sich überflüssiger Mehraustvcmd an 'ttlrbett, Betttebskraft, Transpvct- lnstuegen verbunden, der mit Rücksicht auf allgemein kriegswirtschaftliche Interessen unzulässig ist. Die Zusammenreymig ldie nur die ,7aorikbetriebe, nicht das Handwerk erfaftt) wird durch eine» Verordauna des Bundesrctts vom 17. März 1917 in die Wege ge- lettet^Tie Bevvrdmmq ermächtigt den Reichskanzler, die Hersteller von Lochilhwaren reder Art, sownt sie bereits vor dem 1. August 1914 Schahwaren hergestellt haben, aavch ohne ihre Zustimmung M Gesell ichaften zu vernnigen, denen die Regelung der Herstellung und der Absatz nack) Maßgabe der verfügbaren Rohstoffe und der twllswirtsckiaftlchcu Bedürfnisse obliegt, düusgenommen von dieser Zwangssyndizinvmg sttrd Heeresbetrrebe und Aärrineüetriebe sowie handwerksmäßige B e tr ie he. Jeder der zu errichtenden Zwangssyndikate soll einen bestinrmleu Erzeugungsbewirk umfassen. Von dem dem Zwang ssyndikate Migehöreuden Betriebe wird ein Teil still gelegt, der Rest in rationeller Weise weiter beschäftigt. Damit die Ko^ikurrenzVerhältnisse nicht für später zugunsten der weiterarbettenden Bettftbe beeinflußt werden, sollen die Schoch- ivarm, die kftne Mauke oder Bezeichmnrg der herstelleuden Firma ttage^k dürfen, lediglich drrvch die Spndikate abgesetzt !verdau. Ein Verkehr des einzelnen, iveiter arbeiteTldan BÄrrebs mtt Handel und Privatkunden findet nickst mehr statt. Der Gesanttaewtirn fanto auf die in dem Betriebe des Syndikats ansässigen Schuhkv«r«> Hersteller, ohne Rücksicht, ob sie Wetter arbeiten oder nicht rvi Verhältnisse ihrer Produktion in der Zeit twn 1. Juli 1913 brs 5 inn 30. Juni 1914 verteilt werden. Stillgelagte Betriebe, die am Gewinne tettnehmnr, sollen jedoch zu einer Abgabe an das Lw^dikat verpflichtet sein, die nach dem purch die andettveitige Vnwerttmg ihrer Fabrssationsmittcks erzielten Umsatz berechnet rvird. Die Vorschriften über das Zusammenwerfen und die Verteilung der Gewinne beziehen sich auch aus Heereslies eru ng« ! , die künftig durch eine militärische Zentralstelle in Verbindung mtt dem gleich zu erwähnenden Ueberwachrngsausschusse der Schuhindustrie vergeben werden sollen. Als Syndikatszenttale wird der erwähnte Ueberwachungsausschuß der Schuhindustrie gebildet.
5ee?rieg.
1I6 9O9 Brutto-Regi^ertorrnen versenkt.
B e r l i n, 19. Marz. (WTB. Amtliche Nemrdings sind von unseren U-Voottn im englischen Kanal, im Atlantic und der Nordsee insgesamt 1 16000 Brutto-Regifter- worden. Unter anderen befanden sich nach den bl^er eintzegangenen ansfüllllichen Meldungen der unter den versenkten Schiffen: Der englische bewaffnete Dampfer „CsnnauM" (2668 TomM,), eft^ unbekannte englrsche Bark von 1200 Tonnen, die engMchen Segler „Adelaide^, „Mac Lean", „Abaja", „Gazelle" Md
Berlin, 17. März. Durch eine Verordnung des Bun- desraäs vom 15. März 1917 sind die Veraütungssatze für Naturalverpflegung svrvohl für Offiziere, Sanitätsoffiziere urrd obere Beamte als auch für Mannschaften und Unterbeamte mit Rücksicht auf die Teuerung für die .Kriegsdcmer wie folgt erhöht worden:
a) volle Tageskost mit Brot 2 Mk., ohne Brot 1.85 Mk. (bisher 1.50 Mk. bezw. 1.35 Mk.),
b) Mittagskost mit Brot 1 Mk., ohne Brot 0.95 Mk. (bisher 0.72 Mk. bezw. 0.67 Mk.),
c) Wendckost mit Brot 0.67 Mk., ohne Brot 0.62 Mk. (bisher 0.62 Mk. bezw. 0.57 Mk.),
6) Morgenkost mit Brot 0 M Mk., ohne Brot 0.28 Mk.) (bisher 0.31 Mk. bezw. 0.26 Mk.).
Die preise der landwirtschaMichen Erzeugnisse aus der Ernte ,9*7 und für Schlachtvieh.
Am ?Eersttg, den 15. März 1917 fand unter Leitung d»s Prasibente.i dos KriegSernähcmbgsamtLs eure Beratung der Minister der Bundesstaaten über Fragen der Kriegswirtschaft statt. Den Gegenstand der Beratungen brÄete neben der Lüchenmg der Bolksnmähruna ftir bw Monate M zur neuen Ernte der PreiK- mb WrttschafiK^rm für das kommende Erntesahr. Die Grmirdzüge ftlr die Organisation; ZusrumnenHassung der BewittftbasÄrns des gestmrten GettrDes r md


