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20.3.1917 Erstes Blatt
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Erstes Blatt

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Dtenstag. 20. Marz

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sämtlich in Gießen.

WTD.) Großes Hauptquartier, 19. März.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

In den letzten Tagen wurde ein Landstrich zwischen der Gegend von A rra§ und der Ais ne von uns planmäßig geräumt. Die lange vorbereiteten strategischen Bervegungen wurden ohne Storung durch den nur zögernd folgerten Feind durchgeführt-, Sicherungen verschleierten durch umsichtiges und hartnäckiges Verhalten das Verlassen der Stellungen uv& den Mnrarsch der Truppen.

Zn den aufgegebenen Gebieten sind die dein Feinde nütz­lichen Verkehrsanlagen zerstört worden-, ein Teil der Be­völkerung, mit einem Vorrat an Lel?ensmitteln für fünf Tage uusgestattet, wurde zurückgelassen.

Gestern war nahe der K ü st e au der Artois-Front und auf beiden Maasufern die Gefechtstätigkeit lebhaft.

Mittags stürmten Kompagnien oft bewährter Regi­menter im Südostteil des Waldes von M a l a n e o u r t und am Osthange der H ö he 3 9 4 mehrere französische Gra­de nl in icn in 509 und 890 Meter Breite und führten acht Offiziere und vierhundrrtfünfundacht- zig Mann sowie mehrere Maschinengewehre und Minen­werfer zurück.

Nächtliche Gegenangriff' der Franzosen sind abgewiesen worden.

Auch am Südtzrmge der HöheToterMann brachte ein Vorstoß von Sturmtrupps mehrere Gefangene ein.

Auf dem O st u f e r d e r M a a s scheiterte wie am Vor­tage frühmorgens der Angriff mehrerer französischer .Kom­pagnien nördlich der Chambrettes-Ferme.

Oestlichrr Kriegsschauplatz.

.Keine wesentlichen Ereignisse.

Mazedonische Front.

Die Kämpfe zwischen Ochrida- und Prespa-See und im Becken von Mo na st ir wurden gestern fortge­setzt. In der Seen-Gegend und nordwestlich von M o n a st i r sind die Franzosen geschlagen worden, nördlich der Stadt haben sie bei rücksichtslosem Einsatz ihrer Truppen Gelände­gewi mr erreicht.

Oestlich des D o i r a n -See s ist der Bahnhof P o - eoj nach Vertreibung der Engländer wieder von uns be­setzt worden.

Der Erste Generalgnartiermeister Ludendorff.

*

Der Abenddericht.

Berlin, 19. März, abends. (WTB. Amtlich.)

Zm Somme- und Oise-Gebiet mehrfach Gefechte unserer Sicherungen mit englischen und französischen Streif- abteilungen.

-Aus dem Osten ist nichts Besonderes gemeldet.

Westlich des Prespa-Sees und.nördlich von Mo nastir sind neue Angriffe der Franzosen gescheitert.

Die neuesten ait£ Rußland vorliegenden Nachrichten e geben eine sehr wichtige und interessante Feststellung, b handelt sich bei der Neugestaltung der Dinge um keine eir heitliche Bewegung. DieTimes" selbst hebt es, m allen Zeichen des Unmutes, hervor, daß nicht der Ausschr der Dirma das entscheidende Wort gesprochen hat, sonder das wirklich revolutionär und sozialistisch beseelte Arbeite komitee. Darum klingen die Mitteilungen Miljukows o die amtlicher: Vertreter im Auslande auch so gedämpft ur vorsichtig. Kein Wort steht darin von einer kräftigen Kriei führung, keine Silbe von den großen Kriegszielerr dc "Lnoien regime. Die nachträgliche Lektüre der Verhau , langen zwischen Dnma urrd Arbeitern ergibt dafür dc 'nötige Versdändrris. Der Oiegent Michael war noch vorsic tiger und ängstlicher in seiner Proklamation als der rrer Ministerpräsident. Er beugte sein Haupt vor dem Wille der aufrührerischen Arbeiter, wie wir jetzt Nüssen. Den diese wollen jetzt allgemeine Wahlen, ein mit gleiche Strmmrecht zustande kommendes Vorparlament, um si ^er die Erfordernisse in dieser schweren Ze schlüssrg zu werden. Die Duma hatte sich arisanglich gege diese Wahlen gesträubt, weil sie g-enarr weiß, wie sch-w^ sre jetzt durchzuführerr sind, wieviel Zeit dadurch verlöre geht und wie die Volkserregung wachsen wird. Was w rn drefen Dagen erlebt haben, sind vielleicht nur die Vo boten einer wirLlrchon Staatsumwälzung. Liegen die Din; nicht ähnlich wie bei der großen französischen Revolution Frnanzrelle Wirrnis, Schwierigkeiten, die sich dem gerege .,, ^rc Pefyr , besonders dem offenen, geordrreten Leben! Mlttelmarkte, entgegenstemnren, Protektivnswirsichaft, Ma gel erner schleunigst eingreifenden sühvnrden Hand, es sir ungefähr dre gleichen Verhältnisse im heutigen Rußland w ramalS in Frankreich. Wie seltsam, daß da ein den; \)IS X w * anm Omcn form, wir hätten Ursache, das al Zarenreich um diese neueste Entwicklung Pi beneide ^ Scherdemann ist es, der imVorwärts" sich zunr A, tttnmeii eines neuen Marschliedes durch die Peter! Vorgänge angeregt fühlt. Er meint, jetz M Hintertreffen bleiben:D< >ur erledigt, denn der ne:

h^nst lu i b ! e W. nur dann aufs Haupt setze:

die Volksvertretung damit einverstmiden ist. Die ruff f^e Volksvertretung aber soll gewählt werden auf Grund d< allgemeine», glercheri, direkten und geheimen Wahlrecht i Rußland machte kurzerhand reinen Tisch, fegte m

kräftigem Besenstrich allen Wust und Unrat beiseite und will nun wenn nicht die Republik das Ende ist einen der Demokratie huldigenden Fürsten auf den Thron setzen." Die Uhr zeigt 5 Minuten vor Zwölf, so ruft er sodann theatra­lisch dem Reichskanzler zu:Will er in der Geschichte als ein ewiger Zauderer und Säumer weiter leben? Herr von Bethmann Hollweg will die Preußen-Kur erst n ach dem Kriege beginnen. Für die Zeit nach dem Kriege waren auch in Rußland allerlei Reformen in Aussicht gestellt worden. Den Russen aber dauerte der Krieg zu lange, und je ärger der Hunger sie bedrückte, um so unerträglicher erschien ihnen die Verzögerung. Sie sagten sich wühl: wenn schon nicht Brot und Kartoffeln für alle zu beschaffen sind, was hindert uns daran, allen wenigstens gleiches Recht zu geben?!" Das russische Muster nftrd wohl einige Zeit später sich ganz anders darstellen, als 5 Minuten vor Ztvölf. Einem so dunkeln Leit­stern brauchen wir wirklich nicht zu folgen, wenn andrere, bessere Grürrde uns nicht von selbst die richtige Entscheidung aufdrängen.

* * *

Die Taktik Hindenburgs suchet in der Fachkritik, auch in der ausländischen, volles Verständnis. Die Torheiten feindlicher Blätter sprechen -nicht mit. Mit bewundernder Spannung folgt besonders der BernerBund" den Ereig­nissen an der Westfront, indem er u .a. schreibt:

Jedenfalls eine an geheuer spannende und bereits zu einer neuen Form des Krieges führende Situation, erwachsend aus dem Untergang von der im Kordon gebundener Verteidigung zur Bewegmrgsdefeusive Hindenburgs, die dabei noch elastisch m unverrückbaren Flügel punkten schwingt, als würde der Kordon zum Springseil, in dem dieser furchtbare Totentanz geschwungen werden soll. Weniger interessant, aber ebenso wichtig sind die Maßnahmen, die sich auf englisch-französischer Seite abzeichnen, w-o die MethodÄ und die Materialhäusüng des Stellungskrieges noch einmal zu gesteigerter Wirkung gelangen sollen.

^ Es wäre aber verfrüht, aus diesen Kombinationen bestimmte Schlüße zu ziehen. Man karm mir sagen, tzaß gewaltige Ent­ladungen bevorflehen, daß die engtisch-franzöftsche .Heeres­leitung eine große gemeinsame Offtirftve vorbereitet hat, die mehr oder minder gestört worden ist und nun vielleicht unter mi günstige­ren Aussichten irr Vollzug gesetzt wäLen muß, daß auf der anderen ^?ette Defensive mW Offensive ins Auge zu fassen sind, zu berteu Die RekonzentrationOi notwendig waren, um Kraft zu sparen, oder rreizi'imachen und daß, lrcknn eine Offensive erfolgt, diese zweifellos nicht in einein starren, shstenratisch, um tfidjtt zu sagen «neckZanisch ansgeslalteten Durcgbrnchßverfahren gipfeln würde. Sucht die deutsche HoeresLeitung jetzt die große be- ; stimmende Entscheidung im Westen, so tut sie das gestützt auf die! Ergebnisse des rumänischen Feldzuges und die Verein seit- \ lichung und Sicherstellung der Ostfront, die '.rock> einige Wochen im Banne der Witterung liegt und im Vertrauen auf die Sicher­heit, vielleicht sogar Ablenkung großen Stils, die zu gleicher Zeit von Hotzendorff an der italienischen Front geichafsen wird, während Sarrail, der sich ö-ezeichnendenoeise wieder leb- ; Hafter rührt, von den Bulgaren gefesselt wird und die Türkei aus ihren rückwärtigen, inneverr Lücken aus- und haushält."

Major Moraht rühmt imBerl. Tagbl." ebenfalls die Großzügigkeit des deutschen Errtschknsses':

Es wurde ein großckä Entschluß gefaßt. Die KühnlMt des Feldherrn, der zur Ausftilwung sich bekanirte, ist überragend, und nur die Macht der Persönlichkeit eines Hin- denbirrg kormte mit vollendeter Ruh-e und Sicherheit solchen Beweis großzügiger Initiative geben. Daß im Großen Haupt- cmarcker der Plan der strategischen Frontvetkürzimg entstand, daß er Leben gewann, md daß er gelang darüber kann nur jedes deutsche Herz sich innig md zu­gleich in Erinnerung an die femdlicheu Kriegsziele rn grimmig freuen. Bereitet sich doch eine Gelegenheit vor, den Feind in' zukünftiger Zeit empftndlicher zu schädigen, als im Augenblick während einer blutigen Defensive."

Wien, 19. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. März 1917.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Nichts zu nvekden.

Italienischer Kriegsschauplatz.

An der küstenländischen Front lebhafte Fliegertatigkeit und zeitweise letchaftes Geschützfeuer. Im Etschtale wur­den mehrere Ortschaften von einem feindlichen Luftschiff mit Bomben belegt. Südlich des Stilfser Joches eroberte eines unserer alpinen Detachements die beherrschende Höhen­spitze der Hohen Schneid.

S ü d ö st l i ch cv Kriegsschauplatz.

Zwischen Ochrida- und Prespa-See griffen die Franzosen abermals vergeblich an.

Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Zweiundzwanzig feindliche Flugzeuge abgeschosien.

Berlin, 19. März. (WTB.) Bei dem am Samstag herrschenden guten Wetter war die beiderseitige Flieger- tätigkeit an der Westfront äußerst lebhaft. Unsere Lampferpr-obten Flieger bewiesen neuerlich ihre Ueberlegen- heit. In erbitterten Lnftkämpfen büßte der Gegner nicht weniger als neunzehn FlugMige ein, wovon sich sieben in unserem Besitze befinden. Und zwar wurden drei Mug- zenge bei Ypern, neun in den: Raume zävischen Lille und Arvas, zwei an der Somme front niedergezwungen. >Me -anderen verteilen sich auf die übrige Front. Die altbewähr­

ten Fliegerleutn-ants Freiherr v. Richthvfen mrö Bal- damus sind an diesen Erfolgen hervorragend beteiligt. Drei weitere Flugzeuge der Gegner wurden durch das Feuer unserer Abwehrgeschütze ab gestürzt, davon eins hinter unserer Linie.

Demgegenüber haben wir nur den Verlust dreier Flugzeuge zu verzeichnen. Unsere Marineflieger warfen erfolgreich Spreng- und Brandbomben auf Hcr^euanLagear und Gaswerke von Dover.

* * *

Der französische Bericht

vom 18. März. 2 Uhr nachmittags;

Ztmschen Avre Und Oise rückten die ftcmzösisHen Truppen während der Nacht ernstlich vor. Das ganze Gelände, das zwifthen den früheren Linien und der Straße von Rvye urrd Royon, von Dammery bis zur Höhe von Lagny, erobert wurde, ist in ihrem Besitz. Einige ziemlich lebhafte Gefechte mit deutschen Nach­hut a b t e i l u n g e n endeten zugunsten der Frmrz-osen. Sie schä­digten die Verfolgimg ckr keiner Weife. Diese dauerte nördlich der Straße von Nvpon fort. In der Gegend von Reims, rwrdösWch von Seicheprey, Patrouillentreffen. Mehrere Augrisisversuche ge­gen die Schneise van Ealomne kosteten die Deutschen Verluste, brachten ihnen aber keinen Erfolg. Die Franzosen machten Gs- fangane, sonst überall ruhige Nacht.

Flugwesen: Am 17. M,ärz schaß Haupttnämr Guynemer sein 35. deutsches Flugzeug ab. Hauptmann Doumer schoß sein 6. ab. Zwei weitere Apparate, welche von den französischen Fliegern angegriffen wurden, gingen auf deni Erdboden in Trümmer, der eine nördlich von Eerny en Lannois, der andere östlich von Roye. Nach neuen Meldungeir muß man den am 16. März abgeschofseuen neun deutsches»' MulMmgen ein zehntes beifügen, welches ber Chrtvvrme uiederging.

Llbends 11 Uhr: Von der Avre bis zur AiSne dauerbe tags­über der Vormarsch unserer Truppen aut einer Front von über 60 Kilometer fort. Nördlich der Avre rückte unsere Kavallerie heute friclj in Neste ein. Mr..stießen mit unseren Patrouillen unlnittellxrr gegen die Somme vor rrnd hatten mehrere Gefechte gegen feindliche Nachhutabteilungen, welche schwachen Widerstand leisteten. Die Eintvölmer von Nesle nahmen unsere Truppen be­geistert auf. Norwestlich von Lassigny rückten tmr bis zur Stunde in über 20 'KiLonreter Tiefe in der JUchllLng nack> .Harn vor. Weiter besetzten 'unsere Kavallerie und unsere im Oq'e-Dal vow- rückenden leichter Abteilungen 'heute vormittag 10 Uhr Noyon. Zimschen der Oise wrd Soft so ns ist die ganze erste deutsche Linie nr unseren Besitz gefallen, sowie die Dörfer Carlepout, Norsain, Nviünvn und Bingre. Mr faßten aus der Ebene nördlich von Soisfons Fuß und besetzten Croup. In der Gegend von Reims wiesen wir leicht einen Handstreich gegen La Ponftxlle ab. In der Champagire ziemlich lebhafter Artilleriekampf in den Abschnitten der Butte de Mesnil und von Massiges. Mrs den: linken Maas­ufer boinbordierte der Feind heftig unsere Stellungen vom Avo-' cvurt-Wald bis zum Achrt Homme. Unsere Artillerie erwiderte energisch auf des feindliche Feuer. Auf dem rechten Ufer wurde ein Airgriff der Deutschen auf unsere Gräben in der Gegend von Les Ehambrettes glatt durch unser Feuer aufgechrlten.

Flugwesen: Heute wurden durch unsere Spezialgrscbütze zwei deutsche Flugzeuge abgeschossen. Eines dieser Flugzeuge ging bei B i r g i n y, das andere bei Brimont, in der Gegerch von Reims, nieder.

Der englische Bericht

vom 18. März, 8,45 Uhr abends: Wir besetzten Nesle, Chauln« und Pevonne, indem wir die feindlichen Nachhirteir zurückdrängten. Unsere Truppen Haben in den letzter: 24 Stunden einen Fort­schritt von mehreren Kilometern erzielt. Dieser Vormarsch hatte an gelvisserr Punkten eine Tiefe von 16 . Kilometern auf einer Front von ungefähr 72 Kilometern südlich von Chcrulnes bei Arvas. Wlßer den drei bereits genannten Ortschaften sind über 60 Dörfer in unsere Hand gefallen. Zwei feindliche Mteiluugen kamen vergangene Nackft bis an unsere Gräben nordöstlich von Ber­melles heran.

Flugwesen: Die Flieger zeiglfen sich sehr tätig. Sie griffen eine Anzahl starker feindlicher Formationen an und zer­streuten sie. Im Verlarrfe der Luftkämpfe wurden sieben deutsche Flugzeuge abgeschosserr, neun wurden gezwungen, mit Beschädi­gungen zu landen. Acht der unsrigcn sind nicht zrirückgekchrt.

Die deutschen Gefangenen hinter der englischen Front.

Berlin, 19. März. (WTB.) DieNordd. Mg. Ztg." schreibt unter der Ueberschrift:Die d-entschen Gesamrenen hinter der englischen Front": England ist dem Bei­spiel Frankreichs, deutsche KriegAgesangene dicht hinter der Fvont im Ber'eiche des deutschen FeüerS unter nn- würdigen Unterkmifts- und Berpflegtmgsbedingnngerl zur härtesten Arbeit zir zwingen, gefolgt. Empörende Einzel- heiten berichten die wenigen Glücklichen, denen es gelungen ist, die deutschen Linien wieder zu erreichen. ©? handelt sich dabei nicht mn Uebergriffe einzelner untergeordneter Stel­len, vielmehr liegen über die Behandlnng der E^ftnu^-enen ausführliche Befehle d e r englischen 2l r meekom- mandunten im Wortlaut vor. Nach d«n Eingang der ersten bLachrichten über die Zustände hinter der englischen Front war s chär fst e r Einspruch bei der englischen Regierung erhoben urrd gefordert worden, unverzüglich alle deutschen Giefangenien aus dein Feuerbereich, d. h. nriirdesterrS dreißig Kilometer Hutter die englische Front zu bringen und ihnen dort ang ernessene Lebens beding ungssr zrr gewähren. Die englische Regierung antwortete ausweichend. Bis zur restlosen Erfüllung der deutschen Forderung wer­den daher englische Kriegsge fange ne auf dem öst­liche rr und westlick)en zlriegsschauplatz hirffichttich Arbeit, Unterkunft und Verpflegung nach den gleichen Grund- s ü tz e n behandelt, wie sie England den deutschen KriLLs« gefangenen gegenüber muvendct.

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