Ausgabe 
20.3.1917 Erstes Blatt
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ee* 4}iU|e.i'tfuUUix ui occ toteicUdiwuchaeueUe: Beichlagturtzuu: uuirc ^rwÄbittcn fut die Konrniunalverbärcke, deren Selbstwirt schuld im allgemeinen in dein bisyertzp-i: Umfange aufrecht erhcrlttu rverdcn soll: verantruarüLche Riitherm^ted,n:a der Gemrmden zur besseren Sicherung der Erfassung des ALMiefernLen; schürfen ttebcrwachnng .der Wirtschi st der Konmrnnal verbände mu> der Attchlen, weiterer Ausbau der Sammel- mrd Mlieferungsstelle:: für Butter, Eier, Gemüse usw. frmbert die Bestimmung der Versmnmelten. Die nÄig-en Vevvrimnnsen tverdQi aus Grund der Beratungen nunmehr so vorbereitet-cn, daß, sie rechtzeitig vor Beginn der treuen Ernte in Zkrafl treten.

'Anch die neuen Preisvorschl äge des Kriegs- crnährungsamtes fanden grnndsätzlickre Zustimmung. Die Beschlüsse des ReichZtaasMtssckprsses für Volksernährung wurden der Beratung mit zu Grunde gelegt. Dessen Wunsch nach mög­lichster Bermeidmrg eurer BertQvermrg des Brotpreises infolge der Erhöhung der Roggen- Und Weizenpreise fand vielfach Zustimmung. Die Verhandlungen über diesen Punkt werden fortgeietzt werden.

Gegen die von einigen Setten angeregte etwas höhere Be­messung der Preise für Gerste und Schlachtvieh wurden von anderen Seiten erhebliche Bedenken erhoben.

Ter Biundcsrat hat nunmehr nach Vorbereitung durch die zuständigen Ausschüsse die Prei^Vorlage des Kriegsernährnnßs- ,rmtes im wesentlichen unverändert angenommen. Danach wird flir den Berlirrer Bezirk der Preis des Roggens auf 270 Mark, der des Weizens aus 290 Mark für die Tonne erhöht. Die bisherigen Preisunterschiede zwischen dem Osten und Westen bleiben Ar diese Fruchtxrrten bestehen. Die Hafer- und Ger st e- preife werden 'herabgesetzt und zwar: der Preis des Hafers, der im vorigen Jahre 300 bis 360 Mark, im laufenden Jahre 300 Mark abfallend bis auf 270 Mark betrug, durchoeg Müs 270 Mark, der Preis der Gerste, die im vorigen Jahre bis 360 Mark und im laufenden Jahre, von geringeren Mengen billi­gerer Fmttergerste abgesehen, zwischen 340 und 300 Mark kostete, gleichfalls durchweg ans 270 Mark unter Abstandnahme von Zu­schlägen für Qualitätsgerste. Tie Preise für H ü l s e n f r ü ch L c und Oelfrüchte für das nächste Jahr bleiben, wie bisher fest­gesetzt, bestehen, Nnter Abrundung der bei einzelnen Sorten bisher besuchenden Psennigbrnchteile auf ganze Mark für die Tonne.

Ueber die Ablieferungsbedingungen ist erst später bei Feststellung der neuen Organisation Entscheidung zu treffen. Dir Gerste soll dem Vorschläge des Reichstagscrusschusses entspre­chend, soweit eS die Aufrechterhaltung der Wiirtschastsbetriebe zu­läßt, der menschlichen Ernährung zugeft'chrt werden. Bei den künf­tig zu säenden Oelfrüchten soll zur Vermehrung der Ansaat den Erzeugern ein größerer Teil der Oelküchen als bisher belassen werden.

Der Zuckerrüben'minde st preis beträgt nach der schon bekcnrntgegebenen Bundesratsverordnung 2,50 Mark für den Zent­ner. Der Kartosfelpreis, der im laufenden Jahr bekannt­lich 4 bis 5 Mark, durchschnittlich etwa 4,50 Mark betragt, soll aus 5 Mark erhöht werden. Dem aus West- und Mitteldeutschland auch von städttsck^en Kreisen lebhaft geäußerten Wnnsä)e entsprechend soll für Gegenden mit besonders hohen Friedenspreisen für Speisekar- toffeln die Erhöhung des Preises bis höchstens auf 6' Mark durch 3Jnordmmg der Laudeszanivakbebörde oder der von ihr zu bezeich­nenden Stelle gestattet werden. Der Herbstkartofselpreis tritt statt wie bisher am 1. Oktober schon am 15. September an Stelle des höh ren Frübk'rtofsclprci'es in Kraft und soll, um die Lieferung! an ti' B. barst p-zirke in: Herbst möglichst zu steigern, zum Frist jahr nicht steigen, sondern das Jahr über unverändert b ei^en. Für un­verlesene Frühkartoffeln lvird im Gegensatz zu dem lau­fenden Jahr ein der Höhe nach noch festzm setzender Preisausschlag mn treten.

Für Runkelrüben, -Kohlrüben und Feldmöhren werden, um der Neigung, ihren Anbau an Stelle des Kartofsel- nnd Zuckerrübenanbaues allMts-ehr ylu steigern, -e"tgegenznwirkm. ei'- hcvlich niedrigere Höchstpreise wie bisher, nämlich 1,50 Mark lliis-- ber 1,80 Mark) Vezw. 1,75 Mark (bisher 2.50 Mark) und 2,50 Mark ib'shln- 4 Mark) für den Zentner festgesetzt. LieferungsVer­träge zai höheren Ponsen über Kohlrüben sollen nicht mehr abge- schlossen werden. ^

Ter Präsidertt des Kriegsernährungsamtes bleibt berechtigt, soweit es zur zweckmäßigen Regelung der Ablieserungs zeit nötig ist, zeitweilig Preiszu- und ablchkäge in nväßiger Höhe für die DrÄenerzeuginsse festtusetzen.

Hinsichtlich dm Vieh preise Iiat der Mirrdesrat den An­regungen auf Erhöhlmg der Preise ritt einzelne Massen und Grup­pen, insbesondere cnrch der vom Reichstagsausschuß empfohlenen Gleichstellung der niedrigeren Klassen der Schweine bis zu 60 Klg. Leverchgewickst mit der nächsthöheren nicht zu gestimmt, sondern die Vorschläge des Kriegsernährungsanrtes angenommen. Danach betragen vom 1. Mai ab die Preise für SchlackSchweine

bis M 60 Klg.j . . 5361 Mk.

über 6070. 5765

,. 7085 . 6775

85100 . 7280

Das bedeutet gegen frü7)er «ne Preisminderung von 20 bis 25 v. H .

Infolge dieser Preissenkung ist im April aus' ein starkes An­gebot von Schweinen zu rechnen, das mich zur Veränderung der Verfütterung von für Ernahrungszwecke gebrauchten Bodenerzeug- irissen erwünscht ist. 'Deshalb weiden die RÜberpreise nicht gleich- zeitig, sondern erst vom 1. Juli gesenkr. um für die Monate Mai und Jnnst wo wegen der Knappheit an sonstigen Nahrungsmitteln, ebenso wie im April eine verstärkte Lieferung von Schlachtvieh nötig sein wird, ein ansreichendes Angebot zu sichern und die wirtschaft­lich besonders nachteiliger:. Zwangsertteignungen von Vieh nach Möglichkeit entbehrlich zn machen. Tie Schlachtviehpreise von:

1. Juli ab

1 mr Ruwer einschließlich Fressern (Masse

2. aikgtnwffcrtc Qt&fcn und Whe iffitec 7 I-Hve. Bullrn über ° Nklhrc uird Agesl^chtr Ochsen, Mtzc, Bullen und Färsen Alters (KLssr B) im Lebendgewichte von bis ßu 5,5 Zentner..

über 5,5 bis |7 , 7 bis 8,5

8,5 bis 10 ,. 10 bis 11,5 11,5

60 Mk. 68 7? 7b 80 85

3. für mrsgemästete oder vollfle:schige Ochs-en und Kül/e bis zu 7 wahren, Bullen bis zu 5 Jahren, und Färsen (Klasse A) 90 Mk

Tw Preissenkung gegen früher beträgt rund 15 v. H.

Beioiwerei: Verhältm.ssen, vor allem in Bezirken mit kleinen aber fleischchm: Viehschlägen, soll durch entsprechend andere Ab­stufung der Gewichts- und Preis klaffen Rechnung getragen werden. Auch das in einzelnen Staaten bewährte Verfahren soll beibehalten und, schneit angänglich, ansgckehnt werden,, daß die Preise nicht >chematt,ch nach dem Gewicht im Stall, sondern erst an: Abnahmeort durch eine imparteiische Kommission nach Qualttätsklassen festge­setzt werden.

Die neue Preisregelnng bringt der Landwirtschaftals Gesamtheit annähernd dieselben Einnahmen aus den abzulieserndsn Erzeuginssen wie bisher. Sie bewirkt aber eine Verschiebung nach zwei Richtungen. Durch die bisherige Preisregelung sind die hauptsächlich aus den Roggen-, Haser­und Üärtoffelbau angewiesenen Bezirke mit ärmeren Böden durck>- fchntttliä) benachteiligt und zum Teil in ihrer Leistungsfähigkeit gefährdet. Sie werden jetzt besser gestellt, tvährend die an Weiden und Wiesen reichen Betriebe und die Bezirke mit starken: Gerste­bau, die trotz der fehlenden Gersteeinsuhr eine starke Schweine­zucht treiben konnten, weniger günstig als bisher stehen. Im ein­zelnen Betriebe bewirkt die Preisregelung, daß nicht wie bisl-er die Versütterung, sondern die Ablieferung von Körnern und Kar­toffeln für den menschlichen Genuß die günstigere Verwertung bringt, uird daß ferner bas beste Futter und die beste Weide künftig weniger den Schlachttieren als dem Milchvieh zugewiesen werden. Freilich wird, um die bei der unvermeidlichen Einschränkung der Erzeugung fetter Tiere besonders nötig ioerdende Erzeugung von Mllchsett zu fördern, der Milchpreis in denjenigen'Be zirken, wo er zurzeit nachweisbar erheblich unter den Erzeugungs^ tosten liegt, erhöht werden müss«i, was aber nicht allgemein, son­dern nur in de:: einzelnen Wirtschaftsgebieten nach Maßgabe der örtlick-en Verlstiltnisse zu geschehen hat.

Im Vergleich zum feindlichen Ausland bleiben unsere Preise iür Getteide, Kartoffeln und Zuckerrüben auch nach^ der Erhöhung »roch wesenllich zurück, während die Preise für Schlachtvieh, die Hvsher zum Test erlMich höher tvaren, als die ausländischen, diesen mehr mrgenähert werden. Alles in allem bleibt der Erlös, den die deutschen Landivirte für ihre Erzeug::isse erhalten lverdcn, nach wie vor uwsentlich hinter dem in den meisten feindlichen Ländern zurück, deren Landwirte an sich auch im Kriege unter viel günsti­geren Verhältnissen wirtschaften, wie die unsrigen. Trotzdem ist bei uns .bei immer zunehmenden Erschwernissen der deutsche Acker­boden restlos bestellt worden, ivährend in Frankreich und England die Regierung, um dieses Ziel zu erreichen, neben erheblich höheren Prersen für die Bodenerzeugnisse vergebens alle möglichen Prämien und Ärznecmittel anwenden muß.

Ans Stadt tmb Land.

Gießen, 20. März 1917.

** Auszeich n u n g. Fahrer Heinrich Müller, Sohn des Schuhmachermeisters Karl Müller, Liebigstraße, erhielt die 5oefs. Tapferkcitsmedaille.

** Wiederbeginn des Schulunterrichts. Der Unterricht an den städtischen Schulen beginnt wieder an: Donnerstag, dem 22. März, im Schuthans in der West- Anlage und zwar: für die Schüler der Stadtknabenschule vormittags 8*/2 Uhr, für die Schülerinnen der Stadtnmdchen- schule nachmittags 1-1 Uhr.

** TieZusatzmarTen über ©rauten für Kinder vom vollendeten 1. bis 12» Lebensjahre sind von Dienstag, den 20. März 1917 bis Donnerstag, den 22. März 1917, in einem Klein Handelsgeschäft der Stadt Gießen abzugeber:. Wer die M arken nicht rechtzeitig abliesert, verliert den Ansp:n:ch aus Graupen. Tie Ausgabe der Graupen erfolgt von Dienstag, den 27. März 1917 ab.

** Abgabe Kon Dünge r. Die Stadt Gießen ist in der Lcpze, 100 Zentner künstlichet: Dünger (Kattnt und Tho­masmehl je zur Hälfte gemischte an Gartenvautreibende der Stadt Gießen abzugeben. Anmeldungen zum Bezüge tonnen vom 21. bis 24. März einschließlich bei dem Städtischen Tiesbaucmtt erfolgen. Siehe Anzeige.

** Liebesgaben für die Besatzungen der deut­schen U-Boote ist das Losungswort etita: neuen Sammel­tätigkeit die es ermöglichte bis zunr Abschluß des Jahres 1916 den Betrag von 450 000 Mark außerde:n 500 Kisten Natural­sendungen für die U-Boote usw. zur V^rsügnTig zu stellen. In unserem..heutigen Blatte ist ein Aufruf zu weiteren Beiträgen und zum Eintrftt in den Deutschen lPBootveoein veröffe:itlicht.

Beiträge für die Sammlung neunten entgegen: Tie Geschäfts­stelle des Giesener Anzeigers mrd die ^Herren Großh. Ober- bibliotbekar Dr. Emil Heuser, Giesen, Ost--Anlage 12 und Kauf­mann Heinrich Emrich, Gießen, Roonsttaße 16.

** Der Bürgerverein Gießen veranstaltet Dienstag, 27. März, abends 8 l / z Uhr in der Tumhalle der Höheren Mäd­

chenschule (9iord-Anlage) einen .Bortrag n:it Lichtbilden: übej Die starken Wurzeln deutscher Kraft und Größe" und lädt die Bewohnerschaft unserer Stadt zu diesem Bortrag ein. Vorträgen^ der ist Lehrer V. Müller.

** Schwarz-Weiß-Theater. Auf dem Programm vorv Dienstag, den 20. März, bis einjchließlich Freitag, den 23. März, stehtTer Sträfling", Familienttagödie in 4 Akten, mit Theodov Burkhard in der Haupttolle.Das Waldveilchen", Wildwestdrama. Aus Brautschm:", Lußspiel, sowie einige Humoresken und ein« Naturaufnahme.

Landkreis Gießen.

ö-a Beuern, 20. März. Ueber die sechste Kriegsan^ leihe sprach vorgestern in einer gut besuchten Versammlung im Gemeindesaale Pfarrer Wagner. Eine toertvolle Ergänzm^ fanden die Aussüyrungen durch Lichtbilder, die Pros. Tr. Erb- Gießen vorführte. Tie Anwesenden gewannen durch Wort und Bild einen Einblick von Deutschlands Größe und Kraft in wirtschaft­licher und industtieller L)insicht. Mit dem gemeinsamen Lieds Deittfchland, Deutschland Wer alles" schloß die eindrucksvolle Ver­sammlung.

** Klein-Linden, 18. März. (Astern abend hielt Pfarr- assistent Bröckelmann nn Schulsaal der 1. Klasse einen Vor­trag überDeutschlands lWirtsck-aftsttäfte^ an der Hand vov Lichtbildern, die von Prof. Weimar-Gießen vorgeführt wurden.

Nerrn«?ehscs.

* H a v ana , 18. März. (WTB.'i Mcldung der Agence HavaS.l Nachden: die Ausständisck>en Santiago de Euba verlassen l-atten, um das offene Land aufzusuchen, besetzten Landungskom- V a gnie n der im Hafen ankernden a mepi kanischen Schiffe sogleich die Stadt. Die kubanische Regierung machte oelaunt, datz die Stadt jetzt in ihrer Macht sei.

Letzte ri^ct^Zchten^

Englisch-französisches Kopffzerbrechen.

Rotterdam 19. März. Ter Mitarbeiter des Reutrv-,j bureaus in Frankreich schreibt: Es wäre töricht, zu glauben, daß. die Deutschen flüchten. Aber sie gehen jetzt doch mft einer SäMellig-^ keit zurück, die seit den Tagen der Marnesckstacht nicht wieder w>r-. gekommen ist. Von der englischen Front wird gemeldet, daß die- Deutschen auf ihrem Rückzi:ge zahlreiche Dörfer abbrmmttn. Ms»! sehe nur Trümmer und Verlassenheit. Tie Brücken seien zerstört mid^liie Kre::zp::nkte der Wem mirriert. TieTimes" schreibt^, Dieser große Rückzug kann nicht mißverstanden werden. Wohin: der Feind auch gdjeit möge, die Tatsache bleibt bestehen, daßl er nun das Antlitz dem Rhein zu gewendet hat, und daß die Alliierten im Begriffe sind, seinen strategisck>en Ziückzug in ein Wettlaufen zu vettva-ndeln. Das Blatt meint, die deutschen Be­merkungen über das elastische Zurückbiegen dienten nur dazu, die Frucht zu verheimilchen. Tie Engländer hätten früher chre Zeit des meisterhaften Rückzuges gehabt, also ganz genau was solche Redensarten bedeuten. Nuir würde für die Engländer die Zeit der Verfolgung kommen. TerTempstz glcn:bt daß Hinderrburg hinter dem durch die Somme und den Crezart gebildeten bretten Groben den weiteren Ereignissen entgegenharre und fraglos nicht, ohne im Voraus diese neue Stellung mit allen Mitteln befestigt zu haben.Malin" undPettt Parisien" ziehen die PavalleÄ zwischen Josfres Rückzug vor der Marneschlacht und der gegenwär-, ttgen Taktik Hindenburgs.

Miljukow kein Pazifist.

Zürich, 19. März. Miljukow drahtet ans PetersbrrvK. daß er sich gegen die in der deutschen Presse geübte AnL-v lvgung seiner gegenwärtigen Polittk wehren müsse. Er habe niemals pazisisttsche Pläne gehegt, wie in der deulschLw Presse geschrieben worden sei. Als Minister des Aeußerrr der heutigen russischen Regierung trete er allein für dir Fortsetzung des Krieges ein, damit Rußland mit seü«rp Verbündeten den Sieg über die Zentralmächte dcwontragen: könne.

Die RaLikalen in Rußland.

Stockholm, 19. März. Von besonderer Seite wird üb« den Kamps der sozialistischen Arbeiterschaft gegen die kadcttißh oktobristiscl^ Tumamänner berichtet, daß der Einfluß dieser ertrnnn: Kreist geradezu entscheidend sei, und daß sie immer mehr die Macht an sich reißen. Donnerstag aberw entwickelte MiLjuLom vor den Vertteten: der Ententelwesse sein Kriegsprvgranun und sprach jljch gruridsätzlich ft'ir die Monarchie aus. Drol-ungen bet Sozialisten zwangen ihn immfttelbar darauf zu einem Widernch und erztoangm: den Erlaß, in dem dem russrsthen BvkÜe gesichert wird, daß es selbst seine Geschichte bestimmen soll. Die Tirrckführung des Programms ist nattirlich mit einer kräftigen Kriegrührung unveremlmr. Tie Radikalen verfügen über sämtliche Petersburger Ntunitionsfabriekn, ivvmft sie 60 ProazM der n:ssischen Waffenerzez:gung besitzen. Sv haben sie das große TemL* mittel der Drvhimg in der .Hand, daß sie die Fabriken zerstär» würde:: :md sie wenden es bei jedem Konflikt an. Tie Umgebung der rrislischen Kriegspolftik in der letzten Weisung an die Dipk>- maten ist aus den gesteigerten Einfluß der Diplomaten zurüch- zuführen.

Dir Wahlen in Rußland.

Genf ,19. März. Nach demTmps" verweigerte die prvv-. sorische Regierung in Petersb::rg hartnäckig die Forderung der^. rer der Arbeiterschaft auf sofortige Ausschreibung der allgemeines Wahlen. Rodzianko beharrt aus der Vertagung der Wahlen bis nach Friedensschluß, weil bei der llnzuverlässigkeit der gegenwärtiger ^ttmmung die Konservativen eine ällzustarke Verttetung in der Kvnstttuante erlangen könnten.

Tikmfotzltß-Bkstßs-GeseWchTiktzk!

Eisormbrikrtts-Abgabe Mittwoch, den 21.: von 8tL und von 24 Nbr.

Nummi'rkar:en351420 sind nur gültig und müssen vo der gegen Bezugsscheine, unterBorlage der letzten Quittur be: dem Vorsitzenden A. Dickorö, Schanzenstraße 6. u ge'nnscht 226®

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