Däuser vas Volk mit ifftajtijinatgtSvtfrcen imb ^cmbgrannten beschütz. Schätzungsweise sollen einige Hunderttausend Zivilisten verwundet sein. Jetzt ist eine militärische Polizei macht organisiert.
Amsterdam, 16. März. (WTB.) Der „Telegraaf" gibt eine ausführliche Meldung der „Times" vom 15. März über die russische Revolution wieder:
Als das Dumakomitee auf seine erste dringende Depesche keine Antwort vom Zaren erhielt, ermächtigte es Rodsjanko, eine letzte Warnung zu telegraphieren. Auch diese blieb unbeantwortet. Darauf beschloß das Haus nach einer langen Debatte, in deren Verlauf die Führer der Sozialisten ihre vollständige Zustimmung erklärten und ihren Austritt aus der Bewe.nmg zurückzogen, die provisorische Regierung zu bilden. Rodsjanko wurde aufgefordert, einer Sitzung des Ministerrates in Marinstij-Palast beizuwohnen. Rodsjanko begab sich unter Geleit von Duma-Sol da terr im Panzerauto dorthin. Er fand alle Minister beisammen und teilte ihnen mit, die Duma habe in Uebereinstimmung mit dem Volke beschlossen, eine provisorische Regierung zu bilden, da sie kein arideres Mittel sehe, die Ordnung in der Harrptstadt wiederherzustellen, das Land vor der Anarchie zu bewahren und Rutzland in die Lage zu versetzen, bis zum Siege durchzuhalten. Tie meisten Minister schienen bereit, sich zu ergeben und sich mit der Ernennung des Großfürsten Michael zum Regenten zufrieden zu geben. Ter Kriegs minister General B e l a j e w erklärte jedoch, er könne seinen Soldateneid nicht brechen und würde den Kampf fvrtsetzen, bis er einen anderen Befehl des Zaren erhalte.'
Nach Rodsjankos Rückkehr in das Taurische Palais beschloß die Dumakommission einstimmig, eine provisorische Negierung cin- zurichten und befahl, die früheren Minister zu verhaften. Inzwischen hatten mehr als hundert Offiziere der Duma ihre Dienste angeboten, darunter der Abgeordnete Oberst Engelhardt von der Garde, der jetzt zum Kommandanten von Petersburg ernannt wurde. Später kam eine Abordnung der Offiziere des Preobashenskischen Regiments, uni der Duma die Unterstützung der ganzen Preobashenskischen Garde anzubieten. Somit 'Ratten sich so gut wie alle Gardekorps und Reserve-Bataillona der Duma angeschlossen. Sonntag abend begab sich Protopopow nach der Duma, um sich zu ergeben. General K itjo r - ring, der sich weigerte, der Aufforderung der Duma zu folgen und sich in seinem Hause mit dem Revolver verteidigte, wurde erschossen und seine Leiche in den Fluß geworfen. Um 3 Uhr ergab fick das Marineministerium. Ter Präfekt (Stadt hauptmann) von Petersburg und alle seine Beamten haben ihre Posten verlassen. Ter Präsekt, der Präsident der Ersten Kammer, der Metropolit Pi Ir im und Stürmer sind im Dumagebäude gefangen gesetzt. Die gesamte Garnison von Petersburg ist zur provisorischen Regierung übergegangen.
, Der englische und der französische Botschafter, die sich morgens zu ihrem regelmäßigen Besuch ins Ministerium des Auswärtigen begaben, wurden beim Winterpalast von: Publikum erkannt und mit lauten Zurufen begrüßt.
Die Brände fiub gelöscht. Der Post-, Telegraphen- und Telephon verkehr stcht unter der Kontrolle der provisorischen Regierung.
Die Wohnung des Grafen Fricedericks wurde geplündert. Tie greise Gemahlin des Grafen wurde bewußtlos aus dem brennenden Hause getragen. Seine Tochter wurde von dem betrunkenen Pöbel mißhandelt.
Zweiundzwanzia Mitglieder des R e ichs ra t e s, darunter G u t s ch k o w und Fürst T r ub e tz k o j, richteten gestern ein Telegramm an den Zaren, worin sie die Umstände darlegen, die das Volk zur äußersten Verzweiflung getrieben und den Sturz der Regierung zur Folge gehabt hätten. Tie Beibehaltung dieser alten Regierung würde einen vollständigen Umsturz von Gesetz und Recht, die Niederlage im Kriege und das Ende der Dynastie bedeuten. Nur ein voller Bruch mit der Vergangenheit, die sofortige Einberufung des Parlamentes und die Ernennung von Ministern, die das Vertrauen der Nation besäßen und in voller Uebereinstimmung mit der Duma regierten, könne Rettung lnüngen . Amsterdam, 16. März. 12.50 Uhr morgens. (WLBff Hier s,nd folgende Reuterdepeschen aus Petersburg vom 14. März erngelauseu: Bark, Protopopow, Stürmer und andere ftrid durch die Revolutionäre verhaftet ivorden Tie Revolutionäre besetzten das .Winterpalais, Tie Botschafter Frankreichs und Englands knüpften mit dem Exekutivauöschuß der Duma Verhandlungen an. Nach anderthalb Stunden schloß sich Moskau : der Revolirtvon ohne Blutvergießen an. Großfürst Kyrill erklärte, er stelle sich Rodzranko vollständig ziir Verfügung Alexeiew antwortete, ec nehme deii Vorschlag der Duma an G<meral Brussilow erklärte, er tue seine Pflicht gegen Kaiser und Vaterland. Gvremybin wurde verhaftet. Das erste und vierte ^oiikosaken-Regiment schlossen sich der Revolution an. Rod- Hianko sandte namens des Militärkomitees der Duma an die Marino- und Armeetommandanten aller Fronten ein Manifest in dem er sie bittet, ruhig zu bleiben, aber den Kampf gegen den rMnd fortzuietzen, während das Komitee den Frieden im Innern aufreaft erhält. Die Revolutionäre setzten eine provisorische Regierung ein. Die Arbeiterführer der Duma richteten an die Arbeiter verschiedene Aufrufe, in denen sie sie auffordern, die Ordnung aufrecht zu erhalten und die Arbeit wieder aufzunehmen, damit die Kämpfer an der Front den Kampf fvrtsetzen können ferner liegt aus Moskau folgende Reuterdepe/che vor: Hier bat es anläßlich der Revolution zu großen Freudenkund- gebnngen geführt. Es konstituierte sich ein Militärkomitee, um mit Unterstützung einer Artilleriebrigade, 5 Jnfvnterieregi- vi entern und Tausender von Miliztruppen die Ordnung aufrecht gu erhalten. Der Militärkommandant von Moskau sowie mehrere Tausende von Gendarmen und Polizeibeamten wurden verhaftet die politischen Gefangenen freigelassen. Nishnij Nowgorod und Charkow erklärte sich für die Revolution.
A m st e r da m , 16. März. (WTB.) Renter meldet aus Petersburg, daß oer neue Justizminister beschlossen Ixrbe, eme allgemeine Amnestie für politische Ver- 6 e h c n zn erlaßen. Der Gehilfe des Ministers des Innern Knrlow und der frühere .Knegsminister Suchomlinow sind verhaftet R o d s i a n ko hielt persönliche Ansprachen an die meisten Truppen, vie vor der Duma ausmarschiert waren. Er legte dabei Nachdruck
Einigkeit von Volt und Armee, durch die Rußlands Macht und schlleßlicher Lieg gesichert würde. Ms die Soldaten, die die Tuma bewachten, von der Ankunft des gefangenen Suchom- 1 rn vw hörent, froderten sw stürmisch seine Auslüfenmg, die sie sich an ihm rachen rvollten. Tie Abgeordneten hatten die größte Mühe,
land befindlichen russischen Truppen sich sicher der Revolution anschließen würden. Als die alte Regierung Truppen aus Finnland nach Petersburg habe überführen wollen, hätten sie sich geweigert, dem Befehl nachzukommen. In Helsingfors ist der Belagerungszustand erklärt. Es wurde bestätigt, daß Protopopow ermordet sei.
Tie Stockholmer Presse spricht sich übereinstimmend dahin aus, daß die Revolution im Interesse der Entente sei. „Aften- bladct", „Nya Tagligt" und „Allahanda" erllären, wenn in Rußland eine wirklich nationale Sammlung zustande kommen sollte, bestehe die Gefahr, daß der Druck der Entente gegenüber Schweden noch stärker werden würde als bisher.
London, 16. März. (WTB.) Reuter meldet aus Peters bürg: Tie Ruhe kehrt rasch zurück. Es sind aber noch viele Dächer und Dachräume von Anhängern der alten Regierung besetzt, die aus deren Rückkehr hoffen und aus die Truppen und die Bevölkerung feuern. Aus Befehl des aussührenden Komitees durchsuchen die Soldaten die Lackier und entfernen alle verdächtigen Personen.
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zeichnet Kriegsanleihe, weil Lesih und Arbeit in einem sieghaften Deutschland gesegnet sein werden,-
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weis seine aussichtsreichen Lebensbedingungen mit dem Wohlergehen des Vaterlandes aufs engste verknüpft sind-
* Industrielle,
der den Schutz der Heimat und zufriedene Arbeiter braucht,-
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der seine Einkommensquellen von einem starken Vaterland beschirmt haben muß-
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das die Früchte seiner Arbeit nicht der Zerstörung durch rücksichtslose Feinde preisgeben will-
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in dem ungestümen Streben nach allem, was groß und edel ist-
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zeichnen die 6. Kriegsanleihe weil fle Herz und Verstand zugleich haben.
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L beruhigen. Diese bestanden dar«, daßSuchomlimM
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m„ r "eröanr, 16. März. Nach Meldungen, die die Times- Vcrrchte ergänzen haben sich die Petersburger- Ereignisse vom, Zxuag am Samstag tncliath iwtberbolt. An verschiedenen Stellen Ä^-Vrosp^ws. zahlreiche Menschen getötet odec
verwundet. Tre Lchwierigkerten in der Brotversorauna batten
früh heißt es, daß a^Norduser Newa Unruhen ausgebrockfen seren. Am Dienstag war der Straßenkamps m vollem Gange. Tie Tnrckereien streiktet! boten sich freiwillig ^zourualisten und Setzer an i'iachristtenblatt herauszugeben, das die “
Vorfälle auf bem Laufenden galten sollte.
Zcktung erschien am Montag-Abend.
Arbeiterabgeordn-eten bei der
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mit ein tägliches Bevölkerung über die Sie erfte revolutionäre . lieber bie Rolld, die die Revolutron sprelten, meldet der Ti-
mes-Korre)pondent: Tie gemäßigten Wgeordneten rechneten der Möglichkeit eines Konfliktes zwischen der provisorischen yrerung und der Arbeiter vertretmig. Glücklickfertoeise sei niese ^^^urgstens vorläufig durch den Abgeordneten Keoenski
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f^nlJ i ^ en^,tt r S n, ' i 6 - MSrz, (WTB Nichtamtk.s U.b.r Stuck. U ^Revolutionäre dem Zaren ein
Ullimalum stellten, lotart ein Manifest Zustand rückhaltlos W L-chweben emgetroftaie Reisende berichten.
zu unterzeichnen, anerkennt. Gestern daß die in Finn-
EnglandS Anteil an den Vorgängen.
Rotterdam, 16. ^ März. „Manchester Guardian" meldet dus London: Msan darf jetzt erklären, daß Lord Mikners» jüngste Mission iiach Rußland mit den neueren russischen Verhältnissen zusammenhängt, Aus einem Brief 5)ardinges an Bu- chanan, den Tillon im Unterhause verlas, erhellt, daß die englische Regierung seit geraumer Zeit über die ernste Lage in Rußland _ im klaren war. Msdm glaubt, daß der Zar der küniglichenj Familie mitgeteilt habe, daß seiner M'einung nach etwas im Gange sei, was er aber zu überwinden z!u könneii hoffte. Es ist Gruitd zu der Annahme vorhandeir, daß Mrllner nach Rußland gesandt wurde, um einen Vergleich Zwischen Zar urtb Duma durch- züführen und eine Revolution aLzutvenden. Milner schlug vor, daß der Zar ein Ministerium ernennen sollte, das für die Tiima annehmbar wäre, und zwar iourde Ssasanow als Pvemicrminister und Minister des Aeußern empfohlen. Auch das lehnte der Zar ab. Milner machte noch andere Versuche, um eine Versöhnung zwischw Zar und Duma herbeizuführen, aber alle Versuche scheiterten an der Hartnäckigkeit des Zaren.
England und der Umsturz in Rußland.
London, 15. März. (WTB. Nichta.mtlich.) Meldung des Reuterschen Bureans) Im Unterhcruse sagte Bonar Law, als er die Mitteilung von der Thronentsagung des Zaren machte: Es ist eine wirkliche Erleichterung für uns, daß die Bewegung nicht auf eine Erlangnng des Friedens hinzielt, sondern daß im Gegenteil die Unzufriedenheit sich nicht gegen' die Regierung richtet, weil sie den Krieg weiterführt, sondern vielmehr, weil sie ihn nicht mit der Energie und der Wirksamkeit weiterrührt, welche das Volk erwartete. (Lauter Beifall.) Bomrr Laiv erwähnte so- bcimr, daß nach den eingegangen-en Nachrichten der Verlust an Menscl)enleben nicht schwer gewesen ist, urcd betonte, daß der Wechsel mit verhältnismäßiger Ruhe bewirkt worden sei.
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Drohender allgemeiner Aufstand in Amerika.
New York, 15. März. (WTB.) Meldung des Reuter- lchen Bureaus. Die Eisenbahnerverbände gebenbe- kannt, daß die Eisenbahner unwiderruflich am Samstag in den Aus stand treten werden, falls ihnen nicht ein Achtstundentag und eine entsprechende Bezahlung für die Ueber- zeit gewährt wird. Dem Vernehmen nach beabsichtigt Wilson einzugreifen und von beiden Seiten Zugestäudnisse zu verlangen.
Haag, 15: März. (WTB.) Eingegangenen Nachrichten aus Washington zufolge zögern sowohl die Regierung als auch die Arbeiterführer in der Angelegenheit des allgemeinen Arbeiterstreikes, der bereits am Sonntag anszubrechen drohte, den ersten Schritt zu tun. Beide Parteien bleiben hartnäckig aus ihrem Standpunkt. Der Streik würde ein schwerer Schlag für das anierikanische Prestige sein und ein großer 9ärchteil für die BevAkerung, dre bereits unter der Stauung des Eisenbahnverkchrs leidet.
Nach anderen Meldungen aus Washington wird die nächste Botschaft des Präsidenten an den Kongreß ungewöhnlich militant sein. Er wird vermutlich die militärische Ausbildung der jungen Männer und eine Vergrößerung der Armee Vorschlägen. Falls dies bewilligt wird, wird er den Kongreß auffordern, eine außerordentliche SessÜM ganz den Kriegsmaßregeln zu widmen.
...
Der neue französische Kriegsminister.
Paris, 15. März. (WTB. Nichtamtlich.) Im Verlauf des heutigen Ministerrats teilte der Ministerpräsident den Rücktritt Lyauteys mit und legte Pvincares Dekret zur lln- terschrist vor, das Admiral Lacaze interimistisch das Kriegsministerium anvertraut. Morgen früh findet ein Ministerrat statt, der sich mit der durch den Rücktritt Lyautays geschaffenen Lage befassen wird.
Frankreich und der Danchbootkrieg.
Bern, 16. März. (WTB.) Das „Journal des Debats" meldet: Die französische Regierung forderte einen Zßredit von 2 Millionen für Prämien bei der Kaperung oder rechtsmäßig festgestellten Zerstörung deutscher Tauchboote. * * *
Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland.
Paris, 16. März. (WTB. Nichtcuntlich.) Meldung der Agence Havas aus Peking. Der Minister des Aeußern teilte den Gesandten der Alliierten mit, daß die Regierung dem deutschen Gesandten, dem Personal der Gesandtschaft und den deutschen Konsuln in China die Pässe zugestellt hat.
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Die Kämpfe im Vesten und in Mazedonien.
B erl in, 16. März. (WTB.) Ein kühnes Patrouiklen- st ü ck ch e n führten ein paar dentscheUntervffizierein der Gegend von Cumiöres aus. Eine französische Feldwache sollte ausgehoben werden. Drei Unteroffiziere, die als erste Freifvillige sich.meldeten, baten, das Unternehmen allein ausfühven zu dürfen. Am hellen Tage liefen die drei überraschend gegen die französischen Gräben an, und die ganze Besatzung' ein Sergeant, zivei Unter- offfziere und acht Mann, ergab sich dem. nur ein Viertel null fa starken Angreifer und ließ sich willig in die Gefangenschaft absühren. Ein Unternehmen wie das geschilderte, das keinesivegs vereinzelt daiteht, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Haltung und oev Geist der deutschen Truppen.
Auf den de.uffchen Stellungen zwischen Ancre und O/i se lag geftern nachmittag schweres Artillerteseuer aller Kaliber sowie Minenfeu>er. Das hier und bei Crapeantuesnil am Abend des L3. März verlorene Grcrbetlstück wurde am 14. März von den Deutschen wieder genommen. Tie gestern gemeldete!! Vorstöße bei Armentiöres und Bucqnoy kosteten den Engländern schwere Opfer. Ber Armentieres unmittelbar vor der deutschen Front wurden 40 . 4,0 te gezählt. Bei Bucguoy liegen allein vor zwei IregimentA-- abichnitten 300 Tote. Ter Angriff bei Bucgnoy in der Nacht zum 14. März ,var m großem Maßgabe angelegt. Vier englische Bataillone waren in der vordersten Linie eingesetzt, während vÄv weitere Bataillone in zweiter Linie beveitgcstellt lvaren. Zn oer Champagne, nüe in Mazedonien, setzten die Franzosen weitere Angriffe an. An der Höhe 1 85 brachen sie am 14. Mars abends in unserem Sperrfeuer zusammen. In Mazedonien, nördlich von Mvnaftir vermochten die Franzosen die beceitge- stellten Sturmtruppen in dem wirkun^vollen Vernichtungsfeuer der Verbündeten nicht ans den Gräben heranszubringen. Dev Grund hierfür waren augenscheinlich die äußerst schweren Verluste vom vorhergehenden Tage, ttto die Loanzösische Infanterie in! unserem gut liegenden Vernichtungsfeuer hatte zurückfluten müs- en, auch an der übrigen tmazedonischen Front wurden, wie gemeldet, die Ententevorstöße überall abgewiesen.
Der bulgarische Bericht
Sofia, 15. März. (WTB.) Mazedonische Front: Aus dem Westufer des Pvespa-Sees griff der Feind mehrmals an, wurde aber mit blutigen Verlusten für ihn zurückgeworfen. Unsere Stellungen westlich und nördlich von Betvlia wurden von der fenidlichen Artillerie 'heftig beschossen. Mehrere feindliche Trupps versuchten am Ostufer de!s Prcspa-Sees entlang vorzurücken, ergriffen aber die Flucht, als sie in unser vernichtendes Feuer kamen. An der übrigen Front vereinzeltes Artilleriefeuer. Südlich von Gewgheli vertrieben tvir eine feindliche Erkundungsabteilung. Eine englische Kompagnie mit Maschinengewehrcn versuckste m der Ebene von Serres gegen das Dorf Koeprri vorzurücken, wurde ab« durch Feuer verjagt.
An der rumänischen Front nichts Besonderes.
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Die Bagdadbahn.
Konstantinopel, 15. März. (WTB.) Der Senak genehmigte das mit der B ag d a d b a h n ge se lls ch<rft abgeschlossene Abkommen über den Bau der Taurus- und Amanusstrecke der Bagdadbahn. Im Laufe der Erörterungen des Budgets des Bautemninisteriums nahin die Kammer einen Antrag des Abgeordneten von Diabekir an, imch dem die Regierung ermächtigt ist, einen Zusatzkredit von 1 Million Pfund für den Ban einer Zweiglinie der Bagdadbahn von Ras-ul-Ain nach Diabekir aufzw. nehmen. Der Finanzminister erklärte sich mit dem Antrag einverstanden und fugte hinzu, er betrachte den Antrag für die Dauer des Krieges als undurchführbar, da das Kriegs- Ministerium anderen Zweiglinien den Vorzug gegeben habe.
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Der Reichskanzler in Wien.
Wien, 16. März. (WTB.) Der deutsche Reichs- k a n z l e r traf um 8 Uhr früh in Wien ein, um dem K a i s e r ferne Auftvartung zu machen und dem Minister des Aeußern Grafen Czernrn urid dem Ministerpräsidenten Graf Clam- Martrrnz einen Gegenbesuch abzustatteu. Mit dem gleichen Zuge kam auch der österreichisch-ungarische Botschafter in Berlin Prmz Hohenlohe-Schillingsfürst an. Einen überaus warmen Wrlllömmengruß bereiteten dem Reichskanzler sowohl die Reffenden des Schnellzuges, als auch die zahlreichen Personen, dre sich vor dem Bahnhof angesammell hatten. Als der Reichskanzler mit dem Botschafter Grafen Wedel Bahnhofsgebäude erschien, wurden Hochrufe laut Der Reichskanzler und der Botschafter bestiegen ein Automobil und fuhren nach dem deutschen Botschaftspalais.
Seekrieg.
Das Ergebnis des Seekriegs im Februar.
All, Trümal
Berlin. 16. März. (WTB. Amtlich.) Im Monat F t ° 7 «'i“ r ftÄr '"gesamt 368 Handelsschiff« mit 1. ß 1 "00 B r ntko - Nrgistertonneii infolge (ricgrri- scher Maßnahim'n der Mittelmächte verloren gegangen' da-
c l He Schiffe mit 614 000 Brutto- .beglsterromien und 76 neutrale Schiffe mit 1 37 r i00 Bnttw-Negistertonnen. Von den neutralen Schiffen sind 61 schifft durch U-Boote verftnkt worden, also 16,5 Prozent
Hbruar, gegenüber 29 Prozent neutralen Verlusten rm Durchfchnitt der letzten triev Monate.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.


