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Ein britischer Torpedobootzerstörer gesunken.
Santo an, 16. März. (WM. Nichtamtlich.) Draht- nmhricht. Die Admiralität teilt mit.- Ein TorprdobootSzer. ftürer alten Stiles stich am 15. März auf eine Mine und sank. Alle Offiziere sind gerettet. Ein Mann wurde gebrütet, 28 Maml si.ld vermißt, die vermutlich ertrunken sind.
Neue Versenkungen.
Berlin, 16. März. (WTB.) Die englischen Dampfer ,.S a d a m o r e" (5197 Br.-Registertonnen), „N ewstcad" (283b Brrrttorogistertonnen), „Lucy Andersen" (1073 Bruttoregistertonnen), der japanische Dampfer „Sh in Sei M a v u" (3060 Brut toreg i sterto n neir), zehn italienische Segler, ein portugiesischer Segler und drei englische Fischersahrzeuge wurden durch Tauchboote versenkt.
Berlin, 16. Mürz. (WTB.) Ausführlichere Meldung. Die englischen Dampfer „Gadam-ore" (5197 Bruttoregistertonnen), „Newstecrd" (2856 Bruttoregistertonnen), „Lucy Andersen" (1073 Brnttorcgistertormen), der japanische Dampfer „Shinsei Maru" (3060 Brrtttoregistertormen), die italicrri- schen Segler „Michele" (583 Bruttoregistzertoimen), „Ade- lina" (528 Bruttoregistertvrrnen), „Ape" (301 Bruttoregister- tonnen), „Albino" (187 Bruttoregistertorrüen), „Giovanni" (105 Bruttoregistertonrren), „Menu" (210 Bruttoregister- torrnen) und „öalvadore" (129 Brrrttoregistertormen) sonne die kleineren italienischen Segler „Ginstina", „Madre", „Elisabeth Concettirra" und „Ciropalmie", ferner der portugiesische Segler „Guadina" (326 Bnlltoregistzertounen), die englischen Fischdmupfer „Bulcana" (219 Bruttoregistertonnen), „NavenlN)" (167 BrrtttoregistertoNirerr) und „Cy." (289 Bruttorogistertonnen) sind durch Unterseeboote versenkt word-err.
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Rotterdam, 16. März. (WTB. Nicht am tlich.) Der norwegische Dampfer „Dava na er", dessen Besatzung in Hellevootsluis gelandet wurde, Ist gestern rrachrnittag' ungefähr 40 Meilen von der holländischen Küste entfernt von einem deutschen U-Boot mit Bomben zum Sinken gebracht worden.
Vie neuen Steuern und der hanptausschuh de; Reichstags.
Berlin, 16. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der Ha n p t- ansschuß des Reichstages nahm mit großer Mehrheit einen tarnt Unterausschuß zur Beratung der Tarif- svagen bei den Verkehrs steuern empfohlenen Antrag an, der die Straßendahnen von der Steuer nicht befreien, wohl aber mit einem niedrigeren Satz belegen will; ferner- bringt er den allgemeinen Zuschlag von 7 Proz. für die Kohlen befördern ng in Wegfall, erhöht aber dafür den Irachturkunoenstempel ans Kohle.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 17. Mürz 1917.
** AnszvrchnNng. Uirtemsf. der Landlvelw II Eduard Äarl Beil, 13. Komp, erlstelt bars Mge meine Ehren zeitigt für Tapferkeit am 28. Ia,mar1917.
**.. Befü rtoerung. Der Unteroffizier Ludwig Schäfer am hiesigen chemischen Universitäts-Laboratorium wurde zum Ser geauten befördert. {
** Sitz und Bezirk der Einberufungs - lnn d Sch l ich tuugs ans'schüsse. Die Durchführung des Zwanges auf dem Gebiete des Vaterländischen Hilfsdienstes steht bevor. Hierdurch gewinnen die auf Grund des Hilfs- dienstgesetzes gebildeten Eürberufungs^ und Schlichtungs- ausschüsse eine gesteigerte Bedeuttmg. Aufgabe der Ein- berusutlg."5auAschüsse ist es, Hilssdienstpflichtige, die noch nicht voll und ganz eine denr § 2 des HilfÄienstgesetzes erctspvechende^ Beschäftigung haben, zur Uebern-ahme eirrer solchen Beschäftigung auszufordern und ihnen eventuell zloangsweise zuzuführen. Ausgabe der Schlichtuugsaus- schüsse ist es, über die Rechturäßigkett des Verlangens eines Arbeiters aus Ertei1u.ua eines Abkehrscheins zu befinden. Beide Abschüsse haben denselberr Sitz und Bezirk, der nachstehend bekcrimtge geben wird: Wetzlar: Bezirks komm and o Wetzlar; DillkredZ, Kreis Wetzlar; Gieß eil: Bezirks kom- lnarrdo Gießen und Friedberg; zstreis Friedberg, Büdingen, Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Schotten.
** Ter Schlichtungsaus schu ß des .uatcrTätibifcfn-nj Hilfsdienstes für die Provinz Oberhessen hielt am 16. März seine erste öffentliche Sitzung ab, die der stellv. Borsft^nde Hauptmann z. %■ Clails leitete. Die Mitglieder des Tkusschusses setzen sich zusan:men ans je zwei beständigen und je einem rmstcindigen Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, also ans sieben Personen. Es standen drei Fälle zur Verlxmdlung. Im ersten Z<ckl tvollte ein seit nenn Monaten reklamierter Landsturm mann von einer Betonfirma lveggshen und näher bei seinen: Wohnort zu geringerem Lohn Arbeit nehmen. Die erste Firma bot mehr Lohn, weil sie bei den drnnffichen Hoeres.arbeit.en keine Arbeiter entbelwen könne. Der Arbeiter erklärte, er bliebe nicht, auch wenn er eine Vüark nvehr bekonvnen und lvem: ei' sofort wieder einirezvstz'N würde. Die Entscheidung lcuUete, daß dem 'Arbeiter der Abkehrschein versagt wird. In den beiden anderen Fallen gaben die reklamierten Beschwerdeführer an, sie lvollben von ihrer lnesigeir Firma ,Weggehen, n»eil ihnen von eurer anderen lstesigen Frrmia mehr Lohn geboten sei. Letztere erklärte dies für un-ntrefferrd, sie wolle ihrer Konkurrentin keine Arbeiter abjagen, toenn letztere nicht freiwillig abgegeben würden — sie verzichte ans das Angebot dcr Bescliwerde- fühver. Nack» Bekanntgabe inner Erklärung zogen die rellamierten Dreher ihre Beschloorde zurück und erklärten, Weiterarbeiten zu wollen.
*,* U ebe r B cstandserhcbun g und Lagerbuch- jü'hrnng von Drogen imd Erzeugnissen m,S Drogen rft am 15. März eine Bekmmtinachung in Kraft getreten. Hindurch wird für eine große Anzahl von Trogen und Drogenerzeugnisse:: die in der Bekanntmachung int einzelnen mffgezählt sind, eine Meldepflicht eingeführi, sobald die Vorräte eine bestimmte, bei den einzelnen Stoffen in der Bekanntmachung vernrerkte Menge über- steigen. Tie Meldungen sind für die am 15. März mrd 15. Sept eines jeden Jahres vorhandenen Bestände bis zum 1. und 1. Oktober zu erstatten. Tie erste Meldung ist demnach bis zum kommenden 1. April an die MedizinaMMteilung des Königlich! Preußischen Kriegs Ministeriums in Berlin zu rbdjbn. Gleichzeitig ist ungeordnet lvordem, daß über eine bestimmte kleinere Anzahl der meldepslickstigen Trogen und Drogenmzelignisse ein Lagerbuch zu führen ift Eine Beschlagnahme der Drogen ist nicht erfolgt' W daß der Handelsverkehr mit ihnen unbeschränkt ist.
Ter Wortlaut der Bekauirtmachung, durch welche die früheren Besnmmungen über Bestandserchebung und Lagerbnchsührung von brogen oder Erzengirissen <n,s Drogen vom 20. Januar 1916 mif- gehobelt loerdeu, ist arn Bürgermeistereigebmide angeschlagen.
die Einguartiernng vom brs 14. Dezember 19l6 zustellende Vergütung soll an die Ohoartrergeber verteilt werden. Zur Erhebung der Vergütung sind die Onartrerzottel vorznlegen. Näheres siehe Bekcnmttwachung.
** Tie Zusatz ma r k e n ü bex Graupe n für Kinder vom vollendeten 1. bis 12. Lebens nähre sind von,, Dienstag. den 20. März bis Donnerstag, den 22. März 1917. in einem Klein- lxmdelsgeschäst der Stadt öftesten abzugeben. Die Ausgabe der Graupen erfolgt von Dienstag, den 27. März 1917 ab Näheres' siehe Bela nntmachung.
** Für die Ausgabe von Lebensmittelkarten
heute der letzte Tag. Die vorgeschriebenen Bordnicke für die
Aufnahme werden in den KartenaiiSgabcstrllen ab^ngeben. Sie sind bw spätestens Montag, den 19. März, mittags 12 Uhr an die Ans- gabcstellen zutttckzuliesern. Die gerraileste Ausfüllung der Vordrucke ist ilnb.'dingl crforlxwlick^ da irur noch diejenigen Personen Karten -um Lebensmittelbeziig ett-alte.il, die ui dem Vordrucke nanlent- Irch aufgcsührt siird. Wer sich noch nicht airgcmeldet Iiat, möge das sofvtt nackcholen.
** Einen Kurs über Elektro-Diag noftik n nd E le k t ro-T he r a p ie, besonders für Militär-ärzt-- liche Zwecke, hält Geh. Med.-Rat Pros. Dr. Sommer in der Klinik für pspchische und nervöse Krankheiten am Montag, ocn 2. und Dienstag, den 3. April 1917 ab. Borgesel-en find: Das Ohm'schje Gesetz und seine Anlvendiiiig in der Elektro Medizin. Das Stabilisierungsverfahren bei der galvanischen Behandlung. Elektrochemische Wirkungen, lleber- sicht der elektrischen Behandlungs Methoden. Indikationen bei bestimmten Krankheiten. Elektro Diagnostik und Elektro Therapie besonders bei der Behandlung von Lähmungen u. a. nach Verletzung peripherischer Nerven. Praktische Hebungen.
** Anden Höheren Lehranstalten Gießens wird der Unterncht Donnerstag, den 22. März wieder aufgenommai. Er beginnt im Gebäude l>"s NcalglnnitasiunrS vornr. '. »9 Uhr für die Noalgymnasiasten, ltadjnr i2 Uhr für die Ätimnasiasten; im Gebäude der Oberroalschule vornr. ' ^9 Uhr silr die Olx'rrealschäl er, nachm. ^2 lll?r für die Schi'Uerimven, der Höherer Mädchen schule.
** Stenographie. Gelegenheit zur gründlichen Erlenrung deS beivährten Systems Gabelsberger, bietet die Stenograph e n - G e s e l l s ch a f t „G a b e l L b e r g e r" n. T a m c n - Abteilung e. V. durch Wiedereröffnung eines Anfängerlehr- gangs vom 2 0. M ä r z in ihrem Vereinslokal K i r ch st r a ße 1 1. Siehe Anzeige in Mutiger Nummer.
** Do:- GabelSbcrger Stenographen - Berlin von 1861 und der Danien-Verein Gabelsberg er eröfsium am Montag, den 2. April, im „Postkeller" einen Anf^änäsr-Lehrgang in Gabelsberg'scher Sttnographie für Dmnen \tub Herren, > vor ans wir besonders Hinweisen.' Näheres aus dein Inserat ersichtlich.
** Tie hiesigen Ba u f c n und Bankgeschäfte solvie die BeKirkSsParkasse haben für die Zeit, in n^lcher die 6. Kriegsanleihe zur Zeichnung aufliegt,, rvock-eutagS ^mit Ansnähme der Samstage) die Kasstmstunden -ms 8 bis 1 lllw vormittags und 3 bis 5 Ulpr nachmittags festgesetzt
** Das Lichtspielhaus bringt ab Samstag bis einschl. Montag die allzeit beliebte Künstlerin Henny Parten. In diesem Fllm sehen nur die große Künstlerin ganz als deutsches Gretthen. Das Gesellschastsschauspiel in 3 Akten trägt den Titel „G reichen Wendtland". Äußerdem gastiert auch noch Wanda Treumami und Viggo Larsen, das beliebte Künstlerpcmr in ihrem entzückenden Lustspiel in 3 Akten. „Sche ven contra Festender g". Ein Besuch ist sehr zu empsbhl-m, da der nrusikklische Teil durch eina erstklassige KüusilerkapeNe ausgeführt lmrv.
** Im Sch u>a r z-W e i st°T h e a t e r, Seltersweg 81, gelangt ab Samstag, 17. März bis einschließlich Montag, 19. März, das sensationelle Detektiv^Sch-mspiel „Da s Recht a u f s D a s e i n !" zur Vorführung. Das Filnnoerk bel)andelt ein Meuscheuschicksal in 3 Men. Außerdem rvird ein pikantes Lusfipiel „Teddys Verhält n i s", mit Pani Hcidemann in der Hauptrolle und ein gutes Beiprogramm geboten.
Landkreis Gießen.
Wa. Leihgestern, 17. März. Im hiesigen Orte wurde au drei verschiedeueil Plätzen Geld gestohlen. Au einem Platze über 100 Mark. Die Täter, drei jugendliche Bürschchen von Leih gestern, sind ermittelt imd werden l/ofsentlich zur Anzeige gebracht.
** L i ch, 16. März, lieber D e u t s ckl a n d s Wirtschaftskräfte sprach ani 14. März abends der Vorsitzende des hiesigen Vollsbildungsvcreins, Iorstrat Dr. Dieffenbach, in deni vom L>orstande des cvgl. Maricnstist> zur Verügung gestellten stisti- schen Gemeindesaale, der bis ans den letzten Platz besetzt loar. In seiner bekannten ruhigen und llarni Weise betonte der Redner zunächst, daß durch seinen Vortrag, der durch reiches Lichtbilder- material votteill-ast begleitet und unterstützt mürbe, keinerlei Druck bezüglich der bevorsiel-enden Kriegsanleihe mrsgeübt lverden solle, die ArrSfüHrungeu vielmehr nur zur Aufklänmg dienen möchten gegenüber dem Lügenfeldzug unserer Feinde und der Aengstlich feit besorgter Gemüter Mit regem Interesse und größter Auf- rnerksamkeit folgten die zahlreichen Zuhörer den überzeugendeni Darbietungen des Vortragenden über die ftraft und Sicherheit unseres wittschastlichcu Lehens.
Kreis 2fiidinstett.
4t Büdingen, 17. März. Das Eiserne Kreuz erhielt der llnterofsizier Abraham F re ima r k.
x. Bergheim, 16. März. Von den in allen Genivinden des Bezirkes Ottenlvrg veranstalteten vaterländisch^^ Menden dürfte der am DienStag in unserer Genreinde veranstaltete Albend wohl der best besuchteste gelvesen sein. Die Kirche, in der der Abend ab ge lpalten wurde, ivar bis auf den letzten Platz gefüllt. Ältit Sptnruuirg folgte die Genreinde bis zuletzt dem Lichtbildervorttag von Pfarrer Ka h n-Ottenbergi über „Deutschlands Kraft und Größe". Die. Kinder sangen unter Leitung von Lehrer Gaul-Usinchorn mehrere vaterländische Lieder inrd trugen Gedichte vor. Auch in der Nachbar- gemeinde Usenborn lvurde dn Vvrtvag am nächsten Abend mit sehr guter Beteiligung im Scknilsaal wiederholt, außer den Lehrern, den: Pfarrer und den Schrilkindern chatte sich hier- besonders Lehrer Hen sel-Hirz-enhain in den Dieifft der Arten Sache gestellt und die Ausgabe übernomlnren, an der Hand vorzüglicher Lichtbilder überzeugend die Wittschaftskräfte des dautsiliiett Vaterlandes allen Anwesenden vor Augen, zu führen. Am solg»mden Abend sprach Olievamtörichter Dr. B n s ch -Ottenberg in (^elnl-aar über dasselbe Thenra.
4t Ober-Mockstadt > 17. März. .Das Eiserne Kreuz erhielt Musketier Karl Cnllma un im Inf.-Regt. 168.
Kreis Lauterbuch.
l. Grebenhain, 16. Mär». Dein Präsidenten des hiesigen Kriegcrvereins, Andr. Weitzel wurde vom Großherzog das allgemeine Ehrenzeichen „Für treue Tiensttt^ verliehen, weil er schon 30 Jahre als Vorstandsmitglied dem Vereine angehört und seit 12 Jahren Präsident ch's Vereins ist. — Dam Sckftitzen Wil- helm Ko m p, Sohn der Witlve Katharine Komp, in der Maschinen- attvchr-Komp. des Res.-Jnf.-Regts. Nr. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verlielieir.
Kreis Schotten.
O Gedern, 15. März. Die Schüler und Schülerinnen der Privat-lHofk ad l a n e i) S ch ule hatten deni Großherzvg> telegraphisch ich'e Mückwünsch-e zum 25jährigeir RegierungsMü- läum ausgesprochen. Zur großer! Freude der Schule ttaf gestern ein in warmeir Motten, gehaltenes Danktelegrxrmm des Landes- Herrn ein.
O Glashütten. 15. März. Vor sehr zahlreicher Zubörer- scl?ast hielt gesteni abend im hiesigen Schulsaale Hofprediger Mid mann ans Gedern einen mit regsten: Interesse aufgenomrnenen L i ch t b i l d e r v v r t r a g über „Deutschlands Wirtschaftskräfte". Der Abend gestaltete sich zugleich zu einer erhebenden Feier des 25jährigen RegierungSjubilänms des Großherzogs.
9 Laubach, 16. März. Grvnadier Otto Siegfried, 4. Garde-Regiment zu Fuß, jetzt in einen: Reserve Irrsanwtte- Regiment, Sohn von Metzgermeifter Clrristmn Si^rftied, erhielt tw einigen Tagen das Eiserne Knnrz 2. Kl.
[j Lanbach, 16. März. Unter Leitung von Oberamtsrichter Zimmer m a rl n fand im Saale des Amtsgerickrts ein vliter- ländischer Lichtbildervorttag statt, zu roelchem als Redner- Pfarrer Fritsch ans Ruppettsbrrrg gewonnen worden wir. Ncvck> em° leitenden Begrüstungsworten ergriff Pfarrer Fritsch das Wort, dem als Therna „Deutsche Macht und Deutsche Pflicht" zugrunde lag." An llare Tarlegimgen übiw unsere kriegerisckie rmd finanzielle Macht, die rms zu so sicgrei<l-er Führung des Krieges bis zum heutiger: Tag geholfen habe, knüpfte Redner die Mayrmng, durch Genügsamkeit, Einigfeit und Opseruülligkeit in eckst dentsckxr Pflichttreue zu standhaftem Duvchlralten mrtzuhelfen. In eindringlicher Aufforderung, besonders Opferiyittigfeit bei Zeichnung der neuen Kriegsanleihe zu berveisen, schloß der mit großem Beifall mrsgenommenc Vortrag. Der von Bürgenrreister Ritter an Pfarrer
Fritsch gerichtete Dank, der gleichzeitig den Wunsch zu eifriger- Beteiligung an der Zeichnung der neuen Kriegsanleihe in fick» schloß, klang auS im Gedenken a:t das Regierrmgsiubilänm de-- GroßherzogS irr ein Hoch anf den LandeSfürsterl Iin scstlick» geschmückten Zeichensaale deS Gymnasiums Friedrieiannm fand an: 14. März eine öffentliche Fttcr anläßlich des 25jälrrigen Re. gierungSjubilänmS des Großherzogs statt. Ter in mclmiiimuißcnt Elwr von den Schüler:: unter Leitung des Reallehrers Ger Herd vorgettaa-enc Psalm „Du Hirte Israel«" eröffnele die Feier Ihm scklloßen sich in abwechselnder Reihen,olge einzelne Vortragz- der Schüler, teil« in Poesie teils in Prost:, an unrralnnt ton „Hessenlieder" die int Grundgedanken „Hessische 7aviert- il und Hessische Treue" rvrberttichten. Tie Festrede hielt Direktor Henk Kreis Friedderg.
z. Kirchgön«, 15. März. Hanptlehrer Storch-Butzbach liclt vorgestern abend im Gastlstrus „ZuM Stern" eincn Bortraq. Einleitend gedachte der Redner de« 25jährigen Regierungöjubr- lÜumS unseres Grvßher-vgS und ging v«nn auf das eigen Tliaina „Deutschlands WirtschaftS- und Kriegskraft" über. Zun: Schlüsse eri:valR:te der Redner all« Anuvsenden, jeder an seinem Teile seine Sckmldigkeit gegenüber dem Bntei^and? zu lnn. Kaui- mann Sterm-Butzbach forderte in zu Herzen gebenden Worten d:>' Anwesenden aus, bei der binrmenlxm 6. Krieg^urleibe das Vaterland zu unterstützen imd so dabeiin einen neuen Sieg an di? vorher gehenden zu reihen. Bürgernreister- Hanack dankte den beiden Herren ftir ilwe schönen Ansftbruwien sttamens der Vettaimnllmg.
:: Pohl -G önS. 17. März. In der Rächt > >ut 15 ans 16 Mär§ utirrbcit dem an der Strass nach ^stitzblnF w-imenden Anton Spietz zlvci Schweine Mw dein Stall grstvlst'en Von den Dieben, die mit den Octtfichkeiten jedenfalls :ovlst vertrau» ivareu, fehlt bis jetzt jede Spur. — Am 15. Ättipz hielt in der Alt'ick^n Wiel' sckiaft Mediziimlrat Dr. Vogl von Bntzv.ub einen Vortrag über die Kriegslage und Kriegsanleihe, dev großen Beifall fand.
Stein heim b. Hungen, 15. März. Am Sonntag nach mittag wurde hier eine KneaSanleihe-Werbeversainnttung im neuem SchulhauS abgehalten, die eiirei: anßcrordentlick^ guten Besuch aus- zuweisen hatte. Nachdem Bürgermeister Nicklas die Erscknenencw begrüßt und eindttngliche Wssttc an die Bcrsammelt.cn gerichtet hatte, wies Lehrer Kr aus haar-Trais-Horloff anf Grund eines reichen Zahlenmaterials auf die mächtigen ttnrtschaftlinicn und finanziellen .(ttäste des deutschen Volkes hin. Ferner bot der Vortrag Einblicke in den Betrieb der deutschen Münze und der Reichsbank. Alle umlaufenden Gerüchte :'H>er beabsichtigte Zwangs- anleihe, Bcsckstagnahmung der Sparkassenguthaben Herovsetzung des Zinsfußes von 1924 ab »mrrden wirksam entkräftet. Mil der Aufforderung, die Kraftquellen des deittfchen Volkes zur Bürgsclraft deutschen Sieges werden zu lassen, schloß der Redner. Herr Lehrer Ru pp 'Obbornhofen führte in trejflicher Weise die passen» den Lichbtildcr vor.
Shrentafe:.
Bei einem in der Nacht rmternommenen Gegenangnff der Frau zosen lvnrde ein Franzose so schwer verwvndet, daß er nictil mehr zurückkehrte. Zwei Tage und zwei Nächte blieb der Unglückliche nur ettva 50 Mater von der französischen Stellung entfernt liegen. Unteroffizier Gödel ans Bad Ems (Kr. Bad Eins), Hornist Nieder- meyer aus Lemgo (Lippe), Füsilier Seng aus Garbeittcich (Gießen), Ricker aus Niederselters (Limburg) konnten das Gejammer des Ber lvundeten nicht länger mehr mit anhören. Unter den nötigen Vorsichtsmaßregeln krochen sie in der dritten Nacht bis zu den: Ww- nundcten heran und brachten ihn, ohtvbhl sic von von Franzosen! stark beschossen wurden, glücklich in die eigene Stellung. Ein schöne-: Beispiel der Nächstenliebe unserer braven Truppen.
Letzte Nachrichten.
Fliegerangriff auf Frankfurt.
Frankfurt a. M., 17. März. (WTB. Nichtmntlick. Drahtn.) (Gestern morgen 8 Uhr 30 erschien aus lvestlicher Richtung ein seiudlichcr Flieger über Frankfurt und Ivarft von den Mlvehrgeschützen beschossen, sechs klcinkalibrige Bon: - bei: ab, von denen, eine auf dem Dache eines Hauses kra^ Vierte, bte übrigen auf bat Main und daS umliegende Ga lande fielen. Außer einer nicht nennenslverteu Beschädigung des Daches und dem Bruch- einiger Fensterscheiben wurde keilrcrlei Schaden angerickftet.
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Der Zar gefangen?
Stockholm, 17. März. D:e „Stockholms Nya Dagligt Allal^auda" meldet, daß der Zar im Taurischeu Palais unter gebrackst ist, Uw er der Gefangene der Duma ist. Jede VeNßn > düng zlvisckxm ihm und der Zarin sei abgebrochen, da die Revv lutivnäre die Zarin als Uwe größte Hindin betrachte::. Nach einer anderen Meldung soll die Zarin nacb Kiew gebrackst lvvrden sein, während nach einer anderen der Londoner „Central News" entstmnmenden Meldung auf ausdrücklichen Wunsch der Kaiserin gleich nach den Tnniabeschlüssen znstsckten ihr und Rodsjanka eine Konferniz stattgefimben habe. Tie Zarin-Mutter wird als Patteigängerin der Rcvolutümäre angesehen. Nach anderen iiber Stockholm kommende:: Olerücksten lwt sich der Zar schon seit Wocl^en im Hauptqnattier einer rewlnttonären Partei innerhalb der nächste:: Umgebung gegenübergesellen. Er habe, so wird belxluptet, Tag und Nacht von einer Leibnxick>e ans sibirtschen Regimentern lw- wacht werden müssen. Ein Familicnrrat, m: dem angeblich auch Großfürst Michael teilnahm, hätte seine Absetzung beschlossen, fei aber an der Uneinigkeit Livischen dem Großsi'irsten Nikolai Nikolajelvitsch und Kvnll gesckieitert.
Eine konstitutionelle Monarchie?
Rotterdam, 17. März. Aus Petersburg wird ge meldet: Die Sozialisten beschlossen, an: Donnerstag, den 8. März, die neue Negierung zu unterstützen unter der 'llc dingung, daß allgenreine Mahlen für eine konstitutionelle Versammlung abgehalten lverden.
Die Konnnune in Sicht?
Kopenhagen. 17. März. Dem unten nissischm Ministerium wird in hiesige:: mtterrichtetsten Kreise:: keine lauge Lebensdauer gegellt. Auch dieser letzte Derftrch. die imausl»altsam an- drängeiide demokratischc- Revolutim: in Rußland für die Fott- setz ung des .Krieges anszsimütze::, wird als anssickstslc»? l>etrachttt. Ter allgemeine Rrlf der Arbeiter,nasse,: bei dcn: Slraßenkämpsnr war: Weg mit den: Zaren! (^ebt »ns dcil Frieden! Von bet rnssi schon Grenze geht en: Dvahtberickst ans gut unterrichtete:' Stelle cin. Man nimmt danach an, daß die Uneinigkeit innerhalb beu Träger der Revollrtwn rapid bxichsen wird.
Nikolai als Diktator?
Stockholm, 17. März. Unter den Offizieren und Behörden! in Dornoa glaubt man, daß Großfürst Nikolai, der d:s Vectra mm der Revolutionäre genießt, wun Diktator über die Aniwe ernannt lverden soll.
Die Hrobenmg Bagtoads.
Bern, 17. März. Im „Bund" schreibt Stegemann, die Besetzung Bagdads durch die Engländer sei veruiutlich zu spät gekommen, um den Kriegsausgang zu ku'eiuslnssen. Bn'che der Krieg nicht in Revolutionen oder in Wirtschaft' litchen Noten zusammen, so werde er nicht vor Bagdad oder Mossul, sondern zwischen Lille und Bclfort entschieden.
Earson über die LebenSmittelzuftchren.
Kristiania, 16. März. (WTB. NichtamtlÄ.) Ein Londoner Telegramm der ,.Astenpojiten" meldet, daß der mglise!^ Marüw. miwrster Earson. sich in: Lllduntncklnb über dü' Lage Englands iv züglich seiner Zuftlhren 'xm Lebensmitteln zur Sec sehr ernst äußerte. Ter Minister sagte, daß die deutschen U-Boote allein im Febnrar eine hnfbe Million Tonnen versenkten Selbst wen, Deutschen ihr Vernirhttmgswerk nicht in: gleichen Maßstade satt - fc(vm könnten, lintrben weitere Ernftlhreinsckivänkungei: nötig
werde::. Seine AuMsung der Lage sei vmresirEgs pessimistisch, er ,volle nur de::: Volk die WadttMt sagvir. bannt sstlr feine eigene Meinung bilde,: könne.


