feindliche Mißerfolge iit West und Ost.
Berlin, 13. Febr. (WDB. Nichtamtlich.) Außer den gemel- sechs englischen Angriffen in der Nacht zum Montag fanden ruxrdnch der Anere iwch zwei weitere englische Angriffe statt, die A^nw erfolglos blieben. Ern englisck^er Angriff beim St. -Pierre- nt) gestern nach schwerem Artilleriefeuer spät abends das Auffullen der englischen Gräben mit Sttirmmannschaften er- rannt wurde, kam nicht zirr Ausführung. Nördlich von Cource- lette brachte eine deutsche Patrouille acht Gefangene und zwei Ma- )chrnengewehre auS den feindlichen Gräben zurück. Zwischen Lille mrd Arras versuchten die Englärrder sechs Patrouillenvorstöße, die mmrlrch rwlckgeschlagen wurden und für die Engländer Mit Ber lusten an Toten, Gefangenen und Material endeten.
Ein Funkspruch vom Eiffelturm, 12. Februar, nachmittags, sprum von einem geglückten Handstreich auf der Höhe 304. Die deutjchen Truppen haben von diesem Handstreich nichts wahrge- nommen.
Mit dem Nachlassen der Kalte macht sich an der russischen ixwnt «höhte Patrmrillentätigfeit bemerkbar. Nach dem blutigen Schaltern ihrer mit großen Massen unternommenen Offensive im Rigaer Brückenkopf versuchten sich die Russen in den letzten Tagen längs der Düne-^'ront in vcrlchredenen Borstoßen einzelner Sturmtrupps, die in Schrreeinäntel gehüllt, in dunllen Nächten stellen- werse bis an die deittschen Drahtverhaue herartöamen, dort aber regelmäßig veriagt wurden. Im wvhlgeziesten Feuer der 'wackÜLmen Bkwteidrg« kostete ihnen der Rüchmg über die breite schutzlose Cnsslache irdesmal erhebliche Verluste. Das gleiclx Schicksal ereilten ruf fische Untcriiehmungen am 10. Februar bei Postcrwy und Zloczow, fojvie am 12. Februar westlich Luck. Das einzige ttnter- nehnren größeren Umßnrges bildete der zweimalige Angriff mehrerer rufftscher Bataillone bei Zwytzyn am oberen Sereth am 12. Febr., der trotz ausgiebvger AttÄeriennterstützung völlig ergebnislos bereits vor der dattschen Linie zusammenbrach. Im Gegensatz dazu hatten die deutlichen Patrouillen und Jagdkommandvs auch in den letzten Tagen wiederholt ansehnliche Erfolge zu verzeichnen. Am uutEii L>tochod gelang einer deutschen Aufklärungsabteilung am l0. Februar eine Streife, die nutzer Gefangenen wertvolles Beleg- material embrachte. Ern kurzer heftiger Bvrsto tzbei Krst-elin am ll Februar^ führte zur Gefangennahme von zwei Offizieren imd 2% Sn 01171 ‘ Pölich des Dryswiaty-Sees wurden am 12. Februar 90 Mamk i^efangen genommen. Einen Erfolg größerer Bedeutung erzreiten südlich der Baleputna-Stratze unsere Truppen im Raume von Mestesanesci, wo die Russen schon wochstenlang m einer Reihe t®ir zum Teil heftigen Angriffen einen starken Truck aus übten.
Der bulgarische Bericht.
Sa ha, 13. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Bericht des General ha bes vom 12. Februar.
Mazedonische Front: Ziemlich schwache Artillerie- tättgkerr an ver gesamten Front. In einzelnen Absckmitten Gewehr-« und Maschin engewehrfeuer zrvischen den Wachposten. In der Luft lebhafte Kampftätigkeit im Wardartalc und oberhalb der Küste bei Oriartc. Oejtlich vom Bahnhof Dowo zwang Unterleutnant Braunr.ock einen englischen Zweidecker zum Niedergehen. Das Flugzeug zarbrach auf dem Erdboden, der Führer ist tot.
Rumänische Front: Bei Isaceea vereinzeltes Artillerieteuer an beiden Tonauufern. Bei Mahnmdie.KugelWechsel zwischen den Posten auf beiden Seiten des Sankt Georgs-Kanals
Enver Pascha.
Konstantinopel, 9. Febr. (WTB.) Verspätet cingetrofsen. Durch em kaiserliches Jrade wird der Kriegsrnmister Enver Balcha für die Dauer der Abwesenhett des Marineministers Dschemal Pascha mit der Führung der Geschäfte des Marine- mrnisteriums betraut. Der Harchelsmimster Scherif Bey wird bis zu der baldigst zu erwartenden Ankunft Mi Munis Beys die Ge »chaste des Ministeriums für öffentliche Arbeiten besorgen.
Die Unruhen in England.
Rotterdam, 13. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Tie große Bestürzung m England über die Wirksamkett des deutschen U-Boot- Krieges geht aus der Tatsache hervor, daß die „Daily News" be- !? tr r .JE r - 11 ^ l * $ vorschl ägt, England solle nach deutschem, Vorbild stch Handelstau ch bovt e durch den Anrerikaner Ford baueil lauen. Das englische Blatt empfiehlt diesen Ausweg in der Erwägung, daß ein Handelstauchboot vor der U-Bo-ot-Gefa.hr verhältnismäßig sicher sei.
Explosion in einer englischen Munitionsfabrik.
London, 13. Febr. (WTB.) Das Munitions Ministerium tellt mit, daß sich in der Munitionsfabrik von Dork- ! h l r e eine Explosion ereignet hat. Tie Zahl der Opfer ist noch mcht bekannt. Mali glaubt aber, daß alle Personen getötet sind. •v5 n der Nachbarschaft wurde einiger Sck-aden ungerichtet.
Allgemeine Militärpflicht in Britisch-Zndien?
Rotterdam, 13 Febr. (WTB. Dem „Nieuwe Rotterdam- sche Courantt' zufolge meldet die „Times" aus Bombay: Hier wurde eine Verordnung erlassen, daß sich alle männlichen britischen. Untertanen vom 17. bis 50. Lebensjahre melden müssen. Tie „Times" bemerkt dazu, dieses sei der erste Schrill zur Einführung der allgemeinen mllttärischen Uebungspflicht in Britisch- Jndien.
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Ein Beweis für Frankreichs Kriegsbereitschaft.
Ein Brief, den der General-Schatzmeister des Departements La Nievre, Dumoncel, auS Nevers am 2. Juli 1914 an seiner: Sohn, den jetzt in deutscher Kriegsgefangenschaft befindlichen französischen Leutnant Dumoncel, richtete, gibt einen neuen Beweis für die Kriegsvorbereitungen, die in Frankreich schon lange vor Kriegsausbruch getroffen wurden. Bereits einen Monat vor der Kriegserklärung erfolgte die Mobilisierung. Leutnant Dumncel und sein Vater, ern hoher Staatsbeamter, sah den Krieg als unvermeidlich voraus. Dieser Brief vom 2. Juli 1914 beginnt folgendermaßen: „Mein lieber Remy! Ich weiß Dir Dank für Deine gestrige Haltung, welche uns die Szene der Rührung, welche ich für Deine Mutter befürchtete, erspart hat. Und jetzt mag kommen, was will. Man darf sich keirrer Täuschung hingeben. Es ist der unvermeidliche Krieg, weil man uns ihn trotzdem machen will, und man wird uns vor der Beendigung unserer Mobilisation angreifen. Für Dich sind die Gefahren vom Gesichtspunkte des Handelns aus die gleichen, wie für alle anderen, aber das ist nicht das, womit man im Kriege am meisten rechnet, es sind die Krankheiten und das Elend, welche am meisten zu fürchten sind, und als Offizier bist Du weniger als die Soldaten den Gefahren ausgesetzt: vor allem, wenn die Moral aufrecht t cvgalten bleibt und wenn Du Dich jedes Uebereifers enthält^ " — Nach! einigen nur die Familie angehenden Satze,: schließt das Schreiben: Dieser Krieg ist bedauerlich. Die Ze7,-örungen, die er säen wird, sind unberechenbar, und der Sieger wird auch nicht unbeschädigt hervorgehen. Aber wenn wir geschlagen würden, würde das für uns der endgültige Zusammenbruch ohne Rettung sein. Es ist nötig, daß dies jedermann bei uns versteht."
Tonnen mir Kohlen nach Gibraltar beziehungsweise für die ttatienische Staatseisenbahn und eins von 2100 Donnern mit Oel nach Queenstown. Von eurem U-Boot wurde ein englischer Prisenoffizier von einem holländischen. Dampfer hernntergehvlt.
Nach neu eingegaugener U-Boot-Meldung wurde:: ferner versenkt sechs Dampfer und ein Segelschiff von insgesaürt 25 000 Tonnen.
Ein, französische Feststellung über die Wirkung des U-Bootkrieges.
rr (WTB. Nichtamtlich.) Die letzten
Ergebnis) e de^ verschärften U-Boot-Krieges rufen in Paris Beunruhigung hervor.
„Pa r i s Midi" und „Information" fordern dringend, daß alle Maßregeln getroffen werden.
„La France" schreibt: Wo stehen wir? Man muß wünschen, daß die Regierung schnellstens im Parlament Erklärungen abgibt, damit den Gerüchten ein Ende bereitet wird, dre die Öffentlichkeit nervös machen. Das Blatt fragt weiter: Welche Bedeutung hat der neue U-Boot- Krieg? Sind unsere Berteidigurrgsmittel wirksam? Werden dre Neutralen die Schiffahrt fortsetzen? Wohin gehen die Waren, die nicht zu uns gelangen? In welchem Maße wird dre wirtschaftliche Notlage unserer Feinde erleichtert? Das Blatt fügt hinzu: Dies sind lauter Fragen, auf die wir ern- genaue Antwort haben müsjen.
Eine Nentcrsche Verdrehung.
^ Berlin, 13. Febr. (WTB. Amtlich.^ In der neutralen Presse wMeme Rerrter-Meldung verbreitet, wonach Teutschlmrd die ^vchwerz ersucht toben soll, der amerikanischen Regierung mrtzu- t^len. wir Wien nach wie vor bereit, nrtt den Bereinigten Staaten! wx? die mit dem jetzigen U-Bootkrieg zusanrm'enhängende Sperr- Mbretserklärung zu unterhmrdeln, sofern die Handelssperre gegen Engmnd dadurch nicht berührt werde. Tie Regierung der Vereinig- tenStaatm.habe dem schweizerischen Gesandten Ritter daraufhin iratteuen Xait’en, daß sie nicht in Verhandlungen eintreten könne, «e Deutschland sein nach der „Sussex"-Angelegenheit gegebenes Verspreche:, wieder in Koaft gescht und seine Ankr'mdigung über die Verschärfung des Tauchboot-Krieges zurückgezogen habe.
liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Der deutschen ^Regierung war durch die Schweiz ein Telegvantm des styweizemchen Gesmrdten in Washington übermittelt worden, in - ffPV der^ Gttandbe sich erbot, falls Deutschland einverstanden sei, Verha ndlungen nrtt der amerikanischen Regierung über die Sperr- Mtets-erklärung zu vermitteln, wett dadurch die Geffahr eines Krieges zwilchen Deutschland und Anrerika vermieden werden könne.
Die schweizerische Regierung ,ist daraufhin gebeten worden, ihr« Gesandten in Washington dahin zu verständigen, daß Deutschland nach wie vor M Verhandlungen mit Amerika bereit sei, f a l l s
dieHandelssperre gegen unsere Feinde, also nicht nur gegen England, dadurch unberührt bleibe. Wie
sich von selbst versteht, hätte sich Deutschland auf derartige Verhandlungen nur rmter der Bedingung ernlassen können, daß zunächst die diplomatischen Beziehungen zwischeu Amerika imd uns wieder hergestellt worden waren. Als Gegenstand der Verhandlungen wären ferner lediglich gewisse Zugeständnisse auf dem Gebrete des amerikanischen Personenverkehrs in Betracht gekommen. Die durch den U-Boot-Krieg über unsere Feinde verhängte Sperre der übett'eeischen Zufuhr würde mithin, selbst wenn ine diplomattschen Beziehungen wrederhergestellt worden waren, unter kemen Umständen irgendwie gelockert worden sein In der Antwort an den schweizerischen Gesandten in Washington ist d^s ia auch mct aller Deullichkeit zum Ausdruck gekommen. Wie schon wrederholt, auch von amtlicher Stelle, erklärt worden ist, gibt tSm der entschlossenen Durchführung unseres U-Boot-Krieges gegen dre gesamte überseeische Zufuhr unserer Feinde kein Zurück.
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Donar Law über England» Kriegsleistungen.
London, 12. F^-r^ (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Unterhaus: Bei der Einbringung einer Kredi t vo r- la g e von 550 Mttlwnen Pfund Sterling ftir die Zeit bis Ende Mm sagte Donar Law: Dre Gesamtkreditbewilligungen für das ^ende Frnanzrabr betragen 1950 Millionen Pfund und gehen über den letztiayrrgen Voranschlag Mae Kennas hinaus. Die Stei- S^ung sei den Mehrausgaben für Munition zuzuschreiben, so wie den Vorschüssen an dre Allnerten und an die Dominions. Es sei sicher, daß das Haus dre Ausgaben für diese Posten nicht vorent- va»en werde. Dre durchschmttltthen Ausgaben für Arinee, Marine und Munrtwn reren rm Verglerch zum Beginn des Finanzjahres um IMttlwn täglich gewachsen. Dre Steigerung für Mu nitro n dauere dre ganze Zeit über an und sei jetzt ebenso bedeutend tme rn rrgend emer Mrwde England habe nicht allein an Mann- schaften smrdern auch an Ausriistimg die Neberkegenheit. Die ae- samten^sert Bemmr des Krieges bewilligten Ausgaben hätten im erster: ^ahre oß2 Mttlronen. im zweiten Jahre 1420 Millionen imb tm dritten Jahre 19.50 Mttlronen bettagen, was an Gesamt- kredtten ^ert Ausbruch oes .Krreges 3732 Mllionen Pfund aus- Vorschüsse an die Verbündeten würden sei- .»ach rm Finanzjahre die Gesamtsumme voir 890 Mrllronen errerchen. Er habe alles Vertrauen zur Zukunft Er wme nrcht, ob die Anleihe einm Erfolg haben syerde, aber das kr-wgen, daß dre Zahl der Zeichnungen sicher größer fetnl ic zu vor und daß der von der Gesamtheit aufgebrachte werde, als es je der Fall gewesen sei. Bonar
'chw߄Mr haben ernen , ch w e r e ri Weg vor uns aber
SsTa/wI rz as im £i!s ! 1 .^b^t noch an Mut und Entschlossenheit gM vs istr unier B»lk ern Zurück, bevor nicht das Ziel erreicht ist das wrr uns gesetzt haben." ''
dB.) Die Kreditvorlage ist ettrstim
,jrcxfll angenommen worden..
Die Lage in Deutsch-Ostasr ka.
Febr, (WTB. Nichtamtlich.) Vom Kolonialkrieg rn Deuts ch^Dstasrrka erfahren nur dre meisten Vorgänge einstweilen naturgemäß nur in der Darstellung des Feindes. So wurde Gene- ^^.^wuts^der settherige Oberbefehlshaber der englisch-süd- aftrkanrschen Lottettkräfte, nicht müde, immer wieder zu betonen, wie schwer rn allen Gefechten die Verluste der Deutschen und wie gerrmftugrg serne ei.zeiren gewesen seien. Dem gegenüber liegt eine bemerkenswerte Nachricht der südafrikanischen Presse vor, dre iene ^chonsärberer des Herrn Smuts in das rechte Licht rückt. Darnach sind in Durban große Truppenabteilungen von Kranken und Verwundeten aus Ostaftika angekommen. Das Demobili- latronslager in Congella ist gefüllt. Biele leiden auch au der Malaria. Da die Lazaretttäume durchaus ungenügend sind, wurde angeregt, das Rathaus für Lazarettzwecke äHeint also doch beinahe, daß unsere wackeren ^staftikaner Herrn smuts mehr zu schassen machten, als er wahr haben mochte. X
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Ein holländisches Gesetz gegen den Schmuggelhandel.
Haag,13. Febr. (WTB.) Die Kammer hat eine Gesetzesvorlage zur strengeren Unterdrückung des Schmuggel Handels während des Krieges angerwmmen.
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9iot in Griechenland.
or n €ri V. *5; t?cbr. (WTB.) „Petit Parisren" meldet aus Dthen, dre Preise für Lebensmittel seien auf das vierfache gesttogen. Dre Bevölkerung leide große Not. Infolge Kohlenmangels ständen die ganze Industrie und der Handel still, ^n Griechenland seien noch große Mengen von Gewehren versteckt, die trotz der Auftorderung der Atl-ener Regierung nicht abgelrefert würden. Solange diese nicht in den von der Entente übenvachten sammelstätten seien, werde die Blockade nicht aufgehoben oder gemäßigt werden. Der Berichterstatter des Blattes sagt, er wrsse dres aus befugter Quelle, ebenso, daß die griechische Regierung davon verständigt worden sei.
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• Ein BermittlungSschritt de» Papste».
Berlin, 1Z. Febr. (Privattel.) Die „B. Z. am Mittag" meldet aus München: Nach einer Meldung au» 1 Rom erklärte ein höherer Beamter des Vatikans, daß ein Vermittlungsschritt des Papstes bei den Neu traten bevorstehe, um ein gemeinsames Vorgehen
zur Erreichung des Friedens' herbeizuführen.
Die Erfolge der U-vootkriegez.
Ein Passagierdampser der White-Star-Linie versenkt.
London, 13. Febr. (WTB. Nickftamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der P assag ier d a m p fer der White Star Line „Afric" (11999 Brutto- registertonnen) ist versenkt morden. 17 Mann der Besatzung werden vermißt.
London, 13. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Motorboot „Norwege Westt' wurde versenkt, die Besatzung gelandet. ^ ö
I n Das Fischersahrzeug „Atheniau" und die Bark >„Leche Victor ic^' sind versenkt worden. Die Besatzung der „Athenian" ist gelandet.
Bei der Versenkung des White Star Dampfers „Afric" wurden fünf Personen ae tötet. ^
D e U-Boote im atlantischen Ozean.
Berlin, 13. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Es wurde bekanutgegebeu, daß ein ruckkehrendes U-Boot im Allauli- scl-en Ozean zeh:r Schiffe nrtt 19 000 Donnen Gesamttaum- gehall versenkt hat. Darunter befinden sich zwei Schiffe vorr 4900 Tonnen mit Getteide und Lebensmitteln, eins von 2300 Donnen mit Salpeter nach England, zwei von 5000
)ern, 13. Febr. (WTB. Nichtamtl.) Der „Figaro" veröffentlicht eine Ausstellung der Verluste der Handelsflotten der Alliierten urid Neuttalen vom 1. Fe- bruar bis 10. Februar. Die Aufstellung umfaßt insgesamt 58 Handelsschiffe der Alliierten und 32 der New- traten mit zusammen 176929 Tonnen. Sie stützt sich lediglich auf die Lloyds-Meldungen und läßt eine große Anzahl von selbst in der französischen Presse als versenkt gemeldeten Schiffen außer Acht. Trotz der zu niedrig gegriffenen Angaben glaubt^ der „Figaro" die Leser mit der Hoffnung vertrösten zu müssen, daß die U-Boot-Tätigkeit nicht lange auf solcher Höhe bleiben könne. . .
Haag, 13. Febr. (WTB.) Amtliche Meldung. Anläßlich der Abreise des deutschen Torpedobootes ,V 69" teilen die fNinisterien des Aeußern und der Marine folgendes mit:^
... Nach Artikel 5, Absatz 1 der Neutralitätserllärung dürfen Kriegsschiffe der Kriegführenden in das niederlän- drjche Rechtsgebiet kommen, wenn fie durch Havarie dazu gezwungen werden, müssen aber wieoer abfahren, sobald die Ursache des Einlaufens zu bestehen aufgehört hat. Nach Artikel 6 der Erllärung, der mit Artikel 17 der 13. Haager. Korwention gleichlauterrd ist, dürfen die Schiffe die Havarie nur so rveit ausbessern, als für die Sicherheit der Fahrt unbedingt notwendig ist, aber nicht auf irgendwelche Weise ihre Kampsttaft vemnehren. Errtsprechend diesen Be- ftunmungeir hat die niederländische Regierung festgesdellt, welche Reparaturen zulässig waren und innerhalb 'welcher Zeit diese beendet fern müßten. Die in Holland zurück- elcrssenen Seeleute firüsseu nach Artikel 15 der 10. Haager Konvention interniert werden.
Berlin, 13. Febr. Die „B. Z. am Mittag" meldet aus Amsterdam: Das holländische .Kriegsschiff „Nord- brabant" und sechs holländische Torpedoboote sind, nachdem sie „V 69" aus den Territorial- gewässern hinausbegleitet hatten, Sonntag abend nach Pmuiden zurückgekehrt.
Die „B. Z. am Mittag" meldet aus Kristiania: Die gesamte Mannschaft des versenkten norwegischen Danrpfers „Hans Kinck" ist gerettet worden. Die frühere Meldung, daß neun Mann mngekommen seien, ist demnach unrichtig.
Die „B. Z. am Mittags meldet aus Bern: Nach einem . Artikel Elemenceaus ist die Maßregel des Ministers Herrrot, dem Pariser Kohlenmarkt mit 1000 requi- rrerten Militärlastautos zu Hilfe zu kommen, völlig ins Wasser gefallen, indem sich von den nicht recht instand gesetzten Autos bereits 600 als gebrauchsunfähig erwiesen haben.
London, 13. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Segelschiff „Ada" ist durch Geschützfeuer eines feindlichen Unterseebootes versenkt worden; die Mannschaft ist gelarrdet. Der ehemals griechische Dampfer „Agthos Spyridon" ist durch ein Unterseeboot versenkt worden. Fünf Mann der Besatzung wurden gelandet.
Bern, 13. Febr. (WTB.) Nach einer Lyoner Depesche aus Amerika ist der Dampfer „Lussianja", dessen Natronalrtät unbekannt ist, auf der Fahrt von Buenos Aires nach. Genua vor der Hafeneinfahrt von Genua gescheitert.
ern, 13. Febr. (WTB.) „Nouvelliste de Lhow' meldet: Der Hauptausschuß der französischen Reeder hat dre Regrerung nockMals aufgefordert, den Schiffswerften unverzüglich Material zum Bau von Handels- schrffen zur Verfügung zu stellen, da sonst der .Handel Frankrerchs infolge der Versenkungen mangels an Neubauten nach Friedensschluß in die krittschste Lage geraten wurde.
ern, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich. Drahtnachr.) Temps" meldet: 17 Mann vorr der Besatzung des ver- jentten rtalrerrischen Dampfers „Famiglra" (2972 Br.- R.-T.) sind in Barcelona eingetrvffen.
Aus dem Reiche.
Neue Finanzvorfchlüge.
.^«Völn 14. Febr. Wie die „Köln. Bolksztg." aus Parlamentär chen Krersen erfahrt, werden dem Reichstag zur Deckung der Zmsenschrrld drei Finanzvorschläge zugehen, deren Ertrag aus 1200 Mrllronen Mark berechnet wird. Es soll eine irach dein Wert der zu fördernden K o h l e a b g e st u f t e F ö r d e r a b g a b e pro Tonne Kohlen erhoben werden, und außerdeur eine V e r kc h r s abig a b4 und ein Zuschlag von 20 Prozent zur Krregsabgabe e intreten
Aus und Land.
Gießen, 14. Februar 1917. Warnung vor neuen Kartoffelpflanzmethoden.
Tie Deutsche ^mdrvrrtsä-astSgesellsckiaft - Saatzuchtstelle — bittet die Landwittschaftskanrmer, folgendes bekarmt zu machen- „Dre junge Pflanze brauäst zu ihrer Ernährung die Vorratsstoffe, welche rn dem Gewebe des Samenkorns oder der Pflanz- kartoffel lageni, so lange bis das cigentlick>e Wurzelsystem entwickelt ist. Desl-alb freht man auf ein gutentwickeltes Saatkorn und nunntt auch aus diesem Grmrde nicht zu lleine Pflanzkar- toffeln. 'Neuerdnrgs rvrrd ein rrerfal-ren enrpfvhleir, Kartoffeln, anzukeunen und damr die SteMuge statt der Pflanzkartoffein m verpflanzen, ein Verfahren, das, wie die Anzuckst von Stecklingen bei mrderen Pflanzen und die Heranzucht von Blumen mrs Stecklingen zeigt, möglich ist bei der nötigen, sack)-kundigen Aus- führnng Wie wir aber aus einem Brief ersehen, sckiemt das Stecklings verfahren nicht mit der nötigen Vorsicht, also nur kür


