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injialtonreretift der pndet am Mittwoch, dem
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Awryesiuchen c&menftheu ___
^0 Uhr, im Konsirmändensaal 'der^eschen £?'■ dAtelpimkt der Verhandlungen wird ^rmi-.guW.ch nn nembe un Jubiläumsiahr der Rcsvrmüion sel>r Vortrag von Geh. Krchenrat Prof. D. Dr. St r ii g c r - Gletzen über „Der lunge Luther" stehen. ^
r-r . U E b e r Karto ffel Verbrauchs re gelung findet:
Bekamrttnathung in unserem lieutigen Anzeigcn- dreser Stelle besonders darauf hm, da festcp^^sind ^ Berbrauci)er, Erzeuger, Schverarbeiter usw.
. hunJLl C m * ^ 0 r *i V a «?' vorigen Jahre ist von einer ßerr S^r 6fftt?!, r ? ne e u .• !t£ VQn veranstaltet worden, in dem nimft*«..« Lu r? ! n £ ,e Baltenfrage vom politischen Stand- - E Sn L i pt" 16 ' Februar, abends 8 Uhr. wird
h^u n üia „ r°* e 3 ' f 1 ' einen Dortrag halten über: .Die
mLd * LhIr w!! 1 ! l L r 1 5 ö i n baltischen Provinze n"; hier ? L ttb « kulturelle Seite der Sache in den Vordergrund * C Ertrag wird durch zahlreiche Lichtbilder erläutert sein
tn { r f f rh!! L“ n n ■ 0 0 n Handarbeits- und HauS- «‘iiLu a,t ® 1 f bre L tunen ' Wir machen aus die im gestrigen enthaltene Bekanntmachung Grohh. Ministeriums des K< : b f f,l S lur Schutangelegeuheiten. aui.nerksam. in staatliche Abschlußprüfung an der Altreschule zu Gieren für cne ^etlnehnwnnnen an dem Kurse von 1916/17 auf die 4eit ^!^°.^^esetzt und der Beginn des neuen Kurses L,s ? a m dlpril angekündigt wird. Die Ausnahmegesuche find unter Anschluß der in der Bekanntmachung genannten Papiere b,s spatesten- 16. Marz beim Schulvorstand z. H. von Geh. Hosrat Protehor Dr. Fromme einzureichen. Auswärtige Schülerinnen können un Internat der Schule wohnen.
^ Familienunterstützung
. Ä^gel-örrg«n der zum veeresdtenstt Einberufenen für 16. bis tzwde^-ebruar 1917 ftudet vom 15. Februar bis 17. Februar statt.
' t e u e v r ti tf ft ä it b e. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich aucf) die Steuer- Mahnung des 5. Zieles iür das Rechnungsjahr 1916. Die Zahlung ka.m noch btS einschließlich 3. März bet der Stadtkasse ohne Kosten erlolgen. Rach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wöbe, die vorgeschrlebenen Psändungskosten erhoben werden.
Land sturm rolle. Tie im Januar 1900 geborenen «^1t!urmpfli.chttgen der Stadl Gießen müssen sich am 15. Februar o ‘^L ; ^ä5 r . LandsturmwUe melden. Siel-e Anzeige, ri?o <, Friedhöfe sind in der Zeit vom 16. F^ruar 1917 ^ 8 Mr morgens bis^ 6 Uhr abends geöffnet..
D re &y pothe kenban k in Hamburg veröffentlicht bettttgen Anzeigenteile ihre Bilanz aus den 31. Te- Geschäftsbettckst kann kostenfrei direkt von der DMttEr durch die Pfandbrief-Verkaufsstellen bezogen werden.
__ ^^^beutige Kreisblatt Nr. 25 enthält Bekannt-
machungen über dre Vornahme kleiner Viehzählungen. Schonzeit ^ Rottvild, Saatgerste. Maul- und' Klauenseuche,
Fte-lschveriorgung, Turitlehrerprüfung, vaterländiscl)er Hilfsdienst, Lrerschntzkolender, Bovrsan als Bvlksnahrungsmittel, Hafer und Sommergerste M -rxratzwecken, Aufkauf von Landbutter. AL- ton Schtzmnnen an den Oberhessischen Biehhandels verband, Asusschlachtung. Rlchtpreisc für den Auflauf von Eiern.
Landkreis Gießen.
1 -r ^ HK' bungen,12. tfdk. Infolge.Kohkennrongels nritßte der tMterrtchl an den mengen Volksschulen imb der hüherett Bürgcr- schule am Samstag eingestellt werden. Man hofft den Unterricht m acht Tagen wieder aufnehmen zn können.
--m. Muschenheim, 13. Febr. Der Gefreite H. Krausch von. hier beim Jnfanterre-Regiment 131, wurde für seine hervorragende Tapferkert vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz 2 Kl auSqez-erchnet.
... .. '' 0 b e r - B es s i n g e n, 12. Febr. Vorgestern wurde der Äteste Burger unsere, Dorfes zu Grabe gebracht.' Eine ehrwürdige Gretsengestalt ist damit au, de»n Leben geschieden, Han, Georg Roth. Er war geboren den 19 November 1825 zu Lang-dor? Der Patriarch unseres Dorfes erreichte somit ein Alter von über 91 Jabren. Der Geistliche unserer Gemeinde, Pfarrer A h l h e i m von Münster, hielt die Trauerrede. Der freundliche Greis hat die Hungerzett der 40er Jahre erlebt und konnte aus Erfahrung be- richten, daß die fetzige Zeit mit den knappen Lebensmitteln noch golden gegen jene ist. Der Verschiedene war ein nüchterner, arbeitsamer Mann, der noch im letzten Sommer mit ins Feld ging nnd milhalf, so viel in seinen Kräften stand. Als Soldat des 2. Großh. Hess. Infanterieregiment- machte er 1848 und 49 den Feldzug in Baden mit und kam in den Besitz de- Felddienstzeichens und der Großh. Badsichen Gedächtnismedaille von 1849. Als 1913 das Gießener Regiment sein Jubiläum feierte, hatte er sich auch em- geiu iden. Dem hiesigen Ortsgericht gehörte er beinahe 50 Jahre an und auch zu den Feldgeschworenen zählte er b,s zu seinem Tode. Sem Landesherr hatte ihm deshalb auch die Silberne Verdienstmedaille Mr langjährige treue Dienste verliehen. Ein Enkel von ihm hat den Heldentod erlitten. Noch ein Schwiegersohn und drei Enkel, wovon sich zwei daß Eiserne Kreuz erwarben, stehen im Felde.
•• Reiskirchen, 13. Febr. Gefreiter M e n g e l, welcher Don Anfang des Krieges eingezogen war und vorerst zum Aus- .btlden von Rekristen verwendet wurde, ist am 27. Jan., nachdem er 9 Monate bei einem Landst.-Jnf.-Rgt. im Osten im Felde stand, zum Unteroffizier befördert worden.
^ Steinbach, 13. Febr. Dem Kanonier und Hufschmied August Haas im Res.-Feld-Artillerte-Rgt. Nr. 48, Sohn des SchmtedemeisterS Eberhard Haas, wurde die Hessische Tapferkeits- Medaille verliehen.
-m Steinbach, 13. Febr. Dem Fahrer 'Karl Reusch- ^v? 071 ft® wkrde für tapferes Verhalten als Meldereiter ™ ^Kacht bei Orleow (Galten) zu Kaisers Geburtstag die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.
5kreis Büdingen.
^.Hirzenhain, 12. Febr. Be, der dieser Tage in den ^ürstl. Gederner Waldungen abgehaltenen Holzversteigerung ««rd«, sehr hohe Preise erzielt. Der Raummeter Buchen-Brenn- holz kam auf durchschmttkich 83 Mark.
^ ^ ® T .* c S / 13 Febr. Arthur Bauer, Sohn des Feld-
imlchen Friedrich Bauer von hier. Pionier bei einer schweren Minew- werlercckterlung des Westens, erhielt wegen besonderer Tapferkeit t*t Dem Femde die Hessische Tapserkeitsniedaille. — Die hiesige Gemsmdeiagd, dre wegen des niejdrigen Angebots noclunals z-rrr B«pachttmg kam, wutt)e bei der am vorigen Samstag stattgefuw- denen Veisteigerrmg für 1167 Mk., fast für den doppelten des bei der erfta, Verpachtung gebotenen Preises, auf weitere sechs Jahre verpacht^ stergerer waren eine aus mehreren Personen bestehende JagdgejeUsaiaft, die auch z-um Teil gleichzeitig die angrenzenden) ^agd«i von Selters, Eckartsborn und Wippenbach gepachtet hat. d * Ans dem Niddertal, 13. Febr. Der hundert- läbrrge Kalender, der vmi dem Abt Knauer von 1700 versalzt worden fein soll, der für jedes Jahr einen Plarreten als Regenten des Wetters, so für 1917 den Jupiter, festsetzt, hatte auf dem Land schon immer einige Anhänger, nachdenr aber seine Prophezeiungen für den Februar im allgemeinen so richtig ein- ^tvoffen sind, hat seine Wertschätzung noch bedeutend zugenomnien. Wemr es Wich am 6. nichtgeschneit und in allen Kellerir am 8 ., 9. und 10. dank seiner Voraussage nicht gefroren hat, schadet s nichts, er hat doch bei vielen recht. Es ist nur zu wmr- schen, daß er für den Rest des Februar wirklich recht behält, das;
Sv? 5Ü 0 E anderen Worten milder wird. Der Llnfang ist gemacht. Nachdem wir rn der Nacht zum Freitag je nach der Lage unserer Gemeindeil mtt 13°—16°U. die TwÄirigste Teniperatur dieses Jahres erreichten, ist es jetzt bedeutend milder geworden, in den letzten Nachten betrug die Teinpevatur nur noch 10», 8° und 6°R., bei Tag wurden Temperaturen bis zu 13» R in der Sonne erreicht. Dem Schlittschuh- und dem Rodelsport wird von der Jugend noch eifrig gechüdigt. Die Tiere des Waldes imd Feldes haben noch immer schlechtgedeckten Tisch, die Böge! werden deshalb, wo man sie füttert, noch zutraulicher, die Häsen nnd Rehe kommetl vielfach ganz nahe au die Gärten und Häuser heran, Meister Reinecke wagt sich schon in einzelnen Gemeirrden des Nachts bis m die doch meist ohne Erjvlg. An den Sud-
Mgen verschwindet nach und nach der Scb»«v ^
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Kreis Schotten.
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^ ^esen Vorgang bvabachtei, bringt ihnen
nrnrnfum w?“ C0MÄ .Heu.°d«r becgleid^n' hin, um den die^ Een ^^.Egrrnlahen den Hanger zu Allen. Wie sic mes wsijen «und ihren armen Kameraden zu verstehen aeben ist £ W CrIW V U beobachten. Sie bLTrSS
^blzett zu versäumen.'Ämdwirte, die 2 Trcktvurz und Kvhlrabeii — ppp letzteren kann
S I" tzn. da sie zur menschlichen Ernährung
SlÄ^Ä'?r! ,0,,t Schmutz uud angefaulten Stellen ^ dieselben zerklemern, um dann dem Häcksel tun, wenn itc diese foule Brocken in einiger Entferiwng der Hauser hinlegen würden. Der lmngernde Hase
eÄ5 Kondwi^' ^rung baxmi. Zeitt^ise hat doch auch wohl qVL ™ Ulal em « 5 0 . 11 beu ober Grummet für
sr merkt cs an fernem Vorrat doch nicht uud .er solch' armen Trcwen den Hunger dadurch Allen, eben mcht zu den Selteirheiten, wenn öfters tote Hasen die Hmrger imb Kälte genwrdet haben. Können wir fte auch nicht vor der Kalte schützen, so können wir ihnen doch etwas zum „Beißen geben, denn esir gut gesättigter Magen er- Mx mehr Körperwärme wce ern leerer und ausgepumpter.
)l€ <ruch nicht dem Raubzeug so leicht und kouuw diesem leichter entftuchen, als wenn der Hunger ihnen für ^ ^usreißen unmöglich nmcht. Daß viele Hasen bem Fuchse letzt erliegen müssen, steht fest, denn man sindet diese Raubgesellen weniger rn der Nähe der Dörfer wie sonst: sie haben eb^mr dvailßen mehr Gelegenheit bei diesen Tieren zu ^m^^^rfall. Auch den Jagdpächtern soll das schöne Werk oer Wintersütterung ihres Wildes eine angelegene Sache sein, 0^* ^ bleibt dadurch doch vieles Wild in der kommenden Jagd- zett der mmischlichen Nalwung erhalten. Gedenkt der tymtgenibcu -oögel und des schmachtenden Wildes?
Kreis Friedberg.
* Zad-Nauheim, 12. Februar. Der am Samstag gehaltene Vortrag des Herril Professor K l e ö e r g e r über „A it - bau von Frühgemüs t“ hatte einen so vorzüglichen Besuch auszuweisen, daß der Saal des Turnvereins tatsächlich überfüllt wa r. Tie Ausführungen des Redners, die leicht faßlich und für Jedermaiin verständlich waren, fanden den reichen, ungeteilten Bechul der Versammlung. Bürgermeister Tr. Kays er, der die ^ttanrmlung leitete, dankte im Nonien der Stadt mit herzlichen horten für die belehrenden, praktisch ausführbaren Anleitungen, lue der Redner gegebm. — Aus der Hmiptversonmilung der Frei- tvillkgeii Feuernehr ist folgendes zu berichten: Die Wehr umfaßt zurzeit 3 Ehren-, 113 ordcittliche, 129 außerordentliche Mitglieder.
ordentlichen Mitgliedern sind 72 zun, Heeresdienst ein-
Von den _|_ _ _ DM J_M H
bmjfen. Die Einnahmen betrugen 455 Mk., die Äusgab^i 487 Mk., 1369 Mk. sind als Vermögen vorhanden. Vielfach unterstützte die Wehr ans ihrer Bereinskasse die Arlgehörigen der Kriegsdieust tneriden Kameraden. Für die Ernst Ludivig-Jubiläumsspende bewilligte die Versammlung 50 Mk.
rcvr'r ouheim, 13. Febr. Tie Kinderheilanstalt
„Elisabethenstift'h die seit Kriegsausbmch ununterbrochen als Militärlazarett verweudet tvurde, eröffnet am 1. Mar wieder den Kurbetrieb, für erkrankte Kinder. Ti eKosten einer Kur müßten wegen der Kchiegsteuerung von 50 auf 60 Mk. erhöht w>erden.
Butzbach, 10. Febr. Heute fand in der Markthalle aus dem Viehinarktplatze die erste K o h l e n v e r t e i l u n g durch die Gemeinde gegen Vorzeiaen eines .Kohlenscheines statt, der von der Büraermcisterei ausgestellt wurde. Auf den Scheiir wurde für die Familie 1 Zentner Nußkohlen verabiolgt. Tie Verteilung der Kohlen war dem Kaufmann Bramm übertragen worderr.
Kreis Wetzlar.
c. . f ra * ^ ^ ^ ^ ^^ Febr. Tie Königliche Regierung zu Koblenz hat am Freitag angeordnet, daß alle diejertigen Schulen, die mit Kohlen geheizt werden, vorläufig bis zuin 19. dieses Monats zu schließen sind und der Unterricht bis dahin auszufallen habe. Die auf diese Weise ersparten Kohlenmengen sollen dem Bedarf der BevölkeriNig zugute kommen.
Hessen-Nassau.
sj Marburg, 13. Febr. Wegen des zeitigen Kohlenmangels wurde hier die P o l i z e i st u u b e bis zum 24. d. M. auf 10 Uhr festgesetzt. Das Abhalten von öffentlichen Versanunluuqen, Theater- Voruellungen, einschl. Kinos, und Konzerten ist verboten.
X. B a d O r b, 12. Febr. In einer gemeinsamen Sitzung der städtischen Körperschaften ist der Geheiine Sanitätsrat Dr. Hiif- nagel einhellig zum unbesoldeten Beigeordneten gewählt worden. — Der Bürgermeister der Siadt Orb gibt bekannt, daß aus den genehmigten und vorgenommenen Haiisschlachtungen bis jetzt ein sehr geringes Qilantnm Speck für die Schwerarbeiter zur Ab> lieserung gelommeii sei. Um ein besseres Resultat zu erzielen sollen demnächst fortlaufend die Namen derjenigen Personen bekannt gemacht werden, die Speck abliefern.
---Bei tn rode, 12. Febr. Mit dem 99jährigen Schreinermeister Heinrich Schenke trug man hier einen Sonderling merkwürdigster Art zu Grabe. Vor Jahreu schon zimmerte der Mann sich seinen Sarg und schlief Nacht um Nacht in ihm. Jetzt starb er in dem Schrein und wurde auch in ihm zum letzten Schlaf zu Grabe getragen.
= Frankfurt a. M., 11. Febr. Den Dieben, die vor einigen Tagen in der Kalbächergaffe ein Rollfuhrwerk mit 2 2 Zentner Butter stahlen, ist man aus der Spur. Als Täter kommen ein gewisser Elauer und der Fürsorgezögling Klug in Betracht. Bis jetzt konnte man ihrer noch nicht habhaft werden. Eine Anzahl Privatpersonen, die von den Dieben Butter kaufte, ist schon ermittelt.
mr. Frantsnrt a. M., 12. Febr. An Stelle der fehlenden Kartoffeln soll jetzt auch in Frankfurt eine Erhöhung her Jleischration um 60 Gramm pro Kops und Woche eintreten, ähnlich wie e« in Berlin schon der Fall ist. Gleichzeitig wird für einen unbenutzten Kartoffelschein von 10 Pfund ein Pfund Graupen ausgegebeu.
mr. Franks u i t a. M., 12. Febr. Tie Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden, darunter der komniarrdierende General des 18. Armeekorps von Riedel, wenden sich in einem Aufruf cm die Bürgerschaft, für das im .Kriege so schwer daniederliegende Handwerk Mittel zu speuden, um es wieder lebensfähig zu gestalten. Es sollen den betroffeneil M ei steril Geld mittel schenkungsweise Mvd als Darlehen gewährt werden, ihre Betriebe will man in technischer Hinsicht der Neuzeit entsprechend ausgestalten, damit das Handwerk wieder ^imgermaßen dem Konkurrenzkampf mit der Industrie Widerstarld zu leisten perprag. In zweiter Linie soll cmch dem Lehrliilgs- und Gesellenwesen durch soziale Fürsorge usw. die gebühreirde Auf- merksamkeft geschenkt werden.
— Frankfurt a M., 12. Febr. Mit Wirkung von heute an hat der RegierunaSpräsident nugeorduet, daß int Bereiche des Regierungsbezirks Wiesbaden sämtliche Schulen, Theater, Versamm- llmgsräume usw. bis zum 22. Februar nicht q e h e i z t werden dürfen. Für die Atittel- mtd Volksschiileii trifft die Anordnung uicht zu, da der Magistrat voll den besoudereu Ausnahme- bestiulmungeu Anweuduug ntacht und demzufolge die Schulen weiterhin Heizen läßt.
X. Hanau, 12. Febr. Am hiesigen Ostbahnhofe wurde der im vorigen Jahre voll einem rheinischen Infanterie-Regiment als dienstuntauglich entlassene Kaufmann .Karl Henning aus Worms sestgenommen, der die Uniform eines Vizefeldwebels des > Infanterie-Regiments Nr. 118 trug um» geschmückt mit bem Eisernen Kreuz und der hessischen Tapferkeitsmedaille war. Er hatte sich in beit Besitz von Dienststempeln zu setzen gewußt und mit dieser Hilfe in vielen Städten Deutschlands Schwindeleien verübt. Nach seiner Festncrhme versuchte er, sich zu erschießen, doch prallte das Geschah an dem Ehrenzeichen ab.
X. Hanau, 12. Febr. Magistrat und KreisauSfchuß geben bekailnt, daß vom 12. d. MtS. ab tm Stadt- und Landkreise Haitau der Preis für den vierpfündigen Laib Roggenbrot von 67 auf 79 Pfennig erhöht wird.
— Kassel, 11. Febr. Auf dem Rittergut dek LandtagS- abgeordneten Rabe von Pappenheim in Liebenau brach Freitag früh ein G r o ß f e u e r auS, das das vom Rittergutspächter - Modert bewohnte HauS samt allen Vorräten völlig vernichtete. Die Hausbewohner konnten nur daS uackle Leben retten. Bei der Rettung erlitt die 17jährige Tochter am ganzen Leibe lebensgefährliche Brandwunden. Ihre ältere Schwester sprang, da ihr leder weitere Weg durch die Flammen versperrt war, aus dem lenster und zog sich dabei einen schweren Beinbruch zu. Die Verunglückten wurden dem hiesigen Krankenhause zugeführt.
p. R o denbach, 13. Febr. Die hiesige Gemerude-Feld- und Walchagd, die einen vorzüglichen Rehbestand aufzuweisen hat, und von Bahnhof Mtenstadt in eitler halben Stunde beguem zu errerchen lst, kommt auf dem Rathaus arm Freitag, den 16. Februar, nachmittags 4 Uhr, auf 6 loeitere Jahre zur Verpachtung o!>. S t. Goar, 12. Febr. Das Eis, das sich am Loreley- ± ' e m? * am ^ ammcrcc * festgesetzt hat, wird, um ein Stellen des RheineiseS zn vernceiden, gegenwärtig von Pionieren loS- gesprengt.
X. A u s d er Rhön, 12. Febr. Der LebenSmtttelschmuggel wird tn der Rhön immer noch weiter getrieben, trotzdem doch schon so mancher Schmuggler dabei abgefaßt worden ist. So wurden dieser Tage am Bahnhof zu Mellrichstadt 2 Zentner ochsen-, Kalb- und Schwetuefletsch, sowir 23 Gänse beschlagnahmt. Ein anderes Mal wurden am Bahnhof in Oberstreu drei Frauen augehalten, die nicht weniger als 80 Pfund Butter und eine große Anzahl Eier nach Thüringen durchschntuggeln wollten. Nichts zu lachen hatte eine Frau aus dem Thüringischen über einen „geglückten^ Schmuggel. Sie hatte im Dunkel der Nacht einen rhr voll einer Frau ange'botenen Topf Schmalz angenommen und 24 Mark (baS Pfund 3 Mark) dafür bezahlt. Als sie zu Hause das Schmolz tn Gebrauch nehmen wollte, mußte sie bemerken, daß der Lopf mit Lehm gefüllt uud nur mit einer 2 Zentimeter dicken Schicht Schmalz überdeckt war.
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Grotzsihiffahrtsstrahe Rhein—Main—-Donau.
Frankfurt a. M., 12. Feftr. (WTB. Nichtamtlichl) Nach mehrfachen vorbereitenden Verhanbllrngen mit den «n Rhein und Main anliegercden Stödten, .Handels fkrmfntern: und Industriellen uni) nach Fühlungnahme mit den zuständigen obersten Reichs und Staatsbehörden fand heute tm Magistrats-Sitzungssaal zu Frankfurt a. M. imter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Vvigt eine Anssprache über das Projekt statt, ail der aus Bayern Landtags- Wgeordneter Held-Regensbnrg, .Konmterzienrat Zehn-Nürnberg, Oberbürgermeister Ble her-Regensburg sowie als Vertreter des bayerischeil Verkehrsministeriums ObervögiernngSvat T o s ch teilnahnren. Nach einleitenden Worten des Oberbürgermeisters Voigt behandelte Landtagsabgeordneter Held das Grvß- '.chisfahrtsProjekt nach seiner staatspolittschen, nrilitärischeu und volkswirtschaftlichen Bedeutung, besprach die Frage der Kostenauf- bringung, erläuterte die spätere Durchführung in der Form des gemischt-wirtschastlichell Urrternehlnens und ertnunterte schlieUich alle interessierten Kreise, namentlich auch die Städte und Industrien im Einflußgebiet der Großscksiffahrtsstraße zur Beteiligung an deil 2li7beiten urld Kosten der Projektterung. Tie Versammlung erkannte nach eitler eingehenden Äussprachie die große Bedeutung einer Großschiffahrtsstraße für das ganze Deutsche Reich und unsere östlichen Verbündeten an. Es tmirbc der Anffafsurrg Ausdruck gegeben, daß mit dem Reich und den in Frage kommenden Bundesstaaten auch die in besonderem Maße nnttfchaftlick» interessierten übrigen Gemeinwesen, das Groygewerbe und die Industrien sich an der Aufbringung der Mittel für die Projektierung beteiligen sollten, damit durch eine -eingehende Durcharbeitung des Projekts die technische Durchführbarkeit und deren Wirtschaftlichkeit klar vor Llugen trete. ©£ wurde ein Arbeitsausschuß gebildet, in bem Vertreter der Städte, der Handelskcmrmern und der Jndusttie getvLhkt wurden. Der Vorsitz wurde dem Oberbürgermeister Voigt in Frankftrrt a. M. übertragen. Ueber die finanzielle Seite des Plans wurden folgende Angaben gemacht: Die Gesamtkosten in Höhe von 650 Millionen Mark sollen so aufgebracht wetden, daß das Reich und Bayern 300, die anliegenden Städte 100 Millionen Mark und die interessierte Industrie am Rhein und Maitl und an der Donau den Rest yu übernehmen hätten. Tie Bauzeit wird auf 6—8 Jahre geschätzt. Die Projek- tierungskosterl, also die Ausgaben für die Entwurfsarberten, deren Inangriffnahme usw., werden etwa 5 Millionen Mark betragen. Davon soll Bayern 2 Millioneil übernehmen und das Reich dieselbe Summe beitragen. Eine Million hätten die in Fvrme fo mntWt bo i Städte aufzubringen. Frankfurt erklärte sich zur Leistung eines Betrages von 100000 Mk. bereit.
Letzte Nachricht««.
Dre Kämpfe zwischen Somme und Ancve.
^ Berlin, 12. Febr. (WTB. Nichtamrtkich.) In der Nacht vom Sonntag zum Montag tobten heftige Kämpfe zwischen Serre und Ancre. Sechs englische Angriffe wurden unter schweren englischen Verlusten zurückgewiesen. Bereits am Nachmittag lag außerordent lich starkes englisches Feuer auf den deutschen Stellungen nördlich der Ancre, das sich bei (Eintritt der Dunkelheit zu heftigstem Trommelfeuer steigerte. Ein Grabenstück bei Serres wurde während der englisck)en Feuervorbereitung geräumt, ohire daß dies von den Engländern, die ein besonders heftiges Feuer auf den geräumten Graben richteten, bemerkt worden wäre. Zwischen 8 urld 10 Uhr oftrgen die ersten englischen Sturmtrnppen über das
S 'hneite zufammetlgesckwssene Gelände zum Angriff in der Ge- von Beaumont vor. Sie wurden Äütig zurückgewieftn. Ebenso scheiterten zwei weitere Angriffe, die die ^tgländer an der gleichen Stelle versuchten. Gegen 11 Uhr wurde ein vierter englischer Angriff östlich Bonoourt von dem linken englischen BataMon, das durchs eine große Anzahl von Maschinengewehren verstärkt war, vorgetragen. Bei diesem All- griff kam cs Zu erbitterten Nahkömpftn, bei welchen ein Otzizrer und Über dreißig Mopn in deutschen Händen bli^bcn. Ter Ailgriff scheiterte vollkommen. Hierauf versuchten die Engländer noch zwei Angriffe in der Gegend von Serie mit sttarken Kräften. Etwas nach Mitternacht drangen sie in Schneean^ügen trach wütenden Handgranatenkämpfen in die deutschen Gräben, wurden jedoch durch einen mit großer Wucht vorgetragenen Gegenstoß mit tc&remt Verlusten an Toten und Verwundeten, sowie mehreren Gefangenen wieder geworfen. Um '4 Uhr morgens versuchten die Engländer ihren sechsten und letzten Atlgriff in dieser Nacht. Ti-eser Angriff brach indessen bereits im deutschen Sperrfeuer zusammen. Die deutschen Truppen haben sich bei dieser Reihe englischer Slngriffc mit hervorragender Tapferkeit geschlagen und dem Feinde außer- orderttlich schtveve Verluste beigebracht.
England vor der Lebensmittelkarte.
London, 12. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) „United Preß" meldet: Die Blätter verlmtgen vom LeberrsmitbÄ- tontrollenr Lord Devonport, daß er die Herausgabe der Lebensmittel für das ganze Land rattoniere. Die Blätter verweisen darauf, daß das System, an das öffentliche Ehrgefühl zu appellieren, sich nicht bewährt habe, und ver> langen sofortige Maßregeln.
Die Königin von Bulgarien erkrantt.
Sofia, 12. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter veröffentlichen folgende Mitteilung: Zu Beginn des vergangenen Jahres fühlte sich die Mnigin leidend. Trotzdem setzte sie ihre gewohnte Tättgkeit fott. Da sie dann ein allgemeines Schwächegefühl überkam, mußte stie sich einer längeren Behandlung unterziehen mtd vollständiger Ruhe pflegen. Zu diesem Zwecke verbrachte sie den Sommer in einem Sanatorium in der Umgegend vou Dresdetl, wo sich ihr Gesundheitszustand für einige Zeit besserte. In der letzten Zerö stellte sich jedoch wieder eine körperliche Schtväche ein und nach jüngst eingettoffenen Nachrichten ist die Gesundheit der Wnigin sehr erfchüttett. Aus diesem Grunde ist sie genötigt, da- Bett Ut hüten, unl etwaigen KpmpAattoneu vvrxupeuoell.


